Skip to main content
DAX
SX5E
SPX
NDX
EUR.USD
MDAX
TDX
INDU
Bitte wählen Sie:

Symrise Aktie Prognose Rekordergebnisse: Hat Goldman Symrise wachgeküsst?

News: Aktuelle Analyse der Symrise Aktie

von

10.02.2026 | 16:13 Uhr
In diesem Artikel
Symrise
ISIN: DE000SYM9999
|
Ticker: SY1 --- %

--- EUR
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Symrise Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Rekordergebnisse, starke Kundenbasis, weltweite Marktposition – und dennoch steht die Aktie unter Druck. Bringt Goldman jetzt die Wende?

Im letzten Artikel bin ich ausführlich auf das Thema Börsenpsychologie eingegangen und darauf, wie wenig die kurzfristige Kursentwicklung mit der Realität auf Unternehmensebene zu tun hat (Was macht erfolgreiche Investoren wirklich aus?).

Symrise ist ebenfalls ein Paradebeispiel dafür. Die Aktie ist in Ungnade gefallen und hat zeitweise etwa die Hälfte an Wert verloren. Das drängt die Vermutung auf, dass das mit dem Geschäft den Bach heruntergeht – doch das ist nicht der Fall.

Symrise hat 2024 einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet und ein Rekordergebnis eingefahren. Nach allem, was wir bisher wissen, wurde 2025 ein weiterer Rekord erzielt und 2026 könnte bereits der nächste folgen.
Mit diesem Wissen im Hinterkopf schauen Sie sich jetzt die Kursentwicklung an:

Symrise Aktie: Chart vom 10.02.2026, Kurs: 75,00 EUR - Kürzel: SY1 | Online Broker LYNX
Symrise Aktie: Chart vom 10.02.2026, Kurs: 75,00 EUR – Kürzel: SY1 | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein nachhaltiger Anstieg über 75 Euro, würde das eine Erholung in Richtung 80 oder 84 Euro ermöglichen. Darüber wäre der Weg bis 88 – 90 Euro frei.

Fällt die Aktie jedoch unter 72,75 Euro zurück, müssen erneute Kursverluste bis 70 oder 65 Euro eingeplant werden.

30.000 Produkte und ein klarer Fokus

Symrise gehört zur ersten Liga der globalen Duft- und Geschmacksstoffindustrie. Das Unternehmen aus Holzminden entwickelt und produziert Aromen, Duftstoffe und kosmetische Inhaltsstoffe für nahezu alle Bereiche des täglichen Konsums. Wer trinkt, isst, sich wäscht oder Parfum trägt, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Symrise in Berührung, ohne es zu wissen.

Die Produktpalette ist beeindruckend breit. Mehr als 30.000 Produkte entstehen überwiegend auf Basis natürlicher Rohstoffe wie Vanille, Zitrusfrüchten, Blüten und pflanzlichen Extrakten. Diese Vielfalt ist kein Selbstzweck, sondern die Grundlage eines Geschäftsmodells, das stark auf langfristige Kundenbeziehungen und maßgeschneiderte Lösungen setzt.

Symrise beliefert Parfüm- und Kosmetikkonzerne ebenso wie Hersteller von Getränken, Nahrungsmitteln und Tierfutter. Auch die pharmazeutische Industrie, Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln sowie Anbieter von Baby- und Spezialnahrung zählen zum Kundenkreis.

Auf der Abnehmerseite finden sich nahezu alle großen Namen der Konsumgüterindustrie wie Henkel, Beiersdorf, Procter & Gamble, Unilever, Nestlé, Coca-Cola oder PepsiCo.

Vier Konzerne, 65 % Marktanteil

Der weltweite Markt für Duft- und Geschmacksstoffe wird im Wesentlichen von vier Konzernen kontrolliert: Givaudan, International Flavors & Fragrances, DSM-Firmenich und Symrise. Zusammen vereinen sie rund 65 Prozent Marktanteil. Symrise ist in den meisten Teilmärkten die Nummer drei und kommt insgesamt auf etwa 11 Prozent.
Der Markt ist demnach größtenteils durch ein Oligopol geprägt, was eine gewisse Preissetzungsmacht und hohe Eintrittsbarrieren mit sich bringt.

Die Fusion von DSM und Firmenich sowie die Übernahmen von International Flavors & Fragrances zeigen, dass in der Branche auch milliardenschwere Transaktionen keine Seltenheit sind.

Vor diesem Hintergrund stellt sich zwangsläufig die Frage, ob Symrise selbst ein Übernahmekandidat sein könnte. Theoretisch ja. Der naheliegendste Käufer wäre der Marktführer Givaudan, auch wenn es derzeit keinerlei konkrete Hinweise oder Gerüchte gibt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 10 Milliarden Euro wäre Symrise zudem groß genug für strategische Käufer, aber auch klein genug, um für Private-Equity-Investoren interessant zu sein.

Wahrscheinlicher erscheint allerdings ein anderer Weg. Symrise könnte sich zukünftig stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren und Geschäftsbereiche veräußern.

Upgrade, Ausblick und Bewertung

Im Januar wurde bekannt, dass Symrise einen Verkauf des Terpen-Geschäfts beschlossen hat und sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit potenziellen Käufern befindet.
Da der Verkaufspreis unter dem bilanzierten Wert liegen dürfte, wurden jedoch Abschreibungen notwendig.

Dadurch hat Symrise zuletzt die Erwartungen verfehlt. Mit dem operativen Geschäft haben die Abschreibungen jedoch wenig zu tun, dabei handelt es sich um einen rein buchhalterischen Akt.

Der Verkaufserlös dürfte vor allem für Aktienrückkäufe genutzt werden. Symrise hat kürzlich Buybacks mit einem Volumen von 400 Mio. Euro beschlossen.

Den Konsensschätzungen zufolge dürfte Symrise 2025 dennoch ein Rekordergebnis von 3,62 Euro je Aktie erzielen, nach 3,42 Euro je Aktie im Vorjahr.
Symrise kommt demnach auf ein KGVe (2025) von 20,8.

Wird das Ergebnis im Geschäftsjahr 2026 wie erwartet auf 3,85 Euro je Aktie steigen, würde das KGV dadurch auf 19,5 sinken.
Im langfristigen Durchschnitt lag das KGV von Symrise bei 29,4.

Doch das ist nicht der Grund für den heutigen Kursanstieg, denn der dürfte von Goldman Sachs ausgelöst worden sein. Das Geldhaus sieht eine mögliche Trendwende im europäischen Chemiesektor und hat mehrere Titel neu bewertet.
Im Zuge dessen wurde Symrise von neutral auf buy gestuft und das Kursziel von 70 auf 83 Euro erhöht.

Der Konzern gilt als defensiver Qualitätswert, könnte aber zusätzlich von einer zyklischen Belebung der Nachfrage profitieren. Auffällig ist die klare Differenzierung innerhalb des Sektors. Während Symrise aufgewertet wird, erhält der Marktführer Givaudan eine Verkaufsempfehlung.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.02.2026 um 15:56 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Nachricht schicken an Tobias Krieg
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Mehr als 13.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Ausgezeichnete Preise. Ausgezeichneter Service. Mein Broker ist LYNX.

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Wie hilfreich fanden Sie den Artikel?(erforderlich)
Wenig hilfreichSehr hilfreich
Ab jetzt täglich die neuesten Börsenblick-Analysen per E-Mail erhalten
Loading ...

Vorherige Analysen der Symrise Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 31.12.2025 um 20:05 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Mit einem Minus von 32,9 Prozent wurde die Symrise-Aktie im Jahr 2025 die schwächste Aktie im DAX. Und wer sich das genauer ansieht, kommt um die Frage nicht herum: warum? Mit Blick auf 2026 könnte das eine interessante Aktie werden.

Richtig ist zwar, dass der Geschmacks- und Aromastoffe-Hersteller ursprünglich höhere Umsatz- und Margenziele hatte als das, womit die Experten jetzt für das Gesamtjahr 2025 rechnen. Aber wo gab es das nicht? Trotzdem finden sich im DAX Aktien, die zwar ihre Prognosen senken mussten, letztlich aber weitaus besser abschnitten als Symrise.

Richtig ist auch, dass Symrise zu der Gruppe der notorisch zu teuer bewerteten DAX-Aktien gehörte. Aber da muss man die Vergangenheitsform unterstreichen, denn für die durchschnittliche 2025er-Gewinnschätzung der Analysten steht jetzt noch ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 19 zu Buche, während es in den Vorjahren zwischen 30 und 40 pendelte.

Was nicht nur daran liegt, dass die Aktie im Jahresverlauf deutlich unter die Räder kam, sondern auch an dem Umstand, dass man trotz niedrigerer Prognosen mit einem knapp gehaltenen Umsatz und einem marginal höheren Gewinn pro Aktie gegenüber dem Vorjahr rechnet.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.10.2025 um 22:03 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Duftstoff- und Aromen-Hersteller Symrise senkte am Dienstag im Rahmen der Vorlage der Umsatzzahlen des dritten Quartals seine Prognose für das Umsatzwachstum. Als Folge gab die Aktie um 4,53 Prozent nach. Was indes, genau betrachtet, ein wenig überzogen wirkt.

Natürlich ist es nicht gut, wenn Symrise den Ausblick für das Umsatzwachstum im laufenden Jahr von zuvor 3,0 bis 5,0 auf 2,3 bis 3,3 Prozent zurücknimmt. Vor allem, weil das bereits die zweite Senkung des Umsatzziels ist. Aber auch, wenn Symrise nur nach Ende von Halbjahren konkrete Angaben zu Margen und Gewinnen macht:

Man bestätigte die Prognose für die operative Gewinnmarge, die sieht man dort weiterhin bei rund 21,5 Prozent, 2024 hatte die bei 20,7 Prozent gelegen. Sprich: Symrise wächst, nur eben langsamer als gedacht. Und da stellt sich dann durchaus die Frage: War dieses Minus des Dienstags als Reaktion auf diese Zahlen gerechtfertigt oder womöglich überzogen?

Expertenmeinung: Dazu muss man zunächst festhalten: Es wäre etwas anderes gewesen, wenn das Unternehmen nicht die Umsatzprognose, sondern die Margenprognose gesenkt hätte. Denn die Marge ist der „Hebel“, der zwischen Umsatz und Gewinn wirkt. So würde beispielsweise eine Senkung des Margenziels von zehn auf acht Prozent zur Folge haben, dass von einem Euro Umsatz nicht mehr zehn, sondern nur noch acht Cent hängenbleiben, man also mit 20 Prozent weniger Gewinn rechnen muss. Aber die Margenprognose blieb hier ja unangetastet, nur der Umsatzanstieg fällt jetzt etwas geringer aus. Das beeinflusst also den zu erwartenden Gewinn nur mäßig.

Symrise Aktie: Chart vom 29.10.2025, Kurs 76,68 Euro, Kürzel: SY1 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Symrise Aktie: Chart vom 29.10.2025, Kurs 76,68 Euro, Kürzel: SY1 | Quelle: TWS

Hinzu kommt, dass der Rückgang der Umsatzwachstumsdynamik zwar recht deutlich ausfällt, immerhin hatte Symrise 2024 noch 5,7 Prozent beim Umsatz zugelegt. Aber auf die Verringerung des Wachstumstempos hatte die Aktie ja auch reagiert. Und zwar deutlich. Der im Chart eingezeichnete, im Oktober 2024 begonnene Abwärtstrend startete damals bei 125 Euro, derzeit notiert die Aktie fast 40 Prozent niedriger. Und das bei der Aussicht einer zwar nur kleinen Wachstumsrate beim Umsatz und einer nur etwas höheren operativen Marge. Aber dennoch heißt das ja, dass man Stand jetzt trotzdem noch von einem leicht über Vorjahr liegenden 2025er-Gewinn ausgehen könnte.

Das bedeutet: Die Bewertung ist jetzt deutlich günstiger als noch vor einem Jahr. In den vergangenen Jahren hatte Symrise Kurs-/Gewinn-Verhältnisse von 40 und zeitweise sogar 50 erreicht. Eine Bewertung, die ich an dieser Stelle des Öfteren als absurd hoch herausgestellt hatte. Jetzt jedoch reden wir auf Basis der durchschnittlichen 2025er-Gewinnschätzung der Analysten von einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von etwa 21. Und das ist, wenn nicht gerade billig, so doch wieder völlig angemessen. Was auch die Analysten so sehen: 13 von 18 Analysten stufen Symrise mit „Kaufen“ ein, das durchschnittliche Kursziel liegt um 103 Euro und damit meilenweit über dem jetzt erreichten Kurs. Also?

Also gehört diese Aktie auf die Watchlist. Den Rücksetzer unmittelbar auszunutzen ist indes ziemlich riskant, denn solange die offensichtliche Mehrheit derer, die hier aktuell mit der Aktie zugange sind, sie bärisch einordnet … immerhin haben wir hier einen intakten Abwärtstrend … helfen vorgenannte Argumente nicht, den Kurs zu drehen, sie werden ja auch bislang ignoriert. Aber sobald das Chartbild erste, bullische Signale abliefern sollte, wäre diese Aktie eine, die man sich genauer ansehen könnte.

Quellenangaben: Ergebnisse des 3. Quartals, 28.10.2025:
https://www.symrise.com/de/newsroom/artikel/symrise-berichtet-umsatz-fuer-das-dritte-quartal-2025

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass man besser nicht in ein fallendes Messer greifen sollte, hat sich bei der Symrise-Aktie gerade mal wieder bestätigt: Ein Erholungsversuch scheiterte, jetzt steuert die Aktie auf das Corona-Crash-Tief von 2020 zu. Aber das wird nicht ewig so weitergehen.

Dass die Börse eine höchst subjektive Angelegenheit ist, weiß man ja. Aber manchmal staunt man eben trotzdem. Während nicht gerade wenige Aktien von einem Rekord zum nächsten haussieren und dabei aberwitzig teure Bewertungen erreichen, wird eine andere Aktie, einst jahrelang viel zu teuer bewertet, langsam richtig günstig und fällt trotzdem weiter. Zumindest noch.

Es ist zwar richtig, dass es ernüchternd war, dass der Hersteller von Duft- und Aromastoffen Symrise Ende Juli seine Gesamtjahresprognose nach unten anpasste. Aber diese Anpassung war alles, nur nicht dramatisch. Das Umsatzwachstum wird nur leicht unter dem liegen, was das Unternehmen vorher avisiert hatte, dafür sieht man die operative Marge etwas höher. Unter dem Strich erwarten die Analysten netto trotzdem für 2025 einen Gewinn pro Aktie, der leicht über dem des Vorjahres liegt.

Und käme es so, läge das Kurs-/Gewinn-Verhältnis bei 21. Wenn die Experten richtig liegen und der Gewinn pro Aktie 2026 und 2027 jeweils um etwa zehn Prozent zulegen kann, wäre das eine tadellose Bewertung. Nicht gerade spottbillig, aber doch so, dass man dabei sein könnte. Zumal diese Aktie über Jahre hinweg viel zu teuer war, Kurs-/Gewinn-Verhältnisse von 30 bis zeitweise sogar über 50 auswies.

Aber jetzt, wo sie günstig ist, will sie scheinbar niemand haben. Und das, obwohl Symrise in einem Bereich agiert, der relativ robust gegenüber konjunkturellen Schwankungen ist und gerade solche eher soliden Aktien in diesem sukzessiv wackliger werdenden, gesamtwirtschaftlichen Umfeld interessant werden. Was geht da vor?

Expertenmeinung: Hier wird, zumindest momentan, einfach nur dem Trend gefolgt. Der weist, der Chart auf Wochenbasis zeigt es klar, abwärts. Nachdem die Gegenbewegung auf den Abverkauf von Ende Juli versandete, kamen die Verkäufer zurück, mit ihnen natürlich die Leerverkäufer, die Bären. Und für die dürfte mit dem in der vergangenen Woche gelungenen Bruch des bisherigen Jahrestiefs die Kasse geklingelt haben, denn am Freitag fand die Abrechnung der Optionen an der Terminbörse statt. Wer hier bei Optionen Long Put war oder Aktien leer verkauft hatte, konnte sich freuen.

Symrise Aktie: Chart vom 19.09.2025, Kurs 75,72 Euro, Kürzel: SY1 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Symrise Aktie: Chart vom 19.09.2025, Kurs 75,72 Euro, Kürzel: SY1 | Quelle: TWS

Aber jetzt ist dieser Termin um … könnte das nicht dazu führen, dass diese Leerverkäufer ihre Positionen schließen, um den Gewinn zu kassieren? Käme es so, könnte die Symrise-Aktie wieder Fahrt aufnehmen, denn um Leerverkäufe zu neutralisieren, muss man die Aktie ja kaufen. Und ja, denkbar wäre es, weil nicht nur die Bewertung jetzt günstig ist, sondern auch das untere Ende des Abwärtstrendkanals erreicht wurde – und das bei sogar auf Wochenbasis überverkaufter Markttechnik. Und ja, es wäre auch deswegen denkbar, weil vielen Bären wohl ein Test des Corona-Crash-Tiefs (bei 71,20 Euro) absurd vorkommen könnte, immerhin dachte man da, dass „die Welt schließt“. Heute ist nur das Wachstum flau, aber der Gewinn pro Aktie deutlich höher als noch 2019 … und als 2020 sowieso. Und dann wäre da ja noch das durchschnittliche Kursziel der Analysten, das derzeit bei 107 Euro liegt. Aber!

Mit diesem erneuten Tief steht Symrise im Rahmen der DAX-Aktien auf Platz 2 der Performance-Liste … von unten. Nur Beiersdorf ist seit Ende 2024 stärker gefallen. Und nach der Terminmarkt-Abrechnung kommt der Quartalsultimo: Morgen in einer Woche endet das dritte Quartal. Und da die großen, institutionellen Investoren ihre Performance zu solchen Stichtagen gerne „optimieren“ (Window Dressing genannt), werden Verlierer wie Symrise da dann gerne so weit wie möglich reduziert. Es ist daher zwar möglich, dass die Aktie vorher dreht, aber es ist nicht besonders wahrscheinlich. Doch sobald das vierte Quartal beginnt, könnte es hier heißen: Neues Quartal, neues Glück.

Behalten Sie diese Aktie im Auge … aber greifen Sie trotzdem nicht ins fallende Messer, bevor die Charttechnik nichts Positives vermeldet, sollte man hier noch zuschauen!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Umsatz steigt, der Gewinn legt zu und die Aktie bricht ein. So gesehen am Mittwoch bei Symrise. Das passiert bisweilen bei massiv überbewerteten Aktien, bei denen zu viel erwartet wurde. Aber hier sieht es mittlerweile anders aus. Wer gestern zugriff, sah das auch so.

Der Duft- und Aromen-Hersteller Symrise meldete für das erste Halbjahr 2025 einen organischen (d.h. nicht um Wechselkurseffekte und Unternehmenszukäufe und -verkäufe bereinigten) Umsatzanstieg von 3,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 4,5 Prozent und damit leicht überproportional, geschuldet einer von 20,7 auf 21,7 Prozent gestiegenen EBITDA-Gewinnmarge. All das lag in etwa im Rahmen der Erwartungen der Analysten, aber:

Was angesichts des daraufhin folgenden Abverkaufs der Aktie sauer aufstieß, war, dass Symrise den Gesamtjahresausblick für das Umsatzwachstum von bislang 5–7 auf 3–5 Prozent senkte. Dafür wurde zwar die Prognose für die EBITDA-Marge von 21,0 auf 21,5 Prozent angehoben, aber das war für einige offenbar kein Ausgleich für das jetzt niedriger erwartete Umsatzwachstum. Trotzdem konnte man sich über das herbe Minus von 9,1 Prozent, mit dem diese Korrektur des Ausblicks am Mittwoch „bestraft“ wurde, nur wundern, denn:

Expertenmeinung: Die Aktie war ja im Vorfeld nicht von überzogenen Hoffnungen durch die Decke getrieben worden. Der Kurs bewegt sich seit Herbst letzten Jahres im Abwärtstrend. Eine Gegenbewegung endete im Juni, seither wurde ein neues Jahrestief erreicht. Und in diese Ausgangslage hinein kamen Ergebnisse, die alles, nur nicht dramatisch waren, und eine nur mäßig gesenkte Prognose in einem Umfeld, in dem andere Unternehmen ihre Ausblicke weit deutlicher senken.

Symrise Aktie: Tages-Chart vom 31.07.2025, Kurs 79,50 Euro, Kürzel: SY1 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Symrise Aktie: Tages-Chart vom 31.07.2025, Kurs 79,50 Euro, Kürzel: SY1 | Quelle: TWS

Hinzu kommt, dass die Analysten diese Zahlen zwar auch nicht grandios fanden und mehrere Experten ihre Kursziele herunternahmen. Aber die gesenkten Kursziele, die als Reaktion auf diese Daten ausgerufen wurden, lagen bei 110 bis 120 Euro und der Einstufung „Kaufen“. Nur ein einziger Analyst von Jefferies ging auf 90 Euro herunter und ordnete das mit „Verkaufen” ein … wobei die Aktie das ja gleich im Zuge der Reaktion auf die Halbjahresbilanz „erledigte“ und weit unter diese 90 Euro fiel.

Und damit auch noch nahe an das Corona-Crash-Tief vom März 2020. Das lag bei 71,20 Euro, das bisherige Wochen-Verlaufstief gestern bei 77,46 Euro. Nur dachte man damals, die Welt käme komplett zum Stillstand. Heute nicht, heute wächst Symrise. Damals, 2020, verdiente das Unternehmen 2,27 Euro pro Aktie im gesamten Jahr, jetzt wurden bereits in den ersten sechs Monaten 1,92 Euro pro Aktie erreicht. Was auch erklärt, warum die Analysten so relativ optimistisch sind und das durchschnittliche Kursziel mit derzeit 111 Euro derart weit über dem aktuellen Kurs liegt:

Symrise Aktie: Wochen-Chart vom 31.07.2025, Kurs 79,50 Euro, Kürzel: SY1 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Symrise Aktie: Wochen-Chart vom 31.07.2025, Kurs 79,50 Euro, Kürzel: SY1 | Quelle: TWS

Die Symrise-Aktie war viele Jahre lang außerordentlich teuer bewertet, das Kurs-/Gewinn-Verhältnis bewegte sich in einer für das Wachstum zu hohen Spanne zwischen 30 und knapp 50. Jetzt hingegen läge dieses KGV auf Basis der derzeitigen, durchschnittlichen 2025er-Gewinschätzung der Analysten nur noch bei 22 – die Überbewertung ist also tadellos abgebaut. Fazit:

Wer in die stark gefallenen Kurse gestern hinein einstieg, wusste also, warum. Das heißt aber nicht, dass die Aktie umgehend auf dem Absatz kehrtmachen muss. Hochspekulativ waren die gestrigen Käufe trotzdem. Immerhin dauert es bisweilen lange, bis die Anleger ihre Meinung ändern und kaufen, was sie zuvor nicht einmal schräg von der Seite her anschauen mochten.

Symrise müsste die 20-Tage-Linie, die momentan den Leitstrahl der Abwärtsbewegung stellt und die knapp darüber liegenden Tiefs der Monate März und April bei 88,56/89,10 Euro überbieten und damit zugleich das Abwärts-Gap vom Mittwoch schließen, um wieder Potenzial zu haben. Und auch das wäre dann vorerst nur kurzfristiger Natur, denn für eine mittelfristige Wende müsste die im letzten Herbst etablierte Abwärtstrendlinie sowie die davor wartende 200-Tage-Linie bezwungen sein. Und dafür bräuchte es Schlusskurse über 103 Euro. Aber die Chance dafür, die besteht durchaus. Daher: Symrise wäre ein guter Kandidat für die Watchlist!

Quellenangaben: Ergebnis 1. Halbjahr, 30.07.2025: https://www.symrise.com/de/newsroom/artikel/symrise-veroeffentlicht-ergebnisse-fuer-das-erste-halbjahr-2025/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Nach einem Rekordgewinn in 2024 wird auch in diesem Jahr ein Gewinnsprung erwartet. Der Kurs ist trotzdem massiv eingebrochen.

Oligopol – ein guter Anfang

Symrise ist einer der weltweit führenden Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen sowie kosmetischen Inhaltsstoffen.

Insgesamt umfasst die Produktpalette über 30.000 Produkte, die zum Großteil auf Basis natürlicher Rohstoffe wie Vanille, Zitrusfrüchten, Blüten- und Pflanzenmaterialien hergestellt werden.

Beliefert werden Parfüm-, Kosmetik-, Getränke- und Nahrungsmittelhersteller, die pharmazeutische Industrie sowie Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln, Heimtierfutter und Babynahrung.

Zum Kundenkreis gehören beispielsweise Unternehmen wie Henkel/Schwarzkopf, Coca-Cola, Beiersdorf, Colgate, Danone, Diageo, Dior, Kraft, Nestlé, PepsiCo, Procter & Gamble und Unilever.

Dabei handelt es sich um ein krisensicheres Geschäft, welches auf einer äußerst breiten Basis steht.

Darüber hinaus wird der Markt für Duft- und Geschmacksstoffe von einer Handvoll Unternehmen beherrscht.
Die vier größten Akteure (International Flavors & Fragrances, Givaudan, Symrise und DSM-Firmenich) haben gemeinsam einen Marktanteil von etwa 65 %, Symrise ist in den meisten Bereichen die Nummer drei und kommt auf 10-12 %.

Ist Symrise ein Übernahmekandidat?

Das bedeutet, dass die Branche bereits stark konsolidiert ist, es aber weiterhin die Möglichkeit gibt, nicht nur organisch, sondern auch durch Übernahmen zu wachsen.

Symrise könnte sogar selbst ein Übernahmekandidat sein. Dass man in der Branche nicht vor größeren M&A-Transaktionen zurückschreckt, zeigen die Übernahmen von International Flavors & Fragrances sowie die Fusion von Firmenich und DSM.

International Flavors & Fragrances (IFF) zeigt jedoch auch, welche Gefahren schlecht durchgeführte Übernahmen bergen. Die US-Amerikaner haben sich 2021 das Geschmacksstoffe-Geschäft von DuPont einverleibt.
Seitdem läuft es bei IFF mehr als dürftig. Man hat Schulden gemacht, vermutlich zu viel bezahlt und das kurz bevor die Rohstoffpreise und Finanzierungskosten gestiegen sind.

Der naheliegendste Käufer für Symrise wäre der Marktführer Givaudan. Es gibt derzeit jedoch keinerlei Gerüchte, die in diese Richtung gehen.

Sollte sich der Kursverfall bei Symrise trotz der soliden Geschäftszahlen fortsetzen, wird das aber früher oder später Interessenten auf den Plan rufen. Symrise kommt derzeit auf einen Börsenwert von 12,8 Mrd. Euro, damit kommen auch Private-Equity-Investoren als mögliche Käufer infrage.

Noch wahrscheinlicher ist, dass Symrise einen Geschäftsbereich verkaufen könnte, da man bereits eine „strategische Bewertung der chemischen Produktion durchgeführt“ hat.

Völlig losgelöst …

Die Kursentwicklung von Symrise hat sich zuletzt vollkommen von den Fundamentaldaten entkoppelt – wie immer in solchen Fällen lässt sich das erklären und – wie immer – wird das nicht ewig der Fall sein.

Symrise war vor der Durststrecke schlichtweg irrational hoch bewertet, 2021 lag das KGV zeitweise bei über 50.
Hinzu kommt, dass der Gewinn 2022 gesunken ist. Die Aktie rutschte in das charttechnische Niemandsland und dementsprechend ist das Anlegerinteresse massiv gesunken.

Im vergangenen Jahr schien es so, als würde die Aktie endlich wieder zum Leben erwachen, was in Anbetracht eines Gewinnsprungs von 40 % logisch war. Schlussendlich scheiterte die Aktie jedoch an den alten Höchstständen und steht seitdem unter Druck.

Wenn man eine Begründung dafür sucht, wird man sie sicherlich finden, beispielsweise das schwache organische Wachstum im Schlussquartal 2024 oder eine laufende Klage in den USA wegen möglicher Preisabsprachen.

Ausblick und Bewertung

Dass der Gewinn 2024 jedoch um 40 % gestiegen ist, ist Fakt. Ebenso der Umstand, dass die Aktie heute wieder auf demselben Niveau wie 2020 notiert, obwohl der Gewinn heute mehr als anderthalbmal so hoch ist.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ist der Umsatz organisch um 4 % gestiegen und die Prognose wurde bestätigt.

Für 2025 stellt Symrise weiterhin ein organisches Wachstum von 5 – 7 %, eine EBITDA-Marge von 21 % und einen freien Cashflow von 14 % in Aussicht.
Symrise erwartet demnach ein solides Wachstum und eine leichte Zunahme der Profitabilität.

Dazu passen die Konsensschätzungen, die für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinnsprung um 11 % auf 3,82 Euro je Aktie vorhersehen.
Symrise kommt demnach auf ein KGVe von 23,7. Das ist in Anbetracht von zweistelligen Wachstumsraten vertretbar. Im langjährigen Durchschnitt liegt das KGV bei 30.

Symrise Aktie: Chart vom 04.07.2025, Kurs: 90,78 EUR - Kürzel: SY1 | Online Broker LYNX
Symrise Aktie: Chart vom 04.07.2025, Kurs: 90,78 EUR – Kürzel: SY1 | Quelle: TWS

Aktuell notiert Symrise wieder am unteren Ende der mehrjährigen Handelsspanne. Es wäre möglich, dass es ausgehend von dieser Basis wieder zu einer Rallye kommt. Gelingt ein Anstieg über 95 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit Kurszielen bei 100 und 105 Euro.

Sollte die Aktie jedoch unter 88 Euro fallen, würde sich das Chartbild weiter eintrüben und es dürfte eine große Zahl an Stopps ausgelöst werden.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.