Intel Aktie aktuell Intel: Absturz 2.0 – was ist da geschehen?

News: Aktuelle Analyse der Intel Aktie

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Intel
ISIN: US4581401001
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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur Intel Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Wie wichtig es ist, sich möglichst vor der Bekanntgabe von Quartalsergebnissen lieber von Aktien zu trennen oder zumindest eine Absicherung aufzubauen, wenn man mit dem Gedanken einer längerfristigen Positionierung spielt, habe ich diese Woche bereits im LYNX Live Trading Webinar erklärt. Welche Zahlen ein Unternehmen bekanntgibt, kann im Vorfeld nicht per Glaskugel gesehen werden. Wenn die Ergebnisse schlecht ausfallen, kann es, so wie bei Intel, zu unerwartet heftigen Kursreaktionen in die falsche Richtung kommen. Aber der Reihe nach. Gestern nach Börsenschluss hat der Halbleiterkonzern seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentiert. Die Zahlen waren eigentlich in Ordnung, denn die Konsensschätzungen konnten sowohl auf Gewinn- als auch auf Umsatzebene leicht geschlagen werden. Auch die Erwartungen für das vierte Quartal wurden bestätigt. Was also war dafür verantwortlich, dass der Kurs der Aktie im nachbörslichen Handel um fast 10 Prozent einbrach?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Intel Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Anleger fanden ein Haar in der Suppe der Zahlen. Es waren die Verkäufe bei Rechenzentren, welche um 7 Prozent gesunken waren. Diese Rechenzentren bescheren Intel Einnahmen von Unternehmen und Regierungskunden, die sich im letzten Quartal aber zurückgezogen haben. Insgesamt ist dieser Bereich aufgrund der Coronavirus-Pandemie nun um satte 47 Prozent eingebrochen, während die Cloud-Einnahmen um 15 Prozent gestiegen sind. Der Kurse der Aktie notierte im nachbörslichen Handel unter der Marke von 49 USD. Ob zumindest der Boden der letzten beiden Monate gehalten werden kann, bleibt vorläufig abzuwarten. Der ursprüngliche geplante Gap-Fill der Bullen in Richtung der Marke von 60 USD ist zumindest vorerst einmal vom Tisch.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 22.10.2020 Kurs: 53.90 Kürzel: INTC | Online Broker LYNX
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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Intel Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In meiner letzten Analyse vor zwei Wochen hatte ich beim Chiphersteller Intel einen möglichen Breakout über die Marke von 52.50 USD besprochen. Diese Marke war deshalb so interessant, weil sich hier das letzte große Gap in der Aktie eröffnete. Wir sprechen hier vom sogenannten Gap-Window. Diese Ebene ist bekanntermaßen ein wichtiger Punkt im Chart und bildete in den letzten Monaten einen wirklich hartnäckigen Widerstand. Nachdem dieses Niveau jedoch drei Mal in Folge getestet wurde, war der Breakout überaus wahrscheinlich. Die Bullen kämpften sich ihren Weg nach oben und übernahmen erstmals wieder das Ruder. Der Trend geht somit von einer bärischen Lage in eine neutrale Phase über. Der gebrochene Widerstand wird nun zu einer wichtigen Unterstützung im Chart. Es ist also darauf zu achten, dass die Kurse möglichst nicht mehr unter den Bereich von 52.50 USD fallen.

Expertenmeinung: Alles in allem sehen wir hier einen vielversprechenden Chat und die Chancen, die Kurslücke in Richtung der Marke von 60 USD zu schließen, stehen wirklich gut. Das positive Momentum wird auch von den gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50 unterstrichen, welche mittlerweile beide nach oben drehen konnten. Dennoch gibt es noch einen kleinen Unsicherheitsfaktor. Am kommenden Donnerstag wird der Chiphersteller seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentieren. Ob diese gut oder erneut schlecht ausfallen werden, kann im Vorfeld nicht beziffert werden. Ein Restrisiko ist vorhanden und daher ist noch etwas Vorsicht geboten. Dennoch belassen wir unsere Aussichten aus rein technischen Gesichtspunkten auf der bullischen Ebene.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 16.10.2020 Kurs: 54.16 Kürzel: INTC | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In unserer letzten Analyse waren die Bären gerade dabei eine wichtige Unterstützungslinie nach unten zu durchbrechen. Doch dieser Bruch entpuppte sich als Bärenfalle. Erkennbar war dies, nachdem die Kurse die gebrochene Trendlinie rasch wieder nach oben zurückerobern konnten. Somit hatten die Bullen eine gute Chance das Ruder wieder an sich zu reißen. Mittlerweile ist Intel wieder an der Widerstandslinie bei 52.70 USD angekommen.

Diese Marke wurde nun bereits drei Mal in Folge getestet und ein Breakout scheint nun immer wahrscheinlicher. Überaus positiv ist derzeit vor allem auch die Tatsache, dass die Aktie die gleitenden Durchschnitte der Periode 20 und 50 erneut zurückerobern konnten. Dies signalisiert positives Momentum. Der Trend bleibt vorerst in einer neutralen Phase.

Expertenmeinung: Unsere bislang bärische Haltung stufen wir umgehend auf neutral auf. Sollte in den kommenden Tagen zudem der Widerstand nach oben durchbrochen werden, wäre es sogar an der Zeit, den Titel wieder von der bullischen Seite aus zu betrachten. Viel Widerstände auf dem Weg nach oben sind nicht zu finden. So könnte Intel alsbald wieder zur alten Stärke zurückfinden.

Ein Anstieg in den Bereich von 57.50 bis 60.00 USD scheint durchaus im Bereich des Möglichen zu sein. Nach unten hin sollten Anleger vor allem darauf achten, dass das Tief der vorigen Woche nicht mehr gebrochen wird. Der nächste klare Widerstand befindet sich bei 59.98 USD.

Aussicht: NEUTRAL

Intel Aktie:Chart vom 07.10.2020 Kurs: 52.67 USD, Kürzel: INTC | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Obwohl sämtliche Ampeln im Chart des führenden Halbleiterherstellers Intel im August auf Rot standen, versuchten die Bullen Anfang September die Aktie wieder aus dem Keller zu holen. Doch der Versuch scheiterte bei der ersten Attacke des Gaps, welches im Juli aufgerissen wurde. Die Kurse zeigten nur kurzfristig über die Marke von 52 USD, um gleich tags darauf wieder von einer großen roten Kerze negiert zu werden. Dieser Fehlausbruch war mehr als auffällig und so übernahmen danach wieder die Bären das Ruder. Aktuell bildet sich gerade eine bärische Konsolidierung mit einem Support im Bereich bei 48.70 USD. Dort ist die Aktie im gestrigen Handel bereits angekommen und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch dieser Boden durchbrochen wird.

Expertenmeinung: Wir belassen vorerst unsere Aussichten auf der bärischen Seite. Noch gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich Intel wieder den Weg nach oben zurückkämpfen kann. Eventuell können die bevorstehenden Quartalsergebnisse einen Wechsel im Trend hervorrufen. Diese werden am 22. Oktober erwartet. Bis dahin wird der neutral bis eher bärische Chart wohl weiterhin den Takt vorgeben. Die nächsten wichtigen Böden befinden sich im Bereich bei 43 bis 44 US-Dollar.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 23.09.2020 Kurs: 48.82 Kürzel: INTC | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Produktionsengpässe und Lieferschwierigkeiten haben Intel zuletzt bei der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse deutlich unter Druck gebracht. Während der große Konkurrent AMD sich hierbei ins Fäustchen lachte und nach oben explodierte, bekam Intel die rote Laterne umgehängt. Nach einem heftigen Gap nach unten konnten sich die Kurse kurze Zeit später unterhalb des Niveaus von 50 USD fangen. Es dauerte nicht lange, bis der in der Zwischenzeit in eine Fallphase übergegangene 20-Tage-Durchschnitt zu den Kursen aufschloss und für eine weitere Initialzündung sorgte. Die in den letzten Tagen aufgebaute bärische Konsolidierung wurde im gestrigen Handel nach unten durchbrochen. Ein weiteres Verkaufssignal, dass die Chancen erhöht, dass die Bären hier abermals eine Attacke in Richtung Süden starten dürften.

Expertenmeinung: Der Chart sieht aus technischer Sicht heftig angeschlagen aus. Die Chancen für die Bären stehen gut, dass bis September womöglich noch das Tief von Mitte März anvisiert werden dürfte. Was könnte dieses Szenario verhindern? Die Bullen könnten das Ruder nur dann wieder an sich reißen, wenn es zu Schlusskursen oberhalb des Niveaus von 50 USD kommen würde. Solange dies nicht geschieht, bleiben unsere Erwartungen für Intel vorerst auf der bärischen Seite. Übrigens ein überaus interessantes Short-Setup.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 19.08.2020 Kurs: 48.33 Kürzel: INTC | Online Broker LYNX

Intel ist ein weltweit führendes Unternehmen der Halbleiterbranche und steht heute vor allem für Mikroprozessoren.

Sie sind Kunde

Intel-Produkte finden sich sowohl in IT-Systemen von Unternehmen, Rechenzentren, PCs, Tablet-PCs, Smartphones, Automobilen sowie in der industriellen Automation und medizinischen Geräten. Softwareprogramme und Dienstleistungen in den Bereichen Sicherheit und Technologie-Integration ergänzen das Angebot des Unternehmens. Wenn Sie diesen Artikel lesen, sind Sie wahrscheinlich Kunde. Egal ob Computer, Tablet oder Smartphone, die Chance ist recht groß, dass darin ein Prozessor von Intel verbaut ist, zumindest in einem Ihrer Geräte. Intel gehört zu den wenigen Unternehmen, die geradezu omnipräsent sind. Daher hatte ich mich im Vorjahr zwischen 47 und 55 USD mehrfach geäußert. Zuletzt hier, die Aussage war klar: Ziel Allzeithoch Plus X Damit lagen wir glücklichweise richtig. Das Kursziel bei 65 USD wurde erreicht und sogar leicht überschritten.

Cashmaschine

Intel verdient also überall mit, für Investoren ein erfreulicher Zustand, der sich auch an den Zahlen ablesen lässt. In den letzten zehn Jahren kletterte der Umsatz von 43,62 auf 71,97 Mrd. USD. Der Gewinn hat sich von 11,46 auf 21,04 Mrd. USD nahezu verdoppelt. Das Geschäft ist zwar kapitalintensiv, in diesem Fall ist das aber kein Problem. Die schiere Größe und Marktmacht von Intel, gepaart mit dem hohen Kapitalbedarf verhindert das Aufkommen neuer Konkurrenz und unter dem Strich erwirtschaftet Intel dennoch einen enormen Cashflow. Im Vorjahr lag der FCF bei 16,93 Mrd. USD, das macht Intel zu einem der profitabelsten Unternehmen der Welt. Daher konnte man sich neben der Expansion auch Buybacks und eine stetig steigende Dividende leisten. Die Zahl der ausstehenden Aktien wurde in der letzten Dekade von 5,69 auf 4,41 Milliarden Stück reduziert. Die Dividende hat sich hingegen verdoppelt, die Dividendenrendite liegt derzeit bei 2,35%. In Summe ist Intel also ein interessantes Investment, wenn man zum richtigen Preis einsteigt.

Kippt jetzt der ganze Sektor?

Am Vorabend wurden die Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt, die Aktie ist daraufhin um 10% eingebrochen. Waren die Zahlen so schlecht? Der Gewinn lag mit 1,23 je Aktie weit über den Erwartungen von 1,12 USD. Der Umsatz übertraf mit 19,7. die Analystenschätzungen von 18,5 USD ebenfalls. Auf Jahressicht legte der Umsatz um 20% zu, der Gewinn um 10%. Das Ergebnis je Aktie stieg um 16%. Da gibt es wirklich wenig zu meckern. Das Problem war wohl eher der Ausblick. Im dritten Quartal dürfte die Margen sinken und man erwartet nur ein Ergebnis von 1,10 USD je Aktie sinken. Insgesamt dürfte die Nachfrage im zweiten Halbjahr nachlassen. Darüber hinaus dürfte sich die Produktion der 7-Nanometer-Produkte um 12 Monate von Anfang 2022 auf Anfang 2023 verschieben. Das ist zwar unerfreulich und wird den Wettkampf weiter befeuern. Intel ist aber nach wie vor der Platzhirsch und Konkurrenzfähig. Die zugrundeliegenden Trends sind ohnehin intakt. Die Zahl der Prozessoren, Chipsätze, Computer, Smartphones & Co. wird weiter steigen. Der Ausblick von Intel dürfte den Sektor also nicht zum Kippen bringen, das ist auch gar nicht notwendig. Das könnten die hohen Bewertungen und die Schwerkaft auch so besorgen.

Der Preis ist heiß

Ich hatte es bereits zuvor angesprochen: Wie immer kommt es auf den richtigen Preis an, sowohl absolut und relativ. Im Vergleich zum S&P500 erscheint Intel jedenfalls günstig, die P/E ist nur halb so hoch. Durch den nachbörslichen Kurssturz kommt Intel auf eine P/E und forward P/E von 11,4. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 15,3. Es wäre also durchaus Luft vorhanden. Intel bewegt sich in einem für Investoren interessanten Bereich, wo könnte das Tief liegen? Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich.

Chart

Vorbörslich notiert die Aktie 11,09% im Minus bei 53,70 USD. Intel dürfte also mit einem gehörigen Down-Gap eröffnen. Der langfristige Aufwärtstrend ist aber intakt und ab 50 USD reihen sich die Supports regelrecht auf. Für antizyklische Anleger sind die Unterstützungszonen bei 49-50 sowie 43-45 USD interessant. Prozyklische Anleger müssen hingegen auf eine Rückkehr über 57 USD hoffen. Mehr als 10.400 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Chart vom 24.07.2020 Kurs: 53,70 Kürzel: INTC - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 24.07.2020 Kurs: 53,70 Kürzel: INTC - Wochenkerzen | LYNX Online Broker