Crowdstrike Holdings Aktie Prognose Crowdstrike: Besser nicht mehr zukaufen?

News: Aktuelle Analyse der Crowdstrike Holdings Aktie

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Crowdstrike Holdings
ISIN: US22788C1053
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur Crowdstrike Holdings Aktie
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Viele Anleger dachten bereits zu Jahresbeginn, dass das Cybersecurityunternehmen nach einem Anstieg von rund +150% im Jahr 2023 schon zu teuer war. Doch bekanntlich werden günstig erscheinende Aktien immer günstiger und teure Papiere laufen weiter in Richtung Norden.

Das ist die Natur der Börse und auch 2024 war bislang für die Crowdstrike-Aktie ein besonders guter Nährboden. Die Kurse konnten seit Jahresbeginn konstant weiter zulegen und befinden sich nun in der dritten großen Übertreibungsphase eines starken Aufwärtstrends, welcher hier bereits im September des vorigen Jahres begann.  

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Crowdstrike Holdings Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Hier haben weiterhin die Bullen das Zepter fest in der Hand und ich halte die Aktie noch immer für hochinteressant. Dennoch glaube ich, dass der aktuelle Zeitpunkt eher weniger zum Einstieg einlädt, denn gerade in Übertreibungsphasen, wenn die Euphorie des Marktes in die Höhe schnellt, ist die nächste Korrektur nicht weit.

Gerade nach einer Vielzahl von Übertreibungsphasen kann es mitunter zu einer größeren Korrektur kommen, welche in Folge meist bessere Kaufgelegenheiten liefert. Daher gebe ich dem Titel vorerst nur neutrale Aussichten mit auf den Weg.   

Aussicht: NEUTRAL

Crowdstrike Aktie: 09.02.2024, Kurs: 329.34 USD, Kürzel: CRWD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Crowdstrike Aktie: 09.02.2024, Kurs: 329.34 USD, Kürzel: CRWD | Quelle: TWS
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Vorherige Analysen der Crowdstrike Holdings Aktie

Die Rallye ist in vollem Gange. Ist bei Crowdstrike noch Potenzial vorhanden? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Kursziele und Kaufmarken.

The Trend is your Friend

„The Trend is your Friend“. So lautet eine der bekanntesten Börsenweisheiten und sie bewahrheitet sich immer wieder.
Und je mehr Anleger an diesen Spruch glauben, desto wahrscheinlicher wird es, dass sie damit richtig liegen. Es handelt sich um eine selbsterfüllende Prophezeiung (self-fulfilling prophecy).

Der Trend wird geritten, auch wenn es längst keinen Sinn mehr ergibt. Daher kommt es auch ständig zu Übertreibungen.
Wie sollte man sonst erklären, dass Crowdstrike kürzlich noch für 93 USD zu haben war und heute 248 USD kostet?

Rückblickend dürfte klar sein, dass es sich um eine Übertreibung zur Unterseite gehandelt hat.
Das lässt sich zum Glück nicht nur rückblickend erkennen, sondern auch im Moment des Geschehens. Im Jahresverlauf hatte ich dreimal auf die aussichtsreiche Lage bei Crowdstrike hingewiesen (zuletzt hier: Crowdstrike auf dem Vormarsch. Prognose nochmal hoch) und wäre nicht schon zu viel Zeit vergangen, würden Sie auch noch eine Analyse aus dem November des vergangenen Jahres finden.

Je nachdem, nach welcher Analyse man eingestiegen ist, kann man sich jetzt über Kursgewinne zwischen 54 % und mehr als 100 % freuen.
Daher dürfte sich für viele Leser von LYNX die Frage stellen, ob die laufende Rallye über das Ziel hinausgeschossen ist. Diese Frage wollen wir heute klären.

Das wird immer wichtiger

Am Geschäftsmodell hat sich wenig geändert. Crowdstrike ist noch immer einer der führenden Anbieter von Cybersecurity für Endgeräte.

Mit Falcon Endpoint Protection stellt das Unternehmen eine cloud-native, intelligente Sicherheitslösung bereit, die Workloads in lokalen, virtualisierten und cloud-basierten Umgebungen schützt, die auf einer Vielzahl von Endpunkten wie Laptops, Desktops, Servern und virtuellen Maschinen und IoT-Geräten laufen.
Es geht also um den Schutz von Endgeräten wie Laptops, PCs, Server.

Dass das ein Wachstumsmarkt ist, muss man kaum erwähnen. Obendrein ist das Geschäft aber auch gut skalierbar, nicht kapitalintensiv und die Kunden halten Crowdstrike in der Regel für eine lange Zeit die Stange.

Man ändert die eigenen Cybersecurity-Vorkehrungen nicht ständig und wechselt nur selten seine Cybersecurity-Anbieter.

Das führt bei Crowdstrike zu planbaren und wiederkehrenden Umsätzen, wie wir es von vielen Abo-Geschäftsmodellen kennen.

Crowdstrike dominiert

Crowdstrike ist vor allem im Bereich Endpoint-Security aktiv und in diesem Bereich führend. Darüber hinaus schnappt man sich stetig Marktanteile.

Dadurch hat man mehr Kapital, die man in die Forschung und Entwicklung stecken kann. Mit der Zeit wird der technologische Vorsprung dadurch immer größer.

Perspektivisch dürfte der Markt von wenigen Akteuren beherrscht werden, viele kleine Wettbewerber werden in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Je nach Segment, sind die wahrscheinlichsten Sieger in diesem Wettkampf Unternehmen wie Crowdstrike, Sentinelone, Microsoft und McAfee.
Zu SentinelOne finden Sie ebenfalls eine aktuelle Analyse auf LYNXbroker.de:
SentinelOne: KI-Cybersecurity findet reißenden Absatz

Prognose nochmal erhöht. Trotzdem überbewertet?

Seit der letzten Analyse zu Crowdstrike hat das Unternehmen nochmal Quartalszahlen geliefert und die kamen nicht nur gut an, sie waren auch gut.

Der Gewinn lag in Q3 mit 0,82 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,74 USD. Der Umsatz übertraf mit 786 Mio. die Analystenschätzungen von 776 Mio. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 35 % und einer Verdopplung des Gewinns.
Der freie Cashflow kletterte von 174 auf 239 Mio. USD.

Wie gewohnt hat man die Prognose erhöht, beim Umsatz von 3,03 – 3,04 auf 3,05 Mrd. USD und beim Gewinn von 2,80 – 2,84 auf 2,95 – 2,96 USD je Aktie.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurde ein Umsatz von 2,21 Mrd. USD erzielt, nach 1,60 Mrd. USD im Vorjahr.
Das Ergebnis hat sich von 1,07 auf 2,13 USD je Aktie nahezu verdoppelt.

Die wiederkehrenden Umsätze (ARR, Annual Recurring Revenue) konnten um 35 % auf 3,15 Mrd. USD gesteigert werden.
Um es zusammenzufassen: Rekorde auf allen Ebenen.

Dafür muss man inzwischen aber auch einen horrenden Preis auf den Tisch legen. Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Anstieg des freien Cashflows um 32 % auf 3,82 USD je Aktie gerechnet. In den kommenden beiden Jahren werden jeweils FCF-Steigerungen um 29-34 % erwartet.

Das bedeutet, dass Crowdstrike auf einen forward P/FCF von 65 kommt. Das ist grenzwertig viel, auch für ein Unternehmen mit der Qualität von Crowdstrike.

Selbst wenn die hochgesteckten Erwartungen erfüllt werden und die Aktie auf der Stelle tritt, läge der P/FCF in zwei Jahren noch bei 37,4. Für Investoren ist es sicherlich nicht der optimale Zeitpunkt, um einzusteigen.

Crowdstrike Aktie: Chart vom 13.12.2023, Kurs: 248,55 USD - Kürzel: CRWD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Crowdstrike Aktie: Chart vom 13.12.2023, Kurs: 248,55 USD – Kürzel: CRWD | Quelle: TWS

Das bedeutet aber nicht, dass die Aktie nicht vorerst weiter steigt. „The Trend is your Friend“ – kurzfristig ist eine Trendfortsetzung immer wahrscheinlicher als eine Umkehr.

Aus technischer Sicht steht die nächste Richtungsentscheidung unmittelbar bevor. Gelingt ein Ausbruch über 250 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit einem möglichen Kursziel bei 270 USD.
Darüber wäre der Weg in Richtung 285 oder 295 USD frei.

Scheitert der Ausbruch jedoch, könnte das einen Rücksetzer in Richtung 238-240 USD einleiten. Darunter droht eine größere Korrektur.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Kaum eine Aktie konnte in diesem Jahr so überzeugen, wie die des US-amerikanischen Unternehmens für Informationssicherheit und Cybersicherheitstechnologie. Zuletzt überraschte der Konzern auch Ende November mit starken Quartalsergebnissen.

Mit einem Gewinnsprung gegenüber dem Vorjahr von +138.2% zeigten sich Anleger begeistert und der ohnehin bereits steile Kursverlauf setzte sich fort. Mittlerweile gehen die Kurse jedoch fast vertikal nach Norden. Dies signalisiert eine klare Übertreibung, welche bald in eine Korrektur übergehen dürfte. Vorerst aber haben hier die Bullen noch das Zepter fest in der Hand.

Expertenmeinung: Aus meiner Sicht könnte Crowdstrike eine der neuen Führungsaktien an der Wall Street werden. Die Performance und auch die Gesamtentwicklung sind sowohl aus fundamentaler als auch aus technischer Sicht mehr als beeindruckend. Dennoch halte ich einen Kauf in der momentanen Situation für äußerst riskant. Der Kursverlauf ist nahezu vertikal und der Abstand zur 50-Tage-Linie ist auf ein neues Hoch angestiegen.

Natürlich kann man in einer überkauften Phase nicht genau sagen, wann eine Korrektur einsetzen wird, aber hier dürfte es wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Kurse nachgeben. Danach dürften wieder günstigere Einstiege möglich sein.

Aussicht: NEUTRAL

Crowdstrike Aktie: 06.12.2023, Kurs: 242.84 USD, Kürzel: CRWD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Crowdstrike Aktie: 06.12.2023, Kurs: 242.84 USD, Kürzel: CRWD | Quelle: TWS

Quelle:
Earnings Whispers – Quartalsergebnisse der Crowdstrike-Aktie; https://www.earningswhispers.com/epsdetails/CRWD


Crowdstrike schnappt sich immer mehr Marktanteile und wächst viel schneller als alle Konkurrenten. Sollte man dabei sein?

Der Branchenprimus…

Crowdstrike ist einer der führenden Anbieter von Cybersecurity für Endgeräte.

Mit Falcon Endpoint Protection stellt das Unternehmen eine cloud-native, intelligente Sicherheitslösung bereit, die Workloads in lokalen, virtualisierten und cloud-basierten Umgebungen schützt, die auf einer Vielzahl von Endpunkten wie Laptops, Desktops, Servern und virtuellen Maschinen und IoT Geräten laufen.
Es geht also um den Schutz von Endgeräten wie Laptop, PCs, Server.

Dass das ein Wachstumsmarkt ist, muss man kaum erwähnen. Obendrein ist das Geschäft aber auch gut skalierbar, nicht kapitalintensiv und die Kunden halten Crowdstrike in der Regel für eine lange Zeit die Stange.

Man ändert die eigenen Cybersecurity-Vorkehrungen nicht ständig und wechselt nur selten seine Cybersecurity-Anbieter.

Das führt bei Crowdstrike zu planbaren und wiederkehrenden Umsätzen, wie wir es von vielen Abo-Geschäftsmodellen kennen.

… schnappt sich immer mehr Marktanteile

Crowdstrike ist mit einem Marktanteil von etwa 12% der führenden Anbieter von Endpoint-Security. Auf dem zweiten Platz folgt Microsoft mit 10%, was aber vor allem darauf zurückzuführen ist, dass viele Windows-Nutzer standardmäßig auf den Microsoft-Defender zurückgreifen.
Weitere Wettbewerber sind Trend Micro mit einem Marktanteil von etwa 9%, McAfee mit 8% und Symantec/Broadcom mit 6%.

Bei gewerblichen Nutzern kommt Crowdstrike ebenfalls auf Marktanteil von 13, gefolgt von Microsoft mit 11%, Trend Micro sowie Trellix mit jeweils 9% sowie Sophos und Broadcom mit jeweils etwa 5%.
Die Daten stammen von der International Data Corporation von 2021.

Auf der Seite von Crowdstrike selbst gibt es einen neueren Report (Link). Der Vergleich zwischen beiden Datensätzen zeigt es eindeutig:
Crowdstrike wächst mit Abstand am schnellsten und schnappt sich zunehmend Marktanteile.

Durch die enormen Investitionen in Forschung und Entwicklung, die man bei Crowdstrike investiert, kann die Konkurrenz nicht mithalten.
Mit der Zeit wird der technologische Vorsprung dadurch immer größer.

Langfristig wird der Markt komplett von Crowdstrike und Microsoft dominiert werden.

Eine endlose Produktpalette

Und hat man die Kunden ersten gewonnen, ergeben sich immer auch Möglichkeiten, das Geschäft weiter auszubauen.
Crowdstrike ist daher stark bestrebt, das Kernprodukt Falcon Endpoint Protection sinnvoll zu erweitern.

Dazu zählen beispielsweise Falcon Prevent, eine KI zur Erkennung und Blockierung von Bedrohungen in Echtzeit.
Mit Falcon Discover ist es möglich, Schwachstellen innerhalb von Unternehmensnetzwerken zu identifizieren.
Falcon X Threat Intelligence bietet umfassende Bedrohungsdaten und -informationen, um Organisationen dabei zu unterstützen, aktuelle Bedrohungen besser zu verstehen und sich vor ihnen zu schützen.

Falcon Identity Protection bietet Schutz vor Identitätsdiebstahl und unberechtigtem Zugriff auf sensible Ressourcen.
Falcon Spotlight bietet kontinuierliches Schwachstellen-Management und Compliance-Bewertung, um Sicherheitslücken zu identifizieren und zu beheben.

Falcon Insight für IoT bietet spezialisierte Sicherheitslösungen für das Internet der Dinge (IoT) und mit Falcon Device Control können Unternehmen die Verwendung von USB-Geräten in ihrem Netzwerk kontrollieren und überwachen.
Dadurch können Bedrohungen durch nicht autorisierte Geräte erkannt und verhindert werden.

Für die Kunden eine Top-Investition

Man könnte noch eine ganze Weile fortfahren, denn das Angebotsspektrum von Crowdstrike wächst stetig.
Als Krönung könnte man Falcon Complete bezeichnen. Dabei handelt es sich um den Managed Security Service von CrowdStrike, der die Implementierung und Verwaltung der CrowdStrike-Lösungen übernimmt.
Das ermöglicht es Unternehmen, einen umfassenden Schutz, ohne die Notwendigkeit einer eigenen Sicherheitsinfrastruktur bereitzustellen.

Einfach ausgedrückt: Unternehmen können alles rund um das Thema Cybersecurity durch Crowdstrike erledigen lassen, statt sich selbst darum zu kümmern.

Das ist in der Regel deutlich günstiger. Forrester Consulting beziffert den ROI (Return on Investment) sogar auf 403% (Link).

Massives Wachstum

Das ist ein schlagendes Argument. Wer sich die Zahlen von Crowdstrike anschaut, dem dürfte aber ohnehin klar sein, dass der Nutzen für die Kunden des Unternehmens erheblich sein muss.

Denn Crowdstrike konnte den Umsatz in den zurückliegenden fünf Jahren von 250 Mio. auf 2,24 Mrd. USD massiv steigern.
Der freie Cashflow kletterte in dieser Zeit von -0,34 auf +2,95 USD je Aktie.

Daher hatten wir uns in den letzten Monaten, nachdem die Aktie massiv eingebrochen war, mehrfach positiv zu Crowdstrike geäußert.

Inzwischen zahlt sich das zunehmend aus, denn während der Kurs zwar deutlich gesunken ist, kannten die Geschäftszahlen immer nur eine Richtung.

Das hat sich im laufenden Geschäftsjahr konsequent fortgesetzt. Im ersten Quartal lag der Gewinn lag mit 0,57 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,50 USD. Der Umsatz übertraf mit 692,6 Mio. die Analystenschätzungen von 676 Mio. USD ebenfalls.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 42% und einem Gewinnsprung von 84%.

Erwartungen übertroffen, Prognose hoch

Vergangene Woche wurden dann die Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt. Der Gewinn lag mit 0,74 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,56 USD. Der Umsatz übertraf mit 732 Mio. die Analystenschätzungen von 725 Mio. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 36% und einem Gewinnsprung von 105% auf 180 Mio. USD.
Der freie Cashflow konnte von 135,8 auf 188,7 Mio. USD gesteigert werden.

Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (Annual Recurring Revenue / ARR) kletterten um 37% auf 2,93 Mrd. USD.

Ausblick und Bewertung

Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von 3,00 – 3,04 Mrd. USD wurde bestätigt, die Gewinnerwartungen jedoch von 2,32 – 2,43 auf 2,80 – 2,84 USD je Aktie erhöht.
Darüber hinaus ist man bestens ausgestattet, um das zukünftige Wachstum voranzutreiben. Zuletzt hatte man Cashreserven in Höhe von 3,17 Mrd. USD.
Dass diese Zahlen sowie die Prognoseerhöhung kein Kursfeuerwerk ausgelöst haben, ist erstaunlich.

Der freie Cashflow, die für Crowdstrike aussagekräftigste Kennzahl, soll im laufenden Geschäftsjahr um 31% auf 3,86 USD je Aktie zulegen.
Crowdstrike kommt demnach auf einen forward P/FCF von 41,8. Um die hohen Barmittelbestände bereinigt, liegt der P/FCF bei 39,2.

Das ist nicht gerade wenig, doch im Verhältnis zu den vorliegenden Wachstumsraten absolut vertretbar.
Das zeigt eine einfache Überlegung:
Werden wie erwartet Wachstumsraten um die 30% p.a. erreicht, wird der P/FCF binnen zwei Jahren auf 24,4 sinken, oder die Aktie muss steigen.

Crowdstrike Aktie: Chart vom 04.09.2023, Kurs: 161 - Kürzel: CRWD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Crowdstrike Aktie: Chart vom 04.09.2023, Kurs: 161 – Kürzel: CRWD | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein nachhaltiger Ausbruch über 160 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 175-180 sowie 200 USD.

Solange der Ausbruch noch nicht vollzogen wurde, kann es jederzeit nochmal zu einem Rücksetzer zum mehrmonatigen Aufwärtstrend nahe 150 USD kommen.

Aus Sicht der Bullen wäre das unproblematisch, erst bei Kursen von unter 140 USD drohen größere Verluste. Eine mögliche Anlaufstelle auf der Unterseite läge dann bei 120 USD.

Antizyklisches Investieren funktioniert, das gilt für die großen Indizes ebenso wie für Sektoren oder einzelne Aktien. Geht die Rallye bei Crowdstrike unvermindert weiter?

Antizyklisches Investieren als Erfolgsstrategie

Sektoren, Branchen und Geschäftsmodelle wechseln sich in ihrer Beliebtheit ab. Genauso wie es eine gute Strategie ist, während Crashs zu investieren, ist es auch eine gute Strategie, systematisch die Sektoren zu kaufen, die zuvor in Ungnade gefallen sind.

Im vergangenen Jahr hatten wir diesen Ansatz in einer Vielzahl von Artikeln thematisiert, zuletzt beispielsweise hier:
Krise abgesagt? Wer wären die Gewinner?

Die Antwort im Artikel lautete wie folgt:
Vielleicht werden Sie sich jetzt fragen, wer am stärksten profitieren würde, wenn die Krise ausbleibt. Die Antwort darauf ist einfach. Natürlich genau die Sektoren, die aufgrund der aufziehenden Krise besonders stark abgestraft wurden: Technologie, zyklische Konsumgüter und Kommunikation.

Seit dem Jahreswechsel sind die drei stärksten Sektoren im S&P500 wie erwartet Technologie, Kommunikation und zyklische Konsumgüter.
Der Technologiesektor legte um 35,6 % zu, Kommunikation um 30 % und zyklische Konsumgüter um 21,3 %.

Crashs sind die Grundlage

In allen anderen Sektoren ließ sich kaum Geld verdienen, Industriewerte legten immerhin noch um 7,0 % zu, Finanzwerte nur um 1,6 %, Rohstoffwerte um 1,6 %, Immobilien um 0,1 %, Healthcare -0,5 %, defensive Konsumgüter -1,2 %, Utilities -4,3 % und Energie -5,1 %.

Aktuell ergeben sich keine naheliegenden Sektoren, die man als Nächstes spielen könnte. Die große Chance in den drei Sektoren Technologie, Kommunikation und zyklische Konsumgüter ergab sich vor allem daraus, dass sie zuvor massiv abverkauft wurden.

Wer antizyklisch investiert hat, steht wie immer als Gewinner da. Kommt es zu dem nächsten Crash, müssen Sie sich in der Regel nur umschauen, welche Sektoren es am härtesten getroffen hat und dann dort investieren.
Einer der vielen Gründe dafür, warum das so gut funktioniert, ist Sippenhaft.

Dadurch ergibt sich eine Lücke

Nehmen wir ein Krisenszenario wie eine mögliche Rezession. Erwarten Anleger eine Eintrübung der konjunkturellen Lage, werden Aktien aus dem Sektor zyklische Konsumgüter reflexartig abverkauft.
Auf den ersten Blick ergibt das Sinn, doch es wird unterschiedslos verkauft, teilweise auch per ETF. Das bedeutet, dass es viele Unternehmen trifft, die zwar diesem Sektor zugeordnet werden, aber nicht sonderlich konjunkturanfällig sind.

S&P rechnet beispielsweise McDonalds den zyklischen Konsumgütern zu (Link). Inwieweit das Sinn ergibt, kann man infrage stellen, aber es ist so.

Dadurch entsteht eine Lücke zwischen den Kursen und dem wahren Wert der Aktien, der sich schlussendlich schließen muss.
Dieser und andere Punkte haben dazu geführt, dass der Sektor plötzlich zu den Top-Performern gehört.

Crowdstrike: Zuerst toxisch, jetzt Überflieger

Zu den langfristigen Top-Performern gehört auch Crowdstrike. Nachdem die Aktie von 300 auf unter 100 USD abgestürzt war, wurde es für antizyklische Investoren immer interessanter.
Was für den Gesamtmarkt und Sektoren gilt, gilt eben auch für Einzelaktien:
Die toxischen Aktien von gestern sind die Überflieger von morgen.

Seit den beiden vorangegangenen Analysen zu Crowdstrike, hat die Aktie ordentlich zugelegt, die Gesamtkonstellation ist aber auch noch jetzt aussichtsreich.

Auf den ersten Blick erscheint die Bewertung mit einem P/FCF von 51,2 und einem forward P/FCF von 39,5 ziemlich hoch.
In absoluten Zahlen ist das auch der Fall, aber der Anstieg des FCF von einem auf das andere Jahr, zeigt bereits, was hier vor sich geht.

Das Wachstum ist enorm. Im laufenden und den kommenden beiden Geschäftsjahren werden jeweils FCF-Steigerungen von über 30 % p. a. erwartet.

Zukünftige Renditechancen für Anleger

Sollten diese Erwartungen erfüllt werden, lassen sich daraus entsprechende Szenarien ableiten.
Nehmen wir beispielsweise an, dass der P/FCF perspektivisch auf 30 sinkt. Das ist auch nicht gerade wenig, doch es gibt zahllose schnellwachsende Unternehmen, die ähnlich oder noch höher bewertet sind.

In diesem Szenario liegt das Kursziel für Crowdstrike auf Sicht von zwei Jahren bei 210 USD.
Es wäre problemlos möglich, deutlich höhere Kursziele zu nennen und es ist absolut im Rahmen des Möglichen, dass in dieser Zeit auch das Allzeithoch wieder erreicht wird.

Aber selbst mit unserem „moderaten“ Kursziel von 210 USD, ergäbe sich für Anleger eine annualisierte Rendite von über 13 %.
Crowdstrike bietet auf dem aktuellen Niveau also die Möglichkeit, zukünftig eine starke Rendite zu liefern, selbst wenn die Bewertung sinken würde.

Crowdstrike Aktie: Chart vom 13.06.2023, Kurs: 151,11 - Kürzel: CRWD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Crowdstrike Aktie: Chart vom 13.06.2023, Kurs: 151,11 – Kürzel: CRWD | Quelle: TWS

Crowdstrike hat den Abwärtstrend überwunden und einen ersten Aufwärtsimpuls ausgebildet.
Aktuell läuft eine Konsolidierung, die die Bullen bisher erfolgreich bei 150 USD gestoppt haben. Es wäre durchaus möglich, dass sich die Rallye, ausgehend von dieser Basis, zeitnah wieder fortsetzt.
Mögliche Kursziele auf der Oberseite lägen dann bei 160 sowie 170 und 190 USD.  

Fällt Crowdstrike jedoch unter 150 USD, wäre eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 140 oder möglicherweise sogar 120-125 USD denkbar. Für antizyklische Investoren wäre das eine interessante Gelegenheit.

Geschäftsmodell von Crowdstrike

Crowdstrike ist einer der führenden Anbieter von Cybersecurity für Endgeräte.

Mit der Falcon-Plattform stellt das Unternehmen eine cloud-native, intelligente Sicherheitslösung bereit, die Workloads in lokalen, virtualisierten und cloud-basierten Umgebungen schützt, die auf einer Vielzahl von Endpunkten wie Laptops, Desktops, Servern und virtuellen Maschinen und IoT Geräten laufen. Es geht also um den Schutz von Endgeräten wie Laptop, PCs, Server.

Dass das ein Wachstumsmarkt ist, muss man kaum erwähnen. Obendrein ist das Geschäft aber auch gut skalierbar, nicht kapitalintensiv und die Kunden halten Crowdstrike in der Regel für eine lange Zeit die Stange.

Man ändert die eigenen Cybersecurity-Vorkehrungen nicht ständig, ganz im Gegenteil. Es handelt sich also um ein Abo-Modell mit entsprechend planbaren Umsätzen.

Die toxischen Aktien von gestern sind die Überflieger von morgen. Schauen Sie sich nur an, welcher Pessimismus vor einiger Zeit bei Meta, Netflix oder Nvidia geherrscht hat.
Anschließend haben sich die Kurse in allen drei Fällen verdoppelt.

Bei Crowdstrike sind wir noch weit davon entfernt, aber ausgehend vom Tief summiert sich das Plus inzwischen auch schon auf 40%.
Es ist natürlich illusorisch zu denken, dass man überall die Tiefs erwischen kann, aber das muss man auch nicht.

Im Fall von Crowdstrike haben wir bei einem Kurs von 111,61 USD auf die Situation hingewiesen (Toxische Aktien: Crowdstrike kollabiert) und die folgende Frage erörtert:
So manche vermeintlich toxische Aktie ist ein Schnäppchen. In einigen Jahren wird man sich fragen, warum man nicht doch einfach zugeschlagen hat. Könnte das auch auf Crowdstrike zutreffen?

Cybersecurity

Crowdstrike ist einer der führenden Anbieter von Cybersecurity für Endgeräte.

Mit der Falcon-Plattform stellt das Unternehmen eine cloud-native, intelligente Sicherheitslösung bereit, die Workloads in lokalen, virtualisierten und cloud-basierten Umgebungen schützt, die auf einer Vielzahl von Endpunkten wie Laptops, Desktops, Servern und virtuellen Maschinen und IoT Geräten laufen.
Es geht also um den Schutz von Endgeräten wie Laptops, PCs, Server.

Dass das ein Wachstumsmarkt ist, muss man kaum erwähnen. Obendrein ist das Geschäft aber auch gut skalierbar, nicht kapitalintensiv und die Kunden halten Crowdstrike in der Regel für eine lange Zeit die Stange.

Man ändert die eigenen Cybersecurity-Vorkehrungen nicht ständig, ganz im Gegenteil.
Es handelt sich also um ein Abo-Modell mit entsprechend planbaren Umsätzen.

Eigentlich liebt der Markt derartige Geschäftsmodelle (zurecht), Crowdstrike war dennoch in Ungnade gefallen.

Was an der Börse manchmal los ist…

Der Anlass für die letzte Analyse waren die damaligen Quartalszahlen (Q3). Crowdstrike hatte die Erwartungen übertroffen und ein Umsatzplus von 53% sowie einen Gewinnsprung um 135% erzielt.
Der freie Cashflow legte um 41% auf 174,1 Mio. USD zu und die Prognose für den Gewinn 2022 wurde von 1,31 – 1,33 auf 1,49 -1,52 USD je Aktie erhöht.

Als Reaktion darauf fiel die Aktie auf ein neues Jahrestief. Im Rückblick erscheint das vollkommen irrational und das war damals auch unsere Schlussfolgerung.

Die Vorgänge zeigen exemplarisch, was an der Börse teilweise vor sich geht. Die Börse ist keineswegs effizient und daraus ergeben sich entsprechende Chancen.

Doch dazu muss man einen anderen Blickwinkel einnehmen, weg vom kurzfristigen Denken.

Ausblick und Bewertung

Kurzfristig kommen Kurse durch Angst und Gier Zustande, langfristig zählen nur Zahlen.
Wer kühl rechnet und sich nicht von der Masse mitreißen lässt, wird an der Börse gutes Geld verdienen.

Was sagen uns die Zahlen bei CrowdStrike? Am Mittwoch hat das Unternehmen nachbörslich den Bericht zu Q4 vorgelegt. Das Wachstum ist enorm und obendrein profitabel.

Der Gewinn lag mit 0,47 je Aktie über den Erwartungen von 0,42 USD. Der Umsatz übertraf mit 637,4 die Analystenschätzungen von 625 Mio. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 48% und einem Gewinnsprung um 57%.
Der freie Cashflow kletterte um 64% auf 209,5 Mio. USD.

Im Gesamtjahr verzeichnete man ein Umsatzplus von 54% auf 2,24 Mrd. USD und einen Gewinnsprung um 130% auf 1,54 USD je Aktie.
Der freie Cashflow kletterte um 53% auf 676,8 Mio. USD, was 2,88 USD je Aktie entspricht.

Für das laufende Geschäftsjahr stellt man einen Umsatz von 2,96 – 3,01 Mrd. sowie einen Gewinn von 2,21 – 2,39 USD je Aktie in Aussicht.
Beide Kennzahlen liegen weit über den bisherigen Erwartungen und entsprächen einem erneuten Umsatzplus von etwa 34% und einem Gewinnsprung von 49%. Der freie Cashflow dürfte in einem ähnlichen Maß steigen.

Als Reaktion auf diese Neuigkeiten ist der Kurs nachbörslich um 6,52% auf 133,07 USD je Aktie gestiegen.
Crowdstrike kommt demnach auf einen forward P/FCF von 33,3. As ist in Anbetracht des Geschäftsmodells sowie dem anhaltend hohen Wachstum problemlos vertretbar.

Chart vom 08.03.2023 – Kurs 133,07 Kürzel: CRWD - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 08.03.2023 – Kurs 133,07 Kürzel: CRWD – Wochenkerzen

Wird der Kurssprung im regulären Handel bestätigt, wäre der Weg bis zum Abwärtstrend bei etwa 135 USD frei.
Darüber käme es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 145-150 USD.

Kommt es jedoch zu einem Rücksetzer unter 125 USD, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.