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Aktuelle Analyse:
Jazz Pharma: Kenne ich nicht, interessiert mich nicht

Jazz Pharma ist ein international tätiger Biopharmakonzern. Das Unternehmen hat in den letzten zehn Jahren mehr als ein Dutzend Medikamente bis zur Marktreife gebracht.

Vor der Klippe?

Beflügelt durch die Forschungserfolge gehörte die Aktie zu den absoluten Spitzenperformern am US-Aktienmarkt. Tausende Prozent waren möglich, doch seit einigen Jahren pendelt die Aktie eher seitwärts.

Das Problem sind die 2023 und 2024 auslaufenden Patente von Xyrem. Auf das Medikament entfallen mehr als zwei Drittel des Konzernumsatzes.
Das schüchtert Anleger natürlich ein, vielleicht zu sehr.

Warum ist das so?

Die Börse ist ein merkwürdiger Ort. Unternehmen, die nicht mehr als eine Pipeline bieten können, werden oft genug so bewertet, als wäre die Marktreife ausgemachte Sache. Der Großteil aller Forschungsprojekte scheitert aber – gerade in Phase 3.

Auf der anderen Seite werden nachweislich erfolgreiche Unternehmen wie Jazz Pharma, bei denen in einigen Jahren Patente auslaufen, trotz Milliardenumsätzen so bewertet, als wären sie halb tot.
Die vorhandene Pipeline wird ignoriert und das obwohl man bereits unter Beweis gestellt hat, dass man Medikamente zur Marktreife bringen kann.

Hinzu kommt, dass Unternehmen wie Jazz Pharma Forschungsausgaben aus dem laufenden Cashflow finanzieren können, statt dafür Schulden zu machen oder Aktien auszugeben.

Rechnen wir Mal

Bis die wichtigsten Patente für Xyrem auslaufen haben wir noch volle fünf Jahre Zeit.

In diesem Zeitraum dürften Umsatz und Cashflow weiter zulegen, voraussichtlich um 10-20% p.a.
Die Zahlen sind nicht aus der Luft gegriffen und entsprechen dem Marktkonsens. Da die Ergebnisse zuletzt aber reihenweise über den Erwartungen lagen, könnte auch das noch zu wenig sein.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2018 kletterte der Umsatz beispielsweise um 17% auf 1,89 Mrd. USD und der Gewinn um 24% auf 13,70 USD je Aktie.

Cashflow

Die Barmittel sind um 223,6 Mio. USD gestiegen, darüber hinaus wurden für 523,6 Mio. USD eigene Aktien zurückgekauft.

Weitere Buybacks hat man bereits beschlossen. Man macht also ernst und hat mindestens 747,2 Mio. USD an frei verfügbarem Kapital generiert, nach Forschungsausgaben usw.

Unterstellt man ein Wachstum am unteren Ende der erwarteten Spanne, dürfte der Konzern vor Auslaufen der Patente also noch mehr als 5,0 Mrd. USD an freiem Kapital generieren.

Jazz Pharma kommt derzeit auf einen Börsenwert von 7,8 Mrd. USD.

Was noch?

Der Umsatz von Xyrem wird aber nach Auslaufen des Patents nicht plötzlich auf null sinken und auch jenseits davon ist man erfolgreich.

Mit Defitelio wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatz von 149,5 Mio. USD erwirtschaftet. Schätzungen zufolge liegt das Umsatzpotenzial bei 400 Mio. USD.

Mit Vyxeos wurde ein weiteres Medikament auf den Markt gebracht. Im ersten vollen Jahr lag der Umsatz bereits bei über 100 Mio. USD.

Abschließend wäre da noch die Pipeline.
In den USA und Europa befindet sich Solriamfetol derzeit in im Zulassungsprozess. Das Medikament wurde bereits als das bessere Xyrem bezeichnet.

Charttechnik

Jazz Pharma bewegt sich in einem stabilen Aufwärtstrend. Prozyklische Kaufsignale ergeben sich oberhalb von 140 USD.

Für Antizykliker bieten sich die Unterstützungen bei 130 und 125 USD an.

Chart vom 13.03.2019 Kurs: 133,26 Kürzel: JAZZ - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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