Börsenblick

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Aktienanalyse:
Dieses Unternehmen hat ein Monopol auf Internet-Domains

Aktuelle Analyse der VeriSign Aktie

Verisign ist der Top-Level-Betreiber aller .com und .net Domains und zuständig für die Vergabe neuer Domains.
Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch Dienstleistungen für den sicheren Betrieb von Websites an.

Was soll da schiefgehen?

Das Unternehmen hat also ein faktisches Monopol und dementsprechend hoch sind auch die Margen.

Bei einem Umsatz von 1,22 Mrd. USD wurde zuletzt ein Nettoergebnis von 582 Mio. USD erzielt.
Größere Investitionen fallen nicht an, daher ist der freie Cashflow ähnlich hoch.

Es ist also kein Wunder, dass Anleger zu dem Schluss kommen, dass hier nichts schiefgehen kann.
Leider übersehen sie einige wesentliche Punkte.

Das kann durchaus schiefgehen

Es ist ein narrensicheres Geschäft ist, leider aber auch ohne nennenswertes Wachstum.
Der Vorstand scheint in einen komatösen Zustand übergegangen zu sein.

In den letzten fünf Jahren ist der Umsatz lediglich von 1,01 auf 1,22 Mrd. USD gestiegen. Inflationsbereinigt bleibt nicht viel übrig.
Daher beruht der gesamte Anstieg des EPS auf Aktienrückkäufen.

Darüber hinaus kann man die Marge kaum mehr steigern, ohne die Gesetzeshüter auf den Plan zu rufen.

Bei einer Marge von über 60% – nach allen Kosten – könnte man bereits jetzt argumentieren, dass der Monopolist seine Marktmacht schamlos ausnutzt.
Das könnte Verisign irgendwann einholen.

Weitere Fragezeichen

Weitere Fragezeichen ergeben sich, wenn man sich die Bilanz ansieht.
Warum sind die Schulden in den letzten Jahren immer weiter gestiegen?

Für was benötigt ein Unternehmen in dieser Position überhaupt Fremdkapital?
Sollte ein Unternehmen mit einem derartigen Cashflow überhaupt Schulden aufnehmen?

Warum wird keine Dividende gezahlt?
Wo versickert all der freie Cashflow?

All diese Fragen legen die Vermutung nahe, dass es sich beim Vorstand bestenfalls um mittelprächtige Kapitalallokatoren handelt. Diesen Punkt sollte man niemals unterschätzen.

Das eigentliche Problem

Das eigentliche Problem ist aber die Bewertung. Auf P/S -Basis schafft es die Aktie in die Top3 der teuersten Aktien im S&P500.
Das sollte als Warnsignal ausreichen.

Der Blick in die Vergangenheit liefert den Bären weitere Argumente. Aktuell liegt die P/S bei 18,4. Vor 2018 lag der Wert nie über 12,3.

(Platz 1 belegt übrigens Nektar Therapeutics. Die Aktie hat zwar mehr als vier Fünftel an Wert verloren, doch auch jetzt liegt die P/S noch bei 30.)

Kommen wir zum Gewinn.
Verisign dürfte das EPS in den nächsten Jahren um 4-5% p.a. steigern, vornehmlich durch Aktienrückkäufe.

Aktuell kommt die Aktie auf eine P/E von 37,8 und eine forward P/E von 36,4.

Im Verhältnis zum erwarteten Wachstum ist das kaum zu rechtfertigen. In den letzten 15 Jahren pendelte die P/E weitgehend zwischen 20 und 25.
Das würde ich als fair bezeichnen. Aktuell entspräche das einem Kurs von maximal 134 USD.

In den letzten Monaten ist es also zu einer Abkopplung von den Fundamentaldaten gekommen. Eine typische Rallye, die sich durch steigende Kurse selbst befeuert.

Das zeigt auch der Fastgraphs* -Chart. Ich kann das Tool nur empfehlen.

Es ist also kein schlechtes Business, der Preis ist einfach viel zu hoch. Die langfristigen Kursrisiken sind gering, kurzfristig sieht das allerdings ganz anders aus.
Ausgehend von diesem Niveau ist es aber auch nahezu ausgeschlossen, dass die Aktie in den nächsten Jahren nur den Outperformern gehören wird.

Charttechnik

Seit Jahresstart legte die Aktie zeitweise um 50% zu. Aktuell zeigt die Aktie aber spürbare Ermüdungserscheinungen.

Fällt Verisign nachhaltig unter 190 USD, kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 180 und 165 USD.

Können die Bullen den Support bei 190 USD allerdings verteidigen, besteht die Chance auf eine Fortsetzung der Rallye.

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Chart vom 13.09.2019 Kurs: 191,18 Kürzel: VRSN - Tageskerzen | LYNX Online Broker
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