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Als wir DEUTZ vor einem Monat zuletzt besprochen hatten, war die Aktie gerade mit Schwung aus einer Dreiecksformation nach oben ausgebrochen. Seither ist viel passiert: Man überbot zwei wichtige Charthürden – und steht jetzt knapp davor, beide wieder zu unterschreiten.
Bevor die DEUTZ-Aktie am 9. September mit 13,35 Euro das bisherige Jahreshoch ausbildete, das dem uralten, aus dem Jahr 1998 stammenden Rekordhoch von 14,035 Euro bereits sehr nahekam, schien es, als könnte nichts die Rallye aufhalten. Und wenngleich die Käufer auf diesem Kursniveau relativ weit in die Zukunft blickten: Sie taten das mit durchaus schlüssig wirkenden Argumenten.
Denn der Motorenhersteller hat umgesetzt, was er sich 2025 auf die Fahne geschrieben hatte: eine deutliche Verstärkung des bis dahin winzigen Geschäftsfelds Verteidigung. Zuletzt hatte das Unternehmen die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) übernommen, die Militärfahrzeuge herstellt. Und die Analysten hoben den Daumen. Zwar stufen derzeit nur sechs Experten die DEUTZ-Aktie ein. Aber die sagen unisono „Kaufen“, wobei das durchschnittliche Kursziel momentan mit 15,13 Euro noch ein gutes Stück über dem alten Verlaufsrekord liegt.
Die DEUTZ-Aktie hat jedoch zuletzt recht deutlich nachgegeben und notiert momentan sogar unter dem niedrigsten aller Kursziele, das bei 12,40 Euro liegt. Haben sich die Käufer womöglich übernommen? Ist die laufende Korrektur womöglich der Anfang vom Ende der Hausse bei DEUTZ?
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Expertenmeinung: Rein vom charttechnischen Bild her würde die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktie noch ein gutes Stück weiter zurückkommt, dann steigen, wenn der Kurs die aktuell angelaufene Unterstützungszone 11,42/11,60 Euro brechen sollte. Immerhin hatte DEUTZ im Vorfeld nach dem Hoch Anfang September ein tieferes Zwischenhoch ausgebildet, das unterhalb der 20-Tage-Linie lag. Das ist ein Szenario, das Short-Seller, sprich bärische Trader, durchaus anlocken könnte. Allerdings gibt es zwei Aspekte, die größeres Abwärtspotenzial zumindest so fraglich machen, dass es sich womöglich so mancher Trader zweimal überlegt, ob er für die Short-Seite ausgerechnet DEUTZ ins Visier nehmen will.

Da wäre zum einen der Umstand, dass die Aktie eigentlich weniger korrigiert hat, als es der Chart suggeriert. Denn für die Finanzierung der Übernahme der oben erwähnten FFG hatte DEUTZ eine Kapitalerhöhung angekündigt, die am 15. September umgesetzt wurde. Dabei wurde das Grundkapital um zehn Prozent aufgestockt. Da das automatisch auch den Gewinn pro Aktie senkt und zugleich das Kurs-/Gewinn-Verhältnis erhöht, ist es nachvollziehbar, dass der Kurs, wie üblich in solchen Situationen, nachgibt. Bedenkt man, dass die Aktie bislang vom Verlaufshoch nur 14 Prozent verloren hat, darf man den Abgabedruck als eigentlich höchst überschaubar einordnen.
Zum anderen ist DEUTZ durch den zügigen Ausbau des Standbeins Verteidigung kein reiner Motorenhersteller mehr, der in einer Bewertungskategorie wie die Automobilbranche einzuordnen wäre. Was mit ein Grund ist, warum die Analysten jetzt deutlich höhere Kursziele ausgelobt haben. Und berücksichtigt man diesen Aspekt, ist das aktuelle Kurs-/Gewinn-Verhältnis auf Basis der durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung der Analysten mit etwa 15 eher noch günstig.
Fazit: Die DEUTZ-Aktie könnte, sollte sie die jetzt angegangene Auffangzone unterbieten, zwar noch weiter korrigieren. Aber der Blick voraus ist einer, der momentan keine Phantasie für eine größere Abwärtsbewegung aufkommen ließe. Daher könnte es gut sein, dass sich der Abwärtsdruck auch dann, wenn der Bereich 11,42/11,60 Euro brechen sollte, im Rahmen hält.
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/DEZ.DE/analyst-insights/
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 23.09.2026 um 21:46 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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