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Aktuelle Analyse:
Geely: Jetzt nach Kurshalbierung einsteigen

Der chinesische Automobilhersteller Geely wurde 1986 als Hersteller von Kühlschränken gegründet, verkauft inzwischen aber Hunderttausende Autos pro Jahr. Die Marke ist in den USA und Europa kaum bekannt, dafür umso erfolgreicher im Reich der Mitte. In den letzten Jahren wagt das Unternehmen die Expansion und hat begonnen, seine Position außerhalb des Heimatmarktes durch Zukäufe zu stärken. Übernommen wurden unter anderem Volvo, Proton sowie Lotus.

Elektro-Quote in China

In China gilt ab 2019 eine Elektroquote von 10%, die im Folgejahr bereits auf 12% steigt. Ein riesiger und hart umkämpfter Markt entsteht. Im vergangenen Jahr wurden im Land immerhin 24,72 Mio. PkW verkauft, ab 2019 müssen also gut zweieinhalb Millionen Elektrofahrzeuge pro Jahr her, mit stark steigender Tendenz.
China ist selbstverständlich kein kleiner Markt, viele Branchenexperten gehen davon aus, dass sich hier die Zukunft des Automobils entscheiden wird. Das Reich der Mitte macht inzwischen ein Viertel des Weltmarktes aus, bis 2025 soll es ein Drittel werden und die Neuzulassungen 35,0 Mio. pro Jahr übersteigen.

Daimler spült hunderte Millionen in die Kasse

Über Monate hinweg kamen immer wieder Gerüchte auf. Geely wollte bei Daimler einsteigen und eine Beteiligung von 5% erwerben. Doch die Stuttgarter schlugen die milliardenschwere Offerte aus.
Die Chinesen ließen sich davon aber nicht beirren und kauften über die Börse gleich 10% der Anteile.

Das Aktienpaket dürfte Geely wohl rund 7,0 Mrd. Euro gekostet haben, dürfte sich aber auszahlen. Alleine die Dividende beläuft sich derzeit auf knapp 380 Millionen Euro pro Jahr!

Zahlen mit Wow

Geely dürfte also weiter Rückenwind verspüren, dennoch ist die Aktie durch den Handelsstreit massiv unter Druck gekommen. Der Heimatmarkt wächst jedoch, der Elektro-Anteil muss zwingend steigen und Exporte in die USA sind geradezu belanglos.
In China ist Geely gerade erst zur Nummer drei der Autobauer aufgestiegen und man verdrängt zunehmend die ausländischen Hersteller.

Aus dieser Gesamtkonstellation könnte sich eine erhebliche Gelegenheit ergeben, wenn die Bewertung nun auch noch stimmt.

In den zurückliegenden zehn Jahren konnte der Umsatz von 0,54 Mrd. auf 11,57 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Ergebnis kletterte im selben Zeitraum von knapp unter 0,02 auf 0,15 Euro je Aktie. Das Wachstum ist also enorm und darüber hinaus stets profitabel.

Im laufenden Geschäftsjahr soll das Ergebnis bereits auf 0,19 und im Folgejahr auf 0,24 Euro je Aktie klettern.

Blickt man auf das erste Halbjahr, scheinen diese Ziele erreichbar zu sein. In den ersten sechs Monaten legte der Gewinn um 54% auf 840 Millionen Euro zu, was etwas mehr als 9 Cent je Aktie entspricht.

Geely kommt somit auf ein KGVe von 7,9. Dieser Wert dürfte 2019 dann auf 6,3 fallen. In Anbetracht des Wachstums ist die Bewertung sehr attraktiv.

In Wirklichkeit ist das Unternehmen aber noch günstiger, denn wie wir gesehen haben, hält man knapp 10% an Daimler. Diese Beteiligung ist derzeit rund 5,6 Mrd. Euro schwer und im Verhältnis zum Geely-Börsenwert von rund 13,9 Mrd. Euro erheblich.

Charttechnik und Trading-Setups

Die folgenden Charts beziehen sich auf den Börsenplatz Frankfurt in Euro und die Heimatbörse in Hong Kong in Hong Kong Dollar, mit den Tickersymbolen GRU und 175.
Kunden von LYNX haben darüber hinaus auch die Möglichkeit, die Aktie von Geely unter dem Tickersymbol GELYY in den Pinksheets zu handeln. Spread und Transaktionsvolumen sind hier deutlich attraktiver als in Frankfurt.

Geely hat bei 3,00 Euro ein multiples Top ausgebildet, welches das Chartbild seitdem belastet. Inzwischen hat sich der Kurs aber halbiert und die Aktie ist zu einer zentralen Unterstützungszone zurückgekommen.
Es ist wahrscheinlich, dass die Aktie zwischen 1,25 und 1,50 Euro einen Boden ausbilden wird. Der Aufwärtstrend sollte zusätzlich stützen. Mögliche Kursziele auf der Oberseite liegen bei 1,75 sowie 2,00 Euro.

Fällt die Aktie hingegen unter 1,25 Euro, drohen weitere Verluste in Richtung 1,00 Euro. Hier würden sich weitere antizyklische Käufe anbieten. Langfristige Investoren sollten sich von dieser Möglichkeit nicht einschüchtern lassen und sie bei Eintreten sogar begrüßen.

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