Börsenblick

Zurück Februar Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktuelle Analyse:
Dow Jones Transportation Index: Ganz böses Omen!

Der Freitag verlief für die Wall Street ebenso unerfreulich wie die gesamte Woche. Die großen Indizes, Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100, beendeten die Woche im Minus, der zeitweilige Versuch einer Gegenreaktion wurde abgewiesen. Noch hätte das Index-Flaggschiff Dow Jones gut drei Prozent Luft bis zum bisherigen Jahrestief, das am 2. April bei 23.344 Punkten markiert wurde.

Aber die Sorge, dass man mit Blick auf die Segnungen von Trumps Wirtschaftspolitik mit Zitronen gehandelt hatte, als man immer weiter kaufte, statt auf die Warnsignale zu achten, ist mit Händen zu greifen. Und „good news“, vor allem aus Washington, sind rar. Immer mehr Investoren hätten gerne Fakten, keine Sprüche. Jetzt, so kurz vor dem Jahresultimo, das Ruder herumzureißen, wäre das realistisch?

Auf der einen Seite wäre zwar die Distanz, um den Dow Jones zumindest für das Gesamtjahr wieder positiv zu bekommen, überschaubar: Der letzte Kurs 2017 lag bei 24.719 Punkten. Aber würden sich die großen Adressen einen Gefallen tun, würden sie die Brechstange auspacken, nur, um aus einem leicht negativen Jahr ein Mini-Plus zu machen? Die Anleger dürfte es nicht besänftigen. Und man dürfte sich seitens der Fonds auch die Frage stellen, ob ein solcher Kapitaleinsatz sinnvoll ist, wenn man fürchten muss, dass einem die Aktien im neuen Jahr ohnehin wiederum die Ohren fliegen.

Da dürfte man wohl lieber zusehen, die Barreserven nicht unnötig zu belasten, zumal den Investoren wohl kaum das „Omen“ entgeht, welches vom Dow Jones Transportation Index ausgeht. Denn der hat, wie dieser Chart auf Wochenbasis ausweist, mit dem Freitags-Closing eine markante Schulter-Kopf-Schulter-Trendwendeformation vollendet!

Expertenmeinung: Der Dow Jones Transportation Index listet 20 große Unternehmen aus dem Logistikbereich: Bahngesellschaften, Fluglinien, Paketdienstleister. Also Unternehmen aus Branchen, die konjunkturelle Veränderungen mit als erste spüren. In Phasen starken Wachstums läuft der Dow Jones Transportation Index dem Dow Jones Industrial Average, den wir gemeinhin als „den“ Dow Jones kennen, daher meist voraus.

Kippt das Wachstum, beginnt gar eine Rezession, ist der Transportindex oft noch vor dem Dow Jones auf dem absteigenden Ast. Dass genau das jetzt passiert, ist ein haushohes Warnsignal und ein böses Omen für den US-Gesamtmarkt. Mit solchen Signalen im Rücken dürfte es nicht einfach sein, den Bären das Heft aus der Hand zu nehmen, zumal wir am Freitag einen „dreifachen Hexensabbat“ vor uns haben, die Abrechnung von Optionen und Futures, die gerne an einem Extrempunkt der Handelsspanne der Wochen zuvor abläuft.

Was den Dow Jones Transportation Index angeht, dürften die Bären daher gute Chancen haben, den Index zum nahenden Jahresultimo noch ein Stückchen tiefer zu drücken. Denn hier zu versuchen, die Performance 2018 noch positiv zu gestalten, wäre ein sinnloses Unterfangen – dazu müsste der Index wieder auf 10.612 Punkte steigen, eine Distanz, die in den wenigen verbleibenden Handelstagen nur zu schaffen wäre, wenn die US-Notenbank übermorgen die Zinsen nicht nur nicht anhebt, sondern definitiv die Zinserhöhungen für beendet erklären würde und die US-Regierung bis zum Jahresende eine echte, tragfähige und für die US-Wirtschaft positive Einigung mit China erreichen würde. Und dass das passiert, dürfte wohl auf dem Wunschzettel der Bullen stehen bleiben.

Chart vom 14.12.2018, Kurs 9.514,11 Punkte, Kürzel DTX | LYNX Online Broker

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN