ATOSS Software Aktie Prognose ATOSS Software: Was für ein Kurssprung! Ist das die Wende?

News: Aktuelle Analyse der ATOSS Software Aktie

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ATOSS Software
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Zur ATOSS Software Aktie

Die Aktie von ATOSS Software wurde gestern nach ADVA der Top-Gewinner im SDAX. Auslöser dieses beeindruckenden Kurssprungs von 11,62 Prozent war die Vorlage der 2021er-Bilanz und des Ausblicks auf 2022. Ist das der Befreiungsschlag, ist der Weg nach oben frei?

Ein guter Ansatz dafür ist es zwar, aber bislang ist dieser, einer den ganzen Monat andauernden Abwärtsbewegung folgende Kurssprung nur eine scharfe Gegenreaktion. Sie sehen im Chart, dass die Aktie des Software-Spezialisten für Arbeitszeitmanagement nach der Vollendung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation in einer Zone gefangen ist, die auf der Oberseite durch die Zwischenhochs der Zeit zwischen Winter und Herbst 2021 sowie durch die Nackenlinie der Trendwendeformation definiert ist. Diese zwischen 187 und 203 Euro wartenden Linien sind jetzt zu Widerständen geworden.

Es ist zwar positiv, dass die ATOSS-Aktie durch die stark positive Reaktion auf das Zahlenwerk bereits am oberen Ende der breiten Unterstützungszone 142,50/159 Euro aufgefangen wurde, während die markttechnischen Indikatoren nach dem vorherigen, wochenlangen Abstieg noch nahe der überverkauften Zone rangieren und aus dieser Warte heraus ordentlich Luft nach oben gegeben würde. Aber wenn derart markante und zahlreiche Widerstände auf eine Aktie warten, müssten die Ergebnisse der Vorjahres, vor allem aber der Ausblick auf 2022, die Qualität eines „Game Changers“ haben. Haben sie das?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur ATOSS Software Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Das wird jeder Marktteilnehmer natürlich unterschiedlich sehen, denn ob etwas gut genug ist, um eine Aktie zu kaufen, ist ja immer subjektiv. Aber tief beeindruckend wirken die Zahlen eher nicht. Der Umsatz stieg 2021 um 12,7 Prozent und lag damit leicht über der unternehmenseigenen Prognose. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) schaffte indes nur ein Plus von 3,8 Prozent zum Vorjahr. Die EBIT-Gewinnmarge lag bei 28 Prozent.

Würde ATOSS für das laufende Jahr große Sprünge avisieren, könnte dieses eher mäßige Wachstum der Vergangenheit zu den Akten gelegt werden. Aber für 2022 liegt die aktuelle Umsatzprognose des Software-Unternehmens bei einem Zuwachs zwischen 9 und 13 Prozent, während die Prognose für die EBIT-Gewinnmarge bei „jedenfalls 25 Prozent“ angesiedelt wurde. Angenommen, die Marge würde wirklich nur bei 25 statt wie 2021 bei 28 Prozent liegen, würde das bezüglich des Gewinns den Umsatzzuwachs egalisieren.

Und selbst, wenn ATOSS trotzdem den derzeit seitens der Analysten für 2022 erwarteten Gewinnzuwachs von 10 Prozent erreicht, käme die Aktie dann auf ein Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 73. Per Ende 2021, vor dem wochenlangen Abstieg und bezogen auf den 2021er-Gewinn, lag dieses KGV zwar sogar bei 100. Aber bei diesem geringen Gewinnwachstum wäre sogar ein KGV von 50 teuer, daher sollte man hier besser mit Bedacht an die Sache herangehen, zumal: Wollte man nach dem Einstieg einen Stoppkurs knapp unter das letzte Tief (am Freitag bei 155,60 Euro erreicht) platzieren, was grundsätzlich sinnvoll wäre, würde das durch diesen Kurssprung bedeuten, dass man einen eher großen Verlust hinnehmen müsste, falls diese Reaktion auf die Bilanz eben doch nicht mehr wäre als eine Gegenbewegung in einem intakten Abwärtstrend.

Chart vom 31.01.2022, Kurs 176,80 Euro, Kürzel AOF | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der ATOSS Software Aktie

Das Chartbild der ATOSS Software-Aktie sieht äußerst vielversprechend aus. Da könnte in Kürze ein Anlauf an das bisherige Rekordhoch anstehen … und dieses auch durchaus überboten werden. Aber es gibt ein „Aber“ bei der Sache.

Seit viele Anleger die Small Caps für sich entdeckt haben, sind viele der im SDAX oder, im Fall der ATOSS-Aktie, im Technology All Shares-Index notierten Titel gewaltig im Kurs gestiegen. Nur stieg bei vielen auch die Bewertung entsprechend mit. Das gilt für die Aktie dieses auf den Bereich Arbeits-, Zeit- und Ablaufmanagement-Software spezialisierten Unternehmens ebenfalls.

Eine untypisch hohe Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) ist meist so lange unproblematisch, solange der Aufwärtstrend der Aktie intakt bleibt und die meisten Marktteilnehmer gar nicht darauf achten, ob eine Aktie mit Blick auf die fundamentale Bewertung „teuer“ oder gar „zu teuer“ wäre. Aber wenn die Kurse wackeln, sollte man aufpassen. Vor allem, wenn eine Aktie doppelt so teuer ist, wie sie es noch vor wenigen Jahren war. Und das ist hier der Fall.

In den Jahren 2014 bis 2019 bewegte sich das KGV der ATOSS-Aktie zwischen 20 und 40. Per Ende 2020 lag es dann auf einmal bei 70. Und nimmt man die derzeitige Gewinnschätzung für 2021 und den aktuellen Kurs als Basis, läge das 2021er-KGV jetzt bei 75. Dabei rechnet man für 2022 und 2023 zwar mit steigenden Gewinnen, aber nicht mit einer Gewinnexplosion, die diese ungewöhnlich hohe Bewertung rechtfertigen könnte. Was bedeutet:

Expertenmeinung: Die Aktie könnte durchaus wieder in die frühere Bewertungsspanne zurückkehren. Und selbst, wenn mit einem KGV von 40 nur das obere Ende der früheren Bewertungsrange erreicht würde, müsste sich der Kurs dazu fast halbieren, wieder in die Region vom Sommer 2020 zurückkehren. Das sollte man im Hinterkopf haben, wenn man hier einem bullischen Signal der Charttechnik folgen möchte – das jetzt jederzeit entstehen könnte.

Der Chart zeigt, dass die ATOSS Software-Aktie Anstalten macht, die vom bisherigen Rekord-Verlaufshoch bei 203 Euro ausgehende, mittelfristige Abwärtstrendlinie zu überwinden. Rückhalt hätte der Ausbruchsversuch durch den erfolgreichen Test der im Chart dick schwarz hervorgehobenen 200-Tage-Linie im Mai. Allerdings müsste ein Ausbruch über diese aktuell bei 180 Euro verlaufende Linie kein Durchmarsch werden, das Zwischenhoch von Ende April bei 187,40 Euro wäre eine weitere Hürde, die es vor dem Angriff an den Verlaufsrekord zu nehmen gälte. Und:

Würde ATOSS das bisherige Rekordhoch von 203 Euro angehen, wäre das KGV dann sogar schon bei über 85, daher sollte man einen Ausbruch nach oben eher als Trading-Chance denn als Basis für eine mittelfristige Positionierung sehen. Letzteres wäre erst dann spannend – das Unternehmen an sich wäre dafür allemal interessant – wenn eine ausgedehntere Korrektur die Aktie entsprechend „billiger“ gemacht hätte.

ATOSS Software-Aktie: Chart vom 15.06.2021, Kurs 174,80 Euro, Kürzel AOF | Online Broker LYNX