Als Reaktion auf die Ende Juli vorgelegten Bilanzzahlen erzielte die Symrise-Aktie zwar an diesem Tag ein neues Jahres-Verlaufshoch, begann dann aber eine Korrektur. Die endete vor gut zwei Wochen, seither zieht der Kurs an und hat das bisherige Hoch ins Visier genommen.
Am Dienstag war die Symrise-Aktie dem bisherigen Jahres-Verlaufshoch von 95 Euro im Tageshoch bis auf weniger als ein Prozent nahegekommen. Doch der Tag endete für das bullische Lager nicht, wie man sich das eingangs wohl gedacht hatte. Der Großteil der Kursgewinne schmolz dahin, am Ende wurde aus einem am Tageshoch 2,25 Prozent betragenden Kursgewinn ein Mini-Plus von 0,24 Prozent.
Dabei hatte das Brokerhaus Jefferies just an diesem Tag sein Kursziel für die Aktie erheblich angehoben. Statt 80 Euro sieht man dort jetzt 110 Euro und passte die Empfehlung von „Halten“ auf „Kaufen“ an. Und immerhin avisiert der Duft- und Geschmacksstoffe-Hersteller Wachstum, das auf eine Bewertung der Aktie trifft, die im Vergleich zu früheren Jahren, als man Symrise schlicht als überbewertet ansehen musste, mit einem KGV von 24 für die derzeitige 2026er-Konsens-Gewinnerwartung relativ akzeptabel ist.
Trotzdem zog die Aktie nicht einfach an dem am Tag der Halbjahreszahlen erzielten bisherigen Jahreshoch vorbei. Und denen, die genau darauf hoffen, sollte bewusst sein, dass diejenigen, die am gestrigen Dienstag in die Kursgewinne hinein Gewinne mitnahmen, nicht ohne Argumente dastehen.
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Symrise Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Davon abgesehen, dass dieses neue Kursziel von Jefferies das höchste aller aktuellen Kursziele ist und rein vom prozentualen Potenzial her nicht gerade nach den Sternen greift, sind die Analysten hier keineswegs einhellig optimistisch. Nur 10 der 17 Experten geben momentan eine „Kaufen“-Empfehlung ab, der Rest wertet nur mit „Halten“. Entsprechend mager kommt das durchschnittliche Kursziel daher: Das liegt bei 96,70 Euro und damit nur leicht über dem bisherigen Jahreshoch.
Diese Zurückhaltung dürfte dabei vor allem darauf basieren, dass Symrise nur langsam wächst. Das gilt für Umsatz und Margen gleichermaßen. Daher ist die aktuelle Bewertung mit einem KGV von 24 zwar deutlich niedriger als in früheren Jahren, aber immer noch keineswegs so „billig“, dass man einen fairen Kurs der Aktie in weit höhere Sphären verorten könnte.
Daher sollte das bullische Lager die Chance, jetzt einen Ausbruch nach oben mit dem Potenzial für Anschlusskäufe zu generieren und dadurch die Skepsis am Markt erst einmal in den Hintergrund zu drängen, besser nutzen. Zwar ist das Chartbild auf mittelfristiger Ebene bullisch. Und es war ein starkes Signal, dass es gelang, die Aktie bereits zweimal an der oberen Begrenzung des im Juni nach oben verlassenen Aufwärtstrendkanals nach oben zu drehen.

Aber diese für die bullische Seite grundsätzlich günstige Ausgangslage sollte jetzt idealerweise zügig mit einem neuen Hoch „gekrönt“ werden. Ansonsten müsste man einkalkulieren, dass der Kurs erneut auf die derzeit bei 86,50 Euro verlaufende obere Trendkanal-Linie zurücksetzt, eventuell sogar die Supportzone 82,10 zu 84,32 Euro testet. Und käme es dazu, würde sich der Weg nach oben deutlich schwieriger gestalten, als würde man zeitnah für vollendete, bullische Tatsachen sorgen.
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 01.09.2026 um 22:29 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Sie möchten ein Depot für Ihre GmbH, AG oder UG eröffnen und Betriebsvermögen in Wertpapieren anlegen? Informieren Sie sich jetzt über unser Wertpapierdepot für Geschäftskunden: Mehr zum Firmendepot über LYNX




