Norma Group Aktie aktuell NORMA Group: Toppbildung vor der Vollendung

News: Aktuelle Analyse der Norma Group Aktie

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Norma Group
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Zur Norma Group Aktie

Wenn Bilanz und Jahresausblick keine Käufe auslösen, obwohl der Aktienkurs im Begriff ist, ein Topp zu vollenden, reiben sich die Bären die Hände. Ist das eine Chance für einen schnellen Short-Trade?

Wenngleich die Ergebnisse für das Jahr 2020 fatal waren, so hatte man sie doch genau so erwarten können. Der Umsatz des Spezialisten für Verbindungslösungen fiel 2020 um gut 13 Prozent, der Nettogewinn hingegen brach massiv um über 90 Prozent ein, fiel von 58,4 Millionen im Jahr 2019 auf 5,5 Millionen Euro im Jahr 2020. Was vor allem auf eine sehr deutlich zusammengeschmolzene operative Marge zurückzuführen war, die von 13,2 auf 5,7 Prozent fiel. Aber wie gesagt, damit konnte man rechnen. Daher war es vor allem der Ausblick, auf den die Akteure gestern achteten.

Der war deswegen nicht imstande, die Aktie wieder in Wallung zu versetzen, weil er vage formuliert war. Man erwartet 2021 wieder Wachstum und eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Wie sich das in den Zahlen niederschlagen könnte, blieb da offen. Dass die NORMA Group für 2020 wieder 70 Cent Dividende zahlen will, nach 1,10 Euro für 2018 und 4 Cent für 2019 als Reaktion auf die Corona-Situation, deutet zwar an, dass das Unternehmen von einer soliden Verbesserung der Lage ausgeht, sonst würde man sich mit der Ausschüttung nicht so weit vorwagen. Aber das aktuelle Kursniveau ist eben eines, in dem schon eine Menge Zuversicht eingepreist ist.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Norma Group Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Im Zuge der vor einem Jahr begonnenen Rallye hatte sich der Kurs zeitweise mehr als verdreifacht. Damit hat er aber nicht nur den Kurseinbruch im Zuge der Corona-Panik aufgeholt, sondern sich in die Region vorgeschoben, die die Aktie im ersten Halbjahr 2019 gesehen hatte. Das ist deswegen ein Problem, weil die NORMA Group bereits 2018 und 2019 nachgebende Gewinne hinnehmen musste. Damit der jetzt erreichte Kurslevel solide unterfüttert wäre, müsste die NORMA Group entweder schon in diesem Jahr wieder in den Bereich des Gewinns des Jahres 2019 vordringen oder aber zumindest klar avisieren, dass man damit 2022 rechnen könnte. Und der Ausblick auf 2021 konnte das eben nicht vermitteln.

Damit ist die Chance vertan, mit dem Rückenwind optimistischer Aussagen die drohende Vollendung eines dreifachen Topps abzuwenden, sofern es nicht umgehend zu bullischen Kommentaren der Analysten käme, die das Ruder dann noch einmal herumreißen könnten. Sollte die Aktie die Nackenlinie dieser bärischen Formation mit Schlusskursen unter 38 Euro signifikant unterbieten, wäre das Topp vollendet … und der Weg für einen Test der beiden mittelfristigen Aufwärtstrendlinien und der von ihnen eingeschlossenen 200-Tage-Linie im Bereich 31,80 zu 33,40 Euro aus charttechnischer Sicht frei.

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Norma Group Aktie

Seit der Verbindungstechnik-Spezialist NORMA Group aus dem MDAX absteigen musste, ist die Aktie ein wenig aus dem Fokus mancher Anleger geraten, ist aber nichtsdestotrotz interessant und befindet sich derzeit in einer spannenden charttechnischen Konstellation, die einen markanten Ausbruch nach oben nach sich ziehen könnte.

Ein solcher Befreiungsschlag würde zwar durch die Anfang August vorgelegten Ergebnisse des zweiten Quartals nicht unterstützt, denn da musste die NORMA Group erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen, zugleich verwandelten sich die Gewinne in einen Verlust. Aber das zweite Quartal ist nun einmal für die Marktteilnehmer Schnee von gestern. Man blickt hoffnungsvoll auf das zweite Halbjahr. Die Bilanz des dritten Quartals soll am 4. November kommen – da wird sich dann weisen, ob ein bullisches Signal, sofern es bis dahin generiert wurde, Bestand haben kann.

Expertenmeinung: Der Chart zeigt, dass sich die Aktie seit April in einem mittelfristigen Aufwärtstrend bewegt, der jedoch bislang „gedeckelt“ ist. Die Zwischenhochs vom Juni und September bilden bei 29,94/30,78 Euro eine Widerstandszone, an welcher der Kurs im Verlauf der vergangenen Woche erst einmal abgewiesen wurde. Doch die Käufer ließen sich durch die kräftigen Abgaben des Donnerstags nicht bange machen, am Freitag zog die Aktie bereits wieder an und machte den Großteil des Vortagesverlusts wieder wett.

Das dürfte auch daran gelegen haben, dass die Analysten der DZ Bank ihr Kursziel für die NORMA Group am Freitag deutlich von 31 auf 36 Euro anhoben. Mit der damit gekoppelten Einschätzung „Kaufen“ stehen sie dabei nicht alleine: Sieben der 13 die Aktie überwachenden Experten sehen die Aktie als eine Kaufgelegenheit. Wenn diese entscheidende Widerstandszone 29,94/30,78 Euro bezwungen würde, stünde die Chance gut, dass der Kurs diese optimistischen Einschätzungen nachvollzieht.

Doch diesem charttechnischen Befreiungsschlag sollte man besser nicht vorgreifen. Immerhin notiert die NORMA Group bei kurzfristig überkauften markttechnischen Indikatoren (hier im Chart der Stochastik-Oszillator) unmittelbar unter einer markanten Widerstandszone. Da sollte dieser Deckel besser erst einmal weggesprengt werden, dann würde sich das Chance/Risiko-Verhältnis deutlich aufhellen, zumal sich dann knapp unterhalb der dann als Support fungierenden Zone 29,94/30,78 Euro ein relativ enger Stoppkurs platzieren ließe.

Norma ist ein internationaler aufgestellter Anbieter von hochentwickelter und standardisierter Verbindungstechnologie. Zum Portfolio gehören mehr als 40.000 Produkte, die beispielsweise in der Emissionskontrolle, Luftansaugung, in Kühl- und Induktionssystemen, sowie bei Infrastruktureinrichtungen verwendet werden.

Keine Aktie ist stärker gefallen

Im gesamten HDax gibt es keine Aktie, die auf Sicht von einem Jahr noch stärker gefallen ist, als Norma. Das Minus beträgt 42%. Vom Hoch hat die Aktie mehr als die Hälfte an Wert verloren. Da stellt sich natürlich die Frage, ob das gerechtfertigt ist. Selbstverständlich ging es nicht grundlos abwärts. Die Geschäftsentwicklung war im Jahresverlauf deutlich schwächer, als zunächst erwartet. Die Prognose musste gekappt werden, der Chef nahm seinen Hut. Unter dem Strich wird jetzt mit einem Rückgang des Gewinns von 2,88 auf 2,75 Euro je Aktie gerechnet. Vor wenigen Monaten lag der Konsens noch bei 3,20 Euro je Aktie.

Ausblick und Bewertung

Kein Wunder also, dass die Aktie nachgegeben hat. Eine Kurshalbierung scheint auf den ersten Blick dennoch übertrieben. Denn übergeordnet handelt es sich um ein gesundes Unternehmen. Seit dem Börsengang 2011 hat sich der Umsatz von 581 Mio. auf 1,08 Mrd. Euro nahezu verdoppelt. Der Gewinn kletterte von 1,21 auf 2,88 Euro je Aktie. Auf Basis der nun gesenkten Erwartungen kommt Norma auf ein KGV von 11,1 und ein KGVe von 11,6. Seit dem Börsengang lag das KGV durchschnittlich bei 18,5. Im Tief bei 11,0 und im Hoch bei 24,6. Wir sind also am unteren Ende der historischen Spanne angekommen. Die Bewertung erscheint fair bis attraktiv. Die Dividendenrendite ist mit 3,2% ebenfalls ordentlich.

Charttechnik

Norma hat einen Boden ausgebildet und steht kurz vor einem weiteren Kaufsignal. Gelingt ein Ausbruch über 31,70 Euro, wäre der Weg in Richtung 34 Euro frei. Darüber rücken Kursziele bei 35,50 sowie 37 Euro in den Vordergrund. Dazu wäre nicht mal ein Ausbruch aus dem übergeordneten Abwärtstrend notwendig. Zwischengeschaltete Erholungen hatten bei Norma auch in der Vergangenheit schon mehrfach erhebliches Potenzial und natürlich gilt wie immer: Je niedriger der Kurs, eines an sich gesunden Unternehmens, desto niedriger das Risiko und desto höher das Potenzial. Mehr als 5.900 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Sind Sie mit Ihrem Broker wirklich zufrieden? Ich bin bei LYNX. Chart vom 13.09.2019 Kurs: 31,94 Kürzel: NOEJ - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 13.09.2019 Kurs: 31,94 Kürzel: NOEJ - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Norma ist ein internationaler aufgestellter Anbieter von hoch entwickelter und standardisierter Verbindungstechnologie. Zum Portfolio gehören mehr als 40.000 Produkte, die beispielsweise in der Emissionskontrolle, Luftansaugung, in Kühl- und Induktionssystemen, sowie bei Infrastruktureinrichtungen verwendet werden.

Probleme wohin man sieht

Derzeit scheint kaum ein Unternehmen ohne Gewinnwarnung auszukommen. Täglich erreichen uns neue Meldungen. Über den Gesamtzustand der Wirtschaft sagt das mehr aus, als alle Indikatoren, Meinungen und Prognosen zusammen. Umso bedenklicher ist es, wenn es nicht die typischen Schlusslichter der Börse trifft, sondern bisher gut laufende Unternehmen. Zu dieser Kategorie gehört Norma. Seit dem Börsengang 2011 hat sich der Umsatz von 581 Mio. auf 1,084 Mrd. Euro nahezu verdoppelt. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,19 auf 2,88 Euro je Aktie.

Prognose kassiert

Im ersten Quartal legte der Umsatz um 11,7% auf 398,3 Mio. Euro zu. Die Margen waren aber bereits rückläufig und der Gewinn von 0,78 auf 0,60 Euro je Aktie. Darüber hinaus kletterte die Nettoverschuldung von 400,3 auf 455,5 Mio. Euro. Der Cashflow entwickelte sich hingegen positiv und der Auftragsbestand lag Ende des Quartals mit 398,3 Mio. Euro 11,7% über dem Vorjahresniveau. Die Entwicklung war also bereits zu Jahresbeginn eher durchwachsen. Die jüngsten Daten sind dennoch erstaunlich schlecht.

Schön ist das nicht

Nach vorläufigen Zahlen sank der Umsatz im zweiten Quartal organisch um 0,4%. Die EBITA-Marge gab von 15,2 auf 14,2% nach. Die Prognose für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr wurde von 1-3% auf 0 gesenkt. Darüber hinaus soll die EBITA-Marge auf 13% sinken, bisher war man von 15-17% ausgegangen. Norma -Chef Kleinhens nimmt seinen Hut und scheidet zum 31. Juli 2019 aus. Die Konsensschätzungen sind bisher von einem Anstieg des Gewinns von 2,88 auf 3,20 Euro je Aktie ausgegangen. In Wirklichkeit dürfte das Ergebnis aber eher auf 2,50 Euro je Aktie sinken. Ein Großteil der notwendigen Neubewertung wurde in den letzten Wochen bereits vorweggenommen. Nur aus diesem Grund ist die heutige Kursreaktion von -4% eher moderat. Auf dieser Basis kommt Norma aktuell auf ein KGVe von 12 und eine Dividendenrendite von 3,8%. Seit dem Börsengang lag das KGV durchschnittlich bei 18,5. Im Tief bei 11,0 und im Hoch bei 24,6. Wie bei allen Aktien ergibt sich über die Jahre eine enorme Schwankungsbreite. Selbstverständlich sollte man als Anleger versuchen, am günstigen Ende der Spanne zu kaufen (oder während ein Crashs und Rezessionen) Im Fall von Norma wäre das jetzt tendenziell der Fall, denn die gekürzte Prognose ist auf dem aktuellen Niveau bereits eingepreist. Man kann sich also nach geeigneten Einstiegsmöglichkeiten umsehen.

Chart

Aus technischer Sicht ist der Abwärtstrend vollkommen intakt und auch nicht ausgereizt. Ein Boden ist nicht in Sicht und daher besteht für Investoren keine Eile. Trader können kurzfristig auf eine Erholung spekulieren. Eine Stabilisierung der Lage kann aber nur durch eine Rückkehr über 30 oder besser 31,50 Euro erreicht werden. Solange das nicht geschieht, sind weitere Kursverluste wahrscheinlicher. Unter 29,50 Euro liegen die möglichen Anlaufstellen liegen recht eng gestaffelt bei 27,50 sowie 25 und 23,30 Euro. Mehr als 5.500 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Ihre Ordergebühren sind zu hoch? Mein Broker ist LYNX. Chart vom 22.07.2019 Kurs: 29,80 Kürzel: NOEJ - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 22.07.2019 Kurs: 29,80 Kürzel: NOEJ - Wochenkerzen | LYNX Online Broker