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Aktienanalyse:
Microsoft: Auch in Aufwärtstrends gibt es ein „oben“

Aktuelle Analyse der Microsoft Aktie

Microsoft gehört zu den Aktien, bei denen immer mehr Marktteilnehmer davon überzeugt sind, dass man sie immer kaufen kann, weil sie sowieso über kurz oder lang neue Rekorde markieren werden. Und ja, die Kursentwicklung gibt solchen Ansichten recht: Vor vier Jahren notierte diese Aktie noch um 50 US-Dollar, am Freitagabend schloss „Mr. Softee“, wie man sie an der Wall Street nennt, mit 167,10 US-Dollar auf einem neuen Schlussrekord. Aber auch, wenn Microsoft mittelfristig durchaus weitere Rekorde aufs Parkett legen kann: Ob ausgerechnet jetzt ein idealer Moment wäre, um einzusteigen, darf man bezweifeln.

Will man sich Rat bei den Analysten-Einschätzungen holen, stellt man fest, dass 90 Prozent der Experten die Aktie als klaren Kauf einstufen. Dabei liegt zwar das durchschnittliche Kursziel mit derzeit 155 US-Dollar klar unter dem letzten Schlusskurs der Aktie. Aber das liegt schlicht daran, dass die Experten ihre Einstufungen nur in etwas längeren Abständen aktualisieren. Und die letzten, neu aufgerufenen Kursziele lagen allesamt über dem letzten Kurs der Aktie, im Bereich von 175 bis 180 Euro. Hat man damit die Bestätigung, dass man „Mr. Softee“ bedenkenlos kaufen kann? Fraglich, denn:

Expertenmeinung: Oft erlebt man, dass Analysten ihre Kursziele einfach mit einem laufenden Trend „verlängern“. Steigt die Aktie über das vorherige Kursziel und passt die Ertragslage des Unternehmens, wird das Kursziel parallel zum laufenden Trend angehoben. Das ist insofern verständlich, weil die Antwort auf die Frage, ob eine Aktie von der Bewertung her, z.B. über das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV), langsam zu teuer wird, subjektiv ist. Wenn genügend Anleger der Meinung sind, dass für eine bestimmte Aktie ein KGV von 36 in Ordnung geht, dann wird diese Bewertung den Trend auch nicht kippen. Dieses KGV von 36, das in der Tat für Microsoft für die (mit Masse noch zu erwirtschaftenden) Gewinne des Geschäftsjahres 2019/2020 gelten würde, liegt zwar höher als in den meisten vergangenen Jahren. Aber das muss dennoch nicht der Grund sein, weshalb der Kurs jetzt doch vorerst „oben“ sein könnte. Die Charttechnik schon eher:

Sie sehen im Chart, dass die Aktie mit dem neuen Rekordhoch des Freitags (am Montag blieb die US-Börse feiertagsbedingt geschlossen) ganz nahe an die obere Begrenzung des im Dezember etablierten, mittelfristigen Aufwärtstrendkanals gelaufen ist … bei zugleich überkauften markttechnischen Indikatoren. Am 29. Januar wird die Bilanz des zweiten Geschäftsjahresquartals (i.e. des vierten Kalenderquartals 2019) erwartet. Sollte diese Bilanz absolut überzeugen und der Gesamtmarkt dann weiter im Hausse-Modus sein, ist es trotz überkaufter Markttechnik möglich, dass die Aktie diesen Trendkanal sogar nach oben verlässt, sprich „überschießt“. Aber wenn die Ergebnisse „nur“ die Erwartungen der Analysten treffen sollten, dürfte die dann bei 179 US-Dollar liegende, obere Begrenzung des Trendkanals zu einer natürlichen Barriere werden, an der sich eher mehr Akteure angesichts der Super-Performance des Vorjahres den Ausstieg überlegen als im Gegenzug Marktteilnehmer kaufen wollen. Sich mit Long-Trades im Depot knapp unter der aktuell bei 159 US-Dollar verlaufenden Oktober-Aufwärtstrendlinie einen Stoppkurs zu setzen, wäre unbedingt zu überlegen!

Chart vom 17.01.2020, Kurs 167,10 Euro, Kürzel MSFT | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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