Infineon Aktie Prognose Infineon inmitten einer Korrektur, aber…

News: Aktuelle Analyse der Infineon Aktie

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Infineon
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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur Infineon Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Erstmals in diesem Jahr konnten Technologieaktien nachhaltig steigen. Vor allem Chiphersteller profitierten dieser Tage enorm von der positiven Stimmung, denn es war gerade diese Branche, welche im letzten Halbjahr ordentlich unter die Räder kam.

Auch die Infineon-Aktie musste 2022 ordentlich Federn lassen, profitierte zuletzt aber ebenfalls vom bullischen Tenor. Die Kurse konnten sich wieder positiv in Szene setzen und zwei schöne Impulswellen starten. Angekommen am Pivot-Hoch von Ende Mai haben sich einige Anleger entschlossen, ihre Schäfchen vorerst ins Trockene zu bringen. Die Kurse befinden sich seit Anfang der Woche wieder im Rückwärtsgang.  

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Infineon Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Wichtig war in den letzten Wochen vor allem die Rückeroberung des Bereichs bei 25 EUR. Hier hat sich von März bis Mai ein solider Support gebildet, welcher im Juni nach unten gebrochen wurde. Die Bären hatten hierdurch leichtes Spiel. Da diese Barriere wieder zurückerobert wurde, ist das Halten dieser umso wichtiger.

Gleichzeitig sehen wir, dass sich hier auch die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 befinden. Wenn die Bullen also die Aufwärtsbewegung weiter aufrecht erhalten wollen, dann sollte Infineon exakt hier wieder beginnen, Stärke zu zeigen. Gleichzeitig könnte ein Wendepunkt auf diesem Niveau eine neue Kaufgelegenheit darstellen. Nun wird sich zeigen, wie stark diese Rallye wirklich ist.  

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 09.08.2022 Kurs: 26.13 Kürzel: IFX | Online Broker LYNX
Top Flop Aktien – Übersicht der Gewinner und Verlierer

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Vorherige Analysen der Infineon Aktie

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Bis Ende 2021 lief die Infineon-Aktie auf sagenhafte Levels, weil der Chipmangel den Eindruck erweckte, die Chiphersteller könnten ihre Gewinne nahezu unbegrenzt steigern. Dann folgte der große Einbruch. Doch jetzt greift die Aktie erneut nach den Sternen: Geht das gut?

Am Mittwoch kamen Quartalsergebnisse von Infineon – und fielen überzeugend aus. Der Umsatz stieg um knapp zehn Prozent, der Gewinn operativ knapp elf, nach Steuern um zehn Prozent. Was bedeutet, dass die gestiegenen Kosten durch höhere Verkaufspreise kompensiert werden können. Allerdings: Die Ende letzten Jahres erwartete Umsatzexplosion ist das ja nicht gerade. Wie auch, immerhin arbeiten fast alle Chiphersteller längst unter Volllast. Und neue Produktionsanlagen kann man nicht in wenigen Monaten aus dem Boden stampfen.

Dementsprechend klein fiel die Anhebung der Umsatzprognose für das am 30.9. endende Gesamt-Geschäftsjahr aus: Infineon rechnet jetzt mit 14,0 statt wie zuvor 13,5 Milliarden Euro Umsatz, wobei ein Drittel der Anhebung aus Währungsvorteilen durch den gestiegenen US-Dollar resultiert. Dass die Anleger diese Zahlen insgesamt trotzdem positiv sahen, ist zwar verständlich, nicht zuletzt durch die wiedererweckte Goldgräberstimmung des Gesamtmarkts, die besonders emotional ausfällt, weil sie gegen die Rahmenbedingungen läuft. Aber wie weit kann das die Aktie noch tragen?

Expertenmeinung: Diese Frage stellt sich vor allem deshalb, weil man im Vorfeld ja durchaus nicht den Kopf eingezogen und Schlimmes seitens der Bilanz befürchtet hatte. Sie sehen im Chart, dass die Infineon-Aktie schon seit vier Wochen kräftig zulegt, dabei eine kleine, umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollendet und eine massive Widerstandszone bezwungen hat. All das passierte vor der Bilanzvorlage – und schon da war der Kurs aus markttechnischer Sicht überkauft.

Jetzt ist die Aktie mit dem Rückendwind dieser Bilanz bereits dorthin vorgedrungen, wo man im Vorfeld das Kursziel dieser in der Spitze über 40 Prozent ausmachenden Rallye verortet hätte: an der Widerstandszone im Bereich 29/30 Euro, die, und das ist wie wichtigere Hürde, momentan durch die übergeordnete, im November 2021 begonnene Abwärtstrendlinie verstärkt wird.

Momentan kochen die Emotionen hoch. Wer gehofft und gebangt hatte, der Aktienmarkt möge doch einfach wieder schnell nach oben laufen und eigene Verluste damit „reparieren“, sieht jetzt eine Chance, massiv zuzukaufen. Das ist zwar nüchtern betrachtet mindestens waghalsig, aber solche Phasen können … müssen nie … eine ziemliche Zeit vorhalten. Wenn der Gesamtmarkt weiter zulegt, kann auch Infineon die nächste Stufe zünden und diese Zone 29/30 Euro überwinden. Aber dass die Aktie gestern bei Erreichen dieses Bereichs auf Abgaben traf und damit klar unter Tageshoch schloss, sollte klar machen:

Es wäre sinnvoll einzukalkulieren, dass sich diese weit gelaufene Aufwärtsbewegung, die auf gute, aber nicht umwerfende Bilanzzahlen traf, jetzt erschöpft haben könnte. Sollte der Kurs die jetzt wieder als Support fungierende Zone 25,20/26,15 Euro durchbrechen und damit mehr zeigen als einen Rücksetzer, wäre es wahrscheinlich, dass die Rallye vorbei ist und sich das Bären-Lager Infineon wieder vorknöpfen wird.

Infineon-Aktie: Chart vom 04.08.2022, Kurs 28,53 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zu Beginn des Jahres haben wir die Kursziele auf den deutschen Halbleiterkonzern nach unten revidiert. Die anvisierten Bereiche von 30 bis 32 EUR konnten längst erreicht werden und bislang lief der Titel nach Regieplan. Nach dem Absturz scheint sich die Infineon-Aktie mittlerweile etwas stabilisiert zu haben. Das im März erreichte Tief bei 25.68 EUR wurde im Mai abermals getestet und die Bullen zeigten reges Interesse. Doch der ganz große Trendbruch ist noch nicht erfolgt, denn der Widerstand knapp oberhalb der Ebene von 29 EUR konnte bislang noch nicht überwunden werden. Hier wird sich wohl der weitere Trend entscheiden.    

Expertenmeinung: Ein Breakout nach oben würde nicht nur frische Kaufsignale mit sich bringen. Gleichzeitig würde auch der bärische Gesamttrend in eine neutrale Kaufphase übergeleitet werden. Ob dies gelingen wird, ist jedoch fraglich. Gleichzeitig müssen Anleger auch mit der Gefahr leben, dass die erwähnte Unterstützung ein weiteres Mal getestet werden könnte. Eine weitere Berührung würde wiederum die Wahrscheinlichkeit eines Bruchs nach unten erhöhen. Die kommenden Tage werden ungemein wichtig und werden über den weiteren Verlauf der Aktie entscheiden.   

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 19.05.2022 Kurs 27.72 Kürzel: IFX | Online Broker LYNX

An den Drei Monats-Ergebnissen des Chipherstellers Infineon gab es nichts zu mäkeln. Und der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021/2022 wurde sogar leicht angehoben. Trotzdem wurde die Aktie gestern nach den Bilanzzahlen verkauft … die Bodenbildung droht zu scheitern.

Im zweiten Quartal des am 30.9. endenden Geschäftsjahres 2021/2022 hat Infineon knapp 22 Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahresquartal, damit kam diese Zahl leicht über der durchschnittlichen Analystenprognose herein. Der Nettogewinn schlug die Prognose (445 Millionen Euro) mit 469 Millionen Euro ebenfalls, aber deutlich. Ein Jahr zuvor hatte der Gewinn bei 203 Millionen gelegen. Das waren dramatische Gewinnsteigerungen. Und während es in anderen Branchen Gewinnwarnungen hagelt, hob der Chiphersteller seine Prognose leicht an:

Statt der bisherigen, ohnehin schon angehobenen Umsatzerwartung von 12,5 – 13,5 Milliarden Euro sieht Infineon jetzt 13,0 – 14,0 Milliarden (2020/2021: 11,07 Milliarden). Die Gewinnmarge soll „größer als 22 Prozent“ sein, bislang lag der Ausblick bei „etwa 22 Prozent“. Diese Marge hatte 2020/2021 bei 18,7 Prozent gelegen. Also: Der Gewinn wird in diesem Geschäftsjahr 2021/2022 deutlich steigen. Die Aktie tat es nach Vorlage der Zahlen jedoch nicht, wie wir im Chart sehen.

Expertenmeinung: Statt begeistert zuzugreifen, weil hier ein Unternehmen in einem äußerst problematischen Gesamtumfeld solide steigende Gewinne avisiert, wurde verkauft. Die Aktie landete auf Platz 3 in der DAX-Verliererliste des Montags und droht, die Unterstützungszone 25,68/26,11 Euro zu brechen, die sich aus den Tiefs vom März und April zusammensetzt. Das wirkt unlogisch und ist es eigentlich auch, aber nur auf der kurzfristigen Ebene.

Denn nachdem viele Marktteilnehmer angesichts einer sich sukzessiv verdüsternden Perspektive nicht nach vorne blickten, sondern das angenehmere „Ist“ für ihre Entscheidungen in den Vordergrund stellten, hat sich das mit dem Abstieg der Aktienmärkte deutlich geändert. Jetzt sieht man die dunklen Wolken und ist offenbar schon so weit, da dann auch noch den einen oder anderen Blitz oder Donner hinzuzudichten. Es kann durchaus sein, dass man überzogen pessimistisch ist, wenn man unterstellt, dass sich das derzeit noch hervorragende Bild, das Umsatz und Gewinne bei Infineon abgeben, in den kommenden Monaten stark ins Negative verkehren wird. Aber solange dieser neue Pessimismus noch an Intensität gewinnt, wäre es verwegen, sich dem entgegenzustellen. Was bedeutet:

Solange die Infineon-Aktie nicht mindestens über 29,70 Euro schließt und dadurch nicht nur die kurzfristige Seitwärtsspanne, sondern auch die aus dem Januar stammende, steilere der beiden aktuellen Abwärtstrendlinien überwindet, bleiben die Bären dominant. Solange solche Belege einer sich wieder deutlich aufhellenden Sicht der Dinge ausbleiben, kann der ohnehin am Montag schon marginal unterbotene Boden im Bereich 25,68/26,11 Euro jederzeit signifikant brechen und die Aktie noch einmal ein paar Euro tiefer schicken. Dass die Bewertung dann schon nicht mehr normal, sondern günstig wäre, mag sein … aber ebenso, wie man bei vielen Aktien bis zum Herbst nach oben überzogen hatte, kann das jetzt auf der Unterseite anstehen, daher: Bevor Infineon keine bullischen Signale im Chartbild abliefert, bleibt diese Aktie trotz guter Bilanzzahlen ein „fallendes Messer“.

Infineon-Aktie: Chart vom 09.05.2022, Kurs 25,645 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX

Infineon hatte in der Vorwoche auf einer langfristig immens wichtigen Unterstützungszone aufgesetzt und nach oben gedreht. Das ist die Chance für die Aufwärtswende – aber eben nur eine Chance. Was muss aus Sicht der Bullen jetzt gelingen, was darf nicht schiefgehen?

Wird der immense Nachfrage-Überhang für Chips in sich zusammenbrechen, wenn die Ukraine-Krise und höhere Zinsen eine Rezession auslösen? Oder kommt die Weltwirtschaft darum herum? Wie sieht es mit den Herstellungskosten für die Chipindustrie aus, drücken die die Margen oder nicht? Die Antworten auf diese Fragen werden die Trendrichtung der Infineon-Aktie maßgeblich bestimmen. Aber noch stehen diese Antworten eben aus.

Die aktuellsten Ergebnisse des Chipherstellers sind die des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2021/2022 (Oktober bis Dezember), die am 10. Februar auf den Tisch kamen. Die waren stark, keine Frage. Umsatz +20 Prozent, Nettogewinn +78 Prozent, beides über den Erwartungen der Analysten. Aber seither hat sich eben vieles verändert.

Der da für das Gesamt-Geschäftsjahr 2021/2022 mitgelieferte Ausblick eines Umsatzanstiegs in der Range zwischen 13 und 22 Prozent und einer Segmentergebnis-Marge von 22 Prozent steht jetzt in Frage. Und angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Perspektive weltweit könnte wohl auch Infineon selbst derzeit nicht absehen, wie sich die kommenden Monate darstellen werden. Wie geht man als Trader mit dieser Situation um?

Expertenmeinung: Solange unklar ist, ob die kommenden Monate Margen und Gewinn bei Infineon drücken werden oder nicht … und wenn ja, von welchen Dimensionen man da reden würde … ist die Charttechnik die einzig taugliche Basis für Dispositionen. Dabei muss man immer im Hinterkopf behalten, dass überraschende Wendungen der Rahmenbedingungen oder neue Aussagen seitens des Unternehmens starke und blitzschnelle Reaktionen auslösen würden. Reaktionen, die normalerweise grundsolide und von den meisten Tradern als Ankerpunkt angesehene Chartmarken überrennen können, so dass man hier, egal, ob auf der Long- oder der Short-Seite, auf keinen Fall unlimitiert und ohne Stoppkurse agieren sollte.

Was die derzeitige Situation angeht, stellt die Verteidigung der bis in die Jahre 2017/2018 zurückreichenden Unterstützungszone bei 25,50 zu 25,76 Euro eine Chance dar, dass der Abverkauf zunächst beendet wäre, zumal der rasante Abstieg der Aktie im Vorfeld dazu geführt hat, dass der RSI-Indikator sogar auf Wochenbasis überverkauft ist, was selten vorkommt. Hinzu kommt, dass knapp unterhalb dieser Supportzone die 1.000-Tage-Linie bei derzeit 24,85 Euro eine zusätzliche Unterstützung bildet. Aber:

Die Perspektive für den Gesamtmarkt und für Infineon selbst sind eben völlig offen … und bullisch wäre die Aktie erst, wenn von der jetzt gehaltenen Auffangzone aus die Rückeroberung der Widerstandszone 29,79/31,62 Euro gelänge. Alles, was sich unterhalb dieses Bereichs abspielt, kann leicht auch nur eine Gegenreaktion in einem bislang noch intakten Abwärtstrend sein. Sich im Fall von Long-Positionen mit einem Stoppkurs knapp unterhalb dieser im Chart dunkelblau gehaltenen 1.000 Tage-Linie abzusichern, wäre daher unbedingt ratsam.

Chart vom 11.03.2022, Kurs 27,78 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX

Im Herbst war die Infineon-Aktie markttechnisch klar überkauft und zugleich mit Blick auf den Gewinn des Geschäftsjahres 2020/2021 überbewertet. Aber jetzt sehen wir ein weit tieferes Kursniveau und die Prognose von in 2021/2022 deutlich steigenden Unternehmensgewinnen.

Es sprach nichts mehr dafür, aber eine Menge dagegen, im Herbst eine Infineon-Aktie zu knapp 44 Euro zu kaufen. Aber jetzt spricht wenig dagegen, aber weit mehr dafür, bei wenig über 30 Euro über den Einstieg nachzudenken. Nach der Korrektur der letzten Monate wurde aus einer überkauften eine sogar auf Wochenbasis beinahe überverkaufte markttechnische Konstellation. Und seither kamen Bilanzdaten nebst einem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr, die dazu führen, dass die vorherige Überbewertung gleich an zwei Enden zusammengestaucht wurde: durch einen niedrigeren Aktienkurs und eine höhere Gewinnperspektive.

Der Chiphersteller legte am 3. Februar das Ergebnis des 1. Quartals des immer bis zum 30.9. laufenden Geschäftsjahres vor. Ob Umsatz oder Gewinn, die Analystenprognosen wurden klar übertroffen, die Vorjahresergebnisse ohnehin. Und die Zahlen waren gut genug, um auch die Gesamtprognose für das Geschäftsjahr 2021/2022 anzuheben. Statt zuvor 12,2 bis 13,3 Milliarden Euro Umsatz sieht Infineon jetzt 12,5 bis 13,5 Milliarden. Das ist nicht die Welt, aber diese leichte Erhöhung wird bedeutsam, weil zugleich auch die Prognose für die Gewinnmarge von 21 auf 22 Prozent nach oben genommen wurde.

Expertenmeinung: Zusammengenommen würde Infineon damit weit mehr als alles verdienen, was in den vergangenen Jahren erreicht wurde. Und auch, wenn die Aktie langfristig gesehen trotz dieser bereits herben Korrektur deutlich über den Hochs der Vorjahre notiert: Von der Bewertung her wäre Infineon damit jetzt nicht mehr zu hoch bewertet, rutscht langsam sogar in die Region „günstig“.

Infineon-Aktie: Tages-Chart vom 18.02.2022, Kurs 31,31 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX

Hinzu kommt, dass der Kurs jetzt die unteren Wendemarken seit Anfang 2021 erreicht hat, die im Bereich 29,80 zu 31,60 Euro eine recht solide Unterstützung bieten würden. Und trotzdem ginge man im Moment noch ein nicht ganz kleines Risiko ein, wenn man unmittelbar zugreifen wollte, aus zwei Gründen:

Erstens bewegt sich die Aktie ja weiterhin in einem intakten Abwärtsimpuls, von einer Rückkehr der Bullen sieht man bislang noch nichts. Und diese Zone 29,80/31,60 Euro ist auch die Nackenlinien-Zone eines potenziellen, großen Topps, das, würde es vollendet, den Weg in Richtung der aus den Hochs 2017 und 2018 bei 24,65/25,750 Euro bestehenden Supportzone freigeben würde. Dass die Infineon-Aktie, würde sie dorthin abrutschen, schon fast „billig“ wäre, mag zwar sein. Aber dennoch wäre es nicht auszuschließen, dass es zu einem Test dieser Zone kommt. Denn wer derzeit hier Short ist, führt den zweiten Grund zur Vorsicht an:

Noch kommt Infineon vor lauter Aufträgen nicht hinterher, die immense Nachfrage befeuert auch die Gewinnmarge. Aber was, wenn dieser Nachfrageüberhang abgearbeitet wurde und das Wachstum, womöglich alleine wegen steigender Zinsen, unter Druck kommt? Dann würden Umsatz und Marge bei Infineon schnell fallen. Und käme es so, wäre diese Aktie selbst um 25 Euro nicht mehr günstig.

Ob es wirklich so kommt, ist zwar offen. Aber solange zu viele Akteure das befürchten, muss die derzeit angelaufene Unterstützungszone eben nicht halten. Wenn, sollte man daher zumindest kurzfristig relevante, bullische Signale abwarten, die z.B. durch das Überwinden der kurzfristigen Abwärtstrendlinie und der parallel dazu laufenden 20-Tage-Linie bei aktuell 34,20 Euro gegeben wären, bevor man hier erste, behutsame Kauf erwägt, die man dann zudem mit einem konsequenten Stoppkurs unter der momentan im Feuer stehenden Unterstützungszone 29,80/31,60 Euro absichern sollte.

Infineon-Aktie: Wochen-Chart vom 18.02.2022, Kurs 31,31 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX