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Expedia Aktie Prognose Expedia: Die Lage hat sich um 180 Grad gedreht

News: Aktuelle Analyse der Expedia Aktie

In diesem Artikel
Expedia
ISIN: US30212P3038
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Ticker: EXPE -,-- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Expedia Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Noch vor wenigen Wochen schien die Rallye von Expedia unaufhaltsam. Dann folgte ein abrupter Kursrutsch. Reißleine ziehen?

Was ist hier los?

Im letzten Artikel zu Expedia hatte ich die Frage erörtert, ob man Gewinne mitnehmen sollte (Expedia: Kursfeuerwerk. Jetzt Gewinne mitnehmen?). Das Timing wäre nicht ganz verkehrt gewesen, denn seitdem ist der Kurs von 268 auf 213 USD gefallen.

Inzwischen stellt sich die gegenteilige Frage. Ist langsam der Zeitpunkt gekommen, um zuzuschlagen?
Schaut man sich die operativen Kennzahlen an, fragt man sich, warum die Aktie überhaupt gefallen ist. Über die Bewertung einer Aktie lässt sich immer streiten, aber greifbare Gründe für den Abverkauf sucht man vergeblich.

Seit der letzten Analyse gab es kaum Neuigkeiten zu Expedia. Damals hatte das Unternehmen gerade Quartalszahlen vorgelegt, die überzeugen konnten. Anschließend kam es zu etlichen Upgrades durch Banken und Researchhäuser.

Da der Kurs in den letzten Wochen gesunken ist, folgten die üblichen Kursziel-Senkungen. All das folgt aus meiner Sicht immer demselben Muster. Nachdem die Kurse gestiegen sind, werden Kursziele erhöht – und nachdem sie gefallen sind, werden sie gesenkt.

Doch darum soll es heute nicht gehen. Abseits von Ratings gab es schlichtweg keine nennenswerten Neuigkeiten. Zumindest bis vergangene Woche, als Expedia die Zahlen zum Schlussquartal präsentiert hat.

Rekordjahr und Quartal

Der Gewinn lag mit 3,78 USD je Aktie über den Erwartungen von 3,46 USD. Mit einem Umsatz von 3,55 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 3,38 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 11 % und einem Gewinnanstieg um 58 %. Das operative Ergebnis hat sich von 216 auf 420 Mio. USD nahezu verdoppelt.

Die Zahl der gebuchten Nächte konnte im Geschäftsjahr 2025 um 8 % gesteigert werden. Ebenso wie der Umsatz, der um 8 % auf 14,73 Mrd. USD kletterte.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 42 % auf 1,87 Mrd. USD und das Ergebnis um 31 % auf 15,86 USD je Aktie.
Der freie Cashflow konnte um 34 % auf 3,11 Mrd. USD gesteigert werden.

Das dürfte sich in ähnlicher Weise fortsetzen. Für das erste Quartal stellt Expedia ein Umsatzplus von 11 – 13 % und eine zunehmende Profitabilität in Aussicht. Die bereinigte EBITDA-Marge soll um 3 – 4 % steigen. Im letzten Geschäftsjahr lag sie bei etwa 24 %.
Eine Steigerung um 3 – 4 % wäre demnach substanziell.

Ausblick

Für das gesamte Geschäftsjahr zeigt sich Expedia etwas zurückhaltender. Der Umsatz soll um 6 – 9 % steigen, bei einer gleichzeitigen Steigerung der bereinigten EBITDA-Marge um 1,00 – 1,25 %.

Hinzu kommen die laufenden Aktienrückkäufe. In den letzten 12 Monaten hat Expedia für 1,7 Mrd. USD eigene Aktien eingezogen, wodurch die Zahl der ausstehenden Papiere von 137,9 auf 131,9 Millionen Stück gesunken ist.

Die Barmittelbestände sind in dieser Zeit dennoch von 5,57 auf 6,97 Mrd. USD gestiegen. Gleichzeitig wurden die langfristigen Schulden von 5,22 auf 4,47 Mrd. USD reduziert.

Den Konsensschätzungen zufolge wird der Gewinn im laufenden Geschäftsjahr (2026) um 22 % auf 19,38 USD je Aktie steigen. Expedia kommt demnach auf eine forward P/E von 11.

Expedia Works Aktie: Chart vom 17.02.2026, Kurs: 212,67 USD - Kürzel: EXPE | Online Broker LYNX
Expedia Works Aktie: Chart vom 17.02.2026, Kurs: 212,67 USD – Kürzel: EXPE | Quelle: TWS

Expedia ist zum Ausgangspunkt der letzten Rallyebewegung zurückgekommen und hat die zwischenzeitlich angefallenen Kursgewinne wieder negiert.
Gelingt jetzt eine Stabilisierung nahe der Unterstützung bei 204 USD, könnte das eine Erholung in Richtung 225 – 228 oder 247 – 250 USD einleiten.

Fällt Expedia jedoch unter 204 USD, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur bis 190 oder 178 USD gerechnet werden. Theoretisch könnte auch der Aufwärtstrend nahe der Unterstützung bei 156 USD angesteuert werden.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.02.2026 um 12:34 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Mehr als 13.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Ausgezeichnete Preise. Ausgezeichneter Service. Mein Broker ist LYNX.

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Vorherige Analysen der Expedia Aktie

11.11.2025
11:14 Uhr

Expedia: Kursfeuerwerk. Jetzt Gewinne mitnehmen? — Tobias Krieg

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 11.11.2025 um 10:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Expedia überrascht selbst seine größten Fans. Zunehmende Wachstumsdynamik, steigende Margen, Boom im B2B-Segment.

Globales Ökosystem für jede Reise

Expedia ist einer der weltweit führenden Online-Reiseanbieter und betreibt ein vielfältiges Portfolio an Plattformen, darunter Expedia.com, Hotels.com, Vrbo, Orbitz und Trivago.

Das Kerngeschäft von Expedia ist die Online-Buchung von Reisen. Einnahmen erzielt das Unternehmen vor allem durch Provisionen von Hotels, Fluggesellschaften und Mietwagenanbietern sowie durch Werbedienstleistungen auf seinen Plattformen. Besonders stark ist das Unternehmen im Bereich Hotelbuchungen und Ferienwohnungen.

Das Besondere an Expedia ist die Breite seines Ökosystems. Durch die Kombination verschiedener Marken, Zielgruppen und Buchungskanäle gelingt es dem Unternehmen, unterschiedliche Marktsegmente abzudecken.

Eine Erfolgsbilanz

Expedia gehört gemeinsam mit Booking Holdings zu den dominierenden Akteuren im globalen Online-Reisemarkt. Während Booking in Europa stärker ist, hält Expedia vor allem in Nordamerika eine führende Position. Der weltweite Marktanteil von Expedia wird auf rund 15 bis 20 Prozent geschätzt, abhängig vom Segment.

Seit 2019 konnte der Umsatz von 12,07 auf 13,69 Mrd. USD gesteigert werden. Den Einbruch im Jahr 2020 hat das Unternehmen gut weggesteckt. Expedia hat die Krise für sich genutzt und den Konzern gestrafft.

Im letzten Artikel zur Aktie bin ich ausführlich auf dieses Thema eingegangen:
Expedia: Glanzleistung oder letztes Aufbäumen?

Expedia konnte die operative Marge in dieser Zeit von etwa 8 % auf über 12 % massiv steigern.
Das Ergebnis erreichte bereits 2022 ein neues Rekordniveau und hat sich bis 2024 noch einmal fast verdoppelt.

Daher hatte ich mich in dieser Zeit unzählige Male positiv zur Aktie geäußert, bereits bei Kursen von unter 100 USD und zuletzt bei einem Kurs von 195 USD.

Bazinga

Wenn man einer Aktie optimistisch gegenübersteht, sollten einen selbst starke Ergebnisse eigentlich nicht überraschen. Aber Expedia gelingt es immer wieder, selbst überzeugte Optimisten aufs Neue zu beeindrucken.

Das ist auch im jüngsten Quartal wieder gelungen. Der Gewinn lag in Q3 mit 7,57 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 7,20 USD. Mit einem Umsatz von 4,41 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 4,30 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 9 % und einem Gewinnsprung um 23 %.

Die Zahl der gebuchten Nächte konnte um 11 % gesteigert werden. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 36 % und der Gewinn nach GAAP sogar um 45 %.

Darüber hinaus laufen weiterhin Buybacks, wodurch die Zahl der ausstehenden Aktien auf Jahressicht von 131,8 auf 127,1 Millionen Stück reduziert werden konnte.

Wachstumsdynamik zieht an

Besonders gut läuft es im B2B-Geschäft. Die Wachstumsdynamik in diesem Bereich ist auf das höchste Niveau seit mehr als drei Jahren gestiegen. Laut dem CEO konnte das B2B-Geschäft 17 Quartale in Folge zweistellig wachsen und verzeichnete zuletzt ein Umsatzplus von 26 %.

Darüber hinaus wurde die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von einem Anstieg um 3–5 % auf 6–7 % erhöht. Die EBITDA-Marge soll um 2 % statt um 1 % steigen.

In Kombination mit den Aktienrückkäufen dürfte das zu einem Gewinnsprung um 27 % auf 15,38 USD je Aktie führen.
Expedia kommt demnach auf eine forward P/E von 17,4.

Expedia Aktie: Chart vom 10.11.2025, Kurs: 268 USD - Kürzel: EXPE | Online Broker LYNX
Expedia Aktie: Chart vom 10.11.2025, Kurs: 268 USD – Kürzel: EXPE | Quelle: TWS

Sollte der Gewinn im kommenden Jahr wie erwartet um 15 % auf 17,70 USD je Aktie steigen, würde die P/E auf 15,1 sinken.
Es kommt nicht häufig vor, aber Expedia ist selbst jetzt am Allzeithoch und nach dem Kurssprung der letzten Tage noch attraktiv bewertet.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.