Börsenblick

Zurück Juli Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktienanalyse:
Reißen die Tech-Giganten den Markt in die Tiefe?

Der gestrige Handelstag war wirklich bemerkenswert, denn ganz oben auf der Verliererliste standen genau die Aktien, die in den letzten Jahren am besten gelaufen sind.

Größere Kursverwerfungen kommen bei Microsoft, Amazon, Google, Facebook, Paypal, Salesforce oder Adobe eher selten vor.

Dass all diese Aktien aber gleichzeitig abverkauft werden, dürfte wohl noch nie vorgekommen sein.

Es sind einige der erfolgreichsten Unternehmen der Welt und das wird ihnen nun zum Verhängnis.

US-Justizministerium und Abgeordnetenhaus haben die großen Internetkonzerne ins Visier genommen. Namentlich genannte wurden Google, Amazon, Facebook und Apple.

Demnach sollen die Wettbewerbspraktiken untersucht werden und ob die Unternehmen ihre Marktmacht ausnutzen.
Die Vorwürfe sind nicht neu, vor allem gegen Google und Facebook laufen quasi ständig Verfahren.

Die beiden Aktien sind auch mit am stärksten unter die Räder gekommen. Adobe, Salesforce und Paypal wurden in Sippenhaft genommen. Microsoft ist glimpflich davongekommen und an Apple ging der Spuk nahezu spurlos vorbei.

Was ändert das?

Doch wird sich durch eine neue Untersuchung wirklich etwas ändern? Was kann die Politik realistisch gesehen schon unternehmen? Sicher, man könnte und sollte die großen Internetkonzerne endlich auch Steuern zahlen lassen.

An der Marktmacht wird das allerdings wenig ändern, denn entscheidend sind die Millionen und Milliarden von Nutzern. Weder eine Untersuchung, noch ein Appell oder Regulierungen werden Otto-Normal-Verbraucher davon abhalten Google, Amazon und Facebook zu nutzen oder sich bei iTunes eine App zu laden.

Die Marktmacht dieser Konzerne basiert eben nicht auf unlauteren Geschäftspraktiken, sondern auf guten Produkten, die von den Kunden bereitwillig genutzt und gekauft werden.

Selbst wenn die Untersuchung Ergebnisse liefert und Gesetze folgen – in Wirklichkeit geht es nur um Politik und die anstehenden Wahlen.

Man möchte Pluspunkte bei der Wählerschaft sammeln und das sind die „bösen Internetkonzerne“ ein willkommenes Angriffsziel. Neid hat schon immer funktioniert.

Die Charts sind nicht ermutigend

Microsoft

Die Aktie ist klar bullisch, kam in den letzten Wochen auf der Oberseite also nicht mehr weiter.

Eine Korrektur hatte sich bereits angekündigt und scheint nun anzulaufen. Das naheliegende Kursziel liegt bei 115 USD. Ein Rücksetzer an diese Stelle wäre lediglich ein bullischer Rücksetzer an das Ausbruchsniveau.

Kann dieser Support verteidigt werden, könnte die Party für die Bären schnell zu Ende sein. Unterhalb von 115 USD droht jedoch eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 105 oder möglicherweise sogar 95 USD.

In diesem Bereich wäre die Aktie für langfristige Investoren wieder interessant.

Chart vom 04.06.2019 Kurs: 119,84 Kürzel: MSFT - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Amazon

Die Aktie des Versandriesen ist abermals nahe 2.000 USD gescheitert und das Chartbild ist zunehmend angeschlagen.

Kann sich die Aktie über 1.700 USD zurückkehren, entspannt sich die Lage vorerst wieder.

Unterhalb von 1.700 USD droht eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 1.600 USD. Wird diese Unterstützung nachhaltig unterschritten, trübt sich die Lage weiter ein und es drohen weitere Verluste. Mögliche Ziele liegen bei 1.500 sowie 1.420 und 1.360 USD.

Unterhalb von 1.500 USD muss mit vermehrtem Interesse durch antizyklische Anleger gerechnet werden.

Chart vom 04.06.2019 Kurs: 1.693 Kürzel: AMZN - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Google

Auf die Lage bei Alphabet / Google sind wir am Vortag bereits ausführlich eingegangen.

Google: Jetzt in der Kaufzone

Facebook

Das Chartbild von Facebook ist durch die Verwerfungen im Vorjahr deutlich angeschlagen.

Kurzfristig sollte die Aktie allerdings bei 160 USD Unterstützung finden. Eine technische Erholung in Richtung 173 USD ist durchaus möglich.

Spätestens dort sollte die Aktie aber scheitern und wieder zur Unterseite abdrehen und Kursziele bei 160 und 153 USD ansteuern. Fällt Facebook nachhaltig unter 153 USD, trübt sich das Chartbild weiter ein.

Chart vom 04.06.2019 Kurs: 164,15 Kürzel: FB - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Paypal

Der Zahlungsdienstleister wurde im Rahmen möglicher Untersuchungen zwar nicht genannt, kam am Vortag aber auch unter die Räder.

In den zurückliegenden Wochen stagnierte das Wertpapier, eine Korrektur hat sich also bereits angekündigt. Fällt die Paypal unter 105 USD, kommt es zu einem Verkaufssignal mit einem Kursziel bei 93,50 USD.

Chart vom 04.06.2019 Kurs: 105,52 Kürzel: PYPL - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Salesforce

Auch der SAP-Konkurrent Salesforce zeigt sich technisch stark angeschlagen. Mit dem Bruch der Unterstützung bei 150 USD ist es zu einem Verkaufssignal gekommen.

Mögliche Kursziele liegen bei 140 sowie 130 USD. Dazwischen verlaufen langfristige Aufwärtstrendlinien. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Aktie in diesem Bereich aufgefangen wird.

Chart vom 04.06.2019 Kurs: 145,10 Kürzel: CRM - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN