Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Nemetschek: Geht für die Bullen hier noch etwas?

Wenn man einen groben Überblick haben möchte, ob die Akteure am Aktienmarkt gerade vorsichtig oder im Gegenteil leichtsinnig agieren, muss man sich nur ansehen, wie sich Aktien vor Bilanzdaten verhalten. Steigen sie, setzen die Marktteilnehmer bereits im Vorfeld auf Anschlusskäufe durch starke Ergebnisse. Fallen sie, ist man vorsichtig und skeptisch. Was bedeutet:

In letzterem Fall ist die Chance auf positive Überraschungen gegeben, die Luft nach unten hingegen eher begrenzt, weil ohnehin viele nichts Gutes erwarten. Aber bei Rallyes im Vorfeld von Zahlen sollte man vorsichtig sein: Da wäre es nötig, dass diese Bilanzdaten wirklich überzeugen, ansonsten sind Gewinnmitnahmen wahrscheinlicher als Anschlusskäufe. Und wenn die Verkäufe erst einmal beginnen, können sie leicht „Junge kriegen“.

Dieses Risiko besteht bei der Aktie des Software-Spezialisten für den Bau- und Architekturbereich Nemetschek derzeit. Denn auch, wenn man bei den gestern präsentierten vorläufigen Ergebnissen für 2018 nicht sicher sein konnte, wann genau die kommen würden, in etwa durfte man jetzt damit rechnen. Und im Vorfeld stieg die Aktie ganz erheblich. Sie sehen es im Chart:

Expertenmeinung: Nemetschek war am Freitag knapp, am Montag deutlich über die 200-Tage-Linie gestiegen und hatte danach sofort deutlich Fahrt aufgenommen. Das war durchaus nachvollziehbar, denn bei dieser Aktie spielte die 200-Tage-Linie immer wieder eine tragende Rolle. Im Februar 2018 wurde sie erfolgreich getestet und Basis eines markanten Aufwärtsimpulses.

Im Oktober diente sie ebenfalls als effektive Unterstützung, während sie Anfang Dezember den Endpunkt einer Gegenbewegung nach oben darstellte. Der Anstieg über diesen gleitenden Durchschnitt war also ein markant bullisches Signal. Aber von Dauer wäre diese Rückeroberung der 200-Tage-Linie nur, wenn Nemetschek beim Wachstum überzeugen kann. Und da war dieses vorläufige 2018er-Ergebnis angetan, bei manchen Zweifel zu wecken, weshalb der gestrige Handelstag für das Papier im Minus endete. Denn die Prognosen hinsichtlich Umsatz und Gewinn wurden zwar minimal übertroffen. Aber für eine positive Überraschung war das zu wenig. Und ein Umsatzanstieg von 17 Prozent und ein Plus beim Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 12 Prozent sind nicht gerade dynamisch. Vor allem nicht bei einer Aktie, die damit ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von über 60 auf Basis der faktisch erzielten Gewinne hat. Das ist im Vergleich zum Gewinnwachstum äußerst hoch.

Damit haben die Bullen jetzt Handlungsbedarf. Sie müssten versuchen, Nemetschek über das Zwischenhoch bei 127,50 Euro, an dem der Kurs gestern erst einmal abprallte, zu heben, um das Momentum der Rallye aufrechtzuerhalten. Gelingt das nicht, würden mit sinkendem Momentum die Zweifel zunehmen und die Bären anlocken. Wobei die Kreuzunterstützung  aus 200-Tage-Linie, 20-Tage-Linie und kurzfristiger Aufwärtstrendlinie zwischen 110 und 114 Euro eine Schlüsselzone wäre. Würde die brechen, hätten die Bären hier schnell einen Fuß in der Tür!

Chart vom 06.02.2019, Kurs 122,50 Euro, Kürzel NEM | LYNX Online Broker

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