Börsenblick

Zurück November Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aktuelle Analyse:
Bayer: Zu früh gehofft

Das erste Urteil in Bezug auf die Gesundheitsfolgen glyphosathaltiger Unkrautvernichter der Bayer-Tochter Monsanto hatte im August zu einem Crash bei der Bayer-Aktie geführt. Diese Monsanto-Übernahme hatten viele ohnehin eher skeptisch gesehen.

Und kaum war die Übernahme unter Dach und Fach, kam ein Urteil, das einem US-Bürger wegen einer Krebserkrankung, die laut Überzeugung des Gerichts durch dieses Glyphosat befördert, wenn nicht ausgelöst wurde, 289 Millionen US-Dollar Schadenersatz zusprach. Den Bayer zu leisten hatte.

Die Aktie brach bis Anfang September immer weiter ein, markierte dann aber bei 69,40 Euro ein Zwischentief und zog wieder an. Aber Bayer kam gar nicht erst bis zur breiten, massiven Widerstandszone 83/92 Euro. Und gestern kehrte sie zu ihrer alten Richtung zurück – und das mit -9,5 Prozent auch im alten Tempo. Der Grund:

Die Hoffnung, dass die Sorge, dass jetzt eine ganze Flut an Schadensersatz-Urteilen über Bayer hereinbricht, übertrieben sei, platzte mit der Überprüfung dieses, vorher erwähnten ersten Urteils:

Expertenmeinung: Denn die Schadenersatz-Summe wurde dabei zwar deutlich auf 78 Millionen US-Dollar gesenkt. Aber das Urteil an sich wurde bestätigt. Was bedeutet: Damit ist weiteren Prozessen der Weg bereitet. Prozessen, die durch dieses richtungweisende Urteil leicht in großer Zahl zu Ungunsten von Bayer ausgehen können.

Damit sehen sich Unternehmen und Investoren einer in Höhe und Dauer absolut nicht absehbaren finanziellen Belastung gegenüber. Die Anleger stimmten mit den Füßen ab und steigen aus, markierten dadurch ein neues, mehrjähriges Tief. Zum Tagestief hatte der Kurs dabei fast genau am oberen Ende einer in diesem langfristigen Chart auf Wochenbasis gut erkennbaren Auffangzone zwischen 59,30 und 66,50 Euro aufgesetzt.

Grundsätzlich könnte die Aktie von hier aus erst einmal wieder eine Gegenbewegung nach oben starten. Aber zu versuchen, diese für Long-Trades zu nutzen, wäre ungewöhnlich riskant. Denn neben dem Umstand, dass erneuter Druck auf den Gesamtmarkt Bayer noch zusätzlich ausbremst, ist eine derart große Unsicherheit ein Aspekt, der das Aufwärtspotenzial auf Basis der aktuellen Nachrichtenlage sehr deutlich limitieren dürfte.

Chart vom 23.10.2018, Kurs 69,27 Euro, Kürzel BAYN

Handeln über LYNX Broker: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN