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Fuchs Petrolub Aktie Prognose Fuchs: Überraschend starker Jahresauftakt und 4 % Dividende

News: Aktuelle Analyse der Fuchs Petrolub Aktie

In diesem Artikel
Fuchs Petrolub
ISIN: DE000A3E5D64
|
Ticker: FPE3 --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Fuchs Petrolub Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Während viele Unternehmen kämpfen, ist Fuchs überraschend stark ins neue Geschäftsjahr gestartet und erwartet ein Rekordergebnis.

Schmierstoffe werden immer benötigt

Fuchs Petrolub ist ein weltweit bedeutender, unabhängiger Anbieter von Schmierstoffen und verwandten Spezialprodukten.

Das Produktportfolio umfasst mehrere Tausend Schmierstoffe, z.B. für Fahrzeuge, Güter- und Personentransporte, die Luft- und Raumfahrt, die Stahl-, Bergbau-, Fahrzeug- und Maschinenbaubranche sowie für die Bau- und Landwirtschaft.
Daneben bietet das Unternehmen umfangreiche Beratungs- und Dienstleistungen an.

Heute verfügt Fuchs über ein globales Netzwerk von Produktions- und Vertriebseinheiten in mehr als 50 Ländern und beschäftigt weltweit 6.692 Mitarbeiter.

Fuchs Petrolub ist also stark diversifiziert und nicht von einer einzelnen Branche oder Region abhängig. Darüber hinaus sind die Schmierstoffe & Co. typische Verbrauchsgüter und bisher unverzichtbar. Die Kunden benötigen also regelmäßig Nachschub.

Krisensicheres Geschäft

Das ermöglicht einerseits stetiges Wachstum und andererseits sichert es eine gewisse Nachfrage, auch in Krisenzeiten.

Das haben mehrere Krisen gezeigt. Der Preis von Schmierstoffen ist im Verhältnis zu den Maschinen so gering und die möglichen Schäden so groß, dass es oftmals keinen Sinn ergibt, gerade hier zu sparen.

Selbst 2008 ist der Gewinn nur um 4% gesunken und 2009 ist er sogar um 14% gestiegen. Auch 2020 war der Gewinn weitgehend stabil und ist nur von 1,63 auf 1,58 Euro je Aktie gesunken.

Für viele Anleger dürfte es ein klarer Pluspunkt sein, dass das Geschäft krisensicher und kaum konjunkturanfällig ist.

Fuchs St. Aktie: Chart vom 29.04.2026, Kurs: 33,50 EUR – Kürzel: FPE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Fuchs St. Aktie: Chart vom 29.04.2026, Kurs: 33,50 EUR – Kürzel: FPE

Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass das in den aktuellen Zeiten ein Pluspunkt ist und die Aktie damit gefragt. Doch in den letzten Monaten ist der Kurs von etwa 37,50 auf 27,50 Euro gefallen, auch wenn gerade eine impulsive Gegenbewegung läuft.

Gelingt jetzt ein nachhaltiger Ausbruch über 32,50 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 35 und 36,50 – 37,50 Euro.

Der Chart bezieht sich auf die Stammaktie des Unternehmens, die ein Beispiel für die Ineffizienz der Börse ist.
Die Stammaktie hat im Gegensatz zur Vorzugsaktie ein Stimmrecht, ist günstiger und hat die höhere Dividendenrendite. Aktuell liegt die Dividendenrendite bei etwa 4 %. Die Ausschüttung dürfte unmittelbar nach der Hauptversammlung am 6. Mai stattfinden.

Gewinnsprung um 15 Prozent

Die laufende Erholung wurde heute durch solide Quartalszahlen befeuert. Der Umsatz konnte in Q1 zwar nur um 1 % auf 934 Mio. Euro gesteigert werden, ohne negative Währungseffekte wären es jedoch 5 % gewesen.

Das EBIT hat sich von 108 auf 125 Mio. Euro jedoch erheblich verbessert und das Ergebnis ist um 15 % auf 0,68 Euro je Aktie gestiegen.

„Zu dieser positiven Entwicklung trugen neben dem Geschäftsausbau und einem disziplinierten Kostenmanagement insbesondere eine zusätzliche Nachfrage im März sowie die erfolgreiche Veräußerung eines Grundstücks in Australien bei“, sagte Konzernchef Stefan Fuchs.

Das Erstaunliche daran ist, dass das trotz negativer Währungseffekte und außerordentlich schwierigen Rahmenbedingungen gelungen ist.
Die Sperrung der Straße von Hormus hat zu erheblichen Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten geführt, mit Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite und Lieferengpässen.

Dennoch stellt Fuchs für das laufende Geschäftsjahr weiterhin einen Umsatz von 3,7 Mrd. Euro und ein EBIT von 450 Mio. Euro in Aussicht, nach 3,56 Mrd. Euro und 435 Mio. Euro im Vorjahr.

Das Wachstum fällt in diesem Jahr also nicht sonderlich hoch aus, ist mit Blick auf die Rahmenbedingungen jedoch solide – Fuchs erwartet wie gewohnt ein Rekordjahr. Den Konsensschätzungen zufolge wird das Ergebnis um 5 % auf 2,42 Euro je Aktie steigen.

Die Fuchs Stammaktie wird demnach mit einem KGV von 13,8 bewertet. Im langjährigen Durchschnitt lag das KGV bei 17,3.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 29.04.2026 um 10:30 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Mehr als 13.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

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Vorherige Analysen der Fuchs Petrolub Aktie

16.07.2025

Fuchs Vz.: Gewinnwarnung … welche Zone muss jetzt halten? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der im MDAX gelistete Schmierstoff-Hersteller Fuchs präsentierte kurz nach Handelsende am Dienstagabend im Rahmen einer adhoc-Meldung vorläufige Ergebnisse zum ersten Halbjahr. Die fielen enttäuschend aus, zugleich wurde die 2025er-Prognose gesenkt. Und die Aktie?

Der Umsatz legte im ersten Halbjahr leicht zu, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel hingegen etwas. Was vor allem am zweiten Quartal lag: Da kam das EBIT auf 101 Millionen Euro nach 111 Millionen im Vorjahreszeitraum, die Analysten hatten im Schnitt mit 112 Millionen einen gut behaupteten Gewinn erwartet. Unerfreulich.

Das nahm der Schmierstoffe-Spezialist zum Anlass, den Ausblick auf das Gesamtjahr nach unten anzupassen. Statt eines bislang angepeilten Umsatzes von 3,7 Milliarden Euro erwartet Fuchs jetzt nur noch einen Umsatz auf Vorjahresniveau (3,525 Mrd.), auch das EBIT wird jetzt auf dem 2024er-Niveau von 434 Millionen Euro gesehen, bis dahin hatte man mit 460 Millionen gerechnet.

Den Grund für das schlechter als erwartet laufende Geschäft sieht Fuchs in einer Kombination aus den negativen Effekten der geopolitischen Spannungen und der Unsicherheit über die zukünftige Zoll-Situation, verbunden mit der unverändert verhaltenen Industrieproduktion in Europa. Und auch Fuchs geht, wie einige andere Unternehmen in den letzten Tagen, davon aus, dass dieses problematische Szenario im zweiten Halbjahr fortbestehen wird. Wie reagierte die Aktie?

Expertenmeinung: Der nachbörsliche Handel war natürlich nicht allzu umsatzstark, aber bemerkenswert, denn nach einer sofortigen, heftigen Reaktion, die den Kurs der Vorzugsaktie auf Tradegate um 5,8 Prozent auf 44,50 Euro drückte, wurde sofort die Hand aufgehalten. Eine Stunde nach Bekanntgabe der Gewinnwarnung betrug der Abschlag nur noch einen Prozentpunkt. Die Frage ist, ob diese Gelassenheit angesichts einer nicht unwesentlichen Senkung des Ausblicks auch heute, im regulären Handel, erhalten bleibt, denn:

Zum einen wäre die Fuchs-Aktie damit jetzt nicht mehr günstig bewertet, sondern würde ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis um 20 bis 21 ausweisen, was am oberen Ende der Bandbreite der letzten Jahre läge. Zum anderen ist die Aktie ja stark gelaufen, was nicht zuletzt Ausdruck der Erwartung war, dass sich die Lage im zweiten Halbjahr für die Gesamtwirtschaft aufhellen wird. Was bei Fuchs jetzt vom Tisch wäre, wenn das Unternehmen mit seiner Skepsis Recht behält.

Darüber hinaus kann man vermuten, dass dieses Abprallen am nachbörslichen Tief von 44,50 Euro auf Kauforders basieren könnte, die schon länger im Markt liegen, denn fast genau dort, bei 44,42 Euro, verläuft mit der 200-Tage-Linie eine wichtige Unterstützungslinie (im Chart dick schwarz hervorgehoben). Und ob die hält, wenn das Gros der Anleger heute reagiert, ist zumindest offen, denn die Aktie hat für mutige Bullen-Käufe eine eher ungünstige Vorgeschichte.

Sie sehen im Chart, dass im Juni ebenso wie zu Beginn des laufenden Monats vergeblich versucht wurde, das im März bei 51,15 Euro markierte Jahres-Verlaufshoch als Widerstand herauszunehmen. Jetzt käme durch die Gewinnwarnung zu der Entmutigung zweier vergeblicher Ausbruchsversuche noch ein Argument dazu, es nicht erneut zu versuchen, daher: Sollte diese gestern Abend nachbörslich getestete 200-Tage-Linie heute oder in den kommenden Tagen brechen, wäre eine Long-Positionierung in der Fuchs Vorzugsaktie mit einem deutlich erhöhten Risiko verbunden.

Fuchs Vorzugsaktie: Chart vom 15.07.2025, Kurs 47,26 Euro, Kürzel: FPE3 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Fuchs Vorzugsaktie: Chart vom 15.07.2025, Kurs 47,26 Euro, Kürzel: FPE3 | Quelle: TWS

Quellenangaben: Vorläufige Ergebnisse des ersten Halbjahres 2025, 15.07.2025:
https://www.fuchs.com/gruppe/presse/pressemitteilungen/ad-hoc-mitteilungen/news-detail/view/6390-FUCHS-SE-Vorlaufige-Ergebnisse-fur-das-erste-Halbjahr-und-Anpassung-der-Prognose-fur-2025/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.