E.ON Aktie aktuell E.On: Das ist der Boden

News: Aktuelle Analyse der E.ON Aktie

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E.ON
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Ticker: EOAN --- %

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Zur E.ON Aktie

E.On ist einer der weltweit größten privaten Energieversorger.

Das operative Geschäft von E.ON umfasst Energiedienstleistungen, den Betrieb von Energienetzen, die Gewinnung von erneuerbaren Energien und den Betrieb und die schrittweise Stilllegung deutscher Atomkraftwerke.

Ein Trauerspiel

Egal ob man die Zeit seit der Abspaltung von Uniper betrachtet, oder die Jahre zuvor: Die geschäftliche Entwicklung ist ein Trauerspiel.

Der Konzern ist verkrustet, kämpft mit Altlasten und hat Probleme mit der Profitabilität.
Die operative Marge schwankte in den letzten Jahren zwischen 2,6 und 7,1%. Das ist schon schlecht genug, vor der Abspaltung von Uniper hatte man aber jahrelang Milliardenverluste eingefahren.

Daher ist es kein Wunder, dass die Aktie ein absoluter Underperformer ist. Im Endeffekt geht es ständig abwärts.
Was soll auch sonst passieren?

Toxische Mischung

Die Gesamtkonstellation ist bei E.On geradezu toxisch. Man kann dem Management zwar Vorwürfe machen, zum Beispiel für den schlechten Deal mit RWE.
Den Laden könnte aber wohl eh niemand auf Vordermann bringen.

Wie bereits beschrieben, sind die Margen niedrig. Gleichzeitig hat man 43 Mrd. Euro an Nettoschulden, die man mit sich herumschleppt. Das entspricht übrigens dem anderthalbfachen des Börsenwerts.

Der operative Cashflow beträgt nur wenige Prozent vom Umsatz und alles, was man erwirtschaftet, muss umgehend reinvestiert werden. Der Konzern verdient faktisch gar nichts.
Trotzdem hält man an der Dividendenpolitik fest. Im Gegenzug steigt ständig die Anzahl der ausstehenden Aktien.

Daher warne ich seit Jahren vor E.On.
Wie für Anleger ein echter Mehrwert entstehen soll, erschließt sich mir nicht. Trotzdem kaufen unbedarfte Anleger das Papier und verspielen damit ihre Ersparnisse.

Die Argumente sind immer dieselben: „E.On ist günstig und schon so weit gefallen, jetzt muss es doch mal aufwärts gehen. Das muss der Boden sein.“

Sie wissen nicht was sie tun.

Aber jetzt!

Doch vielleicht brilliert E.On wenigstens jetzt in der Krise. Das Geschäft ist schließlich nicht zyklisch. Ist das nicht einer der Hauptgründe, warum man überhaupt Versorger kauft?

Leider stellt sich gerade heraus, dass das Geschäft doch anfälliger ist, als so mancher Anleger vermuten würde.

E.On bezeichnet die heute vorgelegten Halbjahreszahlen als robust, ich kann darüber nur lachen.

Das EBIT ist von 2,3 auf 2,2 Mrd. Euro gesunken und ein Großteil davon geht für Zinsen über den Jordan.

Der bereinigte Konzerngewinn lag bei 0,93 Mrd. Euro, nach 1,05 Mrd. Euro im Vorjahr.
Das reale Ergebnis lag nur bei 0,55 Mrd. Euro, der freie Cashflow war sogar negativ.

Der gemeldete Gewinn ist um 22% auf 0,14 Euro je Aktie eingebrochen.

Die Prognose für das Nettoergebnis 2020 wurde von 1,7-1,9 auf 1,5-1,7 Mrd. Euro gesenkt.

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Gar nicht so schlecht

Vielleicht werden Sie jetzt denken, „das ist nicht sonderlich gut, aber auch keine Katastrophe“. Darüber kann man streiten.

Die Kennzahlen wären zumindest kein Weltuntergang – wenn man nicht zwischenzeitlich rund 20 Milliarden für die Übernahme von innogy ausgegeben und eine Kapitalerhöhung durchgeführt hätte.

Tatsächlich war das Ergebnis rückläufig, obwohl sich der Umsatz durch den Kauf von innogy nahezu verdoppelt hat.

Davon lesen Sie in der Pressemitteilung aber natürlich nichts und die meisten Börsenportale übernehmen einfach die Überschrift von E.On: „Robustes Halbjahr“.

Den Chart von E.On hätte man auch unkommentiert lassen können. Unter 9,50 drohen erneute Verluste in den Bereich zwischen 8,50 und 7,50 Euro.

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Chart vom 12.08.2020 Kurs: 9,91 Kürzel: EOAN - Wochenkerzen
Chart vom 12.08.2020 Kurs: 9,91 Kürzel: EOAN - Wochenkerzen

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der E.ON Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Auf defensive Werte zu setzen, ist in normalen Korrekturphasen an der Börse durchaus eine gute Taktik, da sich diese Aktien meist besser halten, als Aktien aus offensiven Branchen. Doch während eines Crashs können sich auch defensive Titel meist nicht behaupten. Dies sehen wir derzeit vor allem auch am Verlauf der beiden Energieriesen E.ON und RWE. Beide Aktien kamen ebenfalls unter die Räder und konnten sich dem bärischen Treiben nicht entziehen. Bei E.ON ging es in der Spitze über 30 Prozent nach unten, bis sich hier eine technische Gegenreaktion einstellte. Dabei wurde die Kurslücke von Mitte März attackiert, die sich im Bereich von 9.50 EUR auftat. Hier dürfte der Wind nun etwas rauer werden.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur E.ON Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Es ist davon auszugehen, dass der leichte Teil des Anstieges vorüber ist. Das Schließen des Gaps sorgt meist für Verkaufsdruck und so müssen Anleger wohl von hier aus wieder mit deutlicheren Abschlägen rechnen. Noch sind keine Verkaufssignale zu sehen, aber die Stopps sollten schon mal recht eng platziert werden, um nicht wieder Gefahr zu laufen, eine Etage tiefer zu fallen. Zumindest sollte man der Aktie die Chance auf mehr nicht verwehren. Theoretisch könnte es noch auf bis zu 9.75/10.00 EUR gehen, bevor sich die Bären wieder aufmachen, den Druck auf die Kurse zu erhöhen. Einen guten Einstieg für defensive Werte sehen wir derzeit noch nicht. Aussicht: NEUTRAL E.ON Aktie Chart vom 27.03.2020 Kurs: 9.16 Kürzel: EOAN | Online Broker LYNX

Als der Energiekonzern E.ON am vergangenen Freitag seine Neun-Monats-Zahlen präsentierte, machte die Aktie einen kräftigen Satz nach oben. Doch am folgenden Montag drehte der Kurs wieder nach unten, am Dienstag dann war der gesamte Gewinn des Freitags dahin. Eine klassische Bullenfalle also. Und so etwas ist hinreichend ernüchternd für die Käufer, dass das Pendel leicht in die Gegenrichtung umschlagen, die Aktie kräftig nach unten wegsacken könnte. Kommt es dazu? Denkbar wäre es, denn was die Marktteilnehmer anfangs begeisterte, hat so seine Tücken. Es ist zwar richtig, dass E.ON im Zuge der Zahlen seine Gesamtjahresprognose anhob. Aber in wie weit das ein nennenswerter Schritt nach vorne ist, lässt sich kaum feststellen. Denn durch die Übernahme der Ex-RWE-Tochter innogy sind Umsatz und Gewinn nicht mit dem Ergebnis des Vorjahres vergleichbar. Dass man die Zahlen mit „solides operatives Geschäft“ kommentierte, kann alles und nichts bedeuten. Und in der Unternehmensmitteilung wurde klar unterstrichen, dass die Anhebung der Ergebnisprognose durch die innogy-Übernahme begründet ist. So gesehen war es nicht überraschend, dass Marktteilnehmer, die den Eindruck bekamen, dass diese Bilanzzahlen nicht stark genug sind, um einen längeren Anstieg zu befeuern, die Käufe am 29. November als günstige Gelegenheit sahen, schnelle Gewinne mitzunehmen. Aber deswegen muss der Abstieg ja nicht weit unter den Kurslevel vor der Bilanz führen – oder? Expertenmeinung: Aus fundamentaler Sicht nicht, aber da kommt die Charttechnik ins Spiel: Die Verkäufe setzten ausgerechnet auf Höhe der oberen Begrenzung eines Ende August etablierten Aufwärtstrendkanals ein. Dass diese Linie erreicht wurde, dürfte dabei nicht wenigen den Ausstieg erleichtert haben. Damit ist dieser Trendkanal, der vorher auf der Oberseite unbestätigt war, charttechnisch relevant geworden, so dass ein Test dessen unterer Begrenzung bei aktuell 8,86 Euro möglich wäre, sofern die Aktie die derzeit noch verteidigte Unterstützungszone bricht. Sie sehen im Chart, dass E.ON am Dienstag wieder unter die im Chart dick schwarz hervorgehobene 200-Tage-Linie fiel: nicht gut. Aber noch ist diese Linie bei aktuell 9,28 Euro und die Hochs vom September und Oktober um 9,16 Euro, die zusammen eine Unterstützungszone bilden, nicht unterboten. Will heißen: Noch haben die Bären hier nichts gewonnen. Und da darunter dann bei 9,00 Euro die zuletzt als Unterstützung bewährte 50-Tage-Linie wartet und der Weg zum unteren Ende des Trendkanals bei 8,86 Euro dann nicht mehr weit wäre, würde sich das Chance/Risiko-Verhältnis für einen Short-Trade erst dann günstig präsentieren, wenn die Aktie diesen Trendkanal nach unten verlässt. Dann allerdings könnte es schnell gehen! Chart vom 06.12.2019, Kurs 9,187 Euro, Kürzel EOAN | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.