Commerzbank Aktie aktuell Commerzbank: Düstere Aussichten. Hier liegt das neue technische Kursziel

News: Aktuelle Analyse der Commerzbank Aktie

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Commerzbank
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Commerzbank Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Ende März hatten wir unsere Aussichten auf den deutschen Finanzkonzern gesenkt. Der Chart der Commerzbank Aktie wirkte äußerst angeschlagen und es bildete sich eine überaus klare Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Zum Abschluss dieser musste die Aktie nur noch die Nackenlinie nach unten durchstoßen. Vorige Woche war es dann soweit und es bildete sich ein weiteres klares Verkaufssignal. Die Bären übernahmen vollends das Ruder und der Trend ging erstmalig seit dem Beginn der Impfstoff-Rallye wieder in eine bärische Phase über. Auch die nächsten Kursziel nach unten stehen damit bereits fest. Dazu später mehr.
Erschwerend kommt hinzu, dass mittlerweile auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 nachhaltig Richtung Süden zeigen und somit das bärische Momentum weiter anheizen. Das sind wirklich düstere Aussichten.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Commerzbank Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Schauen wir uns das mögliche technischen Kursziel einmal an. Zur Ermittlung blicken wir auf den Kopf der SKS-Formation und den Abstand zur Nackenlinie. Wenn wir diese Spanne vom Durchbruchspunkt abziehen, ergibt sich ein mögliches Ziel auf bis zu 4.10 EUR. Knapp darunter befindet sich das Pivot-Tief von Oktober des vorigen Jahres. Gut möglich, dass die Bären dieses Niveau nun anvisieren und versuchen werden, die Kurse so schnell wie möglich dorthin zu befördern. Für ist uns klar, die bärischen Aussichten auf die Commerzbank bleiben vorerst weiter bestehen.

Aussicht: BÄRISCH

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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Commerzbank Aktie

Noch hält sich die Commerzbank in ihrem mittelfristigen Aufwärtstrendkanal … aber aktuell sieht es mehr nach Toppbildung als nach Schwungholen vor einer neuen Rallye aus. Ab wann würde die Aktie zu „Bärenfutter“?

Der Gesamtmarkt ist längst über die Hochs vom Februar 2020 hinaus, die Commerzbank-Aktie hingegen notiert noch deutlich darunter. Ein massives Stühlerücken in der Unternehmensführung, dazu eine nicht enden wollende Restrukturierung, bei der immer mehr Anleger den Eindruck gewinnen, dass bei dem Begriff „Gesundschrumpfen“ das „gesund“ unter die Räder kommt, all das macht diese Aktie nicht gerade zur ersten Wahl im bullischen Lager. Und was in einem insgesamt extrem bullischen Umfeld nicht läuft, lockt die Leerverkäufer, die Bären, an, nach dem Motto: Die Letzten beißen die Hunde.

Expertenmeinung: Grundsätzlich bestünde eine Menge Spielraum bis zu der aktuell bei 6,72 Euro verlaufenden, oberen Begrenzung des im Mai 2020 etablierten Aufwärtstrendkanals. Aber bislang fehlt es an Argumenten, hier zuzugreifen. Die Rückkehr zur Normalität verschiebt sich für Europa immer weiter auf der Zeitachse nach hinten. Und je länger die Wirtschaft unter Druck bleibt, desto geringer sind die Chancen für im Vergleich zu den „Big Players“ kleinere Geldhäuser auf dynamisches Wachstum. Das schlägt sich im Kursbild nieder:

Die Aktie bewegt sich innerhalb des Aufwärtstrendkanals seit Ende November seitwärts, wobei auffällt, dass sie zweimal knapp unter der bis ins Jahr 2019 zurückreichenden Widerstandszone um sechs Euro abgewiesen wurde. Gelänge es, diese Zone mit Schlusskursen über 6,10 Euro zu überwinden, wäre der Weg an die obere Begrenzung des Trendkanals frei. Aber so, wie die Aktie derzeit daherkommt, ist das zwar nicht unmöglich, aber doch der eindeutig weniger wahrscheinliche Weg für die kommenden Wochen.

Nicht zuletzt deshalb, weil ein markantes Short-Signal auf mittelfristiger Zeitebene nicht fern wäre. Im Bereich zwischen 4,85 und 4,97 Euro ballen sich gleich drei wichtige Unterstützungen: die untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals, das untere Ende des seit November laufenden Seitwärtstrends und dann auch noch die 200-Tage-Linie – und all das liegt in Schlagdistanz. Sollte es den Bären gelingen, diese Zone zu durchbrechen, würde die Commerzbank-Aktie eine interessante Trading-Chance auf der Short-Seite abgeben.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In den letzten Monaten zeigten sich die Banken von ihrer positiven Seite. Seit dem Beginn der Impfstoff-Rallye im November des vorigen Jahres ging der Sektor massiv nach oben. Auch die Commerzbank-Aktie profitierte von diesem Trend. Doch seit einigen Wochen scheint hier das Momentum langsam und stetig zu schwinden. Die Kurse konnten im März das Hoch von Januar nicht mehr erreichen und Anleger nahmen auf immer tieferen Niveaus ihre Positionen vom Tisch. So zeigt sich aktuell eine deutliche Schulter-Kopf-Schulter-Formation, wie sie im Lehrbuch steht. Einzig die rechte Schulter könnte noch etwas tiefer sein. Die Gefahr, dass die Aktie nun erneut eine Talfahrt durchleben könnte, ist somit imminent.

Expertenmeinung: Auffällig ist derzeit vor allem auch die relative Schwäche gegenüber dem DAX. Während sich dieser Schritt für Schritt der Marke bei 15.000 Punkten nähert, geht es hier stetig in Richtung Süden. Gut möglich, dass die Bären gerade eine massive Short-Attacke planen, denn eines ist völlig klar. Sollte die Marke bei 5.00 EUR gebrochen werden, dürfte der Abverkauf in Richtung des nächsten möglichen Bodens bei ca. 4.00 EUR wohl nicht mehr aufzuhalten sein. Der Trend befindet sich längst nicht mehr in einer bullischen Phase und auch unsere Aussichten auf die Commerzbank bleiben vorab auf der bärischen Seite.


Aussicht: BÄRISCH

Im Januar hatte sich die Commerzbank-Aktie bis knapp sechs Euro nach oben gekämpft. Aber nachdem das Geldhaus am 11. Februar seine 2020er-Bilanz nebst Ausblick auf 2021 vorgelegt hatte, landete der Kurs bei fünf Euro – dem bisherigen Jahrestief. Trotzdem wären vom aktuellen Kursniveau aus noch 20 Prozent nach oben möglich.

Allerdings müsste das vor allem die Charttechnik richten. Denn dass die Aktie auf die steigenden Renditen am Anleihemarkt weniger stark reagierte als andere Bankaktien, ist bezeichnend. Während die Anleger bei Aktien wie der BNP Paribas oder der Deutschen Bank zugreifen, weil sie steigende Anleiherenditen mit der Chance auf bessere Gewinnmargen für die Geldinstitute verbinden, denkt man bei der Commerzbank offenbar vor allem an eine dann geringere Kreditnachfrage und das Kreditausfallrisiko.

Dabei will die Commerzbank 2021 wieder einen operativen Gewinn erreichen, nachdem dieser 2020 bei -0,23 Milliarden Euro gelegen hatte (2019: +1,25 Milliarden Euro). Aber der jahrelange Prozess der Schrumpfung, der Personalabbau und die Filialschließungen, all das erweckt den Eindruck, dass man hier ein Unternehmen vor sich hat, das sich gerade in die Irrelevanz restrukturiert.

Expertenmeinung: Kämen mal wieder ernstzunehmende Übernahmegerüchte auf, wäre die Aufmerksamkeit der Investoren natürlich sofort zurück. Aber nachdem mehrere Gespräche erfolglos blieben, vor allem die eigentlich spannend wirkende Idee im Sand verlief, mit der Deutschen Bank zusammen zu gehen, müsste man eher auf den Trading-Faktor setzen, wenn es um mögliches Aufwärtspotenzial für die Aktie ginge.

Sieht man sich den Chart an, springt einem als erstes der mittelfristige Aufwärtstrendkanal ins Auge. Dessen obere Begrenzung verläuft derzeit bei 6,59 Euro, steigt aber relativ zügig an. An diese obere Begrenzung heranzulaufen wäre alleine aus Trading-Gesichtspunkten möglich – ein lukratives Aufwärtspotenzial. Aber davor stünde noch eine Widerstandszone, die bis in den Sommer 2019 zurückgeht und die es in sich hat.

Denn bis auf ein einziges, kurzlebiges Mal kurz vor dem „Corona Crash“ kam die Aktie an dieser zwischen 5,93 und 6,08 gelegenen Zone nicht vorbei, obgleich die Bullen das mehrfach versuchten. Zuletzt lief der Kurs im Januar an diese Zone heran und drehte ab. Zum Wochenstart sah es so aus, als würde der nächste Anlauf starten. Aber am Dienstag kam es schon wieder zu Gewinnmitnahmen, die Aktie landete ohne neue Nachrichten an der Spitze der MDAX-Verlierer. Das macht sehr deutlich: Ja, da könnte noch Luft nach oben sein, aber bevor diese Widerstandszone 5,93/6,08 Euro nicht genommen wurde, ist dieser Weg an die obere Begrenzung des Trendkanals steinig.

Und es dürfte ebenso lohnend sein, die Unterseite nicht aus den Augen zu lassen. Denn sollte die Bullen der Mut verlassen und/oder negative Nachrichten auf den Kurs drücken, würde im Fall eines Bruchs der unteren Begrenzung des Trendkanals bei aktuell 4,73 Euro, der dann zugleich den Bruch der derzeit bei 4,82 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie bedeuten würde, eine interessante Trading-Chance auf der Short-Seite entstehen.

Hier finden Sie den ersten drei Teile dieser Artikelreihe:
1. Herzlich Willkommen zur Schrottrallye
2. Fulminanter Gewinn
3. Vorreiter der digitalen Transformation

Zur Einordnung und zum Verständnis der folgenden Analyse wäre es ratsam vorab den ersten Artikel zu lesen, falls noch nicht geschehen.

Aufbruch in die Zukunft

Die Commerzbank ist die führende Bank für den Mittelstand und hat mehr als 70.000 Unternehmens- sowie rund 11 Millionen Privatkunden in Deutschland.

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld, gesetzliche Regelungen und die Digitalisierung haben das Bankgeschäft grundlegend verändert. Das gilt auch für die Art und Weise, wie Kunden ihre Bankgeschäfte erledigen möchten.

Die Commerzbank antwortet darauf mit ihrem Strategieprogramm „Commerzbank 5.0“. Mit diesem Programm möchte man sich zukunftssicher aufstellen.

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Große Pläne

Man sollte allerdings auch einige Fragen stellen.
Wie und warum soll das operative Ergebnis plötzlich von nahe 0 auf 2,7 Mrd. Euro steigen?

Ist das in Anbetracht fehlenden Wachstums und bei einem Umsatz von zuletzt 8,45 Mrd. Euro überhaupt realistisch? Um das zu erreichen müssten die Margen regelrecht explodieren.

Im Endeffekt will man sich gesund sparen, Stellen abbauen und Filialen schließen. Das ist nicht gerade eine neue Strategie, verursacht erhebliche Restrukturierungskosten und hat die gewünschten Resultate bisher auch nicht gebracht.

Versprochen ist versprochen

Man kann also zumindest in Zweifel ziehen, dass es dieses Mal klappen wird.
Vor allem, da es nicht das erste Mal wäre, dass die Commerzbank anvisierte Ziele nicht erreicht hat.

Hier nur einige beliebige Beispiele.

Ausblick für 2011 (Link): Unser Anspruch ist es, über hohe Qualität nachhaltig zu wachsen. […] Für das Jahr 2011 haben wir uns auf Grundlage dieser Neuaufstellung ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt.

Am Ende sanken die Erträge der Commerzbank 2011 von 12,80 auf 9,85 Mrd. Euro. Das Ergebnis sackte von 9,69 auf 1,80 Euro je Aktie ab.

Ausblick 2013 (Link): Strategisches Ziel der Mittelstandsbank ist es, 15% Neukunden bis Ende des Jahres 2016 zu gewinnen. Das ist ein ambitioniertes Ziel, bei dem wir im Geschäftsjahr 2013 gut vorangekommen sind.

Ausblick für 2016 (Link): Wachstum bei Kunden, Konten und Assets, erneute Steigerung der Erträge […] sind auch 2016 die wichtigsten Ziele.

In Jahr 2016 sanken die Erträge von 9,86 auf 9,32 Mrd. Euro und das Ergebnis brach von 0,90 auf 0,22 Euro je Aktie ein.

Commerzbank 4.0 -> 5.0

Daher beschloss man 2016 auch die neue Strategie „Commerzbank 4.0“ (Link). Demnach wollte man die Erträge bis 2020 auf 9,8-10,3 Mrd. Euro steigern und die Kosten auf 6,5 Mrd. Euro senken.

Wäre die Sache aufgegangen, hätte man Milliardengewinne eingefahren.

In der Realität waren die Erträge weiter rückläufig und lagen im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020 bei 8,45 Mrd. Euro.
Man musste 1,58 Mrd. Euro abschreiben und verbuchte unter dem Strich einen Verlust von 2,87 Mrd. Euro.

Daher hat man inzwischen die Strategie 5.0 beschlossen (Link), die sich erstaunlich ähnlich wie Version 4.0 anhört…
Man will den „erfolgreichen Wachstumskurs“ fortsetzen, die Erträge bis 2023 steigern und die Kosten senken.

Wie sagt man so schön: Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Außenwirkung

Wie dem auch sei. Die harten Daten und Fakten weichen erheblich von den Versprechungen ab.

Für 2021 stellt man mal wieder ein „positives operatives Ergebnis“ in Aussicht – trotz weiter sinkender Erträge, steigender Investitionen, einem Risikoergebnis von minus 0,8-1,2 Mrd. Euro und Restrukturierungsaufwendungen von 0,9 Mrd. Euro.

Wahrscheinlich kann man als Anleger froh sein, wenn beim Nettoergebnis eine schwarze Null erreicht wird.

Das passt ins Bild. Im Endeffekt ist der Umsatz seit der Finanzkrise rückläufig. Unter dem Strich verdient man kaum Geld. Von einem nachhaltig steigenden Gewinn müssen wir erst gar nicht sprechen.

Daher markiert die Aktie auch gefühlt alle paar Monate ein neues Allzeittief.

Seit Anfang 2018 ist die Aktie von 13 auf zeitweise unter 3 Euro eingebrochen. Wenige Jahre zuvor notierte die Commerzbank noch bei über 20 Euro.
Stichtag heute vor zehn Jahren waren die Papiere noch 60 Euro Wert und dereinst über 300.

Man kann nur mutmaßen wie viele Anleger mit der Commerzbank-Aktie ihr Erspartes verloren haben.

Doch in Zukunft soll alles besser werden – wie immer. Vielleicht wird es das auch. Würde ich mein Geld darauf wetten? Lieber nicht. (nach dem Chart geht es weiter)

Chart vom 19.02.2021 Kurs: 5,24 Kürzel: CBK – Wochenkerzen

Eigenwahrnehmung

Es ist ein Nebenkriegsschauplatz, aber die eher eigenwillige Eigenwahrnehmung Commerzbank dürfte so manchen Leser erheitern.
Sich selbst sieht das Bankhaus nämlich meist auf einem guten Weg. (Link).

Hier nur einige Auszüge aus beliebig gewählten Quartals- und Jahresberichten:

„Die Commerzbank ist erfolgreich ins Jahr 2010 gestartet“ (Link)

„Auf dem Weg zur Umsetzung unserer strategischen Agenda, […] haben wir im ersten Halbjahr 2013 wichtige Meilensteine erreicht“ (Link, Zwischenbericht Q2 2013)

„In einem weiterhin schwierigen Marktumfeld hat die Commerzbank ihre starke Marktposition behauptet.“ (Link, Zwischenbericht Q2 2016)

„Wir liefern, was unsere Strategie auszeichnet: Wir wachsen in unserem Kerngeschäft mit Privat- und Firmenkunden und digitalisieren unser Geschäftsmodell“ (Q1 2018)

„Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete die Commerzbank im Kundengeschäft eine positive Entwicklung.“ (Link, Zwischenbericht Q2 2020)

Ein Minus von knapp sechs Prozent als Reaktion auf die 2020er-Bilanz, da können eigentlich keine Fragen offen bleiben: Die Zahlen waren schlecht. Aber wenn man weiß, dass die Commerzbank diese Daten als vorläufige Ergebnisse bereits am Abend des 3. Februar vorgelegt hatte, muss man doch genauer hinsehen. Denn die Reaktion auf das vorläufige Zahlenwerk war zwar nicht positiv, aber am Ende des Tages schaffte man es, die Verluste aufzuholen. Diesmal nicht, obgleich die Eckdaten bekannt waren. Was ist jetzt anders?

Zum einen kam diesmal noch ein Ausblick auf das laufende Jahr dazu, zum anderen gab es ergänzende Kommentare. Und das war es, was die Marktteilnehmer zum Verkauf brachte. Der 2020 gegenüber dem Vorjahr gesunkene Umsatz soll auch 2021 weiter nachgeben (die Analysten hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet). Und eine Dividende soll nicht vor dem Geschäftsjahr 2023 drin sein. Das klingt nicht gerade nach Aufschwung. Das löste Ernüchterung aus, die durch zwei Aussagen des Vorstandschefs noch erhärtet wurde:

Zum einen schließt man betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus, zum anderen wird die Commerzbank den Aktienhandel und das Aktien-Research einstellen. Neue Kursziele für Aktien von Commerzbank-Analysten werden also bald Vergangenheit sein. Daraus entstand ein Gesamtbild, das wirkte, als müsste sich das Geldhaus zu Tode schrumpfen. Und angesichts dessen kann ein Minus von knapp sechs Prozent nicht wundern.

Expertenmeinung: Dass die Bank langsam immer tiefer in die Knie geht, ist zwar in einem Umfeld dramatisch geringer Gewinnspannen und einem nicht minder dramatischen Kreditausfallrisiko kein Wunder. Aber natürlich agieren diejenigen, die hier in den vergangenen Monaten eingestiegen und damit federführend für den im Mai etablierten Aufwärtstrendkanal sind, nach dem Prinzip Hoffnung. Diese Basis ist mit diesen Statements nebst der grauen Perspektive für 2021 erschüttert. Bricht also in Kürze der Aufwärtstrend?

Wäre die derzeit bei 4,55 Euro verlaufende, mittelfristige Aufwärtstrendlinie durch diese Reaktion direkt durchbrochen worden, wäre das Risiko von größeren Anschlussverkäufen recht hoch. So aber bleibt ein Puffer bis zu dieser entscheidenden, durch die bei momentan 4,63 Euro verlaufende 200-Tage-Linie verstärkten Entscheidungszone. Damit bleibt auch die Chance, dass die negative Reaktion auf das Zahlenwerk sich totläuft, verkauft hat, wer verkaufen wollte, bevor diese Unterstützung erreicht wird.

Allerdings könnte der Bruch der Dezember-Tiefs bei 4,97/5,01 Euro einen Test dieser Zone 4,55/4,63 Euro befördern. An diese nächstliegende Unterstützung ist der Kurs am Donnerstag zurückgefallen. Bricht diese Zone, wäre damit ein kurzfristiges Topp vollendet … und alleine rein charttechnisch indizierte Abgaben bzw. Stop Loss-Verkäufe könnten dann ausreichen, um den Abwärtsimpuls aufrechtzuerhalten … und mit ihm die negative Grundstimmung. Aus dem Schneider ist die Aktie also nicht, der Sicherheitspuffer bis zur Entscheidungszone ist nicht allzu groß.