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Aktuelle Analyse:
MorphoSys: Nach den Zahlen bleiben die Bären am Ruder

Die am vergangenen Mittwochabend präsentierte Bilanz des Geschäftsjahres 2018 nebst einem groben Ausblick für 2019 sorgte am Donnerstag kurzzeitig für relativ deutliche Abgaben, die dann aber zum Handelsende aufgeholt wurden.

Waren MorphoSys Ergebnisse also ganz gut? Sie waren zumindest nicht gut genug, denn der Kurs gab am Freitag dann doch zunächst leicht, am Montag deutlicher nach, so dass die zunächst noch einigermaßen gehaltene charttechnische Unterstützung in Form des Dezember-Tiefs bei 86,25 Euro doch noch fiel.

Es ist gut möglich, dass sich MorphoSys zunächst noch relativ ordentlich hielt, weil die Abrechnung der Aktienoptionen mit März-Laufzeit unmittelbar bevorstand und die am Terminmarkt aktiven, großen Adressen verhindern wollten, dass ihnen die Aktie unmittelbar vor der Abrechnung auf einmal aus dem Ruder läuft. Aber dieser Faktor ist jetzt, nachdem dieser Terminbörsen-Termin absolviert ist, nicht mehr vorhanden. Die Aktie kann „frei“ laufen. Und sie läuft nach unten. Wieso?

Expertenmeinung: Weil die Investoren im Zuge dieser Bilanzdaten einfach keine Motivation geliefert bekamen, um einzusteigen und/oder einen Verkauf im Fall einer ausbleibenden Rallye bleiben zu lassen. Der Umsatz des Biotechunternehmens war 2018 zwar trotz eines Ende 2017 beendeten Projekts mit Novartis gestiegen. Und der Zuwachs fiel mit gut 14 Prozent auf 76,4 Millionen Euro sogar ein wenig größer aus als seitens der Analysten im Schnitt vermutet. Aber der Verlust in Form des EBIT, d.h. der Gewinn bzw. Verlust vor Steuern und Zinsen, lag mit 59,1 Millionen höher als die Prognose von 53 Millionen.

Wenn man diese Zahlen in Relation setzt, sieht man schon: Die Rückkehr in die Gewinnzone, in der sich MorphoSys bis 2015 einige Jahre halten konnte, ist noch fern. Der Umsatz liegt nicht allzu viel höher als der Verlust, das sind Zahlen, die ernüchtern. Natürlich ist das bei einem Unternehmen in der Biotech-Branche nicht allzu ungewöhnlich. Erst muss lange Zeit viel investiert werden, um dann eines Tages die Früchte ernten zu können. Aber als MorphoSys im vergangenen Sommer bis 125 Duro nach oben sauste, wähnte man diese Zeit nahe.

Mit diesem Zahlenwerk und der unternehmenseigenen Erwartung eines 2019er-Umsatzes zwischen 43 und 50 Millionen Euro, also weit unter dem Niveau 2018, fällt es schwer, diese damalige Goldgräberstimmung wiederzubeleben. Das Ausbleiben einer positiven Reaktion innerhalb eines mittelfristigen Abwärtstrends macht klar:

Die Bären bleiben hier erst einmal am Ruder. Das nächste Kursziel wäre das Dezember-Verlaufstief bei 76,25 Euro. Erst, wenn die Aktie über die kurzfristige, Ende Januar etablierte Abwärtstrendlinie bei 91 Euro hinauslaufen würde, wäre es zu überlegen, Short-Positionen erst einmal glattzustellen.

Bullisch wäre MorphoSys aber auch dann noch nicht, Sie sehen es im Chart: Dazu wäre die Mindestanforderung derzeit ein Schlusskurs klar über der derzeit bei 100 Euro notierenden mittelfristigen Abwärtstrendlinie.

Chart vom 18.03.2019, Kurs 83,70 Euro, Kürzel MOR | LYNX Aktienempfehlungen

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