Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Der Sieger des Jahres steht fest

Innogy ist vor allem im Bereich erneuerbare Energie tätig und betreibt gleichzeitig man auch die Netze und Infrastruktur.

Insgesamt beliefert man mehr als 17,5 Mio. Kunden, die wichtigsten Märkte sind Deutschland, Großbritannien, Niederlande und Belgien.

Gegen den Trend

Während der Aktienmarkt zuletzt mächtig unter Druck gekommen ist, ging es bei Innogy in den letzten Monaten stetig aufwärts.

Blickt man auf die Top-Flop-Liste des HDax kann einem schon schwindelig werden. Trauriger Spitzenreiter ist die Deutsche Bank mit einem Minus von 58%.
Von den 110 im Index enthaltenen Unternehmen hat fast die Hälfte mehr als 25% an Wert verloren und nur 6 notieren auf Jahressicht im Plus.

Münchener Rück +1,8%, MTU +4,3%, RWE +8,7%, Qiagen +10,2%, Morphosys +26,2% und Innogy mit +24,2%.

Es drängt sich die Frage auf, ob das gerechtfertigt ist und ob die Aktie auch in Zukunft so gut abliefern wird.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Im Zuge des Börsengangs 2016 wurden rückwirkend Umsatzzahlen ab 2013 vorgelegt. Tatsächlich sind die Einnahmen seitdem von 46,03 auf 41,12 Mrd. Euro gesunken.

Im laufenden Geschäftsjahr hat sich dieser Trend fortgesetzt. In den ersten neun Monaten ist der Umsatz um 9,2% auf 23,76 Mrd. Euro gesunken. Das Nettoergebnis ist sogar um 41% auf 228 Mio. Euro eingebrochen.

Als Grund werden wie immer Sondereffekte angeführt, an der Realität und am Kontostand von Innogy ändert das herzlich wenig. Egal wie man es auch aufschlüsselt, die Zahlen waren bescheiden.

Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten ist von 1,89 auf 1,44 Euro je Aktie gesunken. Hinzu kommt ein Verlust von 1,03 Euro je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten. Unter dem Strich lag das Ergebnis also bei 0,41 nach 0,70 Euro im Vorjahr.
Denn selbstverständlich wurden auch 2017 Verluste aus „nicht fortgeführten Aktivitäten“ verbucht.

Im laufenden Geschäftsjahr und für 2019 wird jeweils ein bereinigter Gewinn von 1,98 Euro je Aktie erwartet. Real ist es ohnehin weniger, aber nehmen wir diese „bereinigten“ Zahlen als Grundlage.

Selbst in diesem Fall kommt Innogy für 2018 und 2019 auf ein KGVe von 20,5.

Bei den Charakteristiken des Geschäfts und diesem Ausblick ist die Bewertung zu hoch.
Unter Berücksichtigung der Verpflichtungen kommt man bereits auf ein KGV von 34, denn die Nettoschulden belaufen sich auf die nicht ganz unerhebliche Summe von 15,6 Mrd. Euro.
Würde man das nicht-bereinigte Ergebnis als Grundlage nehmen, wäre der Wert noch höher.

Großes Wachstum ist in der Branche auch nicht zu erwarten, die Dividende ist das Maß aller Dinge. Die Ausschüttung war in diesem Jahr aber bereits von 1,60 auf 1,58 rückläufig und soll 2019 noch weiter auf 1,54 sinken.
Die Dividendenrendite ist mit 3,8% zwar nicht niedrig, nach den jüngsten Turbulenzen bieten aber zahlreiche andere Aktien deutlich mehr.

Deal zwischen RWE und E.On

Auf diesem Niveau findet man also kaum Argumente für einen Kauf der Aktie. Innogy hält sich nur aus einem Grund so gut:
E.On hat ein Übernahmeangebot von 40,00 Euro je Aktie vorgelegt. Darüber hinaus wird auf eine Nachbesserung gehofft, die sich aus dem Umtauschverhältnis von E.On und RWE ergibt. Es könnten also auch 40,50 oder vielleicht sogar 41 Euro möglich sein.

Aber selbst in diesem Fall ist das Kurspotenzial weitgehend ausgereizt.

Warum E.On bereit ist, diesen Preis zu zahlen, erschließt sich mir nicht.
Doch von dem Energieriesen ist man schlechte Entscheidungen und dementsprechend auch eine miserable Performance der Aktie ja bereits gewohnt. Auf Sicht von zehn Jahren mussten die Anleger einen Verlust von mehr als 60% hinnehmen.

Der Vorstand verdient dennoch Millionen, die Aktionäre zahlen die Zeche.

Ohne Wachstum ist ein KGV von 20 einfach nicht zu rechtfertigen. E.On zahlt zu viel und begeht den nächsten Fehler.
Es ist kein Wunder, dass die Aktie heute wieder auf dem Niveau von 1994 steht.

Ich hatte in Analysen zu beiden Unternehmen ausführlich dargelegt, warum der Deal für E.On kein gutes Geschäft ist und vor der Aktie gewarnt.
Es ist daher auch kein Wunder, dass RWE zu den wenigen Jahresgewinnern gehört, denn wenn eine Seite zu viel zahlt, hat die andere Seite natürlich ein gutes Geschäft gemacht. Der Markt erkennt das.

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