Bayer: Ist das wirklich alles?

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Bayer
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Zur Bayer Aktie

Erinnern Sie sich, als die Welt bei Bayer noch in Ordnung war? Die Aktie gehörte bis 2015 für über ein Jahrzehnt zu den Outperformern im Dax.
Wer zum richtigen Zeitpunkt eingestiegen war, konnte sich über mehr als eine Verzehnfachung des Kurses und obendrein noch satte Dividenden freuen.

Dann übernahm Werner Baumann den Chefposten in Leverkusen und setzte das um, was er bereits als CFO wollte: Die Übernahme von Monsanto.
Baumann hatte den Zukauf bereits in seinen Zeiten als Finanzchef mehrfach angestoßen, doch sein Vorgänger auf dem Chefposten hatte in weiser Voraussicht abgewunken.

Seitdem ist viel passiert. Die Bayer von damals ist nicht mehr die Bayer von heute. Um die Übernahme zu finanzieren, hat man die Aktienbasis erheblich verwässert, fast 30 Mrd. Euro an Schulden gemacht und mehrere Töchter verkauft.
Darunter die gutlaufende Tiermedizin-Sparte.

Eingekauft hat man sich im Gegenzug vor allem Probleme. Der Outperformer-Status ist längst dahin.
Bayer hat zwei Drittel an Wert verloren. Unter dem Strich wurden 100 Mrd. Euro an Börsenwert vernichtet.

Unterbewertet

In den meisten Fällen sind Bluechips wie Bayer nach solchen Kursverlusten massiv unterbewertet. Tatsächlich überwiegen auf diesem Niveau sicherlich auch die Chancen.

Was Bayer allerdings operativ abliefert, ist traurig. Lassen wir all die Prozesskosten und laufenden Verfahren in den USA und weltweit mal außen vor.

Man reibt sich ungläubig die Augen, aber Bayer erzielt heute trotz der Mega-Übernahme weniger Umsatz, weniger Cashflow und ein geringeres operatives Ergebnis als davor.
Es ist fast so, als wäre Monsanto verpufft. Nur die Rechtsstreitigkeiten und Schulden sind geblieben.

Es sollte viel mehr möglich sein

In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz um 5,0% und das Ergebnis um 3,6%. Aber was ist das schon?
Im dritten Quartal legte der Umsatz um 15,0% auf 9,78 Mrd. Euro und das Ergebnis um 29,6% auf 1,05 Euro je Aktie zu.

Viel mehr als „wenigstens stimmt die Richtung“ hat man als Bulle nicht vorzuweisen. Vor allem, da es sich um ein bereinigtes Ergebnis handelt.

Der freie Cashflow stagniert weitgehend und das Konzernergebnis aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft lag bei -11,00 Euro je Aktie.
Je genauer man sich die Zahlen anschaut, desto schlechter wird die Stimmung.

Bei vielen anderen Chemie- und Pharmakonzernen läuft es derzeit blendend. In der Chemiebranche kann man sich vor Aufträgen teilweise nicht retten. Und die Nachfrage im Pharmasektor ist durch Corona auch sehr gut.

Wenn man das bedenkt, erscheinen die jüngsten Quartalszahlen auch in keinem besseren Licht.
Natürlich hinkt der Vergleich, aber nehmen wir als Beispiel die ehemalige Kunststoffsparte von Bayer. Covestro hat einen Umsatzsprung von 50% und eine Vervielfachung des Gewinns gemeldet. Und als Anleger hat man ja die Wahl…

Die Bayer Aktie reagiert trotzdem mit einem kleinen Kursplus von 2,54% auf 51,66 Euro. Ein wirklicher Durchbruch ist das aber nicht. Bayer muss sehr viel mehr abliefern, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Frischer Wind

Vielleicht würden dem Konzern ein bisschen frischer Wind und neue Ideen guttun. Dass Baumann bis heute auf seinem Posten sitzt, obwohl er zwischenzeitlich nicht mal von der Hauptversammlung entlastet wurde, spricht Bände.
Ein einmaliger Fall, denn kein anderer amtierender Chef eines Dax-Konzerns wurde jemals zuvor nicht entlastet.

Langfristig ist trotzdem Kurspotenzial vorhanden. Bayer könnte dereinst, wenn all die Klagen und Abschreibungen erst vom Tisch sind, 4-5 Euro je Aktie verdienen. Dann wird der Kurs sicher deutlich höher sein.

Chart vom 09.11.2021 Kurs: 51,66 Kürzel: BAYN - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 09.11.2021 Kurs: 51,66 Kürzel: BAYN – Wochenkerzen

Aus technischer Sich besteht gewisse Hoffnung. Es wäre möglich, dass Bayer endlich den Boden gefunden hat.
Mit dem Anstieg über 50,00 Euro ist es sogar zu einem Kaufsignal mit einem denkbaren Kursziel bei 57,00 Euro gekommen.
Darüber würde sich das Chartbild zunehmend aufhellen.

Bis man den mehrjährigen Abwärtstrend hinter sich lassen kann, ist es allerdings noch ein weiter Weg.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzte Handelswoche sah noch überaus vielversprechend aus. Die Bayer-Aktie konnte erstmals seit Monaten ein höheres Hoch kreieren und die 50-Tage-Linie konnte mit viel Elan nach oben durchbrochen werden. Soweit so gut, doch es fehlten in Folge die Anschlusskäufe.

Die Ausbruchskerze vom 11. Oktober wurde nur zweit Tage später wieder negiert – was für eine Niederlage. Zudem konnten die Bullen gerade in den letzten Tagen, als der DAX regelrecht durch die Decke ging, absolut keine Stärke zeigen. Die Vorgaben für die kommenden Wochen sind alles andere als gut.

Expertenmeinung: Fehlausbrüche sind häufig ein Signal für starke Bewegungen in die Gegenrichtung. Der DAX geht gerade durch die Decke, aber wenn die Bayer Aktie nicht einmal in diesem positiven Umfeld steigen kann, wann dann? Nun droht erneut der Abverkauf Richtung Süden.

Im längerfristigen Chart sieht die Gegenbewegung der letzten Wochen nun eher wie eine bärische Konsolidierung aus. Sollte die im Chart eingezeichnete Trendlinie nun nach unten gebrochen werden, sieht die Lage aus technischer Sicht wieder relativ düster aus. Anleger, die hier auf dem falschen Fuß erwischt wurden, sollten sich schon mal Gedanken über eine Absicherung machen.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 18.10.2021 Kurs: 46.61 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Über Monate hinweg haben wir dem deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen nur bärische Aussichten mit auf den Weg gegeben und jetzt scheint es an der Zeit, dies zu ändern, denn im gestrigen Handel sorgte die Bayer-Aktie für eine entscheidende Trendwende.

Die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs ist endlich gebrochen und Aktionäre haben das Signal erhalten, worauf sie so lange gewartet haben. Sowohl das Pivot-Hoch von Anfang als auch Ende September konnten überboten werden und damit einhergehend auch erstmals seit Mai dieses Jahres die 50-Tage-Linie. Die Vorzeichen für einen Befreiungsschlag nach oben stehen richtig gut.  

Expertenmeinung: Wir heben unsere Aussichten von bärisch auf neutral an. Zu euphorisch wollen wir dennoch nicht werden, denn ein einziger Tag macht bekanntlich noch keinen neuen Trend. Das höhere Tief der vorigen Woche deutet aber auf nachhaltig erhöhten Kaufdruck hin und zumindest eine Zwischenrallye könnte sich ausgehen – vielleicht ja auch mehr. Nun müssen die Bullen dranbleiben und es bedarf dringend ein paar Anschlusskäufe. Wichtig ist auch, dass das letzte Zwischentief bei 45.73 EUR nicht mehr nach unten gebrochen wird.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 11.10.2021 Kurs: 48.68 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach den heftigen Abverkäufen in den letzten Monaten kam es beim deutschen Chemie- und Pharmakonzern in den letzten Wochen zumindest wieder zu einer Erholungsbewegung. Die Bayer-Aktie näherte sich erneut der fallenden 50-Tage-Linie, welche die bärische Gesamtlage als mittelfristiger Tendindikator mehr als treffend anzeigt.

Doch wie bereits im Juni und Juli dieses Jahres bissen sich die Bullen an dieser Hürde die Zähne aus. Der Indikator scheint weiterhin unüberwindbar zu sein und die Kurse drehten schnell wieder nach unten ab. Im gestrigen Handel wurde zudem das Tief der vorigen Woche gebrochen und liefert somit erneut ein vorläufiges Verkaufssignal.

Expertenmeinung: Vorerst sehen nach wie vor kein Licht am Ende des Tunnels und der Abwärtstrend bleibt weiterhin stark und robust. Seit Juli dieses Jahres haben wir unsere Analysen stetig auf der bärischen Seite belassen und aktuell gibt es auch keinen Grund, hiervon abzulassen. Doch was könnte den Trend stoppen? Die Aktie bräuchte ein höheres Tief und in Folge ein höheres Hoch. So einfach wäre es. Somit können sich interessierte Anleger ganz auf das Hoch der vorigen Woche konzentrieren. Erst mit dem Bruch der Marke von 47.85 EUR wäre mit einer Rückkehr der Bullen zu rechnen. Alles unterhalb dieses Niveaus bleibt jedoch fest in den Händen der Bären.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 05.10.2021 Kurs: 46.14 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Wenn einmal ein Trend begonnen hat, dann ist es überaus schwierig, diesen zu brechen. Nicht umsonst kennen Börsianer den Spruch „the trend is your friend“. Wenn einmal die Lokomotive in eine bestimmte Richtung läuft, ist es unglaublich schwer, diese zu bremsen. So mussten Anleger der Bayer-Aktie die letzten Monate zusehen, wie die Kurse stetig in den Keller rasselten. Seit Anfang Juli warnen wir vor weiter fallenden Notierungen und unsere Warnungen kamen dem Trend entsprechend auch zum richtigen Zeitpunkt. Zwar konnte sich die Aktie im August über Wochen hinweg etwas stabilisieren, doch nun wurde auch diese vermeintliche Bodenbildung recht deutlich nach unten verlassen. Das sieht alles andere als gut aus.

Expertenmeinung: Stellt sich somit die Frage, wohin die Reise nun gehen wird. Hierbei werden wir im längerfristigen Chart fündig. Im Oktober des vorigen Jahres findet sich eine wichtige Unterstützung, welche knapp unter der Marke von 40 EUR gebildet wurde. Dies scheint wohl die nächste Zielmarke der Bären zu sein. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Lokomotive eventuell hier etwas bremsen lässt. Je steiler die Aktie in Richtung dieses vermeintlichen Bodens fallen würde, umso höher die Chancen, dass dieser hält. Vorerst heißt es also weiter Daumen drücken, aber einen Kauf sehen wir auf aktuellen Niveaus noch nicht.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 09.09.2021 Kurs: 45.57 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX


Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die negativen Nachrichten rund um die Glyphosat-Problematik wollen einfach nicht abreißen. Jedes Mal, wenn die Bayer-Aktie sich längerfristig zu erholen scheint, bekommen Anleger wieder einen auf den Deckel. So könnte man das Kursgeschehen der letzten Monate treffend zusammenfassen.

Nachdem im Mai der Ausbruch über die Marke von 56 EUR gelang und klare Kaufsignale am Tisch waren, endete die Aufwärtsbewegung abrupt. Seither haben die Bären wieder ihre Finger im Spiel und wir sehen eine klare Folge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Jegliche Versuche sich vom bärischen Trend abzuwenden, scheiterten die letzten Monate über am 50-Tage-Durchschnitt. Anleger hatten zumindest gute Chancen, sich bei Stärkephasen von der Aktie zu trennen. Zuletzt ging es dann im freien Fall Richtung Süden. Aktuell befindet sich Bayer in einer klar überverkauften Phase und hier noch das Handtuch zu werfen, ist wohl keine gute Idee.

Expertenmeinung: Wenn Verkäufe nicht mehr empfehlenswert sind, kann man dann schon zugreifen und kaufen? Jein. Grundsätzlich kommt es nach überverkauften Phasen meist zu starken Gegenbewegungen nach oben, doch hier braucht man Geduld, denn ohne ein Kaufsignal, kann das Wagnis ins fallende Messer zu greifen, mit großen Verlusten enden. Ja, die aktuelle Situation ist durchaus interessant, aber von Kaufsignalen sind wir aktuell noch weit entfernt. Zuerst müsste die große rote Kerze von voriger Woche größtenteils negiert werden. Schlusskurse oberhalb der Ebene von 48 EUR würden andeuten, dass die Bären ihre Kraft verlieren. Darunter ist es noch zu früh, um hier bullisch zu werden.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 10.08.2021 Kurs: 47.29 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX