Intel Aktie Prognose Intel: Tech-Werte ziehen wieder deutlich an – wird der Chipriese mitlaufen?

News: Aktuelle Analyse der Intel Aktie

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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der gestrige Handel wurde insbesondere durch die schwachen Aussichten von Meta belastet. Auffällig war jedoch die Stärke der Chipaktien. So konnten Titel wie Nvidia oder Broadcom wieder deutlich an Wert zulegen. Da war natürlich die Hoffnung groß, dass auch die Intel-Aktie von diesem Rückenwind profitieren würde.

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Doch dann kamen die Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal. Diese waren auf den ersten Blick passabel. Der Gewinn je Aktie ist mit 0.18 USD wesentlich höher ausgefallen als die von Analysten prognostizierten 0.11 USD je Aktie. Der Umsatz lag mit 12.72 Milliarden USD einen Deut unter dem Konsens. Doch es waren die Aussichten für das aktuelle Quartal, welche den Titel nach Börsenschluss belasteten. So soll der Umsatz lediglich im Bereich von 12.50 bis 13.50 Milliarden USD liegen. Bislang ist man hier von 13.60 Milliarden USD ausgegangen. Der Gewinn je Aktie soll sich sogar auf nur 0.10 USD je Aktie, statt bislang angenommenen 0.25 USD je Aktie belaufen.

Expertenmeinung: In Summe war es einfach zu wenig, was der Chipkonzern hier gestern abgeliefert hat. Aktionäre zeigen sich enttäuscht und es dürfte wohl oder übel heute zu einem heftigen Gap nach unten kommen. Somit wird der ohnehin intakte Abwärtstrend ein weiteres Mal bestätigt. Die nächste längerfristig wichtige Support-Ebene befindet sich bei rund 32 USD und dürfte nun wohl auf die Probe gestellt werden.  

Aussicht: BÄRISCH

Intel Aktie: 25.04.2024, Kurs: 35.11 USD, Kürzel: INTC | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Intel Aktie: 25.04.2024, Kurs: 35.11 USD, Kürzel: INTC | Quelle: TWS

Quelle: Earningswhispers.com
https://www.earningswhispers.com/stocks/INTC

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Vorherige Analysen der Intel Aktie

Hat Intel endlich den Turnaround geschafft? Jetzt will man sogar Nvidia und Taiwan Semi Konkurrenz machen.

Das ändert alles

Intel hatte in den letzten Jahren mehr als genug Probleme. Durch die Verzögerung bei der Markteinführung neuer Chips kam es zu einer Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit.
Dadurch hat man im CPU-Geschäft Marktanteile an AMD verloren und in anderen Bereichen zum Beispiel an Samsung und Taiwan Semi.

Hinzu kamen kartellrechtliche Untersuchungen und Klagen, Stühlerücken in der Vorstandsetage, Milliardenabschreibungen und zeitweise auch ein schwächelnder Absatzmarkt.

So langsam geht es bei Intel aber wieder aufwärts. Der US-Kongress hat im Jahr 2022 den “CHIPS and Science Act” verabschiedet, der 52 Milliarden US-Dollar an Subventionen für die Halbleiterindustrie vorsieht.
Intel gehört zu den größten Profiteuren dieser Entwicklung.

Das Unternehmen hat eine strategische Neuausrichtung beschlossen und mit dem Bau einer ganzen Reihe von neuen Standorten begonnen.
Darunter ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in New Mexico und Fabriken in den USA, Deutschland, Polen, Israel, Malaysia und Irland.

Neue Ausrichtung und weltweite Expansionspläne

Dadurch will man perspektivisch zu einem der größten Foundry-Konzerne der Welt aufsteigen.
Die Verluste in diesem Segment sollen in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreichen, bis 2030 soll der Umsatz auf 15 Mrd. USD und die operative Marge auf 30% steigen.

Um das einzuordnen:
Im letzten Geschäftsjahr hat man einen Umsatz von 54,2 Mrd. USD erzielt und im besten Jahr der Unternehmensgeschichte einen Gewinn von 21,1 Mrd. USD.

Im Bestandsgeschäft, abseits der Foundry, soll die operative Marge bis 2030 auf 40% gesteigert werden.

(„Sets targets for foundry and products business separately; […] Intel Foundry’s operating losses are expected to peak in 2024 […] to achieve break-even operating margins midway between now and the end of 2030, when it targets 40% non-GAAP gross margins and 30% non-GAAP operating margins.

Intel Products: Intel Products already exhibits healthy operating margins today, which are expected to improve as the product operating segments benefit from the new operating model. […] Intel Products targets 60% non-GAAP gross margin and 40% non-GAAP operating margin by the end of 2030.“)

Intel mischt bei KI-Hardware mit

Darüber hinaus scheint man auch im Geschäft mit speziellen KI-Beschleunigern mitmischen zu können.
Wie das Unternehmen am 9. April bekanntgegeben hat, wird man im Laufe des Jahres einen KI-Chip mit dem Namen Gaudi 3 auf den Markt bringen, der deutlich leistungsfähiger und günstiger als der H100 von Nvidia ist.
(„the Intel® Gaudi® 3 AI accelerator, delivering 50% on average better inference1 and 40% on average better power efficiency than Nvidia H100 – at a fraction of the cost.“)

Weitere Informationen zu Gaudi 3 finden Sie hier (Link zu Intel).

Für die OEMs wird der Chip ab dem zweiten Quartal 2024 verfügbar sein, den Vertrieb übernehmen unter anderem Dell, HPE, Lenovo und Supermicro.
Zu den ersten Kunden gehören Bharti Airtel, Bosch, CtrlS, IBM, IFF, Landing AI, Ola, NAVER, NielsenIQ, Roboflow and Seekr.

Darüber hinaus hat man eine Kooperation mit SAP, RedHat, VMware und einigen anderen Unternehmen beschlossen, um gemeinsam eine offene Plattform für KI-Business-Anwendungen aufzubauen.

Die Halbleiterbranche befindet sich derzeit im Umbruch, nicht nur dank KI, sondern auch durch die Neuordnung der globalen Lieferketten durch die USA.
Die rasante Entwicklung macht es schwierig, langfristige Prognosen zu treffen, aber die strategische Ausrichtung von Intel bringt erhebliches Potenzial mit sich.

Darüber hinaus läuft es auch operativ wieder besser. Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr hat man durchweg die Erwartungen übertroffen und es hat sich von Quartal zu Quartal eine Verbesserung abgezeichnet.

Turnaround längst gelungen?

Nachdem man im ersten Quartal noch einen Umsatzeinbruch um 36% hinnehmen musste, lag das Minus in Q2 noch bei 15%, in Q3 bei -8%, konnte man im vierten Quartal wieder um 10% wachsen.
Beim Gewinn ergibt sich ein ähnliches Bild, nachdem man zu Beginn des Jahres noch unprofitabel war, war man zuletzt wieder solide profitabel.

Im Schlussquartal hat man in etwa die Hälfte des Jahresgewinns erzielt. Der Aktienkurs ist seitdem trotzdem wieder eingebrochen, da man eine enttäuschende Prognose für das erste Quartal 2024 vorgelegt hat.

Scheinbar hat man an der Börse nicht mehr zugehört, was direkt danach gesagt wurde:
„Core business is tracking to lower end of seasonal for Q1 […] we see this as temporary […] expect sequential EPS and revenue growth in each quarter of the year.“

Nach einem schwachen Jahresauftakt sollen Umsatz und Gewinn wieder steigen.
Den Konsensschätzungen zufolge soll das Ergebnis in diesem Jahr um 28% auf 1,35 USD je Aktie steigen – und dass, obwohl die Schätzungen zuletzt massiv zur Unterseite revidiert wurden.
Vor einigen Monaten wurde noch ein Gewinn von 1,90 USD je Aktie erwartet. Womöglich sind die Prognostiker inzwischen zu pessimistisch.

Die nächsten Quartalszahlen wird Intel am 25. April nachbörslich vorlegen.

Intel Aktie: Chart vom 10.04.2024, Kurs: 37,56 - Kürzel: INTC | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Intel Aktie: Chart vom 10.04.2024, Kurs: 37,56 – Kürzel: INTC | Quelle: TWS

Die Aktie ist zum Ausgangspunkt der letzten Rallye und dem mehrmonatigen Aufwärtstrend zurückgekehrt.
Für die Bullen geht es jetzt um alles. Wird die Unterstützung bei 37 USD durchbrochen, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 32 -33 oder 30,00 – 30,50 USD gerechnet werden.

Klar positive Signale würden sich hingegen über 39,50 oder besser noch 40,00 USD ergeben. Dann wäre eine Erholung bis 42,50 oder 45 USD möglich. Mittelfristig sollten in diesem Szenario 49 – 50 USD angesteuert werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Chipaktien liefen in den letzten Monaten ausgezeichnet, daher war auch die Spannung der Marktteilnehmer vor den Zahlen des Top-Chipunternehmens besonders hoch. Auf den ersten Blick sahen die Quartalsergebnisse ganz gut aus. Der Gewinn wurde im letzten Quartal um satte +444% gesteigert und lag fast 10% über den Erwartungen der Analysten. Auch der Umsatz war mit 15.41 Milliarden USD doch deutlich höher als der Konsens, welcher bei 13.81 Milliarden USD lag. Dennoch zerriss es die Intel-Aktie im nachbörslichen Handel, diese fiel um mehr als 10% und zog somit auch die Nasdaq Futures mit nach unten.

Expertenmeinung: Es waren aber nicht die Zahlen zum abgelaufenen Quartal, sondern vielmehr die nach unten revidierten Aussichten für das erste Quartal 2024, welche die Kurse von Intel im nachbörslichen Handel belasteten. So soll der Umsatz lediglich im Bereich von 12.2 bis 13.2 Milliarden USD liegen. Bislang waren Analysten von 14.15 Milliarden USD ausgegangen.

Der Gewinn soll mit 13 Cent je Aktie ebenfalls deutlich unter den bisherigen Erwartungen von 33 Cent je Aktie liegen. Das ist schon eine sehr deutliche Verfehlung. Aus technischer Sicht wird heute vor allem die Ebene bei 45 USD entscheidend sein. Solange die Kurse diese Ebene halten können, bleibt der Chart konstruktiv. Sollte die Aktie jedoch darunter schließen, dürfte sich erstmals seit Monaten eine deutliche Korrektur anbahnen.

Aussicht: NEUTRAL

Intel Aktie: 25.01.2024, Kurs: 49.09 USD, Kürzel: INTC | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Intel Aktie: 25.01.2024, Kurs: 49.09 USD, Kürzel: INTC | Quelle: TWS

Quelle:
Earningswhispers; https://www.earningswhispers.com/stocks/intc
CNBC.com; https://www.cnbc.com/2024/01/25/intel-intc-earnings-report-q4-2023.html

Hätte sich die Intel-Aktie Mitte August nicht gefangen, hätte ein Doppeltopp die gesamte, seit einem Jahr laufende Bodenbildung zunichtegemacht. So aber nimmt der Kurs gerade Anlauf, ein neues Jahreshoch zu erreichen. Aber wäre der Weg nach oben dann wirklich frei?

Charttechnik kann viel bewirken und sich, wenn der Trend nur hinreichend intensiv ist, längere Zeit gegen widersprechende Rahmenbedingungen halten. Aber auf Dauer gelingt das eben selten. Irgendwann muss dann auch Rückenwind von den Fundamentaldaten kommen.

Bleibt das aus, sind Rallyes eher Gelegenheiten, um Positionen abzubauen oder sogar à la baisse zu traden. Und auch, wenn die jüngste Bilanz des Chip-Riesen besser ausfiel als erwartet: Gut sieht in Bezug auf Umsatz und Gewinn anders aus.

Das Problem der Chiphersteller ist, dass die Phase der Materialengpässe als Spätfolge der Lockdowns dazu führte, dass man zunächst zu wenig Produktionskapazität hatte, weil alles und jeder so viel Chips wie möglich wollte … und jetzt zu viel. Denn jetzt sind die Lagerbestände der Unternehmen aufgefüllt, jetzt ist die Nachfrage mäßig, weil man die Lager erst einmal wieder abbaut. Das Ergebnis:

Der Umsatz lag bei Intel im zweiten Quartal zwar mit 12,9 Milliarden US-Dollar klar über der durchschnittlichen Analysten-Prognose von 12,1 Milliarden. Und statt des im Schnitt von den Experten erwarteten Verlusts von 0,04 US-Dollar pro Aktie erreichte Intel einen Gewinn von 0,13 US-Dollar/Aktie. Aber im Vorjahresquartal hatte der Umsatz noch bei 15,3 Milliarden gelegen, verdient hatte Intel damals 0,29 US-Dollar pro Aktie.

Auch der Ausblick auf das laufende Quartal war zwar ordentlich, aber nicht inspirierend. Man sieht bei Intel einen Umsatz von 12,9 – 13,9 Milliarden (Vorjahr 15,33 Mrd.) und einen Gewinn pro Aktie von 0,20 US-Dollar (Vorjahr 0,59 US-Dollar). Hat das nach Ausbruch „riechende“ Chartbild unter diesen Umständen überhaupt eine Chance, sich wirklich durchzusetzen?

Expertenmeinung: Kurzfristig sicherlich, mittelfristig wird das aber knifflig. Denn man muss sehen, dass das zweite Hoch, aus dem jetzt die Widerstandszone 37,19 zu 37,69 US-Dollar besteht, die Reaktion auf die vorgenannten Quartalszahlen war, die Ende Juli vorgelegt wurden. Die Aktie machte einen Satz nach oben, blieb am Juni-Hoch aber hängen und wurde gleich am Folgetag wieder abverkauft. Danach ging es in die nächste Abwärtsbewegung, aus der ein Doppeltopp hätte werden können, hätten die Käufer nicht Mitte August wieder zugegriffen.

Intel Aktie: Chart vom 01.09.2023, Kurs 36,61 US-Dollar, Kürzel: INTC | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Intel Aktie: Chart vom 01.09.2023, Kurs 36,61 US-Dollar, Kürzel: INTC | Quelle: TWS

Zwar könnte Intel trotzdem durchlaufen und über dieser Zone bleiben, wenn die Analysten seither massiv den Daumen gehoben hätten. Das aber haben sie nicht. Die durchschnittliche Einschätzung liegt nur bei „Halten“, das durchschnittliche Kursziel der Experten findet sich momentan bei 36,31 US-Dollar und damit unter dem momentanen Kursniveau. Da ist das Risiko greifbar, dass Intel entweder erneut an dieser Widerstandszone 37,19 zu 37,69 US-Dollar abprallt oder aber der Ausbruch als Bullenfalle endet. Wenn, sollte man daher im Fall eines Ausbruchs mit einem hautengen Stoppkurs knapp unter dieser Zone arbeiten.

Quellenangaben:
Analysten-Kursziele:
https://www.nasdaq.com/de/market-activity/stocks/intc/analyst-research