Sartorius VZ Aktie aktuell Sartorius Vz.: Prognose angehoben – ist jetzt das Allzeithoch dran?

News: Aktuelle Analyse der Sartorius VZ Aktie

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Sartorius VZ
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Zur Sartorius VZ Aktie

Der Laborausrüster Sartorius legte gestern nach Handelsende vorläufige Ergebnisse für das erste Halbjahr vor und hob zugleich die Gesamtjahresprognose an. Kein Wunder, die Zahlen sind absolut überzeugend. Die Aktie stieg nachbörslich – ist der Weg nach oben also frei?

Die gestern Abend unangekündigt und deutlich vor dem eigentlichen Bilanztermin am 21. Juli vorgelegten Ergebnisse waren beeindruckend. Sartorius erzielte in den ersten sechs Monaten 2021 ein Umsatzwachstum von 60 Prozent zum Vorjahr und eine operative Gewinnmarge vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 34 Prozent. Dass diese Zahlen in der endgültigen Bilanz nur minimal abweichen, kann man als sicher voraussetzen. Das allein ist bereits begeisternd, denn der Labor- und Prozesstechnologie-Spezialist hatte ja 2020 keine „Corona-Delle“ erlitten, sondern bereits da immense Zuwächse erreicht. Die Frage, ob sich ein Gewinnwachstum von knapp 45 Prozent, wie es 2020 gelang, wiederholen ließe, ist mit diesen Vorab-Zahlen und der angehobenen Prognose beantwortet: Ja.

Und nicht nur das, Sartorius ist auf dem Weg, dieses Wachstum noch deutlich zu übertreffen. Die Gesamtjahresprognose wurde dergestalt nach oben korrigiert, dass man jetzt mit einem Umsatzwachstum von 45 statt zuvor 35 Prozent und mit einer EBITDA-Marge von 34 nach zuvor 32 Prozent kalkuliert. Und selbst diese vorherigen Schätzungen sind bereits gegenüber der Jahreswende angehobene Prognosen gewesen. Rechnet man das zusammen, ergäbe sich ein mögliches Wachstum des EBITDA (d.h. vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 68 Prozent für das Gesamtjahr 2021. Und damit wäre die Frage, ob die Aktie vom Kurs/Gewinn-Verhältnis nicht längst zu teuer wäre, ebenfalls beantwortet: Jetzt nicht mehr.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Sartorius VZ Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Auf Basis des ursprünglichen, weit niedrigeren Ausblicks hätte man das noch unterstellen können. So aber würde sich auf Basis des offiziellen Handelsendes des Montags ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 81 errechnen. Teuer ginge es um eine Aktie, die ein Gewinnwachstum von 20 oder 30 Prozent hätte. Keineswegs teuer bei einem avisierten Gewinnwachstum von 68 Prozent. Was bedeutet:

Die Aktie hätte jetzt den Rückenwind dieser starken Ergebnisse, um weiter nach oben zu laufen. Im Vorfeld war im Mai und Juni eine tadellose Aufwärtswende in Form einer kleinen, umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation gelungen. Deren rechnerisches Kursziel würde nahe an der aktuell bei 466 Euro verlaufenden, im Februar etablierten Abwärtstrendlinie liegen. Ohne diese Vorab-Zahlen hätte es gut sein können, dass sich die Sartorius-Aktie dort erst einmal festgerannt hätte. Aber sollten die Trader heute auf dieses Zahlenwerk entsprechend positiv reagieren, könnte diese Hürde zeitnah bezwungen werden. Dann wäre der Weg frei an das Zwischenhoch vom April bei 484 Euro, der letzten Hürde vor dem bisherigen Rekordhoch, dass im Februar bei 502 Euro erreicht wurde.

Im Februar war man von deutlich weniger starken Gewinnzuwächsen in 2021 ausgegangen und hatte die 500 Euro-Marke erreicht. Gut möglich also, dass mancher Käufer diese alte Bestmarke angesichts der jetzt deutlich stärkeren Perspektiven nur als Etappe ansehen wird.

Sartorius Vorzugsaktie.: Chart vom 05.07.2021, Kurs 449,60 Euro, Kürzel SRT3 | Online Broker LYNX

Offenlegung möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse Long investiert.

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Vorherige Analysen der Sartorius VZ Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Pharma- und Laborzulieferer blickt auf eine überaus positive Aktienentwicklung im letzten Halbjahr zurück. Vor allem die Monate Januar und Februar brachten der Sartorius-Aktie ordentliche Zugewinne, bis sich rund um die psychologisch wichtige Marke bei 500 EUR einige Anleger entschieden, ihre Schäfchen vorerst ins Trockene zu bringen. Zwar erfolgte wenige Wochen später erneut ein Versuch, sich an diese Marke heranzutasten, doch dieses Mal ging den Bullen bereits früher der Brennstoff aus.

Seither befindet sich der Titel unter Druck und die Kurse konsolidieren aktuell knapp oberhalb der Marke von 400 EUR. Der positive Trendverlauf ist mittlerweile vorbei und durch den Bruch des Zwischentiefs von Ende März befindet sich Sartorius aktuell in einer neutralen Verkaufsphase.

Expertenmeinung: Es riecht förmlich danach, dass die Aktie die im Chart eingezeichnete Trendlinie bald nach unten verlassen möchte. Natürlich ist dieses Szenario nicht in Stein gemeißelt, aber es wird sich wohl oder übel in den kommenden Tagen entscheiden. Die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 beginnen gerade zu den Kursen aufzuschließen und dürften dann die Entscheidung bringen. Sofern die Kurse der Aktie diese Indikatoren nicht schnell nach oben durchstoßen, droht der Absturz in die B-Liga. Hierbei könnte gar der gesamte Gewinn des laufenden Kalenderjahrs auf der Kippe stehen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 25.05.2021 Kurs: 408.80 Kürzel: SRT3 | Online Broker LYNX

Bilanz herausragend, Gesamtjahresprognose bereits frühzeitig angehoben, alles passt. Trotzdem behandeln die Anleger die Sartorius-Aktie wie eine heiße Kartoffel. Das hat den Kurs jetzt in eine entscheidende Supportzone geführt. Eine Chance zum Einstieg?

Es gibt sie immer wieder, solche Fälle: Die Analysten sind mehrheitlich bullisch, das durchschnittliche Kursziel für die Aktie liegt weit über dem aktuellen Kursniveau, die Bilanz lag über den Erwartungen, der unternehmenseigene Ausblick auf das Geschäftsjahr wurde schon im Laufe des ersten Quartals angehoben … aber die Anleger wollen einfach nicht kaufen. Wer übersieht da etwas – die Anleger eine Chance oder die Analysten ein Risiko?

Was das Wachstum angeht, könnte es hier derzeit nicht besser laufen. Sartorius steigerte den Umsatz im ersten Quartal 2021 um 55 Prozent, den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) überproportional um 91 Prozent, weil es zugleich gelang, die Gewinnmarge deutlich von 27 auf 33,3 Prozent zu steigern.

Schon am 18. März, während das erste Quartal noch lief, hatte der Medizintechnik- und Messgerätehersteller den Ausblick für 2021 markant angehoben. Der Umsatz wird jetzt mit ca. +35 Prozent nach zuvor +19 bis +25 Prozent gesehen, die EBITDA-Marge soll um 32 Prozent (zuvor 30,5 Prozent) liegen. Wieso läuft die Aktie nicht?

Expertenmeinung: Das bisherige Rekordhoch wurde am 16. Februar bei 502 Euro erreicht. Zu diesem Zeitpunkt ahnten die Akteure weder, wie stark das erste Quartal laufen würde, noch dass Sartorius die Gesamtjahresprognose so deutlich anheben würde. Richtig ist zwar, dass die Aktie ein hohes Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) ausweist, das auf Basis des derzeitigen Kursniveaus und des momentan erwarteten Gewinns pro Aktie knapp über 60 liegt. Das wäre nur dann nicht zu teuer, wenn dieses beeindruckende Wachstum auch in den kommenden ein, zwei Jahren durchzuhalten wäre. Aber wenn man bedenkt, dass man Mitte Februar ohne mit der Wimper zu zucken ein KGV von 90 akzeptierte, ist das kein glaubwürdiges Argument für den Käuferstreik der vergangenen Wochen. Die Charttechnik hingegen wäre eines.

Sartorius Vorzugsaktie: Chart vom 18.05.2021, Kurs 409,20 Euro, Kürzel SRT3 | Online Broker LYNX

Denn warum sollten die Akteure in fallende Kurse hinein oberhalb entscheidender Unterstützungen kaufen? Nachdem es im April trotz der starken Quartalsbilanz nicht gelang, das im Februar markierte Rekordhoch zu überwinden, setzten Verkäufe ein. Erst jetzt hat die Aktie eine entscheidende Unterstützungszone erreicht, erst jetzt weist die Markttechnik (unten im Chart des Stochastik-Oszillator) einen überkauften Level aus, sprich: Erst jetzt kommt es darauf an, ob die Käufer zugreifen. Den Versuch einer Bodenbildung sehen wir in dieser Zone jetzt, die sich aus der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie, dem März-Tief und der 200-Tage-Linie zusammensetzt und zwischen 387 und 416 Euro liegt. Fällt diese Zone, wäre das Risiko, dass sich der Weg der Sartorius-Aktie nach unten fortsetzt, recht hoch. Aber würde der Kurs mit 422 Euro über dem Verlaufshoch der Vorwoche schließen, wäre ein Mini-Doppeltief in dieser so markanten Supportzone vollendet und damit eine gute Basis vorhanden, um mit einem relativ engen Stoppkurs über den Einstieg nachzudenken.

Die Bilanz des ersten Quartals war nicht bloß gut, sie war herausragend. Anfangs reagierte die Sartorius-Aktie auch positiv, doch dann kam es zu einem Intraday-Turnaround nach unten. Harmlose Gewinnmitnahmen oder mehr?

Am Mittwochmorgen meldete der Labor- und Medizintechnikspezialist Sartorius ein Umsatzplus von 55 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2020. Mit 791,1 Millionen Euro lag der Umsatz zudem klar über der durchschnittlichen Analystenerwartung von 744,6 Millionen. Und das war noch die kleinere „big figure“. Denn der Gewinn, gerechnet vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg überproportional um satte 91 Prozent auf 263,5 Millionen Euro (Analystenprognose 235,6 Millionen), weil die EBITDA-Marge markant von 27 auf 33 Prozent gesteigert werden konnte.

Und das quittieren die Anleger am Ende des Tages mit einem Minus von 2,54 Prozent? Hätte die Aktie im Vorfeld kräftig zugelegt, weil zu viele Trader auf starke Zahlen gewettet hatten, wäre es nachvollziehbar gewesen. Hätte die Aktie im Vorfeld bereits neue Rekordhochs erreicht, ebenso. Aber weder noch war der Fall. Wo also liegt der Haken?

Expertenmeinung: Möglich wäre, dass einige Akteure mittlerweile einen Blick auf das geworfen haben, was ihnen im Zuge der Rallye bis Mitte Februar offenbar noch egal war: auf die Bewertung. Allerdings wäre die Reaktion, auf diese Bilanz hin in steigende Kurse hinein zu verkaufen, weil die Aktie relativ hoch bewertet ist, ein wenig unlogisch. Denn Mitte Februar, als die Sartorius Vorzugsaktie mit 502 Euro ihr bisheriges Rekordhoch markierte, konnte man von solchen Ergebnissen noch nicht ausgehen. Und auf Basis der aktuellen Zahlen sowie der am 18. März angehobenen Umsatz- und Margenprognose ließe sich für 2021 ein Gewinnanstieg um 45 Prozent erwarten – damit wäre das derzeitige Kurs/Gewinn-Verhältnis um 74 nicht zu teuer.

Könnten die Analystenerwartungen die Anleger derzeit bremsen? Denkbar, denn das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt derzeit mit 477 Euro nur leicht über dem aktuellen Kursniveau. Aber noch haben die Analysten die gestrigen Zahlen nicht kommentiert, denkbar wäre also, dass höhere Kursziele potenzielle Käufer motivieren, um das bisherige Hoch der Aktie anzusteuern. Und was, wenn nicht?

Der Bereich, der auf keinen Fall brechen sollte, ist die charttechnische Schlüsselzone zwischen dem 2020er-Hoch bei 416,80 und der Dezember-Aufwärtstrendlinie bei 425 Euro. Käme es dazu, wäre die 200-Tage-Linie bei aktuell 379 Euro ein erstes Kursziel. Aber noch wäre nach diesem Minus als Reaktion auf starke Zahlen nichts angebrannt, die Bullen haben es in der Hand, den Aufwärtstrend aufrechtzuerhalten.

Chart vom 21.04.2021, Kurs 456,10 Euro, Kürzel SRT3 | Online Broker LYNX

Als Sartorius am 18. März seine 2021er-Prognose deutlich nach oben korrigierte, machte die Aktie einen Satz nach oben, fiel dann aber zurück. Doch damit wurde nur ein „Gap“ geschlossen, jetzt wäre wieder Luft nach oben.

Dass der Medizin- und Labortechnik-Spezialist noch im ersten Quartal imstande war, die gerade erst Ende Januar vorgelegte, ursprüngliche Prognose für das laufende Jahr anzuheben, war beindruckend. Dadurch wurde unterstrichen, dass es mit der Dynamik des Gewinnwachstums nicht vorbei ist und Sartorius mehr ist als ein „Corona-Gewinner“.

Auf Basis der prognostizierten Umsatzsteigerung von 35 Prozent und der avisierten EBITDA-Marge von 32 Prozent ließe sich ein Gewinnanstieg auf EBITDA-Basis von etwa 45 Prozent errechnen. Anfang Februar, als die Vorzugsaktie die magische 500 Euro-Marke erreichte und dort Gewinnmitnahmen einsetzten, lag die Bewertung über dem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) mit etwa 90 zu hoch. Aber da musste man ja noch von der ursprünglichen Prognose ausgehen.

Jetzt, nach der Korrektur und mit einer höheren Gewinnperspektive, liegt es um 70. Nicht billig, aber angesichts eines prognostizierten Anstiegs des Unternehmensgewinns auf EBITDA-Basis um 45 Prozent auch noch ein gutes Stück unter dem Niveau des Zweifachen des Gewinnanstiegs, das man bei solchen Aktien als akzeptabel ansehen würde. Da wäre jetzt wegen der höheren Gewinnerwartung ein KGV von 90 noch in Ordnung … was hieße, die Aktie hätte Luft nach oben. Und auf charttechnischer Ebene hätte sie jetzt die Basis geschaffen, um die auch auszuloten.

 

Chart vom 06.04.2021, Kurs 434,90 Punkte, Kürzel SRT3 | Online Broker LYNX

Expertenmeinung: Sie sehen im Chart, dass der Kurs als Reaktion auf die vorgenannte Prognose-Anhebung am 18. März einen Sprung nach oben machte, dann aber zeitnah wieder zurückfiel. Doch daraus wurde keine Bullenfalle, der Kurs schloss nur das durch diese Meldung entstandene Aufwärts-Gap (Kurslücke) – und das sehr sauber:

Die doppelte Unterstützung aus dem alten Rekordhoch vom November und der 20-Tage-Linie hielt tadellos, damit war die Kurslücke geschlossen. Dadurch drehte die Aktie noch gut oberhalb der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und zugleich gelang es so, den unten im Chart mit eingeblendeten Trendfolge-Indikator MACD bullisch zu halten. Damit wären die Pferde an die Tränke geführt, jetzt müssten sie nur noch saufen, will heißen:

Mit dem Anstieg zum Start in die Woche ist eine gute Vorlage für einen neuen Aufwärtsimpuls geschaffen, der den absolvierten Rücksetzer zu einem gelungenen Pullback an den Ausbruchlevel machen würde … vorausgesetzt, es gelingt, die nächstliegende Hürde in Form der im Februar etablierten Abwärtstrendlinie bei aktuell 442 Euro und idealerweise auch noch das letzte Zwischenhoch bei 457,40 Euro zu überwinden. Die Chance dafür ist angesichts dieses potenziell bullischen Chartbilds in Kombination mit einer starken Perspektive seitens des Unternehmens gut, aber gelingen sollte es eben trotzdem erst einmal, erst dann wäre der Weg nach oben frei.

Sartorius hob gestern überraschend seine Prognose für das Jahr 2021 an. Das kam zu einem aus charttechnischer Sicht perfekten Zeitpunkt – die Aktie ist wieder im Bullenrennen dabei!

Erst Ende Januar hatte der Labortechnik-Spezialist eine starke 2020er-Bilanz mit einem positiven Ausblick vorgelegt, die Basis des letzten großen Rallye-Impulses der Aktie wurde. Mitte Februar setzte dann jedoch eine relativ scharfe Korrektur ein. Sartorius war derart stark gelaufen, dass Gewinnmitnahmen irgendwann einsetzen mussten – und da waren sie nun. Allerdings zeigte sich schnell, dass das bullische Lager keineswegs geschlagen war, sondern auf Höhe wichtiger Unterstützungslinien wieder zugriff, ein klar positives Signal.

Sie sehen im Chart, dass die Sartorius-Aktie im Unterstützungsbereich 387,60 zu 416,80 Euro in eine Bodenbildung überging. Wie schon zur Jahreswende bildete sich dieser Boden mit einem ordentlichen Respekt-Abstand zur mittelfristig wichtigen, im Chart dick schwarz hervorgehobenen 200-Tage-Linie. Zugleich war die Aktie mit Blick auf die Mitte Februar heiß gelaufenen markttechnischen Indikatoren „auskorrigiert“. Was fehlte, was ein „Kick“, der die Aktie aus dieser Unterstützungszone 387,60/416,80 Euro und über die sie aktuell verstärkende 20-Tage-Linie hinaus getragen hätte. Diese Prognoseanhebung war dieser „Kick“ … und das völlig zu Recht.

Chart vom 18.03.2021, Kurs 439,60 Euro, Kürzel SRT3 | Online Broker LYNX

Expertenmeinung: Sartorius korrigierte nach nur zehn Wochen im laufenden Jahr seine Umsatzprognose von zuvor +19 bis +25 Prozent auf +35 Prozent. Das alleine ist ein Wort. Noch beeindruckender aber war die Aussage, man dürfte in diesem Jahr eine EBITDA-Gewinnmarge von 32 Prozent erreichen. Die bisherige Prognose lag bei 30,5 Prozent nach 28 Prozent im Vorjahr, die 32 Prozent hatte man bei der 2020er-Bilanz von Ende Januar erst für 2025 gesehen!

Die ersten Analysten reagierten bereits am Donnerstag. Die DZ Bank blieb verhalten, hob die Einstufung von „Verkaufen“ auf „Halten“ und das Kursziel von 340,60 auf 445,80 Euro an. Das war es aber auch schon mit der Skepsis. Die LBBW hob das Kursziel von 425 auf 500 Euro an, das Bankhaus Metzler ging sogar von 520 auf 580 Euro nach oben.

Mit solchen „good news“, so bald nach einer ohnehin starken Bilanz, wäre zwar einerseits erst einmal nicht mit weiteren kurstreibenden Nachrichten zu rechnen, denn was sollte das noch toppen? Aber diese Prognose wäre grundsätzlich stark genug, um der Aktie nachhaltig Potenzial zu verleihen. Immerhin wurde das bisherige Rekordhoch von 502 Euro in Unkenntnis dieser jetzt deutlich besseren Perspektive bei Umsatz und Gewinn des Unternehmens erreicht. Dieses bisherige Hoch zu erreichen und im Idealfall zu überbieten, wäre also keineswegs abwegig. Solange Sartorius nicht wieder nennenswert in die jetzt nach oben verlassene Supportzone 387,60/416,80 Euro zurückfallen sollte, bleibt die Aktie bullisch.