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TecDAX Prognose TecDAX: Zurück zur bullischen Tagesordnung?

News: Aktuelle Analyse des TecDAX Index

In diesem Artikel
TecDAX
ISIN: DE0007203275
|
Ticker: TDX --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zum TecDAX

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Die Käufer sind zurück … so scheint es zumindest, denn es gelang, das herbe Minus des TecDAX vom Mittwoch am Donnerstag nahezu komplett aufzuholen. Aber ist das bereits genug, um für das bullische Lager Entwarnung zu geben?

Um es gleich vorwegzunehmen: Nein, das ist es nicht … zumindest noch nicht. Denn Sie sehen es im Chart: Es ist mit dem gestrigen Kursanstieg gelungen, den Index oberhalb der 200-Tage-Linie nach oben zu drehen. Aber noch ist nicht einmal die zuvor ziemlich widerstandslos gefallene Zone 3.796/3.859 zurückerobert. Ganz zu schweigen von der Zone 3.973/4.010 Punkten, die im Mai mit beeindruckender Dynamik überwunden wurde, was bedeutet:

TecDAX: Tageschart vom 09.07.2026, Kurs 3.824,59 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX: Tageschart vom 09.07.2026, Kurs 3.824,59 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS

Fürs Erste ist ein mittelfristig relevantes Short-Signal verhindert worden, das mit dem Bruch der momentan bei 3.698 Punkten verlaufenden 200-Tage-Linie zu unterstellen wäre und dem TecDAX charttechnisches Abwärtspotenzial in die im Chart auf Monatsbasis gut zu erkennende Supportzone von 3.200 bis 3.400 Punkten eröffnen würde.

Den aktuellen Kurs und Chart des TecDAX sowie Kursinformationen und alle Aktien des Index finden Sie hier.

Aber mit diesem einen starken Tag ist der TecDAX mit etwas gutem Willen nur als neutral einzustufen. Für die Rückkehr zur bullischen Tagesordnung müsste mehr gelingen. Und was konkret?

TecDAX: Monatschart vom 09.07.2026, Kurs 3.824,59 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX: Monatschart vom 09.07.2026, Kurs 3.824,59 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Ein entscheidendes Element wäre, dass sich das Umfeld nicht wieder eintrübt. Dass der TecDAX am Donnerstag so kräftig Boden gutmachte, basierte vor allem darauf, dass nach Donald Trumps martialischen Drohungen und vermeintlichen Entscheidungen gegen den Iran schnell wieder Ruhe einkehrte. Der Ölpreis gab wieder nach, die US-Börsen zogen an. Das war ein Argument für das bullische Lager, am Ball zu bleiben.

Aber es muss eben auch ruhig bleiben. Und das ist angesichts der Erfahrungen, die die Investoren in den vergangenen anderthalb Jahren mit dem Weißen Haus gemacht haben, alles andere als sicher. Diese Triebfeder des gestrigen Anstiegs ist also ein ziemlicher Wackelkandidat.

Der andere Faktor ist ein eher „internes Problem“: Was wird innerhalb des TecDAX so gut laufen, dass es reicht, um den Index an und idealerweise sogar über das letzte Hoch bei 4.284 Punkten zu tragen? Werden die Käufer wieder auf die zuletzt hoch volatil korrigierenden Halbleiter-Titel aufspringen, wie es am Donnerstag der Fall war … oder war das nur eine Gegenreaktion in einem kippenden Trend? Und wenn Letzteres der Fall wäre: Könnten die zahlreichen, zuletzt so schwachen Aktien aus den Bereichen Telekommunikation und Software in die Bresche springen? Anfang des Monats sah man zwar Ansätze dazu, aber bislang konnte sich da keine Aufwärtstendenz festsetzen.

Fazit: Noch ist keineswegs absehbar, ob es wirklich gelingt, den TecDAX wieder nachhaltig in seinen Aufwärtstrend zurückzubefördern. Ein Anstieg über die Zone 3.973/4.010 ist zwingend, um zumindest die charttechnische Seite wieder auf „bullisch“ zu drehen. Bis dahin sollte man sich an den uralten Spruch erinnern, dass man das Fell des Bären nicht verkaufen sollte, bevor er erlegt ist. Und das wäre frühestens der Fall, wenn der TecDAX unter die 200-Tage-Linie fällt.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.07.2026 um 21:52 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Alle Börsenblick Artikel

Vorherige Analysen der TecDAX Aktie

02.07.2026
08:03 Uhr

TecDAX: Letzter Aufruf für die Bullen — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 01.07.2026 um 20:49 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Während es beim „großen Bruder“ Nasdaq 100 gelang, den Juni durch eine Aufholjagd doch noch gut zu beenden, klappte das beim TecDAX nicht. Die zuvor überbotenen, mittel- und langfristigen Hürden sind unterschritten, die nächste Supportzone steht im Feuer. Es wird eng.

Beim TecDAX haben die bullisch ausgerichteten Trader eine Art „Strukturproblem“. Die Zugpferde der vergangenen Monate (vor allem, aber nicht nur Halbleiter-Aktien) haben bislang eigentlich nur normale Korrekturen gesehen. Dass der Index selbst trotzdem erheblich zurückgekommen ist, liegt daran, dass das, was vorher schlecht lief, in den letzten Wochen immer weiter fiel. Und das bringt den Index charttechnisch gesehen in die Bredouille:

TecDAX: Monatschart vom 01.07.2026, Kurs 3.889,17 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX: Monatschart vom 01.07.2026, Kurs 3.889,17 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS

Nachdem durch die Anfang Juni einsetzenden Abgaben die wichtigen Hochs bei 3.973, 3.995 und 4.010 Punkten wieder unterboten wurden und sich dieser vorherige Befreiungsschlag im Chart auf Monatsbasis dadurch wie eine Bullenfalle präsentiert, klammert sich der Index jetzt an die Unterstützungszone im Bereich 3.796/3.859 Punkte.

Würde sie unterboten, wäre das nicht nur ein abverkaufter Ausbruchsversuch, sondern ein bärisches Signal mit mittelfristiger Relevanz. Das nächstgelegene charttechnische Kursziel wäre dann die 200-Tage-Linie bei derzeit 3.690 Punkten. Immerhin: Seit vier Handelstagen verteidigt man den oberen Bereich dieser Auffangzone.

TecDAX: Tageschart vom 01.07.2026, Kurs 3.889,17 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX: Tageschart vom 01.07.2026, Kurs 3.889,17 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS

Das ist schon mal gut, bringt aber nichts, solange das nicht in einen entschlossenen Aufwärtsimpuls mündet, der den Index idealerweise zügig zurück über die Widerstände zwischen 3.973 und 4.010 Punkten führt. Die Bullen sind also jetzt gefordert … doch dort dürften sich viele die Frage stellen, wie sich ein stabiler, neuer Aufwärtsschub bewerkstelligen ließe. Denn die Ausgangslage innerhalb der 30 TecDAX-Aktien gestaltet sich knifflig:

Expertenmeinung: Was zuletzt stark lief, hat zwar korrigiert, die meisten dieser Aktien sind aber immer noch teuer bewertet. Was hingegen immer tiefer gedrückt wurde (das betrifft vor allem Software- und Telekommunikationstitel), ist zwar mittlerweile günstig, teilweise sogar drastisch billig bewertet, zeigt aber bis jetzt keine Ansätze tauglicher Aufwärtswenden.

Würden die bisherigen Gipfelstürmer wieder anziehen und die „Mauerblümchen“ nach oben drehen, könnte aus dem TecDAX glatt eine Kursrakete werden. Gelingt nur eines von beidem, ohne dass der andere Bereich nennenswert wegrutscht, könnte das zumindest reichen, um den Index nach oben zu drehen. Aber korrigieren die Halbleiter-Aktien und die wenigen, anderen stark gelaufenen TecDAX-Aktien weiter und die Underperformer werden weiter gedrückt, wäre womöglich selbst die 200-Tage-Linie nicht zu halten. Wie gesagt: knifflig.

Denn natürlich fürchten die Trader jetzt, zu Beginn eines neuen Quartals … wenn neue Trends und Tendenzen geboren werden können, aber nie müssen … auf dem falschen Dampfer zu landen, wenn sie zu früh auf ein neues Pferd setzen. Also wartet man ab, belauert sich, wartet, bis andere den ersten Schritt machen. Das könnte man genauso tun …

… oder es sich einfacher machen, indem man abwartet, ob der TecDAX eine dieser beiden derzeit relevanten Entscheidungszonen kreuzt, sprich den Bereich 3.973/4.010 Punkte überwindet oder die Zone 3.796/3.859 Punkte unterbietet, um dem dann generierten Signal trendkonform und mit dann auch recht eng platzierbaren Stoppkursen in Ausbruchsrichtung zu folgen.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

19.06.2026
08:16 Uhr

TecDAX: Die „Glorreichen7“ können den Index nicht alleine ziehen — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.06.2026 um 22:04 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Hausse der Halbleiter-Aktien hat einen Rücksetzer gesehen, zu Ende ist sie bislang aber noch nicht. Auch im TecDAX stellen die Aktien aus diesem Sektor die großen Gewinner. Aber im Gegensatz zum Nasdaq 100 sieht der Index selbst charttechnisch gar nicht gut aus. Wieso?

Die Begründung für den aktuellen „Zustand“ des TecDAX findet sich, wenn man sich ansieht, wie sich die Gewinner und Verlierer im bisherigen Jahresverlauf darstellen. Die Top 7 kommen allesamt aus dem Halbleiterbereich, als Hersteller oder Zulieferer, ausgenommen Jenoptik, bei der man einen KI-Bezug „entdeckt“ hat. Alle diese sieben Aktien liegen seit Jahresbeginn mehr als 80 Prozent vorne, Spitzenreiter Aixtron kratzt sogar an der 250-Prozent-Marke.

Das Problem ist aber, dass der große Rest keineswegs so bullisch daherkommt. Es folgen noch SMA Solar und Nordex mit Zugewinnen über 50 Prozent, Drägerwerk mit etwa 20 Prozent Plus … und dann kommt in der Relativestärke-Liste schon der TecDAX selbst. Was bedeutet: 21 der 30 Aktien laufen schlechter als der Index selbst. Und das teilweise ganz erheblich: 18 dieser 21 Aktien weisen im bisherigen Jahressaldo ein Minus aus.

Und auch, wenn die Halbleiter massiv gestiegen sind, können sie es nicht einfach problemlos ausgleichen, wenn die anderen großen Sektoren des TecDAX schwach sind. Der Telekommunikationsbereich bröckelt vor sich hin, die Medizintechnik ist schwach, die zahlreichen Vertreter des Software-Sektors noch viel schwächer. Und gerade läuft die nächste Runde Druck bei den Software-Aktien – da wundert es nicht, dass diese „Glorreichen 7“, die vorgenannten Top-Performer, nicht ausreichen, um den Index nonstop nach oben zu ziehen.

Das fällt im Nasdaq 100 deswegen leichter, weil die Halbleiter- und KI-Aktien dort nicht nur zahlreicher vertreten sind, sondern auch deutlich hemmungsloser à la Hausse getradet werden. Aber wie könnte es nun weitergehen mit dem TecDAX? Geht die Korrektur weiter?

Expertenmeinung: Momentan ist das zumindest denkbar, denn nicht nur die Charttechnik weist derzeit Risiken auf der Unterseite aus.

TecDAX: Monatschart vom 18.06.2026, Kurs 3.947,43 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX: Monatschart vom 18.06.2026, Kurs 3.947,43 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS

Was das Chartbild angeht, sehen wir im Chart auf Monatsbasis, dass der Juni bislang nach dem fulminant bullisch verlaufenen Mai eine Pleite für das bullische Lager ist. Richtig unerfreulich würde es aus charttechnischer Sicht zwar erst, wenn der TecDAX nach dem jetzt erfolgten Bruch der Ende März etablierten Aufwärtstrendlinie und der Unterstützungszone 3.973/3.995 Punkte auch noch den Bereich 3.796/3.859 Punkte durchbricht. Aber das auszuschließen, wäre gewagt. Grund:

Die „Glorreichen 7“ sind natürlich die Top Picks der bullischen Trader, auch und gerade im Derivatebereich. Und da wird heute abgerechnet: Die Optionen mit Juni-Laufzeit und zugleich zahllose Optionsscheine und auch Zertifikate laufen heute aus. Da könnte so mancher sein Ziel erreicht haben und Kasse machen, ohne sich direkt wieder zu engagieren. Gut möglich ist zudem, dass die Zugkraft bei Elmos Semiconductor, SUSS MicroTec und Siltronic nachlässt, denn deren Aufstieg in den MDAX (in dem sie dann zusätzlich notiert sein werden, im TecDAX bleiben sie) bedingt Käufe, z.B. seitens der den MDAX nachbildenden ETFs. Aber das ist dann erst einmal erledigt, sobald der Aufstieg vollzogen ist … und das wäre am Montag der Fall.

TecDAX: Tages-Chart vom 18.06.2026, Kurs 3.947,43 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX: Tages-Chart vom 18.06.2026, Kurs 3.947,43 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS

Grundsätzlich könnten die anderen, derzeit schwachen Sektoren Korrekturen bei den Zugpferden ausgleichen, idealerweise sogar überkompensieren. Aber derzeit zeichnet sich eine Aufwärtswende weder bei den Telekommunikationsaktien, den Healthcare- und Medizintechnikaktien und erst recht nicht bei der Software ab. Käme es zur „Wiederbelebung“ dieser Bereiche, wäre es für den TecDAX jederzeit möglich, auch sehr dynamisch nach oben zu drehen. Bleibt das indes aus, sollte man besser einkalkulieren, dass die kommenden Wochen für diesen Index schwierig bleiben und ggf. sogar ziemlich bärisch ablaufen könnten.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

09.06.2026
08:08 Uhr

TecDAX: Bis jetzt ist noch nichts angebrannt — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.06.2026 um 23:24 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Zum Wochenstart war der TecDAX anfangs noch „nachgerutscht“, das spiegelte den Umstand wider, dass der „große Bruder“ Nasdaq 100 nach dem europäischen Handelsende am Freitag weiter nachgegeben hatte. Aber da, wo es darauf ankam, waren die Käufer gestern wieder da.

Wir sehen in den Charts auf Tages- und Wochenbasis, dass der TecDAX am Montag sein Tagestief bei 4.003,18 Punkten sah. Bei 4.010 Punkten liegt das markante Hoch des Jahres 2021. Diese Supportmarke wird verstärkt durch die beiden Zwischenhochs aus dem Sommer 2025 bei 3.973 und 3.995 Zählern und durch die im Tageschart dick schwarz hervorgehobene 20-Tage-Linie, die gestern bei 4.016 Punkten verlief.

TecDAX: Tages-Chart vom 08.06.2026, Kurs 4.067,45 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX: Tages-Chart vom 08.06.2026, Kurs 4.067,45 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS

Diese Zone wurde aktiv verteidigt, so erfolgreich, dass das zeitweise bis zu 1,74 Prozent ausmachende Minus am Ende des Tages nur noch bei 0,16 Prozent lag. Doch darf man daraus schließen, dass nicht nur bislang noch nichts angebrannt ist, sondern dies eine so überzeugende Gegenwehr der Käuferseite an entscheidenden Chartmarken war, dass auch weiterhin nichts anbrennen wird?

Expertenmeinung: Dieser optimistische Gedanke könnte einem aus zwei Gründen kommen. Zum einen bewegen sich die Aktien des Halbleitersektors, die für das Gros des Kursrutsches vom Freitag verantwortlich zeichneten, in einem Wachstumsmarkt. Zwar ist kaum realistisch eingrenzbar, ab welchem Kurslevel eine Zukunft eingepreist wird, die in der Realität nie und nimmer erreichbar wäre. Aber solange der Trend aufwärts weist, heißt es ja normalerweise „im Zweifel für die Bullen“. Zumal ein starker Trend meist deutlich mehr Beachtung findet als eine mögliche Überbewertung.

Zum anderen war es beeindruckend, wie schnell man eine harsch negative Reaktion – beim Ölpreis ebenso wie am Aktienmarkt – auf die jüngsten Attacken des Irans gegenüber Israel wegsteckte. Denn auch wenn man am Montagnachmittag lesen konnte, dass der Iran diese Angriffe bereits für beendet erklärt habe, wird damit deutlich: Dieses Thema und mit ihm die hohen Ölpreise könnten uns noch längere Zeit begleiten und tun dem Wirtschaftswachstum rund um den Globus keineswegs gut.

Aber das bedeutet nicht, dass der TecDAX mit dieser Gegenbewegung des Montags bereits sicher um eine größere Korrektur herumgekommen wäre. Um das abschätzen zu können, müsste man in die Köpfe aller beteiligten Marktteilnehmer schauen können, um zu erkennen, ob nicht womöglich viele diese Gegenreaktion als eine Chance sehen, doch noch zu besseren Kursen als befürchtet aus Positionen auszusteigen, mit denen sie in kurzer Zeit ungewöhnlich starke Gewinne erzielt haben.

Blickt man in die Zeit des Platzens der Internetblase im Jahr 2000 zurück, sieht man, dass die Abwärtsbewegung, die sich im März 2000 etablierte und hier bis Ende 2002 anhielt, von Anfang an von scharfen Gegenbewegungen nach oben durchzogen war. Die gestrigen Käufe haben also, zumindest noch, wenig zu bedeuten. Ob die Mehrheit derjenigen, die in den kommenden wirklich aktiv werden, diese aktuelle Situation als Chance zum Einstieg oder zum Ausstieg einordnet und ob sich eine solche Tendenz dann auch verfestigt, ist also noch offen. Worauf gälte es zu achten?

Erstens sollten die gestrigen Käufe weitergehen – idealerweise umgehend. Zweitens müsste der TecDAX das in der Vorwoche erreichte Jahreshoch bei 4.284 Punkten zügig erreichen und überwinden. Denn sollte sich ein zweites Zwischenhoch unterhalb dieses letztwöchigen Peaks ausbilden, wäre das bereits ein Grund für eine hochgezogene Augenbraue. Ein bärisches Signal würde indes erst entstehen, wenn der Index das gestrige Tagestief und mit ihm diese gesamte, bis 3.973 Punkte reichende Supportzone unterbieten sollte. Aber:

Auch das wäre zunächst nur ein bärisches Signal auf kurzfristiger Ebene. Erst, wenn der TecDAX mit Schlusskursen unter 3.796 Punkten alle markanteren Zwischenhochs seit Anfang 2025 unterboten hätte, die bis zu diesem Level eine recht robust wirkende Unterstützungszone bilden, wie wir im Wochenchart sehen, hätten wir hier ein auch mittelfristig relevantes Signal. Bei allem, was sich darüber abspielen würde, könnte es in Bezug auf das bullische Lager heißen: „we’ll be back!“

TecDAX: Wochen-Chart vom 08.06.2026, Kurs 4.067,45 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX: Wochen-Chart vom 08.06.2026, Kurs 4.067,45 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

02.06.2026
08:15 Uhr

TecDAX: Das wird jetzt so richtig spannend! — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 01.06.2026 um 22:20 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Nachdem der TecDAX eine sehr massive Widerstandszone mit Schwung bezwungen hatte, kam es zu Wochenbeginn im Candlestick-Chart zu einem Doji, der ein erhöhtes Risiko suggeriert. Aber das muss sich nicht negativ auswirken, falls gelingt, was sich jetzt andeutet.

Da staunte der Fachmann und der Laie wunderte sich. Pünktlich zum Start in den neuen Börsenmonat standen diejenigen TecDAX-Titel auf der Gewinnerliste, die wochenlang fast immer die Verlierer stellten: die Aktien von Software-Unternehmen. TeamViewer, SAP, ATOSS Software und Nemetschek stellten die Top 4 dieses Montags. Auf der Verliererliste ganz vorne dabei: Siltronic, Elmos Semiconductor, SÜSS MicroTec und Aixtron. Was wird das denn jetzt?

Unüblich ist es keineswegs, dass Monatswenden genutzt werden, um die „Asset Allocation“ zu überprüfen und ggf. neu auszurichten. Da Monatsultimos typische Zeitpunkte sind, an denen große Adressen wie Hedgefonds ihre Performance ausweisen, ist es auch einer, an dem sich die Entscheider sagen: Der vergangene Monat ist genauso gelaufen wie wir uns das dachten … wie wollen wir jetzt weitermachen?

Und dass man da bei einigen zu dem Schluss kommt, dass die Halbleiter-Hausse so weit ausgereizt ist, dass man da Geld herausziehen könnte und es dort investiert, wo der Markt es tendenziell nach unten übertrieben hat, wäre nachvollziehbar. Immerhin sind die Halbleiter jetzt sehr teuer bewertet, viele Software-Aktien aber nicht mehr. Zugleich sieht man dort bei vielen Aktien Bodenbildungen nach einer Baisse, die auf der reinen Annahme basierte, dass die KI diesen Unternehmen das Wasser abgraben werde. Aber was heißt das für den TecDAX?

Expertenmeinung: Mal angenommen, diese Entwicklung bleibt keine Eintagsfliege … denn sicher sein, dass sich ein Wechsel des Staffelstabs nachhaltig durchsetzt, kann man nie … ist es letztlich so, dass hier einfach kräftig durchgerührt wird, was sogar dazu beitragen kann, dass die Suppe nicht überkocht.  

Wenn das Kapital aus einem Sektor in den nächsten wandert und beide in einem Index hinreichend stark vertreten sind, kann das ohne Absturz vonstattengehen, das Geld bleibt ja, um es salopp auszudrücken, „in der Familie“. Und der TecDAX ist ja im Software-Sektor stark besetzt. Wenn man die IT-Service-Unternehmen wie CANCOM, Kontron oder Bechtle mit dazurechnet, die am Montag teilweise auch zulegen konnten, könnte auch eine schärfere Korrektur der bisherigen Halbleiter-Überflieger so aufgefangen werden, dass die mittelfristig wichtigen Chartzonen, die jetzt als Support funktionieren müssen, auch wirklich halten.

TecDAX: Wochen-Chart vom 01.06.2026, Kurs 4.180,56 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX: Wochen-Chart vom 01.06.2026, Kurs 4.180,56 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS

Aber da man, wie gesagt, nie sicher sein kann, dass solche auffälligen „Schichtwechsel-Signale“ zu einem Monatswechsel wirklich von Dauer sein und den Index weiter ziehen werden, sollte man zwar diesen „Doji“ im Candlestick-Chart, der nach einer Rallye immer ein Warnsignal ist, nicht überbewerten … nichtsdestotrotz aber besser, diese entscheidenden Unterstützungen im Auge zu behalten.

Die nächstliegende Supportzone ist zwar die langfristig bedeutsamere, deren Bruch – es geht um die Hochs zum Ende des Jahres 2021 zwischen 3.950 und 4.010 Punkten – muss aber nicht bereits das Ende des Aufwärtstrends bedeuten, dazu liegt diese Zone dem aktuellen Kursniveau zu nahe … und die nächste Unterstützungszone wäre ja nicht weit entfernt:

TecDAX: Chart vom 01.06.2026, Kurs 4.180,56 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX: Tages-Chart vom 01.06.2026, Kurs 4.180,56 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS

Der im Chart auf Tagesbasis gut zu erkennende Bereich 3.796 bis 3.925 Punkte, der auf der Oberseite durch die dort dick schwarz hervorgehobene 20-Tage-Linie abgeschlossen wird. Solange diese Zone nicht klar gebrochen wurde, bleibt die Oberseite aus charttechnischer Sicht die favorisierte Richtung. Die kommenden Tage werden vermutlich bereits andeuten, ob diese Übergabe des Staffelstabs von Halbleitern zu Software wirklich erfolgt … und gelingt.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

22.05.2026
08:17 Uhr

TecDAX: Jetzt heißt es hier „Sekt oder Selters“! — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 21.05.2026 um 18:23 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Es ist wie beim Autorennen, wenn es um entscheidende Charthürden geht: Rankommen ist oft leicht, vorbeikommen aber ganz und gar nicht. Der TecDAX hat jetzt das entscheidende Hoch des Jahres 2021 erreicht. Springt er … oder stolpert er?

Am 19. November 2021 erreichte der TecDAX mit 4.010,04 Punkten den höchsten Kurs seit dem Platzen der Internetblase. Dieses Hoch bildet damit eine immens wichtige Charthürde, über welcher der Weg für die Bullen – zumindest aus charttechnischer Sicht – dann erst einmal frei wäre. Im Sommer 2025 hatten sich die Käufer schon einmal an diesem Widerstand versucht. Da kam der Index bis 3.994,94 Punkte – und drehte danach scharf nach unten. Jetzt probiert man es also erneut, im Hoch kam der Index gestern bis 4.007,60 Punkte. Die Frage ist:

TecDAX Index: Monatschart vom 21.05.2026, Kurs 3.958,80 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX Index: Monatschart vom 21.05.2026, Kurs 3.958,80 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS

Taugen die Argumente der Bullen genug, um dieses 2021er-Hoch zu einer Etappe auf dem Weg zu Höherem werden zu lassen, statt als ideale Zielmarke, deren Erreichen oder leichtes Überbieten Gewinnmitnahmen auslöst?

Expertenmeinung: So, wie sich die Gesamtsituation zum einen und das Chartbild zum anderen darstellen, wird man auf die Antwort nicht allzu lange warten müssen. Und grundsätzlich sitzt das bullische Lager nicht so fest im Sattel, wie man sich das wünschen sollte, wollte man einen Ausbruch über das 2021er-Hoch als Einstiegssignal werten.

Denn befeuert wurde die bis zum 2021er-Hoch geführte Rallye nur von zwei Bereichen: den beiden Vertretern der Erneuerbaren Energien Nordex und SMA Solar sowie von allem, was mit Halbleitern in Verbindung zu bringen ist: Infineon, Aixtron, Elmos Semiconductor, SÜSS MicroTec, Jenoptik, Siltronic. Und die meisten dieser Aktien sind sehr stark gelaufen und schon eher teuer bewertet. Hinzu kommt, dass der entscheidende „Booster“, der dazu hätte dienen sollen, die Halbleiter-Titel noch höher zu ziehen, erst einmal versagt hat:

Die am Mittwochabend vorgelegten Quartalszahlen von Nvidia waren stark und implizieren eine weiter steigende Nachfrage im Chipsektor. Aber sie waren offensichtlich nicht so grandios, dass sie die vorbestehenden Erwartungen der bullischen Trader übertroffen hätten … sodass die Nvidia-Aktie den erhofften, großen Satz auf neue Rekorde erst einmal verweigerte und damit auch den TecDAX-Zugpferden die unmittelbaren Argumente entzieht, um den Index nachhaltig über diese Hürde von 4.010 Zählern zu heben.

Daher wäre es sicherlich kein Fehler, ein Scheitern dieses Ausbruchsversuchs als realistische Möglichkeit im Hinterkopf zu behalten und sich in Bezug auf bestehende Long-Positionen dagegen abzusichern … wobei das Chartbild dafür eine ideale Zone anbietet:

TecDAX Index: Tageschart vom 21.05.2026, Kurs 3.958,80 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
TecDAX Index: Tageschart vom 21.05.2026, Kurs 3.958,80 Punkte, Kürzel: TDX | Quelle: TWS

Sie sehen im Chart auf Tagesbasis, dass der TecDAX im Vorfeld dieses jüngsten Anstiegs die markante Widerstandszone 3.796 zu 3.858 Punkte überboten hat. Die dient jetzt zusammen mit der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie und der zuletzt zweimal effektiv als Sprungbrett dienenden und damit als Support wichtigen 20-Tage-Linie als eine bis 3.770 Zähler nach unten reichende Kreuzunterstützung. Darunter einen Stop-Loss zu platzieren, wäre auf jeden Fall eine Überlegung wert, denn eine klare Sache ist ein Ausbruch nach oben derzeit ganz und gar nicht.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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