Fresenius am Scheideweg: Ist das endlich die Wende?

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Fresenius SE
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Zur Fresenius SE Aktie

Mit der Fresenius-Aktie ging es über Jahre hinweg abwärts. Viele Anleger hatten zwischenzeitlich den Mut verloren. Jetzt könnte die Bodenbildung abgeschlossen sein. Ist das endlich die Wende?

In den Startlöchern

Man muss schon eine sehr langfristige Betrachtungsweise haben, um zu erkennen, dass Fresenius ein Outperformer ist.
Denn seit Mitte 2017 ging es nahezu stetig bergab.

Operative Probleme, ein Bestechungsskandal und viele Nebenkriegsschauplätze belasteten die Stimmung.
Ganz erholt hat man sich davon noch nicht, es wäre aber gut möglich, dass Anleger auch einige positive Aspekte übersehen haben.

Daher hatte ich mich in den letzten Monaten mehrfach positiv zum Unternehmen geäußert, zuletzt bei einem Kurs von 41,60 Euro:
Fresenius: Endlich der Boden

Chart vom 19.08.2021 Kurs: 46,34 Kürzel: FRE - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 19.08.2021 Kurs: 46,34 Kürzel: FRE – Wochenkerzen
Chart vom 19.08.2021 Kurs: 46,34 Kürzel: FRE - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 19.08.2021 Kurs: 46,34 Kürzel: FRE – Wochenkerzen

Damals mehrten sich die Zeichen, dass die Aktie endlich einen belastbaren Boden gefunden hatte und glücklicherweise konnte Fresenius seit der Analyse ordentlich zulegen.

Jetzt ist die Aktie bis an den mehrjährigen Abwärtstrend vorgerückt und zeitweise sogar darüber ausgebrochen.
Aus Sicht der Bullen ist aber ein klares Kaufsignal per Wochenschluss notwendig. Dazu sollte Fresenius über 47 oder besser über 47,60 Euro schließen.

Vorerst scheint es aber so, als ginge den Bullen die Puste aus. Für antizyklische Anleger ist das erfreulich, denn sie könnten noch eine Gelegenheit erhalten.
Der Support nahe 44 Euro wäre interessant, noch besser wäre das Chance-Risiko-Verhältnis im Falle eines Rücksetzers an den kurzfristigen Aufwärtstrend.

Aus Sicht der Bullen sollte die Aktie allerdings nicht mehr unter 40 Euro fallen.

Gibt es Grund zur Hoffnung?

Zuletzt hat sich das Geschäft wieder besser entwickelt. Im zweiten Quartal kam es zu einer spürbaren Belebung.
Der Umsatz legte auf Jahressicht um 4% zu, der Gewinn kletterte um 16%.

Daher hatte man zuletzt auch die Prognose erhöht.

Das laufende Geschäftsjahr scheint die Wende zu bringen, denn inzwischen erwartet man für 2022 ein Ergebnis von 3,70 Euro je Aktie, was ein neuer Rekord wäre.

Das entspräche aktuelle einem KGVe von 12,5. Ich möchte die Erwartungen nicht zu hochschrauben, aber in den letzten fünf Jahren lag das KGV durchschnittlich bei 18,7 und in dieser Branche sind eher Werte von über 20 üblich.

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Die Lage bei Fresenius hellt sich sowohl charttechnisch wie auch geschäftlich weiter auf. Die Aktie könnte endlich einen Boden gefunden haben.

Vermeintlich langweilig

Bei Fresenius war in den letzten Jahren so Einiges los. Eigentlich möchte man meinen, dass es sich bei Medizintechnik- und Gesundheit um eine eher langweilige Angelegenheit handelt.

Bei Fresenius wurde die ganze Sache aber durch operative Probleme in den USA, eine Gewinnwarnung und eine Schmiergeld-Affäre „garniert“.

Corona belastet

Ebenfalls wenig intuitiv ist der Umstand, dass die Pandemie das Krankenhausgeschäft belastet.

Die staatliche Unterstützung gleicht die Belastungen durch die vielen Behandlungen zwar fast, aber eben nicht vollständig aus.

Darüber hinaus wurden die Fallpauschalen in Deutschland zuletzt angepasst und in Summe gesenkt.

Darüber wird das Geschäft von Vamed durch Verschiebungen im Projektgeschäft wegen Covid stark beeinträchtigt.

Fresenius sieht sich derzeit also mit einem herausfordernden Umfeld konfrontiert.

Bedenkt man diesen Gegenwind und den Umstand, dass die Probleme nicht hausgemacht sind, erscheinen die Quartalszahlen in einem anderen Licht.

Währungsbereinigt ist der Umsatz immerhin um 3% auf 9,0 Mrd. Euro gestiegen. Das Ergebnis war mit 435 Mio. Euro nahezu stabil.

Lage hellt sich auf

Fresenius erwartet in der zweiten Jahreshälfte eine «spürbare Verbesserung der Rahmenbedingungen in seinen wesentlichen Märkten», sofern die Impfkampagnen zügig voranschreiten.

Der Umsatz soll währungsbereinigt im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen.

Das Konzernergebnis soll unter Ausklammerung von Wechselkurseffekten und um Sondereinflüsse bereinigt mindestens stabil bleiben.

Gleichzeitig hat man Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und dauerhaften Senkung der Kostenbasis angestoßen.
Dadurch soll das Konzernergebnis bis 2023 mindestens um 100 Mio. Euro steigen.

Nicht ohne Grund

Durch die ergriffenen Maßnahmen und das sich aufhellende Marktumfeld sollte mittelfristig wieder an alte Erfolge anknüpfen können.

Man sollte die Qualität von Fresenius bei all den temporären Problemen nicht unterschätzen oder gar vergessen.

Es gibt gute Gründe, warum Fresenius den Umsatz und Gewinn in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppeln konnte und warum das fast allen anderen Dax-Konzernen eben nicht gelungen ist.

Ein weiteres Argument für die Aktie ist die Bewertung. Klammert man die jüngere Vergangenheit aus, lag das KGV von Fresenius in der Regel bei 20 und mehr.

Aktuell kommt man auf ein KGV von 13,6. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 18,7.

Fresenius ist also sicherlich nicht teuer und man benötigt mittelfristig kaum Wachstum, um die Bewertung zu rechtfertigen.

Chart vom 07.05.2021 Kurs: 41,60 Kürzel: FRE - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 07.05.2021 Kurs: 41,60 Kürzel: FRE – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht sieht es ebenfalls immer besser aus. Fresenius könnte endlich den ersehnten Boden gefunden haben.

In den letzten Monaten wurde auch ein Aufwärtstrend ausgebildet und mit dem Ausbruch über 40 Euro ein Kaufsignal generiert.
Mögliche Kursziele liegen zwischen 45 und 47 Euro.

Ausgehend von diesem Niveau könnte dann nochmal ein Rücksetzer erfolgen. Solange der junge Aufwärtstrend intakt bleibt, sitzen die Bullen fest im Sattel.

Gelingt ein Anstieg über die obere Abwärtstrendlinie, die derzeit nahe 47 Euro verläuft, hellt sich das Chartbild nachhaltig auf.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzten Wochen waren für Anleger der Fresenius-Aktie alles andere als erfreulich. Während sich der DAX in Richtung des bisherigen Allzeithochs aufmachte, ging es hier mit den Kursen deutlich Richtung Süden. Erste technische Warnsignale bildeten sich bereits Anfang Januar, als der Breakout über das Niveau von 38 EUR nicht gehalten werden konnte. In Folge wurden auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 nach unten verletzt. Die Warnsignale mehrten sich, bis es zum Bruch der Unterstützung bei rund 36.50 EUR und somit zu einem doch deutlichen Verkaufssignal kam. Der anschließen recht steile Abverkauf, angefeuert von wenig erfreulichen Nachrichten, wurde zwar zwischenzeitlich wieder aufgekauft, doch hierbei handelt es sich wohl nur um eine technische Gegenbewegung. Die Kurse sind an der alten Unterstützungsmarke angekommen, welche nun zu einem Widerstand wird.  

Expertenmeinung: Die technische Erholung steht erneut auf der Kippe. Aus charttechnischen Gesichtspunkten ist mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Bären von hier aus beginnen werden, den Druck abermals zu erhöhen. Anleger, welche Anfang Februar auf dem falschen Fuß erwischt wurden, haben nun eine gute Gelegenheit, bei wesentlich höheren Kursen das Wertpapier zu verkaufen. Diese Chance werden wohl einige ergreifen. In den kommenden Wochen gehen wir von einer Fortsetzung des Abwärtsdrucks aus und sehen Kursziele im Bereich von 31 bis 33 EUR.   

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 17.02.2021 Kurs: 36.06 Kürzel: FRE | Online Broker LYNX

Bis zum Hoch hätte die Fresenius Aktie ein Potenzial von 100%. Die Lunte brennt bereits, es fehlt nur noch ein Funke. Sondieren wir die charttechnische und fundamentale Lage.

Falsche Welt

Betrachtet man nur die letzten Monate, würde man es kaum vermuten, aber Fresenius ist ein langfristiger Outperformer.
Tatsächlich gibt es nur eine Hand voll Aktien im Dax, die sich in den letzten zehn oder zwanzig Jahren besser geschlagen haben – und das, obwohl die Aktie derzeit 50% unter ihrem Allzeithoch notiert.

Doch früher oder später wird diese Korrektur ein Ende finden und die Bullen wieder übernehmen. Es fehlt nur noch ein Auslöser.

Erstaunlich

Denn fundamental ist die Lage erstaunlich eindeutig, trotz eines zwischenzeitlichen Bestechungsskandals, Problemen im Dialyse-Geschäft in den USA und bei der Tochter Fresenius Medical Care.

Unter dem Strich hat Fresenius den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 15,97 auf 35,41 Mrd. USD gesteigert.
Das Ergebnis kletterte im selben Zeitraum von 1,26 auf 3,38 Euro je Aktie.

Der freie Cashflow hat sich nahezu verdoppelt und die Dividende wurde von 0,25 auf 0,80 Euro je Aktie erhöht.
Kein Wunder also, dass die Aktie ein langfristiger Outperformer ist.

Wie groß sind die Probleme?

Aber selbstverständlich gibt es Gründe, warum die Aktie in den letzten Jahren nicht an diese Outperformance anknüpfen konnte – wir haben sie bereits angesprochen.

Betrachtet man allerdings die nüchternen Zahlen, wird es relativ schwer, die gravierenden Kursverluste zu rechtfertigen.

Immerhin hat die Aktie ihr Allzeithoch 2017 markiert. In diesem Jahr 2017 verzeichnete Fresenius aber ein Umsatzwachstum von 14% und erzielte einen Rekordgewinn von 3,25 Euro je Aktie.

Im Folgejahr stagnierte der Umsatz, man erzielte aber ein neues Rekordergebnis von 3,63 Euro je Aktie.

Im letzten Geschäftsjahr legte der Umsatz dann wieder um 5% zu und der Gewinn war mit 3,38 Euro je Aktie sehr ordentlich.

Im Krisenjahr 2020 hat sich Fresenius ebenfalls robust entwickelt. Umsatz und Gewinn liefen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres weitgehend seitwärts.

Gerechtfertigt?

Ich bin der Meinung, dass diese Entwicklung keine Kurshalbierung rechtfertigt, denn mittelfristig wird das Unternehmen wieder auf den Wachstumskurs zurückkehren.
Es ist für Fresenius auch nicht die erste Phase einer zeitweiligen Stagnation.

Der Markt bewertet den Gesundheitskonzern derzeit aber so, als würden die Probleme ewig anhalten und ignoriert die Qualität des Unternehmens.

Inzwischen kommt Fresenius jedenfalls auf ein KGV von 12,3.
In der Vergangenheit wurde oft ein Wert von mehr als 20 gezahlt und in den letzten fünf Jahren waren es durchschnittlich 18,7.

Jetzt zeigt sich

Die Krise hat nicht nur gezeigt, dass man mit problematischen Rahmenbedingungen umgehen kann, sondern auch, wie profitabel das Unternehmen in Wirklichkeit ist.

Da man bei den Investitionen zurückhaltend war, explodierte der Cashflow regelrecht.

In den letzten drei Quartalen hat Fresenius einen freien Cashflow von 3,59 Mrd. Euro erwirtschaftet.
Auf dieser Basis kommt Fresenius derzeit auf einen P/FCF von 4,8. Gemessen an dieser Kennzahl war das Unternehmen noch die günstiger. Für Investoren stehen die Ampeln also auf Grün.

Chart

Fehlt nur noch der angesprochene Auslöser. Der kurzfristige Abwärtstrend wurde bereits überwunden. Über 40 Euro könnte es jetzt zu einem weiteren Kaufsignal kommen.
Dann wäre der Weg bis zum langfristigen Abwärtstrend nahe 42 Euro frei.

Kann diese Trendlinie durchbrochen werden, rücken Kursziele bei 45-46 sowie 50 Euro in den Fokus.

Chart vom 08.01.2021 Kurs: 39,83 Kürzel: FRE – Tageskerzen | LYNX Online Broker
Chart vom 08.01.2021 Kurs: 39,83 Kürzel: FRE – Tageskerzen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Kurse der Aktie des deutschen Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmens Fresenius wurden in den letzten Monaten ordentlich durchgeschüttelt. Die Bären meldeten sich erstmals Ende Juli zu Wort, als wichtige Unterstützungen nach unten gebrochen wurden. Ein weiteres klares Statement setzten sie, als Mitte Oktober erneut eine Zwischenkonsolidierung Richtung Süden verlassen wurde. Die Talfahrt der Fresenius Aktie setzte sich weiter fort, bis es dann doch etwas zu viel des Guten wurde. Die Aktie präsentierte sich stark überverkauft, was vor allem am immens hohen Abstand zur 50-Tage-Linie erkennbar war. Ein technischer Bounce musste her, welcher auch wie nach Plan eintraf. Womit die Bären aber wohl nicht gerechnet haben, war die darauffolgende starke Rallye nach oben. Die Aktie kämpfte sich eindrucksvoll ihren Weg zurück.

Expertenmeinung: Die bärischen Tendenzen scheinen erstmal vom Tisch zu sein und wir sehen aktuell eine überaus konstruktive Konsolidierung knapp über den gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50. Die Trendwende könnte sich von hier aus weiter fortsetzen. Ideal wären nun Schlusskurse oberhalb der gebildeten Seitwärtsbewegung. Sollte Fresenius den Sprung über die Marke von 39 EUR schaffen, könnte dies die Fortsetzung der Erholungsrallye sein. Alles in allem sieht das Papier erstmals seit einem halben Jahr wieder attraktiv aus.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 27.11.2020 Kurs: 38.07 Kürzel: FRE | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Siegeszug der Aktie des deutschen Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmens, der seit März dieses Jahres bestand, ist vorüber. Die Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs wurde gebrochen und die Bullen haben sich recht deutlich zurückgezogen. Wir sehen im Chart eine klassische Trendwende. Gleichzeitig hat es die Aktie den Anlegern wirklich leicht gemacht, den richtigen Zeitpunkt zum Ausstieg zu finden – Es war der Bruch des Pivot-Tiefs von Mitte Juli (siehe Chart), welcher die Wende in Richtung einer Korrekturphase einleitete. Ein klares Verkaufssignal, welches genutzt werden konnte, um die Gewinne der letzten Monate ins Trockene zu bringen.

Expertenmeinung: Mittlerweile haben auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 nach unten gedreht. Zum letzten Mal hatten wir dieses Szenario Ende Februar. Es zeigt, wie gefährlich die aktuelle Lage ist, denn die Bullen haben sich zurückgezogen und der Verkaufsdruck ist deutlich gestiegen. Kurzfristig könnte es dieser Tage noch zu einem Pullback nach oben kommen. Ein erneuter Test der gleitenden Durchschnitte wäre somit nicht ausgeschlossen. Dann sehen wir aber eher eine gute Short- als Long-Gelegenheit. Nun heißt es also die Hörner abzulegen und langsam das Bärenkostüm anzulegen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 10.08.2020 Kurs: 38.95 Kürzel: FRE | Online Broker LYNX