LOreal Aktie aktuell L’Oréal: Neue Rekorde? Das könnte klappen.

News: Aktuelle Analyse der LOreal Aktie

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Zur LOreal Aktie

Billig ist die L‘Oréal-Aktie ja nicht gerade. Für den am Freitag für 2020 gemeldeten Gewinn läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis bei 47, für die durchschnittliche Gewinnschätzung der Analysten für 2021 bei 41. Bein einem momentan erwarteten Gewinnwachstum von ca. 15 Prozent eher teuer, aber damit liegt die Aktie durchaus im Trend der anderen, großen französischen Unternehmen im Bereich Beauty und Luxus. Die sind alle ungewöhnlich hoch bewertet … und bislang stört die Akteure das nicht im Geringsten.

So gesehen könnte es durchaus etwas werden mit dem am Freitag begonnenen Versuch, den bisherigen Verlaufsrekord der L‘Oréal-Aktie, im November bei 321,40 Euro erreicht, zu überwinden. Denn dieses Plus von drei Prozent, welches den Kurs jetzt in Schlagdistanz an dieses bisherige Verlaufshoch trug, basierte auf der Bilanz des vierten Quartals, die am Vorabend vorgelegt wurde. Und diese Zahlen fügen sich zu einem Bild, in dem L’Oréal in diesem so schwierigen Jahr 2020 jeweils nur knapp über minus sechs Prozent an Umsatz und Gewinn gegenüber 2019 eingebüßt hat. Das gelang mit einem vierten Quartal, das die Prognosen der Experten klar übertraf, was auch seitens der Analysten honoriert wurde:

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Expertenmeinung: Vier Analysten hoben am Freitag ihre Kursziele an. Interessant ist indes, dass man sich auch seitens der Experten offenkundig keineswegs einig ist, ob die gegenüber früheren Jahren hohe Bewertung dieser Luxus- und Beauty-Aktien wirklich gerechtfertigt ist. Während die DZ Bank und Bryan Garnier mit ihren neuen Kurszielen von 348,50 und 350 Euro klar über dem aktuellen Kurslevel liegen, bleibt die Berenberg Bank mit 311 Euro auf aktueller Flughöhe der Aktie. Und die Crédit Suisse ist höchst skeptisch, denn dort wanderte das Kursziel im Angesicht der aktuellen Bilanzdaten nur von 235 auf 242 Euro nach oben.

Doch solange der Trend aufwärts weist, pflegt die Skepsis das Nachsehen zu haben. Dass das Zahlenwerk zu Käufen führte und es nicht vor dem Wochenende aufgrund dieser Nähe zum Rekordhoch Richtung Handelsende zu Gewinnmitnahmen kam, ist grundsätzlich ein gutes Zeihen. Darüber hinaus hatte die Aktie seit November konsolidiert und hätte damit markttechnisch einiges an verbleibendem Aufwärtsspielraum. Nur darf der Ausbruchsversuch natürlich nicht scheitern, denn wenn die L’Oréal-Aktie in ihrer Seitwärtsrange verbleiben, an deren oberem Ende abprallen und damit den Aufwärtstrend nicht fortführen sollte, würde die Skepsis eben doch wieder ihren Nährboden bekommen.

L’Oréal Aktie: Chart vom 12.02.2021, Kurs 318,30 Euro, Kürzel OR | Online Broker LYNX
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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der LOreal Aktie

Es ist gerade einmal gut zwei Wochen her, dass die Aktie des französischen Kosmetikriesen L’Oréal zur Abrechnung der Aktien-Optionen mit Januar-Laufzeit am 17. Januar mit 276,20 Euro ein Rekordhoch erreichte. Doch jetzt liegen entscheidende, mittelfristige Unterstützungen auf einmal weit näher als diese noch junge Bestmarke. Denn seither hat sich einiges getan, das, von außen kommend, negativ auf diese Aktie sowie die Branchenkollegen wie LVMH oder Kering drückt: Zunächst hatte Mr. Trump verkündet, dass er sich jetzt, nachdem mit China durch den Phase-I-Deal erst einmal eine Art Waffenruhe erreicht wurde, mit Europa befassen werde. Und hatte in Davos betont, dass er EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen mitgeteilt habe, dass die EU harte Zölle zu erwarten habe, wenn man den USA nicht entgegenkommen würde. Was die Anleger durchaus richtig mit „erfüllt alle unsere Bedingungen und wir geben euch dafür nichts“ übersetzten. Und da Mr. Trump sich zuletzt gerade auf Frankreich eingeschossen hat, da ihm Frankreichs Digitalsteuer quer im Magen liegt, kamen vor allem die Unternehmen unter Druck, die herstellen oder vertreiben, was man in den USA als „typisch französisch“ ansehen würde: Luxusgüter wie Parfums, Mode, Champagner, Wein, Kosmetik. Kein Wunder, dass L’Oréal unter Druck kam, denn der Konzern ist Heimat von weltbekannten Marken wie L’Oréal selbst, Helena Rubinstein, Garnier, Lancôme, Body Shop etc. Aber damit war es noch nicht getan. Expertenmeinung: Mit der Ausbreitung des Corona-Virus traf das Unternehmen der zweite Schlag in kurzer Zeit. Denn Asien ist für L’Oréal ein sehr wichtiger Markt. Und dass der Einzelhandel außerhalb der lebensnotwendigen Güter spürbar leidet, ist logisch, zumal man genau das auch im Zuge der SARS-Pandemie 2002/2003 erlebt hatte. Und anders als Käufe langlebiger Güter holen die Verbraucher den Einkauf von Cremes oder Parfums eher nicht nach, wenn sich die Lage beruhigt, der Umsatz wird fehlen. Und natürlich ist die bislang eher defensive Lagebeurteilung der WHO kein Argument für die Anleger, Entwarnung zu geben: Sie wissen sehr wohl, dass völlig offenbleibt, wie sich die Lage weiter entwickelt. Denkbar wäre, dass eine überzeugende Bilanz des vierten Quartals und ein optimistischer Ausblick, der die Sorgen der Investoren zu dämpfen vermag, die Lage beruhigen und beitragen könnte, die jetzt im Feuer stehenden, entscheidenden Unterstützungen zu verteidigen. Diese Bilanz wird am 6. Februar, also am Donnerstag, erwartet. Worauf müsste man vom Chart her achten? Sie sehen, dass sich der Kurs zügig dem doppelten Leitstrahl des Aufwärtstrends bei 250 Euro nähert, zusammengesetzt aus der 2019er-Aufwärtstrendllinie und der 200-Tage-Linie. Aber darunter gäbe es noch eine Art letztes „Sprungtuch“ in Form des verbleibenden, noch nicht geschlossenen Bereichs der Kurslücke von Ende Oktober. Dieser Bereich liegt zwischen 244,50 und 248,30 Euro und könnte den Bullen noch als letzte Chance dienen. Sollte L’Oréal aber auch diesen Bereich auf Schlusskursbasis unterbieten, wäre der Weg für das bärische Lager erst einmal frei, daher wäre es gewagt, im Vorfeld der anstehenden Bilanz auf der Long-Seite ins fallende Messer zu greifen! Chart vom 31.01.2020, Kurs 251,90 Euro, Kürzel OR | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.