Tesla Aktie Prognose Tesla: Wann und wo endet die Talfahrt endlich?

News: Aktuelle Analyse der Tesla Aktie

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Tesla
ISIN: US88160R1014
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Tesla Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits im September des vorigen Jahres hatte ich die Aktie des US-Elektrofahrzeugherstellers abgestuft. Im Oktober war die technische Lage sogar so schlecht, dass die Erwartungen abermals nach unten revidiert werden mussten.

Das hohe Volumen im Abverkauf war ein Zeichen dafür, dass sich hier eventuell auch einige Großinvestoren von der Tesla-Aktie trennten. Die Unsicherheiten rund um die Twitter-Übernahme und die bekannten Probleme in China, einem der wichtigsten Absatzmärkte für Elektromobilität, lieferten weiteren Zündstoff für den Weg der Aktie Richtung Süden. Innerhalb von nur vier Monaten verlor das Papier 60% und Anleger, die bislang nur den Weg nach oben kannten, waren schockiert. Die Einbahnstraße ist zu Ende und der ehemalige Wachstumskonzern hat sichtlich Probleme.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Tesla Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Der Trend befindet sich derzeit sowohl mittel- als auch langfristig in einer klar bärischen Gesamtsituation. Aus technischer Sicht sehe ich derzeit kein Licht am Ende des Tunnels. Eventuell besteht die Möglichkeit auf einen technischen Bounce, welche in Richtung der Marke bei 150 USD gehen könnte. Das mag zwar viel erscheinen, ist aber aus Sicht des gesamten Kursverfalls eher der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Spannend wird es bei Tesla wieder am 25. Januar, wenn die Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentiert werden. Die Aussichten für 2023 sind wiederum gar nicht mal so schlecht. Erwartet wird ein Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr von +42% und der Gewinn soll um +79% steigen. Mal abwarten, ob Elon Musk das Ruder erneut herumreißen wird.

Aussicht: BÄRISCH

Tesla Aktie Chart vom 11.01.2023 Kurs: 123.22 Kürzel: TSLA | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Tesla Aktie

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In den letzten Jahren ist die Tesla -Aktie komplett durch die Decke gegangen. Ist man der Sonne wie Ikarus zu nahe gekommen?
Am Hoch war das Unternehmen rund 1.300 Mrd. USD wert und somit mehr als alle anderen Autobauer gemeinsam.
Aktuell sind es noch 384,7 Mrd. USD.

Die Bullen werden zurecht anführen, dass Tesla sehr viel mehr als nur ein Autobauer ist, aber man darf sich durchaus die Frage stellen, wie sinnvoll das noch war.

Dass die Kurse ein wenig über das Ziel oder die Sinnhaftigkeit hinausgeschossen sind, das dürfte inzwischen feststehen. Die Kursentwicklung spricht jedenfalls eine klare Sprache.

Das Problem an der ganzen Sache ist nämlich, dass ein Unternehmen so gut sein kann wie es will, ab einer gewissen Größenordnung schlägt die Gravitation gnadenlos zu.
Damit will ich sagen, dass der globale (Auto-)Markt nur eine begrenzte Größe hat. Tesla kann also nicht ins Unendliche wachsen.

Leider hat man das aber suggeriert. Immerhin hat Tesla ein Wachstum von 50% p.a. in Aussicht gestellt und das auf Jahre hinweg.
Ich kann verstehen, dass viele Anleger solchen Aussagen Glauben schenken, da Tesla in der Vergangenheit erstaunliche Erfolge gefeiert hat.

Aber die Größenordnung macht eben einen großen Unterschied. Es ist eine andere Sache, ob man den Umsatz von 1 auf 10 oder eben von 100 auf 1000 Mrd. USD steigern möchte.

Jeder Markt ist endlich 2.0

Wenn man bereits eine Größenordnung wie Tesla erreicht hat und einen Jahresumsatz von 74,9 Mrd. USD erzielt hat, wird es mit Wachstumsraten von 50% zunehmend schwierig.
Ich hatte auf dieses Problem bereits vor Monaten und noch bei einem Kurs von über 200 USD hingewiesen:
Tesla stellt 50% Wachstum in Aussicht, auf Jahre hinweg

Die Überlegungen dazu sind eigentlich recht simpel, denn jeder Markt ist endlich:

Bisher ist es Tesla gelungen, in atemberaubenden Tempo zu wachsen und so soll es nach dem Willen des Unternehmens auch weitergehen.
Derzeit stellt man auf Jahre hinweg ein Umsatzwachstum von 50% per annum in Aussicht.

Das könnte gelingen, doch an einem gewissen Punkt stellt sich die Frage, wie realistisch das ist. Denn der Automobilmarkt ist zwar gigantisch, aber endlich.

Im laufenden Geschäftsjahr soll ein Umsatz von etwa 83 Mrd. USD erreicht werden. Dreht man die Uhr fünf oder gar zehn Jahre weiter und zieht Wachstumsraten von 50% heran, dann müsste der Umsatz bis dahin auf 630 respektive 4.784 Mrd. USD steigen.

Das Problem dabei ist, dass der weltweite Umsatz im Automobilmarkt in diesem Jahr „nur“ etwa 2.950 Mrd. USD betragen wird.

Doch nicht so leicht

Das ein Wachstum von 50% und mehr nicht ewig fortgeführt werden kann, sollte aber ohnehin klar sein.
Dass ein anvisiertes Wachstum auf diesem Niveau auch nicht erst in 5-8 Jahren eine Herausforderung ist, zeigen die jüngsten Absatzzahlen.

Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge stieg im vierten Quartal 2022 um 31% auf 405.278.
Das ist ein neuer Absatzrekord, aber es ist weniger als die Analystenschätzung von 420.000 und vor allem sehr viel weniger als „50% auf Jahre hinweg“.

Es knirscht ein wenig im Gebälk und das dürfte nicht nur mit der schwachen Konjunktur zu tun haben. Elon Musk hat zuletzt sicherlich nicht zur Beliebtheit der Marke beigetragen, das dürften selbst Fans des Tesla-Chefs unterschreiben.

Hinzu kommen, wie bei eigentlich allen Autobauern auch immer wieder technische Mängel.

Ausblick und Bewertung

Wie das Schlussquartal insgesamt ausgefallen ist, werden wir vermutlich am 25. Januar erfahren.

Selbstverständlich stehen die Bullen auch nicht mit leeren Händen da. Die Profitabilität hat sich zuletzt sukzessive verbessert und auch Wachstumsraten von 30% können sich natürlich sehen lassen. Sie sind nur dann ein Problem, wenn man noch mehr erwartet.

Man darf wohl annehmen, dass die Prognosen jetzt gesenkt werden und ein erreichbareres Niveau erreichen.
Für das Bullenlager ist das eine gute Nachricht, denn die niedrigeren Erwartungen kann Tesla dann mit höherer Wahrscheinlichkeit wieder übertreffen, was die Kurse stützen oder sogar wieder beflügeln könnte.

Was die Bewertung angeht, sind wir so langsam wieder auf einem halbwegs sinnvollen Niveau angekommen. Die P/E 2022 dürfte vermutlich bei knapp 30 liegen.
Das ist für die Branche zwar außerordentlich viel, kann Tesla den Gewinn in den kommenden beiden Jahren aber tatsächlich um 27 – 33% p.a. steigern, ist das durchaus vertretbar.

Was hat man wirklich verdient?

Das größte Problem für Tesla ist aus meiner Sicht, dass man den Gewinn grundsätzlich anzweifeln kann.
Ich hatte diese Rechnung bereits in älteren Analysen für Sie angestellt.

Nehmen wir beispielsweise das laufende Geschäftsjahr (2022). Tesla dürfte in etwa einen Jahresgewinn von 12,8 Mrd. USD melden.
Wie hoch ist allerdings der realwirtschaftliche Gewinn, wenn im selben Zeitraum Aktien mit einem sehr viel größeren Wert ausgegeben wurde?

Die Zahl der ausstehenden Papiere ist im Jahresverlauf um 200 Millionen Stück gestiegen. Heute haben sie einen Wert von 24,6 Mrd. USD.
Rechnet man mit dem Durchschnittskurs des vergangenen Jahres, dann sprechen wir sogar über 60 Mrd. USD.

Chart vom 03.01.2023 – Kurs: 123,18 Kürzel: TSLA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 03.01.2023 – Kurs: 123,18 Kürzel: TSLA – Wochenkerzen

Ein belastbarer Boden wurde bisher nicht gefunden, die Aktie ist zuletzt aber bei 110 USD auf Interesse gestoßen und hat dort vorerst gedreht.
Gelingt jetzt ein Ausbruch über 125 USD, könnte das eine Erholung in Richtung 150 USD einleiten.

Solange dieser Ausbruch jedoch nicht gelungen ist, droht jederzeit ein Rückfall in Richtung 110 USD.
Rutscht Tesla unter 110 USD, muss eine Ausdehnung des Abverkaufs in Richtung 90 USD eingeplant werden.

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Der einstige Überflieger wird für die Bullen zum Waterloo: Die Tesla-Aktie hat seit ihrem letzten Zwischenhoch vor drei Monaten 60 Prozent verloren … und es wirkt, als gäbe es hier kein Halten mehr. Ist die Aktie nicht längst überverkauft? Warum decken die Short-Seller nicht ein?

Die Zahl negativer Analysten-Einschätzungen nimmt zwar zu. Aber noch bewertet die Mehrheit der Experten Tesla als „Kauf“. Und das durchschnittliche Kursziel liegt mit 270 Euro mehr als doppelt so hoch wie der letzte Kurs. Das ist keine gewöhnliche Abwärtsbewegung, zumal Tesla den Markt nach unten zieht und nicht umgekehrt. Das muss Gründe haben, die über normale Skepsis hinsichtlich der Gewinne des kommenden Jahres hinausgehen.

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Und das ist auch so. Tesla wird weiterhin von seinem Gründer Elon Musk dominiert. Versuche, seine Macht einzugrenzen, scheiterten. Was kein Problem wäre, wenn man sicher wäre, dass Elon Musk genau der richtige Mann auf dem Chefsessel wäre. Aber genau das sind immer mehr Investoren nicht. Die seltsame Aktion mit dem „Delisting“ der Aktie vor einigen Jahren hinterließ im Kurs nur eine Delle, blieb aber im Hinterkopf.

Und als Musk jetzt Twitter kaufte, dort für Verwirrung und Unmut sorgte und zugleich massiv eigene Tesla-Aktien verkaufte, verwandelte sich Musks Bild vom dem eines Genies zum Risiko für Tesla. Entscheidungen aus dem Bauch heraus, die womöglich kurz danach zurück genommen werden … das kommt manchem US-Investor unangenehm bekannt vor und bringt das Vertrauen in die Zukunft Teslas ins Wanken. Die Short-Seller, die „Bären“, hatten dadurch freie Bahn. Aber das kann ja nicht einfach bis zur Nulllinie weitergehen, schließlich hat sich Tesla am Markt etabliert und schreibt mittlerweile solide wirkende, schwarze Zahlen?

Expertenmeinung: Es ist auch nicht zu erwarten, dass Tesla einfach jeden Tag weiter fällt. Dass genau das im Dezember beinahe jeden Tag der Fall war, hatte neben der unglücklichen Figur, die Musk bei Twitter machte, auch charttechnische Gründe. Sie sehen im Chart, dass die Aktie an einer soliden Widerstandszone im Bereich 198/209 US-Dollar abprallte, an der sie schon im November nach unten drehte. Das führte zu stärkeren Abgaben, die durch den Bruch des November-Tiefs um 166 US-Dollar in eine Zone vordrangen, in der es keine charttechnischen Auffangmarken gab, an der potenzielle Käufer ihren Einstieg hätten festmachen und einen engen Stopp setzen können. Aber das könnte anders werden, denn:

Tesla-Aktie: Chart vom 23.12.2022, Kurs 123,15 US-Dollar, Kürzel TSLA | Online Broker LYNX

Die Aktie nähert sich der unteren Begrenzung eines breiten Abwärtstrendkanals, die heute um 117 US-Dollar liegen wird. Ob das eine Basis ist, um mit mittel- und langfristigem Zeithorizont einzusteigen? Wenn die Kunden Tesla treu bleiben, wenn seitens der Unternehmensführung keine bösen Überraschungen kommen, könnte man damit richtig liegen. Aber das kann man definitiv nicht wissen, daher wäre man wohl besser beraten, hier mit Käufen zumindest sehr vorsichtig zu sein. Aber diese untere Begrenzungslinie wäre eine Basis für das bärische Lager, um auf der Short-Seite auch mal Gewinne mitzunehmen … was bei Aktien, die so dermaßen massiv „verprügelt“ wurden, auch mal sehr drastische Kurssprünge auslösen kann.

Solche „Short Squeezes“ sind, solange das Umfeld kritisch ist, keine Basis für Käufe, sofern man nicht gezielt spekulativ und kurzfristig agiert, zumal solche Eindeckungen in diesem Bereich aufkommen können, aber natürlich nie müssen. Aber jetzt noch Short zu gehen, das sollte man sich angesichts dieses Chartbilds besser zweimal überlegen.

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Der Markt erholt sich weiter, aber bei Tesla scheint nichts mehr zu gehen. Brechen jetzt alle Dämme? Wo liegen mögliche Kursziele und Kaufmarken?

Ich hatte auf die schwierige charttechnische Lage bereits vor einiger Zeit hingewiesen:
Tesla: Das ist brandgefährlich

Seitdem haben die Bären mehrere Punktsiege davongetragen, für die Bullen wird es zunehmend problematisch.

Aber schauen wir uns zunächst gemeinsam die Großwetterlage an. Unter dem Strich ist mit dem einstigen Überflieger bereits seit längerer Zeit nichts mehr zu holen.
Inzwischen notiert die Aktie wieder auf dem Niveau von Ende 2020.

Chart vom 13.12.2022 – Kurs: 171 Kürzel: TSLA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 13.12.2022 – Kurs: 171 Kürzel: TSLA – Wochenkerzen

Dass auf die sagenhafte Rallye von 25 auf über 400 USD eine Durststrecke folgen würde, war so gut wie sicher, die Bäume wachsen schließlich nicht in den Himmel.
Dass die Korrektur allerdings so lange dauern und derartige Ausmaße annehmen würde, damit hätten wohl die wenigsten gerechnet.

Inzwischen hat der wertvollste Autobauer der Welt, der natürlich noch so viel mehr als das ist, sagenhafte 700 Mrd. USD an Börsenwert verloren.

Der Aufwärtstrend ist lange dahin, doch damit könnte das Ende der Negativ-Serie für die Anleger leider noch nicht zu Ende sein.

Das zeigt sich bereits bei dem Blick auf die Großwetterlage. Tesla hat die Unterstützungen, die der Aktie in den letzten Monaten Halt gegeben haben, unterschritten.

Chart vom 13.12.2022 - Kurs: 171 - Kürzel: TSLA - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 13.12.2022 – Kurs: 171 – Kürzel: TSLA – Tageskerzen

Wechselt man in den Tageschart, wird das Ausmaß der Probleme immer offensichtlicher. Tesla hat den Support bei 200 USD unterschritten, zweimal von unten angesteuert und ist dort gescheitert.

Damit ist nun auch übergeordnet der Weg zur Unterseite offen. Daraus lassen sich beispielsweise Kursziele bei 150 USD ableiten.

Doch auch die Bullen haben noch einen Pfeil im Köcher. Die untere Abwärtstrendkanalbegrenzung verläuft in etwa bei 162 USD und könnte die Kurse vorerst stützen.
Erst wenn diese Trendlinie fällt, wäre der Weg in Richtung 150 USD frei.

Aus Sicht der Bullen muss dringend eine Rückkehr über 180 USD gelingen, dadurch würde sich die Lage spürbar entspannen und eine Erholung in Richtung 180 USD ermöglichen.
Spätestens bei Kursen von über 200 USD, säßen die Bullen wieder fest im Sattel.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der US-Elektrofahrzeughersteller befindet sich seit Oktober in Schwierigkeiten. Nachdem die eingezeichnete Konsolidierung nach unten verlassen wurde, übernahmen kurzerhand die Bären das Ruder. Diese drücken die Kurse nun schon seit Wochen in Richtung Süden. Seither hat die Tesla-Aktie bereits mehr als 30% an Wert verloren und es sieht nicht danach aus, als ob sich der Trend bald ändern würde. Die Bullen haben die letzten Tage über auf voller Länge enttäuscht. Die technisch wichtige Rückeroberung der Marke bei 200 USD scheiterte und zu Beginn der Woche wurde ein frisches Verkaufssignal ausgelöst. Nun dürfte es wohl noch eine Etage weiter nach unten gehen.

Expertenmeinung: Solange die Marke bei 200 USD zurückerobert wird, sollten sich Anleger eher gedeckt halten. Es ist gut möglich, dass nun sogar das Pivot-Tief von November auf den Spiel stehen könnte. Sollte diese Ebene gebrochen werden, wäre dies ein weiterer Teilsieg der Bären. Danach wären die nächsten Unterstützungen eher rar gesät. Erst bei rund 130 USD wäre der nächste Support im Wochenchart zu finden. Die Risiken bleiben vorerst erhalten und die Chance auf einen Trendwechsel ist in den letzten Tagen wieder etwas weiter in die Ferne gerückt. Meine bärische Aussichten auf Tesla bleiben somit vorerst bestehen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 05.12.2022 Kurs: 182.45 Kürzel: TSLA | Online Broker LYNX

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Tesla war am Mittwoch Tagessieger im Nasdaq 100 (am Donnerstag wurde in den USA nicht gehandelt). Dadurch ist im Chartbild der Aktie ein potenziell bullischer „Morning Star“ entstanden. Sehen wir gerade die Rückkehr der Bullen, ist das die Basis der Aufwärtswende?

Noch stuft eine leichte Mehrheit der Analysten die Tesla-Aktie als Kauf ein. Noch liegt das Kursziel mit im Schnitt 290 US-Dollar weit über dem aktuellen Kurs. Aber dass immer mehr Analysten die Aktie nur mit „Halten“ einstufen, wäre vor zwei, drei Jahren noch undenkbar gewesen. Ja, es gab immer einige Analysehäuser, die Tesla äußerst negativ sahen und mit „Verkaufen“ einstuften. Und auch jetzt liegt das niedrigste aller Kursziele bei 85 US-Dollar. Aber die Zahl der Skeptiker nimmt eben jetzt zu. Nicht zu Unrecht, denn:

Tesla und sein Chef Elon Musk werden immer als untrennbare Einheit gesehen. Und Elon Musk hat zuletzt öfter Negativschlagzeilen gemacht. Das vor einigen Jahren avisierte und dann doch abgeblasene Delisting der Aktie, verbunden mit allerhand falschen Aussagen, haben die Anleger noch hingenommen, weil man sicher war, dass Tesla auch mit einem Musk-Schlingerkurs zur Goldgrube werde. Aber die Twitter-Übernahme und zunehmend politische Statements lassen auch Analysten zweifeln, ob es bei Tesla auf Dauer rund laufen wird. Vom für Autos in der preislichen Mittel- und Oberklasse derzeit kritischen Umfeld mal abgesehen. Aber steigen Teslas Gewinne nicht trotzdem? Ist die Aktie nach der Kurshalbierung denn nicht von der Bewertung her langsam „billig“ und damit für eine große Aufwärtswende reif?

Expertenmeinung: Nein, Tesla ist immer noch nicht günstig bewertet. Wenn Tesla sich als einer der Großen in der Automobilindustrie etablieren will bzw. irgendwann etabliert hat, gelten für dieses Unternehmen grundsätzlich die gleichen Bewertungsgrundlagen wie für Mercedes, VW, GM oder Stellantis. Und für Autobauer-Aktien sind Kurs/Gewinn-Verhältnisse (KGV) zwischen 7 und 10 normal. Auf Basis der aktuellen 2022er-Gewinnschätzung für Tesla läge dessen KGV auch nach diesem Kursabstieg immer noch bei 45. Und würden die Gewinnprognosen für 2024 eintreffen, die die Analysten freilich derzeit nur in der Glaskugel ablesen, läge das KGV dann immer noch bei 25. Das ist teuer. Damit nicht genug:

Eigentlich ist dieser Kursabstieg, so dramatisch er im kurzfristigen Chartbild auch wirkt, immer noch eher einer Rückkehr zur Normalität, wenn man sich den hier ebenfalls abgebildeten, längerfristigen Chart auf Wochenbasis ansieht.

Tesla-Aktie: Wochen-Chart vom 23.11.2022, Kurs 183,20 US-Dollar, Kürzel TSLA | Online Broker LYNX

Die mehrfachen Aktiensplits haben die Wahrnehmung dahingehend verzerrt, aber im Langfrist-Chart sieht man, wie extrem sich der Kurs dieser Aktie aufgebläht hatte. Das heißt zwar nicht, dass der Weg nach oben definitiv zugestellt wäre, aber man sollte besser nicht einfach unterstellen, dass Tesla jetzt nach nur einem starken Handelstag in Kürze wieder zur Kursrakete wird.

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Was es hier braucht, ist die Rückkehr des Vertrauens in den Unternehmenslenker Musk, ein aufgehelltes Umfeld für die Automobilindustrie insgesamt und klare, bullische Signale im Chartbild. Und dafür reicht es nicht, dass Tesla in den drei letzten Handelstagen einen kleinen „Morning Star“ produziert hat, dazu müsste diese Aktie über die Chart-Hürde hinaus, die zweifellos vom Bären-Lager verteidigt würde: über die Zone 198/209 US-Dollar. Dann wäre erst einmal wieder Luft nach oben. Allem, was sich darunter abspielt, sollte man in Sachen Aufwärtswende besser misstrauen.

Tesla-Aktie: Tages-Chart vom 23.11.2022, Kurs 183,20 US-Dollar, Kürzel TSLA | Online Broker LYNX