Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
MorphoSys: Charttechnische Wende durch juristischen Rückschlag?

Die Nachricht kam am Wochenende, daher konnte bis Montagmorgen niemand darauf reagieren: Dem deutschen Biotechunternehmen MorphoSys wurden durch ein US-Gericht drei Patente aberkannt. Eigentlich hatte MorphoSys 2016 und 2017 die US-Unternehmen Janssen Biotech und Genmab verklagt, ihrerseits die Patentrechte verletzt zu haben. Jetzt ging der Schuss nach hinten los, alle Patente wurden überraschend für nichtig erklärt.

Die Reaktion zum Wochenstart war deutlich negativ, aber ist das auch wirklich angemessen? Wer könnte beurteilen, ob und wie markant sich die Ertragslage aufgrund dieser drei verlorenen Patente verschlechtern wird? Zumal sich die Aberkennung der Patente nur auf den US-Markt bezieht  und MorphoSys prüft, ob man in die Berufung gehen will, was möglich ist, wozu es aber natürlich noch keine Entscheidung gibt, immerhin wurde das Unternehmen von diesem Schiedsspruch überrascht.

Die Commerzbank senkte ihr Kursziel für die Aktie gestern umgehend von 107 auf 97 Euro, die Deutsche Bank von 130 auf 125 Euro. Nicht allzu große Einschnitte also, zumal beide Geldhäuser ihre grundsätzliche Einschätzung beibehielten, die Commerzbank blieb bei „Halten“, die Deutsche Bank bei „Kaufen“.

Expertenmeinung: Ob das gestrige, harsche Minus der Aktie überzogen war, ist mittelfristig von Belang, aber kurzfristig entscheiden die Trader und damit die Charttechnik, ob sich daraus eine Abwärtswende entwickelt. Es sei denn, MorphoSys könnte zeitnah mitteilen, in welchem Rahmen sich das auf den Umsatz auswirken würde. Aber solange noch nicht einmal klar ist, ob man gegen dieses Urteil vorgehen will, ist fraglich, ob mit einem solchen Statement gerechnet werden kann. Also bleibt es dabei:

Dieses Urteil ist der Auslöser, die tatsächliche Entscheidung machen die Marktteilnehmer aber unter sich aus. Die Frage lautet: Gelingt es, die Kreuzunterstützung aus der bei 98,00 Euro verlaufenden, gerade erst überwundenen Abwärtstrendlinie und der bei 97,40 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie zu verteidigen? Gestern schloss die Aktie zwar knapp darunter, aber es wird vor allem auf den Wochenschlusskurs ankommen, denn erst, wenn wir diese Linien im hier abgebildeten Wochenchart zum Freitagabend unterboten sehen, wäre das bärische Signal eines Breaks unter diesen Bereich auch signifikant.

Sollte dieser Bereich halten, kann es gut sein, dass die Aktie zügig wieder anzieht, die Akteure dieses Urteil schnell „abschütteln“. Wenn nicht, stünde sofort die noch wichtigere Kreuzunterstützung im Bereich 87,50/88,50 Euro im Feuer, wo sich die im Herbst 2016 entstandene Aufwärtstrendlinie und das markante Jahreshoch 2014 zu einer markanten Auffangzone vereinen. Da die Perspektiven des Unternehmens einerseits und der gesamten Biotechbranche andererseits ungetrübt sind, wären Short-Trades daher erst dann mit einem guten Chance/Risiko-Verhältnis versehen, wenn die Aktie auch diese Zone unterboten hätte.

Chart vom 28.01.2019, Kurs 96,90 Euro, Kürzel MOR | LYNX Online Broker

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