Norma Group Aktie Prognose NORMA Group: Spannende Ausgangslage für Trader

News: Aktuelle Analyse der Norma Group Aktie

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Norma Group
ISIN: DE000A1H8BV3
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Zur Norma Group Aktie

Nebenwerte sind manchmal knifflig zu traden, weil geringe Umsätze die Chartstruktur unscharf machen. Die im SDAX gelistete Aktie des Verbindungstechnik-Spezialisten NORMA Group ist da eine erfreuliche Ausnahme mit sauber definierten charttechnischen Schlüsselzonen.

Der Anlass, sich die Aktie heute anzusehen, ist die am Mittwoch vorgelegte, vorläufige Bilanz des Jahres 2021. Die war nämlich ansehnlich, doch eine positive Reaktion auf das Zahlenwerk am Mittwochwurde abverkauft, ein zweiter Anlauf am Donnerstag ebenso. Dadurch könnte hier eine durchaus interessante Trading-Chance auf der Short-Seite entstehen.

NORMA hatte 2021 einen Umsatz erwirtschaftet, der mit 1,08 Milliarden Euro um 14,4 Prozent über dem des Jahres 2020 lag, die „Corona-Delle“ damit ausglich und wieder den Level von 2019 erreichte. Der Gewinn als um Sonderfaktoren bereinigtes EBIT (vor Steuern und Zinsen) lag mit 113,8 Millionen Euro nicht nur weit über den 45,3 Millionen des Vorjahres, sondern auch über der durchschnittlichen Analystenprognose (100 Millionen). Dieser überproportional zum Umsatz erfolgte Gewinnanstieg basierte auf einer von 4,8 auf 10,4 Prozent gestiegenen EBIT-Gewinnmarge, mehr noch als 2019 und fast auf Höhe des starken Jahres 2018.

Zu den Möglichkeiten des Jahres 2022 kam noch nichts, das wird wohl erst mit den offiziellen, geprüften Zahlen im März anstehen. Aber was da vorgelegt wurde, war eben einwandfrei. Und Sie sehen es im Chart auf Wochenbasis: Dass die Aktie daraufhin nicht kräftig ansprang, lag nicht daran, dass man sie im Vorfeld zu schnell zu weit nach oben getragen hätte, im Gegenteil: Hier geht es bereits seit dem vergangenen Sommer abwärts.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Norma Group Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Auffällig ist auch, dass zwei Analysten umgehend positiv auf die Zahlen reagierten. Bei Hauck Aufhäuser nahm man das Kursziel deutlich von 47 auf 60 Euro nach oben, Einschätzung: „Kaufen“. Beim Bankhaus Metzler passte man das Kursziel zwar nur von 47 auf 48 Euro an, Einschätzung weiter „Kaufen“. Aber auch das läge ja meilenweit über dem derzeitigen Kursniveau. Insgesamt sind die Experten zwar verhaltener, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 41 Euro. Doch selbst das hieße für einen Trader, vom aktuellen Kurs aus einen sehr guten Schnitt zu machen.

Wenn dann trotzdem nichts vorangeht, in diesem Fall sogar Käufe auf Abgabedruck treffen, obwohl die Aktie im Vorfeld der Zahlen die wichtige, bis ins Frühjahr 2020 zurückreichende Supportzone 30/31 Euro verteidigt hatte, ist wirklich der Wurm drin. Sollte die NORMA Group-Aktie dadurch doch noch diese wichtige Unterstützung bei 30/31 Euro durchbrechen, hätten die Bären hier erst einmal freie Bahn.

Solange das aber noch nicht passiert ist, behalten die Käufer natürlich ihre Chance, die Aktie doch noch in bullisches Terrain zu heben. Auch dafür sind die Ankerpunkte klar definiert. Die erste Stufe hin zu einer Aufwärtswende wäre ein Ausbruch über die beiden Abwärtstrendlinien vom Mai und Oktober 2021, das wäre mit einem Schlusskurs über 36 Euro gelungen. Mittelfristig bullisch würde die NORMA Group dann, wenn im weiteren Verlauf der Anstieg über die durch die 200-Tage-Linie verstärkte Widerstandszone 38,75/40,45 Euro gelänge. Eine spannende Ausgangslage, wir werden sehen, welches Lager sich durchsetzen wird.

NORMA Group-Aktie: Chart vom 17.02.2022, Kurs 32,60 Euro, Kürzel NOEJ | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Norma Group Aktie

Nachdem Norma die Prognose gekappt hat, ist es zu einem Kurssturz gekommen. So weit, so normal. Die Probleme sind aber nicht hausgemacht. Ist das eine Gelegenheit?

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance

Norma ist ein internationaler aufgestellter Anbieter von hochentwickelter und standardisierter Verbindungstechnologie. Zum Portfolio gehören mehr als 40.000 Produkte, die beispielsweise in der Emissionskontrolle, Luftansaugung, in Kühl- und Induktionssystemen, sowie bei Infrastruktureinrichtungen verwendet werden.

Aktuell steht Norma wieder unter Druck. Nachdem man kürzlich die Prognose kappen musste, kam es zu einem Kurssturz.

Schaut man sich die Kursentwicklung der letzten Jahre an, liegt allerdings die Vermutung nahe, dass es bereits seit längerer Zeit nicht optimal läuft.

Nicht das erste Mal

Lassen wir das Corona-Jahr 2020 außen vor. Die Vergleichbarkeit der Zahlen ist nicht gegeben und die Probleme haben ohnehin schon zuvor begonnen.

Die Wachstumsdynamik hatte bereits davor spürbar abgenommen, 2019 konnte man den Umsatz kaum noch steigern.
Über die Jahre hinweg führte das zu sinkenden Margen.
Der Gewinn brach von 2017 bis 2019 von 3,76 auf 1,83 Euro je Aktie ein.

Eine kurze Recherche hat auch gezeigt, dass Norma in dieser Zeit mehrfach Prognose zurücknehmen musste.
Die aktuelle Situation ist also nicht ganz neu, man könnte auch von einem gewissen Muster sprechen.

Das sollten Anleger im Hinterkopf behalten.

Prognose gekappt

Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum die gekappte Prognose zu einem so starken Abverkauf geführt hat.

Denn liest man die Mitteilung von Norma, würde man im ersten Moment eher zu dem Schluss kommen, dass es „halb so wild“ ist.

Norma musste die Prognose für die EBIT-Marge von „mehr als 12%“ auf „mehr als 10%“ senken.

Wesentliche Ursache hierfür sei die begrenzte Verfügbarkeit von Materialien, vor allem Stahl und Kunststoffe, und damit einhergehend gestiegenen Preisen.
Daher rechne man mit deutlich geringeren Produktionskapazitäten sowie höheren Material- und Frachtkosten.

Die Probleme scheinen also nicht hausgemacht zu sein und in der Regel ist das eine Situation, die mein Interesse weckt.
Ein typisches Beispiel für so eine Situation war Kion. Dort hatte man damals Probleme mit Zulieferern, der Auftragseingang war allerdings anhaltend hoch.
An der Qualität von Kion änderten die damaligen Probleme nichts und dementsprechend hat die Aktie seitdem ein neues Rekordhoch erreicht.

Ausblick und Bewertung

Norma löst bei mir weit weniger Enthusiasmus aus. Unter dem Strich habe ich persönlichen kein Interesse an Investments in Unternehmen, bei denen es nicht blendend läuft und es perspektivisch auch laufen wird.
Man hat schließlich die Wahl und zu dieser Kategorie gehört Norma eher nicht.

Es ist auch vergleichsweise schwierig den fairen Wert von Norma zu berechnen. Welches KGV ist angemessen, für ein Unternehmen mit tendenziell nachlassenden Wachstumsraten, sinkenden Margen und einer Historie der verfehlten Prognosen?

Ich möchte Norma nicht in ein zu schlechtes Licht rücken. An sich handelt es sich um ein gesundes Unternehmen, aber es fehlen stichhaltige Argumente, warum man gerade diese Aktie der einen oder anderen vorziehen sollte.

Kann man den inzwischen gedämpften Prognosen glauben, sollte Norma in den nächsten Jahren einen Gewinn von 2 – 3 Euro je Aktie erzielen können.

Das würde einem KGV im Bereich zwischen 11,6 – 17,3 entsprechen. Wirklich teuer ist Norma also nicht. Ob das als Argument für ein Investment ausreicht, ist allerdings fraglich.
Ohne nachhaltig steigende Gewinne steigen Kurse auch nicht dauerhaft.

Chart vom 17.09.2021 Kurs: 35 Kürzel: NOEJ - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 17.09.2021 Kurs: 35 Kürzel: NOEJ – Wochenkerzen

Kurzfristig ist Norma oversold, was eine Erholung in Richtung 36,60 Euro einleiten könnte.
Aus technischer Sicht steht die Aktie allerdings am Scheideweg. Fällt Norma nachhaltig unter 35 Euro, droht eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 30 Euro.