Infineon Aktie aktuell Infineon: Zeit zum Aufladen?

News: Aktuelle Analyse der Infineon Aktie

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Infineon
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur Infineon Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits im Februar hatten wir unsere Aussichten für die Aktie des deutschen Chiphersteller in unserer Analyse mit bullisch bewertet. Die Kurse haben seither stetig zugelegt und auch der Aufwärtstrend der Aktie bleibt durch die Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs intakt. Lediglich der Abverkauf unter den 50-Tage-Durchschnitt machte es Anlegern Anfang März nicht gerade einfach. Doch die Kursschwäche konnte schnell wieder aufgekauft werden.

Wichtig hierbei war, dass das Pivot-Tief von Januar bei 31.03 EUR nicht verletzt wurde. Alles in allem eine schöne Aufwärtsbewegung. Zuletzt haben die Kurse erneut am bisherigen Allzeithoch gekratzt, doch war der jüngste Kursanstieg wohl zu verlockend, um bei neuen Hochs die Gewinne der letzten Wochen mitzunehmen. Aktuell bildet sich gerade eine kleine Zwischenkorrektur.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Infineon Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Gerade diese Zwischenkorrektur könnte eine erneute attraktive Einstiegschance liefern. Wichtig ist jetzt, dass vor allem die 50-Tage-Linie nicht deutlich nach unten verletzt wird. Kurse im Bereich des gleitenden Durchschnitts könnten die Bullen wieder motivieren, den Kaufdruck zu erhöhen. Das Risiko wäre bei einer Umkehr nach oben gut begrenzbar. Sollte sich der Erfolgslauf der Aktie weiter fortsetzen, dann wäre das Setup derzeit ähnlich attraktiv, wie zuletzt Ende Januar. Auch damals wurde die Schwäche gekauft und Infineon Aktie legte wenige Tage später deutlich an Wert zu. Wir belassen unserer Bewertung von Infineon vorläufig auf der bullischen Seite.  

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 12.04.2021 Kurs: 35.18 Kürzel: IFX | Online Broker LYNX
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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Infineon Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Mai des vorigen Jahres haben wir der Infineon-Aktie konstant positive Prognosen mit auf den Weg gegeben. Die Kurse haben sich mittlerweile mehr als verdoppelt und die Rallye scheint noch nicht vorüber zu sein. Seit mehr als einem halben Jahr sehen wir hier einen beispiellosen Aufwärtstrend, welcher wie ein Chart in einem Bilderbuch eine schier unglaubliche Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs bildet. Kein einziges Mal wurde diese Serie unterbrochen und wir erkennen recht eindrucksvoll einmal wieder die Kraft intakter Trends. Diese halten länger, als dass sie gebrochen werden. Auch zum aktuellen Zeitpunkt können wir eine klare Aussage treffen. Solange sich die Aktie über dem letzten Pivot-Tief bei rund 31 EUR halten kann, bleiben die Bullen am Ball und diktieren das Geschehen.

Expertenmeinung: Auch zum jetzigen Zeitpunkt geben wir dem Wertpapier bullische Aussichten mit auf den Weg. Es gibt keine Anzeichen einer Überhitzung und die Kurse stehen kurz vor einem weiteren möglichen Ausbruch. Knapp unter der Marke von 36 USD hat sich ein Widerstand gebildet, welcher weder im Januar noch im Februar gebrochen werden konnte. Die Stimmung an der Börse ist gut und zuletzt konnten an der Wall Street besonders Halbleiterunternehmen ordentlich anziehen. Dieser positive Tenor könnte sich auch positiv auf Infineon auswirken, weshalb wir noch im Laufe dieser Woche einen Breakout bekommen könnten. Das Gesamtbild sieht also weiterhin sehr bullisch aus.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 12.02.2021 Kurs: 35.56 Kürzel: IFX | Online Broker LYNX

Das Bilanzergebnis mit kräftigem Zuwachs zum Vorjahr und über den Prognosen, dazu eine angehobene Prognose für das gesamte Geschäftsjahr: Wer hätte da etwas anderes vermutet als einen immensen Kurssprung der Infineon-Aktie? Doch am Ende des Tages schloss das Papier 0,65 Prozent im Minus. Wie kann das angehen?

Die Ergebnisse, die der Chiphersteller vorlegte, waren in der Tat beeindruckend. Dachte man noch im vergangenen Frühjahr, dass der Gewinne von Unternehmen konjunktursensibler Branchen lotrecht in den Keller rauschen müssten, zeigte sich im Verlauf des Jahres 2020, dass dieser Kelch an den Chipherstellern vorbeigehen würde. Und das bestätigte sich in diesen Ergebnissen des ersten Quartals des bei Infineon immer am 1. Oktober beginnenden Geschäftsjahres erneut:

Der Umsatz lag gut fünf, der Nettogewinn sogar 134 Prozent über dem Vorquartal, die Marge stieg deutlich von 15,2 auf 18,6 Prozent. All das lag zugleich höher als im Schnitt seitens der Analysten erwartet. Für das Gesamt-Geschäftsjahr sieht Infineon jetzt einen Umsatz von 10,8 Milliarden Euro (bisher 10,5 Milliarden) und eine um ein Prozent höhere Marge (17,5 nach 16,5 Prozent) als in der bisherigen Prognose. Doch was die Analysten erwarteten, muss nicht zwingend dasselbe sein, was sich die Anleger erwartet, oder besser erhofft hatten.

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Expertenmeinung: Mit steigenden Kursen pflegt auch die Erwartungshaltung vieler Marktteilnehmer zuzunehmen. Was nicht unbedingt logisch ist, aber von einer stark steigenden Aktie erwarten manche eben Wunderdinge, gerade weil sie schon so weit gelaufen ist. Und Sie sehen es ja im Chart: In dieser Hinsicht könnte man Infineon in einem Lehrbuch abbilden. Von März 2020 bis Januar 2021 ist der Kurs von 10 auf über 35 Euro gelaufen. Das ist das höchste Kursniveau seit fast 20 Jahren, als damals die Internetblase platzte. Nach einem solchen Sturmlauf weit über die Hochs der letzten Jahre hinaus schwebt der Finger locker über der Verkaufstaste, zumal:

Dass die Prognosen der Experten überboten wurden, ist gut und schön, entscheidend ist aber, was man insgeheim erwartete, die sogenannten „whisper numbers“ (Flüster-Schätzungen). Es kann sehr gut sein, dass diese Zahlen für viele nicht stark genug waren, um nach einem derartigen Anstieg neu einzusteigen bzw. zuzukaufen. Und wenn eine erste, klare Reaktion ausbleibt, gehen viele Akteure davon aus, dass die „whisper numbers“ höher waren und halten sich ebenso bedeckt. Aber muss das die Aktie ausbremsen?

Das wiederum nicht unbedingt, denn immerhin kam es nicht zu nennenswerten Verkäufen. Mit einem Test der unteren Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals bei aktuell 29 Euro muss man zwar jederzeit rechnen, so stark, wie die Aktie gelaufen ist. Aber erst, wenn dieser Trend tatsächlich gebrochen würde, wäre die Party für die Bullen vorbei. Und das zeichnet sich nach diesem eher moderaten Minus als Reaktion auf das Zahlenwerk noch nicht ab.

Chart vom 04.02.2021, Kurs 33,61 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX

Ein Plus von über 50 Prozent bei einem Chiphersteller, während die Weltwirtschaft den schnellsten und schärfsten Konjunktureinbruch aller Zeiten verdauen muss, das wirkt absurd. Aber dass Infineon zu den Top-Gewinnern 2020 im DAX gehört, hat durchaus eine Grundlage: Das Unternehmen ist weit besser durch die Krise gekommen als man es anfänglich allgemein dachte.

Allerdings bedeutet „besser als gedacht“ nicht, dass der Aktienkurs auf ewig weiter steigen könnte. Die Aktie ist durch diese Rallye seit März von der Bewertung her schlicht teuer. Selbst, wenn der Kurs in den kommenden zwei Jahren wie festgenagelt auf dem derzeitigen Niveau bleiben würde, müsste auch in zwei Jahren noch mit kräftigem Gewinnwachstum zu rechnen sein, um das jetzt für das Ende des am 1. Oktober begonnenen Geschäftsjahrs bei knapp 33 liegende Kurs/Gewinn-Verhältnis zu rechtfertigen. Sicher, das könnte ja auch so kommen, weil Infineon gestärkt aus der Krise herauskommt und mit höherer Rentabilität alte Rekordgewinne übertrifft. Aber es ist gewagt, das einfach vorauszusetzen, zumal:

Expertenmeinung: Die Aktie hat mittlerweile die Hochs der letzten Jahre weit überboten. Genauer gesagt notiert Infineon jetzt so hoch wie seit Juni 2001 nicht mehr, als der Kurs damals im Zuge der platzenden „Dot.Com“-Blase von 83 Euro Mitte 2000 auf 4,48 Euro im Oktober 2002 durchgereicht wurde. Und was die Aktie damals wie ein Blitz traf, kann sich wiederholen: Infineon gehört zu den sogenannten „Fahrstuhl-Aktien“: Senkrecht und schnell hoch, aber ebenso auch wieder runter. Der Grund liegt in der enormen Konjunktursensibilität. Wenn die Konjunktur brummt, steigen die Gewinnmargen und der Umsatz rasant, kippt das Wachstum und gehen Investitionen und Konsum in die Knie, bricht alles ebenso schnell ein.

Das war auch 2020 der Fall, nur blieb diese Phase eine kurze. Im am 30.9. beendeten Geschäftsjahr 2019/2020 hatte Infineon durchaus weit weniger verdient, nur zogen Umsatz und Gewinn schon im Sommerquartal wieder an und man ist zuversichtlich, schnell wieder die alte Dynamik zu erreichen … und idealerweise zu überbieten. Ob das aber wirklich so kommt, ist nicht sicher vorhersagbar, daher sollte man als Trader besser vorsichtig agieren, zumal der Chart andeutet, dass da erst einmal das Ende der Fahnenstange erreicht sein könnte.

Sie sehen, dass Infineon das obere Ende eines leicht keilförmigen Aufwärtstrendkanals erreicht hat. Zugleich dürfte die Aktie durch den jetzt anstehenden Jahresultimo als Top-Gewinner besonders gesucht gewesen sein … und sie ist, was die Markttechnik angeht, überkauft. Da würde es sich anbieten, nicht mehr ohne Fallschirm in Form eines konsequenten Stoppkurses unterwegs zu sein, für den sich derzeit ein Level knapp unter 30 Euro und damit unterhalb der doppelten Unterstützung in Form der November-Aufwärtstrendlinie und der 20-Tage-Linie anbieten würde.

Chart vom 29.12.2020, Kurs 31,43 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Übertreibungen sind selten von langer Dauer und bereits Mitte Oktober hatte ich in den Live Streams von LYNX davor gewarnt, dass der eher parabolische Ansatz der Kurse bei Infineon wohl nicht mehr allzu lange anhalten wird. Der Bruch des Supports bei rund 27 EUR entlud einiges an Energie und zahlreiche Anleger suchten innerhalb kürzester Zeit das Weite. Die Aktie verlor zwar schnell und heftig an Wert, doch angesichts des Anstieges, welcher im Vorfeld stattgefunden hatte, sahen wir hier eine völlig normale Korrektur. Dennoch war ein guter Einstieg recht schwierig. Der 50-Tage-Durchschnitt konnte dieses Mal nicht wie gewohnt gehalten werden. Erst die Negierung der großen roten Kerze vom 28. Oktober brachte die Bullen wieder zurück ins Spiel.

Expertenmeinung: Nach wie vor sehen wir hier eine Folge von höheren Tiefs, weshalb sich die Aktie noch immer in einer bullischen Gesamtphase befindet. Gleichzeitig baut sich seit einigen Tagen knapp über der Marke von 27 EUR ein klarer Widerstand auf. Besonders die Konsolidierung unter der Widerstandslinie macht die Aktie derzeit so interessant. Es sieht stark danach aus, als ob die Bullen hier schon bald einen Ausbruchsversuch wagen werden. Dieser könnte die Aktie schnell auf neue Jahreshochs befördern. Denkbar wäre sogar ein Kursziel im Bereich von 30 EUR. Ein kleines Weihnachtsgeschenk für Aktionäre? Noch ist nichts in Stein gemeißelt, aber der Chart sieht verheißungsvoll aus.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 18.11.2020 Kurs: 26.795 Kürzel: IFX | Online Broker LYNX

Die Infineon-Aktie hat mittlerweile den höchsten Stand seit dem Jahr 2001 erreicht und nähert sich einem uralten Widerstandsbereich aus diesem Jahr, der bei 30/31 Euro liegt. Solche weit zurück liegenden Unterstützungen haben keine faktische Relevanz mehr. Aber sie könnten daran erinnern, wie weit die Aktie in den vergangenen Monaten gelaufen ist und bei manchem Anleger die Frage aufwerfen, ob die Rallye fundamental solide unterfüttert ist. Und sieht man sich das genauer an, kommt man zu dem Schluss: das ist sie eher nicht.

Die Zahlen zum bei Infineon am 30.9. endenden, letzten Geschäftsjahresquartal stehen erst am 9. November an. Bis dahin ist das, was man weiß, nicht berauschend. Im Sommerquartal war der Umsatz zum Vorjahr zwar leicht gestiegen, der Gewinn ging aber aufgrund einer scharf von 15,7 auf 10,1 Prozent gedrückten Marge deutlich in die Knie. Und für das gerade erst begonnene, neue Geschäftsjahr 2020/2021 rechnen die Analysten nur damit, dass Infineon mit 0,75 Euro pro Aktie wieder den Gewinnlevel des Geschäftsjahres 2018/2019 erreichen wird. Was hieße: Aktuell läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis für die Aktie um 37. Vorausgesetzt, diese Gewinnprognose träfe ein … und die Aktie würde für ein Jahr nicht weiter zulegen. Denn täte sie es, würde auch das KGV weiter steigen, das schon mit diesen 37 deutlich über den KGVs der letzten Jahre liegt, die in der Region zwischen knapp 20 und 30 zu finden waren. Was würde diese ungewöhnlich teure Bewertung rechtfertigen?

Expertenmeinung: Das ist eben die Frage, für die sich keine schlüssige Antwort findet. Seit dem Platzen der Internet-Blase im Jahr 2000 und der folgenden Baisse stand die Aktie nicht mehr so hoch. Anders ausgedrückt: Alleine auf Basis der Gewinne hatte man bislang noch nie so viel für Infineon bezahlen wollen. Auch im Geschäftsjahr 2017/2018 nicht, als mit 0,95 Euro der bis dato höchste Gewinn pro Aktie erreicht wurde. Um zu rechtfertigen, dass der Kurs jetzt höher notiert, müsste man unterstellen können, dass die Chipindustrie nach den ohnehin starken letzten Jahren (ausgenommen dem laufenden) unmittelbar vor einem erneuten Boom steht. Vor einem Boom, den die Analysten zudem mehrheitlich noch nicht sehen.

Viele Analysten haben zwar seit Anfang Oktober ihre Kursziele angehoben. Aber das wirkt, als würde man da den Kursen hinterherlaufen. Denn neue Nachrichten zur Lage bei Infineon gibt es nicht, der letzte Aufwärtsimpuls war einer, der auf fremdem Mist wuchs. Der Konkurrent STMicroelectronics hatte am 1. Oktober seine Umsatzprognose angehoben. Zu folgern, dass, was der Konkurrenz gelingt, auch Infineon gelingen muss, ist gewagt. Daraus auch noch zu schließen, dass die Marge wieder auf alte Höhen läuft und somit der Gewinn wieder rasant und mehr als bislang erwartet zulegt, ist verwegen. Und dann zu unterstellen, dass das mehr ist als eine Reaktion auf die Lockdown-Phase und sich diese Entwicklung sich nicht nur ein, sondern mehrere Jahre fortsetzt, erst recht.

Aber nur, wenn das gegeben wäre, wäre Infineon jetzt nicht bereits äußerst teuer. Mit Blick auf die alte Widerstandszone 30/31 Euro und die alte Börsenregel, dass es einen oft teuer zu stehen kommt, wenn man noch die allerletzten Prozentpunkte mitnehmen will, würde ich dazu tendieren, auf einem Level, der um die 20 Prozent über dem Prä-Corona-Crash-Hoch vom Februar liegt, dieses Geschenk anzunehmen und bei einem Teil der Position den Gewinn zu sichern.

Chart vom 14.10.2020, Kurs 27,81 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX