Commerzbank Aktie aktuell Commerzbank: Da sind wir aber froh

News: Aktuelle Analyse der Commerzbank Aktie

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Commerzbank
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Zur Commerzbank Aktie

Die Commerzbank ist das zweitgrößte Geldhaus Deutschlands mit Standorten in knapp 50 Ländern. In den beiden Geschäftsbereichen Privatkunden und Firmenkunden wird jeweils ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen angeboten.

Es hört nicht auf

Dass ich kein großer Freund der europäischen und deutschen Bank bin ist keine Neuigkeit.
Der eine oder andere Leser wird meine negativen Analysen und Warnungen zur Deutschen Bank oder auch der Commerzbank kennen.

Seit Jahren warne ich und die Kursentwicklung gibt uns Recht. Ich hoffe, Sie haben sich das Debakel erspart.

Einfacher Grund

Das hat einen einfachen Grund, die meisten europäischen Banken haben die Finanzkrise nie überwunden.
Unternehmen wie die Commerzbank sind strukturell unprofitabel und haben an allen Ecken und Enden Probleme.

Die Commerzbank schafft es einfach nicht, nachhaltig profitabel zu sein. Selbst in guten Jahren erwirtschaftet man kaum die Kapitalkosten. Die Eigenkapitalrenditen liegen weit unter der US-Konkurrenz.

Der Umsatz ist quasi konstant rückläufig. Gleichzeitig hat sich die Aktienzahl seit der Finanzkrise nahezu verzehnfacht.

Für Anleger das schlimmste aller Welten. Daher kennt die Aktie auch nur eine Richtung: Abwärts.

Gescheitert

Eine Neuausrichtung und Restrukturierung jagt die andere, die Richtung ist immer dieselbe.
Man schließt Filialen und setzt Mitarbeiter vor die Tür. Schrumpfung auf allen Ebenen.

Wie soll so jemals der Kurs steigen? Aktien legen zu, weil Unternehmen prosperieren und wachsen und nicht, weil sie sich kaputtsparen.

Denn in der Realität wird auch damit nur Geld verbrannt. Nehmen wir als Beispiel das im Vorjahr beschlossenen Programm „Commerzbank 5.0“.

Demnach soll der Fokus auf dem Ausbau des Mobilgeschäfts liegen, man plane „umfassende“ Technologieinvestitionen.

Das wäre wünschenswert. Tatsächlich entfallen von den 1,6 Mrd. Euro an Budget, die man für Commerzbank 5.0 vorgesehen hat, mehr als die Hälfte auf Restrukturierungskosten.

Man gibt 850 Mio. Euro aus, um Mitarbeiter loszuwerden und das Filialnetz um ein Viertel auszudünnen.
Was hat das mit Investition in die Zukunft zu tun?

Aktuelle Lage

Die Commerzbank hat ganz grundlegende und strukturelle Probleme. Wann und ob die jemals überwunden werden, ist fraglich.

Noch viel ungewisser ist, ob das den Aktionären dann noch etwas hilft. Oder ob man zuvor so viele Kapitalerhöhungen durchgeführt hat, dass die Anteilsscheine nahezu wertlos sind.
Genau das ist das Schicksal der Alt-Aktionäre. Seit der Finanzkrise hat das Papier über 90% an Wert verloren.

Die heute vorgelegten Zahlen passen ins Bild. Die Erträge sind um 2,17 auf 2,09 Mrd. Euro gesunken. Das operative Ergebnis ist um 62% auf 168 Mio. Euro eingebrochen.

Hinzu kommen 201 Mio. Euro an Restrukturierungskosten und schon landet man in den roten Zahlen.
Das Konzernergebnis lag bei -69 Mio. Euro, nach +297 Mio. Euro im Vorjahr.

Im ersten Quartal 2021 sollen übrigens wieder neue Umbaupläne vorgelegt werden. Die nächste Sparrunde, die eigentlich nur Geld kostet.
Ohne Worte.

Leere Worte

Währenddessen versucht der Vorstand die Anleger einzulullen:

„Wir stehen mit ganzer Kraft an der Seite unserer Kunden und kommen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Bank voran. Mit der Übernahme der comdirect haben wir einen wichtigen Schritt gemacht, um profitabler und noch besser zu werden.“ Sagte CEO Martin Zielke.

Die Finanzchefin Orlopp formulierte es so: „Wir haben ein stabiles Kundengeschäft und eine starke Kapitalausstattung. Das ist eine gute Basis für künftige Belastungen aus der Corona-Krise und die Neuausrichtung der Bank. Für weitere Einsparungen haben wir die Voraussetzungen geschaffen.“

Hört sich das nicht toll an? Die harten Fakten sprechen leider eine andere Sprache. Ich habe mir auch mal den Spaß erlaubt und die Kommentare der Chefs aus dem Quartalsbericht Anfang 2018 herausgesucht.

Damals wähnte man sich „auf Kurs“, auf einem guten Weg.

„Wir liefern, was unsere Strategie auszeichnet: Wir wachsen in unserem Kerngeschäft mit Privat- und Firmenkunden und digitalisieren unser Geschäftsmodell“, sagte CEO Zielke zum ersten Quartal 2018.

Seitdem hat die Aktie zwei Drittel an Wert verloren…

Haben Sie schon von Corona gehört?

Und dann gibt es ja noch so „unbedeutende“ Störfaktoren wie Corona und den Teil-Shutdown der Wirtschaft.
Das bringt gerade für Banken erhebliche Probleme mit sich, ich hatte es hier ausführlich beschrieben:
Droht noch ein Lockdown? Kippt der Bankensektor?

Banken haben eine ganze Menge an faulen Krediten in den Büchern und werden sie abschreiben müssen.
Im letzten Quartal hat das die CBK 272 Mio. Euro gekostet und das, obwohl die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt ist.
Was kommt danach?

Doch der Vorstand fühlt sich mit einer Risikovorsorge von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro in diesem Jahr „wohl“.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich würde mich nicht mehr wohlfühlen, wenn ich eine Milliarde Euro abschreiben müsste.

Profitabel wird man allen Erwartungen nach wohl erst wieder 2022.

Chart vom 05.11.2020 Kurs: 3,97 Kürzel: CBK - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 05.11.2020 Kurs: 3,97 Kürzel: CBK – Wochenkerzen

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Commerzbank Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits in unserer letzten Analyse vor zwei Wochen hatten wir erstmals unsere Bewertung auf die Commerzbank gesenkt. Bis zu diesem Zeitpunkt befand sich die Aktie noch in einem stabilen Aufwärtstrend, doch die ersten Anzeichen einer Abschwächung des Trends waren bereits erkennbar. Zum einen wurde die recht große grüne Kerze vom 04. September schnell wieder negiert. Diese sah bereits wie eine mögliche Ermüdungskerze am Ende eines Aufwärtstrends aus. Zum anderen bildeten sich eine ganze Reihe von roten Kerzen und das, obwohl die Aktie gerade neue Zwischenhochs bilden konnte. Alles in allem keine klaren Verkaufs- jedoch offensichtliche Schwächesignale. Mit dem Bruch des letzten Pivot-Tiefs von August wurde nun der Aufwärtstrend beendet und die Bären übernahmen kurzfristig wieder das Zepter.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Commerzbank Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Aktuell befindet sich die Aktie quasi im freien Fall, denn auch das Pivot-Tief von Ende Juli wurde problemlos nach unten durchstoßen. Als nächstes könnte jetzt die Marke bei 3.75 EUR Halt bieten. Immerhin fand hier der Startschuss zur mehrmonatigen Aufwärtsbewegung statt, welche gerade innerhalb weniger Handelstage zunichte gemacht wird. Korrekturen verlaufen nun mal im Eiltempo, doch wer seine Stopps gut gesetzt hat, kann sich aktuell in Ruhe zurücklehnen und bei günstigen Kursen wieder einsteigen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 23.09.2020 Kurs: 4.12 Kürzel: CBK | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Exakt zum richtigen Zeitpunkt hatten wir unsere teils bärischen und neutralen Bewertungen auf die Aktie der Commerzbank in Richtung bullisch gedreht. Ende Juni war der Zeitpunkt gekommen, um nicht nur den technisch vollendeten Boden zu brechen, sondern auch um langsam, aber stetig wieder in einen stabilen Aufwärtstrend überzugehen. Seither haben sich zwei weitere markante Pivot Tiefs (2) und (3) im Chart gebildet. Diese bilden im aktuellen Chartbild die wichtigsten mittelfristigen Unterstützungen, welche keinesfalls gebrochen werden dürfen. Natürlich spielt auch das kleinere Pivot-Tief von Anfang September eine Rolle, doch wäre der Bruch unter die Marke von 4.68 EUR lediglich als Warnsignal zu sehen. Hier befindet sich auch die 50-Tage-Linie, welche der Aktie in den letzten Monaten immer wieder einen soliden Rückhalt bieten konnte.

Expertenmeinung: Längerfristig orientierte Anleger werden sich also eher um den Bereich bei 4.50 EUR kümmern. Knapp darunter den ein oder anderen Stopp zu platzieren, kann keine schlechte Idee sein. Ein paar kleinere Gefahren im gesamten Sektor sind bereits auszumachen. Die US-Banken scheinen die letzten Kaufsignale gerade zu negieren und auch die Deutsche Bank macht alles andere als einen soliden Eindruck. Bei der Commerzbank bildeten sich in den letzten Tagen einige größere rote Kerzen, welche ebenfalls einen etwas erhöhten Verkaufsdruck anzeigen. Momentan stehen die Ampeln noch auf Grün, aber es gibt bereits einige dunkle Wolken am Horizont. Daher wollen wir unsere Bewertung vorerst wieder auf neutral senken.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 11.09.2020 Kurs: 4.90 Kürzel: CBK | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit der Bodenbildung von April auf Mai und dem folgenden Trendbruch mit dem Bruch der Marke von 3.75 EUR befindet sich die Aktie der Commerzbank wieder auf der Kaufliste der Bullen. Die letzten Zwischenkonsolidierungen verliefen allesamt nach Plan. Nachdem die Kurse jeweils ein neues Hoch generieren konnten, orientierte sich die anschließende Korrekturphase in Richtung der 50-Tage-Linie. Sowohl Ende Juni als auch Ende Juli griffen Anleger bereitwillig zu und bildeten kurz danach wieder neue Hochs. Aktuell befindet sich die Aktie wieder auf dem Weg zum besagten gleitenden Durchschnitt und könnte im Bereich bei 4.50 EUR wieder auf eine gute Support-Ebene fallen. Der Trend befindet sich in einer bullischen Gesamtlage.

Expertenmeinung: Auch wenn der Trendverlauf noch so offensichtlich ist, sollte nicht einfach gekauft werden, wenn die Aktie an der 50-Tage-Linie ankommt. Es wird mit Sicherheit auch einmal die Zeit kommen, wo der Boden nicht mehr halten wird und dabei sollte nicht einfach blindlings eingekauft werden. Wichtig ist hierbei also abzuwarten, ob die Kurse wirklich wieder nach oben drehen. Erst dann liegt ein zuverlässiges Signal vor, welches mit einer guten Chance auf Erfolg tatsächlich genutzt werden kann.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 20.08.2020 Kurs: 4.61 Kürzel: CBK | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Juni haben wir unsere Aussichten auf die Commerzbank Aktie wieder auf der bullischen Seite. Der Grund für unsere positive Erwartungshaltung war die nachhaltige Rückeroberung der gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50, als auch der Ausbruch über den Widerstandsbereich bei rund 3.80 EUR. Dieser war gleichzeitig auch das Ende des bis dahin intakten Abwärtstrends. Mit dem Breakout aus dem Dreieck Anfang Juli machten die Bullen dann alles klar und die Aktie hatte den nötigen Freiraum, um weiter zu steigen. Mittlerweile hat sich ein weiteres höheres Tief sowie ein weiteres höheres Hoch gebildet. Die Aktie ging inzwischen sogar in eine bullische Trendphase über.

Expertenmeinung: Aktuell scheint sich eine Keilformation zu bilden, welche einen Widerstand im Bereich von 5.00 EUR und eine Unterstützung bei rund 4.50 EUR hat. Der Bruch dieser Formation dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem heftigen Momentumimpuls führen. Ein Bruch nach unten wäre natürlich negativ, doch fände die Aktie an der 50-Tage-Linie, als auch beim letzten Pivot-Tief von Ende Juli noch etwas Rückhalt. Bei einem Breakout nach oben wäre die Luft frei, um vielleicht sogar die Kurslücke von Ende Februar zu schließen. Ansonsten sind keine nennenswerten Widerstände im Chart zu finden. Wir bleiben vorerst bullisch auf die Aktie.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 12.08.2020 Kurs: 4.91 Kürzel: CBK | Online Broker LYNX

Wenn innerhalb einer kurzen Zeitspanne der Aufsichtsratschef ebenso wie der Vorstandsvorsitzende die Segel streichen, könnte man vermuten, dass die Anleger äußerst negativ auf eine solche Entwicklung reagieren. Zumal hinzukommt, dass ein neuer Vorstandsvorsitzender noch nicht im Amt ist und der neue Aufsichtsratschef von der Gewerkschaft und einem Großinvestor (Cerberus) kritisch gesehen wird. Aber die Anleger scheinen ihren Optimismus nicht verloren zu haben. Bis Mitte Mai blieb die Commerzbank-Aktie am Boden, während um sie herum längst die große Hoffnungs-Rallye begonnen hatte. Aber Mitte Mai zog auch sie an … und hält ihren Aufwärtstrend bisher. Sollte das überraschen?

Nicht unbedingt, denn so schlecht steht das Geldhaus gar nicht mal da, wenn man die Gesamtsituation und den Druck bedenkt, den die Nullzinsen der EZB für die Finanzindustrie bedeuten. Am vergangenen Mittwoch hatte die Commerzbank die Bilanz des zweiten Quartals auf den Tisch gebracht. Der Umsatz hatte gegenüber dem Vorjahresquartal sogar leicht zugelegt. Das operative bzw. das Konzernergebnis lagen zwar unter dem des zweiten Quartals 2019, aber es bleib dennoch ein Plus vor den Zahlen. Es hätte allemal schlimmer kommen können. Und das honorierten die Anleger, indem sie die Finger von der Verkaufstaste ließen, obgleich die Commerzbank für das Gesamtjahr 2020 mit roten Zahlen rechnet. Die Bilanz hat die Aktie also gut überstanden, damit stellt sich jetzt eine andere Frage:

Expertenmeinung: Ist nach oben noch mehr drin? Aus charttechnischer Sicht wäre dafür zumindest der Boden bereitet. Sie sehen im Chart, dass die Aktie stark in den August gestartet ist und dadurch die per Ende Juli leicht, aber nicht signifikant unterbotene Mai-Aufwärtstrendlinie hatte retten können. Mit dem Schwung der Käufe zum Monatsbeginn gelang nicht nur der erneute Anstieg über die Widerstandslinie um 4,65 Euro, sondern auch der jetzt signifikante Anstieg über die wichtige 200-Tage-Linie, an welcher die Aktie zuvor in zwei Anläufen nicht recht vorbeigekommen war. Damit nicht genug, sehen wir jetzt einen Crossover der 20-Tage-Linie über die 200-Tage-Linie, ein unterstützend bullisches Signal.

Die nächste Widerstandszone wartet jetzt um fünf Euro. Gelänge es, dort hindurchzukommen, wäre der Weg aus rein charttechnischer Sicht tatsächlich bis in den Bereich um sechs Euro frei. Aber um diese Zone zu erreichen, müsste es weitere ermutigende Nachrichten geben, die den nötigen Rückenwind liefern. Was denkbar wäre, würde beispielsweise ein neuer Vorstandsvorsitzender gefunden, der den Anlegern den Eindruck vermittelt, dass frischer Wind durch das Geldhaus wehen wird. Oder eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen durch eine nicht nur eine Gegenreaktion vollziehende, sondern wieder zu effektivem Wachstum zurückkehrende Konjunktur in der Eurozone. Wäre in den kommenden Wochen weder noch zu vermelden, kann es allemal sein, dass sich das per heute verheißungsvolle Chartbild wieder eintrübt, die Bullen ihre Ambitionen einmotten. Daher würde es sich anbieten, Long-Trades konsequent gegen den „Fall der Fälle“ abzusichern, indem man einen Stoppkurs unterhalb der markanten Kreuzunterstützung im Bereich 4,55/4,65 Euro, bestehend aus 20-Tage- und 200-Tage-Linie, der Linie um 4,65 Euro und der Mai-Aufwärtstrendlinie platziert.

Chart vom 10.08.2020, Kurs 4,84 Euro, Kürzel CBK | Online Broker LYNX