Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Nemetschek: Einbahnstraße … oder Sackgasse?

Eine Rallye um die 50 Prozent seit Jahresbeginn – und es ist gerade einmal Mitte März. Was ist denn bei Nemetschek los? Bei der Aktie unübersehbar allerhand, aber was die Rahmenbedingungen angeht, hat man den Eindruck, dass die mit dieser Super-Rallye nicht recht mithalten.

Die offizielle Bilanz des vierten Quartals bzw. des Gesamtjahres 2018 steht zwar erst Ende des Monats an, aber bereits am 6. Februar hatte der Spezialist für Bau- und Ingenieursoftware die vorläufigen Ergebnisse für 2018 präsentiert. Im Vorfeld der Zahlen wurde drei Tage lang kräftig zugelangt, die Aktie stieg da von 111 auf 124 Euro. Als das Zahlenwerk auf dem Tisch lag, kam der Kurs indes erst einmal wieder zurück. Kein Wunder, denn Bäume wurde da nicht unbedingt ausgerissen.

Der Umsatz legte um 16, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um 12 Prozent zu. Und dass Nemetschek hohe Investitionen in zukünftiges Wachstum avisierte, deutet an, dass da erst einmal Druck auf die Gewinne anstehen könnte. Aber angenommen, der Gewinn würde 2019 trotzdem um 20 Prozent zulegen, wie das derzeit noch der Konsens unter den Analysten ist:

Auf dem aktuellen Kursniveau käme da dennoch ein Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von sportlichen 60 heraus. Ein KGV, das dreimal so hoch liegt wie das Wachstum der Gewinne, das ja auch erst einmal erreicht werden müsste … das ist ungewöhnlich „teuer“. Doch der Blick auf den Chart zeigt: Das scheint die Bullen in keiner Weise zu stören. Zumindest bis jetzt.

Expertenmeinung: Denn wenn das Zahlenwerk am 29. März endgültig auf den Tisch kommt, dürften da auch Informationen mitgeliefert werden, wie Nemetschek selbst die Umsatz- und Gewinnperspektive für 2019 sieht. Und dann kommt es zum Schwur. Denn man darf davon ausgehen, dass denen, die den sehr steilen Aufwärtstrend derzeit aktiv am Leben erhalten, sehr wohl bewusst ist, dass das KGV untypisch hoch ist. Und nicht nur das:

Auch die Analysten sind nicht so optimistisch, wie diese Rallye das vermuten lassen könnte. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten, die Nemetschek beobachten, liegt derzeit um 120 Euro, das höchste einzelne Kursziel bei 146 Euro. Und was die Verteilung der Einschätzungen angeht, liegen die Meinungen gleich gewichtet zwischen „Kaufen“ und „Halten“. Man bewegt sich hier also keinesfalls in einer Einbahnstraße.

Dieser steile Trend muss verteidigt werden. Und dazu braucht es bullische Argumente, die erst noch kommen müssten. Daher würde es sich anbieten, Long-Positionen relativ eng unter der Kreuzunterstützung aus Aufwärtstrendlinie, 20-Tage-Linie und dem Tageshoch vom 6. Februar zwischen 127 und 131 Euro abzusichern. Denn sollten die Trader erkennen, dass sie hier in einer Sackgasse unterwegs sind, könnten bei dieser durchaus ein wenig marktengen Aktie alle auf einmal wenden wollen – und dann würde ein solcher „Fallschirm“ Gold wert sein!

Chart vom 13.03.2019, Kurs 137,10 Euro, Kürzel NEM | LYNX Aktienempfehlungen

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