Nordex Aktie Prognose Nordex: Wenn Rallye, dann erst über diesen zwei Linien

News: Aktuelle Analyse der Nordex Aktie

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Bis zu 11,8 Prozent lag die Nordex-Aktie am Montag im Plus. Am Ende blieben davon noch 5,86 Prozent übrig … und die Frage offen, ob irgendetwas der am Donnerstagabend veröffentlichten Nachrichten des Windkraftanlagenbauers ein Grund zum Einstieg wäre.

Nordex meldete am späten Sonntagabend, dass die spanische Großaktionärin Acconia S.A. im Zuge einer die normalen Investoren ausschließenden Kapitalerhöhung gut 16 Millionen neue Aktien zum Preis von 8,70 Euro (was dem Schlusskurs des Freitags entsprach) erworben habe. Das spült Nordex also knapp 140 Millionen Euro in die Kassen. Das Ziel sei, so Nordex, die Bilanz zu stärken und sich dadurch gegen kurzfristige Risiken abzusichern.

Nebenbei allerdings verwässert das natürlich den Gewinn, der sich jetzt eben auf zehn Prozent mehr Aktien verteilt. Wobei man von Gewinn aktuell ja nicht sprechen kann, denn Nordex hatte ja im Zuge der vor einer Woche verspätet vorgelegten Ergebnisse des ersten Quartals eine Gewinnwarnung für das Gesamtjahr vorgelegt, die dafür sorgte, dass der Kurs auf das neue Jahres-Verlaufstief von 8,134 Euro abgerutscht war. Seither hat sich der Kurs etwas erholt … aber wie viel Luft nach oben wäre da, wenn man es nüchtern betrachten wollte?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Nordex Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Natürlich sind Gewinnwarnungen immer insofern „Ansichtssache“, als man es auch optimistisch sehen und sich darauf reduzieren kann, dass es ab jetzt ja nur noch besser werden könne. Aber davon abgesehen, dass der Börse der Spruch „schlimmer geht immer“ keineswegs fremd ist, ist die Frage, wie viele das so sehen wollen, in einem auf die Stimmung drückenden, abwärts laufenden Gesamtmarkt. Und ob die Optimisten auch bereit sind, das aktiv umzusetzen. Gestern haben einige das, wie wir im Chart sehen, zwar versucht. Aber sie sind damit gescheitert.

Denn wir sehen, dass das Tageshoch als Reaktion auf eine Kapitalerhöhung, die das Problem gestiegener Kosten und dadurch massiv geschrumpfter Margen ja nicht löst, unmittelbar unter zwei kurzfristig entscheidenden Widerstandslinien lag, die derzeit bei 9,82/9,85 Euro einen Kreuzwiderstand bilden: die 20-Tage-Linie und das Verlaufstief vom Mai. Dass die Rallye ausgerechnet dort auf Verkäufe stieß, ist kein Zufall: Die Leerverkäufer, sprich die „Bären“, sind offenkundig auf dem Posten. Daher:

Wenn erst einmal der erste Schritt getan und ein kurzfristig bullisches Signal generiert ist, kann Nordex durchaus ein gutes Stück höher laufen, wenngleich man da natürlich nicht mit einer mittelfristigen Wende, sondern nur mit einer kurzfristigen Rallye rechnen dürfte. Aber solange diese Zone 9,82/9,85 Euro zuvor nicht auf Schlusskursbasis überboten wurde, halten die Leerverkäufer hier weiterhin das deutlich bessere Blatt in Händen!

Nordex-Aktie: Chart vom 27.06.2022, Kurs 9,21 Euro, Kürzel NDX1 | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Nordex Aktie

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Die Zahlen kamen sehr spät. So spät, dass Nordex deshalb aus dem TecDAX und dem SDAX genommen wurde. Und es war auch noch außerordentlich schlecht, was Nordex zum ersten Quartal berichten musste. Muss man die Aktie von der Liste möglicher Long-Trades streichen?

Wenn schon die Gewinne nicht in Fahrt kommen, zuerst wegen Corona-Einschränkungen, dann wegen Lieferproblemen und gestiegenen Produktionskosten, dann doch wenigstens der Umsatz. Jedenfalls gingen die Investoren ebenso wie die meisten Analysten genau davon aus. Aber im ersten Quartal fiel sogar der – und das auch noch erheblich. Nach 1,25 Milliarden Euro Umsatz im ersten Quartal 2021 wurden es in den ersten drei Monaten 2022 nur 0,933 Milliarden. Das ist ernüchternd. Schuld sei, so Nordex, eine durchaus geplante Umstellung auf andere Rotorblätter, aber auch eine keineswegs geplante, witterungsbedingt geringere Installationsleistung.

Was das für den Gewinn bedeutete, kann man sich denken: Er wurde zum Verlust. Wurden im ersten Vierteljahr 2021 noch 10,4 Millionen im EBITDA erreicht (d.h. vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen), stand da jetzt ein Minus von 88,9 Millionen zu Buche.

Zwar bestätigte Nordex das Gesamtjahres-Umsatzziel von 5,2 bis 5,7 Milliarden Euro, aber man bleibt auch bei der am 24. Mai kommunizierten, operativen Verlustprognose, abzulesen an der EBITDA-Margenprognose von -4 bis 0 Prozent. Da hilft es wenig, dass man das mittelfristige Ziel aufrechterhält, auf eine EBITDA-Marge von acht Prozent zu kommen, was dann sehr solide Gewinne bedeuten würde. Denn da reden wir von Zielen, während das Hier und Jetzt außerordentlich bärisch ist. Kein Wunder also, dass die Aktie trotz der vorangegangenen Verluste weiter fiel. Kann und muss man Nordex damit in Sachen Long-Trades vollends abschreiben?

Expertenmeinung: Vorerst sollte man sich da zumindest besser keine großen Hoffnungen machen. Was aber nicht heißt, dass die Aktie im Gegenzug auf der Short-Seite leichtes Spiel bieten würde. Denn man hatte ja die insgesamt negative Situation bereits eingepreist. Und mit dieser gestrigen Bilanz liegen die „bad news“ erst einmal auf dem Tisch, während der Kurs dadurch in die langfristig relevante, ab 2018 entstandene Auffangzone zwischen 5,52 und 8,55 Euro hinein gelaufen ist.

Dass das bärische Lager versuchen könnte, diese Unterstützungszone komplett bis nach unten auszuloten, ist zwar möglich. Aber angesichts der sogar auf Wochenbasis überverkauften Markttechnik kann es da auch jederzeit zu – den Kurs nach oben ziehenden – Short-Eindeckungen kommen. Fazit: Nach unten bremst die Charttechnik, nach oben die Umsatz- und Gewinnperspektive, zugleich ist die Aktie hochvolatil … am ruhigsten würde man als Trader schlafen, wenn man Nordex zunächst einmal denen überlassen würde, die es, warum auch immer, unberechenbar mögen!

Nordex-Aktie: Chart vom 21.06.2022, Kurs 8,676 Euro, Kürzel NDX1 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Anfang März schöpften Anleger noch Hoffnung, dass die heiß ersehnte Energiewende in Europa auch der Aktie des deutschen Windkraftspezialisten in die Karten spielen würde. Die Kurse der Nordex-Aktie schossen wie Phönix aus der Asche Richtung Norden, um wenig später wieder zu korrigieren.

Der entscheidende Moment für den gestarteten Aufwärtsimpuls war das im Chart rot markierte Pivot-Tief von Ende März. Spätestens als dieses Ende April nach unten gebrochen wurde war klar, dass die Bullen sich wieder aus dem Staub machen und die Party zu Ende war. Seither hatten die Bären leichtes Spiel und die Kurse bilden ein tieferes Tief nach dem anderen. Die bärische Gesamtlage setzte sich unaufhörlich fort und dies obwohl das Wertpapier mittlerweile bereits 50% an Wert seit dem Hoch im März verloren hat.

Expertenmeinung: Mittelfristig sieht die Gesamtlage alles andere als gut aus und solange der Abwärtstrend nicht gebrochen wird, gibt es kaum Hoffnung auf nachhaltig steigende Kurse.

Kurzfristig jedoch befindet sich der Titel in einer äußerst überverkauften Gesamtsituation. Dies könnte die kommenden Tage die ein oder andere Long-Möglichkeit mit sich bringen, um von einem technischen Bounce zu profitieren. Mehr sehe ich hier allerdings nicht. Anleger können auch auf die grüne 20-Tage-Linie achten. Erst wenn diese gebrochen wird, wäre ein Licht am Ende des Tunnels erkennbar.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 13.06.2022 Kurs: 9.204 Kürzel: NDX1 | Online Broker LYNX

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Am Dienstagabend korrigierte der Windkraftanlagenbauer Nordex seine 2022er-Prognose hinsichtlich Umsatz und Marge deutlich nach unten. Die Aktie hatte bereits im Vorfeld massiv an Boden verloren, aber heute könnte es dann richtig ungemütlich werden!

Am Dienstagabend gegen 20 Uhr gab das Unternehmen im Vorgriff auf die auf den 31. Mai terminierten Quartalsergebnisse bekannt, dass man für das laufende Jahr jetzt einen Umsatz zwischen 5,2 und 5,7 Milliarden Euro statt der zuvor prognostizierten 5,4 bis 6,0 Milliarden Euro sehe. Alleine in der Ukraine rechnet Nordex mit einer Umsatzeinbuße von 200 Millionen Euro. Nicht gut, aber deutlich dramatischer ist die Anpassung der Gewinnmargen-Erwartung. Da hatte Nordex im März eine Gewinnmarge vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA-Marge) zwischen +1,0 bis +3,5 Prozent gesehen, jetzt wurde sie massiv auf -4,0 bis 0,0 Prozent gesenkt, kurz: Dieses Jahr wird einen nicht gerade kleinen Verlust einbringen.

Die Gründe dafür sind nachvollziehbar: Zum einen ist es der Ukraine-Konflikt, dann laufen Kosten durch eine Umstrukturierung der Produktion auf. Und darüber hinaus gab es in China entspringende Lieferprobleme und nicht zuletzt die Cyber-Attacke auf Nordex Ende März. All das zusammen bedeutet: Die Lage ist schlechter, als die meisten Marktteilnehmer das bislang annehmen konnten. Wie wird sich das in der Aktie niederschlagen?

Expertenmeinung: Gegen 21 Uhr und damit etwa eine Stunde nach Bekanntwerden der Gewinnwarnung notierte Nordex bei den eher dünnen Umsätzen des abendlichen, nachbörslichen Handels um die 11 Euro und damit gegenüber dem Xetra-Schlusskurs von 12,55 Euro massiv im Minus. Und das ist angesichts der Tragweite dieser Prognosesenkung durchaus nachvollziehbar.

Die Aktie hatte gerade eine Gegenbewegung nach oben begonnen, die dürfte heute mit einem „Gap Down“, d.h. einer Abwärts-Kurslücke vom Tisch gefegt werden. Die charttechnischen Ankerpunkte, auf die es damit heute ankäme, sind die beiden bisherigen Tiefs der Aktie vom Februar (11,22 Euro) und Mai (10,55 Euro). Sollte diese Supportzone heute halten, könnte man zwar hoffen, dass Nordex angesichts des bereits im Vorfeld dramatischen Abstiegs dort einen Boden bildet, aber:

Sollten sich die Short-Seller, d.h. die Leerverkäufer, nach dieser Nachricht auf Nordex stürzen, wäre es alles andere als überraschend, wenn der Kurs nach unten durchgehen würde. Und mit diesen „bad news“ als Gegenwind wäre auch ein Level unter 10,55 Euro vorerst ein zu scharfes, fallendes Messer, um über den Einstieg nachzudenken.

Nordex Aktie: Chart vom 24.05.2022, Kurs 12,555 Euro, Kürzel NDX1 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Ukraine-Konflikt hatte Ende Februar bei zahlreichen Alternativenergieunternehmen die Hoffnung auf bessere Zeiten entflammt. Hiervon konnte auch die Nordex-Aktie profitieren und die Kurse schossen kurzfristig heftig Richtung Norden. Die erste Rallye wurde dann durch eine große rote Powercandle beendet. Der anschließende Pullback endete bei rund 14 EUR.

Hier meldeten sich einige Schnäppchenjäger zu Wort, welche eine weitere Runde drehen wollten. Doch der zweite Impuls verlor bereits frühzeitig an Momentum und es bildete sich ein tieferes Hoch. Dies war das erste Anzeichen dafür, dass die gesamte Aufwärtsbewegung ins Stocken geraten könnte. Mit dem Bruch des Pivot-Tiefs bei rund 14 EUR haben dann endgültig wieder die Bären das Zepter übernommen. Nun befindet sich das Wertpapier wieder im Tal der Tränen.  

Expertenmeinung: Der Trend ist längst wieder in eine bärische Phase abgeglitten und diese Woche markierte die Aktie sogar ein neues Jahrestief. Die Party ist vorüber und zahlreiche Anleger dürften auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Dennoch waren die ersten dunklen Wolken und das danach folgende Gewitter bereits im Chart gut zu sehen. Wichtig Böden dürfen einfach nicht gebrochen werden!

Aktuell befinden sich die Kurse auf einem stark überverkauften Niveau. Einen Trendwechsel sehe ich zwar nicht, aber zumindest die Chance auf eine kurzfristig heftige Gegenbewegung nach oben.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 12.05.2022 Kurs 10.885 Kürzel: NDX1 | Online Broker LYNX

In einem Umfeld unsicherer Energieversorgung haben alternative Energien Hochkonjunktur, das treibt viele in die Nordex-Aktie. Aber gestern kamen Zahlen, die manche Erwartung verfehlt haben dürften. Dass die Aktie trotzdem zulegte, ist beeindruckend. Aber …

… jetzt müssten die Bullen umgehend nachlegen, denn es gelang zwar, den Bruch der Ende Februar etablierten Aufwärtstrendlinie zu verhindern, die am Dienstag ebenso wie gestern verteidigt werden musste. Aber um die aus der Gefahrenzone zu bekommen, müsste die Aktie des Windkraftanlagenbauers umgehend über die kurzfristige Abwärtstrendlinie hinaus, indem sie über dem gestrigen Tageshoch von 17,05 Euro schließt. Dann wäre eine Dreiecksformation nach oben verlassen, dann wäre der Weg nach oben erst einmal wieder frei. Kann das gelingen?

Möglich wäre es, denn die gestrigen Zahlen waren zwar einerseits nicht umwerfend, andererseits aber auch nicht wegweisend. Richtig ist, dass Nordex mit einem Auftragseingang von 1.165 Megawatt unter dem Auftragseingang von 2021 blieb, da kamen für 1.247 Megawatt neue Aufträge herein. Und 2020 lief es noch weitaus besser, da lag der Auftragseingang bei 1.644 Megawatt. Aber das waren ja nur Vorab-Zahlen zu den Aufträgen. Die schwanken eben relativ deutlich; ein klares Bild darüber, ob es zu dem von vielen vermuteten Bestell-Boom bei der Windkraft kommt, ist erst über zwei, drei Quartale hinweg möglich. Und:  

Expertenmeinung: Wie sich der eigentliche Umsatz gestaltet hat, ob die Margen wieder klar positiv geworden sind und damit auch netto wieder ordentliche Gewinne erreicht wurden, all das steht ja noch aus. Falls keine Vorab-Zahlen kommen, würden die Anleger darüber erst am 12. Mai Auskunft erhalten. Auf der anderen Seite: Dass die Auftragseingänge alleine nicht viel aussagen und damit grundsätzlich auch nicht negativ zu werten sind, heißt im Gegenzug nicht, dass die Käufer daraufhin den Ausbruch aus der Dreiecksformation wagen bzw. damit erfolgreich sein müssten.

Dass sich die Nordex-Aktie seit der initialen Rallye als Reaktion auf die verschärfte Lage am Energiemarkt schwer tut, dass sich eine kurzfristige Abwärtstrendlinie bilden konnte, zeigt ja: So ganz dominant ist das Bullen-Lager hier nicht. Man müsste umgehend nachfassen, das Dreieck nach oben sprengen und damit Zeichen setzen. Bliebe das aus, wäre es nicht gerade überraschend, wenn Nordex doch noch aus der Formation nach unten herausfallen und nach der Februar-Aufwärtstrendlinie die bei 15,13 Euro verlaufende 200-Tage-Linie durchbrechen würde.

Sobald das der Fall wäre, sollte man sich auf der Long-Seite besser bedeckt halten, denn ein Argument der Bären dürfte sich nicht so schnell aus der Welt schaffen lassen: Nordex steigert zwar seinen Umsatz, die Nachfrage nach Windkraft wird auch weiter steigen. Aber bislang hängt der Umstand, dass man mit all dem kaum etwas verdient, wie ein Damoklesschwert über dem Kurs.

Nordex-Aktie: Chart vom 20.04.2022, Kurs 16,735 Euro, Kürzel NDX1 | Online Broker LYNX