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Aktuelle Analyse:
E.ON: Defensiv, dividendenstark … und (noch) ungeliebt

Im Vorfeld der am Mittwoch vorgelegten Bilanz für 2018 und der Perspektive für 2019 wurde der Versuch gestartet, die Aktie des Energiekonzerns E.ON aus einer wochenlangen Seitwärtsbewegung heraus über die Widerstandslinie bei 9,95 Euro zu hieven. Der Versuch misslang. Und am Mittwoch, nachdem die Ergebnisse auf dem Tisch lagen, gab die Aktie 2,1 Prozent nach, der Ausbruch nach oben ist damit erst einmal vom Tisch.

Manch ein Investor mag da die Stirn runzeln, denn der 2018er-Gewinn lag im Rahmen der Erwartungen, die Gewinnprognose 2019 mit 2,9 bis 3,1 Milliarden Euro auf EBIT-Basis im Rahmen des Jahres 2018. Natürlich würde man einen satten, zweistelligen Gewinnzuwachs lieber mögen. Aber E.ON befindet sich in einem Umstrukturierungsprozess hin zu einer rationaleren, mehr auf erneuerbare Energien und damit auf die Zukunft ausgerichteten Struktur. Und man konnte auch vorher schon wissen, dass so etwas nicht in ein paar Monaten erledigt ist.

In dieser Hinsicht sei man, vor allem, was die Übernahme von innogy angehe, im Plan, so der E.ON-Vorstand am Mittwoch. Aber „im Plan“ schien zu wenig zu sein, um den charttechnischen Befreiungsschlag über 9,95 Euro zu erreichen und den Weg in Richtung des Jahreshochs 2017 (10,81 Euro) frei zu machen, das dann das nächste charttechnische Kursziel wäre. Auf Dauer?

Expertenmeinung: Es wäre durchaus denkbar, dass die momentan wenig attraktive Perspektive bald wieder „sexy“ werden könnte. Und zwar dann, wenn der Run der Anleger in Richtung defensiver Aktien wiedereinsetzt. Durch den Anstieg der Aktienindizes seit Weihnachten haben viele die Risiken aus dem Blickfeld verloren, die über den Märkten hängen.

Der keineswegs sicher bald endende Handelsstreit USA/China, die Folgen des BrExit für das Wachstum in Europa, der Handelsstreit EU/USA, der noch nicht einmal richtig begonnen hat. Hinzu kommt, dass das Wachstum schon im Vorfeld wegbricht, dass sogar die EZB vergangene Woche warnende Worte fand.

All das wird abgeschüttelt, solange steigende Indizes den trügerischen Beweis liefern, dass all das kein Problem ist. Aber wenn die wankelmütige Stimmung wieder umschlägt, stünde E.ON als Energieversorger nicht nur in der ersten Reihe potenzieller Kaufkandidaten, weil das Unternehmen in einer defensiven, nicht so sehr wachstumsabhängigen Branche agiert. E.ON liefert zudem ein hoch attraktives Zubrot in Form der Dividende.

Für 2018 will E.ON 43 Cent pro Aktie zahlen (2017: 30 Cent), plant die Dividende für 2019 sogar auf 46 Cent anzuheben. Diese 43 Cent, die im Frühjahr ausgeschüttet werden sollen, würden auf aktuellem Kursniveau eine Dividendenrendite von knapp 4,5 Prozent bedeuten. Das ist ansehnlich und würde schnell zu einem Kaufargument, wenn das Thema Risiko am Gesamtmarkt wieder eine Rolle spielt. Ein Ausbruch über die Hürde bei 9,95 Euro dürfte daher erst einmal aufgeschoben, aber nicht aufgehoben sein.

Chart vom 13.03.2019, Kurs 9,60 Euro, Kürzel EOAN | LYNX Aktienempfehlungen

 

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