Amazon Aktie Prognose Amazon: Aktuelle Lage und Aussichten für 2023

News: Aktuelle Analyse der Amazon Aktie

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Amazon
ISIN: US0231351067
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Amazon Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In den letzten Wochen stand der US-Onlineversandhändler verstärkt in den Schlagzeilen, denn Tausende Arbeitsplätze werden gestrichen und weitere Einsparungen sind wohl unausweichlich. Gestern wurde zudem bekannt, dass der Konzern auch in Großbritannien drei Warenhäuser schließen und auch hier weitere 1.200 Jobs abbauen wird.

Die Amazon-Aktie befindet sich seit Anfang 2022 mächtig unter Beschuss. Lediglich im Zeitraum Juli und August gab es ein zwischenzeitliches Aufatmen. Die Stärke wurde aber kurzerhand an der fallenden 200 Tage-Linie vernichtet und seither haben erneut die Bären das Zepter übernommen. Seit dem Allzeithoch im Jahr 2021 sind die Kurse bereits um über 50% gefallen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Amazon Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Solange es hier nicht zu einer klaren Trendwende bei den Fundamentaldaten kommt, sehe ich vorerst kein Licht am Ende des Tunnels. Zwischenzeitlich kann vielleicht ein stärkerer Bounce in Richtung der Marke von 100 USD in den Karten stecken, aber viel mehr traue ich der Aktie vorerst nicht zu.

Die Aussichten für 2023 sind, was die Wachstumsraten angeht, eher bescheiden. Vielleicht werden die Zahlen am 02. Februar für eine positive Überraschung sorgen. Vorerst bleibt der Titel auf einer bärischen Gesamteinstufung. Die technische Gesamtlage sieht alles andere als rosig aus.  

Aussicht: BÄRISCH

Amazon Aktie Chart vom 10.01.2023 Kurs: 89.87 Kürzel: AMZN | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Amazon Aktie

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Gegenüber Ende März hat sich der Kurs der Amazon-Aktie glattweg halbiert. Müsste da nicht langsam der Boden erreicht sein? Zwar wird das Jahr 2022 seitens des Gewinns pro Aktie eine unerwartete Nullnummer. Aber das wird ja 2023 anders … oder?

Jahrelang stieg der Gewinn pro Aktie beim Online-Giganten amazon.com spektakulär immer weiter. Nichts schien den Profit-Anstieg aufhalten zu können, 2020 und 2021 hatte die Corona-Krise diesen sogar befeuert, statt ihn auszubremsen. Aber 2022 lief es, wider Erwarten der Analysten, plötzlich anders. Und auch, wenn die Analysten derzeit durchschnittlich erwarten, dass das Unternehmen 2023 zumindest wieder etwas mehr als die Hälfte des 2021 erreichten Rekordgewinns erreichen wird: Darauf verlassen sollte man sich besser nicht, immerhin hatten die Experten auch nicht vorhergesehen, dass 2022 einiges schieflaufen würde. Aber was?

Das ist eine gute Frage, die Antwort aber knifflig. Es fällt auf, dass der Umsatz stieg, aber der Gewinn massiv unter Druck kam. Die Margen stehen also unter erheblichen Druck. Aber was genau schiefläuft, scheint man auch beim Unternehmen selbst nicht klar bestimmen zu können. Da ist von Einstellungsstopps und Sparmaßnahmen die Rede, davon, unprofitable Bereiche loszuwerden, zuletzt erfolgten sogar in einigen Segmenten Entlassungen.

Expertenmeinung: Es wirkt, als wäre amazon.com nicht auf das veränderte Verbraucherverhalten und den Kostendruck gefasst gewesen und könne damit nicht richtig umgehen. Ob man das in den Griff bekommt und wie schnell, wird sich erst zeigen müssen. Aber für den Moment sind die Trader äußerst skeptisch, zumal Amazon ausgerechnet für dieses laufende, entscheidende Weihnachtsquartal eine Umsatzprognose auswies, die klar unter den Erwartungen der Analysten lag.

Es stimmt zwar, dass Amazon günstig bewertet wäre, wenn die Experten Recht behalten und 2023 wieder solide Gewinne erzielt werden. Träfe die Prognose eines Gewinns von 1,84 US-Dollar pro Aktie ein, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) auf dem derzeitigen Kursniveau bei 47. Da man in den Jahren zuvor immer ein KGV um die 80 gesehen hatte, wäre für den Aktienkurs also ordentlich Luft nach oben, die Aktie damit jetzt tatsächlich „billig“. Aber das setzt mehrere Dinge voraus:

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Erstens müsste die Gewinnprognose auch eintreffen. Das ist aber höchst unsicher. Zweitens müsste man unterstellen können, dass das Gewinnwachstum ab 2023 dann konstant erhalten bleibt, und zwar so, dass man mindestens 30 bis 40 Prozent Gewinnanstieg pro Jahr erreicht, denn nur dann wäre ein KGV um die 80 auch zu rechtfertigen. Das ist ebenso höchst unsicher.

Und das sehen die Trader eben auch so. Daher wäre es verwegen, sich gegen den weiterhin abwärts weisenden, übergeordneten Trend zu stellen, nur, weil die Aktie, wenn alles optimal läuft, billig sein könnte. Wir sehen im Chart, dass Amazon gerade nach sukzessiv tieferen Zwischenhochs nahe an das bisherige Jahrestief (85,87 US-Dollar) gerutscht ist. Dass dieser Support bricht, ist momentan wahrscheinlicher, als dass sich Amazon mit einem Ausbruch über die Widerstandszone 101,26/105,34 US-Dollar wieder Luft verschaffen würde, daher: Ausgerechnet jetzt wäre es ein ziemlich gewagter Gedanke, daraufzusetzen, dass Amazon vielleicht, unter idealen Bedingungen, günstig bewertet sein könnte.

Amazon-Aktie: Chart vom 16.12.2022, Kurs 87,86 US-Dollar, Kürzel AMZN | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt hatte ich die Aktie des multinationalen Technologieunternehmens Ende November abgestuft. Grund hierfür war der nach wie vor ersichtliche Abwärtstrend, welcher im Chart klar zu erkennen ist.

Wir sehen hier eine eindrucksvolle Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs, welche seit Monaten anhält. Auch der letzte Rallye-Versuch der Amazon-Aktie endete mit einer weiteren Schlappe für die Bullen. Hierbei wurde das letzte Zwischentief bei rund 105 USD, welches im Oktober nach unten gebrochen wurde, erneut getestet. Zahlreiche Anleger nutzten ihre Chance, um bei leicht höheren Kursen das Papier aus dem Portfolio zu werfen. Von relativer Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt ist hier absolut nichts zu sehen und so haben die Bären aktuell weiterhin leichtes Spiel.

Expertenmeinung: Während der S&P 500 und der Nasdaq 100 mittlerweile ihren Abwärtstrend beendet haben, schafft es Amazon nicht einmal ein neues Zwischenhoch zu bilden, um den stetigen Abwärtsdruck zumindest vorübergehend in den Griff zu bekommen.

Nachdem sich die Kurse gerade in Windeseile dem November-Tief nähern, ist anzunehmen, dass auch diese Marke über kurz oder lang fallen dürfte. Danach wären sogar noch tiefere Notierungen möglich. Ab wann würden die Bullen wieder aktiv werden? Nun, hierzu müssten die Kurse deutlich über das Niveau von 105 USD hinausschießen. Dies ist zwar möglich, aber ich gebe diesem Szenario im Dezember eher geringe Chancen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 09.12.2022 Kurs: 89.09 Kürzel: AMZN | Online Broker LYNX

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt hatte ich der Aktie des Online-Riesen im Juli dieses Jahres positive Aussichten mit auf den Weg gegeben. Wenig später bewegten sich die Kurse auch nach oben. Die bärische Gesamtlage an den Börsen hat die Amazon-Aktie jedoch wenig später wieder deutlich belastet und das Füllen der Kurslücke war das erste klare Schwächesignal.

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Zwar konnten sich die Kurse auf diesem Niveau wieder etwas erholen, doch der Bruch der 50-Tage-Linie leitete in Folge eine regelrechte Verkaufswelle ein. Seither haben hier die Bären das Sagen. Die letzten Quartalsergebnisse, welche Ende Oktober veröffentlich wurden, waren nicht zufriedenstellend und führten wiederum zu einem Gap nach unten. Diese Lücke konnte bislang nicht geschlossen werden und bildet bei rund 105 USD einen hartnäckigen Widerstand. Der Trend befindet sich aktuell in einer bärischen Gesamtlage.

Expertenmeinung: Derzeit ist Amazon auf dem Abstellgleis geparkt und auch wenn es hier Mitte November eine nette Rallye gab, ist diese im Gesamtbild eher wenig beeindruckend. Anleger fragen sich daher, ab wann die Aktie wieder interessant wird. Die Antwort hierauf ist denkbar einfach.

Erst wenn die 50-Tage-Linie und der Widerstand bei 105 USD nachhaltig gebrochen werden können, ist mit einem deutlichen Trendwechsel zu rechnen. Alles unter diesen Niveaus bliebt aktuell das Spielfeld der Bären. Weitere Abschläge in Richtung Süden sind auch nicht auszuschließen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 29.11.2022 Kurs: 92.42 Kürzel: AMZN | Online Broker LYNX

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Es ist nicht lange her, da feierten Anleger die größte Börsenparty aller Zeiten. Inzwischen herrscht Katerstimmung und niemand bleibt verschont. Auch Amazon nicht.

Die Probleme fangen erst an

Wir schrieben die Jahre 2020 und 2021 und die Welt schien in Ordnung, zumindest aus kurstechnischer Sicht.

Dass das alles ein Trugbild war, erleben wir heute. Je härter gefeiert wird, desto schmerzhafter der Kater.
Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 wurde der Markt zunehmend fragiler und am Ende wurde die Rallye nur noch von wenigen hochkapitalisierten Unternehmen getragen.

Als erstes kollabierten die Kurse der Krisengewinner und Wachstumsaktien, dann gewann der Abverkauf immer mehr an Breite.
Schlussendlich bröckelnden auch bei Big Tech die Kurse, seit einigen Tagen geht es auch hier crashartig abwärts.

Microsoft verlor über Nacht mehr als 6% an Wert, Google ist von 105 auf 93 eingebrochen, Amazon hat nach den Quartalszahlen über 13% verloren und Meta ist als Reaktion auf die Quartalszahlen kurzerhand um 24% abgestürzt.

Die Notenbanken scheinen ihr Ziel zu erreichen. Die Stimmung in den Führungsetagen der meisten Unternehmen ist miserabel, Investitionen und Marketing-Budgets werden zurückgehalten und es werden weniger neue Stellen geschaffen.

Die Verbraucherstimmung ist am Boden und viele überlegen es sich derzeit wohl zweimal, ob sie sich etwas anschaffen oder das Geld nicht besser auf die Seite legen.

Ist die Inflation damit besiegt?

Die Notenbanken scheinen ihr Ziel in Rekordtempo zu erreichen: Die Wirtschaft kühlt sich ab und die wirtschaftliche Gesamtnachfrage lässt nach.
Das ist schmerzhaft, aber die Notenbanken ziehen es einer anhaltenden oder komplett ausufernder Inflation vor.

Der Rohöl Preis der Sorte Brent ist heute knapp unter dem Niveau vom Februar, Gas ist sogar günstiger als vor dem Krieg.
Der Preis für Industriemetalle ist auf Jahressicht um 5,1% gesunken, der für seltene Erden um 9,1%.

Im Endeffekt geht es mit allen Preisen abwärts, Eisen, Stahl, Weizen, Palmöl, Halbleiter, Holz und so weiter.

Mit Kupfer, welches als guter Indikator für den Zustand der Wirtschaft gilt, ging es um satte 7,5% abwärts.
Und all das, obwohl gleichzeitig der Euro extrem abgewertet hat. Die Weltmarktpreise in USD sind noch viel stärker gefallen. Kupfer hat in USD beispielsweise 21% verloren.

Vorerst dürfte der Inflationsdruck also spürbar nachlassen. Ob man Teuerung damit endgültig in den Griff bekommen wird, ist aber fraglich.
In vergangenen Inflationsperioden kam es nach einer ersten Abkühlung zu weiteren Inflationsschüben.

Amazon Quartalszahlen

Diese Krise ist also vermutlich längst noch nicht vorbei. Wir werden in den kommenden Monaten zwar die Inflation halbwegs in den Griff, dafür aber immer mehr wirtschaftliche Probleme bekommen.
Die Gesellschaft zahlt in ihrem Kampf gegen die Inflation einen hohen Preis. In Summe werden wir am Ende dieser Phase ärmer sein. Das ist leider die Realität.

Und da jeder einzelne in seinem Portemonnaie ganz genau spürt, was wirklich vor sich geht, drückt das selbstverständlich auf die Konsumlaune.
Mit vollen Händen scheinen derzeit nur noch die US-Amerikaner ihr Geld auszugeben.

Das spürt man natürlich auch bei Amazon. Der Umsatz konnte zwar um 15% auf 127,1 Mrd. USD gesteigert werden, das operative Ergebnis brach jedoch von 4,9 auf 2,5 Mrd. USD ein.

Das hätte aber sicherlich nicht ausgereicht, um einen Kurssturz von 13% auszulösen. Dafür dürfte vielmehr der schwache Ausblick verantwortlich sein.

Denn Amazon stellt für das Schlussquartal eine regelrechte Katastrophe in Aussicht.
Demnach soll der Umsatz lediglich bei 140 – 148 Mrd. USD liegen und die bisherigen Konsensschätzungen von 155 Mrd. USD deutlich verfehlen.
Auf Jahressicht entspräche das nur noch einem Wachstum von 2-8%.

Gleichzeitig drücken die steigenden Kosten auf die Profitabilität, daher erwartet man in Q4 nur noch ein operatives Ergebnis von 0 bis 4 Mrd. USD, nach 3,5 Mrd. USD im Vorjahr.

Ausblick und Bewertung

Amazon existiert eben nicht in einer Blase, abgeschnitten von der Realität und allen anderen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen.

Die Rahmenbedingungen sind eben schwierig. Am Ende kommt es darauf an, wo Amazon in einigen Jahren steht und ob die Kursverluste verhältnismäßig sind.
Was die Zukunft des Online-Riesen angeht, mache ich mir wenig Sorgen.

Kommen wir zur Frage der Verhältnismäßigkeit. Man kann lange darüber diskutieren, ob es überhaupt sinnvoll ist, dass Aktien in dem Maße nachgeben, wie es den aktuellen Quartalszahlen entspricht. Denn natürlich hängt der Wert eines Unternehmens nicht von den aktuellen Zahlen ab, sondern von dem, was in all den kommenden Jahren noch verdient wird.

Aber sei’s drum. Selbst wenn man sich nur auf die kurzfristige Entwicklung konzentriert und die Zukunft ausblendet, ist Amazon vergleichsweise niedrig bewertet.

Die Aktie pendelt seit mehr als einem Jahrzehnt um einen P/OCF von 25-26 und keine andere Kennzahl hat so eine große Korrelation zur Kursentwicklung.
In den letzten zwölf Monaten lag der operative Cashflow bei 39,7 Mrd. USD und dementsprechend wäre Amazon ziemlich genau 10% unterbewertet.

Die realistische Renditeerwartung in den kommenden Jahren liegt also mindestens auf dem Niveau, in dem Steigerungen des operativen Cashflows erzielt werden.
Wir werden sehen, in welchem Umfang das möglich sein wird, aber in der Vergangenheit lagen die Wachstumsraten bei über 20% per annum und dasselbe wird auch für 2023 und 2024 erwartet.

Man könnte auch eine andere Sichtweise wählen:
Heute bekommt man Amazon für den Preis von 2018, obwohl sich der operative Cashflow in dieser Zeit nahezu verdoppelt hat.
Entweder lag die Börse bei der Bewertung von Amazon in all den Jahren falsch, oder aktuell.

Chart vom 28.10.2022 – Kurs: 95,73 Kürzel: AMZN - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 28.10.2022 – Kurs: 95,73 Kürzel: AMZN – Wochenkerzen

Amazon notiert vorbörslich 13,73% im Minus bei 95,73 USD. Wird dieser Kurs im regulären Handel bestätigt, wird ein neues Jahrestief erreicht, was zahlreiche Stopps auslösen dürfte.
Ein mögliches Kursziel auf der Unterseite liegt bei 86 USD.

Gelingt hingegen eine Rückkehr über 100 USD, würde sich die Lage vorerst entspannen.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Amazon ist nicht nur der führende E-Commerce-Händler, sondern auch die Nummer Eins, wenn es um den Cloud-Bereich geht. Im April geriet die Amazon-Aktie massiv unter Druck, nachdem die Bullen versucht hatten, die 200-Tagelinie zu überwinden.

Als die Kurse unter den EMA-50 fielen, gab es nach einem erfolglosen Rückeroberungsversuch dieses gleitenden Durchschnittes kein Halten mehr. Die Kurse rauschten bis fast an die 100 USD-Marke nach Süden. Danach fand die Aktie allmählich ihren Boden.

Der Widerstand bei rund 125 USD konnte aber einige Zeit nicht überwunden werden. Erst Ende Juli sorgten die Quartalszahlen für einen Freudensprung und ließen die Kurse abermals bis an die 200-Tagelinie ansteigen.

Diese starke Bewegung wurde im August korrigiert und der Unterstützungsbereich bei rund 125 USD wurde nochmals getestet.

Expertenmeinung: Letzten Freitag sah es so aus, als könnte sich der Aktienmarkt nach dem Abverkauf wieder erholen. Dann kamen aber negative Nachrichten zur Gasversorgung aus Russland über den Ticker, welche den Anlegern die Stimmung vermieste.

Obwohl Amazon in einigen Megatrends bestens positioniert ist, konnte sich auch das Papier des E-Commerce-Händlers dem Abverkauf nicht entziehen. Wenn die Bullen nun wieder das Zepter übernehmen würden, wäre dies die Möglichkeit, den Rücksetzer für einen Bounce zu nutzen.

Sollten allerdings die Bären die Oberhand behalten, müssen wir mit deutlich tieferen Kursen rechnen. Es wäre dann gut möglich, dass die Marke bei rund 100 USD nochmals angelaufen werden könnte.

Amazon Aktie: Chart vom 02.09.2022 Kurs: 127.80 Kürzel: AMZN | Online Broker LYNX