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VTG AG: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: VTG
Datum

Titel

Analysis

Die VTG Unternehmengruppe zählt zu den führenden Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen in Europa. Die Gesellschaften agieren im europäischen Schienengüterverkehr und weltweit im intermodalen Verkehr, wo die Gruppe über eine führende Marktpositionen verfügt.

Im Schienengüterverkehr ist die VTG-Gruppe nach eigener Einschätzung das einzige von Staatsbahnen unabhängige Unternehmen, das ein gesamteuropäisches Dienstleistungsangebot auf einer einheitlichen Plattform bereitstellt. Der Aktionsradius reicht von der iberischen Halbinsel bis nach Osteuropa und von Skandinavien bis Italien. Die Geschäftstätigkeit gliedert sich in die drei Segmente „Waggonvermietung“, „Schienenlogistik“ und „Tankcontainerlogistik“.

Alleinstellung

Ein Geschäft ohne ernstzunehmende Konkurrenz ist natürlich eine erfreuliche Sache. Die Margen sind aber dennoch nicht überbordend und der Sektor wächst langsam.
In den zurückliegenden zehn Jahren stieg der Umsatz allerdings von 0,61 auf 1,01 Mrd. Euro, stagniert aber seit 2015 weitgehend.
Der Gewinn war zwischen 2008 und 2015 rückläufig, seitdem entwickelte sich das Ergebnis aber wieder positiv und erreichte im Vorjahr ein neues Rekordniveau.

VTG kommt somit auf ein KGV von 24,74 und ein KGVe von 22,0 im laufenden Geschäftsjahr. Die Dividendenrendite liegt knapp unter 1,0%.

Das Geschäftsmodell ist sicher, jedoch auch konjunkturanfällig. In Anbetracht der Historie und des Ausblicks erscheint die Bewertung aus fundamentaler Sicht eher hoch.

Übernahmeangebot

Morgan Stanley hat ein freiwilliges Barangebot von 53,00 Euro je Aktie vorgelegt. Eine Tochter der US-Großbank plant, die Beteiligung an VTG von derzeit 29% auf mindestens 49 % zu erhöhen..

Der Unternehmer Klaus Michael Kühne steigt im Gegenzug aus und nutzt die Gelegenheit um Kasse zu machen. Nach der starken Performance der Aktie und in Anbetracht des hohen Kaufpreises dürfte ihm das nicht schwerfallen.
Er hatte die Beteiligung über 20% erst im Mai 2016 erworben. Seitdem hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt und der in Hamburg geborene Milliardär dürfte wohl einen Gewinn von rund 150 Millionen Euro einstreichen.

Eine Andienungsvereinbarung wurde bereits abgeschlossen. Im Zuge eines freiwilligen Übernahmeangebots wird die Kühne Holding AG ihren Anteil von rund 20% einliefern.

Wie sollte man jetzt vorgehen?

Die Aktie notiert derzeit über dem Kaufpreis von Morgan Stanley. Die Mehrheit der Börsenteilnehmer scheint also von weiter steigenden Kursen auszugehen.

Wer bereits investiert ist, sollte es wohl dem gewieften Kühne gleichtun und zumindest Teilgewinne sichern.

Da man die Aktien von VTG derzeit zu 53 Euro andienen kann, ist es unwahrscheinlich, dass die Papiere zeitnah deutlich nachgeben werden. Sobald die Offerte allerdings vom Tisch ist, werden sich viele Spekulanten wohl auch wieder verabschieden wollen. In diesem Fall wären sinkenden Kurse, in Richtung 50,50 und 47,00 Euro nicht unwahrscheinlich

Bricht die Aktie hingegen über 56,00 Euro aus, kommt es zu einem Kaufsignal mit einem möglichen Kursziel bei 60,00 Euro.

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Wer sich mit den sogenannten „Small Caps“ nicht so sehr beschäftigt oder nicht ab und an einen Kesselwagen oder einen Spezialwaggon für Schwertransporte braucht, könnte die in Hamburg ansässige, im SDAX notierte VTG womöglich nicht kennen. Wer sie hingegen nicht nur kennt, sondern auch die Aktie des Unternehmens im Depot hat, kann sich seit knapp drei Monaten über kräftige Kursgewinne freuen. VTG ist ein Logistik-Dienstleister, konkret hat das Unternehmen den größten Waggon-Fuhrpark Europas außerhalb der staatlichen Eisenbahngesellschaften und wohl für so ziemlich jede Transport-Problematik auf der Schiene eine Lösung. Und mit dem Wachstum steigt bei VTG der Umsatz und, weil man mit steigender Nachfrage auch gute Preise durchsetzen kann, der Gewinn erst recht. Auf Basis der Berechnung als EBITDA, d.h. als Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, legte der Gewinn im ersten Quartal 2018 um gut 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Und die die Aktie beobachtenden Analysten sind mehrheitlich der Ansicht, dass sich die Ausweitung der Gewinnmarge noch eine Zeitlang fortsetzen kann. Kann man da noch auf den hier ja durchaus passenden, „fahrenden Zug“ aufspringen?

Expertenmeinung: Da dürften sich die Geister scheiden. Charttechnisch präsentiert sich VTG perfekt bullisch. Aber was die Bewertung angeht, darf man schon konstatieren: Niedrig bewertet wäre diese Aktie derzeit nun wirklich nicht. Um hier zu einem günstigen Bewertungsniveau zum Zuge zu kommen, wäre es besser, eine ordentliche Korrektur abzuwarten, die gerne auch deutlicher unter 50 Euro führen dürfte. Die Frage ist indes, ob es auch dazu kommt, denn genau dort, um 50 Euro, ist die Aktie vergangene Woche durchgestartet. Und damit an einem Punkt, der für den Anlauf auf neue Hochs perfekter nicht sein könnte. Sie sehen, dass VTG im November und im Januar knapp über 50 Euro markante Zwischenhochs ausbildete. Diese Hürde überwand die Aktie bereits im Vorfeld der am 17. Mai präsentierten Quartalsbilanz. Kurz darauf, zu Beginn der vergangenen Woche, setzten Gewinnmitnahmen ein, die aber genau auf Höhe einer markanten Kreuzunterstützung aus diesen zuvor überwundenen Hochs, der 20-Tage-Linie und der April-Aufwärtstrendlinie aufgefangen wurden, was am Freitag zu neuen Käufen und am Montag zu einem neuen Rekordhoch führte. Damit wird der Bereich zwischen 50 und 51 Euro zu einer charttechnischen Schlüsselzone. Solange diese hält, wäre VTG in jedem Fall haltenswert. Für einen Neueinstieg erscheint hier der Zug momentan aber abgefahren zu sein, da sollte man sich besser ein wenig in Geduld üben … die sich aber angesichts dieser grundsätzlich hochinteressanten Aktie lohnen sollte.

Chart vom 28.05.2018, Kurs 56,10 Euro, Kürzel VT9

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