Börsenblick

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Indexanalyse:
Nasdaq 100: Konditionsschwäche auf brisantem Niveau

Aktuelle Analyse des NASDAQ 100 Index

Man konnte darauf wetten und bislang kommt es auch so: Ein Index wie der Nasdaq 100 läuft in einem dynamischen Aufwärtstrend, wichtige Charthürden, in diesem Fall sogar die vorherigen Rekordhochs, sind genommen und eine Abrechnung am Terminmarkt naht, also? Also steigen die Kurse immer weiter. Da die großen Akteure an der Terminbörse normalerweise dann ideale Profite erzielen, wenn ein bestehender Trend intensiviert wird und die Notierungen dabei aus der vorherigen Handelsspanne herauslaufen, war es sehr wahrscheinlich, dass der technologielastige Nasdaq 100 auf Rekordniveau in diese übermorgen anstehende Abrechnung gehen soll. Was auch so kommen kann, aber langsam scheinen dem bullischen Lager Kondition, Geld, Motivation oder alles zugleich auszugehen.

Zu Monatsbeginn kam es noch zwei Handelstage lang zu kräftigen Käufen, durch die sich der Index deutlicher von dem zuvor in einem Rücksetzer verteidigten, alten Rekordhoch aus dem Juli (8.027 Punkte) abzusetzen vermochte. Aber schon am zweiten Tag dieses bullischen Starts in den November blieben die Anschlusskäufe aus. Und seither belebt sich das Geschehen nicht. Solange es klappt, das erreichte Niveau zu halten, dürften die großen Trader am Terminmarkt trotzdem zufrieden sein. Doch auch wenn das gelingt, könnten danach einige Marktteilnehmer intensiver als jetzt, wo sie sich des „Zugpferds Terminbörse“ sicher wähnen, darüber nachdenken, ob da nicht womöglich mehr Luft nach unten als nach oben existiert. Denn man könnte den Index gleich in mehrfacher Hinsicht als vorerst ausgereizt ansehen.

Expertenmeinung: Die Saison der Quartalsbilanzen ist vorbei, von dieser Seite kommen erst einmal keine neuen Impulse. Die US-Konjunkturdaten können insgesamt nicht überzeugen, sind aber im Gegenzug auch nicht derart schwach, dass man den Hebel umlegen und sich darauf versteifen könnte, dass weitere Leitzinssenkungen die Wende bringen werden. Und in Sachen China tut sich einfach nichts. Gerade gestern hielt Donald Trump eine lange Rede von dem Economic Club of New York, die nichts anderes war als eine endlose Aneinanderreihung von Gemeinplätzen, Drohungen und Altbekanntem. Die Hoffnung, dass im Zuge dieser Rede wenigstens ein wenig Konkretes zum Termin der Unterzeichnung der ersten „Phase“ einer Einigung mit China zu hören wäre, wurde enttäuscht. Und manch einer dürfte sich gefragt haben, ob da nichts kommt, weil es gar nichts zu verkünden gibt.

Wäre das Umfeld von greifbaren, positiven Nachrichten durchzogen, würden sich die Akteure wohl um chart- und markttechnische Aspekte wenig scheren. Aber wenn die Dynamik spürbar nachlässt, bleiben Blicke auf die Charts nicht aus. Und da findet sich eine Situation, in der viele normalerweise erst einmal ihre Long-Gewinne mitnehmen würden. Der Nasdaq 100 ist an die obere Begrenzung einer großen Keilformation herangelaufen. Der Versuch, diese nach oben zu durchbrechen, ist bislang nicht von Erfolg gekrönt, zugleich hat der Relative Stärke-Indikator (RSI) die überkaufte Zone von 70 erreicht, wie Sie unten im Chart eingeblendet sehen. Im Vorfeld der Trump-Rede hatte man versucht, sich nach oben abzusetzen, die Attacke aber mangels motivierender Aussagen abgebrochen. Das Risiko einer auch größeren Korrektur nimmt zu, zumal jetzt auch noch die super-steile Aufwärtstrendlinie von Anfang Oktober auf dem aktuellen Kursniveau angekommen ist. In einer solchen Situation über Gewinnmitnahmen auf der Long-Seite nachzudenken, wäre sicher kein Fehler. Spätestens aber, wenn der Nasdaq 100 das vorherige Rekordhoch bei 8.027 Punkten auf Schlusskursbasis wieder unterschreitet, würde klar, dass eine Konstellation entstanden ist, in der man größere Long-Positionen eher nicht im Depot belassen sollte.

Nasdaq 100 Chart vom 12.11.2019, Kurs 8.263,79 Euro, Kürzel NDX | LYNX Online-Broker

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