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Aktienanalyse:
Nemetschek: don’t fight the trend!

Aktuelle Analyse der Nemetschek Aktie

Als Nemetschek am 31. Oktober die bislang jüngste Quartalsbilanz vorlegte, waren die Marktteilnehmer alles andere als begeistert: Die Aktie sprang zunähst zwar deutlich ins Plus, schloss dann aber im Minus, konkret bei 45,64 Euro. Zweieinhalb Monate später, ohne neue Zahlen, erreicht das Papier am Montag mit 67,10 Euro ein neuen Rekordhoch. Ein Plus von über 45 Prozent, ohne, dass es seitens der Bilanzen neue Fakten gegeben hätte. Und das Ergebnis des vierten Quartals wird, wie so oft bei deutschen Unternehmen, auf sich warten lassen, derzeit ist da Ende März geplant. Was also rechtfertigt diese Super-Rallye?

Sicherlich ist positiv, dass sich Nemetschek, deren Schwerpunkt eigentlich Bau- und Architektursoftware ist, durch die Fusion der Tochter Maxon Computer mit dem US-Unternehmen Red Giant im Bereich von Media und Entertainment-Software verstärkt und da zu einem weltweit führenden Anbieter für Software zur Erstellung digitaler Inhalte wird. Aber wann sich das in der Bilanz niederschlägt und wie stark dieser Effekt sein wird, ist noch nicht absehbar. Die Anleger scheint es nicht zu stören: Die Aktie läuft von einem Hoch zum nächsten. Wie lange noch?

Expertenmeinung: Der Chart ließe vermuten, dass diese Rallye jetzt an eine Grenze stößt: an die obere Begrenzung des breiten, im Dezember 2018 etablierten Aufwärtstrendkanals bei aktuell 68 Euro. Aber davon abgesehen, dass dieser Trendkanal nicht bestätigt ist, weil er auf der Unterseite nur durch zwei, oben sogar nur durch einen Punkt definiert ist, würde diese Marke nur dann effektiv bremsen, wenn sie von hinreichend vielen Anlegern auch tatsächlich wahr- und ernstgenommen wird. Richtig ist zwar, dass Nemetschek von der Bewertung her schon wieder sehr „teuer“ geworden ist, das Kurs/Gewinn-Verhältnis läge auf Basis der ja bislang nur als reine Schätzung vorliegenden, durchschnittlichen Analysten-Gewinnerwartung für 2020 bei über 65. Aber:

„Billig“ war Nemetschek auch vorher nicht. Und es hat die Anleger nicht davon abgehalten, diese nach der negativen Reaktion auf die Bilanz des dritten Quartals losgetretene Super-Rallye vom Zaun zu brechen. Daher wäre es zwar einen Gedanken wert, jetzt, im Bereich der oberen Begrenzung des Trendkanals bei einem Teil bestehender Long-Positionen den Gewinn mitzunehmen. Aber noch spräche nichts dagegen, dass die Aktie diesen Trendkanal einfach nach oben durchbricht, so dass ein kompletter Ausstieg oder gar ein Switch auf die Short-Seite ein größeres Risiko wäre, als konsequent den Stoppkurs nachzuziehen und dem Trend zu folgen, denn der ist definitiv noch intakt und dynamisch.

Chart vom 13.01.2020, Kurs 66,95 Euro, Kürzel NEM | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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