Börsenblick

Zurück Dezember Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktienanalyse:
Aumann: Gute Ansätze, aber noch zu wenig für die Wende

Aktuelle Analyse der AUMANN Aktie

Viele Anleger wurden vom Abstieg der Aumann-Aktie überrascht. Denn ja, das Unternehmen zählt zu den Zulieferern der Automobilindustrie. Aber Aumann stellt Maschinen her, die Teil der Herstellung von Elektromotoren sind. Gerade weil die Autobauer unter Druck stehen, ging man davon aus, dass massiv in die E-Mobilität investiert werde und dadurch Aumanns Spezialmaschinen laufen würden wie geschnitten Brot. Doch was das Jahr 2019 angeht, lag man da daneben. Richtig ist, dass der Umsatz im Jahr 2018 ebenso wie in den Jahren davor sehr kräftig zulegte. Aber im laufenden Jahr wurde deutlich, dass auch dieser Zulieferer von der schwierigen Gemengelage der Automobilindustrie nicht verschont bleibt.

Da wirkt der kräftige Kursanstieg des Donnerstags als Reaktion auf die am Morgen vorgelegte Bilanz des dritten Quartals wie ein Weckruf. Ein Plus von 9,45 Prozent suggeriert, dass die Investoren wieder zugreifen, die Wende greifbar ist. Aber betrachtet man sich nicht nur das ganz kurzfristige Chartbild, sondern die Entwicklung seit Jahresanfang, wird schnell deutlich: Das kann zwar die Basis einer Wende werden. Aber noch ist die Aktie auch mit einem solch großen Kurssprung nicht aus dem Status einer Bodenbildung herausgekommen. Und der Blick auf das Zahlenwerk macht deutlich, dass man da noch nicht zu viel erwarten sollte, denn:

Expertenmeinung: Für den Moment müsste man die Käufe des Donnerstags vor allem in die Rubriken „Short-Eindeckungen“ und „es hätte schlimmer kommen können“ stecken. Umsatz und Gewinn lagen für die ersten neun Monate weiter klar unterhalb der Ergebnisse des Vorjahres. Und die Präzisierung des Ausblicks für das Gesamtjahr lässt nur erkennen, dass sich die Lage offenbar stabilisiert. Was Hoffnung macht ist die Aussage, dass der Auftragseingang im Bereich der E-Mobilität deutlich über dem Vorjahr liegt. Aber wie viel das wert sein wird, ist abhängig davon, ob es gelingt, taugliche Gewinnmargen durchzusetzen. Und das wird sich erst im kommenden Jahr abschätzen lassen.

Und es bedarf ohnehin charttechnischen Rückendwinds, um die Aktie wieder in ein bullisches Umfeld zu tragen, so dass man sich als Anleger den Blick in die fundamentale Glaskugel sparen könnte und sollte. Entscheidend für eine Wende wäre, dass die Aktie nicht nur den seit Ende September bestehenden „Mikrokosmos“ der Seitwärtsspanne zwischen 11,72 und 13,68 Euro verlässt, wie dies am Donnerstag knapp gelang, sondern auch die eigentliche Bodenbildungs-Spanne nach oben überwindet, die bis 16,44 Euro hinauf reicht. Würde es dann auch noch gelingen, das im Juli entstandene Abwärts-Gap mit Schlusskursen über 17,44 Euro zu schließen, wäre die Wende aus charttechnischer Sicht gelungen. Aber Sie sehen es im Chart: Bis dahin ist es noch ein recht weiter Weg.

Aumann Aktie Chart vom 14.11.2019, Kurs 13,90 Euro, Kürzel AAG | Online Broker LYNX

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN