BASF Aktie Prognose BASF: Auch das noch

News: Aktuelle Analyse der BASF Aktie

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BASF
ISIN: DE000BASF111
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur BASF Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Anfang Mai hatte ich meine Aussichten für die Aktie des deutschen Chemiekonzerns gesenkt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die BASF Aktie gerade das Tief von März getestet. Kurz darauf konnte sie sich jedoch wieder von ihrer positiven Seite zeigen und sogar den 20- als auch den 50-Tage-Durchschnitt nach oben durchbrechen.

Doch die Freude währte nur kurz. Lediglich einige Tage konnte die Aktie oberhalb der wichtigen Indikatoren ausharren. Mit dem Bruch der Marke von 50 EUR wurden diese erneut unterschritten. Gleichzeitig brach die Aktie die nach oben gerichtete Unterstützungslinie und die Bullen waren schlichtweg nicht mehr aktiv. Seither befinden sich die Kurse wieder einmal im freien Fall.     

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur BASF Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: In Bärenmärkten können Aktien schnell einmal 10% innerhalb weniger Tage an Wert verlieren. Wer hier keine Stopps setzt, kann rasch vom Markt aufgerieben werden, wie das Beispiel zeigt.

Aktuell befindet sich BASF an wichtigen längerfristigen Unterstützungen. Diese sollten möglichst nicht gebrochen werden. Wenn doch, könnte die Reise noch bis hin zu den Tiefs vom Corona-Crash aus dem Jahr 2020 gehen. Damals waren die Kurse auf bis zu 37.35 EUR gefallen, um sich wenig später wieder deutlicher zu erholen. So oder so. Derzeit scheinen die Gefahren noch zu überwiegen, aber mit jedem Tag nach unten können sich wiederum neue Chancen nach oben bilden.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 16.06.2022 Kurs: 45.88 Kürzel: BAS | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der BASF Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zum Ende der vorigen Woche wurden Sie präsentiert, die Zahlen zum abgelaufenen Quartal. Die Hoffnung der BASF-Aktionäre auf einen Ausbruch aus der bereits vorigen Woche erwähnten Formation war groß. Der Breakout kam auch wie erhofft, doch leider in die falsche Richtung. Die Reaktion auf die neuesten Daten fiel somit alles andere als gut aus. Schauen wir uns hierzu die Zahlen einmal genauer an. Der Umsatz konnte von 19.4 Milliarden auf 23.1 Milliarden EUR gesteigert werden. Gleichzeitig sank jedoch der Gewinn von 1.81 Milliarden auf 1.32 Milliarden EUR. Somit lag das Unternehmen zwar über den Erwartungen, doch angesichts der Unsicherheit rund um den Ukraine-Konflikt, konnten die Prognosen für das Gesamtjahr nicht bestätigt werden. Das Haar in der Suppe gefiel Anlegern keineswegs und die BASF-Aktie gab deutlich nach.  

Expertenmeinung: Die Kurse haben sich nun dem Pivot-Tief von Anfang März genähert und es scheint, als ob ein Bruch nach unten unausweichlich wäre. Kurzfristig könnte es aber noch zu einem Bounce nach oben kommen. Hierbei wird sich zeigen, ob die aufgerissene Kurslücke wieder geschlossen werden kann oder nicht. Je länger dieses Gap offenbleibt, umso stärker präsentieren sich die Bären. Von Kaufsignalen hat sich das Papier nun wieder klar entfernt und somit senken wir unsere Prognosen von neutral auf bärisch.  


Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 02.05.2022 Kurs: 47.42 Kürzel: BAS | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Morgen wird der deutsche Chemiekonzern seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentieren. Analysten gehen derzeit im Schnitt von einem Gewinn je Aktie in Höhe von 2.14 EUR aus. Der Umsatz soll mit 23.29 Milliarden EUR deutlich über dem im Vorjahresquartal erzielten Umsatz liegen, welcher 19.40 Milliarden EUR betrug.

Nun hat es die BASF-Aktie selbst in der Hand, aus eigener Kraft die Korrektur zu beenden. Der Absturz von Februar auf März riss ein tiefes Loch in das Chartbild und es dauerte zwei Monate, um den technischen Schaden zu reparieren. Mittlerweile steht der Titel wieder auf halbwegs guten Beinen, denn das höhere Tief, welches gegenüber dem Vormonat gebildet wurde, lässt auf erhöhtes Kaufinteresse schließen.

Expertenmeinung: Dennoch ist die Aktie noch nicht über den Berg. Der Abwärtstrend ist nach wie vor im Chart ersichtlich und die 50-Tage-Linie muss als Widerstand noch überwunden werden, um wieder etwas Euphorie aufkommen zu lassen.

Zudem gibt es noch die hartnäckige Abwärtstrendlinie, welche sich über die letzten Wochen aufgebaut hat. Mit soliden Fundamentaldaten könnte der Sprung darüber gelingen und ein neues Kaufsignal auslösen. Doch Vorsicht! Sollte der Konzern enttäuschen und die Kurse deutlich unter das Niveau von 50 EUR sinken, wäre die aufgebaute Stabilisierungsphase wohl schnell wieder vom Tisch.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 27.04.2022 Kurs: 50.31 Kürzel: BASF | Online Broker LYNX

An dunklen Wolken am Horizont mangelt es derzeit wahrlich nicht. Das sieht selbst ein Dauerbulle und Verfechter von Buy & Hold. Wie passt das zusammen?

Das passt zusammen, weil Anleger mit Hedging oder Market Timing im Durchschnitt nur Geld verlieren. Da gibt es gar nichts zu diskutieren, die empirische Lage ist vollkommen eindeutig.

Doch selbst als Dauerbulle und langfristiger Investor kann und darf man nicht einfach die Augen verschließen.
All die dunklen Wolken am Horizont bringen mich aber sicherlich nicht dazu, meine Investments aus dem Fenster zu werfen, die ich in einem Jahrzehnt angesammelt habe. Das haben auch Corona und der Crash von 2020 und all die anderen Crashs und Krisen nicht bewirkt.

Ganz im Gegenteil, Crashs sind vor allem Gelegenheiten. Und um diese Gelegenheiten dann für sich nutzen zu können, darf man nicht leichtfertig und frühzeitig all sein Pulver verschießen.
Wer heute auf eine Cashquote von 20-30% kommt, sollte dieses Pulver womöglich trocken halten. Das ist die Kernaussage dieses Artikels.

Nun möchte ich Ihnen auch mitteilen, warum ich das glaube und warum ich mich auch selbst so verhalte.
Die Raison ist einfach. Erstens habe ich bereits alle Unternehmen im Depot, die ich wirklich attraktiv finde. Weitere Käufe müssen also gar nicht stattfinden und wären nur als Aufstockung interessant.

Chance und Risiko

Wichtiger ist aber, dass das Chance-Risiko-Verhältnis derzeit in der Breite bestenfalls mittelprächtig ist.
Der legendäre Fondsmanager Bill Miller sagte dereinst, dass Bullenmärkte in der Regel auf einem Fundament aus Liquidität, Wirtschaftswachstum und einer attraktiven relativen Bewertung von Aktien fußen.

Die Notenbanken in allen Herren Ländern, außer der EZB, erhöhen derzeit aber die Leitzinsen und ziehen Liquidität ab. Wie wir alle wissen, trifft das beispielsweise auch auf die FED zu.
Die Liquidität ist nach der unvergleichbaren Geldschwemme ab 2020 hoch, sinkt aber.

Das Wirtschaftswachstum hat sich zuletzt bereits abgeschwächt und in Anbetracht der hohen Inflation und der damit einhergehenden Probleme für den Konsum, dürfte es nicht besser werden.
Das ist vor allem für die USA ein Problem.

Tatsächlich sieht es bei der Bewertung für Aktien noch am besten aus. Die Bewertungen sind hoch, aber was sind die Alternativen? Immobilien zu Mietrenditen von 3% bei gleichzeitig steigenden Finanzierungskosten?
Anleihen mit knapp über 0% Rendite oder gar Cash? Bei einer Inflation von 7% ist das alles nicht sonderlich attraktiv.

Aus die Maus

Belastungsfaktoren gibt es also genug. Ferner wissen wir, dass nahezu alle Bullenmärkte von einem der folgenden drei Faktoren beendet werden:
Ein Ölpreis-Schock, steigende Leitzinsen oder eine Rezession.

Sie können es sich also fast aussuchen. Die ersten beiden Punkte treffen zu, der dritte wird zunehmend wahrscheinlicher.

Ursächlich dafür ist aus meiner Sicht der Krieg in der Ukraine. Die Auswirkungen steigender Preise und Inflation haben wir bereits angeschnitten.
Sind Menschen dazu gezwungen, einen größeren Teil ihres Einkommens für Sprit und Grundbedürfnisse wie Nahrung, Strom und eine warme Wohnung auszugeben, dämpft das unmittelbar den Konsum in anderen Bereichen.

Das Embargo kommt

Bisher sind das alles Fakten, jetzt begeben wir uns in das Reich der Mutmaßungen. Meine Mutmaßung ist, dass die Bundesregierung einknicken und es am Ende zu einem Gasembargo oder einer Importkürzung gegenüber Russland kommen wird.

In Anbetracht der Bilder, die uns aus der Ukraine erreichen, dürfte der öffentliche Druck immer größer werden, je länger sich der Krieg zieht. Irgendwann gibt die Regierung nach, so wie sie es bei anderen Themen auch getan hat.

Am Anfang wollte man auch keine Waffen liefern, das hat sich dann recht schnell geändert.
Bei den Sanktionen hat man auch immer wieder nachgelegt und Dinge beschlossen, die Anfangs ausgeschlossen schienen.

Dasselbe gilt dafür, welches Kriegsgerät geliefert wird. Am Anfang waren es DDR-Altbestände, die ohnehin nur vor sich hinrosteten, heute sprechen wir schon über Schützenpanzer.
Tschechien liefert jüngeren Berichten zufolge dutzende T-72 Panzer in die Ukraine. Inzwischen sind wir also bei schwerem Gerät angekommen.
Und wenn es nach Polen ginge, stünde die Nato wohl schon in der Ukraine (Polen hatte zwischenzeitlich eine Friedensmission durch die Nato vorgeschlagen).

Es wird jeden Tag mehr

Ähnlich sieht es bei den Sanktionen aus. Ein Verbot von Kohleimporten aus Russland waren vor wenigen Wochen noch undenkbar, jetzt sind sie Realität.
Aktuell erscheint vielen ein Gasembargo als unwahrscheinlich.

Inzwischen scheint aber so gut wie jedes Land in der EU offen dafür zu sein. Selbst Italien, welches seit jeher besonders gute Beziehungen zu Russland pflegt und mit der Fünf-Sterne-Partei eine vergleichsweise russlandfreundliche Regierungspartei hat, will ein Embargo nicht mehr ausschließen und würde kein Veto einlegen.

Dabei ist Italien nicht minder abhängig von Gas aus Russland, ganz im Gegenteil. Dort entfallen wohl 42% des gesamten Energiemix auf Gas und das kommt vornehmlich aus Russland.

In der EU scheinen nur noch Deutschland, Österreich und Ungarn gegen ein Gasembargo zu sein.
Wie lange wird das noch so bleiben?

Kohle, Holz, Zement…

Die Liste an Export- und Importverboten sowie anderen Sanktionen ist inzwischen ellenlang.
Seit heute gilt ein Importverbot für Kohle, Holz, alkoholische Getränke wie Vodka und Zement. Für russische Schiffe gilt eine Hafensperre an europäischen Häfen, vier russische Banken wurden gekappt und es wurde ein Ausfuhrverbot für bestimmte Halbleiter, Computer und andere Ausrüstung beschlossen.

Mit dem Importverbot für Kohle hat man bereits den ersten Schritt in Richtung Energieembargo getan. Werden weitere folgen?
Sollte Deutschland unter dem öffentlichen und europäischen Druck einschwenken, dürfte ein Gasembargo nicht mehr abzuwenden sein.

Kommt es zu einem Embargo oder einer nennenswerten Kürzung der Gasimporte, wird es holprig. Dass das mit enormen wirtschaftlichen Folgen verbunden ist, dürfte sicher sein.
Jeder kann und darf diesem Szenario eine andere Wahrscheinlichkeit zusprechen. Dass es dazu kommt, ist aber sicherlich nicht ausgeschlossen.

Sinnbildlich dafür die Charts von BASF und des Dax.

Chart vom 06.04.2022 Kurs: 50,50 Kürzel: BAS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 06.04.2022 Kurs: 50,50 Kürzel: BAS – Wochenkerzen
Chart vom 06.04.2022 Kurs: 14.234 Kürzel: DAX - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 06.04.2022 Kurs: 14.234 Kürzel: DAX – Wochenkerzen

Anmerkung:
Das bedeutet nicht, dass ich ein Embargo befürworte, für sinnvoll erachte oder mir nicht über die wirtschaftlichen Folgen bewusst wäre. Es bedeutet übrigens auch nicht, dass ich ein Embargo ablehne.

Worum es hier geht, ist eine Beschreibung der politischen Realität. Und die sieht so aus, dass derzeit scheinbar 24 von 27 EU-Staaten dazu bereit wären, ein Embargo zu verhängen.

Falls Sie persönlich ein Embargo ablehnen und für eine schlechte Idee halten, sollten Sie sich bewusst machen, dass es die Politik nicht davon abhält, etwas zu tun, nur weil es keine gute Idee ist.
Beispiele, die das belegen, gibt es genug.

Die BASF-Aktie ist als Reaktion auf den Ukraine-Krieg abgestürzt, hat sich inzwischen aber gefangen. Ist das eine Gelegenheit?

Russland-Geschäft läuft weiter

Die BASF-Aktie hat recht heftig auf den Krieg in der Ukraine reagiert. Binnen kürzester Zeit rutschte der Kurs von rund 70 auf unter 50 Euro.
Das muss man erstmal sacken lassen.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass sich der Kurs seither stabilisiert hat und weitgehend seitwärts tendiert.

Die Gründe dafür muss man nicht lange suchen. Der Chemiekonzern ist auf das Öl- und Gas aus Russland angewiesen.
Das Geschäft ist energieintensiv und leidet auch ohne einen Lieferstopp unter den hohen Preisen.

Darüber hinaus bricht Russland natürlich auch als Markt weg. Inklusive Leihpersonal sind immer 700 Mitarbeiter für den Konzern in Russland tätig.
BASF hat sich allerdings dafür entschieden hat, das laufende Geschäft fortzuführen und nur keine neuen Geschäfte mehr in Belarus und seinem großen Bruder zu tätigen.

Chance/Krise

All das ist natürlich unerfreulich, bringt einen Giganten wie BASF aber nicht ins Wanken, das muss man ganz klar sagen.
Daher stellt sich für Anleger die Frage, ob der Kurssturz eine Gelegenheit sein könnte.

Irgendwann wird die Tragödie, die sich vor unser aller Augen in der Ukraine abspielt, schließlich ein Ende haben. Hoffentlich bald.

Ohne einen Lieferstopp dreht sich die Welt für BASF weiter, auch wenn die derzeitige Lage alles andere als zuträglich ist.

Was allerdings im Fall eines Lieferstopps passiert, ist kaum abzusehen. Nach den Worten von Michael Vassiliadis, Aufsichtsrat bei BASF, würde bereits eine Halbierung der Liefermenge dazu führen, dass man das Stammwerk herunterfahren müsste.

Demnach sei der Standort dann „nicht mehr stabil zu fahren“, da in diesem Szenario „an vielen Stellen“ Produkte fehlen würden.

BASF-Chef warnt vor schwerster Krise seit dem zweiten Weltkrieg

Daher wird der Vorstandschef Brudermüller auch nicht müde, ein Interview nach dem anderen zu geben und eindringlich zu warnen.
Seiner Einschätzung nach würde ein längerfristiger Ausfall von Gas- und Öllieferungen beispiellos wirtschaftlichen Schäden für Deutschland bedeuten.

Das könne die schwerste Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs auslösen.

Ich würde behaupten, dass der BASF -Chef die Auswirkungen überschätzt, aber macht eben seinen Job. Denn für BASF wäre es wirklich eine Katastrophe. Er versucht also vor allem sein Unternehmen zu schützten und das ist auch richtig so.

Es zeigt aber, was BASF im Fall der Fälle bevorstehen könnte. Ich persönlich würde mir diese geopolitischen Risiken nicht ins Depot holen wollen.
Niemand kann vorhersagen, ob Putin nicht doch den Gashahn abdrehen wird.

Vor wenigen Wochen schien es für viele unmöglich, dass Russland auf breiter Front in die Ukraine einmarschieren würde. Sie wurden eines Besseren belehrt.

Heute sind viele der Meinung, Russland werde die Öl- und Gaslieferungen nicht einstellen.
Vermutlich oder wahrscheinlich wird es auch nicht dazu kommen. Doch wenn man diesem Szenario eine Wahrscheinlichkeit von 70 oder 80% zugesteht, bleibt trotzdem ein Restrisiko von 20 oder 30%.

Nach der Krise

Wir werden sehen, ob es dazu kommt. Stand heute ist der Kurs aus meiner Sicht nicht weit genug zurückgekommen, um dieses Risiko zu tragen.
Denn im Fall eines Lieferstopps würde sehr viel tiefer stehen.

BASF ist aber auch grundsätzlich nicht so interessant, wie man meinen möchte. In der Regel kauft man die Aktie, weil es sich um eine sichere Hausnummer handelt.
Diese Sicherheit ist derzeit aber äußerst fragwürdig.

Löst sich die Krise im Osten Europas in Wohlgefallen auf, wird man eine annehmbare Rendite einfahren, dafür trägt man aber auch das angesprochene politische Risiko.

Einen Überflieger sollte man aber nicht erwarten. Das war BASF nie, zumindest nicht in der „jüngeren“ Vergangenheit, also den letzten zehn Jahren.
Unter dem Strich laufen Umsatz, Gewinn und Cashflow unter hohen Schwankungen seitwärts.
Und die Aktie macht natürlich dasselbe.

Chart vom 01.04.2022 Kurs: 52,56 Kürzel: BAS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.04.2022 Kurs: 52,56 Kürzel: BAS – Wochenkerzen

Ein klarer Aufwärtstrend ist nicht zu erkennen und so sieht das auch in den kommenden Jahren aus. Aller Voraussicht nach dürfte man 2022-2024 jeweils zwischen 5,45 und 6,10 Euro je Aktie verdienen.
Wie belastbar diese Prognosen sind, ist derzeit aber ohnehin fragwürdig.

Dafür kann sich die Dividendenrendite mit knapp 6% wirklich sehen lassen, sofern man sie in Zukunft auch wirklich zahlen kann.

Wirkliche Begeisterung löst das vorliegende Chance-Risiko-Verhältnis bei mir nicht aus. Zu viel Unsicherheit, zu viele Fragezeichen und ein unvorhersehbares Ende

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In den letzten Wochen konnten Anleger des deutschen Chemiekonzerns ein wenig aufatmen. In meiner letzten Analyse von Anfang März bin ich von einem technischen Bounce in Richtung des 20-Tage-Durchschnitts ausgegangen. Dies hat sich auch so entwickelt, doch nun kommt die BASF-Aktie erneut auf den Prüfstand.

Knapp vor Erreichen des Indikators bekamen immer mehr Anleger kalte Füße und die kurzfristig erzielten Zwischengewinne wurden rasch mitgenommen. Nun blieb die Frage offen, ob sich die Kurse hier oben stabilisieren oder doch wieder rasch nach unten drehen werden. Die Antwort darauf dürften wir mittlerweile erhalten haben. Die Bären drücken bereits wieder aufs Gas und erhöhen den Verkaufsdruck

Expertenmeinung: Damit einhergehend stufen wir den Titel nun von neutral auf bärisch ab. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich die Abwärtsbewegung von hier aus sogar weiter beschleunigen könnte. Gibt es eine Rettung? Durchaus möglich, doch hierzu müssten die Kurse das jüngst aufgebaute Pivot-Hoch bei 56.06 EUR nach oben durchbrechen. Dies würde auch das Ende des Abwärtstrends mit sich bringen. Doch vorläufig sieht es eher nicht danach aus. Die Aktie steht wohl eher auf der Abschussliste zahlreicher Anleger und tiefere Notierungen sind eher wahrscheinlich.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 24.03.2022 Kurs: 52.40 Kürzel: BAS | Online Broker LYNX