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Seit Tagen zieht die Sartorius Vorzugsaktie dynamisch an und hat dadurch jetzt das obere Ende einer seit Jahresbeginn geltenden Widerstandszone erreicht. Das sieht verheißungsvoll aus, doch die Frage stellt sich: Was motiviert die Käufer hier eigentlich?
Die letzten Bilanzdaten gehen auf den 23. Juli zurück. Sie zeigten eine positive operative Entwicklung, die allerdings auch von nicht operativen Effekten im Zusammenhang mit US-Zollrückerstattungen beeinflusst war. Die nächsten Ergebnisse stehen erst am 22. Oktober an. Da findet sich also keine unmittelbar bevorstehende Bilanzvorlage als Erklärung für die kräftigen Käufe, die den Kurs seit Anfang vergangener Woche in der Spitze um gut 17 Prozent nach oben befördert haben. Aber auch von den Analysten kam zuletzt nichts Neues. Und nicht nur das:
Deren durchschnittliches Kursziel liegt momentan bei 271,74 Euro, da ist die Vorzugsaktie also jetzt beinahe dran. Selbst das höchste Kursziel bei 307 Euro wäre nicht so weit entfernt, dass man hier in Goldgräberstimmung verfallen müsste. Zumal die Analysten vor allem aus zwei Gründen eher vorsichtig sind, die weiterhin gelten:
Zum einen bleibt die Investitionsbereitschaft in Teilen des Marktes verhalten, auch wenn Sartorius für das erste Halbjahr eine Stabilisierung und sogar ein leichtes Wachstum beim Geschäft mit Anlagen und Instrumenten meldete. In der Region Asien/Pazifik entwickelte sich das Geschäft zugleich dynamisch, unterstützt von der Erholung in China. Zwar steigt laut Sartorius die Nachfrage nach Verbrauchsgütern, aber die „Big Points“ für die Bilanz würden die Investitionsgüter bringen. Dadurch wird zwar im laufenden Jahr ebenso wie in den kommenden Jahren mit Wachstum gerechnet. Aber die Wachstumsdynamik, die man da vorhersagt, ist zu gering für die aktuelle Bewertung. Denn mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von gut 45 für die durchschnittliche 2026er-Gewinnschätzung der Analysten ist die Aktie recht teuer bewertet. Da sollte man sich durchaus fragen:
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Expertenmeinung: Ist da wirklich noch so viel Kurspotenzial nach oben zu erwarten, dass man, würde die Aktie über das obere Ende der jetzt attackierten Widerstandszone bei 267,70 Euro ausbrechen, auf diesen Zug aufspringen müsste?

Natürlich könnte man sich sagen: Wenn ein solches, aus rein charttechnischer Sicht bullisches Signal erst einmal da ist, könnten Anschlusskäufe die Rallye am Laufen halten. Außerdem könnte es ja sein, dass Marktteilnehmer aufgrund von Informationen oder Erwartungen kaufen, die noch nicht allgemein eingepreist sind.
Aber Letzteres lässt sich von außen nicht verlässlich feststellen. Und sollten genug Akteure der Meinung sein, dass die teure Bewertung und das langsame Wachstum, mit dem man momentan rechnet, ein guter Grund wären, in einem solchen Ausbruch hinein Gewinne mitzunehmen, würde ein solches Signal als Bullenfalle enden. Und das wiederum wäre keineswegs selten.
Hinzu kommt, dass das Überwinden dieser das Jahr 2026 dominierenden Widerstandszone den Kurs nur direkt an die nächsten Charthürden führen würde, die bei 272,70 und bei 292,00 Euro warten. Der Weg nach oben dürfte also aus heutiger Sicht steinig werden, auch wenn die Aktie das bisherige Jahreshoch überbieten sollte. Positive Nachrichten zur Nachfragesituation würden das Bild zwar umgehend aufhellen und höhere Bewertungen rechtfertigen. Aber solange die ausstehen, wäre ein Einstieg auf diesem auf einmal so deutlich höheren Kursniveau eher gewagt.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SRT3.DE/analyst-insights/
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 24.09.2026 um 22:18 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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