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Aktienanalyse:
E.ON: Bullenfalle – geht es jetzt richtig abwärts?

Aktuelle Analyse der E.ON Aktie

Als der Energiekonzern E.ON am vergangenen Freitag seine Neun-Monats-Zahlen präsentierte, machte die Aktie einen kräftigen Satz nach oben. Doch am folgenden Montag drehte der Kurs wieder nach unten, am Dienstag dann war der gesamte Gewinn des Freitags dahin. Eine klassische Bullenfalle also. Und so etwas ist hinreichend ernüchternd für die Käufer, dass das Pendel leicht in die Gegenrichtung umschlagen, die Aktie kräftig nach unten wegsacken könnte. Kommt es dazu?

Denkbar wäre es, denn was die Marktteilnehmer anfangs begeisterte, hat so seine Tücken. Es ist zwar richtig, dass E.ON im Zuge der Zahlen seine Gesamtjahresprognose anhob. Aber in wie weit das ein nennenswerter Schritt nach vorne ist, lässt sich kaum feststellen. Denn durch die Übernahme der Ex-RWE-Tochter innogy sind Umsatz und Gewinn nicht mit dem Ergebnis des Vorjahres vergleichbar. Dass man die Zahlen mit „solides operatives Geschäft“ kommentierte, kann alles und nichts bedeuten. Und in der Unternehmensmitteilung wurde klar unterstrichen, dass die Anhebung der Ergebnisprognose durch die innogy-Übernahme begründet ist. So gesehen war es nicht überraschend, dass Marktteilnehmer, die den Eindruck bekamen, dass diese Bilanzzahlen nicht stark genug sind, um einen längeren Anstieg zu befeuern, die Käufe am 29. November als günstige Gelegenheit sahen, schnelle Gewinne mitzunehmen. Aber deswegen muss der Abstieg ja nicht weit unter den Kurslevel vor der Bilanz führen – oder?

Expertenmeinung: Aus fundamentaler Sicht nicht, aber da kommt die Charttechnik ins Spiel: Die Verkäufe setzten ausgerechnet auf Höhe der oberen Begrenzung eines Ende August etablierten Aufwärtstrendkanals ein. Dass diese Linie erreicht wurde, dürfte dabei nicht wenigen den Ausstieg erleichtert haben. Damit ist dieser Trendkanal, der vorher auf der Oberseite unbestätigt war, charttechnisch relevant geworden, so dass ein Test dessen unterer Begrenzung bei aktuell 8,86 Euro möglich wäre, sofern die Aktie die derzeit noch verteidigte Unterstützungszone bricht. Sie sehen im Chart, dass E.ON am Dienstag wieder unter die im Chart dick schwarz hervorgehobene 200-Tage-Linie fiel: nicht gut.

Aber noch ist diese Linie bei aktuell 9,28 Euro und die Hochs vom September und Oktober um 9,16 Euro, die zusammen eine Unterstützungszone bilden, nicht unterboten. Will heißen: Noch haben die Bären hier nichts gewonnen. Und da darunter dann bei 9,00 Euro die zuletzt als Unterstützung bewährte 50-Tage-Linie wartet und der Weg zum unteren Ende des Trendkanals bei 8,86 Euro dann nicht mehr weit wäre, würde sich das Chance/Risiko-Verhältnis für einen Short-Trade erst dann günstig präsentieren, wenn die Aktie diesen Trendkanal nach unten verlässt. Dann allerdings könnte es schnell gehen!

Chart vom 06.12.2019, Kurs 9,187 Euro, Kürzel EOAN | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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