Commerzbank Aktie aktuell Commerzbank: Wir werden 2,7 Milliarden verdienen

News: Aktuelle Analyse der Commerzbank Aktie

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Commerzbank
ISIN: DE000CBK1001
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Zur Commerzbank Aktie

Hier finden Sie den ersten drei Teile dieser Artikelreihe:
1. Herzlich Willkommen zur Schrottrallye
2. Fulminanter Gewinn
3. Vorreiter der digitalen Transformation

Zur Einordnung und zum Verständnis der folgenden Analyse wäre es ratsam vorab den ersten Artikel zu lesen, falls noch nicht geschehen.

Aufbruch in die Zukunft

Die Commerzbank ist die führende Bank für den Mittelstand und hat mehr als 70.000 Unternehmens- sowie rund 11 Millionen Privatkunden in Deutschland.

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld, gesetzliche Regelungen und die Digitalisierung haben das Bankgeschäft grundlegend verändert. Das gilt auch für die Art und Weise, wie Kunden ihre Bankgeschäfte erledigen möchten.

Die Commerzbank antwortet darauf mit ihrem Strategieprogramm „Commerzbank 5.0“. Mit diesem Programm möchte man sich zukunftssicher aufstellen.

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Große Pläne

Man sollte allerdings auch einige Fragen stellen.
Wie und warum soll das operative Ergebnis plötzlich von nahe 0 auf 2,7 Mrd. Euro steigen?

Ist das in Anbetracht fehlenden Wachstums und bei einem Umsatz von zuletzt 8,45 Mrd. Euro überhaupt realistisch? Um das zu erreichen müssten die Margen regelrecht explodieren.

Im Endeffekt will man sich gesund sparen, Stellen abbauen und Filialen schließen. Das ist nicht gerade eine neue Strategie, verursacht erhebliche Restrukturierungskosten und hat die gewünschten Resultate bisher auch nicht gebracht.

Versprochen ist versprochen

Man kann also zumindest in Zweifel ziehen, dass es dieses Mal klappen wird.
Vor allem, da es nicht das erste Mal wäre, dass die Commerzbank anvisierte Ziele nicht erreicht hat.

Hier nur einige beliebige Beispiele.

Ausblick für 2011 (Link): Unser Anspruch ist es, über hohe Qualität nachhaltig zu wachsen. […] Für das Jahr 2011 haben wir uns auf Grundlage dieser Neuaufstellung ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt.

Am Ende sanken die Erträge der Commerzbank 2011 von 12,80 auf 9,85 Mrd. Euro. Das Ergebnis sackte von 9,69 auf 1,80 Euro je Aktie ab.

Ausblick 2013 (Link): Strategisches Ziel der Mittelstandsbank ist es, 15% Neukunden bis Ende des Jahres 2016 zu gewinnen. Das ist ein ambitioniertes Ziel, bei dem wir im Geschäftsjahr 2013 gut vorangekommen sind.

Ausblick für 2016 (Link): Wachstum bei Kunden, Konten und Assets, erneute Steigerung der Erträge […] sind auch 2016 die wichtigsten Ziele.

In Jahr 2016 sanken die Erträge von 9,86 auf 9,32 Mrd. Euro und das Ergebnis brach von 0,90 auf 0,22 Euro je Aktie ein.

Commerzbank 4.0 -> 5.0

Daher beschloss man 2016 auch die neue Strategie „Commerzbank 4.0“ (Link). Demnach wollte man die Erträge bis 2020 auf 9,8-10,3 Mrd. Euro steigern und die Kosten auf 6,5 Mrd. Euro senken.

Wäre die Sache aufgegangen, hätte man Milliardengewinne eingefahren.

In der Realität waren die Erträge weiter rückläufig und lagen im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020 bei 8,45 Mrd. Euro.
Man musste 1,58 Mrd. Euro abschreiben und verbuchte unter dem Strich einen Verlust von 2,87 Mrd. Euro.

Daher hat man inzwischen die Strategie 5.0 beschlossen (Link), die sich erstaunlich ähnlich wie Version 4.0 anhört…
Man will den „erfolgreichen Wachstumskurs“ fortsetzen, die Erträge bis 2023 steigern und die Kosten senken.

Wie sagt man so schön: Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Außenwirkung

Wie dem auch sei. Die harten Daten und Fakten weichen erheblich von den Versprechungen ab.

Für 2021 stellt man mal wieder ein „positives operatives Ergebnis“ in Aussicht – trotz weiter sinkender Erträge, steigender Investitionen, einem Risikoergebnis von minus 0,8-1,2 Mrd. Euro und Restrukturierungsaufwendungen von 0,9 Mrd. Euro.

Wahrscheinlich kann man als Anleger froh sein, wenn beim Nettoergebnis eine schwarze Null erreicht wird.

Das passt ins Bild. Im Endeffekt ist der Umsatz seit der Finanzkrise rückläufig. Unter dem Strich verdient man kaum Geld. Von einem nachhaltig steigenden Gewinn müssen wir erst gar nicht sprechen.

Daher markiert die Aktie auch gefühlt alle paar Monate ein neues Allzeittief.

Seit Anfang 2018 ist die Aktie von 13 auf zeitweise unter 3 Euro eingebrochen. Wenige Jahre zuvor notierte die Commerzbank noch bei über 20 Euro.
Stichtag heute vor zehn Jahren waren die Papiere noch 60 Euro Wert und dereinst über 300.

Man kann nur mutmaßen wie viele Anleger mit der Commerzbank-Aktie ihr Erspartes verloren haben.

Doch in Zukunft soll alles besser werden – wie immer. Vielleicht wird es das auch. Würde ich mein Geld darauf wetten? Lieber nicht. (nach dem Chart geht es weiter)

Chart vom 19.02.2021 Kurs: 5,24 Kürzel: CBK - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 19.02.2021 Kurs: 5,24 Kürzel: CBK – Wochenkerzen

Eigenwahrnehmung

Es ist ein Nebenkriegsschauplatz, aber die eher eigenwillige Eigenwahrnehmung Commerzbank dürfte so manchen Leser erheitern.
Sich selbst sieht das Bankhaus nämlich meist auf einem guten Weg. (Link).

Hier nur einige Auszüge aus beliebig gewählten Quartals- und Jahresberichten:

„Die Commerzbank ist erfolgreich ins Jahr 2010 gestartet“ (Link)

„Auf dem Weg zur Umsetzung unserer strategischen Agenda, […] haben wir im ersten Halbjahr 2013 wichtige Meilensteine erreicht“ (Link, Zwischenbericht Q2 2013)

„In einem weiterhin schwierigen Marktumfeld hat die Commerzbank ihre starke Marktposition behauptet.“ (Link, Zwischenbericht Q2 2016)

„Wir liefern, was unsere Strategie auszeichnet: Wir wachsen in unserem Kerngeschäft mit Privat- und Firmenkunden und digitalisieren unser Geschäftsmodell“ (Q1 2018)

„Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete die Commerzbank im Kundengeschäft eine positive Entwicklung.“ (Link, Zwischenbericht Q2 2020)

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Commerzbank Aktie

Ein Minus von knapp sechs Prozent als Reaktion auf die 2020er-Bilanz, da können eigentlich keine Fragen offen bleiben: Die Zahlen waren schlecht. Aber wenn man weiß, dass die Commerzbank diese Daten als vorläufige Ergebnisse bereits am Abend des 3. Februar vorgelegt hatte, muss man doch genauer hinsehen. Denn die Reaktion auf das vorläufige Zahlenwerk war zwar nicht positiv, aber am Ende des Tages schaffte man es, die Verluste aufzuholen. Diesmal nicht, obgleich die Eckdaten bekannt waren. Was ist jetzt anders?

Zum einen kam diesmal noch ein Ausblick auf das laufende Jahr dazu, zum anderen gab es ergänzende Kommentare. Und das war es, was die Marktteilnehmer zum Verkauf brachte. Der 2020 gegenüber dem Vorjahr gesunkene Umsatz soll auch 2021 weiter nachgeben (die Analysten hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet). Und eine Dividende soll nicht vor dem Geschäftsjahr 2023 drin sein. Das klingt nicht gerade nach Aufschwung. Das löste Ernüchterung aus, die durch zwei Aussagen des Vorstandschefs noch erhärtet wurde:

Zum einen schließt man betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus, zum anderen wird die Commerzbank den Aktienhandel und das Aktien-Research einstellen. Neue Kursziele für Aktien von Commerzbank-Analysten werden also bald Vergangenheit sein. Daraus entstand ein Gesamtbild, das wirkte, als müsste sich das Geldhaus zu Tode schrumpfen. Und angesichts dessen kann ein Minus von knapp sechs Prozent nicht wundern.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Commerzbank Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Dass die Bank langsam immer tiefer in die Knie geht, ist zwar in einem Umfeld dramatisch geringer Gewinnspannen und einem nicht minder dramatischen Kreditausfallrisiko kein Wunder. Aber natürlich agieren diejenigen, die hier in den vergangenen Monaten eingestiegen und damit federführend für den im Mai etablierten Aufwärtstrendkanal sind, nach dem Prinzip Hoffnung. Diese Basis ist mit diesen Statements nebst der grauen Perspektive für 2021 erschüttert. Bricht also in Kürze der Aufwärtstrend?

Wäre die derzeit bei 4,55 Euro verlaufende, mittelfristige Aufwärtstrendlinie durch diese Reaktion direkt durchbrochen worden, wäre das Risiko von größeren Anschlussverkäufen recht hoch. So aber bleibt ein Puffer bis zu dieser entscheidenden, durch die bei momentan 4,63 Euro verlaufende 200-Tage-Linie verstärkten Entscheidungszone. Damit bleibt auch die Chance, dass die negative Reaktion auf das Zahlenwerk sich totläuft, verkauft hat, wer verkaufen wollte, bevor diese Unterstützung erreicht wird.

Allerdings könnte der Bruch der Dezember-Tiefs bei 4,97/5,01 Euro einen Test dieser Zone 4,55/4,63 Euro befördern. An diese nächstliegende Unterstützung ist der Kurs am Donnerstag zurückgefallen. Bricht diese Zone, wäre damit ein kurzfristiges Topp vollendet … und alleine rein charttechnisch indizierte Abgaben bzw. Stop Loss-Verkäufe könnten dann ausreichen, um den Abwärtsimpuls aufrechtzuerhalten … und mit ihm die negative Grundstimmung. Aus dem Schneider ist die Aktie also nicht, der Sicherheitspuffer bis zur Entscheidungszone ist nicht allzu groß.

Chart vom 11.02.2021, Kurs 5,11 Euro, Kürzel CBK | Online Broker LYNX

Die Commerzbank ist das zweitgrößte Geldhaus Deutschlands mit Standorten in knapp 50 Ländern. In den beiden Geschäftsbereichen Privatkunden und Firmenkunden wird jeweils ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen angeboten.

Es hört nicht auf

Dass ich kein großer Freund der europäischen und deutschen Bank bin ist keine Neuigkeit.
Der eine oder andere Leser wird meine negativen Analysen und Warnungen zur Deutschen Bank oder auch der Commerzbank kennen.

Seit Jahren warne ich und die Kursentwicklung gibt uns Recht. Ich hoffe, Sie haben sich das Debakel erspart.

Einfacher Grund

Das hat einen einfachen Grund, die meisten europäischen Banken haben die Finanzkrise nie überwunden.
Unternehmen wie die Commerzbank sind strukturell unprofitabel und haben an allen Ecken und Enden Probleme.

Die Commerzbank schafft es einfach nicht, nachhaltig profitabel zu sein. Selbst in guten Jahren erwirtschaftet man kaum die Kapitalkosten. Die Eigenkapitalrenditen liegen weit unter der US-Konkurrenz.

Der Umsatz ist quasi konstant rückläufig. Gleichzeitig hat sich die Aktienzahl seit der Finanzkrise nahezu verzehnfacht.

Für Anleger das schlimmste aller Welten. Daher kennt die Aktie auch nur eine Richtung: Abwärts.

Gescheitert

Eine Neuausrichtung und Restrukturierung jagt die andere, die Richtung ist immer dieselbe.
Man schließt Filialen und setzt Mitarbeiter vor die Tür. Schrumpfung auf allen Ebenen.

Wie soll so jemals der Kurs steigen? Aktien legen zu, weil Unternehmen prosperieren und wachsen und nicht, weil sie sich kaputtsparen.

Denn in der Realität wird auch damit nur Geld verbrannt. Nehmen wir als Beispiel das im Vorjahr beschlossenen Programm „Commerzbank 5.0“.

Demnach soll der Fokus auf dem Ausbau des Mobilgeschäfts liegen, man plane „umfassende“ Technologieinvestitionen.

Das wäre wünschenswert. Tatsächlich entfallen von den 1,6 Mrd. Euro an Budget, die man für Commerzbank 5.0 vorgesehen hat, mehr als die Hälfte auf Restrukturierungskosten.

Man gibt 850 Mio. Euro aus, um Mitarbeiter loszuwerden und das Filialnetz um ein Viertel auszudünnen.
Was hat das mit Investition in die Zukunft zu tun?

Aktuelle Lage

Die Commerzbank hat ganz grundlegende und strukturelle Probleme. Wann und ob die jemals überwunden werden, ist fraglich.

Noch viel ungewisser ist, ob das den Aktionären dann noch etwas hilft. Oder ob man zuvor so viele Kapitalerhöhungen durchgeführt hat, dass die Anteilsscheine nahezu wertlos sind.
Genau das ist das Schicksal der Alt-Aktionäre. Seit der Finanzkrise hat das Papier über 90% an Wert verloren.

Die heute vorgelegten Zahlen passen ins Bild. Die Erträge sind um 2,17 auf 2,09 Mrd. Euro gesunken. Das operative Ergebnis ist um 62% auf 168 Mio. Euro eingebrochen.

Hinzu kommen 201 Mio. Euro an Restrukturierungskosten und schon landet man in den roten Zahlen.
Das Konzernergebnis lag bei -69 Mio. Euro, nach +297 Mio. Euro im Vorjahr.

Im ersten Quartal 2021 sollen übrigens wieder neue Umbaupläne vorgelegt werden. Die nächste Sparrunde, die eigentlich nur Geld kostet.
Ohne Worte.

Leere Worte

Währenddessen versucht der Vorstand die Anleger einzulullen:

„Wir stehen mit ganzer Kraft an der Seite unserer Kunden und kommen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Bank voran. Mit der Übernahme der comdirect haben wir einen wichtigen Schritt gemacht, um profitabler und noch besser zu werden.“ Sagte CEO Martin Zielke.

Die Finanzchefin Orlopp formulierte es so: „Wir haben ein stabiles Kundengeschäft und eine starke Kapitalausstattung. Das ist eine gute Basis für künftige Belastungen aus der Corona-Krise und die Neuausrichtung der Bank. Für weitere Einsparungen haben wir die Voraussetzungen geschaffen.“

Hört sich das nicht toll an? Die harten Fakten sprechen leider eine andere Sprache. Ich habe mir auch mal den Spaß erlaubt und die Kommentare der Chefs aus dem Quartalsbericht Anfang 2018 herausgesucht.

Damals wähnte man sich „auf Kurs“, auf einem guten Weg.

„Wir liefern, was unsere Strategie auszeichnet: Wir wachsen in unserem Kerngeschäft mit Privat- und Firmenkunden und digitalisieren unser Geschäftsmodell“, sagte CEO Zielke zum ersten Quartal 2018.

Seitdem hat die Aktie zwei Drittel an Wert verloren…

Haben Sie schon von Corona gehört?

Und dann gibt es ja noch so „unbedeutende“ Störfaktoren wie Corona und den Teil-Shutdown der Wirtschaft.
Das bringt gerade für Banken erhebliche Probleme mit sich, ich hatte es hier ausführlich beschrieben:
Droht noch ein Lockdown? Kippt der Bankensektor?

Banken haben eine ganze Menge an faulen Krediten in den Büchern und werden sie abschreiben müssen.
Im letzten Quartal hat das die CBK 272 Mio. Euro gekostet und das, obwohl die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt ist.
Was kommt danach?

Doch der Vorstand fühlt sich mit einer Risikovorsorge von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro in diesem Jahr „wohl“.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich würde mich nicht mehr wohlfühlen, wenn ich eine Milliarde Euro abschreiben müsste.

Profitabel wird man allen Erwartungen nach wohl erst wieder 2022.

Chart vom 05.11.2020 Kurs: 3,97 Kürzel: CBK - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 05.11.2020 Kurs: 3,97 Kürzel: CBK – Wochenkerzen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits in unserer letzten Analyse vor zwei Wochen hatten wir erstmals unsere Bewertung auf die Commerzbank gesenkt. Bis zu diesem Zeitpunkt befand sich die Aktie noch in einem stabilen Aufwärtstrend, doch die ersten Anzeichen einer Abschwächung des Trends waren bereits erkennbar. Zum einen wurde die recht große grüne Kerze vom 04. September schnell wieder negiert. Diese sah bereits wie eine mögliche Ermüdungskerze am Ende eines Aufwärtstrends aus. Zum anderen bildeten sich eine ganze Reihe von roten Kerzen und das, obwohl die Aktie gerade neue Zwischenhochs bilden konnte. Alles in allem keine klaren Verkaufs- jedoch offensichtliche Schwächesignale. Mit dem Bruch des letzten Pivot-Tiefs von August wurde nun der Aufwärtstrend beendet und die Bären übernahmen kurzfristig wieder das Zepter.

Expertenmeinung: Aktuell befindet sich die Aktie quasi im freien Fall, denn auch das Pivot-Tief von Ende Juli wurde problemlos nach unten durchstoßen. Als nächstes könnte jetzt die Marke bei 3.75 EUR Halt bieten. Immerhin fand hier der Startschuss zur mehrmonatigen Aufwärtsbewegung statt, welche gerade innerhalb weniger Handelstage zunichte gemacht wird. Korrekturen verlaufen nun mal im Eiltempo, doch wer seine Stopps gut gesetzt hat, kann sich aktuell in Ruhe zurücklehnen und bei günstigen Kursen wieder einsteigen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 23.09.2020 Kurs: 4.12 Kürzel: CBK | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Exakt zum richtigen Zeitpunkt hatten wir unsere teils bärischen und neutralen Bewertungen auf die Aktie der Commerzbank in Richtung bullisch gedreht. Ende Juni war der Zeitpunkt gekommen, um nicht nur den technisch vollendeten Boden zu brechen, sondern auch um langsam, aber stetig wieder in einen stabilen Aufwärtstrend überzugehen. Seither haben sich zwei weitere markante Pivot Tiefs (2) und (3) im Chart gebildet. Diese bilden im aktuellen Chartbild die wichtigsten mittelfristigen Unterstützungen, welche keinesfalls gebrochen werden dürfen. Natürlich spielt auch das kleinere Pivot-Tief von Anfang September eine Rolle, doch wäre der Bruch unter die Marke von 4.68 EUR lediglich als Warnsignal zu sehen. Hier befindet sich auch die 50-Tage-Linie, welche der Aktie in den letzten Monaten immer wieder einen soliden Rückhalt bieten konnte.

Expertenmeinung: Längerfristig orientierte Anleger werden sich also eher um den Bereich bei 4.50 EUR kümmern. Knapp darunter den ein oder anderen Stopp zu platzieren, kann keine schlechte Idee sein. Ein paar kleinere Gefahren im gesamten Sektor sind bereits auszumachen. Die US-Banken scheinen die letzten Kaufsignale gerade zu negieren und auch die Deutsche Bank macht alles andere als einen soliden Eindruck. Bei der Commerzbank bildeten sich in den letzten Tagen einige größere rote Kerzen, welche ebenfalls einen etwas erhöhten Verkaufsdruck anzeigen. Momentan stehen die Ampeln noch auf Grün, aber es gibt bereits einige dunkle Wolken am Horizont. Daher wollen wir unsere Bewertung vorerst wieder auf neutral senken.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 11.09.2020 Kurs: 4.90 Kürzel: CBK | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit der Bodenbildung von April auf Mai und dem folgenden Trendbruch mit dem Bruch der Marke von 3.75 EUR befindet sich die Aktie der Commerzbank wieder auf der Kaufliste der Bullen. Die letzten Zwischenkonsolidierungen verliefen allesamt nach Plan. Nachdem die Kurse jeweils ein neues Hoch generieren konnten, orientierte sich die anschließende Korrekturphase in Richtung der 50-Tage-Linie. Sowohl Ende Juni als auch Ende Juli griffen Anleger bereitwillig zu und bildeten kurz danach wieder neue Hochs. Aktuell befindet sich die Aktie wieder auf dem Weg zum besagten gleitenden Durchschnitt und könnte im Bereich bei 4.50 EUR wieder auf eine gute Support-Ebene fallen. Der Trend befindet sich in einer bullischen Gesamtlage.

Expertenmeinung: Auch wenn der Trendverlauf noch so offensichtlich ist, sollte nicht einfach gekauft werden, wenn die Aktie an der 50-Tage-Linie ankommt. Es wird mit Sicherheit auch einmal die Zeit kommen, wo der Boden nicht mehr halten wird und dabei sollte nicht einfach blindlings eingekauft werden. Wichtig ist hierbei also abzuwarten, ob die Kurse wirklich wieder nach oben drehen. Erst dann liegt ein zuverlässiges Signal vor, welches mit einer guten Chance auf Erfolg tatsächlich genutzt werden kann.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 20.08.2020 Kurs: 4.61 Kürzel: CBK | Online Broker LYNX