MorphoSys Aktie aktuell Morphosys: Die Abwärtsbewegung setzt sich fort

News: Aktuelle Analyse der MorphoSys Aktie

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MorphoSys
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur MorphoSys Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Nachricht, dass der Finanzchef Jens Holstein das deutsche Biotechnologieunternehmen verlassen wird, hat der ohnehin bereits angeschlagenen Aktie einen weiteren Verkaufsschub beschert. Die Hochs von Mai und Juni dieses Jahres konnten zuletzt nicht mehr erreicht werden. Das tiefere Hoch von Mitte September war bereits ein Indiz dafür, dass Anleger nicht mehr dazu bereit waren, höhere Preise für das Wertpapier zu bezahlen. Nachdem die Supportebene knapp oberhalb der Marke von 100 EUR bereits zum dritten Mal in Folge getestet wurde, hielten die Bullen dem Verkaufsdruck nicht mehr Stand. Der Durchbruch nach unten leitet zugleich eine neue bärische Ära im Trend der Aktie ein. Die Fortsetzung der eingeleiteten Abwärtsbewegung ist somit äußerst wahrscheinlich.

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Expertenmeinung: Sollte dieser Bereich nicht so bald wie möglich zurückerobert werden, droht der Aktie vorerst ein mögliches Kursziel im Bereich von 85 EUR. Hier befindet sich der nächste nennenswerte Supportbereich, welcher sich Anfang April gebildet hatte. Aus technischer Sicht haben wir gerade den Bruch eines Doppelhochs gesehen, welcher ebenfalls ein Kursziel auf bis zu 80 EUR andeutet. Noch haben die Bullen die Chance, dies zu verhindern, doch hierzu müsste die Aktie schnell wieder über den Bereich von 100 bis 105 EUR steigen. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen Anleger wohl oder übel mit nachhaltiger Kursschwäche rechnen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 05.10.2020 Kurs: 98.00 Kürzel: MOR | Online Broker LYNX

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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der MorphoSys Aktie

Ist der Rücktritt des Finanzvorstands des deutschen Biotechunternehmens MorphoSys wirklich so gravierend, dass diese Meldung die Aktie so deutlich auf Tauchstation schickte? Zeitlich betrachtet passen die beiden letzten Handelstage, an denen die Aktie deutlich an Boden verlor, mit der Meldung zusammen. Aber es fällt schwer, eine einzelne, wenngleich natürlich wichtige, Personalie alleine mit einem solchen Abverkauf in Verbindung zu bringen. Und auch seitens der Unternehmensentwicklung ist derzeit nichts Ungewöhnliches bekannt:

MorphoSys hatte im Zuge der Halbjahreszahlen Anfang August die bisherigen Prognosen bestätigt. Im laufenden Jahr dürfte das Unternehmen ausnahmsweise schwarze Zahlen schreiben, was auf eine hohe Einmalzahlung im Zuge einer Kooperation mit dem US-Unternehmen Incyte zurückzuführen ist, wird aber perspektivisch zunächst in der Verlustzone bleiben. Die gemeinsame Vermarktung des MorphoSys-Medikaments Tafasitamab zeigt aber, dass die Gewinnzone mittelfristig näher rückt. Was auch die Analysten sehr positiv stimmt … auch da findet sich kein Argument für dieses bärische Szenario, das MorphoSys jetzt zeigt:

Expertenmeinung: Drei Viertel der die Aktie beobachtenden Experten stuft die MorphoSys mit „Kaufen“ ein. Und das durchschnittliche Kursziel liegt mit 135 Euro sehr weit über dem derzeitigen Kurs. Der optimistischste Analyst traut der Aktie sogar 160 Euro zu. Also, warum hat MorphoSys dieses Topp vollendet, das sich ab Mitte Mai im Kursbild etabliert hatte?

Es dürfte diese charttechnische Konstellation gewesen sein, die diesen Abgabedruck ausgelöst hat. Denn gerade in Phasen wie diesen, in denen man sich über die Entwicklung der allgemeinen, für den Aktienmarkt relevanten Rahmenbedingungen unsicher ist, gehen die Aktivitäten mittel- und langfristig agierender Investoren zurück, die kurzfristigen und meist charttechnisch orientierten Trader gewinnen an Bedeutung. Und rein charttechnisch gesehen war es verlockend, MorphoSys in dieser Situation unter Druck zu setzen, denn:

Die Aktie läuft seit dem abverkauften Kurssprung vom Januar, als die Kooperation mit Incyte bekannt wurde, in einem übergeordneten Abwärtstrend. An dem wurde der Kurs Mitte September nach unten abgewiesen. Der Versuch, einen erneuten Aufwärtsimpuls zu starten, wurde in den vorangegangenen Tagen am Kreuzwiderstand aus 20-Tage- und 200-Tage-Linie abgewiesen. Damit war ein Test der Nackenlinien-Zone der Toppbildung im Bereich 101,10/102,35 Euro naheliegend. Da kann dann eine vergleichsweise „harmlose“ Nachricht wie die des Abgangs des MorphoSys-Finanzvorstands reichen, um den Stein ins Rollen zu bringen. Jetzt ist dieses Topp erst einmal vollendet und der Weg über die Abwärtstrendlinie mit einer weiteren Widerstandszone verbaut. Auch, wenn MorphoSys mittelfristig spannende Perspektiven hat, kurzfristig wäre es aufgrund der derzeitigen Dominanz kurzfristiger Trader keine Überraschung, wenn die Aktie erst einmal die nächstliegende Auffangzone im Bereich 84,60/87,00 Euro testen würde.

Chart vom 02.10.2020, Kurs 98,00 Euro, Kürzel MOR | Online Broker LYNX

Gegenüber dem Schlusskurs 2019 hatte sich der Kurs der MorphoSys-Aktie am Tagestief des 19. März fast halbiert, bevor es zu einer kräftigen Gegenreaktion nach oben kam. Im bullischen Lager dürften viele daraufsetzen, dass das Tief damit bereits gesehen wurde, die Trendwende vollzogen ist. Aber ist das tatsächlich so? Wenn man die Charttechnik zurate zieht, lautet die Antwort: nein. MorphoSys hat sich zwar in die für bullische Signale entscheidende Zone vorgekämpft, aber überwunden ist sie noch nicht. Der Chart zeigt, was gelingen muss, um hier aus Sicht der Bullen den Daumen heben zu können: Zunächst einmal muss der Kurs die 20-Tage-Linie, die Mitte vergangener Woche zurückerobert wurde und die am Montag von oben getestet wurde, halten. Ansonsten wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Aktie schnell wieder zurückfällt und das bisherige Tief testet. Das dann nicht halten muss, denn ein Abdrehen in der für Long-Signale entscheidenden Widerstandszone bringt gemeinhin sofort wieder die Leerverkäufer auf den Plan. Wenn die überhaupt bereits in die Defensive gegangen sein sollten. Denn es ist durchaus normal, dass das bärische Lager erst im Bereich entscheidender Charthürden wieder aktiv wird, weil die Käufe da dann kurzfristig meist ausdünnen. Grund: Expertenmeinung: Bevor sie weiter zuzugreifen, wollen viele erst einmal sehen, ob diese Hürden überboten werden. Andere würden ohnehin erst einsteigen, wenn diese Widerstandslinien bezwungen sind. In solchen Widerstandszonen entsteht deshalb oft eine Art kurzfristiges Vakuum auf der Nachfrageseite, in das die Leerverkäufer gezielt hineinstoßen. Erst, wenn die MorphoSys-Aktie diese Zone mit Schlusskursen klar über 105 Euro bezwungen hätte und dadurch auch wieder über der diesen Bereich auf der Oberseite begrenzenden 200-Tage-Linie notieren würde, wären die Bullen „durch“. Dann aber könnten auch die Aspekte kurstreibend wirken, die im Zuge der massiv fallenden Kurse am Gesamtmarkt zuletzt untergingen: die am 18. März zusammen mit der 2019er-Bilanz ausgegebene Perspektive für das laufende Jahr. Denn die sah gar nicht schlecht aus. MorphoSys avisierte für 2020 einen deutlichen Anstieg des Umsatzes in den Bereich von 280 bis 290 Millionen Euro (2019: 71,8 Millionen), der im Fall von weiteren Lizenzerlösen und Tantiemen noch höher ausfallen könnte. Und nach einem Verlust von 107,9 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen im Jahr 2019 rechnet das Biotechunternehmen im laufenden Jahr mit einer Größenordnung zwischen -15 und +5 Millionen Euro, könnte also im günstigen Fall sogar die schwarzen Zahlen erreichen. Eine Perspektive, welche die Aktie in einem Umfeld kassierter Prognosen und wegbrechender Gewinne in anderen Branchen deutlich voranbringen könnte … wenn die Charttechnik mit einem bullischen Anstieg über die 200-Tage-Linie den Weg dafür frei machen sollte. MorphoSys Aktie Chart vom 30.03.2020, Kurs 90,80 Euro, Kürzel MOR | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.  

Am Donnerstag durchbrach die Aktie des deutschen Biotech-Unternehmens MorphoSys die wichtige Unterstützungslinie in Form der August-Hochs bei 115 Euro. Was andeutet, dass die kurzfristigen, charttechnisch orientierten Trader die Aktie derzeit dominieren. Was auch daran deutlich wird, dass dieser Abstieg der Aktie fundamental gesehen nicht nachvollziehbar ist, da er mit einer eigentlich sehr guten Nachricht begann: Am 13. Januar meldete das Unternehmen, dass man einen Kooperations- und Lizenzvertrag mit dem US-Biotechunternehmen Incyte unterzeichnen wird. Das Ziel ist die die gemeinsame Vermarktung von Tafasitamab, einem in der klinischen Entwicklung befindlichen, auf dem MorphoSys-Antikörper MOR 208 basierenden Medikament im Bereich der Krebsbehandlung. MorphoSys erhält dafür von Incyte eine Vorauszahlung von 750 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus kann MorphoSys Meilensteinzahlungen von bis zu 1,1 Milliarden US-Dollar erhalten. Das war eine außerordentlich positive Nachricht, immerhin beträgt diese Vorauszahlung ein Vielfaches des derzeitigen Jahresumsatzes von MorphoSys, der nach eigenen Angaben im Jahr 2019 im Bereich von 65 bis 72 Millionen Euro gelegen haben dürfte. Wieso kam es daraufhin zu einem heftigen Minus, das einen bislang nicht aufzuhaltenden Abstieg auslöste? Expertenmeinung: Der Grund war, dass die Aktie durch die erste, sehr positive Reaktion auf diese Meldung mit einer großen Kurslücke eröffnete, die verhängnisvollerweise auf Höhe des uralten, aus dem Jahr 2000 stammenden Rekordhochs der Aktie lag (148,13 Euro, markiert im Februar 2000). Dort müssen viele Verkaufsorders gelegen haben, die wohl vom Volumen her so umfassend waren, dass sie nicht aufgefangen werden konnten. Daraufhin passierte, was passieren musste: Immer mehr Marktteilnehmer sahen die Aktie nach diesem Aufwärts-Gap abrutschen und versuchten, sich noch einen satten Gewinn zu sichern. Und die Käuferseite war zugleich verwaist, immerhin passierte hier gerade etwas, das so gar nicht danach aussah, als sollte man da in die abrutschenden Kurse hineinzugreifen. Das Problem: Solange das Momentum der Abwärtsbewegung erhalten bleibt, werden sich die Käufer schwertun, hier zuzugreifen. Vor allem jetzt, denn immerhin hielt sich der Kurs zehn Tage lang über dieser Unterstützungslinie von 115 Euro, hätte somit da einen Boden finden können … trotzdem mochte niemand den ersten Schritt tun. Technisch orientierte Trader fackeln da nicht lange: Wenn es nicht nach oben geht, dann versucht man es nach unten – und war erfolgreich. Eigentlich sollte MorphoSys vor diesem Nachrichtenhintergrund besser laufen. Aber solange die Aktie charttechnisch dominiert wird, wäre ein antizyklischer Einstieg sehr riskant. Grundsätzlich könnte die Aktie noch bis an die mittelfristig relevanten Unterstützungen in Form der 200-Tage-Linie (102,74 Euro) bzw. der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie bei 97 Euro durchgereicht werden. In der momentanen charttechnischen Konstellation müsste der Kurs zurück in die vorherige Handelsspanne und diese dann mit einem Break über die aktuell bei 121,80 Euro verlaufende 20-Tage-Linie nach oben verlassen, um ein taugliches, bullisches Signal zu generieren. Momentan stehen die Chancen da eher zu Gunsten der Bären … aber es sollte lohnen, die Oberseite trotzdem im Auge zu behalten! Chart vom 30.01.2020, Kurs 113,20 Euro, Kürzel MOR | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Wenn man sich den Chart der deutschen Biotech-Aktie MorphoSys ansieht, fühlt man sich 20 Jahre zurückversetzt: Ins Jahr 2000, damals war MorphoSys im Zuge der Dot.Com-Blase steil gestiegen und noch viel steiler gefallen. Ganz so wild wie damals war die Rekordjagd zuletzt zwar nicht, aber der Absturz hatte eine Qualität, die an das Platzen der Blase vor knapp 20 Jahren erinnerte. Doch was wirklich verblüfft, ist: Es war offenbar auch eine Chartmarke von damals involviert. Ein Widerstand, der 20 Jahre alt und sozusagen „wiederauferstanden“ ist: das damals, am 21. Februar 2000, markierte Rekord-Verlaufshoch der Aktie bei 148,13 Euro. Was war passiert? MorphoSys meldete am Montag vor Handelsbeginn, dass ein Kooperations- und Lizenzvertrag mit dem US-Biotechunternehmen Incyte unterzeichnet wird, mit dem die gemeinsame Vermarktung von Tafasitamab, einem in der klinischen Entwicklung befindlichen, auf dem MorphoSys-Antikörper MOR 208 basierenden Medikament im Bereich der Krebsbehandlung, vereinbart wird. Das Unternehmen erhält dafür von Incyte eine Vorauszahlung von 750 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus kann MorphoSys Meilensteinzahlungen von bis zu 1,1 Milliarden US-Dollar erhalten. Das war keine Nachricht, die einen Absturz der Aktie hätte auslösen dürfen. Und das tat sie zunächst ja auch nicht, wie der Chart zeigt: Expertenmeinung: Die Aktie eröffnete mit einem gewaltigen Aufwärts-Gap von über sieben Prozent. Doch mit der Eröffnung setzten sofort Abgaben ein. Wieso? Lag es wirklich an diesem uralten Verlaufsrekord vom 21. Februar 2000 bei 148,13 Euro, der dadurch fast erreicht wurde? Auszuschließen wäre es nicht. Wenn man bedenkt, dass die MorphoSys-Aktie nach diesem Hoch derart brutal wegbrach, dass sie Ende 2002 zeitweise unter zwei Euro kostete, kann man sich durchaus vorstellen, dass einige, die damals gekauft hatten, Verkaufsorders im Markt liegen hatten, um ihr Geld endlich wiederzusehen. Damals, am Tag des Rekordhochs, lagen die Umsätze äußerst hoch, derartig hohe Umsätze sah man danach selten. Und am Montag war es nicht anders: Ein höheres Umsatzvolumen hatte man bei MorphoSys zuletzt im Frühjahr 2015 gesehen. Aber das war es sicher nicht allein, denn: „Selling on good news“ dürfte ebenso zum Abriss der Aktie am Montag geführt haben, als sie am Handelsende nicht sieben Prozent höher, sondern gut neun Prozent schwächer aus dem Handel ging, gefolgt von erneuten Abgaben am Dienstag, die den Kurs um weitere knapp drei Prozent drückten. Immerhin hatte der Kurs binnen acht Wochen über 50 Prozent zugelegt, als MorphoSys am Montag zur Eröffnung bei gut 146 Euro notierte. Aber hieße das nicht, dass man hier ein Schnäppchen vorfindet, das nur „aus Versehen“ massiv unter Druck geriet? Da wäre Vorsicht angebracht. Auch, wenn die Vereinbarung mit Incyte immense Summen in die Kassen spülen wird, operativ agiert das Unternehmen noch in der Verlustzone. Und dafür war das „Abklatschen“ des Rekordhochs aus der Zeit der Dot.Com-Blase schon ein Wort. Zwar findet man im Chart zwischen 105 und 115 Euro solide wirkende Unterstützungslinien. Aber die müssen nicht halten. Besser wäre abzuwarten, ob es gelingt, Widerstandslinien zurück zu erobern, das wäre ein verlässlicheres Indiz dafür, dass das bullische Lager imstande wäre, die Aktie wieder in die Spur zu bekommen. Hierfür wäre die 20-Tage-Linie eine mögliche Orientierung, die aktuell bei 127,50 Euro verläuft. Kann die zurückerobert werden, wäre in der Tat eine Chance da, dass es sich bei diesem Selloff an der uralten “Zombie-Hürde“ nur um einen Ausrutscher handelte. Chart vom 14.01.2020, Kurs 120,20 Euro, Kürzel MOR | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Eigentlich hätten die Bären bei der Aktie des deutschen Biotechnologieunternehmens alle Chancen gehabt, die Kurse weiter nach unten zu drücken. In den letzten Wochen bildete sich zunächst eine klare Bärenflagge und die Fortsetzung der Abwärtsbewegung stand auf dem Plan. Doch die Formation wurde im Laufe der vorigen Woche in die entgegengesetzte Richtung gebrochen – ein klares Fehlsignal. Dieses wurde von den Bullen schnell aufgegriffen und zahlreiche Bären wurden hierbei am falschen Fuß erwischt. Die Folge war eine kurzfristige Kursexplosion. Noch fehlen die Anschlusskäufe und einige Anleger nutzten die gestiegenen Kurse, um schnell ihre Gewinne zu realisieren. Zumindest konnte ein neues höheres Hoch gebildet werden, wodurch die Talfahrt vorerst gestoppt wurde. Expertenmeinung: Noch ist es zu früh, um gleich in Euphorie auszubrechen, doch die jüngste Kursbewegung veranlasst uns dazu, unsere bislang bärische Haltung auf das Wertpapier auf neutral zu revidieren. Richtig bullisch würde das Ganze werden, wenn die Kurse das Hoch der vorigen Woche überwinden würden. Dies wäre ein Signal von Stärke und könnte den Titel gar auf das bisherige Jahreshoch zurückbringen. Der 123-Pullback, welcher bis Ende der vorigen Woche zu sehen war, könnte den Bullen jetzt eine solide Einstiegsmöglichkeit offenbaren – eine Art Mini-Bullenflagge. Eines ist aber klar: Die Kurse dürfen nicht mehr unter die Marke von 96.90 EUR fallen. Aussicht: NEUTRAL Morphosys Chart vom 25.10.2019 Kurs: 101.60 Kürzel: MOR | LYNX Online-Broker