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Aktuelle Analyse:
Nasdaq 100: Dasselbe Szenario wie zu Jahresbeginn? Keineswegs!

Man könnte beim Blick auf den Kursverlauf des technologielastigen US-Index Nasdaq 100 leicht den Eindruck gewinnen, dass dieses so volatile vierte Quartal dem ersten Quartal 2018 sehr ähnlich ist. Und zu dem Schluss kommen, dass sich diese kräftigen Schwankungen am Ende ebenso auflösen werden wie damals: In zwei Quartale mit per Saldo kräftig zulegenden Kursen. Es stimmt schon, ein oberflächlicher Blick zeigt Ähnlichkeiten. Aber wer genauer hinsieht, erkennt:

Chart vom 13.12.2018, Kurs 6.767.97 Punkte, Kürzel NDX | LYNX Online Broker

Es finden sich einige ganz entscheidende Unterschiede. Unterschiede, die die Chance, dass sich diese Achterbahnfahrt zu Gunsten der Bullen auflöst, deutlich reduzieren. So spielte sich das volatile erste Quartal oberhalb der Mitte 2016 etablierten Aufwärtstrendlinie ab. Die derzeitige Phase hingegen bewegt sich bereits unterhalb dieser Trendlinie. Und nicht nur das, das Ganze spielt sich auch unter der 200-Tage-Linie ab, die im ersten Quartal gleich dreimal auf Distanz gehalten werden konnte. Zu allem Überfluss wurde diese 200-Tage-Linie durch den Abverkauf, der der „G20-Rallye“ folgte, als Widerstand bestätigt.

Diese 200-Tage-Linie wurde zudem gerade zu Monatsbeginn von der 20-Tage-Linie nach unten gekreuzt. Und während die Zwischentiefs und Zwischenhochs im Zuge des turbulenten ersten Quartals jeweils über dem vorherigen lagen, liegen sie jetzt jeweils tiefer, ausgenommen das jüngste, kurzfristige Tief vom Montag.

Chart vom 13.12.2018, Kurs 6.767.97 Punkte, Kürzel NDX | LYNX Online Broker

Beiden Phasen gemein ist, dass die kurzfristigen Wendepunkte sich nicht an vorbestehenden Chartmarken orientieren. Aber das ist der immensen Nervosität am Markt geschuldet, die dazu führt, dass immer mehr Akteure immer riskanter und kurzfristiger agieren, so dass sich die Orientierungspunkte oft in den Intraday-Bereich verlagern. Die Frage stellt sich, ob es denkbar wäre, dass sich das Geschehen einfach mit der Zeit wieder beruhigt, so, wie es im April und Mai gelang, ohne dass es zu einem extremen Impuls in die eine oder andere Richtung käme?

Es ist möglich, aber es ist die weniger wahrscheinliche Variante. Denn gegenüber der Zeit zu Jahresbeginn haben die Investoren erkannt, wie gefährlich die Politik ist, die derzeit in Washington betrieben wird. Man sieht die Auswirkungen des Handelskriegs auch in der eigenen Wirtschaft, sieht Konjunkturdaten, die nicht so grandios ausfallen wie angekündigt und erhofft. Und man sorgt sich, dass steigende Zinsen und die Politik der US-Regierung dazu führen, dass die USA ins Gegenteil dessen schlittern, worauf sie seit Donald Trumps Wahlsieg so massiv gesetzt hatten: Rezession statt jahrelanger Boom.

Gelänge es, den Anlegern diese Sorgen zu nehmen, könnte der Nasdaq 100 wie eine Rakete davonziehen. Gelingt das aber nicht, wäre spätestens mit den Bilanzen des vierten Quartals Ende Januar/Anfang Februar der Bruch des diesjährigen Jahrestiefs bei 6.164 Punkten greifbar. Ein Schlusskurs, der über 7.100 Punkten und damit über der 200-Tage-Linie läge, wäre ein positives Signal. Ein Schlusskurs unterhalb des bisherigen Korrekturtiefs (6.443 Punkte) wäre indes eine Steilvorlage für die Bären. Und innerhalb dieser breiten Spanne bleibt dieser Index mit Blick auf seine fast hysterisch wirkenden Sprünge eine Zone, die man nur mit der nötigen Erfahrung und starken Nerven betreten sollte.

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