Intel Aktie Prognose Intel: Doch keine Erholung?

News: Aktuelle Analyse der Intel Aktie

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Intel
ISIN: US4581401001
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur Intel Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach wie vor gehört der Chiphersteller zu den führenden Unternehmen der Branche und somit blickten zahlreiche Anleger gespannt auf die gestern veröffentlichten Quartalsergebnisse. Die erste Reaktion der Intel-Aktie im nachbörslichen Handel zeigt, wie nervös der Markt aktuell ist. Zuerst ging es hier schnell um 5% nach oben, um kurz danach 10% einzubrechen und den Handel dann mit einem fast schon moderaten Abschlag von 3% zu beenden. Die Zahlen selbst waren sehr gut. Der Gewinn je Aktie lag bei 1.09 USD und konnte die Schätzungen von 0.91 USD je Aktie deutlich schlagen. Auch der Umsatz lag mit 19.5 Milliarden USD über den erwarteten 18.31 Milliarden USD. Lediglich die Bruttomargen lagen mit 52% knapp unter den Schätzungen von fast 53%. Somit fanden Marktteilnehmer schon mal ein Haar in der Suppe, was in der aktuellen Marktsituation schon reicht, um die Kurse wieder fallen zu lassen.   

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Intel Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Aus technischer Sicht befindet sich Intel nach wie vor in einer breit angelegten Bodenbildungsphase. Zwar konnte sich die Aktie in den letzten Monaten wieder deutlich erholen, doch hierbei wurde lediglich das verkorkste letzte Quartal aufgeholt und das Gap von Ende Oktober geschlossen. Es braucht noch mehr, um den Titel wieder langfristig auf Spur zu bringen. Hierfür wäre ein Breakout über die Marke von 56 USD notwendig. Solange dies nicht geschieht, sollte man Vorsicht walten lassen. Der Markt ist angeschlagen und ein Test des Bodens bei 48 USD ist in den kommenden Tagen und Wochen nicht auszuschließen.  

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 26.01.2022 Kurs: 51.69 Kürzel: INTC | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Intel Aktie

Intel will Mobileye 2022 an die Börse bringen. Was könnte die Tochter eigenständig wert sein? Perspektivisch womöglich mehr als Intel.

Intel will Mobileye 2022 an die Börse bringen. Was könnte die Tochter eigenständig wert sein? Perspektivisch womöglich mehr als Intel?

Soll…

Die Anleger von Intel hatten es in den letzten Monaten oder gar Jahren nicht gerade leicht.
Während die Indizes von einem Hoch zum andere liefen, ging bei Intel unter dem Strich gar nichts.

Zuletzt ging es sogar rückwärts.

Gründe dafür gibt es genug. Seit Jahren hat das Unternehmen Probleme mit der Umstellung auf die neuesten Chip -Herstellungsmethoden.
Dadurch wurde man auf der Foundry -Ebene technologisch von Taiwan Semi überholt und im nächsten Schritt auch von deren Kunden wie AMD oder Apple.

Daher verliert man an allen Ecken und Enden Marktanteile. In den Rechenzentren an AMD, bei Unterhaltungselektronik beispielsweise an Apple.

Ich hatte die Probleme hier ausführlich beschrieben:
Intel stürzt ab. Reißleine ziehen, aussitzen, zuschlagen?

Intel selbst rechnet erst für 2025 damit, dass man wieder Technologieführer sein wird.

… und Haben

Bei all den Unkenrufen sollte man allerdings nicht vergessen, dass das Geschäft von Intel trotzdem nicht schlecht läuft.
Intel notiert heute nur knapp über dem Niveau von Ende 2017.

Seitdem ist der Umsatz allerdings von 62,7 auf 77,9 Mrd. USD gestiegen. Das Ergebnis legte von 1,99 auf 4,94 USD je Aktie zu.

Die P/E ist dadurch von 25 auf 11 gesunken. Das macht natürlich einen großen Unterschied.

Zusammenfassen kann man sagen: Es läuft sicherlich nicht blendend, vor allem im Vergleich zu vielen Konkurrenten. Man sollte Intel aber nicht abschreiben. Und die Bewertung ist auch nicht gerade hoch.

Unter dem Mäntelchen

Womöglich ist der faire Wert von Intel doch eine ganze Ecke höher als der aktuelle Kurs reflektiert.
Immerhin hat man in den zurückliegenden Quartalen durchweg die Erwartungen übertroffen, ohne dass das zu nachhaltig steigenden Kurs geführt hätte.

Diese Diskrepanz ist schon eigenwillig. Daher könnte es jetzt noch Nachholpotenzial geben.

Noch wichtiger dürfte aktuell aber ein anderer Kurstreiber sein. Intel plant einen Börsengang der Mobileye, einem der führenden Unternehmen im Bereich Fahrassistenzsysteme – also perspektivisch autonomes Fahren.

Mobileye kooperiert in diesem Bereich mit so gut wie allen großen Autobauern.

Im März 2017 wurde das Unternehmen für 15,3 Mrd. USD von Intel übernommen. Durch einen Börsengang erhofft man sich jetzt wohl, dass der Wert von Mobileye greifbarer wird und sich daher auch auf den Kurs von Intel niederschlägt.

Intel selbst möchte nach dem Börsengang weiterhin die Mehrheit an der Tochter halten.

Was könnte Mobileye wert sein?

Jetzt lässt sich natürlich vortrefflich mutmaßen, was Mobileye wert sein könnte. Hierfür müsste man zunächst eine andere Frage beantworten: Sprechen wir über den rationalen Wert, oder das, was der Markt Mobileye womöglich zugestehen könnte?

Im zweiten Fall wäre die Antwort wohl: „The Sky ist the Limit“.

Autonome Fahrzeuge sind ein potenziell gigantischer Markt. Landen die Systeme von Mobileye am Ende in den Autos nahezu aller Hersteller, kann man sich ungefähr vorstellen, welchen Umsatz und Gewinn Mobileye einfahren könnte.
Als Technologieführer oder womöglich einziger Anbieter wären die Margen stattlich.

Es wäre gut möglich, dass Mobileye perspektivisch mehr wert sein könnte als der ganze Intel-Konzern mit seinem derzeitigen Börsenwert von 208 Mrd. USD.

Holla, die Waldfee

Die Antwort auf diese Frage werden wir spätestens beim Börsengang erfahren.

Glücklicherweise liefert Intel aber gewisse Hinweise. Als man Mobileye 2017 für 15,3 Mrd. USD übernommen hatte, lag der Umsatz bei 358,2 Mio. USD.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres waren es 1,03 Mrd. USD. Das entspricht einem Umsatzsprung von 62%. In Q3 lag das Plus bei 39%.

Der Jahresumsatz 2021 dürfte also in Richtung 1,40 Mrd. USD tendieren. Setzt sich das Wachstum auch 2022 in ähnlicher Weise fort, läge der Umsatz dann bereits bei 2,0 Mrd. USD.

Intel hatte für Mobileye damals ein KUV von 40 auf den Tisch gelegt. Ob man ein derartiges Multiple bei einem Börsengang auch erzielen kann, wird man sehen.
Falles es gelingt, wäre Mobileye 80 Mrd. USD wert, was wiederum 40% des Börsenwerts von Intel entspricht.

Chart vom 07.12.2021 Kurs: 50,99 Kürzel: INTC - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 07.12.2021 Kurs: 50,99 Kürzel: INTC – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht ist die Lage auch nicht schlecht. Der Aufwärtstrend und der Support bei 49 USD hat gehalten.
Ausgehend von dieser Basis könnte der Börsengang von Mobileye eine Rallye auslösen.

Vorbörslich notiert die Aktie bereits bei 55 USD. Das erste Kursziel wurde somit abgearbeitet. Darüber wäre Platz bis 57 USD.
Gelingt ein Ausbruch über 57 USD, liegen die nächsten Kursziele bei 60 sowie 65.

Intel hat am Donnerstag nachbörslich Zahlen vorgelegt und ist daraufhin unter die Räder gekommen. Aktuell notiert die Aktie 9,95% im Minus bei 50,43 USD.
Ist das eine Gelegenheit oder fängt der Abverkauf gerade erst an?

Chart vom 22.10.2021 Kurs: 50,47 Kürzel: INTC - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 22.10.2021 Kurs: 50,47 Kürzel: INTC – Wochenkerzen

Ein Kurssturz von knapp 10% ist wahrlich keine Kleinigkeit. Aus technischer Sicht ist allerdings erstaunlich wenig passiert. Intel notiert auch jetzt noch über der oberen Aufwärtstrendlinie.
Es wäre gut möglich, dass es ausgehen von 49-50 USD zu einer Erholung kommen wird.

Selbst wenn die Aktie unter 49,00 USD fällt, sind die Bullen noch nicht aus dem Rennen. In diesem Szenario dürfte Intel die Supportzone bei 43-45 USD ansteuern. Dort könnte man dann wieder auf eine Erholung Spekulieren.

Wie die Chancen stehen und ob Intel auch für Investoren interessant sein könnte, werden wir uns gemeinsam ansehen.

Prognose übertroffen, Aktie runter

Der Gewinn lag in Q3 mit 1,71 je Aktie weit über den Erwartungen von 1,12 USD. Der Umsatz lag mit 18,1 Mrd. allerdings unter den Analystenschätzungen von 18,2 Mrd. USD ebenfalls.

Für das vierte Quartal stellt Intel ein Ergebnis von 0,90 USD je Aktie in Aussicht. Bisher hatte man 1,00 USD erwartet.

Schaut man sich ein wenig in den Börsenmedien um, werden vor allem die schwache Umsatzentwicklung und der Ausblick für Q4 als Gründe für den Abverkauf angeführt.

Jeder kann seine Schlüsse ziehen, wie er will, aber ich halte das für Nonsens. Wenn ein Unternehmen 60 Cent mehr verdient hat, als erwartet und für das kommende Quartal 10 Cent weniger in Aussicht stellt, wurden unter dem Strich trotzdem 50 Cent mehr verdient als bisher angenommen.

Darüber hinaus hatte Intel für Q3 nur einen Gewinn von 1,10 USD je Aktie in Aussicht gestellt und jetzt 1,71 USD je Aktie gemeldet.
Das bedeutet, dass man sich im tief stapeln übt und dass es bei Intel womöglich besser läuft, als der Markt annimmt.

Licht am Ende des Tunnels

Die Probleme liegen andernorts und ich muss ganz klar sagen, dass mir Intel jedes Mal, wenn ich die Lage in den letzten 12-18 Monaten betrachtet habe, schlechter als zuvor gefällt.

Grundsätzlich sind die Geschäftszahlen von Intel keine Katastrophe. Abgesehen vom Segment Client Computing (CCG) wachsen quasi alle wichtigen Unternehmensbereiche.
Da CCG allerdings die Hälfte des Konzerngeschäfts ausmacht, wird der Umsatz nach dem starken Vorjahr vermutlich stagnieren. Der Gewinn dürfte sogar um 9% auf 4,50 USD je Aktie sinken.

Für sich genommen wäre das alles noch hinnehmbar. Das eigentliche Problem ist aber, dass es in der Branche eigentlich blendend läuft. Die meisten Halbleiter-Titel jagen von Rekord zu Rekord, nur Intel nicht.

Sie merken es sicherlich. Langsam werden die Wolken dunkler.

Wenn es sich um kurzfristige Probleme handeln würde, und die Diskrepanz zur Branche nicht so groß wären, könnte man dennoch ein bullisches Szenario zeichnen.

Ist es ein Zug?

Intel -CEO Gelsinger, der übrigens ein echter Könner ist, ist natürlich optimistisch und sieht Intel langfristig auf Kurs.

Mir persönlich ist der Zeithorizont, bis man Besserung erwartet, allerdings zu lange. Nach den Worten von Gelsinger dürfte Angebot und Nachfrage in der Halbleiterbranche erst 2023 wieder ausgeglichen sein.
Bis 2025 will man die Technologieführerschaft unter den Chip-Herstellern zurückerobern.

Bis dahin schläft die Konkurrenz aber auch nicht. Inzwischen muss man die Frage stellen, ob Intel nicht nachhaltig und dauerhaft Marktanteile verliert.
Die Konkurrenz scheint Intel an allen Ecken und Enden das Wasser abzugraben.

Hier liegt der Hase begraben

Einige der unmittelbaren Probleme von Intel sind auf das inzwischen omnipräsente Thema Lieferketten zurückzuführen.

Der Hase liegt aber andernorts begraben: Die Produkte von Intel sind teilweise nicht mehr wettbewerbsfähig.

Seit Jahren hat das Unternehmen Probleme mit der Umstellung auf die neuesten Chip -Herstellungsmethoden.
Dadurch wurde man auf der Foundry -Ebene technologisch von Taiwan Semi überholt und im nächsten Schritt auch von deren Kunden wie AMD oder Apple.

Nehmen wir als Beispiel den wichtigen PC-Markt. Apple hat bekannt gegeben, dass man zukünftig nicht mehr auf Intel-Chips zurückgreifen wird und stattdessen die selbst entwickelte M1-Basis nutzen wird, die man auch für das iPhone nutzt.
Den internen Benchmarks von Apple zufolge, sind die Chips 70% leistungsfähiger als das Konkurrenzprodukt von Intel.

Ähnliches gilt bei Prozessoren in dem bedeutenden Markt für Rechenzentren, die bisherige Cashcow von Intel.
Hier verliert man ständig Marktanteile. Der Epyc-Prozessor von AMD scheint schlichtweg überlegen zu sein.

Intel muss das Ruder dringend herumreißen. Ein erster Hoffnungsschimmer scheint die neue Xeon -Generation Ice Lake zu sein. Vielleicht kann man damit endlich wieder Marktanteile im Bereich Rechenzentren gewinnen.
Seit der Markteinführung im April konnte man eine Million der neuen Xeon-Prozessoren verkaufen. Allein im vierten Quartal sollen mehr als eine Million Einheiten ausgeliefert werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Schon seit geraumer Zeit rätseln Anleger darüber, wann denn der Chip-Riese wieder einmal in Schwung kommen wird. Seit April dieses Jahres kennt die Intel-Aktie nämlich nur noch eine Richtung und diese zeigt stetig Richtung Süden.

Von der Korrektur der Technologiewerte scheint die Aktie nicht direkt betroffen zu sein, hier ging es schon vor der allgemeinen Marktkorrektur nach unten. Auch sehen wir seit Wochen eine Stabilisierung des Kursverlaufs.

Die Frage bleibt dennoch offen, wann und ob die Aktie die Trendwende einleiten wird. Im gestrigen Handel sind die Kurse abermals an der nicht übersehbaren Widerstandslinie angekommen. Vorerst fehlte den Bullen aber die Kraft, diese Hürde zu meistern.

Expertenmeinung: Eine Trendwende könnte mit dem Bruch der Marke von 55 USD eingeleitet werden. Ideal wären natürlich Schlusskurse über diesem Niveau. Noch besser wären Kurse oberhalb des Pivot-Hochs von September, welches sich bei 55.49 USD befindet.

Gelänge dieser Schub nach oben, wäre die Aktie wohl aus dem Gröbsten raus und könnte wieder Höhenluft schnuppern. Solange jedoch die Kurse unterhalb der erwähnten Niveaus bleiben, sehen wir noch kein Licht am Ende des Tunnels. Wir belassen unsere Aussichten auf die Aktie vorläufig auf neutral.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 07.10.2021 Kurs: 54.18 Kürzel: INTC | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während die Chipbranche an der Wall Street eine Party nach der anderen feiert, darf der Branchenprimus nicht mitmachen. Die Intel-Aktie wurde in den letzten Monaten von den Bullen ausgeladen und muss ganz allein im Keller verweilen.

Nach wie vor kommt das Wertpapier nicht in Schwung. Sowohl die Quartalsergebnisse zum ersten als auch jene zum zweiten Quartal konnten keine neuen Impulse bringen. Jegliche Rallyeversuche der letzten Wochen wurden im Keim erstickt und spätestens am fallenden 50-Tage-Durchschnitt wurde der Verkaufsdruck immer höher. Zuletzt wurde sogar das Tief von Mai nach unten gebrochen, wo sich aktuell gerade eine weitere bärische Konsolidierung bildet. Das sieht alles andere als gut aus. Nach wie vor befindet sich Intel in einem glasklaren Abwärtstrend.

Expertenmeinung: Aber gibt es nicht zumindest eine Restchance auf eine mögliche Trendwende? Durchaus. Ein kleineres Kaufsignal ist sogar zu erkennen. Der Fehlausbruch unter die Marke von 53.42 USD könnte die Bären unter Zugzwang bringen und etwas vorsichtiger werden lassen. Doch es braucht mehr, um eine Rallye wirklich in Gang zu bringen. Hierzu müsste die zuletzt aufgerissene Kurslücke geschlossen werden und auch der 50-Tage-Durchschnitt zurückerobert werden. Erst dann sehen wir wieder Licht am Ende des Tunnels und eine mögliche Wende nach oben.  

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 11.08.2021 Kurs: 54.14 Kürzel: INTC | Online Broker LYNX