SAP Aktie aktuell SAP: Wenn dieses Gap geschlossen würde …

News: Aktuelle Analyse der SAP Aktie

von |
In diesem Artikel

SAP
ISIN: DE0007164600
|
Ticker: SAP --- %

---
EUR
---% (1D)
1W ---
1M ---
1Y ---
Zur SAP Aktie

Zugegeben, die Bilanz des dritten Quartals, die SAP in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober präsentierte, war ernüchternd. Der Umsatz lag mit 6,54 Milliarden Euro unter dem des Vorjahres (6,79 Milliarden), während die Analysten im Vorfeld mit einer leichten Steigerung auf 6,89 Milliarden gerechnet hatten. Der Gewinn lag mit 2,07 Milliarden leicht unter dem Vorjahr (2,09 Milliarden), auch da hatten die Analysten im Durchschnitt ein kleines Plus auf 2,12 Milliarden Euro geschätzt. Aber dass die Aktie deswegen binnen weniger Tage um in der Spitze 28 Prozent einbrechen müsste, wirkt überzogen.

Zwar waren viele der ebenfalls unangenehm überraschten Experten schnell bei der Hand, ihre Kursziele zu senken. Derzeit liegt das durchschnittliche Kursziel für die SAP-Aktie um 118 Euro. Aber das ist immerhin deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Und nur vier von 32 die Aktie beobachtenden Analysten sehen die Aktie derzeit, trotz dieser Bilanz, als Verkauf oder würden sie untergewichten. Eigentlich müsste also unter den Akteuren nach einem solchen Abriss die große Schnäppchenjagd beginnen. Aber die Rückkäufe wirken zögerlich. Noch?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur SAP Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Diese Zurückhaltung würde wohl schnell deutlich sinken, wenn die Aktie beginnen würde, dieses gewaltige Gap, diese Kurslücke nach unten, die durch die Bilanz am 26. Oktober gerissen wurde, zu schließen. Streng genommen würde dieses Gap um 100 Euro beginnen, weil man da den Eröffnungskurs rechnet. Aber mittlerweile ist es verbreiteter, das Gap zwischen dem Tagestief davor und dem Tageshoch des „Absturz-Tages“ zu messen. Das heißt, dass die SAP-Aktie über 106 Euro schließen müsste. Dann würde ein „Gap Close“ begonnen und dadurch ein kurzfristig positives Signal generiert. Zumal dann auch das bereits erfolgte bullische Signal des Trendfolgeindikators MACD bestätigt würde (unten im Chart mit eingeblendet) und die 20-Tage-Linie zurückerobert wäre.

Das heißt nicht, dass die SAP-Aktie dann unbedingt die komplette Kurslücke schließen, sprich bis 124 Euro nach oben laufen müsste. Aber wenn man bedenkt, dass diese Bilanz zwar die Erwartungen klar verfehlte, andererseits aber nun wirklich nicht katastrophal war, würde das Signal, das ein Schlusskurs über 106 Euro durch den damit gestarteten „Gap Close“ senden würde, wohl doch so einige Akteure animieren, es noch einmal mit SAP zu versuchen. Die Aktie sollte man also in nächster Zeit im Auge behalten.

Chart vom 13.11.2020, Kurs 101,22 Euro, Kürzel SAP | Online Broker LYNX
Sie möchten vor Börsenstart über spannende Aktien informiert werden?

Wir beobachten für Sie regelmäßig die interessantesten Aktien am Markt. Die Besten stellen wir Ihnen jeden Morgen kostenfrei im LYNX Börsenblick vor. Aktuell ermöglichen wir so über 30.000 Lesern täglich einen schnellen Überblick über die spannendsten Aktien.

Machen Sie sich selbst ein Bild und abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter Börsenblick oder einen anderen auf unserer Seite Börsennews.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
Nachricht schicken an Ronald Gehrt
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Vorherige Analysen der SAP Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Anfang Oktober hatten wir unsere Aussichten auf den deutschen Softwarekonzern von bullisch auf neutral revidiert. Der Chart war bereits zu diesem Zeitpunkt angezählt und die Bullen haben seitdem wichtige Niveaus verloren. Der Verkaufsdruck stieg und zahlreiche Anleger suchten das Weite. Die überaus enttäuschenden Quartalsergebnisse gaben dann noch den Draufschlag und die Aktie wurde regelrecht in der Luft zerrissen. Das aufgerissene Gap war riesig und in Panik wurde der Titel auch nach dem Sprung in Richtung Süden noch abverkauft. Erst im gestrigen Handel fanden sich motivierte Käufer, welche zumindest für das erste höhere Tageshoch nach über einer Woche sorgten. Der Trend bleibt jedoch klar bärisch.   

Expertenmeinung: Nach der recht heftigen Talfahrt der letzten Tage befindet sich die Aktie in einer extrem überverkauften Gesamtsituation. Somit ist zumindest ein technischer Bounce jederzeit möglich, welcher kurzfristig starke Kurssprünge nach oben bringen könnte. Eine Annäherung in Richtung des Hochs vom Gap-Tag wäre ein mögliches Kursziel für versierte Trader. Somit könnte es zumindest für eine kleine Erholungsrallye reichen. Für einen längerfristigen Trendwechsel muss sich die gesamte Lage jedoch nachhaltig bessern. Das wird Zeit benötigen, denn aus technischer Sicht ist der Chart derzeit schwerstens angeschlagen. Es wird wohl noch Wochen, wenn nicht Monate brauchen, bis hier wieder nachhaltige Anstiege zu erwarten sind.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 03.11.2020 Kurs: 93.95 Kürzel: SAP | Online Broker LYNX

SAP zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Unternehmenssoftware.

Mit den Lösungen können Geschäftsprozesse wie z.B. Einkauf, Vertrieb, Kundenbeziehungen sowohl intern, als auch unternehmensübergreifend effizient organisiert werden.

Marktmacht

Laut Unternehmensangaben berühren 76 % aller weltweit verarbeiteten Geschäftstransaktionen ein SAP System. Das SAP-Flaggschiff, die Business-Suite ist nicht mehr wegzudenken. Für viele Unternehmen wäre eine Umstellung auf andere Systeme ist kaum machbar.

Das bringt natürlich eine enorme Marktmacht mit sich. Nur dadurch lassen sich die enorme Profitabilität und das hohe Wachstum erklären. SAP gehört ohne jeden Zweifel zum Besten, was der Dax zu bieten hat.

Daher hatte ich die Aktie öfter als möglichen Kandidaten für einen Kauf vorgestellt.
Im Februar schaffte es die Aktie sogar in meine Kaufliste für den Crash.

Harte Zahlen

Wie immer liegt die Wahrheit in den Zahlen. Selbst wenn man nichts von der Marktmacht und starken Position von SAP wüsste, an den Unternehmenszahlen könnte man es ablesen.

In den letzten zehn Jahren legte der Umsatz von 12,46 auf 27,55 Mrd. Euro zu. Die operative Marge ist mit mehr als 20% hoch.
Das Ergebnis kletterte im selben Zeitraum von 1,52 auf 2,78 Euro je Aktie.

Der Kapitalbedarf ist vergleichsweise gering. SAP hat also gleich eine ganze Reihe von Eigenschaften, die man sich als Investor wünscht.

Mit einem KGV um die 30 ist SAP allerdings auch kein Schnäppchen. Der heutige Kurssturz hilft an dieser Front. Zuvor war die Aktie überbewertet, jetzt bewegen wir uns wieder auf einem interessanterem Niveau.

Stottert der Motor?

Oder hat man vielleicht doch Probleme? Das Wachstum ist zwar anhaltend hoch, doch seit einigen Jahren zieht der Gewinn nicht mehr mit.

Das hat aus meiner Sicht vor allem drei Gründe: Die Umstellung auf die neue modulare Software S4 Hana sowie der Wandel hin zur Cloud und Abo-Modellen.

Kurzfristig kostet das Geld, doch perspektivisch zementiert es die Stellung von SAP noch weiter.

Langfristig wird die Umstellung Profitabilität und Cashflow stärken, die Eintrittsbarrieren für Neukunden senken und zu mehr wiederkehrende Einnahmen führen.

Genau das erwartet auch SAP selbst, das wurde am Wochenende wieder klar kommuniziert.
Bis 2025 sollen die Clouderlöse auf über 22 Mrd. Euro und der Anteil der planbaren Umsätze auf über 85% steigen.

Anleger unter Schock

Für das dritte Quartal meldete SAP einen Umsatzrückgang um 4% auf 6,54 Mrd. Euro.
Die Clouderlöse stiegen um 11% auf 1,98 Mrd. Euro.

Das Betriebsergebnis sank um 12% auf 1,47 Mrd. Euro. Der Gewinn nach Steuern legte um 26% auf 1,32 Euro je Aktie zu.

Das Bild ist also gemischt, die Pandemie belastet das Geschäft. Das sollte für niemanden eine Überraschung sein.

Der Auslöser für den Kurssturz war der Ausblick. SAP musste die Umsatzerwartungen für 2020 von 27,8 – 28,5 auf 27,2 – 27,8 Mrd. Euro senken.

Beim Ergebnis musste man die Prognose von 8,1 – 8,7 auf 8,1 – 8,5 Mrd. Euro reduzieren.
Im Gegenzug wurden die Erwartungen für den freien Cashflow von 4,0 auf 4,5 Mrd. Euro angehoben.

Eine harte Zeit

Besonders schwer wiegt wohl die Tatsache, dass man auch die mittelfristigen Zielsetzungen revidieren musste.
Demnach wird sich die Pandemie bis Mitte kommenden Jahres negativ auswirken.

SAP erwartet in den nächsten zwei Jahren ein verhaltenes Umsatzwachstum sowie ein stagnierendes oder sogar etwas geringeres Betriebsergebnis.
Das ist harter Tobak. Der massive Abverkauf ist also nachvollziehbar. Es ist fraglich, ob man ein KGV von knapp 30 bei diesem Ausblick noch rechtfertigen kann.

Chart

SAP ist zum langfristigen Aufwärtstrend zurückgekommen und stößt dort auf Interesse. Ob das bereits das Tief ist, ist allerdings keine ausgemachte Sache.

Interessierte Investoren sollten daher über einen schrittweisen Einstieg nachdenken. Das aktuelle Niveau liefert dafür erste Möglichkeiten.
Mit etwas Glück steuert die Aktie auch noch die Supportzone zwischen 82 und 86 Euro an. Dort könnte man erneut zuschlagen.

Über 105 Euro kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal. Dann wären erneute Kursgewinne in Richtung 115 und 125 Euro möglich.

Chart vom 26.10.2020 Kurs: 102 Kürzel: SAP - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 26.10.2020 Kurs: 102 Kürzel: SAP – Wochenkerzen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Auch am deutschen Softwareriesen SAP ging die Korrektur an der technologielastigen Nasdaq in den USA nicht ganz spurlos vorüber. Nicht nur das Pivot-Tief von Juli wurde deutlich nach unten verletzt, zwischenzeitlich wurden zwei weitere tiefere Tiefs im Chart gebildet und die Aktie ging in eine bärische Gesamtlage über. Doch die zahlreichen positiven Signale an der Wall Street sowie im DAX geben Mut zur Hoffnung, dass auch hier die Bullen schon bald wieder den Druck in Richtung Norden erhöhen könnten. Noch ist es nicht soweit und die Kurse befinden sich nach wie vor unter den gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50. Diese müssen unbedingt gebrochen werden, um die Ampeln wieder auf Grün zu stellen.

Expertenmeinung: Das letzte kleinere Zwischenhoch innerhalb der Korrektur wurde bei 134.86 EUR gebildet. Diese Hürde müsste genommen werden, um auch die eingezeichnete Abwärtstrendlinie zu überwinden. Ideal wären Schlusskurse oberhalb dieses Niveaus, um die Bullen wieder anzulocken. Es ist also noch etwas Geduld gefragt, bis sich hier wieder deutlichere Kursgewinne abzeichnen werden. Vorerst kann man den Titel durchaus mit auf die Beobachtungsliste für Käufe setzen. Das Setup für einen möglichen Long-Einstieg sieht sehr attraktiv aus.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 08.10.2020 Kurs: 132.34 Kürzel: SAP | Online Broker LYNX

Der bisherige Verlaufsrekord von 143,20 Euro war gerade um 14 Cent überboten, da fuhr den Bullen der scharfe Abverkauf der US-Technologietitel in die Parade. Die SAP-Aktie fiel wie ein Stein und fand sich auf einmal am unteren Rand der Seitwärtsrange wieder, die nach dem Ausbruch über das vormalige, aus dem Februar stammende Hoch bei 129,60 entstanden war. Doch dort griffen die Käufer zum Wochenstart umgehend wieder zu. Gewagt?

Ja und nein. Richtig ist, dass der Lockdown und die laufende Rezession bislang keinen negativen Einfluss auf Umsatz und Gewinn des Softwareunternehmens hatten und die Chance gut steht, dass das auch so bleiben wird. Allerdings ist offen, ob die Schätzung der Experten auch eintrifft, dass SAP den 2019er-Gewinn im laufenden Jahr halten und 2021 dann um ca. 15 Prozent steigern wird. Um das wirklich abschätzen zu können, ist die Lage definitiv zu unübersichtlich. Und wenn man unterstellt, dass SAP den Gewinnlevel hält, der die Aktie vor dem Corona-Crash auf das damalige Allzeithoch von 129,60 Euro trug und man da der Ansicht war, die Aktie sei fair bewertet, stellt sich die Frage:

Expertenmeinung: Warum sollte sie dann nennenswert weit über diesen Level hinauslaufen? Aber einer solchen skeptischen Sichtweise könnte man eine optimistische gegenüberstellen, die da lautet: Für Aktien von Unternehmen, die sich in einer Krise derart gut halten, wäre ein „Krisenbonus“ angemessen, auch und gerade dann, wenn sich die Hoffnung auf eine zügige, allgemeine und vollständige Erholung der Wirtschaft zerschlagen sollte. Denn dann werden gerade solche Stabilitäts-Champions besonders gesucht sein. Kommt es so? Zumindest will das bullische Lager nichts anbrennen lassen, was diese Sichtweise konterkarieren könnte, sprich man hat, und das eindrucksvoll, die untere Begrenzung dieser Handelsspanne zwischen 129,60 und 143,20 Euro verteidigt.

Sie sehen im Chart, dass die SAP-Aktie am Montag ein „bullish engulfing pattern“ ausgebildet hat, indem der rote Kerzenkörper des Freitags vom grünen Kerzenkörper des Montags vollständig eingehüllt wird. Übersetzt heißt das: Im Minus gestartet, aber über dem Eröffnungskurs des Freitags geschlossen. Eine tadellose Basis dafür, einen erneuten Versuch zu starten, den „Deckel“ dieser Handelsspanne weg zu sprengen. Aber Vorsicht, die Sache wäre erst mit einem Schlusskurs oberhalb dieser Handelsspanne in trockenen Tüchern. Ein Stoppkurs Long unterhalb der zwischen 125 und 129,60 gelegenen Unterstützungszone, spätestens aber knapp unter der bei 120 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie, wäre unbedingt zu überlegen.

SAP Aktie: Chart vom 07.09.2020, Kurs 136,82 Euro, Kürzel SAP | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Wenn ein Sektor von der aktuellen Krise profitiert, dann ist es eindeutig der Technologiesektor. Immer mehr Firmen und Privatanwender rüsten in Sachen Hard- und Software ordentlich auf. Die in der Vergangenheit noch rege stattgefundenen Geschäftsreisen finden vermehrt per Online Meetings statt, Netzwerke werden aufgerüstet und eines ist deutlich zu sehen – die Welt hat sich doch ein wenig gewandelt. SAP profitiert derzeit von diesem Boom und auch wenn es kurzfristig vielleicht die eine oder andere Delle in den Quartalsergebnissen geben dürfte, der langfristige Weg läuft weiter klar in Richtung Wachstum. Auch der Trend der Aktie läuft seit Monaten nach Plan und so ist eine konstante Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs zu beobachten. Jüngst konnte auch das bisherige Jahreshoch bei 130 EUR deutlich gebrochen werden. Die Bullen zeigten abermals, wer hier das Sagen hat. Expertenmeinung: Die technische Lage kann kurz und prägnant zusammengefasst werden. Der Chart präsentiert sich super bullisch und solange der Support bei 130 EUR nicht nach unten gebrochen wird, ist wohl mit weiter steigenden Kursen zu rechnen. Auch die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen nachhaltig nach oben und signalisieren somit positives Momentum. Zuletzt boten gerade diese Indikatoren immer wieder gute Unterstützungen bei kleineren Pullbacks. Uns gefällt SAP und wir bleiben weiter bullisch auf den Titel. Aussicht: BULLISCH Chart vom 29.07.2020 Kurs: 139.56 Kürzel: SAP | Online Broker LYNX