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Infineon hatte mehrfach eine wichtige Supportzone verteidigt und auf Höhe der 200-Tage-Linie nach oben gedreht. Es wirkte, als sei der Grundstein für einen neuen Hausse-Impuls gelegt. Doch jetzt ist die Aktie wieder dort, wo sie herkam. Eine klare Ansage des bärischen Lagers.
Waren die großen Erwartungen überzogen, die man gegenüber dem KI-Boom und dem daraus resultierenden, gewaltigen Nachfrageschub nach Halbleitern hegte, als der Hype am größten war? Und wenn ja, wo würde ein angemessenes Level für Aktien des Halbleiter-Sektors wie Infineon liegen? Man ist sich dieser Tage uneins. Aber eines fällt auf:
Während der Infineon-Kurs bereits weit unterhalb des im Juni bei 88,83 Euro markierten Verlaufsrekords notiert, sehen die Analysten die Aktie mehrheitlich im Bereich dieser Hochs und keineswegs nahe der jetzt umkämpften, mittelfristigen Unterstützungen. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt mit momentan 86,74 Euro nahe am Verlaufshoch. 19 von 24 Analysten stufen die Aktie als kaufenswert ein. Und während der Kurs aktuell nahe am tiefsten aller Kursziele (50 Euro) notiert, liegt das höchste aktuelle Kursziel mit 124 Euro sogar meilenweit über dem bisherigen Rekordhoch. Aber so, wie sich die Lage im Augenblick darstellt, ist das für die Bullen kein Rückhalt, sondern ein Problem.
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Expertenmeinung: Denn dieses durchschnittliche Kursziel lag vor einem halben Jahr noch unter 50 Euro. Es ist in den vergangenen Monaten stetig nach oben gewandert, auch nachdem die Aktie selbst bereits abgedreht hatte. Wenn eine Aktie nicht nach oben dreht, obwohl die Analysten immer bullischer werden, zeugt das davon, dass viele Anleger den Experten ihren Optimismus nicht abkaufen. Und da könnten sich viele Akteure zu Recht fragen: Warum sollte sich das auf einmal ändern?
Das könnte sich dann ändern, wenn Infineon absolut überzeugende Ergebnisse für das am 30.9. beendete letzte Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 präsentieren und mit einem starken Ausblick auf das dann angelaufene neue Geschäftsjahr aufwarten würde. Aber diese Ergebnisse stehen erst am 10. November an. Und bis dahin kann viel passieren, wenn man sich das Chartbild so ansieht.
Denn es ist nicht nur das Ignorieren bullischer Kursziele, das deutlich macht, dass die Short-Seller, sprich die Bären, aktuell die besseren Karten in der Hand haben. Wir sehen im Chart, dass dieser Versuch, sich nach oben zu lösen, Anfang dieses Monats an der Widerstandslinie bei 65,45 Euro scheiterte, deren Überwindung die Aktie aus ihrer Trading-Range getragen hätte. Danach ging es zügig abwärts … und damit ist der Kurs derart zeitnah wieder an der Supportzone 53,25/54,00 Euro gelandet, dass dies so manchem bullischen Trader den Schneid abkaufen dürfte. Zumal am Dienstag die mittlerweile leicht über diesem Schlüssel-Support liegende 200-Tage-Linie bereits unterboten wurde, ohne dass nennenswerte Anstalten unternommen wurden, diesen wichtigen gleitenden Durchschnitt als Sprungbrett zu nutzen.

Ob die Aktie jetzt zeitnah nach unten ausbricht und das nächste charttechnische Kursziel bei 48,23 Euro in Angriff nimmt, dürfte man wohl zeitnah sehen. Klar ist indes: In dieser Konstellation wäre der Versuch, an einer Unterstützung, die zuletzt als Basis eines neuen Aufwärtsimpulses versagt hat, erneut die Hand aufzuhalten, riskant. Diesmal müsste man mehr sehen, um über den Long-Einstieg auch nur nachzudenken. Zumindest diese Trading-Range müsste die Aktie mit Schlusskursen über 65,45 Euro dafür unter sich lassen.
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/IFX.DE/analyst-insights/
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 13.10.2026 um 21:37 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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