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Die neuen Shooting-Stars unter den Internet-Aktien

Seit der Erstvorstellung Anfang 2018 entwickelten sich unsere Internet-Aktien-Tipps allesamt glänzend. In der Spitze legten die Aktien von Twitter um +199%, Match Group um stolze +452% und Grubhub um +114% zu. Während Twitter und Match Group nach dem Corona-Crash neue Höchststände erklommen, wurde Grubhub mittlerweile übernommen.

Grubhub: Übernahme durch Just Eat Takeaway

Der niederländische Wettbewerber Just Eat Takeaway (ISIN: NL0012015705 – Symbol: TKWY – Währung: EUR) bot 0,671 eigene Aktien pro Grubhub Aktie. Die Übernahme im Volumen von ca. 6,6 Mrd. USD wurde im 1. Halbjahr 2021 abgeschlossen. Durch den Zusammenschluss entsteht den Unternehmen zufolge der größte Essenslieferkonzern außerhalb Chinas. Aufgrund der Übernahme wurde Grubhub in unserem Artikel durch die Pinterest-Aktie ersetzt.

Die FANG-Aktien beherrschen das Internet

Seit den späten 90er Jahren hat keine Branche so viele herausragende Gewinneraktien hervorgebracht wie der Internetsektor. Vor allem die US-Internetkonzerne Facebook, Amazon, Netflix und Google (jetzt Alphabet) sind in den letzten Jahren so stark gewachsen, dass sich an der Wallstreet der Begriff „FANG-Aktien“ für sie etabliert hat*. Das Akronym aus den Anfangsbuchstaben bedeutet im Englischen wörtlich Reißzahn – eine durchaus treffende Bezeichnung.

Zusammen beherrscht das Quartett inzwischen große Bereiche des Internets und übt so einen wachsenden Einfluss auf unser tägliches Leben aus. An der Börse war der kometenhafte Kursanstieg der vier Aktien in den letzten Jahren die treibende Kraft hinter den Anstiegen der US-Indizes. Aktuell kommen die FANGs gemeinsam auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 4,7 Billionen USD (!)

*Einige zählen auch die Apple Aktie dazu und sprechen von den „FAANG-Aktien“ oder den FANGMAN-Aktien, wenn auch noch die Microsoft Aktie sowie die Nvidia Aktie ergänzt werden. Mehr zu diesen Aktien lesen Sie in unserem Artikel Quo vadis FANG Aktien?

Gravierende Unterschiede zur Dotcom-Blase

Viele Anleger erinnert die Kursrallye bei den Internet- und Technologieaktien der vergangenen Jahre bereits an die Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede im Vergleich zu damals. Beispielsweise bot das damalige Zinsniveau mit Anleiherenditen von mehr als 5% attraktive Alternativen zu Aktien und auch die Bewertungen sind nicht mehr vergleichbar.

So kommen die FANG-Aktien aktuell auf ein durchschnittliches, geschätztes 2022er-KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 35. Das ist zwar alles andere als niedrig, von Blasenniveaus mit den dreistelligen oder gar negativen KGVs aus dem Jahr 2000 jedoch noch ein gutes Stück entfernt. Angesichts der führenden Marktstellungen, den beeindruckenden Wachstumsraten sowie den außerordentlich hohen Cash-Beständen der Unternehmen erscheinen die heutigen Bewertungen zwar äußerst ambitioniert, aber durchaus vertretbar.

Internet 2.0: The Winner takes it all

Nirgendwo gilt das Prinzip „The winner takes it all“ (Der Gewinner bekommt alles) so sehr wie im Internet. Während es beispielsweise zahlreiche Automobilhersteller, Airlines, Versicherungen oder Banken mit vergleichbaren Produkten und Leistungen gibt, setzt sich im Internet in den allermeisten Fällen nur ein einziges Unternehmen als beherrschender Marktführer durch. Denn in der virtuellen Welt ist die Konkurrenz immer nur einen Klick entfernt.

Verständlicherweise interessiert sich kaum jemand für das zweitbeste Angebot, egal ob dafür nun Preis, Auswahl, Reichweite oder Mitgliederzahl ausschlaggebend sind. Amazon steht für Einkaufen, Ebay für Auktionen, YouTube für Videos, Facebook für Soziales Netzwerk, Netflix für Onlinevideothek, Google für Suchen u.s.w. Wettbewerber geraten gegenüber dem jeweiligen Platzhirsch unweigerlich in arge Bedrängnis und bleiben in punkto Kostenskalierung, Profitabilität und Wachstum auf der Strecke. Dies schlägt sich natürlich auch entsprechend negativ auf den Unternehmenswert nieder.

Monopolstellung und künstliche Intelligenz: Lizenz zum Gelddrucken

Dienste wie Facebook, Amazon, und Google hingegen haben fast eine Lizenz zum Gelddrucken. Sie verfügen in Ihren jeweiligen Marktsegmenten quasi über eine unangefochtene Monopolstellung. Zu deren Sicherung können die Internet-Giganten auf gigantische Datenmengen zugreifen die mittels künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) in Echtzeit ausgewertet und verwendet werden.

Da die führenden Konzerne nicht nur die höchsten Umsätze erzielen, sondern im Verhältnis dazu auch die niedrigsten Kosten erzeugen, liegen Margen und Gewinne weit über dem Branchenschnitt. Junge aufstrebende Unternehmen, die mit innovativen Ideen oder Technologien eine potenzielle Gefahr darstellen, werden in der Regel aufgekauft, so dass Wettbewerb fast schon ein Fremdwort ist.

Ganz ähnliche Marktstrukturen haben sich übrigens auch auf dem chinesischen Internetmarkt gebildet, zu dem die großen US-Player wie Facebook oder Alphabet keinen Zutritt haben. Die dominierenden Schwergewichte und Pendants zu den US-Riesen heißen im Reich der Mitte Alibaba, Tencent und Baidu.

Die Online-Marktführer von Morgen

Keine Frage, auch in Zukunft wird das Internet zahlreiche große Gewinner-Aktien hervorbringen, denn in keiner anderen Branche können Unternehmen ihre Angebote direkt an einen Großteil der Weltbevölkerung d.h. an Milliarden potenzielle Nutzer oder Kunden adressieren.

Um von den Kursanstiegen der „nächsten FANG Aktien“ zu profitieren, müssen diese natürlich erst einmal identifiziert werden. Naturgemäß ist dies der schwierigste Part. Es gilt dabei nicht nur auf starkes Wachstum zu achten, sondern vor allem auch darauf, dass es sich bei den jeweiligen Unternehmen um unangefochtene Marktführer mit einzigartigem Wettbewerbsvorteil und -vorsprung handelt. Diese Konzerne sind jedoch immer auch potenzielle Übernahmeziele der großen „Datenkraken“, wie einige der großen Internetmultis mittlerweile bezeichnet werden.

Die besten Internet Aktien 2021

Keine Frage, den führenden Internetanbietern stehen dank Digitalisierung, neuen Trends und meist hervorragend skalierbaren Geschäftsmodellen weiterhin glänzende Zeiten bevor. Die Coronavirus-Krise erwies sich für viele Internet-Aktien als starker Trend-Beschleuniger. Es gibt immer wieder neue Online-Unternehmen, die mit innovativen Angeboten das Wachstum der Branche vorantreiben. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien-Liste von zehn führenden Internet-Aktien. Drei dieser Werte mit Kurspotenzial für 2021 und darüber hinaus stellen wir Ihnen im Anschluss vor. Zwar sind die meisten Internet-Aktien nach den jahrelangen Anstiegen bereits sehr ambitioniert bewertet. Für langfristig orientierte Anleger bieten die Top-Werte der Branche bei Rücksetzern dennoch auch weiterhin langfristiges Kurspotenzial.

Internet-Aktien-Liste:

Internet AktieISINSymbolWährung
EtsyUS29786A1060ETSYUSD
FacebookUS30303M1027FBUSD
JD.comUS47215P1066JDUSD
Match GroupUS57667L1070MTCHUSD
NetflixUS64110L1061NFLXUSD
PayPalUS70450Y1038PYPLUSD
PinterestUS72352L1061PINSUSD
The Trade DeskUS88339J1051TTDUSD
TwitterUS90184L1026TWTRUSD
ZalandoDE000ZAL1111ZALEUR

Mit diesen Internet-Aktien können Sie vom Boom der Digitalisierung profitieren.

Match Group: Online Dating 2.0

Die Match Group Inc. (ISIN: US57667L1070 – Symbol: MTCH – Währung: USD) ist ein US-Internetunternehmen, das mehrere führende Online-Dating-Plattformen betreibt, darunter Tinder, OkCupid, PlentyOfFish, Meetic, Friendscout24 und Match.com. Zuletzt kam die stark wachsende Dating-App Hinge hinzu. Das an der Nasdaq mit rund 41 Mrd. USD bewertete Unternehmen ist seit dem Jahr 2015 börsennotiert.

Mit insgesamt 45 unterschiedlichen Portalen in 42 Sprachen bietet die Match Group Kennenlern-Plattformen für unterschiedliche Interessen und Bevölkerungsgruppen. Laut eigenen Angaben kommen die Internet- und Smartphone-Angebote des Konzerns auf mehr als 15 Mio. zahlende Mitglieder – mit stark steigender Tendenz. Das Unternehmen wirbt damit, dass 60 % der Beziehungen, die über das Internet oder per App entstehen, mit einem Match-Group Produkt zustande kommen.

Wachstumsmotor Tinder: Bezahlmitgliedschaften der Dating-App wachsen um +38 %

Tinder ist das mit Abstand spannendste Produkt des Unternehmens. Die App (Smartphone-Anwendung) ist weltweit die am öftesten heruntergeladene Dating-App. Aktuell liegt die Anzahl der zahlenden Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr um +17 % höher und stieg auf 9,6 Mio. Mittlerweile steuert Tinder deutlich mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz bei.

Die Tinder-App für das Smartphone hat in den letzten Jahren einen neuen Dating-Markt erschlossen. Das Smartphone zeigt Fotos von anderen Singles in der Nähe – ein Wisch auf dem Bildschirm nach links bedeutet „gefällt mir nicht“, ein Wisch nach rechts bedeutet „gefällt mir“. Haben beide nach rechts gewischt, so spricht man von einem „Match“. Die Mitglieder können nun miteinander in Kontakt treten und sich gegebenenfalls verabreden. Was anfangs vor allem von jungen Leuten für Flirts, Bekanntschaften und One-Night-Stands genutzt wurde, hat sich inzwischen mehr und mehr auch zur Suche nach langfristigen Beziehungen etabliert.

Zusätzliche Funktionen gegen Aufpreis

Kostenfrei ist die App nur eingeschränkt nutzbar d.h. es lässt sich pro Tag nur eine begrenzte Zahl an Nutzerprofilen anschauen. Mit „Tinder Plus“ gibt es gegen Zahlung einer monatlichen Gebühr Zugang zu einer uneingeschränkten Anzahl an Nutzerprofilen, außerdem besteht die Möglichkeit, eine getroffene Wahl zurückzunehmen oder den Standort manuell festzulegen (z.B. um Dates in einer anderen Stadt zu verabreden). Mit der Funktionserweiterung „Tinder Gold“ sieht der Nutzer, welche Mitglieder ihn bereits „mögen“ und kann so eigene Matches schneller beeinflussen. Neben Mitgliedsgebühren soll zukünftig auch Werbung zu einer wichtigen Einnahmequelle werden. Die folgende Grafik zeigt die Zahl der Downloads von Tinder im Vergleich zu den wichtigsten Konkurrenten, bezogen auf den jeweiligen Markteintritt.

Anzahl der Downloads von Tinder | Online Broker LYNX

Tinder erschafft neues Marktsegment des Online-Datings

Der wachsende Online-Dating-Markt hat weltweit ein Marktvolumen von etlichen Mrd. USD. Zwar gilt die Match Group mit ihren diversen Angeboten bereits seit längerem als internationaler Marktführer, eine dominierende Plattform konnte sich unter den einzelnen Kennenlern-Portalen bislang aber noch nicht herauskristallisieren. Das hat sich nun geändert, denn die Match Group ist dabei mit Tinder den Online-Dating Markt aufzurollen und nebenbei einen ganz neuen Markt zu schaffen. Denn auf einmal sind auch junge Leute, die bislang nicht unbedingt die Zielgruppe von Partnervermittlungen waren, bereit Geld für neue Bekanntschaften auszugeben. In den kommenden Jahren dürfte die innovative Dating-App deshalb zum Wachstumstreiber des Unternehmens werden. Die App der Match Group bekommt aber seit einiger Zeit zusehends Konkurrenz. Die Apps Bumble, Facebook Dating, Lovoo und happn liegen mittlerweile ebenfalls stark im Trend, auch wenn sie Tinder bei weitem noch nicht das Wasser reichen können.

+19 % Umsatz- und Gewinnwachstum für 2021 erwartet

In den vergangenen Jahren war die Geschäftsentwicklung zwar ansehnlich, aber auch nicht außergewöhnlich. In den letzten drei Jahren erzielte die Match Group ein durchschnittliches Umsatzwachstum von +19 %. Für das vergangene Jahr 2020 meldete das Unternehmen Corona-bedingt allerdings einen Gewinneinbruch von 1,81 USD je Aktie im Vorjahr auf nur mehr 0,49 USD je Anteilsschein. Das war deutlich weniger als Analysten erwartet hatten. Im laufenden Geschäftsjahr 2021 soll allerdings bei einem Umsatzwachstum von +22 % von 2,4 Mrd. USD auf 2,9 Mrd. USD wieder ein Ergebnis von 2,27 USD je Aktie erzielt werden. Für 2022 erwarten Marktexperten dann bereits 3,5 Mrd. USD Umsatz und 2,90 USD Gewinn je Aktie.

Kursanstieg nach dem Coronavirus-Crash bietet Gewinnmitnahmemöglichkeit

Die besten Internet Aktien: Entwicklung der Match Group Aktie | Online Broker LYNX

Die Entwicklung der Match Group Aktie verlief seit dem Börsengang Ende 2015 zu 12 USD traumhaft, der Kurs konnte sich seitdem im Hoch bereits fast verfünfzehnfachen. Nach einem Allzeithoch von 95 USD im Sommer 2019 halbierte sich die Aktie im Verlauf des Corona-Crashs, bevor eine atemberaubende Kursrallye auf knapp 175 USD startete. Aktuell korrigiert die Aktie wieder nachdem die letzten Quartalszahlen etwas schwächer ausfielen als erwartet. Auch die aktuellen Kurse zwischen 150 USD und 160 USD bieten aus unserer Sicht nach wie vor eine sehr gute Gelegenheit, um einige Gewinne ins Trockene zu bringen, denn die Aktie ist mittlerweile aus fundamentaler Sicht eher überbewertet und der Konkurrenzdruck nimmt ebenfalls spürbar zu. Kurz- und mittelfristig drohen daher empfindliche Rücksetzer, selbst wenn sich der langfristige Aufwärtstrend in den kommenden Jahren fortsetzt. Für Neueinstiege sollte zumindest ein Rücksetzer in den Bereich 110 USD bis 120 USD abgewartet werden. Falls es der Match Group weiterhin gelingt, Tinder als weltweit führende Partnerschafts- und Dating-Plattform zu etablieren, sollte die Aktie auch über das Jahr 2021 hinaus Kurspotenzial haben. Auch als mögliches Übernahmeziel für Facebook oder Alphabet kommt das texanische Unternehmen in Frage.

Pinterest: Das Lifestyle-Netzwerk

Die soziale Plattform Pinterest (ISIN: US72352L1061 – Symbol: PINS – Währung: USD) wurde im Jahr 2010 als visuelle Suchmaschine gegründet. Heute betreibt Pinterest eine Online-Pinnwand für Fotos, Videos, Anleitungen, Rezepte und ähnliche Inhalte, sowie ein dazugehöriges soziales Netzwerk. Die Bezeichnung Pinterest ist eine Kombination aus den englischen Wörtern pin („anheften“) und interest („Interesse“).

Virtuelle Pinnwand für Life-Style Themen

Auf der virtuellen Pinnwand („Board“) können Nutzer Anregungen, Videos, Bilder und Ideen für verschiedene Lifestyle-Bereiche finden und sich miteinander austauschen. Wer beispielsweise eine Wohnung neu einrichten oder umgestalten möchte, der kann auf Pinterest gezielt nach Vorschlägen suchen, die dem eigenen Geschmack entsprechen. Aber auch Modetrends, Koch- und Backrezepte, Spiele für Kindergeburtstage, Bastelanleitungen, Einkaufs-, Spar- und Haushaltstipps oder Urlaubs- und Ausflugsideen können gefunden und geteilt werden. Alles „Brauchbare“ was gefunden wurde und abgespeichert werden soll, kann als sogenannter „Pin“ auf einer eigenen virtuellen Pinnwand entweder geheim für sich selbst oder auch für andere User öffentlich sichtbar gespeichert werden. Mittlerweile wurden mehr als 5 Mrd. solcher Boards durch Nutzer erstellt.

Intelligente Suchfunktionen treiben das Nutzerwachstum

Die Nutzer können bereits auf einen Pool von weltweit mehr als 240 Milliarden hinterlegten Inhalten zugreifen, die jeweils mit zahlreichen Daten verknüpft sind. Mittels automatischer Bilderkennung und künstlicher Intelligenz (KI) werden gezielt passende Inhalte aus den Datenbanken abgerufen und eingeblendet. Dieses Prinzip funktioniert so gut, dass die Mitgliederzahlen stark ansteigen. International sind die aktiven Nutzer im vergangenen Jahr um +9 % auf mehr als 454 Mio. Mitglieder angestiegen – darunter übrigens mehr als 13 Mio. aus Deutschland. Laut den Pinterest Audience Insights sind rund 70 % aller Pinterest-Nutzer weiblich und drei Viertel aller Mitglieder sind zwischen 18 und 44 Jahren.

Gezielte Werbung gemäß der Nutzer-Interessen

Pinterest verdient sein Geld durch Werbung, wie zum Beispiel bezahlte Pins („promoted pins“), die den Nutzern gemäß den durch Pins offenbarten Interessen angezeigt werden. Das Potenzial das hinter dieser sehr zielgerichteten und meist nicht als störend empfundenen Werbeform steckt wird von immer mehr Unternehmen erkannt. Die Pinterest-Nutzer entsprechen einer äußerst attraktiven Zielgruppe, die überwiegend weiblich, kaufkräftig und zwischen 18 und 44 Jahren alt ist und von mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet auf Pinterest zugreift. Die steigenden Nutzerzahlen und vielfältigen Anzeigenoptionen tun ihr Übriges, um Pinterest als Alternative zu Plattformen wie Facebook, Twitter oder Instagram immer interessanter erscheinen zu lassen.

Dreistelliges Gewinnwachstum im Jahr 2021 erwartet

Die Umsätze von Pinterest stiegen in den letzten drei Jahren im Schnitt um starke +52 %. Profitabel ist Pinterest erst seit dem Jahr 2019, als erstmals eine schwarze Null erzielt wurde. Für 2020 wurde dank einer starken zweiten Jahreshälfte, eine Umsatzsteigerung von +48 % von 1,14 Mrd. USD auf 1,69 Mrd. USD gemeldet, sowie ein Gewinn von 0,42 USD je Aktie. Für das laufende Jahr 2021 soll den Analysten zufolge ein Umsatzwachstum von +53 % auf 2,6 Mrd. USD erzielt werden, sowie ein um +117 % höherer Gewinn in Höhe von 0,91 USD je Aktie. Für das kommende Jahr 2022 werden bei knapp 3,5 Mrd. USD Umsatz bereits 1,30 USD Gewinn je Aktie geschätzt.

Aktie mit steilem Aufwärtstrend und hohen Kursschwankungen

Die besten Internet Aktien: Entwicklung der Pinterest Aktie | Online Broker LYNX

Die Pinterest-Aktie entwickelte sich entsprechend der starken Geschäftsentwicklung sehr positiv. Ausgehend vom Ausgabekurs in Höhe von 19 USD im Frühjahr 2019 fiel die Aktie nach einem Anstieg auf ca. 37 USD im Corona-Crash bis auf 10 USD zurück, ehe ein atemberaubender Kursanstieg einsetzte. Dieser trieb die Aktie bis Anfang 2021 bis auf knapp 90 USD nach oben. Aktuell notiert der Wert bei ca. 60 USD und verzeichnete zuletzt recht starke Kursschwankungen.

Spekulative Aktie mit langfristigem Kurspotenzial

Keine Frage, Pinterest gehört derzeit zu den spannendsten Internet-Werten. Nach den Kursanstiegen des Jahres 2020 und 2021 ist die Aktie trotz der laufenden Korrekturbewegung immer noch recht ambitioniert bewertet. Spekulativ orientierte Anleger können auf dem aktuellen Kursniveau von 60 USD dennoch ein längerfristiges Investment ins Auge fassen. Gelingt es Pinterest das Nutzerwachstum ähnlich hoch zu halten, wie in den vergangenen Jahren, dann könnte sich auch der Aufwärtstrend der Pinterest-Aktie weiter fortsetzen. Rechnen Sie bei der Aktie weiterhin mit einer hohen Schwankungsbreite.

Twitter: Trump-Aus locker weggesteckt

Twitter (ISIN: US90184L1026 – Symbol – TWTR – Währung: USD) mit Sitz in San Francisco ist ein sog. Mikroblogging-Dienst. Die aktuell ca. 206 Mio. monatlich aktiven Nutzer können 280 Zeichen lange Kurznachrichten sog „Tweets“ verfassen und mit anderen Usern teilen. Auch Ex-US-Präsident Donald Trump, dessen Kurznachrichten auf Twitter immer wieder Schlagzeilen machten, galt bis zu seiner Sperre als exzessiver Nutzer, der dem Netzwerk zu großer Aufmerksamkeit verhalf.

Haupteinnahmequelle Werbung

Twitter Inc. erlöst Umsätze fast ausschließlich durch Werbung. Für werbende Firmen geht es um die Möglichkeit eigene Beiträge in den Nachrichtenstrom der Nutzer einfließen zu lassen. Dabei können, ähnlich wie bei Facebook bestimmte Regionen oder Nutzer-Gruppen nach Interessen und Themen adressiert werden. Unternehmen können somit recht effizient Nutzer erreichen und ansprechen, die als Zielgruppe interessant sind, aber ihren Beiträgen bei Twitter (noch) nicht direkt folgen.

Mit neuen Funktionen auf der Erfolgsspur

Der Aktienkurs hat in letzten Jahren extrem volatile Zeiten erlebt. Nach einem furiosen Börsengang im Jahr 2013 war die Aktie von einem Ausgabepreis von 26 USD bis auf 74 USD explodiert. Da die Geschäftsentwicklung in Folge relativ enttäuschend verlief, fiel die Aktie dann bis 2016 sogar unter den Ausgabepreis, im Tief bis auf ca. 14 USD. Danach setzte eine Trendwende ein, die den Aktienkurs bis Anfang 2021 unter heftigen Schwankungen bis auf ein neues Allzeithoch von 80,75 USD beförderte. Von diesem Level ist die Aktie mit aktuellen Kursen von 69 USD allerdings bereits wieder ein Stück entfernt.

Das Management fokussierte das Unternehmen wieder stärker auf sein Kernprodukt und verbesserte die Nutzererfahrung mit Diensten wie Video- und Live Streaming. Auch Twitter Topics (das Abo bestimmter Themen), Twitter Fleets (Inhalte mit einer Sichtbarkeit von 24 Stunden) und Audio Tweets erweitern den bislang recht begrenzten Spielraum an Funktionen. Die Neueinführung von Erweiterungen verlief bislang durchaus erfolgreich, denn die User zeigten sich weitaus engagierter und werfen öfter am Tag einen Blick auf die Plattform.

Trump-Sperre bringt Twitter-Aktienkurs unter Druck

Auch Donald Trump leistete bis zu seiner Abwahl einen gewichtigen „Beitrag“ zum Erfolg der Plattform. Der Ex-Präsident der USA lenkte mit seinen, teilweise heftig umstrittenen, populistischen Tweets immer wieder die Aufmerksamkeit auf Twitter. Trump machte so kostenlose Werbung für das soziale Netzwerk, denn seine Twitter-Tiraden wurden in sämtlichen anderen Medien thematisiert und diskutiert. Zum Ende seiner Amtszeit wurde der Account von Trump jedoch dauerhaft gesperrt, denn die Inhalte waren äußerst fragwürdig, irreführend und konnten zum Teil auch als Aufruf zu Gewalt verstanden werden. Trump warf den Demokraten beispielsweise eine großangelegte Wahlfälschung vor und stachelte seine Anhänger auf dagegen vorzugehen. Der sogenannte „Kapitolsturm“ durch Trump-Anhänger wird als vorläufiger Höhepunkt dieser Bewegung in die Geschichte eingehen. Die Tatsache, dass der Aktienkurs von Twitter in Folge der Trump-Sperre zunächst stark unter Druck geriet, zeigt wie hoch die Abhängigkeit von Trumps Twitter-Tiraden war. Mittlerweile wird jedoch klar, dass die Auswirkungen gar nicht so negativ ausfallen wie befürchtet.

2021: Starkes Umsatzwachstum und Rückkehr in die Gewinnzone

Die besten Internet Aktien: Entwicklung der Twitter Aktie | Online Broker LYNX

Im Jahr 2020 stieg der Umsatz um +9 % von 3,5 Mrd. USD auf 3,8 Mrd. USD, wobei ein Verlust in Höhe von -0,87 USD verbucht wurde. Die Corona-Pandemie hatte vor allem im ersten Halbjahr stark negative Auswirkungen auf die Werbeeinnahmen. Für das laufende Jahr 2021 liegen die Konsens-Schätzungen bei einem Umsatz von 4,8 Mrd. USD (+29 %) und einem Gewinn von 0,79 USD je Aktie. Im kommenden Jahr sollen dann bereits 5,9 Mrd. USD Umsatz (+23 %) und 1,08 USD Gewinn je Aktie erzielt werden.

Rechnen Sie bei Twitter weiterhin mit starken Kursschwankungen

Nach rund anderthalb Jahren Corona-Krise ist die Zeit der größten Unsicherheit längst vorbei und vor allem Internetunternehmen profitieren davon, dass die Menschen mehr zu Hause vor dem PC sitzen und auch verstärkt online einkaufen. Aus diesem Grund steigen die digitalen Werbeausgaben seit Monaten stark an und sorgen für einen regelrechten Boom bei vielen Online-Geschäftsmodellen. Die große Voraussetzung für Twitter liegt nun darin, den eingeschlagenen Wachstumskurs auch ohne Trump-Getöse fortzusetzen und die Erwartungen der Analysten in den kommenden Quartalen nicht zu enttäuschen und weiter zu wachsen. Gelingt dies, so winkt der Aktie auf dem aktuellen Kursniveau durchaus weiteres Kurspotenzial und Twitter könnte 2021 zu den Internet-Gewinnern des Jahres zählen. Rechnen Sie bei der spekulativen Twitter-Aktie jedoch weiterhin mit hohen Kursschwankungen und investieren Sie gegebenenfalls nur einen geringen Depotanteil.

Fazit – Die besten Internet Aktien: Der Siegeszug der virtuellen Online-Welt

Die Digitalisierung der Wirtschaft erhielt durch die Corona-Pandemie einen neuen Schub, von dem Internet-Unternehmen, wie Match Group, Pinterest oder Twitter profitieren. Denn die Zeit, die wir alle vor den elektronischen Medien verbringen, nahm durch den Lockdown enorm zu. Und so finden immer mehr Menschen beispielsweise heraus, dass sich viele Aufgaben und Erledigungen bequemer per Smartphone oder Tablet bewältigen lassen. Diese Erkenntnis wird auch nach dem erwarteten Abflauen der Pandemie bleiben und zu nachhaltigen Veränderungen in unserer Gesellschaft führen. Egal ob Einkauf, Flirt, die Pflege von Freundschaften, das Teilen von Ideen oder Essensbestellungen: Immer mehr Bereiche des Lebens werden zukünftig online oder per App in der virtuellen Welt steuerbar. Unabhängig davon, ob einem diese Entwicklung persönlich gefällt oder nicht geht der Siegeszug des Internets weiter. Und damit wird es auch in Zukunft innovative Unternehmen geben, die mit neuen, kreativen Ideen die Entwicklung des Internets vorantreiben werden.

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