Bayer Aktie Prognose Bayer: Hürde gerissen … und jetzt?

News: Aktuelle Analyse der Bayer Aktie

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Die am Dienstag vorgelegte Quartalsbilanz des Bayer-Konzerns war gut ausgefallen – aber offenbar nicht gut genug. Die Aktie wurde kräftig verkauft und drehte dadurch genau dort nach unten, wo sie hätte ausbrechen sollen. Aber ist die Sache für die Bullen damit schon verloren?

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Eigentlich gab es am Ergebnis wenig zu mäkeln. Der Umsatz stieg gegenüber dem dritten Quartal 2021 um 15 Prozent, mehr als seitens der Analysten im Schnitt prognostiziert. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag um 17 Prozent höher, die Gewinnmargen konnten also bis zum September trotz des schwierigen Umfelds gehalten werden. Auch das EBITDA übertraf die Prognosen. Nur der Nettogewinn nicht, der lag bei 546 Millionen Euro, mit 603 Millionen hatten die Experten im Schnitt gerechnet.

Der unter den Erwartungen gebliebene Nettogewinn ließe sich negativ werten. Und mit 1,13 Euro Gewinn pro Aktie lag Bayer in dieser Berechnung nur auf Höhe der Prognosen und zudem „nur“ 7,6 Prozent über dem Vorjahr. Außerdem lag das Umsatzwachstum vor allem wegen der Vorteile eines starken US-Dollars um die 12 Prozent. Währungsbereinigt stieg der Umsatz nur um 5,7 Prozent. Und noch etwas dürfte manchem Trader die Lust genommen haben, nach dem wochenlangen Anstieg zu versuchen, die mittelfristig entscheidende Widerstandszone zu attackieren:

Das Thema Glyphosat ist immer noch nicht vom Tisch. Die Zahl der noch aktiven Glyphosat-Klagen liegt um die 41.000, ist damit zuletzt sogar etwas gestiegen. Zwar kommunizierte Bayer, dass man für das laufende Jahr mit Zahlungen aus solchen Klagen in Höhe von etwa zwei Milliarden rechne, da hatte man zuvor 2,5 Milliarden avisiert. Aber es wurde klar: Dieses durch die Monsanto-Übernahme „geerbte“ Problem wird noch lange die Gewinne dämpfen. Und so ging es mit der Aktie am Dienstag in die – aus Sicht der Bullen – falsche Richtung.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Bayer Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Seit Anfang Oktober war der Kurs mit nur kurzen Unterbrechungen wie auf Schienen gestiegen. Aber die Widerstandszone, die einer Rückkehr in die obere Hälfte der diesjährigen Handelsspanne im Weg steht, war eben noch nicht in Angriff genommen worden. Das hätten Käufe als Reaktion auf die Quartalsbilanz erledigen sollen – und die fielen flach.

Es geht um die seit Februar mehrfach von beiden Seiten getestete Zone 55/56 Euro sowie um die knapp darüber, bei aktuell 56,70 Euro, verlaufende 200-Tage-Linie. Würde der Bayer-Kurs dort durchstoßen, wäre erst einmal Luft nach oben. Das scheint jetzt vom Tisch zu sein … es sei denn, der Support aus kurzfristiger Aufwärtstrendlinie und 20-Tage-Linie, in den Bayer am Dienstag zurücksetzte, hält. Selbst ein kurzer Ausflug darunter würde die Bullen noch nicht völlig aus dem Spiel nehmen, denn solange die Aktie nicht nennenswert unter den Level des Zwischentiefs vom August/September um 50 Euro rutscht, könnte man sich immer noch einen zweiten Anlauf nach oben vorstellen, aus dem dann sogar eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation werden könnte. Aber sollte man darauf setzen? Besser nicht.

Das Eisen sollten besser andere aus dem Feuer holen, denn wenn Quartalszahlen ihr Potenzial als Einstiegsmotivation verfehlen, hat das bullische Lager danach einen ungleich schwereren Stand. Schlusskurse über der 200-Tage-Linie wären ein klares, markant bullisches Signal, alles, was sich darunter abspielt, signalisiert: Besser noch liegen lassen!

Bayer-Aktie: Chart vom 08.11.2022, Kurs 51,70 Euro, Kürzel BAYN | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Bayer Aktie

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Chemie- und Pharmakonzern wurde dieser Tage an der Börse wieder ordentlich durchgereicht. Doch wo ist der nächste mögliche Boden für die Kurse und wie weit kann die Bayer-Aktie noch fallen?

Aktuell haben wir es mit einem hartnäckigen und beständigen Abwärtstrend zu tun. Die Folge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs ist seit Monaten ungebrochen und die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen seit Juni dieses Jahres unentwegt nach unten. Dies ist ein überaus besorgniserregendes Szenario. Zwei Rallye-Versuche gab es zumindest, einen Anfang August und einen Mitte September. Doch beide Male ließ der Kaufdruck an der 50-Tage-Linie nach. Danach waren wieder die Bären am Zug.

Expertenmeinung: Erst beim Blick auf den Wochenchart werden wir bezüglich möglicher Böden fündig. Hierzu müssen wir bis zum Dezember 2021 zurückgehen, um das nächste wichtige Pivot-Tief zu finden. Dieses wurde bei 43.90 EUR gebildet und dürfte wohl die nächste Anlaufstation der Bayer-Aktie werden.

Da sich die Kurse derzeit recht steil dieser Ebene nähern, könnten sich mitunter gute Kaufgelegenheiten ergeben. Doch zuerst sollten Anleger warten, ob die Bullen in der Nähe dieses Terrains wirklich aktiv werden. Erst wenn die Kurse beginnen nach oben zu drehen, kann der ein oder andere Trade platziert werden. Vorläufig heißt es aber noch abwarten.

Aussicht: BÄRISCH

Bayer Aktie: Chart vom 10.10.2022 Kurs: 47.635 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zusammen mit dem deutschen Aktienmarkt geht es mit dem Chemie- und Pharmakonzern die letzten Wochen über stetig Richtung Süden. Selbst die Zwischenrallye der Bayer Aktie von Juli auf August konnte keine nachhaltige Trendwende erzeugen – ganz im Gegenteil.

Der August sorgte für einen weiteren heftigen Kursrutsch und somit für den Beginn einer neuen bärischen Trendphase, aus welcher sich der Titel bislang nicht befreien konnte. Das letzte Pivot-Hoch bei rund 55 EUR wurde zwar im September einmal attackiert, doch den Bullen ging schnell die Luft aus und derzeit sieht es eher danach aus, als ob wir bald wieder neue Tiefs sehen würden. Auch die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen seit Monaten nachhaltig nach unten und unterstreichen den vorherrschenden Tenor.

Expertenmeinung: Aber sieht die Lage auch aus langfristiger Sicht derart bescheiden aus? Vorerst nicht, denn Bayer gehört nach wie vor zu den wenigen Gewinnern im DAX für das aktuelle Jahr.

Mittelfristig zeigt der Trend allerdings Richtung Süden und die nächste größere Unterstützung findet sich beim Tief von März. Hier bildete sich ein Pivot-Tief bei 48.67 EUR. Dies könnte mitunter die Lage wieder zum Besseren wenden, sofern die Bullen nicht vielleicht schon vorher wieder den Kaufdruck erhöhen. Aktuell sehe ich noch kein Licht am Ende des Tunnels, aber zumindest die Talfahrt könnte bald gestoppt werden.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 21.09.2022 Kurs: 52.15 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX
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Seit Wochen ringt die Bayer-Aktie um eine mittelfristig extrem wichtige Unterstützungszone. Gestern hätte sie diese mit dem Rückenwind guter Quartalszahlen nach oben verlassen können. Aber die Bullen haben diese Chance vertan. Geht es jetzt nach unten durch?

Hatte man da womöglich mehr erwartet? Die Ergebnisse, die der Pharmakonzern für das Frühjahrsquartal vorlegte, waren eigentlich passabel, zumal besser als erwartet. Umsatz über der Prognose und knapp 18 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen ebenso besser als erwartet und satte 30 Prozent mehr als vor einem Jahr. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr bei Umsatz, Marge und Gewinn leicht angehoben. Das einzige, das stören konnte, ja eigentlich auch musste:

Netto entstand ein Verlust von knapp 300 Millionen Euro. Weniger als die dramatischen 2,34 Milliarden Minus, die im zweiten Quartal 2021 angefallen waren, aber doch unerfreulich. Wo ist das Geld zwischen dem EBITDA-Milliardengewinn und der Netto-Berechnung abgeblieben? Es verschwand dort, wo zugleich auch gute Umsätze entstehen und hohe Preise verlangt werden können: Im Agrarbereich, sprich im Bereich CropScience. Eine massive Wertminderung und wieder mal Rückstellungen für eventuelle Schadenersatzforderungen durch Produkte der übernommenen US-Firma Monsanto zehrten den Gewinn auf. Gut möglich, dass das der entscheidende Pferdefuß war.

Expertenmeinung: Teuer bewertet ist Bayer nämlich nicht, so dass man nicht unbedingt noch bessere Quartalszahlen und 2022er-Ausblicke gebraucht hätte, um die Aktie von dieser so wichtigen Chartzone wegzubekommen, um die sie mit dem gestrigen Minus eben auch weiterhin noch zu kämpfen hat. Für 2022 käme man momentan auf ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 11. Das war in früheren Jahren schon deutlich höher. Und eine Dividendenrendite um die vier Prozent wäre ebenfalls ein Argument, um zuzugreifen.

Aber man bekam in den vergangenen Jahren als Anleger den Eindruck, dass Bayers Situation einfach nicht klar durchschaubar ist, der Konzern wirkt extrem komplex und die aktuelle Lage dadurch schwer einschätzbar. Allerdings würden viele da wohl darüber hinwegsehen, würde die Aktie zumindest auf charttechnischer Ebene ein klar positives Signal liefern. Und das ist jetzt vertan?

Nein, noch nicht. Aber wenn, müssten sich die Bullen jetzt umgehend an den Befreiungsschlag machen. Denn es ist definitiv keine gute Vorlage, dass die Aktie am Donnerstag im Plus eröffnet, dann aber im Minus geschlossen hat und dadurch weiter im Bereich der mittelfristig entscheidenden Unterstützungszone zwischen 55 und 56,50 Euro hängengeblieben ist. Ein Bereich, der aus der 200-Tage-Linie und der im Dezember 2021 etablierten Aufwärtstrendlinie besteht und durch Zwischenhochs vom Februar ergänzt wird. Negativ ist zudem, dass die Aktie ausgerechnet an einem Ende Juli entstandenen Zwischenhoch abgedreht hat, dessen Überwinden den Weg nach oben freigemacht hätte. Aber erst, wenn diese Zone eindeutig gebrochen wurde, indem die Bayer-Aktie unter 54 Euro schließt, wäre die Sache für die Bullen verloren. Dann aber womöglich dramatisch, denn Schlusskurse unter 54 Euro würden auch bedeuten, dass das große Doppeltopp, das sich im bisherigen Jahresverlauf ausgebildet hat, vollendet wäre.

Bayer-Aktie: Chart vom 04.08.2022, Kurs 57,28 Euro, Kürzel BAYN | Online Broker LYNX

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Wenn man nur wüsste, wie Herbst und Winter laufen werden! Aber man weiß es eben nicht. Dieser untypisch hohe Level an Unsicherheit bedingt, dass die Anleger bei Bayer einfach nicht wissen, wie sie mit der Aktie jetzt umgehen sollen. Aber eine Entscheidung muss jetzt fallen!

Bayers Ergebnisse des ersten Quartals waren beeindruckend gut. Die Aktie war im Mai bereits auf dem Weg, ihre positive Performance des laufenden Jahres zu verlieren, als diese Bilanz die Käufer zurückholte. Aber, Sie sehen es im Chart: Vorgehalten hat es nicht. Das darauffolgende Hoch lag leicht unter dem Jahres-Verlaufshoch vom April. Ein Doppeltopp droht. Eines, dessen Nackenlinie auch noch mit der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie auf engstem Raum zusammen liegt und damit eine absolute Schlüsselzone bildet. Eine Zone, auch das sehen wir im Chartbild, gerade heiß umkämpft ist.

Vielleicht meldet Bayer ja vorab Rahmendaten zum zweiten Quartal im Vorfeld des eigentlichen Bilanztermins (4.8.), die als Entscheidungshilfe dienen können. Aber davon mal abgesehen, dass das tückische an Vorab-Meldungen ist, dass niemand weiß, ob und wann sie kommen, ist ja auch völlig offen, wie sie ausfallen werden. Dass das Ergebnis des zweiten Quartals nicht so grandios wie das des ersten, aber doch gut genug ausfallen wird, um zu verhindern, dass man die Aktie fallen lässt wie einen Stein, ist dabei zwar wahrscheinlich … aber nicht sicher. Und:

Expertenmeinung: Letzten Endes kommt es ja weniger auf das an, was war, sondern auf das, was kommt. Wie sich der Pharmakonzern hinsichtlich der unsicheren Energieversorgung, den weiterhin instabilen Lieferketten, den zurückhaltenden Verbrauchern und den gestiegenen Materialkosten gegenüber aufgestellt sieht und ob der Bereich CropSciene weiterhin die Fahre starker Margen hoch hält. Bevor diese Zahlen zum zweiten Quartal und mit ihnen ein aktualisierter Ausblick auf dem Tisch liegen, weiß man das eben nicht. Aber die charttechnische Entscheidung, die ist jetzt angesagt. Wie kann man da vorgehen?

Es ist gut möglich, dass sich sehr viele Akteure aufgrund der Tatsache, dass man jetzt noch nicht weiß, was man für eine Entscheidung über Kauf oder Verkauf besser wissen sollte, einfach darauf reduzieren, eine subjektive Meinung zu bilden und nach dieser zu handeln. Doch dieser „Strategie“ sollte man sich besser nicht anschließen. Besser wäre abzuwarten, welche Seite die Oberhand gewinnt und dadurch imstande ist, die Bayer-Aktie in „ihre“ Richtung von dieser Schlüsselzone aus Doppeltopp-Nackenlinie, 200-Tage-Linie und mittelfristigem Aufwärtstrend im Bereich 55/56 Euro zu lösen.

Wobei man da ein wenig Spielraum lassen sollte, denn Sie sehen ja, dass ein nur leichtes unterbieten dieser Zone nicht ausgereicht hat, um den Widerstand der Bullen zu brechen. Als Anhalt könnte man auf der Unterseite einen relativ klar unter dem jüngsten Verlaufstief liegenden Schlusskurs unter 53,50 Euro sehen. Damit wäre die Wahrscheinlichkeit dann relativ hoch, dass das Pendel zu Gunsten der Bären ausgeschlagen hat. Auf der Oberseite müsste man mit Blick auf die kurzfristige, aktuell bei 59 Euro verlaufende Abwärtstrendlinie mehr sehen: Diese Linie sollte auf jeden Fall auf Schlusskursbasis überboten sein, bevor man sich überlegen könnte, hier wieder auf der Long-Seite aktiv zu werden.

Bayer-Aktie: Chart vom 18.07.2022, Kurs 55,43 Euro, Kürzel BAYN | Online Broker LYNX
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Ein „bullish engulfing pattern“ am Montag erweckte den Eindruck, die Bayer-Aktie werde wieder richtig durchstarten. Aber die Käufe stockten zu früh … und jetzt kommt erneut Druck auf, der das Risiko deutlich erhöht, dass die Aktie eine Schlüsselzone durchbrechen könnte.

Bayer ist, zumindest noch, diejenige Aktie, die unter den 40 DAX-Titeln im bisherigen Jahressaldo 2022 am besten dasteht. Doch die Telekom-Aktie, noch auf Platz 2, holt auf. Was andeutet, dass die Anleger in Richtung der zweiten Halbzeit 2022 noch mehr auf defensive Aktien setzen, weil ihnen schwant, dass die Rahmenbedingungen wohl kaum besser, leicht aber noch viel unerfreulicher werden könnten. Und das kann auch den monatelangen Höhenflug der Bayer-Aktie beenden.

Denn Bayer hat zwar im ersten Quartal herausragende Ergebnisse abgeliefert. Aber wie lange bleiben die noch stark? Anfang des Jahres war zu erwarten, dass große Konzerne die gestiegenen Energie- und Transportkosten noch abfedern können. Aber die Reichweite von vorab zu günstigeren Preisen gesichertem Material und Energie ist begrenzt. Auf der anderen Seite wird die Nachfrage wackliger. Vielleicht noch nicht im wichtigen Bereich CropScience mit seinen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Aber selbst dort stellt sich die Frage: Wie lange ist da noch Wachstum möglich? Wie lange lassen sich Preise durchsetzen, die die gestiegenen Kosten überkompensieren? Es scheint, die Anleger beginnen sich hier, bei Bayer, diese Frage zu stellen. Und dass der Konzern diese Woche bereits mit dem zweiten Versuch abgeblitzt ist, eine Schadenersatzzahlung wegen der Glyphosat-Folgen in den USA über eine Berufung abzuwenden, macht die Stimmung nicht besser.

Expertenmeinung: Und so konnte sich das „bullish engulfing pattern“, diese grüne Kerze des Montags, die die rote des Freitags komplett einhüllte und damit ein bullisches Signal generierte, nicht entfalten. Am Dienstag kamen zwar noch moderate Anschlusskäufe, gestern aber fiel die Aktie zurück und landete auf Platz 2 der größten Tagesverlierer im DAX.

Damit rückt die mittelfristig entscheidende Schlüsselzone, bestehend aus Februar-Hoch, Mai-Tief, mittelfristiger Aufwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie, im Bereich zwischen 54,44 und 55,74 Euro gelegen, wieder in das unmittelbare Blickfeld der Trader. Und nicht nur sie. Denn würde diese Zone fallen, wäre damit ein großes Doppeltopp vollendet. Das, wenn es seine bärische Wirkung entfalten würde, Bayer mit Schwung aus dem vorderen Bereich der DAX-Performer werfen würde.

Die Bayer-Aktie müsste schnell über 63 Euro hinauskommen, die kurzfristige Abwärtstrendlinie und die 20-Tage-Linie dadurch überwinden, um aus dieser kritischen Situation herauszukommen. Aber wenn die Käufer nach einem „bullish engulfing pattern“ nicht zurückkommen, wann dann? Die Möglichkeit, dass sich hier eine hoch spannende Chance auf einen mittelfristigen Short-Trade ergibt, indem der Kurs unter 54 Euro fällt und damit diese Toppbildung besiegelt, ist mit dem gestrigen, schwachen Handelstag deutlich gestiegen.

Chart vom 29.06.2022, Kurs 57,62 Euro, Kürzel BAYN | Online Broker LYNX