Microsoft Aktie Prognose Microsoft: GARP

News: Aktuelle Analyse der Microsoft Aktie

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Microsoft
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Microsoft notiert wieder am Jahrestief. Ist das eine Gelegenheit oder geht es jetzt noch eine Etage tiefer?

Zwei Seiten einer Medaille

Die künstliche Spaltung zwischen Value und Growth, wie sie an der Börse so gerne betrieben wird, habe ich bis heute nicht verstanden.
Es gibt keinen einzigen Hinweis in der einschlägigen Value-Investing-Literatur, die darauf hindeuten würde, dass Wachstum etwas Schlechtes ist.

Ebenso wenig wird irgendwo behauptet, dass es bei Value lediglich um niedrige Multiples geht.
Der Kerngedanke des Value-Investings ist, weniger für ein Unternehmen zu bezahlen als es wert ist.

Und selbstverständlich ist ein Unternehmen, welches ordentliches Wachstum verzeichnet und verzeichnen wird, perspektivisch mehr Wert, als wenn das nicht der Fall wäre.

Die eigentliche Grenze zwischen Value und Growth lässt sich also weder an einem gewissen KGV, noch an einer bestimmten Wachstumsrate festmachen, sondern nur an den Verhältnismäßigkeiten beider Faktoren.

Benjamin Graham, der geistige Vater des Value-Investings, hat mit einer einzigen Aktie mehr verdient als mit allen anderen Deals seines Lebens.
Dabei handelt es sich um den US-Versicherer Geico, welcher inzwischen in Besitz von Berkshire Hathaway ist.

Auf den Kuchen kommt es an

Der Grund für diesen Erfolg war nicht nur, dass er ein niedriges KGV auf den Tisch gelegt hätte, sondern vor allem, dass es sich um ein herausragendes Unternehmen gehandelt hat, welches dank Wachstum mehr und mehr Wert wurde.

Dasselbe gilt auch für andere Value-Investoren. Die wahrlich gigantischen Gewinne wurden dadurch erzielt, dass man den Kuchen für einen vernünftigen Preis gekauft hat, aber auch dadurch, dass der Kuchen immer größer wurde.

Im Endeffekt ist das Grundkonzept von Value-Investing absolut simpel. In der Praxis ist die Anwendung dennoch schwer.
Denn Aktien sind vor allem dann günstig, wenn sie niemand haben will und die Mehrheit Panik/Angst hat und alles aussichtslos erscheint.

In diesem Moment der Aussichtslosigkeit zu kaufen und sich gegen die Masse zu stellen, verlangt Mut, Durchhaltewillen und (emotionale) Disziplin.
In der Theorie sind die meisten Anleger „langfristige Investoren“ und viele sind „Value Investoren“. Meistens sind sie es aber nur so lange, bis es an der Börse ruppig wird. Dann wirft die Mehrheit das Handtuch.

Genau in diesen Situationen trennt sich die Spreu vom Weizen. Wie Charlie Munger so schön sagte:
„The big money is not in the buying and selling, but in the waiting.“

Lohnende Untätigkeit

An der Börse verdient man das große Geld nicht mit dem Kaufen oder Verkaufen, sondern mit dem Abwarten.

Ein Unternehmen, bei dem sich das Warten in den letzten Jahren gelohnt hat, ist Microsoft. Die Chancen stehen gut, dass das auch in Zukunft der Fall sein wird, denn der Windows-Konzern wächst und wächst.

Das Betriebssystem, welches dereinst der Motor der Unternehmensgewinne war, rückt mehr und mehr in den Hintergrund.
Microsoft ist zum xten mal gelungen, sich neu zu erfinden und die nächsten großen Wachstumsmärkte zu erschließen.

Heute erzielt der Konzern den absoluten Großteil der Erlöse durch im Cloud-Geschäft, Office, Lösungen für ERP und CRM, LinkedIn, Gaming, Advertising und vieles mehr.

Im Gegensatz zu den erfolgreichsten Investoren, die ihr Geld durch Untätigkeit verdienen, ist Microsoft also alles andere als untätig.

Ausblick und Bewertung

In den letzten zehn Jahren konnte Microsoft den Umsatz von 73,7 auf 168,1 Mrd. USD steigern.
Gleichzeitig hat sich die operative Marge von 29,5 auf 41,6% erheblich verbessert und dementsprechend legte der Gewinn von 17,0 auf 61,3 Mrd. USD stark überproportional zu.

Da die Zahl der ausstehenden Aktien in diesem Zeitraum von 8,40 auf 7,55 Milliarden Stück reduziert wurde, kletterte das Ergebnis von 2,78 auf 9,21 USD je Aktie.

Des Weiteren wurde die Dividende jedes Jahr erhöht, insgesamt von 0,76 auf 2,42 USD je Aktie.

Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr, welches bis Ende Juni lief, hat sich die positive Entwicklung nahtlos fortgesetzt.
Der Umsatz konnte um 18% gesteigert werden, das Ergebnis um 16%.

Dem Aktienkurs hat das wenig geholfen. Wie so oft, hat die kurzfristige Kursentwicklung mit den Fundamentaldaten wenig zu tun. Langfristig tendiert die Korrelation allerdings in Richtung 100%.

Wenn Microsoft den Gewinn den nächsten zehn Jahren verfünffachen wird, wird sich auch der Aktienkurs verfünffachen. Abweichungen davon kommen lediglich dadurch zustande, wo das KGV oder der P/FCF am Anfang und am Ende der Rechnung stehen.

Und genau hier sind wir bei dem eigenwilligen Akronym GARP, was für „growth at a reasonable price“ steht und als Kombination von Value- und Growth-Investing gilt.

Genau mit dem könnten wir es hier zu tun haben, mit Wachstum zu einem vernünftigen Preis.
Darf man den Prognosen Glauben schenken, dürfte Microsoft den Gewinn in diesem Jahr um 9% auf knapp über 10 USD je Aktie steigern.
In den Folgejahren werden Wachstumsraten von 18-20% erwartet.

Das ist nicht gerade wenig, im Fall von Microsoft aber plausibel, denn in den letzten fünf Jahren wurden ebenfalls Gewinnsteigerungen von durchschnittlich mehr als 20% erreicht.

In diesem Zeitraum lag die P/E durchschnittlich bei 28,8. Aktuell liegt die P/E bei 26,5 und die forward P/E bei 24,3.
Das erscheint als vergleichsweise geringer Abschlag zum Durchschnittswert. Tatsächlich kommt es aber selten vor, dass die Bewertung deutlich tiefer sinkt. Microsoft bewegt sich in einem sehr engen Korridor um die durchschnittliche Bewertung.
Selbst am Crash-Tief von 2020 lag die P/E noch bei 27,9.

Chart vom 20.09.2022 – Kurs: 244 Kürzel: MSFT - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 20.09.2022 – Kurs: 244 Kürzel: MSFT – Wochenkerzen

Microsoft notiert am Jahrestief und in der Unterstützungszone bei 238-246 USD. Knapp darunter verläuft der obere Aufwärtstrend.
Antizyklische Investoren könnten auf diesem Niveau eine erste Tranche erwägen.

Geht es noch eine Etage tiefer, könnte man bei 225 USD oder nahe dem unteren Aufwärtstrend, welcher aktuell bei etwa 212 USD verläuft, weiter aufstocken.

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Vorherige Analysen der Microsoft Aktie

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Neben dem Technologieriesen Apple übernahm im Juli auch Microsoft eine Führungsrolle im Gesamtmarkt. Die Microsoft-Aktie gehört somit auch weiterhin zu den Leadern und wird in der angelaufenen Korrektur ein wichtiges Puzzleteil für den US-Markt darstellen.

Die letzten Wochen liefen überaus solide. Der Breakout über die Ebene von 270 USD führte zu einem starken Momentumanstieg und die Kurse kamen erst in der Nähe des aufgerissenen Gaps von April zur Ruhe. Die erste wichtige Unterstützung nach unten liefert ebenfalls eine Kurslücke, und zwar jene vom 10. August. Diese befindet sich in der Nähe von 282 USD. Der Trend selbst ist mittlerweile in eine bullische Phase übergegangen und auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 unterstützen die Aufwärtsbewegung.   

Expertenmeinung: Korrekturen gehören zum Großen und Ganzen einfach dazu. Die Frage ist aktuell nur, ob aus der Korrektur ein neuer Abverkauf wird. Hierzu ist gerade die Ebene bei rund 282 USD entscheidend, denn hier befindet sich nicht nur die letzte Kurslücke, sondern auch die 20-Tage-Linie. Kurse tendieren stark dazu, im Bereich dieses Indikators meist eine gute Unterstützung zu finden.

Wenn die Bullen also die Aufwärtsbewegung beibehalten wollen, dann werden sie spätestens in diesem Bereich wieder aufs Gas drücken. Sollte diese Unterstützung jedoch per Schlusskurs nach unten verletzt werden, könnte sich die Gesamtlage wieder deutlich eintrüben. Vorerst sehe ich hier eher noch eine Kaufgelegenheit.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 19.08.2022 Kurs: 286.15 Kürzel: MSFT | Online Broker LYNX
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Es dürfte für die wenigsten Anleger eine Neuigkeit sein, dass Microsoft ein tolles Unternehmen ist. Der Trackrecord spricht Bände, die langfristige Kursentwicklung ebenfalls.

Machen Sie es sich einfach

Tagtäglich erreichen mich Fragen nach allen möglichen Unternehmen. Heute war darunter beispielsweise General Electric.

Das ehemals teuerste Unternehmen der Welt wurde über die Jahre zu einem verkrusteten Großkonzern mit allerlei Problemen, allen voran überbordende Schulden.

In der Spitzen waren es sagenhafte 236 Mrd. USD an langfristigen Verpflichtungen. Wenn man gleichzeitig mit sinkenden Margen und rückläufigen Umsätzen zu kämpfen hat, ist das kein gutes Omen.

Am Ende, das wissen wir alle, hatte General Electric keine Wahl mehr und musste etliche Töchter verkaufen, um irgendwie von den Schulden runterzukommen.

Jetzt versucht man sich an einem Turnaround. Ob der gelingen wird ist vollkommen ungewiss.
Der neue CEO von General Electric hat einen mehr als beachtlichen Trackrecord und war mehr als ein Jahrzehnt der Chef von Danaher.
Ein Unternehmen, welches sich seit Tag 1 im Musterdepot auf Guidants befindet.

Ob er das Ruder bei GE herumreißen kann, ist dennoch fraglich. Falls doch, hat er unser aller Hochachtung verdient.

Schlechte Idee

Doch warum erzähle ich Ihnen das? Ich spekuliere nie auf Turnarounds und Sie sollten es auch nicht. Statistisch gesehen ist eine Wette auf einen Turnaround eine sehr schlechte Idee.

Manche Turnarounds werden jedes Jahr aufs Neue angekündigt und das schon seit 15 Jahren.
Es liegt nicht daran, dass man es wirklich versuchen würde, aber die Rahmenbedingungen kann man eben nicht ändern.

Ein CEO kann auch noch so begabt sein, es ist aber nahezu unmöglich die Arbeitsmoral und -leistung von rund 168.000 nachhaltig zu verbessern.

Das bedeutet übrigens nicht, dass der Turnaround bei GE nicht gelingen wird. Es bedeutet nur, dass Turnarounds in 9 von 10 Fällen nicht gelingen.

Börse ist ein Zahlenspiel und wer auf Dinge wettet, die in der überwiegenden Zahl schlecht ausgehen, der verliert Geld. Manch einer verliert Haus und Hof.

Machen Sie es sich daher lieber einfach. Konzentrieren Sie sich auf die Unternehmen, bei denen der Erfolg vollkommen offensichtlich ist.

An der Börse bekommt man keine Pluspunkte für Mut oder Kreativität.

Das muss man erstmal nachmachen

Microsoft ist es gelungen, den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 57,46 auf 135,62 Mrd. USD zu steigern.
Das Wachstum hat sich in der jüngeren Vergangenheit weiter beschleunigt.

Darüber hinaus hat sich die Profitabilität verbessert. Die operative Marge kletterte im selben Zeitraum von 35 auf 42%.
Der Gewinn legte dementsprechend überproportional von 21,9 auf 72,7 Mrd. USD zu.

Ferner wurde die Zahl der ausstehenden Aktien von 8,37 auf 7,50 Milliarden Stück reduziert.
Dadurch befeuert kletterte das Ergebnis sogar von 2,78 auf 9,21 USD je Aktie.

Die Dividende wurde im selben Zeitraum von 0,92 auf 2,48 USD je Aktie erhöht.

Das macht den Unterschied

Microsoft war vor Jahren schon eine Cashmaschine, ist es heute noch und wird es vermutlich auch in Zukunft bleiben.
Dazu trägt vor allem eine Eigenschaft bei: Die Fähigkeit, sich immer wieder neue Geschäftszweige zu erschließen und zu dominieren.

Das jüngste Beispiel ist das Cloud-Geschäft. Inzwischen entfällt mehr als ein Drittel des Konzernumsatzes auf diesen Bereich und perspektivisch wird es noch viel mehr sein.

Es ist der eigentliche Kern von Microsoft, die Geschichte des Unternehmens basiert auf Anpassungsfähigkeit. Neue Produkte und Trends werden umgehend erkannt und im Zweifelsfall kopiert.

Im Jahr 1980 versprachen Bill Gates und Paul Allen IBM ein Betriebssystem, ohne auch nur eine Code-Zeile parat zu haben. Die beiden kauften kurzerhand für 50.000 USD die Rechte am „Quick and Dirty Operating System“.
Es war die Basis für DOS. Es folgte Windows, der Rest ist Geschichte.

Es ist aber keineswegs das einzige Beispiel. Gates sah ein Gerät, welches erste Züge einer heutigen Computer-Maus hatte. Wenig später hatte Microsoft ein eigenes Produkt.

In ähnlicher Weise lief es bei Office, dem Internet Explorer, der Cloud und unzähligen anderen Fällen. Man kopiert Erfolgsmodelle.

Sieht Microsoft also, dass eine Innovation der Konkurrenz Anklang findet, springt man umgehend auf den Zug auf.
Es ist vielleicht nicht die feine englische Art und auch nicht heldenhaft, dafür aber eine sehr kluge Strategie.

Helden sterben und Innovatoren gehen am laufenden Band unter, doch Microsoft prosperiert.

Ausblick und Bewertung

An der Börse hat man das erkannt, daher ist Microsoft auch kein klassisches Schnäppchen.

Aktuell liegt die P/E bei 28,8. Das ist nicht gerade wenig, aber bei Wachstumsraten von 15-20% ist das gerechtfertigt.
In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 27,1.

Wahre Stärke zeigt sich vor allem in Krisenzeiten. Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr hat man den Gewinn um 16% gesteigert.
Im angebrochenen Geschäftsjahr wird ein Plus von 10% erwartet, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen.

 Für Anleger gibt es also wenig Gründe, die für einen Verkauf der Aktie sprechen.

Verkauft wurde vor allem, weil sich viele Anleger Sorgen um die Konjunktur gemacht haben. Wie wir aber sehen, halten sich die Auswirkungen auf das Geschäft von Microsoft in Grenzen.

Chart vom 01.08.2022 - Kurs: 279 Kürzel: MSFT - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.08.2022 – Kurs: 279 Kürzel: MSFT – Wochenkerzen

Größere Rücksetzer dürften sich demnach als Gelegenheit herausstellen. Für antizyklische Investoren wären beispielsweise die Unterstützungen bei 268 sowie 256 und 247 USD interessant.

Gelingt hingegen ein Ausbruch über 283 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 300-305 sowie 315 USD.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Neben Alphabet hat gestern auch der Softwaregigant seine Unternehmensergebnisse für das abgelaufene Quartal auf den Tisch gelegt. Auch hier konnten die Analystenerwartungen nicht ganz geschafft werden. Der Gewinn je Aktie lag mit 2.23 USD unter den erwarteten 2.28 USD. Der Umsatz kam mit 51.9 Milliarden USD etwas schwächer rein. Analysten waren hier von 52.9 Milliarden USD ausgegangen. Auch für das kommende Quartal wurden die Erwartungen seitens des Unternehmens leicht nach unten revidiert, doch für 2023 bestätigt. Anleger gaben sich mit den Zahlen zufrieden und die Kurse der Microsoft-Aktie konnten im nachbörslichen Handel wieder zulegen.  

Expertenmeinung: Das Minus des gestrigen Handelstages konnte wieder wettgemacht werden und die Aktie steht vorerst wieder bei rund 260 USD. Dennoch ist auch hier die Frage, ob die Zahlen reichen werden, um eine Trendwende einzuleiten. Aus technischer Sicht ist die Lage recht klar. Es braucht einen Ausbruch über die Marke bei 270 USD und dies mit ausreichend Volumen. Sollte Microsoft dies schaffen, wäre der bärische Tenor beendet und die Aktie würde in eine neutrale Kaufphase übergehen. Viel fehlt also nicht mehr, um die Bullen vielleicht wieder auf Trab zu bringen.   

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 26.07.2022 Kurs: 165.69 Kürzel: MSFT | Online Broker LYNX

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit April dieses Jahres hatten Anleger beim führenden Softwarekonzern nicht viel zu lachen. Die Bären haben seither das Zepter übernommen und es bildete sich die letzten Monate über eine klare Folge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Die Microsoft-Aktie pendelte hierbei stetig unter einem fallenden 50-Tage-Durchschnitt und konnte diesen Indikator bislang nicht nachhaltig nach oben durchbrechen. Aktuell konsolidieren die Kurse gerade am 50er und gleichzeitig auch unter dem Pivot-Hoch von Ende Juni. Bislang konnten die Kurse diese Hürde noch meistern, aber der mögliche Trendwechsel bräuchte nur noch einen kleinen Schubser nach oben, um die Aktie wieder auf Bahn zu bringen. Aktuell sehen wir hier noch einen intakten Abwärtstrend.

Expertenmeinung: Aktuell gibt es zwei mögliche Szenarien. Entweder übernehmen die Bären rasch wieder das Ruder und drücken die Kurse unter das Tief der letzten beiden Wochen, oder es kommt zum heiß ersehnten Breakout. Hierzu müssten die Kurse idealerweise die Marke bei 270 USD brechen und darüber schließen. Dies könnte der Startschuss zu einer starken Zwischenrallye werden. Gleichzeitig würde auch der Trend in eine neutrale Kaufphase übergehen. Mögliche Kursziele? Nun, es gibt noch eine Kurslücke von Anfang April zu schließen. Dies wäre dann wohl die nächste Zielmarke, falls der Ausbruch tatsächlich gelingen sollte.   

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 11.07.2022 Kurs: 264.51 Kürzel: MSFT | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im Technologiebereich lieferte der Softwarekonzern im Laufe der Woche eine der wirklich positiven Überraschungen. Der Konzern veröffentlichte sensationelle Zahlen und konnte auch auf technischer Ebene mit der Reaktion auf die Microsoft-Aktie selbst überzeugen. Der Gewinn lag mit 2.22 USD je Aktie über den Erwartungen der Analysten und der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um beachtliche 18.4% auf 49.4 Milliarden USD. Wesentlich wichtiger waren die Aussichten auf das kommende Quartal. Auch dieses soll ganz nach Plan laufen und die bisherigen Erwartungen des Marktes erfüllen. Dementsprechend positiv zeigte sich dieser Tage auch die Kursreaktion. Der Boden bei 270 USD konnte abermals gehalten werden und nun nähern sich diese dem Gap von Anfang April. Kann dieses geschlossen werden?

Expertenmeinung: Anleger hoffen nun auf einen möglichen Doppelboden in der Aktie. Hierzu müssten sich die Kurse in Richtung des Widerstands bei 315 USD bewegen. Auf dem Weg dorthin gibt es zwei wichtige Hürden zu meistern. Zum einen die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 und zum anderen das bereits erwähnte Gap vom 11. April. Bereits hier wird sich wohl zeigen, wieviel Kraft wirklich in der aktuell gestarteten Aufwärtsbewegung steckt. Bei Schlusskursen oberhalb der Ebene von 297/298 USD dürften die Bullen wohl wieder endgültig das Zepter in der Hand halten. Es bleibt abzuwarten, ob Ihnen dies auch wirklich gelingt.   

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 28.04.2022 Kurs: 289.63 Kürzel: MSFT | Online Broker LYNX