NASDAQ 100 Prognose Nasdaq 100: 250 Punkte bis zur Linie, auf die es wirklich ankommt!

News: Aktuelle Analyse des NASDAQ 100 Index

von |
In diesem Artikel

NASDAQ 100
ISIN: US6311011026
|
Ticker: NDX --- %

---
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Zum NASDAQ 100
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Der Dow Jones hat sein vorheriges Jahrestief bereits klar unterboten. Der S&P 500 schloss zwar zehn Punkte über dem Juni-Tief, lag aber intraday gestern schon darunter. Nur der Nasdaq 100 hat sein Jahrestief noch nicht touchiert. Aber er steht nur noch minimal darüber.

11.037,21 Punkte, das ist das bisherige Jahres-Verlaufstief vom 16. Juni. Am Dienstag kam der Nasdaq 100 diesem Support bereits bis auf knapp 140 Punkte nahe. Und wer weiß, wie immens volatil dieser technologielastige Index ist, weiß auch: 140 Punkte kann der binnen Minuten zurücklegen. Und allzu viel höher ging er gestern nicht aus dem Handel, es gelang dem bullischen Lager also nicht, so etwas wie ein taugliches Sicherheitspolster zu erschaffen.

Man könnte zwar behaupten, dass der Nasdaq 100 immerhin am Dienstag im Plus geschlossen hat. Aber das ist nicht positiv, wenn man genauer hinsieht. Am Montag hatte der Index einen Erholungsversuch gestartet, der wurde komplett abverkauft. Am Dienstag probierten es die Bullen anders. Nicht aus dem Handel heraus, sondern mit einem „Gap Up“ zum Handelsstart. Aber die rote Kerze des gestrigen Handelstages im Tageschart zeigt, dass auch das abverkauft wurde. Das da am Ende 0,16 Prozent Plus übrig blieben, mindert diese erneute Pleite in ihrer Bedeutung nicht. Was für den Moment festzuhalten ist, ist nur für die Short-Seller erfreulich:

Den aktuellen Kurs und Chart des NASDAQ 100 sowie Kursinformationen und alle Aktien des Index finden Sie hier.

Expertenmeinung: Obwohl die untere Begrenzung eines kurzfristigen Abwärtstrendkanals erreicht wurde und zugleich das bisherige Jahrestief nahe ist, kommen die Käufer nicht aus der Deckung. Das allein ist beim Nasdaq 100, dessen Schwergewichte wie, unter anderen, Apple, Amazon, Alphabet, Tesla oder Nvidia ja normalerweise von spekulativen Tradern in jede Korrektur hinein umgehend massiv eingesammelt werden, ungewöhnlich. Aber wenn man sich dann einmal das ganz langfristige Chartbild in der dafür sinnvollen, logarithmischen Skalierung ansieht, stellt man fest:

Nasdaq 100: Monats-Chart vom 27.09.2022, Kurs 11.271,75 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX

Genau jetzt geht es nicht allein um dieses Jahrestief. Es geht um die übergeordnete, nach der Subprime-Baisse etablierte Aufwärtstrendlinie und mit ihr auch noch um die aktuell bei 11.022 Punkten verlaufende 1.000-Tage-Linie. Um die Linie also, die das letzte Mal auf Schlusskursbasis am 4. November 2009 (!) unterboten war. 250 Punkte bis zu dieser Linie, die, sollte sie fallen, wohl eine massive Zunahme des Abgabedrucks auslösen würde.

Noch ist sie nicht erreicht. Aber diese extreme Nähe des Jahres-Verlaufstiefs bei 11.037 Punkten zu eben dieser 1.000-Tage-Linie bei 11.022 Zählern, das ist Dynamit. Die Käufer könnten, sollte die Verteidigung dieser Zone gelingen, alle auf einmal auf den Zug aufspringen und den Index auch in einem insgesamt bärischen Umfeld kurzzeitig in eine Kursrakete verwandeln. Aber kommen sie nicht oder scheitern die Versuche, den Nasdaq 100 dort zu drehen, wird es ungemütlich. Und diese Entscheidung kann ab jetzt jederzeit fallen!

Nasdaq 100: Tages-Chart vom 27.09.2022, Kurs 11.271,75 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX
Top Flop Aktien – Übersicht der Gewinner und Verlierer

Welche Aktien in den wichtigen Indizes sind in letzter Zeit am meisten gestiegen oder gefallen? Was sind die Top-Aktien 2022? Welche Aktien haben die beste Performance über die letzten 5 Jahre und welche Aktien sind stark gefallen? Hier finden Sie es heraus: DAX Top FlopMDAX Top FlopEuro Stoxx Top FlopDow Jones Top FlopNasdaq 100 Top Flop

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
T-Hoch
T-Tief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen

Alle Börsenblick-Artikel

Nachricht schicken an Ronald Gehrt
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Vorherige Analysen des NASDAQ 100 Index

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Rede des US-Notenbankchefs Jerome Powell zum Ende der vorigen Woche könnte eine entscheidende Wende an der Wall Street eingeleitet haben. Der Markt hatte eigentlich damit gerechnet, dass ab Frühjahr / Sommer 2023 die Zinsen in den USA wieder gesenkt werden könnten, doch die Ansage der FED war klar. Man wir alles daransetzen, die nach wie vor hohe Inflation zu bekämpfen, auch wenn dies der Wirtschaft kurzfristig Schaden zufügen könnte.

Der Markt reagierte mit massiven Abverkäufen und der positive Tenor der letzten Wochen ist somit vorerst einmal dahin. Die bullische Trendphase ist vorbei und sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq 100 gehen wieder in eine neutrale Verkaufsphase über.

Expertenmeinung: Die Tatsache, dass der Aufwärtstrend durch ein tieferes Tief gebrochen wurde und ein Schlusskurs am Tagestief, lässt vermuten, dass dies erst der Anfang einer weiteren Verkaufs-Welle sein dürfte. Wohin der Gesamtmarkt nun fallen wird, bleibt abzuwarten, aber eines ist klar. Die Bullen haben vorerst das Ruder wieder an die Bären abgegeben und der Markt könnte in den kommenden Tagen überaus gefährlich werden.

In dieser Phase sollten sich Anleger mit Investitionen auf der Long-Seite eher zurückhalten und versuchen, ihre Positionen so eng wie möglich abzusichern. Selbst einen Test der Tiefs von Juni dieses Jahres scheint nun in den Karten zu stecken.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 26.08.2022 Kurs: 12.605,17 Kürzel: NDX | Online Broker LYNX
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In diesem Jahr ist der technologielaste Nasdaq 100 bereits um über 30% gefallen und langsam ist unter den Anlegern etwas Panik zu spüren. Nach der Notenbanksitzung war die Hoffnung groß, dass mit dem jüngsten Zinsschritt die Zinssorgen ein wenig in den Hintergrund rücken würden. Kurzfristig war das nach der FED-Sitzung von Mittwoch zwar der Fall, doch die Ernüchterung folgte im gestrigen Handel.

Die US-Indizes verloren teils massiv an Wert und so setzt sich die Folge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs vorerst fort. Die Lage bleibt weiterhin prekär und ein Ende der Talfahrt ist zumindest aus momentaner Sicht noch nicht zu erkennen.

Expertenmeinung: Wo sind nun mögliche Umkehrpunkte und wie weit könnte der Index noch fallen? Zum einen hätten wir hier eine nicht uninteressante Unterstützungslinie vor uns, welche bereits drei Mal in Folge als Support innerhalb der aktiven Abwärtsbewegung gehalten hat. Diese könnte rund um die Marke von 11.000 Punkte einige Bullen hinter dem Kamin hervorlocken.

Im Wochenchart wäre das nächste Zielniveau bei rund 10.800 Punkten zu finden. Hier befindet sich zum einen der 200-Wochen-Durchschnitt und zum anderen die 61.8% Fibonacci-Marke, gemessen vom Tief des Corona-Crashs aus dem Jahr 2020. Dies ist eine bedeutende Ebene und könnte im Laufe der kommenden Woche vielleicht wieder für etwas Rückenwind sorgen.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 16.06.2022 Kurs: 11.127,57 Kürzel: Nasdaq | Online Broker LYNX
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Die letzten Wochen waren ein echtes Lehrstück. Ein Paradebeispiel dafür, wie Bärenmärkte verlaufen und wie abrupt das Sentiment drehen kann.

Panik / Kaufpanik

Von Ende März bis Mitte Mai ging es massiv abwärts, am Ende herrschte regelrechte Panik.
Alle Angst-Indikatoren erreichten Mitte Mai ein Maximum und Anleger waren außerordentlich bärisch positioniert.

Es folgte, was unweigerlich passieren muss. Binnen kürzester Zeit legten die großen Indizes wie der S&P500 um rund 10% zu.
Unter Anlegern brach regelrechte Kaufpanik aus, schließlich will keiner die nächste Rallye verpassen.

Das ist keine Interpretation meinerseits, sondern Fakt. Man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, dass derartig stark steigende Kurse durch ein Überhang an Nachfrage nach Aktien zustande kommt und durch nichts Anderes.

Am Donnerstag war die Party allerdings plötzlich zu Ende. An nur einem Tag verloren S&P500 sowie Nasdaq 100 rund zweieinhalb Prozent.
Plötzlich herrscht wieder Panik.

Schlauberger gibt es genug…

Gründe dafür findet man im Nachhinein immer. Mal ist es eine Erleichterung beim Thema X, dann zunehmende Sorgen beim Thema Y.

In der Realität wären Anleger gut beraten, diesen tagesaktuellen Themen und den Überschriften in den Medien möglichst wenig Beachtung zu schenken.
Denn egal um welches Thema es sich auch handelt, man muss eine Sache verstehen:

Börsenkurse sind nicht linear mit diesen Themen verknüpft. Dass bedeutet, dass sich weder gute noch schlechte politische oder wirtschaftliche Nachrichten unmittelbar auf Kurse auswirken müssen, vor allem nicht unmittelbar.
Teilweise reagiert die Börse überhaupt nicht oder mit Verzögerung. Bei anderen Themen kommt es zu Überreaktionen.  

Wer auf der Basis dieser Themen Anlageentscheidungen trifft, fährt damit selten gut. Es fühlt sich richtig und intuitiv an das zu tun und es hört sich auch immer besonders klug an, wenn Journalisten darüber schreiben.
Wenn all das so zielführend ist, warum sind all jene, die so handeln dann keine Börsenmillionäre?

… Könner hingegen wenig

Und warum verhalten sich die wenigen Investoren, die den Markt nachweislich über Jahrzehnte hinweg geschlagen haben, nicht so?

Am Ende müssen uns diese Fragen und ihre ernüchternden Antworten zu dem Schluss bringen, dass man den Markt eben nicht timen kann.
Und wer dem jeweils vorherrschenden Marktrend hinterherrennt, wird ständig auf dem falschen Fuß erwischt.

Wenn man erfolgreich langfristig investieren möchte, bleibt einem also nichts anderes übrig als antizyklisch zu handeln.

Wie gesagt, es ist kein Zufall, dass all die Investoren, die den Markt nachweislich über Jahrzehnte hinweg geschlagen haben, kein Market Timing betreiben.
Der eigentliche Schlüssel zum Börsenerfolg ist es, herausragende Unternehmen zu identifizieren, investiert zu bleiben, Crashs als Gelegenheit wahrzunehmen und für sich zu nutzen.

Lassen Sie sich nicht von der allgemeinen Stimmung anstecken.

Wo könnte es derzeit Schnäppchen geben?

Das gilt sowohl für den Markt als Ganzes, aber auch für Sektoren und Branchen.

Genau die Sektoren und Branchen, die die Mehrheit gerade nicht haben möchte, ist langfristig am interessantesten, dort findet man die Schnäppchen.

Denn die Sektoren, die gerade in Mode und beliebt sind, ändern sich ständig. Jeder Sektor steht mal an der Spitze und ist dann wieder Schlusslicht.

Auf Sicht von einem Jahr stehen Rohstoff- und Energiewerte sowie Versorger ganz oben. Diese Sektoren wurden also gekauft und Anleger haben sich hier positioniert.
Am stärksten gefallen sind zyklische Konsumgüter, Kommunikation, Immobilien sowie Technologiewerte.

Chart vom 10.06.2022 - Kurs: 12.269 Kürzel: NDX - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 10.06.2022 – Kurs: 12.269 Kürzel: NDX – Wochenkerzen
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Im Hightech-Bereich agierende Bullen dürften aufgeatmet haben: Der Nasdaq 100 hat am unteren Ende seines Abwärtstrendkanals ein Doppeltief ausgebildet und nach oben gedreht. Die Frage ist, wie weit der Aufwärtsimpuls kommt. Aktuell steht es Spitz auf Knopf, denn …

… nachdem das kleine Zwischenhoch des „hängenden“ (das rechte Tief liegt etwas niedriger) Doppeltiefs bei 12.573 Punkten überboten wurde, tat sich der technologielastige Index schon gleich an der nächsten Charthürde schwer. Das Tief vom Mai 2021 bei 12.967 Zählern erwies sich als knifflig. Zwar sah es am Donnerstag so aus, als würde man seine Kräfte bündeln, um diese Hürde nach ein paar Tagen Getändel unterhalb der Linie mit Schwung bezwingen wollen. Aber am Freitag ging alles, was am Donnerstag gewonnen wurde, punktgenau wieder verloren.

Und damit nicht genug, sitzt der Index dadurch auf dieser Nackenlinie des Doppeltiefs auf und die zuvor überverkaufte Situation bei den schneller reagierenden markttechnischen Indikatoren (hier im Chart der Stochastik-Oszillator) ist längst abgebaut, so dass die Short-Seller, würden sie jetzt erneut attackieren, wieder Spielraum nach unten hätten.

Das theoretische Potenzial nach oben wäre zwar verlockend, immerhin verläuft die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals momentan bei 14.200 Punkten und damit gut 13 Prozent über dem Schlusskurs des Freitags. Aber eine Aufwärtsbewegung in einem übergeordneten Abwärtstrend braucht vor allem eines:

Expertenmeinung: Erfolge. Und das regelmäßig. Nur so kann es gelingen, die Short-Seller, sprich die Bären, auf Distanz zu halten und die Käufer immer wieder neu zu motivieren, eine Charthürde nach der anderen anzugehen, obwohl der Trend gegen sie läuft. Und da geht es nach diesem präzisen Abverkauf der Vortagesgewinne am Freitag schon um die Wurst.

Chart vom 03.06.2022, Kurs 12.548,03 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX

Wenn diese Erholungsbewegung weitergehen soll, muss der Nasdaq 100 in den kommenden Tagen überzeugend über dieses Mai 2021-Tief bei 12.967 Punkten hinaus. Gelingt das, wäre aus rein charttechnischer Sicht erst einmal Luft bis 13.725 Zähler, wo mit dem Januar-Tief die letzte nennenswerte Charthürde vor der oberen Begrenzung des Abwärtstrendkanals wartet.

Möglich wäre es, sich durch diese bislang nicht genommene Hürde hindurch zu beißen. Aber das muss, mit Blick darauf, dass der Index jetzt wieder auf die Nackenlinie des Doppeltiefs zurückgeworfen wurde, schnell gehen. Ansonsten wäre ein erneuter Test der unteren Begrenzung des Kanals, derzeit auf gleicher Höhe mit dem bisherigen Jahres-Verlaufstief bei knapp 11.500 Punkten, die deutlich wahrscheinlichere Szenario-Variante der kommenden Wochen.

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Die Mehrheit der Anleger hat aufgegeben und das ist nur verständlich. Wenn man die ganzen Hiobsbotschaften liest, warum sollte man da Aktien halten?

Der Krieg in der Ukraine hat einen Ölpreisschock ausgelöst, die Inflation weiter befeuert und dementsprechend steuern wir auf eine Rezession zu.

Also raus aus Aktien, die Kurse werden noch viel tiefer fallen.

So einfach ist es leider nicht

Dass die meisten Anleger so reagieren, kann man nachvollziehen. Das ist intuitiv und es löst eine regelrechte Erleichterung aus, wenn man nicht mehr investiert ist.

Man atmet auf, endlich ist die Sache durchgestanden. Es ist zwar auch nicht gerade optimal, bei einer Inflation von gefühlten 10% in Cash umzuschichten, aber im Gegensatz zu der Inflation sieht man die Verluste nicht wirklich.
Die Zahl auf dem Konto verändert sich schließlich nicht.

Leider ist die Börse aber nicht intuitiv und bestraft emotionales Verhalten. Wenn Börse so einfach wäre, würde sie die Mehrheit reich machen. In Wirklichkeit verdient aber eine kleine Minderheit das große Geld.

Das Problem ist, dass 95% aller Anleger, die sich so verhalten, am Ende den Einstieg verpassen werden.
Jeder denkt, dass ihm das nicht passieren wird, wird es aber.

Alle Statistiken und einfache mathematische Überlegungen beweisen es.

Wir alle wissen, dass die absolute Mehrheit (95%+) an der Börse schlechter abschneiden als der breite Markt, also der jeweilige Markt, auf dem sie sich bewegen.

Für die meisten von uns dürfte das der Dax oder der S&P500 sein.

Chuck Akre

Und dann gibt es diese Giganten wie Chuck Akre, einen der erfolgreichsten Investoren unserer Zeit und der letzten Jahrzehnte.

Akre Management wurde 1989 gegründet und hat den Markt seitdem um Längen geschlagen, das gilt für den gesamten Zeitraum ebenso wie auch für die letzten fünf oder zehn Jahre.
Das Erstaunlichste daran ist, dass ihm das ohne „Big Tech“ gelungen ist.

Man fragt sich unweigerlich, wie das möglich ist. Diese Frage hat Akre selbst in einer Vielzahl von Interviews und Artikeln beantwortet:
Compounding.

Hinter diesem Begriff versteckt sich der Zinseszins und die Idee, absolute Top-Unternehmen zu kaufen und das Geld dann für sich arbeiten zu lassen. Buy & Hold.

Nichtstun

Derzeit ist beispielsweise Mastercard die größte Position im Fonds. In das Portfolio aufgenommen wurde die Position 2010.
Seitdem wurden keine nennenswerten Anpassungen vorgenommen.

So ähnlich sieht es bei den anderen Investments auch aus. Kaufen, liegen lassen. Im Endeffekt befinden sich heute mehrheitlich dieselben Aktien im Portfolio wie vor zehn Jahren.

Das wichtigste ist aber, dass keinerlei Market Timing betrieben wird. Chuck Akre hat seine Positionen weder 2008 noch 2020 oder 2022 ausgedünnt.

Market Timing

Auf der Webseite von Akre Capital findet man viele interessante Artikel (Link). Hier ein Auszug aus dem letzten Artikel „Why Compounding is so Difficult“.

How many billionaires are there in the United States? There is no definitive count. Most estimates put the number well below 1,000–with 927 being by far the highest estimate we have seen. Whatever the precise number, given the power of compounding, there should be many times the number of billionaires in this country than there are today. Assuming a 10% annualized rate of return in the stock market over the last 100 years, a family needed to invest $72,000 in 1922 and then simply leave it alone to have around $1 billion in 2022. We have no idea how many families had that kind of money to invest in the stock market back in 1922, but whatever the number, we believe it was much larger than the number of present-day billionaires.

What happened to all those could-have-been billionaires? Why do more investors not reap the benefits of compounding? We believe the reason has surprisingly little to do with recessions, depressions, wars, financial crises, political crises, rising interest rates, inflation, stagflation, a global pandemic, or most adverse macroeconomic events. The stock market’s return over the past 100 years includes all of these terrible things. Yet, the stock market still compounded wealth to the point where every $1 invested in the S&P in 1922 and left untouched would have become nearly $13,800 in 2022! Our conclusion: it is not adverse macro events that derail compounding; it is investors’ reactions to them. In short, investor behavior derails compounding.

Examples of such counterproductive behavior are well known to all of us: trying to sell before the next recession, trying to buy just before the next bull market, “repositioning” portfolios based on what is supposed to do better in the new paradigm, dumping stocks during a downturn, which deprives oneself of the means to eventually recover. People do these things because they are intuitive, because these actions appear rational in the face of heightened concern and uncertainty. This is precisely why compounding over the long term is so challenging and rare: it demands counter-intuitive and seemingly irrational behavior.

Warum sollte es einfach sein?

Sie müssen sich entscheiden, ob Sie sich wie die Mehrheit verhalten möchten oder nicht.
Ich habe mich vor Jahren dagegen entschieden.

Entweder zieht man eine Sache konsequent durch und wird dafür belohnt oder eben nicht.

Um mit den Worten von Charlie Munger zu schließen:
„Why should it be easy to do something that, if done well, will make your family rich for life?“.

Er weiß wovon er spricht. Berkshire wäre nur das nächste Beispiel in einer ganzen Reihe von Investoren, die den Markt um Längen geschlagen haben.
Der Witz daran ist, dass sie im Kern alle dieselbe Strategie verfolgen: Value-Investing mit einem Anlagehorizont von vielen Jahren oder gar Jahrzehnten.

Man muss das Rad nicht neu erfinden.

Chart vom 25.05.2022 - Kurs: 11.769 Kürzel: NDX - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 25.05.2022 – Kurs: 11.769 Kürzel: NDX – Wochenkerzen