Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Bayer: Abwärtspotenzial unkalkulierbar!?

Ein Chartbild in seinem ganzen Elend … zumindest, wenn man hier darauf gesetzt hat, dass Bayer nach dem Kurseinbruch aufgrund des ersten Glyphosat-Urteils im August und dessen Bestätigung Ende Oktober schon irgendwie die Kurve kriegen würde. Doch eine rationale Basis dafür, hier ins fallende Messer zu greifen, gab es nie. Und jetzt zeichnet sich ab, dass das Bären-Lager das bisherige Jahrestief von 64,83 Euro angehen und durchbrechen könnte.

Die Quartalsbilanz, die Bayer am Dienstagmorgen auf den Tisch legte, wirkte zwar im Prinzip „okay“ (wobei man da so seine Schwierigkeiten bei der Interpretation hatte, weil die Eingliederung von Monsanto zahlreiche Sondereffekte und Verzerrungen hervorrief). Aber das war es auch nicht, das den Kurs unter Druck setzte. Der Chart zeigt ja:

Zunächst hatte man positiv reagiert, die Aktie hatte kurzzeitig fast die gesamten herben Abschläge des Montags wieder aufgeholt. Aber dann kam es zum Turnaround nach unten, der wohl wiederum mit Monsanto bzw. mit deren glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmitteln zusammenhing:

Expertenmeinung: Seit der Bestätigung der ersten millionenschweren Schadensersatzklage Ende Oktober war den Anlegern klar: Das kann noch äußerst problematisch für Bayer werden. Eigentlich wäre Monsanto für mögliche Krebserkrankungen durch Glyphosat verantwortlich. Aber Bayer hat Monsanto eben mittlerweile komplett übernommen, also hat auch Bayer den Kopf hinzuhalten.

Dass die Schadenersatzsumme im Zuge der Bestätigung des Urteils vom August reduziert wurde, ist da keine Erleichterung, wenn man die aktuelle Größenordnung sieht, was die Zahl der eingereichten Klagen angeht: Es waren zum 30.10. 9.300 … und die Zahl steigt noch. Damit ist das finanzielle Risiko für Bayer einfach nicht kalkulierbar. Und genau das dürften die Akteure honoriert haben, die die Gelegenheit der ins Plus gelaufenen Aktie nutzten, um das Weite zu suchen.

Dadurch ist der seit Anfang November laufende Versuch, wenigstens die zweite der beiden „Monsanto-Kurslücken“ anzugehen und womöglich zu schließen, gescheitert. Die Aktie wurde zudem an der 20-Tage-Linie nach unten abgewiesen, während der Trendfolgeindikator MACD unmittelbar davor steht, erneut auf „Verkauf“ zu drehen. Wenn Bayer das bisherige Jahres-Verlaufstief von 64,83 Euro auf Schlusskursbasis unterschreiten sollte, wäre das Abwärtspotenzial der Aktie ebenso einzustufen wie das finanzielle Risiko wegen der Glyphosat-Klagen: unkalkulierbar, aber hoch.

Chart vom 13.11.2018, Kurs 66,64 Euro, Kürzel BAYN

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