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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die vermeintliche Flucht in Richtung Sicherheit hat Anleger zuletzt eher Geld gekostet als Kapital gesichert. Das gelbe Edelmetall erreichte im Januar dieses Jahres den vorläufigen Höhepunkt einer langen und dynamischen Aufwärtsbewegung. Seither hat sich das Bild spürbar eingetrübt.
Bereits in meinen letzten Analysen habe ich auf die intakte Korrekturbewegung aufmerksam gemacht. Auch Gold steigt eben nicht stetig und schon gar nicht immer nur in Richtung Norden. Der Bruch der 50-Tage-Linie hat den Preisen deutlich zugesetzt, und seit März gelang es den Bullen nicht mehr, diese wichtige Ebene zurückzuerobern. Mittlerweile wurde sogar das Jahrestief unterschritten. Damit scheint nicht nur der mittelfristige, sondern auch der langfristige Trend in eine bärische Phase übergegangen zu sein. Das wirkt derzeit wenig überzeugend.
Expertenmeinung: Aus technischer Sicht bleibt Gold angeschlagen. Erst wenn es den Bullen gelingen würde, das verlorene Terrain um 4.400 USD je Feinunze zurückzuerobern und wieder oberhalb der 50-Tage-Linie Fuß zu fassen, könnte sich das Chartbild langsam stabilisieren. Bis dahin bleibt jede Erholung vorerst anfällig für neue Verkäufe. Der Bruch des Jahrestiefs hat ein weiteres Schwächesignal geliefert und könnte zusätzliche Anschlussverkäufe nach sich ziehen. Noch ist eine technische Gegenbewegung jederzeit möglich, doch der übergeordnete Druck bleibt tendenziell auf der Unterseite. Daher belasse ich meine Aussichten vorerst auf „bärisch“.
Aussicht: Bärisch

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 23.06.2026 um 8:00 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.






