Commerzbank Aktie aktuell Commerzbank: Es ist einfach immer dasselbe – Bärenalarm

News: Aktuelle Analyse der Commerzbank Aktie

von |
In diesem Artikel

Commerzbank
ISIN: DE000CBK1001
|
Ticker: CBK --- %

---
EUR
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Zur Commerzbank Aktie

Nach dem überraschenden Gewinn im ersten Quartal geht es direkt wieder rückwärts. Wie es scheint, hat sich das mit der Profitabilität schon wieder erledigt.
Anleger reagieren verschnupft.

Die Commerzbank ist seit Jahren eine Großbaustelle, nachhaltig verbessert hat sich die Situation trotz allerlei Maßnahmen nicht.
Zwischenzeitlich waren wir schon beim Strategieprogramm „Commerzbank 5.0“ und man konnte schon erahnen, dass auch noch 6.0 folgen wird.

Warum das Strategieprogramm ohnehin nicht zielführend war, können Sie hier nachlesen:
Commerzbank 5.0 = Kursziel 0?

„Sonderabschreibungen“

Das scheint man auch bei der Commerzbank selbst erkannt zu haben. Im aktuellen Quartalsbericht ist der Begriff „Commerzbank 5.0“ nicht mehr zu finden.

Der neue Chef hat unter anderem die Auslagerung Wertpapierabwicklung gestoppt. Die Einstellung des laufenden Outsourcing-Großprojekts dürfte die Frankfurter rund 200 Mio. Euro kosten.

Hinzu kommen weitere Aufwendungen für den Konzernumbau. In Summe belaufen sich die „Sonderabschreibungen“ auf 976 Mio. Euro.

Das sei notwendig, um die „Strategie 2024“ umzusetzen. Vielleicht schmunzeln Sie an dieser Stelle ebenso wie ich.

Man darf sich auch die Frage stellen, wie außergewöhnlich Abschreibungen sind, wenn es seit Jahren immer wieder zu Abschreibungen kommt. Es ist schon fast zur Regel geworden.

Der Vorstand sieht das anders

Der Vorstand selbst sieht sich unterdessen auf Kurs, wie immer. Ein paar Anekdoten zu diesem Thema finden Sie am Ende dieser Analyse (Link).
Das dürfte erhellend sein.

CEO Knof verweist auf das „solide operative Ergebnis im ersten Halbjahr“ und CFO Orlopp auf die „hohe Kernkapitalquote“.

Die Zahlen sprechen allerdings eine andere Sprache.

Im zweiten Quartal sind die Erträge auf Jahressicht um 17,3% auf 1,88 Mrd. Euro gesunken.
Gleichzeitig sind die operativen Kosten um 11,6% gestiegen.

Dadurch ist der operative Gewinn von 205 auf 32 Mio. Euro eingebrochen – selbst ohne „Sonderaufwendungen“ hätte man kaum Geld verdient.
Da gibt es wenig zu beschönigen.

Man darf gespannt sein, ob die bisherigen Prognosen nach diesem schwachen Quartal noch haltbar sein werden. Dazu äußern möchte sich der Vorstand erst nach Abschluss von Q3.

Ausblick und Bewertung

Vielleicht erahnen Sie es an dieser Stelle und mit Blick auf die älteren Analysen bereits, dass die Commerzbank für mich nicht als Investment infrage kommt.

Zu viele Versprechungen, zu wenig Resultate. Seit Jahren ein stagnierender Umsatz und Probleme mit der Profitabilität.
Genau aus diesen Gründen ist die Aktie auch ein klarer Underperformer.

Als Anleger haben Sie die Wahl. Es gibt einfachere und sicherere Anlagemöglichkeiten, als hier auf einen Turnaround zu spekulieren, der seit einer gefühlten Ewigkeit nicht gelingt.

Fakt ist, dass im laufenden Geschäftsjahr wieder ein Verlust erwartet wird. Ob die Prognose für 2022, mit einem Gewinn von 0,50 Euro je Aktie erreicht wird, steht unterdessen in den Sternen.

Es wäre eines der besten Ergebnisse seit der Finanzkrise. Dann wäre die Commerzbank mit einem KGV von 10 bewertet.

Selbst unter diesen positiven Annahmen gibt es wohl bessere Alternativen. Die großen US-Geldhäuser, bei denen es deutlich besser läuft, kommen auf ähnliche KGVs.

Chart vom 04.08.2021 Kurs: 5,24 Kürzel: CBK - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 04.08.2021 Kurs: 5,24 Kürzel: CBK – Tageskerzen

Die Commerzbank Aktie ist in den letzten Wochen bereits gehörig unter die Räder gekommen. Jetzt wurde auch noch der Aufwärtstrend unterschritten.

Fällt der Kurs per Tagesschluss unter 5,25 Euro, kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 5,00 und 4,75 Euro

Den Bullen hilft hingegen nur eine Rückkehr über die Aufwärtstrendlinie. Prozyklische Kaufsignale ergäben sich über 5,50 Euro.

Mehr als 12.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Alle Märkte und Produkte aus einer Hand? Mein Broker ist LYNX.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Nachricht schicken an Tobias Krieg
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Vorherige Analysen der Commerzbank Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Es waren die überaus positiven Quartalsergebnisse des Konkurrenten Deutschen Bank, welche im April den zündenden Impuls für die nach wie vor intakte Rallye der Commerzbank-Aktie lieferten. Zudem hat das Unternehmen den Aktionären einen schnellen Umbau der Konzernstruktur in Aussicht gestellt und die Hoffnung ist groß, dass sich dies über kurz oder lang in positiven Unternehmensergebnissen widerspiegeln wird.

Die Performance der Aktie der letzten Wochen war geradezu beeindruckend und die Kurse gingen, wie von der Tarantel gestochen, steil nach oben. Nun ist aber etwas Vorsicht angesagt, da sich die Kurse recht weit vom 50-Tage-Durchschnitt entfernt haben. Dies könnte dieser Tage zu einer Korrekturbewegung führen.

Expertenmeinung: Sieht man sich das längerfristige Chartbild der Aktie an, wird relativ schnell klar, dass wir hier womöglich erst den Beginn einer langfristigen Aufwärtsbewegung sehen. Dennoch gibt es immer wieder Phasen, in denen die Kurse recht anfällig für Korrekturen sind. Solch eine Phase könnte nun unmittelbar bevorstehen. Rückläufe in den Bereich von 5.80 bis 6.00 EUR könnten gute Kaufgelegenheiten eröffnen und interessierten Anlegern einen besseren Einstieg ermöglichen. Danach könnte das nächste Kursziel bei 6.83 EUR anvisiert werden. Dies war das Hoch des vorigen Jahres und könnte somit als nächstes auf dem Plan der Bullen stehen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 19.05.2021 Kurs: 6.418 Kürzel: CBK | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Ende März hatten wir unsere Aussichten auf den deutschen Finanzkonzern gesenkt. Der Chart der Commerzbank Aktie wirkte äußerst angeschlagen und es bildete sich eine überaus klare Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Zum Abschluss dieser musste die Aktie nur noch die Nackenlinie nach unten durchstoßen. Vorige Woche war es dann soweit und es bildete sich ein weiteres klares Verkaufssignal. Die Bären übernahmen vollends das Ruder und der Trend ging erstmalig seit dem Beginn der Impfstoff-Rallye wieder in eine bärische Phase über. Auch die nächsten Kursziel nach unten stehen damit bereits fest. Dazu später mehr.
Erschwerend kommt hinzu, dass mittlerweile auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 nachhaltig Richtung Süden zeigen und somit das bärische Momentum weiter anheizen. Das sind wirklich düstere Aussichten.

Expertenmeinung: Schauen wir uns das mögliche technischen Kursziel einmal an. Zur Ermittlung blicken wir auf den Kopf der SKS-Formation und den Abstand zur Nackenlinie. Wenn wir diese Spanne vom Durchbruchspunkt abziehen, ergibt sich ein mögliches Ziel auf bis zu 4.10 EUR. Knapp darunter befindet sich das Pivot-Tief von Oktober des vorigen Jahres. Gut möglich, dass die Bären dieses Niveau nun anvisieren und versuchen werden, die Kurse so schnell wie möglich dorthin zu befördern. Für ist uns klar, die bärischen Aussichten auf die Commerzbank bleiben vorerst weiter bestehen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 16.04.2021 Kurs: 4.969 Kürzel: CBK | Online Broker LYNX

Noch hält sich die Commerzbank in ihrem mittelfristigen Aufwärtstrendkanal … aber aktuell sieht es mehr nach Toppbildung als nach Schwungholen vor einer neuen Rallye aus. Ab wann würde die Aktie zu „Bärenfutter“?

Der Gesamtmarkt ist längst über die Hochs vom Februar 2020 hinaus, die Commerzbank-Aktie hingegen notiert noch deutlich darunter. Ein massives Stühlerücken in der Unternehmensführung, dazu eine nicht enden wollende Restrukturierung, bei der immer mehr Anleger den Eindruck gewinnen, dass bei dem Begriff „Gesundschrumpfen“ das „gesund“ unter die Räder kommt, all das macht diese Aktie nicht gerade zur ersten Wahl im bullischen Lager. Und was in einem insgesamt extrem bullischen Umfeld nicht läuft, lockt die Leerverkäufer, die Bären, an, nach dem Motto: Die Letzten beißen die Hunde.

Expertenmeinung: Grundsätzlich bestünde eine Menge Spielraum bis zu der aktuell bei 6,72 Euro verlaufenden, oberen Begrenzung des im Mai 2020 etablierten Aufwärtstrendkanals. Aber bislang fehlt es an Argumenten, hier zuzugreifen. Die Rückkehr zur Normalität verschiebt sich für Europa immer weiter auf der Zeitachse nach hinten. Und je länger die Wirtschaft unter Druck bleibt, desto geringer sind die Chancen für im Vergleich zu den „Big Players“ kleinere Geldhäuser auf dynamisches Wachstum. Das schlägt sich im Kursbild nieder:

Chart vom 06.04.2021, Kurs 5,225 Euro, Kürzel CBK | Online Broker LYNX

Die Aktie bewegt sich innerhalb des Aufwärtstrendkanals seit Ende November seitwärts, wobei auffällt, dass sie zweimal knapp unter der bis ins Jahr 2019 zurückreichenden Widerstandszone um sechs Euro abgewiesen wurde. Gelänge es, diese Zone mit Schlusskursen über 6,10 Euro zu überwinden, wäre der Weg an die obere Begrenzung des Trendkanals frei. Aber so, wie die Aktie derzeit daherkommt, ist das zwar nicht unmöglich, aber doch der eindeutig weniger wahrscheinliche Weg für die kommenden Wochen.

Nicht zuletzt deshalb, weil ein markantes Short-Signal auf mittelfristiger Zeitebene nicht fern wäre. Im Bereich zwischen 4,85 und 4,97 Euro ballen sich gleich drei wichtige Unterstützungen: die untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals, das untere Ende des seit November laufenden Seitwärtstrends und dann auch noch die 200-Tage-Linie – und all das liegt in Schlagdistanz. Sollte es den Bären gelingen, diese Zone zu durchbrechen, würde die Commerzbank-Aktie eine interessante Trading-Chance auf der Short-Seite abgeben.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In den letzten Monaten zeigten sich die Banken von ihrer positiven Seite. Seit dem Beginn der Impfstoff-Rallye im November des vorigen Jahres ging der Sektor massiv nach oben. Auch die Commerzbank-Aktie profitierte von diesem Trend. Doch seit einigen Wochen scheint hier das Momentum langsam und stetig zu schwinden. Die Kurse konnten im März das Hoch von Januar nicht mehr erreichen und Anleger nahmen auf immer tieferen Niveaus ihre Positionen vom Tisch. So zeigt sich aktuell eine deutliche Schulter-Kopf-Schulter-Formation, wie sie im Lehrbuch steht. Einzig die rechte Schulter könnte noch etwas tiefer sein. Die Gefahr, dass die Aktie nun erneut eine Talfahrt durchleben könnte, ist somit imminent.  

Expertenmeinung: Auffällig ist derzeit vor allem auch die relative Schwäche gegenüber dem DAX. Während sich dieser Schritt für Schritt der Marke bei 15.000 Punkten nähert, geht es hier stetig in Richtung Süden. Gut möglich, dass die Bären gerade eine massive Short-Attacke planen, denn eines ist völlig klar. Sollte die Marke bei 5.00 EUR gebrochen werden, dürfte der Abverkauf in Richtung des nächsten möglichen Bodens bei ca. 4.00 EUR wohl nicht mehr aufzuhalten sein. Der Trend befindet sich längst nicht mehr in einer bullischen Phase und auch unsere Aussichten auf die Commerzbank bleiben vorab auf der bärischen Seite.


Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 29.03.2021 Kurs: 5.142 Kürzel: CBK | Online Broker LYNX

Im Januar hatte sich die Commerzbank-Aktie bis knapp sechs Euro nach oben gekämpft. Aber nachdem das Geldhaus am 11. Februar seine 2020er-Bilanz nebst Ausblick auf 2021 vorgelegt hatte, landete der Kurs bei fünf Euro – dem bisherigen Jahrestief. Trotzdem wären vom aktuellen Kursniveau aus noch 20 Prozent nach oben möglich.

Allerdings müsste das vor allem die Charttechnik richten. Denn dass die Aktie auf die steigenden Renditen am Anleihemarkt weniger stark reagierte als andere Bankaktien, ist bezeichnend. Während die Anleger bei Aktien wie der BNP Paribas oder der Deutschen Bank zugreifen, weil sie steigende Anleiherenditen mit der Chance auf bessere Gewinnmargen für die Geldinstitute verbinden, denkt man bei der Commerzbank offenbar vor allem an eine dann geringere Kreditnachfrage und das Kreditausfallrisiko.

Dabei will die Commerzbank 2021 wieder einen operativen Gewinn erreichen, nachdem dieser 2020 bei -0,23 Milliarden Euro gelegen hatte (2019: +1,25 Milliarden Euro). Aber der jahrelange Prozess der Schrumpfung, der Personalabbau und die Filialschließungen, all das erweckt den Eindruck, dass man hier ein Unternehmen vor sich hat, das sich gerade in die Irrelevanz restrukturiert.

Expertenmeinung: Kämen mal wieder ernstzunehmende Übernahmegerüchte auf, wäre die Aufmerksamkeit der Investoren natürlich sofort zurück. Aber nachdem mehrere Gespräche erfolglos blieben, vor allem die eigentlich spannend wirkende Idee im Sand verlief, mit der Deutschen Bank zusammen zu gehen, müsste man eher auf den Trading-Faktor setzen, wenn es um mögliches Aufwärtspotenzial für die Aktie ginge.

Sieht man sich den Chart an, springt einem als erstes der mittelfristige Aufwärtstrendkanal ins Auge. Dessen obere Begrenzung verläuft derzeit bei 6,59 Euro, steigt aber relativ zügig an. An diese obere Begrenzung heranzulaufen wäre alleine aus Trading-Gesichtspunkten möglich – ein lukratives Aufwärtspotenzial. Aber davor stünde noch eine Widerstandszone, die bis in den Sommer 2019 zurückgeht und die es in sich hat.

Denn bis auf ein einziges, kurzlebiges Mal kurz vor dem „Corona Crash“ kam die Aktie an dieser zwischen 5,93 und 6,08 gelegenen Zone nicht vorbei, obgleich die Bullen das mehrfach versuchten. Zuletzt lief der Kurs im Januar an diese Zone heran und drehte ab. Zum Wochenstart sah es so aus, als würde der nächste Anlauf starten. Aber am Dienstag kam es schon wieder zu Gewinnmitnahmen, die Aktie landete ohne neue Nachrichten an der Spitze der MDAX-Verlierer. Das macht sehr deutlich: Ja, da könnte noch Luft nach oben sein, aber bevor diese Widerstandszone 5,93/6,08 Euro nicht genommen wurde, ist dieser Weg an die obere Begrenzung des Trendkanals steinig.

Und es dürfte ebenso lohnend sein, die Unterseite nicht aus den Augen zu lassen. Denn sollte die Bullen der Mut verlassen und/oder negative Nachrichten auf den Kurs drücken, würde im Fall eines Bruchs der unteren Begrenzung des Trendkanals bei aktuell 4,73 Euro, der dann zugleich den Bruch der derzeit bei 4,82 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie bedeuten würde, eine interessante Trading-Chance auf der Short-Seite entstehen.

Chart vom 09.03.2021, Kurs 5,674 Euro, Kürzel CBK | Online Broker LYNX