Airbus Aktie aktuell Airbus: Vorsicht, der Test der bullischen Schlüsselzone steht an!

News: Aktuelle Analyse der Airbus Aktie

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Zur Airbus Aktie

Am Dienstag wurde gemeldet, dass bei Airbus ein Großauftrag über 70 Airbus 321 Neo von United Airlines eingegangen sei. Doch der Kurssprung bei der Airbus-Aktie blieb aus. Und das recht nahe über mittelfristig entscheidenden Unterstützungen – das wir jetzt eng für die Bullen.

Das Auftragsbuch ist noch voll, das war es, was die Bullen dazu brachte, bei Airbus über Monate hinweg weiter einzusteigen, während die Aktien der Kunden, sprich die der Airlines, großenteils am Boden blieben. Das und die Erwartung, dass die Zeit der fatal wenigen Neuaufträge bald ein Ende haben werde, weil das Ende der Corona-Problematik zu einer schnellen Rückkehr der Normalität beim Flugverkehr führen werde.

Aber die sich wieder häufenden Meldungen von Anflugverboten, die immer mehr Länder gegenüber Risikogebieten der Delta-Variante des Virus verhängen, machen deutlich: So bald, wie das viele zweifellos erwartet und in Aktien wie die von Airbus eingepreist hatten, wird es nicht wieder „normal“. Das dürfte ein entscheidender Grund sein, warum der Aktienkurs jetzt die Flügel hängen lässt.

Jetzt muss es sich weisen, ob die Bullen diesen näher rückenden Test einer wichtigen Unterstützungszone zum erneuten Einstieg nutzen und damit den Aufwärtstrend bestätigen … oder ob die Käufer wegbleiben. Wie stellt sich die Lage dar?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Airbus Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Frage ist, ob man durch diese erneuten Einschränkungen im Luftverkehr auch an dem Ende Mai von Airbus selbst formulierten Optimismus rüttelt. Da hatte der Flugzeugbauer mitgeteilt, dass man mit einer weiteren Erholung rechne, im vierten Quartal 45, im ersten Quartal 2022 sogar 70 Airbus-Maschinen der 320er-Baureihe fertigen könnte. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht absehbar, dass die „Corona Delta-Variante“ für Rückschritte sorgen würde.

Zweifel sind da, das ist im Kursbild unübersehbar. Und was den Auftrag von United Airlines angeht, ist den Anlegern natürlich klar, dass diese Maschinen erst in ein, zwei, vielleicht drei Jahren in die Produktion gehen. Das hellt die Perspektive etwas auf, aber nicht entscheidend.

Airbus-Aktie: Chart vom 29.06.2021, Kurs 106,20 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX

Doch ob der Zweifel schon so groß ist, dass die Airbus-Aktie durch die Zone 103,98/104,56 Euro rutschen könnte und dann mit Schlusskursen unter 100 Euro auch noch die aktuell führende, Ende Oktober etablierte Aufwärtstrendlinie brechen könnte? Das werden wir erst sehen, wenn es zu einem solchen Test auch wirklich kommt. Denn was die Marktteilnehmer tun werden, wenn der Trend der Aktie im Feuer steht, ob sie beherzt zugreifen oder aber schnell aussteigen, wissen nahezu alle der Akteure heute ja selbst noch nicht. Daher wäre es die beste Lösung, für laufende Long-Positionen einen konsequenten Stopp knapp unter 100 Euro zu legen und nur dann neu einzusteigen oder Long zuzukaufen, wenn ein solcher Test erfolgreich absolviert wurde, indem der Kurs zuerst in diesen Supportbereich hinein und dann mit Schlusskursen mindestens über 106 Euro wieder eindeutig nach oben hinaus gelaufen ist.

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Vorherige Analysen der Airbus Aktie

Die Auslieferungen und Neubestellungen im Mai waren ernüchternd, wie in den Vormonaten auch. Natürlich, eines Tages wird sich das normalisiert haben. Aber sollte man die Airbus-Aktie deshalb auf diesem Niveau noch kaufen? Wie weit reicht das „Prinzip Hoffnung“?

2019, im letzten „normalen Jahr“, hatte Airbus mit 863 Maschinen so viele Auslieferungen wie nie zuvor zu verzeichnen. 2020 waren es trotz Corona immerhin noch 566. Und in einem vergleichbaren Tempo lief es im Mai, da wurden 50 Flugzeuge übergeben. Aber wann startet die Produktion wieder durch? Das Auftragsbuch wäre schon noch auf Jahre hinaus gefüllt, aber natürlich sollte da seitens der Airlines mal etwas mehr passieren, um sicherzustellen, dass der Flugzeugbauer in den kommenden zwei, drei Jahren an die alte Stärke anknüpft. Denn dass es so kommt, ist in der Aktie langsam eingepreist:

Im Zuge des Corona-Crashs sackte die Aktie von zuvor 128 Euro auf 47 Euro durch und schloss gestern bei 110,42 Euro. Nahe dran also am „Prä Corona“-Level. Und wenn man dann liest, dass Konkurrent Boeing im Mai wenigstens 20 Netto-Orders erhielt (Neuaufträge abzüglich Stornierungen), Airbus aber nur vier, könnte man langsam nervös werden, denn eine hohe Erwartungshaltung verträgt Enttäuschungen eben nicht.

Expertenmeinung: Bemerkenswert ist in Sachen Airbus-Aktie, dass hier nahezu alle Analysten bullisch sind und deren durchschnittliches Kursziel mit 122 Euro ein gutes Stück über dem derzeitigen Aktienkurs liegt, während die Experten für die Lufthansa und damit einen wichtigen Kunden, der die nötigen Bestellungen bei Airbus aufgeben könnte, pessimistisch sind. Wie geht es zusammen, wenn man erwartet, dass die Lufthansa und auch andere Airlines noch jahrelang in Sack und Asche gehen, zugleich aber prognostiziert wird, dass Airbus bereits 2022 den Gewinn des Rekordjahres 2018 übertreffen wird? Auf Basis von …?

Gut, da kann man einfach unterstellen, dass Airlines außerhalb Europas in die Bresche springen werden. Aber das ist eine Vermutung und nichts, das man einfach voraussetzen sollte. Und „good news“ und damit anderes als die 50 Auslieferungen, sieben Neubestellungen und drei Stornos im Mai, sind alleine deshalb nötig, weil sich Akteure, die auf dem jetzt erreichen Level kaufen, natürlich fragen:

Wie lange muss ich hier durchhalten, bis ein Umfeld entsteht, in dem das, was bislang an Erholung beim Unternehmensgewinn eingepreist ist, übertroffen wird und es dadurch Argumente gäbe, die Aktie noch nennenswert höher zu tragen? Einer, der heute kauft, will ja schließlich auch noch eine taugliche Gewinnperspektive bei der Aktie sehen.

Und diese Frage ist auch deshalb nicht unwesentlich, weil der Kurs jetzt an die Widerstandszone 114/122,50 Euro heranläuft, die die Wendemarken unmittelbar vor dem „Corona-Crash“ umfasst. Es dürfte daher zumindest langsam enger werden für dieses „Prinzip Hoffnung“, das diese Aktie in den vergangenen Monaten nach oben getragen hat.

Airbus-Aktie: Chart vom 08.06.2021, Kurs 110,42 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX

Airbus steht heute ganz oben auf den Kurszetteln der Anleger. Die Aktie notiert rund 6% im Plus und das mit gutem Grund.

Airbus hat seine Zulieferer informiert, dass man die Produktion wieder hochfahren wird – in absehbarer Zeit sogar über das Vorkrisen-Niveau.

Chart vom 27.05.2021 Kurs: 103,80 Kürzel: AIR - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 27.05.2021 Kurs: 103,80 Kürzel: AIR – Tageskerzen

Gelingt jetzt ein Ausbruch über 104 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 110 und 115 Euro.
Über 115 Euro wäre der Weg in Richtung 125 Euro frei.

Für antizyklische Anleger wäre die untere Aufwärtstrendlinie, die derzeit bei rund 96 Euro verläuft, interessant.

Fällt Airbus hingegen nachhaltig unter 95 Euro, wäre das bullische Setup dahin.

Nur eine Frage der Zeit

Im Endeffekt ist die heutige Nachricht, dass man die Produktion wieder hochfahren möchte, keine Überraschung.

Mit Boeing und Airbus gibt es weltweit nur zwei Hersteller von großen Passagierflugzeugen. Gemeinsam beherrscht man diesen Markt quasi vollständig.

Die Menschen dürstet es nach der langen Wartezeit nach Urlaub und Geschäftsreisen werden wieder häufiger durchgeführt.
Die meisten Airlines werden in diesem Sommer dreimal so viel Flüge durchführen, wie noch vor einem Jahr.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Airbus wieder mehr Flugzeuge bauen wird. Überraschend ist wohl eher, in welchem Umfang.

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt

Durch die Pandemie sah sich Airbus gezwungen, die Produktion von Single-Aisle-Jets wie dem A320neo von 60 auf 40 pro Monat zu drosseln.

Dadurch wurde verhindert, dass man „auf Halde“ produzieren musste.

Standardrumpfflugzeuge mit einer Gasse (Single-Aisle) sind das Kerngeschäft des Konzerns und der größte Gewinnbringer im Luftfahrtgeschäft.

Im Jahresverlauf soll die Produktion wieder auf 45 Stück pro Monat erhöht werden. Bis Mitte 2023 sollen es 64 werden, im Folgejahr bereits 70 und im Jahr 2025 sogar 75 Flugzeuge der Single-Aisle-Familie.

Gehen die Pläne auf, wird man das Vorkrisen-Niveau also bald überschreiten. Gleichzeitig scheint man den Fokus ganz klar auf Standardrumpfflugzeuge zu legen und sich zu fokussieren.
Das sollte die Profitabilität zusätzlich stützen.

Man muss zwar ein wenig vorgreifen, aber perspektivisch dürfte Airbus mehr verdienen, als vor der Krise und das rechtfertigt dann auch einen entsprechenden Aktienkurs.

Wieder einmal lautet das Fazit einer Airbus-Bilanz: „Es hätte schlimmer kommen können“. Das reichte einigen zwar, um gestern zuzugreifen. Aber solange die Aktie die entscheidende Widerstandszone im Chart nicht überwindet, bleibt das brotlose Kunst.

Die Bilanz der ersten drei Monate 2021 war relativ unspektakulär, aber immerhin lagen Umsatz und Vorsteuergewinn über der durchschnittlichen Analystenprognose. Und eigentlich hätten die Anleger bei Airbus ja Grund, einen gewissen Optimismus an den Tag zu legen, denn:

Der Auftragseingang ist zwar bislang immer noch ein Trauerspiel. Aber Airbus hat ja ein volles Auftragsbuch, könnte also noch jahrelang weiter produzieren und damit die Flaute bei den Neuaufträgen aussitzen. Die Frage, die sich die Trader stellen, ist indes, wann es wieder vorangeht. Und da konnte Airbus gestern im Zuge der Quartalsbilanz nicht mit positiven Überraschungen aufwarten, denn die bislang geltende 2021er-Prognose wurde nur bestätigt. Und die ist offenbar für viele zu dünn, um zu versuchen, bei dieser Aktie die entscheidenden Charthürden zu attackieren. Verständlich?

Expertenmeinung: Durchaus. Denn Airbus avisiert nur eine Auslieferung neuer Maschinen auf dem Niveau des Jahres 2020. Da verließen 566 Maschinen die Hallen, 2019 waren es noch 863 gewesen. Der Gewinn soll zwar vor Steuern und Zinsen auf zwei Milliarden Euro nach 1,7 Milliarden im Jahr 2020 zulegen. Aber das ist nichts im Vergleich zu den Vorjahren. Die Analysten sehen derzeit für 2021 einen Gewinn um die 2,25 Euro pro Aktie. Im bisherigen Rekordjahr 2018 waren knapp vier Euro erreicht worden. Und diese Marke ist die entscheidende Orientierungsgröße, wenn sich die Investoren das Chartbild ansehen.

Das bisherige Rekordhoch der Aktie war Anfang 2020 bei 139,40 Euro erzielt worden. Da, unmittelbar vor dem Corona-Crash, gingen die Akteure noch davon aus, dass die Weltwirtschaft mit der ersten Einigung im Handelskrieg USA/China so richtig durchstarten würde. Und Airbus avisierte einen neuen Rekord bei den Auslieferungen. Es kam anders. Und jetzt fragen sich die Anleger zu Recht:

Wäre es durchzuhalten, wenn sich die Aktie trotz der sehr verhaltenen 2021er-Prognose bereits jetzt diesem bisherigen Rekordhoch annähern würde? Würde eine dadurch erst einmal viel zu teure Bewertung schnell genug von einer Verbesserung der Gewinnperspektiven des Unternehmens unterfüttert? Oder müsste man fürchten, dass die Aktie wieder zurückfällt?

Bislang dominiert der Zweifel. Die rote Linie bzw. besser die rote Zone, die den Kurs von einem Befreiungsschlag trennt, ist nahe. Es ist zum einen der Bereich der bisherigen, seit zwei Monaten immer wieder angelaufenen Jahres-Verlaufshochs im Bereich 104/105 Euro, zum anderen die obere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals, die knapp darüber, bei aktuell 107,50 Euro, verläuft. Wenn die Airbus-Aktie diese Zone bezwingt, könnte alleine die Reaktion der rein charttechnisch agierenden Trader den Kurs erst einmal ein gutes Stück weiter ziehen. Aber auch dann sollte man mit konsequent engen Stoppkursen agieren, solange die Perspektive in Sachen Geschäftsentwicklung grau in grau bleibt. Unterhalb dieser roten Zone hingegen wäre ein erneuter „Schwächeanfall“ der Aktie jederzeit möglich.   

Airbus-Aktie: Chart vom 29.04.2021, Kurs 99,97 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In den letzten Wochen waren zahlreiche größere Sektorrotationen an den Börsen zu beobachten. Vor allem aus Aktien der Flugzeugbranche ging das große Geld raus und es waren teils heftige Korrekturen sichtbar. So erwischte es neben dem Flugzeughersteller Boeing auch Unternehmen wie die Deutsche Lufthansa und US-Unternehmen wie American Airlines oder United Airlines. Lediglich die europäische Airbus-Aktie konnte sich vergleichsweise gut halten und wichtige Niveaus verteidigen. Bereits im März hatten wir darauf hingewiesen, dass die Verteidigung der Marke bei 95 EUR höchste Priorität hat. Auch im gestrigen Handel wurde der Boden abermals erfolgreich verteidigt. Der positive Tenor bleibt somit noch erhalten.

Expertenmeinung: Sofern die europäischen Indizes nicht komplett wegbrechen, dürfte sich der positive Trend in Airbus weiter fortsetzen. Die relative Stärke gegenüber dem Mitbewerber Boeing ist schon mal ein gutes Zeichen. Der Titel zeigt somit relative Stärke. Achten sollten Anleger allerdings zum einen auf den bereits erwähnten Support-Bereich bei 95 EUR, gefolgt vom Pivot-Tief von Mitte März bei 93.12 EUR. Solange sich die Kurse oberhalb dieser beiden Böden halten können, sehen wir die Lage vorerst noch bullisch. Die jüngste Korrektur könnte somit eine gute Kaufgelegenheit darstellen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 21.04.2021 Kurs: 97.73 Kürzel: AIR | Online Broker LYNX

Seit Beginn der Corona-Krise kommen kaum Neuaufträge herein. Doch die Airbus-Aktie steigt, weil im März mehr ausgeliefert wurde als gedacht. Schauen die Bullen auf die falschen Zahlen … oder liegen die Skeptiker falsch?

Insgesamt kamen bei Airbus im ersten Quartal 2021 gerade einmal 28 neue Bestellungen herein, wenn man die im selben Zeitraum erfolgten Stornierungen bestehender Aufträge dagegen rechnet. Im ersten Quartal 2020 waren es gut zehnmal so viele, obgleich der März damals schon vom „Corona-Schock“ dominiert wurde. Wenn die Anleger positiv darauf reagieren, dass die Zahl der ausgelieferten Maschinen im März doppelt so hoch lag wie im Februar, schauen sie damit doch eher auf die falschen Zahlen, oder?

Richtig ist: Wer in die Zukunft blickt, muss sich in der Tat eher um den Auftragseingang sorgen. Und Airbus‘ Auftragsbuch wird seit einem Jahr deutlich dünner. Wie also kann die Aktie da steigen, womöglich sogar den mittelfristigen Aufwärtstrendkanal nach oben durchbrechen?

Expertenmeinung: Das liegt an der Dicke dieses Auftragsbuches. Denn auch, wenn die Neubestellungen noch ein, zwei Jahre so mager bleiben würden wie zuletzt, müsste man die Hände nicht in den Schoß legen. Zum Vergleich: 2019 hatte Airbus ohne den negativen Einfluss der Corona-Problematik 863 Maschinen ausgeliefert, 2020 nur 566. Aber per Ende 2020 lag der Bestand an Aufträgen bei sagenhaften 7.184 Flugzeugen aller Typen.

Damit erwarten die Anleger zu Recht, dass die Aufträge bei Airbus deutlich länger vorhalten als die Probleme, die das Corona-Virus für die Airlines und ihre Zulieferer bedeutet. So gesehen könnte man in der Tat optimistisch denken und handeln, indem man festhält: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis alles wieder rund läuft. Und sobald das Thema Corona vom Tisch ist, können der Output an Maschinen und damit Umsatz und Gewinn wieder steigen.

Was die Aktie jetzt hindern könnte, weiter zuzulegen, ist daher weiniger die unternehmerische Perspektive als die Charttechnik. Denn der Kurs hat schon ein gutes Stück bis zum „Prä Corona“-Level von knapp 140 Euro zurückgelegt und bewegt sich am oberen Ende des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals. Um sich weiteren Spielraum nach oben zu verschaffen, müsste die Aktie über 107 Euro schließen – über dem bisherigen Jahres-Verlaufshoch vom Februar und über der oberen Linie des Aufwärtstrendkanals. Möglich ist das; sicher genug, um einem solchen Ausbruch vorzugreifen, ist es nicht, denn Hoffnungen, wie sie diese Aktie zuletzt getrieben haben, sind nun einmal wankelmütig. Und sollte die Airbus-Aktie unter 93 Euro rutschen, wäre das Thema einer Fortsetzung der Hoffnungs-Käufe erst einmal vom Tisch.  

Chart vom 09.04.2021, Kurs 101,20 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX