Rheinmetall Aktie Prognose Rheinmetall und andere Rüstungskonzerne: Ein Plädoyer

News: Aktuelle Analyse der Rheinmetall Aktie

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Rheinmetall
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Es herrscht Krieg und die Aufträge flattern bei den Rüstungskonzernen nur noch so rein. Warum ich Rheinmetall und andere Waffenhersteller trotzdem nicht kaufen würde.

Hochrüsten, abschrecken

Rheinmetall und die gesamte Rüstungsindustrie sind die großen Profiteure des Kriegs, aller Kriege.

Mit Blick auf die stark steigenden Rüstungsausgaben in einer ganzen Reihe von Staaten dürften diesen Unternehmen gute Jahre ins Haus stehen.

Ich bin kein Pazifist und ich sehe sehr wohl, dass man sich dazu genötigt fühlt zu rüsten, um damit abzuschrecken und am Ende kriegerische Auseinandersetzungen zu verhindern.
Die Raison dahinter ist vollkommen klar.
Ist Partei A stark genug und hat ein hochgerüstetes Militär, kann Partei B keinen Krieg gegen sie führen.

Bringt das überhaupt was?

(Wenn Sie die Erhöhung des Verteidigungshaushaltes nicht interessiert, können Sie diesen Absatz überspringen)

All das ist verständlich. Ob 100 Mrd. Euro mehr Budget für die Bundeswehr allerdings wirklich notwendig sind und ob sie etwas bewirken, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier.

Ich denke den meisten ist gar nicht bewusst, dass die Bundeswehr 2021 ein Budget von 46,9 Mrd. Euro hatte – übrigens nicht viel weniger als Russland mit umgerechnet rund 60 Mrd. Euro.

Deutschland hat ohnehin schon über 5% des Steueraufkommens für die Verteidigung ausgegeben.

Es ist also nicht so, dass unser Militär kein Geld bekommen würde, es ist vielmehr so, dass das Geld nicht viel bewirkt. Wie kann es sonst sein, dass die Bundeswehr laut ihrem Generalinspekteur „blank“ dasteht.
Und wäre es nicht seine Verantwortung gewesen, dass genau das nicht passiert?

Doch darum soll es gar nicht gehen. Das sind nur meine Gedanken als braver Steuerzahler. Wo sind die knapp 200 Mrd. Euro hin, die die Bundeswehr erhalten hat, seitdem Eberhard Zorn 2018 den Posten als Generalinspekteur der Bundeswehr übernommen hat?

Wie kann es sein, dass wir mit einem Verteidigungshaushalt von knapp 50 Mrd. Euro „blank“ dastehen und wir vor Russland mit einem Verteidigungshaushalt von umgerechnet rund 60 Mrd. Euro zittern?

Sie brauchen keine Rüstung im Depot

Ich denke, dass man diese Fragen stellen darf. Das eigentliche Plädoyer in Bezug auf Rheinmetall und andere Rüstungskonzerne ist aber das folgende:

Belohnen Sie die Rüstungskonzerne nicht indirekt dafür, dass sie Waffen herstellen und durch Krieg und Elend Geld verdienen.
Waffen werden gebaut, um damit zu töten und dafür werden sie am Ende auch genutzt.

Das Argument, dass man Abschreckung des Feindes betreibt, zieht nicht. Waffen, die gestern noch der Abschreckung gedient haben, werden morgen benutzt.
Das sehen wir doch gerade jetzt wieder.

Und es wird auch für jeden offensichtlich, dass die Nachfrage für Waffen dann am höchsten ist, wenn gemordet wird.
Rüstungskonzerne profitieren also ganz direkt vom Krieg.

Doch zum Glück leben wir in einer wirtschaftlich zunehmend vernetzten Welt, in der die Kosten für einen Überfall auf ein Nachbarland immer größer werden.
Um das mit einem Beispiel zu verdeutlichen: Früher konnten Deutschland und Frankreich noch Krieg führen, weil die Wirtschaft beider Länder weitgehend getrennt voneinander war und man sich im Siegesfall einen „Gewinn“ daraus versprechen konnte. So dachte man zumindest.
Heutzutage würde man sich nur selbst ruinieren.

Heute ist Frieden ein viel besseres Geschäft als Krieg.

Um eine gute Rendite zu erzielen, brauchen Sie also keine Rüstungsaktien in ihrem Depot.
Ganz im Gegenteil, vor diesem Konflikt waren die meisten Rüstungsaktien eher ein schlechtes Investment.

Und ich hoffe, sie werden es auch in Zukunft sein. Nicht, weil ich Rheinmetall oder gar den Angestellten etwas Böses will, sondern weil ich darauf hoffe und spekuliere, dass Invasionen und Krieg zunehmend der Vergangenheit angehören.

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