Amazon Aktie Prognose Amazon: Heftige Rallye könnte in den kommenden Tagen einsetzen  

News: Aktuelle Analyse der Amazon Aktie

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Amazon
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Amazon Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Überverkauft und etwas zu stark gefallen. So könnte man kurz und knapp die Gesamtsituation beim Online-Versandhändler zusammenfassen. Allein seit Anfang April hat die Amazon Aktie 37% an Wert abgegeben und dies nahezu ohne Gegenwehr der Bullen. Zwar gab es rund um das Niveau von 2.700 USD eine kurze Gegenbewegung, doch diese wurde einen Tag später sofort wieder negiert.

Durch den Bruch der letzten Unterstützung ist die Aktie in den freien Fall übergegangen. Dieser endete im gestrigen Handel exakt an jenem Level, wo nach dem Corona Crash der Start einer unglaublichen Rallye gestartet wurde. Der Trend bleibt bis auf Weiteres auf der bärischen Seite.  

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Amazon Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die stark überverkaufte Lage lässt sich durch den hohen Abstand zur 50-Tage-Linie messen. Nicht einmal im März 2020 war der Abstand zu diesem Indikator so hoch wie jetzt. Dies lässt vermuten, dass es bald zu einer heftigen Gegenbewegung nach oben kommen dürfte.

Im gestrigen Handel zeigte sich die Amazon-Aktie über weite Strecken überaus stabil. Dies könnten erste Anzeichen dafür sein, dass hier allmählich die Käufer das Zepter übernehmen. Ein kurzfristig heftiger Anstieg bis hin zum zuletzt aufgerissenen Gap halte ich durchaus für möglich. Dies würde einem Kursniveau von 2.600 bis 2.800 USD entsprechen.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 12.05.2022 Kurs: 2.138,61 Kürzel: AMZN | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Amazon Aktie

Amazon hat Quartalszahlen vorgelegt und die Anleger geschockt. Milliardenverluste, Umsatz unter den Erwartungen. Wie sieht die Prognose jetzt aus?

Im Allgemeinen läuft die Berichtssaison recht erfreulich, vor allem die Schwergewichte konnten nach den Quartalszahlen überwiegend zulegen.

Das Kellerkind des Quartals scheint Amazon zu sein. Die Aktie rutsche nachbörslich ab und notiert derzeit bei 2.625 USD, 9,23% im Minus.
Zeitweise ging es sogar bis 2.530 USD abwärts.

Was ist passiert?

Misserfolge ist man als Amazon -Aktionär eigentlich nicht gewohnt, man sollte sich aber immer wieder vergegenwärtigen, dass schlechte Quartale vollkommen normal sind und langfristig ohnehin keine Rolle spielen.

Doch hört man die Schlagzeile, wird einem mulmig.

Das Ergebnis lag mit -7,56 je Aktie weit unter den Erwartungen von +8,50 USD. Der Umsatz lag mit 116,4 Mrd. die Analystenschätzungen von 117 Mrd. USD ebenfalls.

Darüber hinaus stellt Amazon für das zweite Quartal einen Umsatz von 116 – 121 Mrd. USD in Aussicht, bisher war man an der Börse von 125 Mrd. USD ausgegangen.

Dass es nach diesem Zahlenwerk mit dem Kurs nicht aufwärts geht, ist keine Überraschung.

Der Trend ist ungebrochen

Dazu beigetragen haben aber vor allem externe Faktoren. Die Kosten sind durch die Inflation um 2 Mrd. USD gestiegen.
Gleichzeitig hatte man aufgrund von Corona im ersten Quartal viele krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeiter. Wie Amazon mitteilte, litt dadurch die Produktivität.

Auf der anderen Seite zeigte sich der Vorstand erfreut darüber, wie viele Bestellungen den Kunden aufgeben.
Demzufolge hat die Inflation keine negativen Auswirkungen auf das Verhalten der Kunden.
Das ist erstaunlich, im positiven Sinn.

Und am Ende sollte man sich eine Sache bewusst machen: Die zugrundeliegenden Trends sind ungebrochen.

Der Konzernumsatz konnte auf Jahressicht von 108,5 auf 116,4 Mrd. USD gesteigert werden. Mit Blick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den enormen Umsatzsprung im Vorjahr ist das eine gute Leistung.

Amazon verdient nichts mehr

An der Wachstumsfront sieht es also gut aus. Den größten Schreck dürfte aber ohnehin der große Verlust von 3,8 Mrd. USD respektive -7,56 USD je Aktie gewesen sein.

Tatsächlich ist der aber auf eine Abschreibung von 7,6 Mrd. USD zurückzuführen, welche durch den gesunkenen Aktienkurs von Rivian zu erklären ist.

Ohne diesen Sondereffekt hätte Amazon einen Gewinn erzielt, operativ hat man 3,7 Mrd. USD verdient.

Dass die Beteiligung an Rivian an Wert verloren hat, ist natürlich nicht erfreulich, dass sich Amazon hier engagiert hat, ergibt aus strategischer Sicht aber Sinn.
Darüber hinaus hat die Beteiligung „nur“ 1,3 Mrd. USD gekostet und ist selbst jetzt noch 5,6 Mrd. USD Wert. Es gibt wahrlich Schlimmeres.

Denn Amazon selbst dürfte der mit Abstand größte Kunden von Rivian sein. Der Versandhändler hat vor einigen Monaten 100.000 Elektro-Transporter geordert. Die ersten sollen Ende 2022 geliefert werden.

All das ist übrigens Teil eines größeren Plans für Amazon. Bereits 2024 soll 80% des Energiebedarfs von Amazon aus regenerativen Quellen kommen, bis spätestens 2030 sollen es 100% werden.

Über die Partnerschaft zwischen Amazon und Rivian scheint man sich übrigens auch bei Tesla Sorgen zu machen. Tesla hatte Rivian zwischenzeitlich verklagt, weil man Mitarbeiter abwerbe und so proprietäres Firmenwissen „stehle“.

Um zu den Quartalszahlen von Amazon zurückzukehren und es mit einem Halbsatz abzuschließen: Alles halb so wild.

AWS

Der Konzern wächst, das gilt vor allem für das Cloudgeschäft AWS. In Anbetracht der inzwischen enormen Größe, ist das von großer Bedeutung.

Im gerade abgeschlossenen Quartal konnte der Umsatz um 36% auf 18,44 Mrd. USD gesteigert werden.
Operativ hat AWS einen Gewinn von 6,52 Mrd. USD erwirtschaftet, 56% mehr als im Vorjahr.

Nun darf und kann jeder die Rechnung aufmachen, was AWS eigenständig Wert wäre.

Hält das derzeitige Tempo an, könnte AWS im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 100 Mrd. und einen Gewinn von 29 Mrd. USD erzielen.

Das Wachstum ist enorm, die Profitabilität ist es ebenso. Welche Bewertung würde die Börse dem Marktführer im Cloud-Segment also zugestehen? Welchen Multiplikator?

Unterstellt man ein KUV von 15 und das fünfzigfache des operativen Gewinns, wäre AWS mehr Wert als derzeit der ganze Konzern.
Selbstverständlich ist das eine ambitionierte Bewertung, aber ist sie in Anbetracht von Gewinnsprüngen von mehr als 50% wirklich so unrealistisch?

Am Ende muss man AWS auch keine derartig hohe Bewertung zugestehen, denn Abseits von AWS hat Amazon ja auch noch ein Geschäft, welches immerhin einen Jahresumsatz von mehr als 400 Mrd. USD erzielt.

Chart vom 29.04.2022 Kurs: 2.612 Kürzel: AMZN - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 29.04.2022 Kurs: 2.612 Kürzel: AMZN – Wochenkerzen

Amazon notiert vorbörslich bei 2.625 USD und somit unter den relevanten Tiefs der letzten Monate nahe 2.750 USD.
Dadurch wurde ein Verkaufssignal ausgelöst.

Kommt es jetzt zu Anschlussverkäufen, könnte der Kurs in den kommenden Tagen oder Wochen in die Unterstützungszone zwischen 2.460 und 2.250 USD rutschen. Für antizyklische Investoren wäre das eine Gelegenheit.
Im Endeffekt überwiegen auf dem aktuellen Niveau langfristig schon jetzt die Chancen.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Es war der Fehlausbruch unter die Marke von 2.700 USD, welcher bei der Amazon-Aktie ein klares Kaufsignal auslöste. Das nächste bullische Signal kam dann mit dem Bruch der Widerstandslinie bei rund 3.000 USD. Dieses katapultierte den Online-Versandriesen eine Etage weiter nach oben. Zu diesem Zeitpunkt habe ich der Aktie wieder bullische Aussichten mit auf den Weg gegeben. Hierbei wurden auch erstmals wieder die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 durchbrochen. Das nächste Kursziel lag auf der Hand. Es war das Hoch von Februar, welches für die Vollendung des nun gebildeten Doppelbodens gebrochen werden musste. Im ersten Anlauf taten sich die Bullen noch schwer und vorige Woche korrigierten Technologiewerte durch die Bank. Mit dem gestrigen Handelstag dürfte diese nun vorüber sein und es liegt das nächste Kaufsignal auf dem Tisch.  

Expertenmeinung: Wohin könnte die Reise nun gehen? Wenn wir uns die Spanne des Doppeltiefs ansehen, so beträgt diese rund 600 USD. Nach oben hinzuaddiert ergäbe sich somit ein mögliches Kursziel im Bereich von 3.900 USD. Doch bis zu diesem Punkt liegt noch ein wichtiger Widerstand auf dem Weg. Es ist dies das Pivot-Hoch von November des vorigen Jahres. Daher setze ich das nächste Kursziel vorerst mit 3.760 USD fest. Nach unten hin ist lediglich darauf zu achten, dass die Aktie nicht mehr unter die Marke von 3.200 USD fällt. Dies wäre als klares Verkaufssignal zu werten. Die Einstufung bleibt vorerst auf der bullischen Ebene.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 04.04.2022 Kurs: 3.366,93 Kürzel: AMZN | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Korrekturen an der Börse enden oft damit, dass Führungsaktien bereits vor den Indizes beginnen, ihre Abwärtstrends zu beenden und erste Kaufsignale generieren. Zwar hat die Amazon-Aktie ihren Abwärtstrend noch nicht beendet, aber der Ausbruch aus der eingezeichneten Formation ist klar und deutlich erkennbar.

Im gestrigen Handel konnte die Aktie den Rückenwind der Nasdaq ausnutzen und eine hartnäckige Widerstandslinie nach oben durchbrechen. Das Handelsvolumen war überdurchschnittlich hoch und lässt vermuten, dass hier auch einige institutionelle Investoren mit an Bord sind. Ist das der mögliche Startschuss zur Trendwende?

Expertenmeinung: Der angekündigte 20:1 Split hauchte der Aktie im Laufe der vorigen Handelswoche neues Leben ein. Doch nicht nur diese Ankündigung beflügelte die Kurse. Es wird darüber gemunkelt, dass die Aktie bald in den Dow Jones aufgenommen werden könnte.

Zudem kündigte das Unternehmen kürzlich auch ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 10 Milliarden USD an. Alles in allem haben die Bären hier wohl schlechte Karten, sie scheinen sich immer mehr auf dem Rückzug zu befinden und den Bullen so langsam das Zepter zu übergeben. Mit dem Sprung über die Marke von 3.100 USD wäre das Ende der Korrektur technisch besiegelt. Aus meiner Sicht eine hohe Wahrscheinlichkeit auf eine baldige Trendwende nach oben.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 16.03.2022 Kurs: 3062.08 Kürzel: AMZN | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Gestern verkündete die amazon.com, Inc. einen 20:1 Aktiensplit. Somit wird der Kurs der Amazon-Aktie im Verhältnis 1:20 geteilt und Aktionäre erhalten dafür im gleichen Verhältnis mehr Aktien im Portfolio. Splitbereinigt würde sich der Kurs aktuell bei 139.28 USD einfinden. Doch was steckt dahinter?

Insider munkeln bereits, dass Amazon kurz davorsteht, in den Dow Jones aufgenommen zu werden, welcher ein preisgewichteter Index ist. Hier wäre die Aktie mit einem Kurs von 2.758,58 USD ein zu großes Schwergewicht und würde den Index zu sehr beeinflussen. Bei einem Verhältnis von 1:20 würde die Sache schon wieder ganz anders aussehen. Kann dieser Split der Aktie helfen? Nun das hat er schon, denn im nachbörslichen Handel zogen die Notierungen um +6.6% an.  

Expertenmeinung: Derzeit befindet sich die Amazon Aktie noch immer in einer bärischen Gesamtsituation. Im gestrigen Handel konnte der Titel gerade einmal +2% an Wert zulegen und zeigte somit gegenüber dem Gesamtmarkt eher „Relative Schwäche“.

In den letzten Wochen kam es immer wieder zu Rallyeversuchen, doch die 50-Tage-Linie war bislang einfach unüberwindbar. Dies scheint wohl der Bereich zu sein, welcher gebrochen werden muss, um eine nachhaltige Trendwende einzuleiten. Technisch könnte sich dies allemal ausgehen und eventuell sehen wir sogar ein nettes Doppeltief. Der Bereich bei 3.000 bis 3.100 USD wird jedoch dieser Tage schwer zu knacken sein. Vorerst bleib ich neutral auf die Aktie.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 09.03.2022 Kurs: 2.785,58 Kürzel: AMZN | Online Broker LYNX

Wenn man an der Börse außerordentliche Erfolge erzielen möchte, muss man dazu in der Lage sein, großartige Unternehmen zu identifizieren.
Das ist aber nur der erste Schritt, wenn man einen zu hohen Preis zahlt, schaut man am Ende trotzdem in die Röhre.

Man bezahlt mit Zeit

Mein Lieblingsbeispiel ist WalMart. Jeder konnte das große Potenzial und die Macht des Konzerns vor etwas mehr als 20 Jahren erkennen.
Am Ende pendelte die Aktie trotz enormen Wachstums ein Jahrzehnt seitwärts. So lange dauerte es, bis die P/E von 40 auf 10 gesunken war.

Wie wichtig der Preis ist, vergessen viele Anleger, vor allem in Phasen, wie wir sie in den letzten anderthalb Jahren erlebt haben. Man konnte faktisch kaufen, was man wollte und alles stieg.
Am meisten wurden die belohnt, die enorme Risiken eingegangen sind, gehebelt oder auf Pump gezockt und/oder die teuersten Wachstumsaktien gekauft haben.

Dass das Pendel aber nicht ewig in eine Richtung schwimmt, erleben wir derzeit. Unter der Oberfläche läuft die Korrektur bei vielen Aktien bereits seit Wochen.

Vor der Fragilität des Marktes hatte ich zuletzt immer wieder gewarnt, zuletzt hier:
Der Nasdaq hält die Welt zusammen, noch. Apple, Google, Microsoft

Das ist das Ende

Eine Handvoll Schwergewichte hatte den Markt über weite Strecken getragen. Jetzt taumeln sie alle. Teilweise ist der Druck sogar erheblich

Jetzt werden wir sehen, wie standfest der eine oder andere wirklich ist. Erfahrungsgemäß werden fast alle Anleger nervös, wenn die Kurse purzeln. Wenn man allerdings noch keine nennenswerte Korrektur erlebt hat, dürfte das nochmal eine andere Geschichte sein.
Umso mehr, wenn man gehebelt unterwegs ist.

Die erste Phase des Szenarios, welches im zuvor verlinkten Artikel beschrieben wurde, also einen schnellen Absacker um 8-10%, haben wir bereits hinter uns.

Wir werden sehen, was als nächstes kommt.
Nachdem ETFs seit dem Corona-Crash stetige und enorme Zuflüsse verzeichnet haben, bröckelt die Fassade seit einigen Tagen.

Erstmals kam es zu nennenswerten Verkäufen. Aus den beiden größten S&P500-ETFs wurden vergangene Woche 8,4 Mrd. USD abgezogen. Der größte Nasdaq-ETF verlor 1,89 Mrd. USD an Mitteln, der iShares iBoxx USD High Yield Corporate Bond ETF verlor 1,09 Mrd. USD und so weiter.

Selbst ETF-Anleger springen schon ab

Um das einzuordnen: In einer guten Woche verzeichnen alle in den USA gelisteten ETFs in Summe Mittelzuflüsse zwischen 10 und 20 Mrd. USD.

Bisher liegen die Daten nur bis zum Handelsschluss am Donnerstag vor. Ich bin gespannt, wie die Wochenbilanz ausfallen wird.
Es dürften aber sicherlich die größten Kapitalabflüsse seit Monaten gewesen sein.

Sollte sich das in einer ähnlichen Weise fortsetzen, ist eine größere Korrektur nicht mehr zu verhindern. Bisher haben wir nur ein laues Lüftchen gesehen.

Das Einzige, was mich derzeit positiv stimmt, ist der Umstand, dass sich sehr viele Anleger inzwischen Short positioniert haben.
Schaut man sich den US-Optionsmarkt an, ist das eindeutig zu erkennen. In der Regel deutet das auf ein Ende der Korrektur hin.

Es bleibt gewohnt spannend. Die Chancen sind aber recht groß, dass es jetzt und im Laufe des Jahres zu einer nachhaltigen Bereinigung des Marktes kommen wird.

Amazon: Schon in der Kaufzone?

So viel zur Einschätzung des Gesamtmarktes, machen wir es etwas konkreter. Eines der Schwergewichte, welches die Indizes an den Hochs gehalten hatte, war Amazon.

Inzwischen kommt es zu einem crashartigen Abverkauf. Im Endeffekt passiert das, was immer passiert.
Das Geschäft lief blendend, die Euphorie war groß und Krisengewinner wie Amazon gingen durch die Decke.

Anleger rechneten wohl damit, dass das Wachstum sich in ähnlicher Weise fortsetzen würde, was natürlich Unsinn ist. Ich kann gar nicht zählen, wie oft wir in Artikeln auf diesen Punkt hingewiesen haben – in Bezug auf etliche Aktien.

Jetzt schwingt das Pendel in die andere Richtung. Erfahrungsgemäß wird die Korrektur jetzt weiterführen, als das rational betrachtet Sinn ergibt.
Ein Großteil der Corona-Kursgewinne dürfte sich in Luft auflösen, womöglich sogar vollständig.

Hoffentlich kommt es dazu, bei einigen Aktien würde sich in diesem Szenario außerordentlich attraktive Gelegenheiten ergeben.

Chart vom 24.01.2022 Kurs: 2.829 Kürzel: AMZN - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 24.01.2022 Kurs: 2.829 Kürzel: AMZN – Wochenkerzen

Amazon hat am vergangenen Freitag pro forma ein Verkaufssignal ausgelöst. Mögliche Kursziele liegen bei 2.700 sowie 2.500 USD. Theoretisch wäre auch eine Rückkehr zum Vorkrisen-Niveau bei knapp unter 2.200 USD möglich.

Wo das Tief genau liegen wird, lässt sich vorab unmöglich mit Exaktheit bestimmen. Wer Ihnen etwas anderes sagt, bindet Ihnen einen Bären auf.
Der exakte Kurs spielt aber auch keine Rolle. Viel wichtiger ist die Frage, ob die Aktie im Moment des Einstiegs attraktiv ist und wo sie in 1,2,3 Jahren stehen dürfte.

Denn das eine sind kurzfristige Verwerfungen, die durch Emotionen getrieben werden. Das andere ist das Zahlenwerk und nur darauf kommt es langfristig an.

Amazon hat im Geschäftsjahr 2020 einen Anstieg des operativen Cashflows verzeichnet, der zwei normalen Jahren entspricht. Im Gegenzug ist es 2021 zu einer Stagnation kommen.
Es wurde eben viel vorweggenommen, das kehrt sich jetzt um. Die zugrundeliegenden Trends sind aber intakt, denn für 2022 und 2023 werden wieder Zuwächse von 30-37% p.a. erwartet.
Für Amazon ist das normal.

Der Kurs von Amazon geht seit jeher Hand in Hand mit dem operativen Cashflow. Im Durchschnitt liegt der P/OCF bei 25.
Im Hoch wurden auch schon Multiples von knapp 40 auf den Tisch gelegt, unter 20 ging es fast nie.

Daraus ließen und lassen sich seit jeher recht einfach Kursziele ableiten. Darf man den Prognosen Glauben schenken, dürfte Amazon in diesem Jahr einen operativen Cashflow von 166 USD je Aktie erzielen.

Selbst am unteren Ende der Bewertungsskala ergibt sich daraus ein Kursziel von 3.320 USD.
Wir werden sehen, ob es dazu kommt. Es zeigt aber, welches Potenzial bereits jetzt vorhanden sein könnte.
Für antizyklische Investoren könnte es sich also lohnen, langsam einen Fuß in die Türe zu stellen und bei fallenden Kursen sukzessive aufzustocken.

An dieser Stelle ein kleiner Hinweis: Bei LYNX können sie Teilaktien handeln.