Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Nemetschek: Split-Rallyes – nur kurzfristige Kosmetik?

Ende Juni legte die Nemetschek-Aktie eine kurze, aber weitreichende Rallye hin, die den Kurs in kürzester Zeit um die 25 Prozent nach oben katapultierte, sogar über das vorherige, Ende April bei 56,70 Euro markierte Rekordhoch hinaus. Wer aber nach entsprechend bullischen Nachrichten suchte, suchte vergebens. Nur eine Nachricht gab es:

Ende Juni vollzog das Unternehmen einen sogenannten Aktiensplit. Statt einer Aktie hatten die Investoren auf einmal drei im Depot. Welchen Sinn hat ein solcher Split? Eigentlich nur einen einzigen: So soll die Aktie für die Anleger „billiger“ gemacht werden. Vorher lag das alte Hoch von Ende April bei 170 Euro. Das wirkte in der Tat „teuer“. Jetzt hingegen wirkt die Aktie eben günstiger. Der Haken dabei:

Das ist sie nicht, denn natürlich muss auch der Unternehmensgewinn jetzt durch dreimal mehr Aktien geteilt werden, sprich am Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) ändert ein solcher Aktiensplit gar nichts. Und gerade Nemetschek war eine der besonders teuer bewerteten Aktien am deutschen Aktienmarkt. Jetzt, nach dieser Rallye, ist sie es erst recht.

Expertenmeinung: Derzeit schätzen die Analysten im Durchschnitt einen 2019er-Gewinn pro Aktie um die 0,83 Euro. Daraus errechnet sich auf Basis des Freitags-Schlusskurses ein KGV von knapp 67. Das ist bei einem vermuteten Umsatz- und Gewinnanstieg zwischen 25 und 30 Prozent in diesem Jahr eine stolze Bewertung.

Die Aktie mag jetzt optisch billiger sein, von der Bewertung her bleibt sie relativ teuer. Und auch, wenn solche Aktiensplits wie auch im Fall Nemetschek tatsächlich als Kurstreiber wirken, so erschöpft sich die Wirkung dieser kosmetischen Maßnahme meist schnell. Denn natürlich realisieren viele, dass die Aktie damit nicht günstiger wird und setzen nur auf die zu erwartende, kurzfristige Wirkung dieser Aktion. Und es sieht danach aus, als wäre der Split-Effekt bereits verpufft. Die Aktie konsolidiert auf hohem Niveau. Ausgeschlossen wäre es nicht, dass die Konsolidierung mit einem erneuten Aufwärtsschub nach oben aufgelöst wird.

Aber die spannendere Chance wäre, gerade mit Blick auf die hohe Bewertung, die Unterseite. Sie sehen, dass die blaue 20-Tage-Linie in den letzten Monaten regelmäßig der Leitstrahl der Trendimpulse wurde, in beide Richtungen. Sollte Nemetschek diese heute um 52 Euro liegende Linie auf Schlusskursbasis brechen, wäre, gerade wegen der Vehemenz der Split-Rallye, der Weg nach unten erst einmal frei. Das ist eine Konstellation, die es wert ist, in der Watchlist Short vermerkt zu werden!

 

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