Delivery Hero Aktie Prognose Delivery Hero erreicht Kursziel – geht da noch mehr?

News: Aktuelle Analyse der Delivery Hero Aktie

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Delivery Hero
ISIN: DE000A2E4K43
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur Delivery Hero Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt hatte ich die Aussichten für die Aktie des Lieferservice im Dezember angehoben. Der Abwärtstrend wurde zu diesem Zeitpunkt beendet und die Kurse konsolidierten in einer überaus interessanten Formation, welche nur noch nach oben verlassen werden musste.

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Gesagt, getan. Wenig später zündete die Delivery Hero-Aktie den Turbo. Der Widerstand bei rund 47 EUR wurde gebrochen und die Kurse kannten kein Halten mehr. Innerhalb weniger Wochen ging es um +20% nach oben, um den nächsten markanten Widerstand zu erreichen. Wir blicken hier auf ein Zwischenhoch aus dem August des vorigen Jahres. Hier wird die Luft jetzt allmählich etwas dünn.

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Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Delivery Hero Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Ob sich der mittlerweile intakte Aufwärtstrend fortsetzen wird, hängt vor allem davon ab, ob der eingezeichnete Widerstand ebenfalls gebrochen werden kann. Danach wäre der Weg nach oben frei, denn bis hin zur Marke von rund 100 EUR gibt es im Wochenchart vorerst keine wirklich markanten Niveaus mehr.

Das Kursziel möchte ich dennoch nicht so weit anheben. Vorerst sollten sich Anleger ganz auf die erwähnte Ebene konzentrieren. Brechen wir tatsächlich aus, werden wir die Lage neu analysieren. Vorerst bleiben die Aussichten auf der bullischen Ebene.

Aussicht: BULLISCH

Chart Delivery Hero Aktie vom 06.02.2023 Kurs: 55.04 Kürzel: MSFT | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Delivery Hero Aktie

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Sieht man sich den Verlauf der Delivery Hero-Aktie seit ihrem Börsenstart im Jahr 2017 an, fällt auf, dass nach der Verteidigung der Tiefs der Jahre 2017/2018 ein großes Doppeltief entsteht, dessen rechnerisches Kurspotenzial immens wäre. Aber es gibt ein „aber“.

Aus charttechnischer Sicht sieht das äußerst verheißungsvoll aus, was die Aktie des Mahlzeiten-Lieferdienstes Delivery Hero da gerade zeigt. Der Kurs war bis in den Bereich der Tiefs der Jahre 2017 und 2018 abgerutscht, also dorthin, wo die Aktie ihre „Börsenkarriere“ begonnen hatte. Dort setzten Käufe ein, die zwar bei 57,16 Euro abgefangen wurden, nachdem sich der Aktienkurs binnen dreier Monate verdoppelt hatte. Aber der nächste Abwärtsimpuls, der bis Oktober andauerte, endete leicht oberhalb dieses ersten, im Mai ausgebildeten Tiefs. Mit den seither anziehenden Notierungen steigt die Chance auf ein Doppeltief, das vollendet würde, sobald Delivery Hero dieses Zwischenhoch bei 57,16 Euro überwindet. Und es würde, aus rein charttechnischer Sicht, viel weiteres Kurspotenzial freigeben, denn:

Das rechnerische Kursziel eines Doppeltiefs ergibt sich aus der Distanz zwischen der Nackenlinie (57,16 Euro) und dem tieferen der beiden Tiefs (23,88 Euro), die man dann über diesen Punkt der Nackenlinie nach oben anträgt. Damit käme man auf 90,44 Euro als Kursziel, einen Level, der natürlich bei den Bullen Begehrlichkeiten weckt. Doch die Sache hat eben einen Haken:

Expertenmeinung: Die Ertragslage bei Delivery Hero müsste sich deutlich und schnell verbessern. Bislang rechnen die meisten Analysten nicht damit, dass der Nettogewinn pro Aktie vor 2025 positiv wird. Und davor steht eine knifflige Phase. Denn bei deutlich höheren Kreditzinsen, Inflation und einer dadurch eher unsicheren Perspektive in den meisten Regionen der Welt ist es fraglich, ob ausgerechnet ein Unternehmen, das den Luxus gelieferter Mahlzeiten und Snacks anbietet, große Sprünge machen wird.

Damit wäre eine Fortsetzung der Rallye letztlich eine Wette gegen die Prognosen der Volkswirte und gegen die Warnungen der Notenbanken. Denn dort sieht man für 2023 konjunkturell eher schwierige Zeiten, die einer Super-Rallye dieser Aktie entgegenstehen würden. Noch weiß man nichts darüber, wie es seit Ende September gelaufen ist. Und es muss nicht zwingend ein Warnsignal sein, dass der CFO des Unternehmens zu Jahresbeginn Delivery Hero-Aktien verkauft hat, aber:

Sollte dieses große Doppeltief tatsächlich vollendet werden, muss Tradern, die daraufhin auf den Hausse-Zug aufspringen, klar sein, dass sie jederzeit mit Gegenwind durch die Enttäuschung zu hoher und erfahrungsgemäß mit steigenden Kursen zunehmenden Erwartungen rechnen müssten. So solide der Boden dann im Chartbild auch wirken würde, auf fundamentaler Ebene wäre er es aus heutiger Sicht nicht.

Delivery Hero-Aktie: Chart vom 11.01.2023, Kurs 49,01 Euro, Kürzel DHER | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Trotz des jüngst recht großen Rücksetzers im deutschen Aktienindex, konnte sich die Aktie des Betreibers von Online-Bestell- und Lieferplattformen recht gut behaupten. Der entscheidende Impuls zum Trendwechsel startete im November. Hier konnte erstmals die 50-Tage, als auch die 200-Tage-Linie nach oben durchbrochen werden.

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Zwar gab es wenig später die üblichen Gewinnmitnahmen, doch die Delivery Hero-Aktie konnte die wichtigen Indikatoren halten. Je länger sich der Titel oberhalb der Ebene von rund 39 EUR behaupten kann, umso besser die Chancen auf einen tatsächlichen nachhaltigen Trendwechsel, welcher Anfang 2023 vielleicht sogar in eine bullische Phase übergehen könnte.

Expertenmeinung: Anleger sollten dieser Tage unbedingt den erwähnten Support-Bereich beobachten. Kurse darunter würden die aktuell recht zuversichtliche Gesamtlage sofort wieder in ein schlechtes Licht rücken. Die Bären wären bei einem Bruch rasch wieder zur Stelle und die Lage könnte schnell ungemütlich werden.

Vorerst sieht der Chart noch konstruktiv aus. Ein Breakout über die Ebene von 45 USD würde für frische Kaufsignale sorgen und könnte die Kurse weiter klettern lassen. Aus aktueller Sicht eine überaus interessante Konstellation.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 19.12.2022 Kurs: 42.00 Kürzel: DHER | Online Broker LYNX
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Wochenlang drohte die Mitte November zurückeroberte 200-Tage-Linie bei Delivery Hero zu brechen. Gestern gelang es endlich, sich deutlicher von ihr zu lösen. Aber mit diesem Erfolg geben die Bullen auch preis, wo ihre Achillesferse liegt. Werden diese Käufe zum Bumerang?

Irgendwann wird der Mahlzeiten-Lieferdienst Delivery Hero schwarze Zahlen schreiben, davon geht die ganz große Mehrheit der Anleger, aber auch der Analysten aus. Doch wann? Eigentlich dachte man einst, 2021 wäre es soweit. Jetzt hat man gegen Ende 2022 immerhin operativ die Gewinnzone erreicht, 2023 soll es dann auch beim Nettogewinn soweit sein, wenn es nach dem Unternehmen selbst geht. Die Analysten sehen da zwar eher 2024. Aber grundsätzlich erwartet man, dass sich Delivery Hero im Stil von amazon.com über stetes Wachstum in einigen Jahren in eine marktbeherrschende Position bringen wird und die Gewinne dann ordentlich sprudeln werden. Doch der Weg bis dorthin könnte ziemlich lang sein. Und das ist immer mehr Anlegern mittlerweile absolut klar.

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Und so sieht auch das Chartbild aus. Zwar kommt es immer mal wieder zu wilden Kaufwellen. Aber die dauern eher kurz und reichen nicht allzu weit. Von den 98 Euro, die eine Delivery Hero-Aktie zum Jahresende 2021 kostete, ist man immer noch weit entfernt. Doch gestern schien es, als würden sich die bullischen Trader aufmachen, diese Distanz entschlossen zu verringern. Zeitweise lag die Aktie bis zu 12,6 Prozent im Plus, ging am Ende dann mit +9,33 Prozent über die Ziellinie. Charttechnisch ein wichtiger Punkt für die Bullen, denn:

Expertenmeinung: Dadurch hat sich die Aktie ein gutes Stück von der seit Wochen umkämpften 200-Tage-Linie abgesetzt. Gehalten wurde sie zwar auf Schlusskursbasis immer wieder, seit es nach deren Rückeroberung ab Ende November zu einem Rücksetzer auf diese Linie kam. Aber es war auffällig, dass sich der Kurs nicht nach oben absetzen konnte. Jetzt hätte man die erneute Chance dazu. Aber noch ist diese Sache nicht in trockenen Tüchern.

Delivery Hero-Aktie: Chart vom 13.12.2022, Kurs 43,73 Euro, Kürzel DHER | Online Broker LYNX

Sie sehen im Chart, dass der Level der letzten Zwischenhochs erreicht wurde. Das reicht noch nicht. Die Aktie müsste sich zeitnah in den Bereich der mittelfristig wichtigen Widerstandszone zwischen 49,11 und 52,30 Euro voran arbeiten, um klar zu machen, dass das bullische Lager die Lage unter Kontrolle hat. Bislang aber hat man mit diesem an sich ja stattlichen Plus nur die Achillesferse offengelegt: Sollte diese bei derzeit 39,21 Euro verlaufende 200-Tage-Linie erneut getestet werden, ist das Risiko, dass sie bricht, jetzt besonders groß. Denn bei einem dritten Test in kurzer Zeit dürfte die Zahl derer, die die Linie aktiv mit ihrem Kapital verteidigen, kleiner sein als zuvor. Immerhin hatten diese Käufe bis dahin dann ja auch keinen Erfolg, warum also schon wieder dazukaufen?

Wahrscheinlicher wäre dann, dass das bärische Lager die mit einem erneuten Test verbundene Unruhe, die das im bullischen Lager auslösen würde, nutzt, um durchzubrechen. Zumal das Argument dieses gestrigen Kurssprings, die Reaktion auf die niedriger als gedacht ausgefallenen US-Inflationsdaten, ein eher wackliges ist, wenn man das in Beziehung zu den Gewinnperspektiven eines Mahlzeiten-Lieferdienstes setzen will.

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Am Morgen kamen die Quartalszahlen, zum Handelsende war Delivery Hero der stärkste Gewinner in einem insgesamt deutlich anziehenden MDAX. Die Ergebnisse mussten also hervorragend ausgefallen sein … oder nicht?

Es bleibt bei der Zuversicht, in Bälde die Gewinnschwelle zu erreichen. Diese Zuversicht trägt Delivery Hero zwar schon geraume Zeit zur Schau, aber 2023 soll es dann wirklich klappen. Zumindest der Free Cash Flow, salopp gesagt, die Differenz zwischen dem Kapital, was hereinkommt und dem, was abfließt, soll im zweiten Halbjahr 2023 positiv sein.

Rein operativ ist man bereits in den schwarzen Zahlen, wenn man die Sicht nur auf das sogenannte Plattform-Geschäft reduzieren würde. Insgesamt jedoch hat sich die Lage nur leicht verbessert, so, dass Delivery Hero die 2022er-Prognose für die bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von zuvor -1,5 bis -1,6 auf -1,4 bis -1,5 Prozent anpasste.

Und beim Umsatz sieht man keine neuen Erkenntnisse, hier meldete Delivery Hero, dass dieser wohl für 2022 insgesamt eher am unteren Ende der geltenden, unternehmenseigenen Prognose von 9,8 bis 10,4 Milliarden Euro liegen werde. So richtig umwerfend liest sich das alles nicht gerade. Da stellt sich die Frage, ob diese Ergebnisse und Perspektiven einen derart starken Kurssprung wert sind.

Expertenmeinung: Nüchtern betrachtet eher nicht, denn im dritten Quartal passierte nichts, das die bisher bekannten Fakten auf den Kopf gestellt hätte. Und dass Delivery Hero hier und heute erwartet, in einem Jahr einen positiven Geldfluss vorweisen zu können, heißt nicht, dass das auch gelingt. Immerhin geht es hier um ein Geschäft, das so unmittelbar von Lage und Befindlichkeit der Verbraucher abhängt wie kein anderes. Aber das bedeutet nicht zwingend, dass die Aktie wieder nach unten abdrehen müsste, weil die Masse der Anleger auf greifbare, positive Fakten warten würde.

Gerade Aktien wie Delivery Hero, ehemalige und weit gefallene Publikumslieblinge, werden meist sehr emotional gesehen und gehandelt. Es würde also völlig reichen, wenn deutlich mehr Akteure diese Bilanz als Durchbruch werten wollen … ob sie es ist oder nicht, spielt dann keine Rolle … als zugleich andere Trader auf dem derzeitigen Level verkaufen oder Short gehen wollen. Ersteres würde natürlich umso mehr befördert, wenn ein charttechnisch bullisches Signal hinzukäme. Und dahingehend wäre die Aktie jetzt in Schlagdistanz.

Sie sehen, dass der Kursanstieg des Donnerstags den Kurs in die Widerstandszone 39,64/41,57 Euro getragen hat, die durch die bei 40,27 Euro verlaufende 200-Tage-Linie noch zusätzlich an Bedeutung gewinnt. Sobald es gelingen sollte, diese Zone auf Schlusskursbasis und hinreichend deutlich (idealerweise mit Closings über 42 Euro) zu überwinden, wäre der Weg nach oben erst einmal frei. Ohne ein für Lieferdienste wie Delivery Hero wirklich bullisches Umfeld wäre der Weg zwar steinig, aber solange man um die erhöhten Risiken weiß und Long-Trades entsprechend konsequent nach unten absichert, wäre diese Gefahr durchaus kontrollierbar. Vorgreifen sollte man einem solchen möglichen, aber eben noch nicht vollzogenen Befreiungsschlag aber besser nicht!

Delivery Hero-Aktie: Chart vom 10.11.2022, Kurs 41,31 Euro, Kürzel DHER | Online Broker LYNX
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Wachstum ist eine wunderbare Sache, zumindest aus Investorensicht. Jedoch nicht um jeden Preis. Wie sehen die Verhältnismäßigkeiten bei Delivery Hero aus?

Ich möchte sogar noch weiter gehen:
Ohne nennenswertes Wachstum ist eine Outperformance am Aktienmarkt nur sehr schwer möglich.

Wachsen Unternehmen nicht, ist ein Engagement immer nur eine Spekulation darauf, dass sich eine Bewertungslücke schließt.
Die Mehrheit aller Anlageentscheidungen dürfte auf dieser Basis gefällt werden.

Es wird gekauft, weil etwas relativ betrachtet günstig erscheint, weil man darauf hofft, dass sich diese Lücke schließt – und daran ist sicherlich nichts Verwerfliches, ganz im Gegenteil.

Dem steht der Grundgedanke von Investoren gegenüber, denn sie zielen vor allem darauf ab, wachsende Kuchen zu kaufen.
Daher ergibt es auch keinerlei Sinn, Value und Growth in einen Gegensatz zu stellen. Wer das macht, hat nur eine falsche Vorstellung davon, was beides überhaupt ist.

Es ist ebenso falsch, Value so zu verstehen, dass schlichtweg niedrige KGVs gekauft werden wie Growth als die bloße Jagd nach Wachstum abzutun.

Am Ende wird man an der Börse nur dann erfolgreich sein, wenn man beides in Einklang bringt.
Es ist also nicht zielführend, möglichst billige Unternehmen zu kaufen, denn meistens haben sie Probleme.
Ebenso wenig, führt es zum Erfolg, wenn man für Wachstum jeden beliebigen Preis auf den Tisch legt.

Um es zusammenzufassen:
Das Ziel muss sein, die besten Unternehmen zu einem vernünftigen Preis zu kaufen.

Und wenn man ein Unternehmen ganz oben mitspielen will, dann geht das natürlich nur, wenn der Kuchen größer wird.

Wächst der Kuchen?

Warum erzähle ich Ihnen das? Weil diese Überlegungen für Delivery Hero von zentraler Bedeutung sind.
Das Unternehmen wurde seit jeher als Wachstumswert gesehen und auch entsprechend hoch bewertet.

Welche Gefahren das mit sich bringt, davor habe ich in den letzten Jahren in mehr als einem halben Dutzend von Artikeln zu Delivery Hero gewarnt.
Einige davon finden Sie unter diesem Artikel, oder zum Beispiel hier, als die Aktie noch deutlich über 100 Euro notierte:
Delivery Hero: Tanz auf dem Vulkan oder Großchance?

Seitdem ist der Kurs gehörig unter Druck geraten, denn langsam drängen sich Fragen auf, die ich bereits seit geraumer Zeit stelle.
Zentrale Frage ist die folgende: Wenn Delivery Hero selbst in einem Umfeld von Freiheitbeschränkungen wie 2020 und geschlossenen Restaurants nicht profitabel arbeitet, wann dann?
Wie sieht der Pfad in Richtung Profitabilität aus?

Auf dieses Problem hatten wir beispielsweise schon im August 2021, mit dem Titel „Was hilft Wachstum, wenn die Verluste immer größer werden?“ hingewiesen, damals notierte die Aktie bei 125 Euro.
An diesem Problem hat sich bis heute nichts geändert, nur damals interessierte es niemanden.

Ausblick und Bewertung

Das laufende Geschäftsjahr sieht nicht anders aus. In den ersten neun Monaten legte der Umsatz um 55,3% auf 3,82 Mrd. Euro zu.
Zunächst ist das erfreulich, jedenfalls, bis man feststellt, dass der operative Verlust um 54,4% auf -1,04 Mrd. Euro gestiegen ist.
Unter dem Strich hat man sogar einen Verlust von 1,47 Mrd. Euro eingefahren.

Man stellt sich nicht nur unweigerlich die Frage, wann sich das Blatt endlich in Richtung Profitabilität wenden wird und woher all das Geld kommt, dass man dann fröhlich verbrennen kann.

Inzwischen hat die Verschuldung von Delivery Hero ein erschreckendes Niveau erreicht.
Das Zins- und Finanzergebnis lag im ersten Halbjahr bei -375,7 Mio. Euro, nach -271,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Das ist sowohl auf Schulden zurückzuführen, aber auch auf Abschreibungen und den Kosten von Wandelanleihen.
Insgesamt haben sich die langfristigen Verpflichtungen inzwischen auf 6,25 Mrd. Euro aufgetürmt.

Davon entfallen 4,20 Mrd. USD auf Wandelanleihen, die bis zur Fälligkeiten Zinsen verschlingen und dann die Aktienbasis verwässern.
Aktuell entspricht die Gesamtverschuldung fast drei Viertel des Börsenwerts und das Volumen der Wandelanleihen fast der Hälfte.

Fragen ohne Antworten

Ihnen dürfte sicherlich klar sein, dass sich daraus ein echtes Problem ergibt, dass sich wie folgt zusammenfassen lässt:

Delivery Hero ist es bis heute nicht gelungen, auf Konzernebene messbare Erfolge in Richtung Profitabilität zu erzielen.
Es ist vollkommen unabsehbar, wann das Unternehmen endlich einen Gewinn einfahren wird.
Auf dem Weg dorthin wird man weitere Schulden aufnahmen und die Aktienbasis weiter verwässern müssen.

Das führt unweigerlich dazu, dass man selbst nach dem Sprung in die Profitabilität, Jahre damit zubringen wird, die Schulden in den Griff zu bekommen.

Und wenn dann noch etwas für die Aktionäre übrigbleibt, muss der Kuchen in exorbitant mehr Stücke geteilt werden, weil bereits absehbar ist, dass die Zahl der ausstehenden Aktien massiv wird.

Der Einzige, der hier vermutlich blendend verdient und verdienen wird, ist der Vorstand. Denn der gönnt sich freimütig Millionen-Boni.
CEO Östberg kassierte 2020 beispielsweise 45 Mio. Euro.

Damit auch die Anleger Geld verdienen, muss Delivery Hero wortwörtlich ein Husarenstück gelingen.
Zu Ihrer Erleichterung hier die Definition eines Husarenstücks aus dem Duden und Oxford Languages:
„tollkühner Handstreich, mit größten Risiken verbundene, aber erfolgreich durchgeführte Unternehmung“

Chart vom 24.10.2022 – Kurs: 34,25 Kürzel: DHER - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 24.10.2022 – Kurs: 34,25 Kürzel: DHER – Wochenkerzen

All diese Fragen scheinen sich inzwischen viele Anleger zu stellen und sie dürften maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Aktie heute wieder auf dem Niveau von 2017 notiert.

Normalerweise liegt in solchen Fällen eher die Frage nahe, ob das nicht eine Übertreibung zur Unterseite ist, was es durchaus sein könnte.
Aber solange Delivery Hero seine Probleme nicht löst und kein Licht am Horizont auftaucht, gibt es wenig rationale Gründe für steigende Kurse.

Zeitweise wurde das ignoriert, inzwischen ignoriert man es nicht mehr. Obendrein ist Delivery Hero auch auf dem aktuellen Niveau nicht gerade günstig.

Aktuell liegt der Börsenwert bei 8,8 Mrd. Euro. Bezieht man die Verpflichtungen und Barmittel in die Rechnung mit ein, kommt man auf einen Unternehmenswert von 12,11 Mrd. Euro.

Jeder kann und muss sich die Frage selbst stellen, ob das bei den vorliegenden Geschäftszahlen und dem Ausblick gerechtfertigt ist.