BASF Aktie Prognose BASF: Der gordische Knoten scheint geplatzt – die Bullen sind zurück

News: Aktuelle Analyse der BASF Aktie

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BASF
ISIN: DE000BASF111
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur BASF Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Über mehrere Monate hinweg mussten sich Anleger mit immer neuen Tiefs und einem hartnäckigen Abwärtstrend beim deutschen Chemiekonzern herumschlagen. Die letzte Verkaufswelle in der BASF Aktie von Ende September scheint jetzt aber einen vorläufigen Boden gebildet zu haben.

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Die Aufholjagd der letzten Wochen war beeindruckend und die Kurse näherten sich den Widerständen der letzten Monate. Hier ging das Papier in eine wohlverdiente Verschnaufpause über. Diese wurde vorige Woche von der steigenden 20-Tage-Linie aufgefangen und exakt auf diesem Niveau gelang auch die nächste wichtige Wende nach oben. Mit dem starken Wochenschluss konnten neue Kaufsignale erzeugt werden. Gleichzeitig sehen wir mittlerweile einen bullischen Trendverlauf, welcher durch die jüngst gebildeten höheren Hochs ausgelöst wurde.  

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Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur BASF Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die technische Gesamtlage ist für die BASF Aktie an der Börse aktuell relativ einfach zu beschreiben. Erstmals sehen wir im letzten halben Jahr einen positiven Trendverlauf und long investierte Aktionäre bekommen wieder Rückenwind. Das vorige Woche gebildete Tief bei 44.19 darf jetzt allergings nicht mehr nach unten gebrochen werden.

Solange sich die Kurse über diesem Niveau halten können, bleibt der positive Tenor intakt. Auch das nächste mögliche Kursziel ist klar. Es wäre das Pivot-Hoch von Anfang Juni, welches bei 53.08 EUR gebildet wurde. Somit besteht noch genügend Platz für eine mögliche Rallye bis Jahresende.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 04.11.2022 Kurs: 46.815 Kürzel: BAS | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der BASF Aktie

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Es ist eine Binsenweisheit, dass man kaufen sollte, wenn die Kanonen donnern. Der beste Zeitpunkt für ein Investment ist genau dann, wenn die Lage aussichtslos erscheint.

Für BASF könnten die Rahmenbedingungen nicht schlechter sein. Das Unternehmen leidet wie wenig andere unter den gestiegenen Gaspreisen.

Denn BASF ist der größte Gas-Verbraucher Deutschlands, der Chemiekonzern BASF verbrauchte 2021 allein am Standort Ludwigshafen so viel Gas wie die ganze Schweiz.
In Deutschland selbst entfallen rund 5% der industriellen Gas-Nachfrage auf den Konzern.

Daher ist es kein Wunder, dass der Vorstandschef mit Blick auf die hohen Preise bereits über die Deindustrialisierung Deutschlands sprach.
Ganz falsch liegt er damit leider nicht.

Disruption

Denn einerseits ist es zwar richtig, dass man kaufen sollte, wenn die Kanonen donnern. Das gilt jedoch nur, wenn es auch Grund zur Hoffnung gibt.
Mitunter können disruptive Vorgänge, wie der Krieg in der Ukraine und die ausbleibenden Gaslieferungen, Branchen oder Unternehmen auch nachhaltig beschädigen.

Dafür gibt es zahlreiche Beispiele. Nehmen wir die Finanzkrise. Damals wurde das Geschäftsmodell der europäischen Banken nachhaltig angeschlagen und durch die darauffolgende Niedrigzins-Phase weiter erodiert.

Ähnliches könnte für die Kreuzfahrt-Branche gelten. Das Geschäft war vor Corona äußerst einträglich und war obendrein durch ein Oligopol geprägt.
Durch die zeitweise Einstellung des Geschäftsbetriebs haben die meisten Unternehmen im Sektor enorme Schulden angehäuft und es mussten Kapitalerhöhungen durchgeführt werden.
Mit diesen Problemen wird man auf Jahre hinweg beschäftigt sein. Das mindert natürlich die Chancen, dass die Aktien sich gut entwickeln werden.

Ist die Disruption zu stark und tiefgreifend, siechen die Aktien anschließend dahin und erholen sich nie mehr. Genau diese Frage gilt es also zu erörtern.
Ist die Disruption durch den Wegfall der günstigen Gaslieferungen für BASF so groß, dass es zu einer Erosion des Geschäfts führen könnte?

Eine Sache dürfte jedenfalls sicher sein: Verbessern wird sich die Wettbewerbsfähigkeit dadurch sicherlich nicht.
Und das ist eigentlich auch schon alles, was man wissen muss.

Die Vermutung liegt nahe, dass die Zukunft für BASF eher schlechter aussieht als die Vergangenheit.

Darüber sollte man sich nicht hinwegtäuschen lassen, auch wenn BASF weiterhin gutes Geld verdient und der Gaspreis inzwischen wieder auf das Vorkrisen-Niveau gesunken ist (Link).

Das zeigt übrigens auch wieder, wie anpassungsfähig die Wirtschaft ist. Es hat nur wenige Monate gedauert, um einen schweren Schock zu verdauen.
Die Weltuntergangsszenarien sind auch dieses Mal nicht wahr geworden.

Das muss man erkennen

Es liegt also nahe, dass die Disruption für BASF nicht in einer Größenordnung stattgefunden hat, die einen absoluten Niedergang nach sich ziehen dürfte. Zumindest ist das der heutige Kenntnisstand.

Trotzdem liegt Vermutung nahe, dass die Zukunft für BASF eher schlechter aussieht als die Vergangenheit und leider muss man sagen, dass der Trackrecord der jüngeren Vergangenheit eher dürftig ist.

Schaut man sich die letzten zehn Jahre an, stellt man fest, dass der Umsatz heute noch auf demselben Niveau wie damals ist.
Mir ist selbstverständlich bewusst, dass es in diesem Zeitraum wesentliche Veränderungen im Konzern gab, aber das ist eben, was unter dem Strich dabei herausgekommen ist.

Der Gewinn pendelte im selben Zeitraum weitgehend zwischen 4 und 6 Euro je Aktie. Ein klarer Aufwärtstrend ist also nicht auszumachen.
So wirklich überzeugend ist das alles nicht.

Ausblick und Bewertung

Kommt man nun zu der Überzeugung, dass die Zukunft ähnlich oder sogar schlechter aussehen wird, kann man wenig Kurspotenzial ableiten.
Ähnlich sehen es die Prognostiker. Darf man den Prognosen Glauben schenken, dürfte der Gewinn in diesem Jahr der Gewinn bei 5,75 Euro je Aktie liegen.
In den kommenden beiden Jahren werden jeweils 4,90 – 5,50 Euro je Aktie erwartet.

Daher bleibt am Ende nur noch ein Faktor, der die Kurse befeuern würde und das ist die Bewertung.
Und tatsächlich ist das auch der einzige Lichtblick.

BASF kommt derzeit auf ein KGVe von 8,1. Allerdings dürfte das KGV durch den rückläufigen Gewinn 2023 auch ohne Kurssteigerungen auf 9,4 klettern.

Wird der Gewinn 2023, wie angenommen, sinken, gibt es wenig Gründe für steigende Kurse. In diesem Szenario fehlen schlichtweg die positiven Impulse.
Eine Spekulation darauf, dass das KGV auf 12-14 steigt, was in der Vergangenheit für BASF normal war, steht also auf wackeligen Füßen.

Aber wir kennen ja unsere Pappenheimer und daher wird es vermutlich trotzdem dazu kommen. Unterstellen wir beispielsweise ein KGV von 12, ergibt sich auf Sicht von 10-12 Monaten ein Kursziel von 59,28 Euro.

Chart vom 26.10.2022 – Kurs: 45,95 Kürzel: BAS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 26.10.2022 – Kurs: 45,95 Kürzel: BAS – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht könnte der Widerstand bei 57 Euro eine Anlaufstelle sein, doch dazu muss erst der Widerstand bei 46,70 Euro überwunden werden.

Fällt die Aktie hingegen wieder unter 45 Euro, könnte jederzeit wieder die Unterstützungszone bei 39-40 Euro angesteuert werden.

Vielleicht vermissen Sie an dieser Stelle die jüngsten Quartalszahlen. Dass wir nicht auf sie eingegangen sind, ist kein Zufall, denn sie sind nicht sonderlich aussagekräftig.

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Die gerade erst am 11.10. erfolgte, letzte Analyse zeigte die Reaktion der BASF-Aktie auf die Vorschläge zum Gaspreisdeckel. Seither hat sich aber Neues ergeben: Der Chemiekonzern hat am 12.10. vorläufige Ergebnisse zum 3. Quartal vorgelegt, die durchaus beachtlich waren.

Sie erinnern sich: Am Montag hatte eine Expertenkommission ihre Vorschläge zur Begrenzung der negativen Folgen der immens gestiegenen Gaspreise für Privathaushalte und Unternehmen vorgelegt. Mit einem gedeckelten Preis von 7 Cent pro Kilowattstunde ab Januar für die Industrie ist das gerade für die Chemieindustrie, die bei der Produktion viel Gas benötigt, eine hilfreiche Sache. Noch hat die Bundesregierung den Vorschlag nur entgegengenommen, aber nicht umgesetzt. Aber auch, wenn Modifikationen denkbar sind, sie muss in diese Richtung gehen.

Die BASF-Aktie reagierte, wie alle deutschen Chemie-Aktien, zunächst positiv. Aber der Chart zeigt: So richtig voran ging da nichts. Doch dann kamen am Mittwochabend nach Handelsende die nächsten kursrelevanten Nachrichten in Form vorläufiger Quartalsergebnisse:

Auf Basis dieser vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 12 Prozent, aber: BASF unterstrich, dass das auf den gestiegenen Preisen basierte, das Mengenvolumen war rückläufig. Und da die gestiegenen Kosten für Material und Energie nur noch teilweise an die Kunden weitergereicht werden konnten, fiel der Gewinn, gerechnet als EBIT (vor Zinsen und Steuern) entsprechend deutlich um ca. 28 Prozent. Übel. Aber andererseits musste man damit ja wirklich rechnen.

Aber BASF bestätigte trotzdem den im Juli adjustierten Ausblick auf das Gesamtjahr, das EBIT wird weiterhin in einer Spanne zwischen 6,8 und 7,2 Milliarden Euro erwartet. Darüber hinaus werde man sofort ein Sparprogramm starten, das kurzfristig einen positiven Effekt von 0,5 Milliarden Euro bringen soll. Fazit:

Expertenmeinung: Es ist zu vermuten, dass die derzeit nur leichten Rückgänge im Nettogewinn, die man seitens der Analysten für 2022 zum Vorjahr sieht, größer ausfallen. Aber wenn man sich den Chart ansieht, haben die Marktteilnehmer das mit einem Jahressaldo von aktuell ca. -30 Prozent auch schon eingepreist. Und selbst, wenn der Gewinn 2022 um zehn Prozent fallen sollte … der Gaspreisdeckel würde ja erst im kommenden Jahr starten … wäre die Aktie dann mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 10 noch günstiger bewertet als in den vergangenen Jahren, in denen das Kurs/Gewinn-Verhältnis im Bereich von 12 bis 15 lag.

Das haben die Trader auch so erkannt, immerhin brach die Aktie nach den vorläufigen Zahlen nicht ein, sondern legte leicht zu. Allerdings dürfte da die Turnaround-Rallye des Gesamtmarkts am Donnerstag ihren Teil dazu beigetragen haben. Was tun mit der Aktie?

Die Ergebnisse waren nicht umwerfend, aber auch nicht unerwartet schwach. Die Aktie ist nicht zu teuer. Das spricht für BASF. Aber solange der Kurs nicht wirklich in Fahrt kommt, muss man Vorsicht walten lassen.

Die Aktie wäre charttechnisch erst einmal nach oben frei, wenn sie aus der derzeitigen Seitwärtsspanne heraus und über die knapp darüber liegenden Widerstandslinien laufen sollte. Das wäre bei Schlusskursen über 47,50 Euro der Fall. Aber damit das was wird, muss jetzt zügig etwas vorangehen, denn wenn die Aktie keine Fahrt aufnimmt, wird der Effekt dieser Kombination aus zu erwartender Kostenentlastung in Sachen Gas und den Vorab-Quartalszahlen verpuffen. Daher sollte man einem solchen Befreiungsschlag, auch, wenn er weiter möglich wäre, besser nicht vorgreifen.

Chart vom 14.10.2022, Kurs 43,32 Euro, Kürzel BAS | Online Broker LYNX
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Der „Gaspreisdeckel“ könnte den Bären bei BASF die Chancen verhageln. Die Aktie zog nach den Empfehlungen der Expertenkommission am Montag kräftig an. Aber noch muss man „könnte“ unterstreichen, denn bislang ist das nur eine Bodenbildung und nicht die Wende.

Seit Ende Juni bewegte sich die Aktie des Chemiekonzerns BASF auf gegenüber Ende 2021 massiv gedrücktem Level in einer Seitwärts-Range. Ende September konnte gerade noch der Ausbruch nach unten verhindert werden, knapp über dem Corona Crash-Tief von Anfang 2020 bei 37,35 Euro drehte die Aktie wieder nach oben und kehrte in die Seitwärts-Spanne zwischen 39,32 und 45,97 Euro zurück. Die Bären hätten jederzeit einen neuen Anlauf nehmen können, um die Aktie nach unten herauszudrücken … aber dann kamen die Nachrichten über den „Gaspreisdeckel“.

Die Expertenkommission empfahl am Montag, dass man für die deutschen Industrieunternehmen ab Januar 2023 und bis Ende April 2024 für 70 Prozent des Vorjahresverbrauchs einen Preis von sieben Cent pro Kilowattstunde Gas sichern solle, d.h. was Gas in dieser Menge mehr kosten würde, solle der Bund übernehmen. Angesichts der zeitweise völlig aus dem Ruder gelaufenen Gaspreise und des Umstands, dass vor allem die Chemiebranche einen immens hohen Gasbedarf hat, eine ganz entscheidende Vorlage. Aber kann das bereits ausreichen, um die BASF-Aktie in bullisches Terrain zurückzubringen?

Expertenmeinung: Das blieb per Montagabend zumindest noch offen. Was als Damoklesschwert erhalten bleibt, ist die Frage, ob die Gasversorgung im Winter überhaupt ausreicht. Gas, das zwar nur sieben Cent pro Kilowattstunde kosten würde, aber nicht verfügbar ist, weil natürlich bei einer Mangellage die Privathaushalte Vorrang haben müssen, hilft auch nichts. Man wird also abwarten müssen, ob diese durchaus maßgebliche Kostenerleichterung ausreicht, um die Trader hinreichend positiv zu stimmen, hier wirklich zuzugreifen und die Leerverkäufer in die Flucht zu treiben.

Aus charttechnischer Sicht sind die Rückkehr in den Seitwärts-Trend und der durch diese positiven Nachrichten ausgelöste Anlauf an dessen obere Begrenzung ein guter Ansatz, aber eben bisher nicht mehr als das.

Die BASF-Aktie müsste neben der oberen Begrenzung der Handelsspanne bei 45,97 Euro auch noch über die knapp darüber bei 46,46 und 47,23 Euro liegenden Monatstiefs vom Mai und März hinaus, erst dann wäre der Weg aus charttechnischer Sicht in die Region 53,08 zu 55,86 Euro frei. Wer ein wenig vorsichtiger agieren will, sollte in diesem weiterhin extrem nervösen und vom Gesamtmarkt her klar bärischen Umfeld abwarten, bis dieser Anstieg über 47,23 Euro auf Schlusskursbasis gelungen ist.

BASF Aktie: Chart vom 10.10.2022, Kurs 43,19 Euro, Kürzel BAS | Online Broker LYNX

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BASF war schon auf dem Weg, seine Bodenbildung zu vollenden, als die unerfreulich ausgefallenen US-Inflationsdaten die Aktie zusammen mit dem Gesamtmarkt in die Knie zwangen. Aber gestern kam die Aktie gut aus den Startlöchern. Ein neuer Anlauf wäre möglich.

Der Abwärtsdruck, der auf dem DAX seit den US-Inflationsdaten vom vergangenen Dienstag lastete, war zweifellos dadurch verstärkt worden, dass die Terminmarkt-Abrechnung für Futures und Optionen so nahe war und sich dort viele gegen weiter fallende Kurse hedgen mussten. Was den Druck noch verstärkte. Jetzt ist die Abrechnung aber vorbei. Und die Aktie des Chemiekonzerns BASF kam gut in die neue Woche, belegte mit +2,44 Prozent Platz 4 in der DAX-Gewinnerliste vom Montag und hält sich damit die Chance offen, diese Bodenbildung, die sich seit Anfang Juli etabliert hat, doch noch zu einem guten Ende zu bringen.

Das bärische Lager hätte zum Wochenstart ja allemal eine ideale Basis vorgefunden, die Aktie durch diese seichte Aufwärtstrendlinie bei aktuell 40,40 Euro an das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 39,325 Euro zu drücken. Würde das fallen, wäre ein erneuter Baisse-Impuls nicht überraschend. Denn dass die Aktie so weit gefallen ist, weit unter ihr März-Tief, hat einen Hintergrund, der sich kurzfristig nicht entkräften lässt:

Expertenmeinung: Die Sorge vor Produktionsstopps wegen Gasmangel. Die Chemieindustrie benötigt für ihre Produktion sehr viel Gas und würde nicht zu den Bereichen gehören, die im Fall eines Mangels bevorzugt werden könnte. Käme es dazu, wäre der derzeitige Kurslevel angemessen, im Fall längerer Produktionsausfälle wäre da womöglich sogar noch Luft nach unten. Doch man weiß ja nicht, ob es so kommt. Vorteil für die Bären?

Nein, denn diese Unsicherheit ist ja auf diesem Kurslevel nicht mehr zwingend negativ. Vielleicht hat man noch kein „Worst Case“-Szenario eingepreist, ein „Bad Case“-Szenario aber auf jeden Fall. Daher hätten die Bullen durchaus Chancen, die Sache an sich zu reißen, denn falls es nicht zu Fertigungspausen kommen sollte, wäre die Aktie auf dem derzeitigen Level ein Schnäppchen. Und da das alle wissen und Fakten noch nicht greifbar sind, macht die Marktstimmung den Trend. Und die wird von den Kursen selbst entscheidend beeinflusst. Anders formuliert:

Gelänge es den Bullen, die BASF-Aktie wieder in Fahrt zu bringen, idealerweise mit dem Break über die Widerstandszone 46,46/47,23 Euro die Bodenbildung abzuschließen, könnte der Kurs einfach weiterlaufen, weil Käufe umso mehr weitere Käufer anlocken, je offener die Faktenlage ist. Was aber auch heißt:

Das bullische Lager hätte zwar eine Chance. Und mit dem Plus des Montags zeigte man sich auch erstmals wieder. Aber bevor die Bodenbildung nicht auch tatsächlich vollendet ist, kann die Gegenseite jederzeit zurückschlagen und BASF doch noch nach unten herausdrücken, daher: Im Auge behalten sollte man die Aktie auf jeden Fall, innerhalb der Kursspanne zwischen 39,32 und 47,23 Euro aber wäre sie nur etwas für ganz kurzfristig agierende Trader.

BASF-Aktie: Chart vom 19.09.2022, Kurs 42,395 Euro, Kürzel BAS | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Lange mussten Anleger des deutschen Chemieunternehmens auf eine mögliche Trendwende warten. Nun ist die Chance in der BASF-Aktie zum Greifen nah, denn die Bullen haben dieser Tage wieder mächtig aufgedreht. Auf langfristiger als auch auf mittelfristiger Ebene ist ein klares höheres Tief gegenüber dem Monat Juli erkennbar.

Dies ist schon mal eine gute Basis für eine mögliche Trendwende und deutet auf erhöhte Nachfrage hin. Gleichzeitig konnte zuletzt auch die 50-Tage-Linie erstmals seit Juni wieder deutlich gebrochen werden. Nun müsste nur noch der eingezeichnete Widerstand bei rund 46 EUR gebrochen werden, um den Turbo zu zünden.    

Expertenmeinung: Noch ist es einen Deut zu früh, um bereits euphorisch zu werden, aber die Gesamtkonstellation sieht überaus attraktiv aus. Eine Annäherung hin zum Widerstand dürfte wohl bereits diese Woche zu sehen sein. Dann wäre noch eine kleine Konsolidierung sehr hilfreich, um genügend Energie zu tanken, um den Breakout mit viel Momentum anzutreiben.

In Folge könnte sich zumindest eine Rallye in Richtung der Marke von 53 EUR ergeben, wo bereits der nächste größere Widerstand wartet. Die Aussichten würde ich erstmals in diesem Jahr im Falle eines Ausbruchs von neutral auf bullisch anheben.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 12.09.2022 Kurs: 45.15 Kürzel: BAS | Online Broker LYNX