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SMA Solar Technology AG: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: SMA Solar
Datum

Titel

Analysis

SMA Solar Technology entwickelt, produziert und vertreibt Photovoltaik-Wechselrichter (Inverter), Überwachungssysteme für Photovoltaik-Anlagen und leistungselektronische Komponenten für die Schienenverkehrstechnik.

SMA sieht sich als Weltmarktführer bei Invertern, für die der Konzern auch die Technologieführerschaft in Anspruch nimmt. Das Unternehmen ist in 20 Ländern mit eigenen Service- und Vertriebsgesellschaften vertreten.

Was spricht für SMA Solar?

Das hört sich natürlich gut an. Technologie- und Marktführer in einem Wachstumsmarkt.
Otto-normalverbraucher dürfte an dieser Stelle aber wohl eher die Frage beschäftigen, was ein Wechselrichter ist.

Solaranlagen produzieren Gleichstrom. Um diesen nutzbar zu machen, oder in das öffentliche Netz einspeisen zu können, muss er in Wechselstrom umgewandelt werden. Daher werden Wechselrichter benötigt, die diese Aufgabe übernehmen.

Der Wirkungsgrad dieser Geräte ist für die Effizienz der gesamten Solaranlage also von entscheidender Bedeutung.

Gleichzeitig erlebt die Branche ein rasantes Wachstum. Seit 2012 hat sich die Kapazität weltweit von 100 auf 500 Gigawatt verfünffacht und es wird massiv investiert. Als Technologie- und Marktführer einer der Schlüsseltechnologie sollte das Geschäft von SMA Solar also prosperieren. Sollte.

Wo liegen die Probleme?

Mit Blick auf die Umsatzzahlen lässt sich leider kein Wachstumsmarkt erkennen und schon gar keine Marktführerschaft.
Der Umsatz ist seit 2010 nahezu konstant rückläufig und hat sich von 1,92 auf 0,89 Mrd. Euro halbiert.

Warum kann SMA Solar nicht vom rasanten Ausbau der Solarenergie profitieren? Es ist das Problem, welches in nahezu allen noch relativ jungen Wachstumsbranchen auftritt. Es ist für jeden offensichtlich, dass es ein zukunftsträchtiger Sektor ist und dementsprechend treten immer mehr Konkurrenten in diesen Markt ein, um sich ein Stück vom Kuchen zu sichern. Die Margen sind stetig unter Druck, der Wettbewerb ist hart und Protektionismus von staatlicher Seite greift um sich.

Nehmen wir als Beispiel die Luftfahrtindustrie. Die Branche verzeichnet seit Jahrzehnten erhebliche Wachstumsraten. Es war absehbar, dass sich ein globaler Massenmarkt entwickelt. Unzählige Airlines wurden gegründet und sind untergegangen. Der Wettkampf war hart und nur wenige haben überlebt, sie beherrschen jetzt große Teile des Marktes.
In anderen Branchen verlief die Entwicklung ähnlich, ein weiteres Paradebeispiel wäre der Automobilsektor.

Von der Konkurrenz abgehängt?

Woran es auch liegt, die Zahlen lassen sich nicht leugnen. Sinkt über Jahre hinweg der Umsatz, trotz massivem Branchenwachstum, spricht das Bände.

Bei anderen Herstellern von Wechselrichtern läuft es in jedem Fall besser. Enphase hat den Umsatz seit 2010 nahezu verfünffacht, SolarEdge verzehnfacht, Sungrow mehr als verfünfzehnfacht.

Es sieht also danach aus, dass man technologisch oder zumindest preislich abgehängt wird.
Inzwischen ist Huawei wohl der größte Hersteller von Invertern, gefolgt von Sungrow und SMA Solar auf dem dritten Rang.
Großkonzerne spielen also ebenfalls mit und die Konkurrenz durch Huawei, ABB und Schneider Electric sollte man nicht unterschätzen.

Man darf sich vom Heimatmarkt nicht täuschen lassen. SMA Solar ist in Deutschland vielleicht Standard, doch in den großen Wachstumsmärkten in Asien dominieren andere, günstigere Alternativen.

Geschäftsentwicklung

Der Umsatz ist also seit 2010 rückläufig und hat sich halbiert. Leider sieht es beim Gewinn nicht viel besser aus. Das Ergebnis ist von 10,52 auf 0,87 Euro je Aktie regelrecht kollabiert. Zwischenzeitlich hat man auch tiefrote Zahlen geschrieben, seit 2015 ist man zumindest wieder profitabel.

Das laufende Geschäftsjahr war in diesem Zusammenhang bisher eher erfreulich. In den ersten sechs Monaten kletterte der Umsatz immerhin um 3,5% und das Ergebnis stieg von 0,25 auf 0,32 Euro je Aktie. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres wird im Normalfall ein Großteil des Gewinns erzielt.

Umso unerfreulicher sind die jüngsten Meldungen.
Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr muss von 900 – 1.000 Mio. auf 800 – 850 Mio. Euro massiv gesenkt werden.
Darüber hinaus geht man nur noch ein einem „ausgeglichenen bis leicht negativen EBITDA“ aus. Zuvor wurde ein Gewinn von 90 – 110 Mio. Euro erwartet.

Den Worten des Vorstands zufolge hat „die massive und unerwartete Kürzung der PV-Ausbauziele durch die chinesische Regierung hat zu enormen Überkapazitäten in der Modul- und Wechselrichter-Produktion in China geführt. […] Dies hat den ohnehin schon starken Preisverfall in allen Märkten und Segmenten noch einmal deutlich verschärft.“

Wo liegt der faire Wert?

Der Umsatz ist also seit bald einem Jahrzehnt rückläufig und bei der Profitabilität hat man ohnehin Probleme. Die Überkapazitäten werden auch im kommenden Jahr weiter Bestand haben und das Fahrwasser schwierig bleiben.

Es dürfte also offensichtlich sein, dass die Bewertung dementsprechend niedrig ausfallen sollte.

Wo liegt also ein fairer Wert und auf welcher Basis soll man ihn überhaupt berechnen, wenn kein Gewinn erwirtschaftet wird?
Nimmt man beispielsweise ein KGV von 10 und ein positives Szenario, in dem wieder der Gewinn von 2016 und 2017 erzielt werden kann, als Basis. Dann läge eine faire Bewertung bei 8,50 – 8,70 Euro.
Doch ist das überhaupt realistisch und sollte man als Investor nicht nur darunter kaufen?

In Anbetracht der massiven und anhaltenden Probleme muss langfristig leider auch eine Insolvenz als Szenario eingeplant werden.
Aus Value-Sicht wäre daher eine enorme Sicherheitsmarge notwendig. Das Chance-Risiko-Verhältnis für ein Investment ist wohl nur bei Kursen weit unter dem aktuellen Liquidierungswert positiv.
Diesen Wert kann man allerdings kaum bestimmen, er dürfte aber wohl weit unter dem derzeitigen Buchwert von 17,60 Euro liegen.

Schnell werden Erinnerungen an SolarWorld oder Aleo Solar wach, hier blieb für die Aktionäre am Ende quasi nichts.

Einige Worte

Zusammenfassend muss man sagen, dass sich keine rationale Begründung dafür finden lässt, dass die Aktie vor wenigen Wochen noch bei über 60 Euro gehandelt wurde. Selbst wenn die bisherigen Jahresziele erreicht worden wären, hätte das KGV für 2018 und 2019 bei knapp 70 gelegen.

Wie wäre das angesichts der seit Jahren anhaltend problematischen Geschäftsentwicklung jemals zu rechtfertigen gewesen? Kein rational denkender Mensch kann diese Frage positiv beantworten.

Es war die typische Hysterie, wie man sie an der Börse ständig beobachten kann. Die Aktie steigt scheinbar unaufhaltsam und Gier frisst Hirn.
Alle wollen dabei sein und einsteigen. Keiner will sich den sicheren Gewinn entgehen lassen. Es kocht in den Foren. Neuer Markt in Kleinform, plötzlich platzt die Blase.

Es ist ein Paradebeispiel, welche Gefahren von derart hohen Bewertungen ausgehen. Die Kurse werden von Hoffnung und Gier getrieben. Fangen die Kurse an zu purzeln, greift plötzlich Panik um sich.
Aixtron oder Nemetschek angesprochen.
Hüten Sie sich davor.

Charttechnik

SMA Solar hat durch den jüngsten Kurssturz gleich mehrere Unterstützungen durchbrochen und entsprechende Verkaufssignale ausgelöst.

Unterhalb von 20 Euro besteht nun die Gefahr auf weiter fallende Kurse in Richtung 15,25 und 11,25 Euro.

Eine technische Gegenbewegung könnte das Boot kurzfristig wieder in Richtung 23 Euro hieven. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Wert hier wieder zur Unterseite abdreht.

Wenn Sie dennoch in SMA Solar investieren wollen. Wäre der Zeitpunkt jetzt bei 20 Euro zumindest besser als zuvor bei 60 Euro.

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SMA Solar, ein Hersteller von Solar-Wechselrichtern, legte am Donnerstag die Bilanz des ersten Halbjahres vor – und die Aktie brach um fast zwölf Prozent ein, fiel am Freitag noch weiter. War diese Bilanz so fatal? Durchaus nicht. SMA Solar konnte den Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 leicht steigern, das Nettoergebnis lag sogar 25 Prozent über dem des Vergleichszeitraums. Was indes bei 11,2 Millionen nicht bedeutet, dass hier allzu große Steine bewegt worden wären.

Aber das war nicht das Problem, der Ausblick war es. Der wurde zwar bestätigt, aber unter Vorbehalt. Unter dem Vorbehalt, dass Projekte nicht verschoben würden, weil die Kunden auf weiter fallende Preise warten. Denn die fallen in der Tat, die Konkurrenz wird immer härter, die Margen immer schmaler. Und das setzt den Chancen, dass dieser Abriss zum Ende der vergangenen Woche schnell egalisiert werden kann, einen Deckel auf.

Expertenmeinung: Mitte Mai begann ein langer Abstieg, in dessen Verlauf sich der Kurs der Aktie bis Mitte Juli glatt halbierte. Dem folgte der Versuch einer Bodenbildung oberhalb der seit vergangenen Herbst schon mehrfach als Wendemarke bewährten Unterstützungslinie bei 32 Euro. Allzu ambitioniert wirkte diese Bodenbildung aber nie. Im Gegenzug sah das, was die Aktie seit Ende Juli zeigte, nachdem es gelungen war, sich leicht von der 32-Euro-Linie abzusetzen, mehr nach einer kleinen Toppbildung aus … die mit dieser Gesamtjahres-Perspektive unter Vorbehalt in einen Abwärtsimpuls überging, der SMA Solar jetzt unter diese wichtige Linie bei 32 Euro führte.

Allzu weit ist der Kurs zwar noch nicht unter diese Linie abgerutscht, aber die unsichere Perspektive bei einem ohnehin dünnen Gewinn-Polster versieht einen erneuten Anlauf bullischer Akteure, diesmal nicht über, sondern unter einer wichtigen Wendemarke, mit eher geringen Chancen. Es müsste mindestens das letzte Zwischenhoch vom Juli bei 36,90 Euro überboten werden, bevor man hier konstatieren könnte, dass die Kuh kurzfristig vom Eis wäre.

Chart vom 10.08.2018, Kurs 30,80 Euro, Kürzel S92

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die globale Korrektur der Solarbranche hat in den letzten Wochen auch vor SMA Solar nicht halt gemacht. Alleine seit Mitte Mai hat die Aktie bereits rund 40 Prozent an Wert verloren und ein Ende der Talfahrt ist wohl erst bei noch tieferen Kursen zu sehen. Die Bären bestimmen den weiteren Kursverlauf und das Interesse der Marktteilnehmer an dem Wertpapier scheint derzeit schwindend gering. Die nächsten möglichen Böden sind sich im Bereich zwischen 32 und 35.38 EUR zu finden. Hier befinden sich alte Pivot-Tiefs von Dezember bis Januar, welche als mögliche Kursziele dienen könnten. Der Trend hat längst auf die bärische Seite gedreht.

Expertenmeinung: Wenngleich die Kurse der Aktie bereits stark gefallen sind, halten wir eine Beteiligung an dem Wertpapier derzeit für wenig sinnvoll. Der Abwärtstrend ist stark und alle Signale deuten auf weiter fallende Kursnotierungen hin. Einzig eine stärkere technische Gegenbewegung nach oben ist in den nächsten Tagen zu erwarten, zumal die Aktie aktuell extrem überverkauft ist. Der Abstand zu den gleitenden Durchschnitten deutet auf eine baldige Zwischenrallye hin. Die Frage ist nur, aber welchem Niveau diese gestartet wird. Wir belassen unsere Aussicht für die SMA Solar Aktie auf der bärischen Seite.

Aussicht: BÄRISCH

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bis zur Mitte der letzten Woche kannten die Kurse der Aktie des deutschen Solarunternehmens SMA Solar nur eine Richtung – nach oben. Die Kursentwicklung war seit Anfang April überaus beeindruckend, doch zeitgleich gab es auch einen kleinen Schönheitsfehler. Ähnlich wie zuletzt im März ging es mit den Kursen fast schon senkrecht nach oben und das Papier entfernte sich recht deutlich vom 50-Tage-Durchschnitt. Somit war die überkaufte Gesamtsituation aus technischer Sicht recht einfach auszumachen. Die Folge ist in solchen Situationen meist ein scharfer Pullback, wie wir ihn nun auch zum Ende der vorigen Woche gesehen haben. Die Frage ist jetzt, ob auch dieser Rückschlag von den Bullen schnell wieder gekauft wird oder nicht.

Expertenmeinung: Ende März ging es mit der Aktie sogar einen Deut tiefer, als es vielen Aktionären lieb war. Der 50-Tage-Durchschnitt wurde kurzfristig nach unten verletzt, doch wenige Tage später wieder zurückerobert. Auch zum Ende der vorigen Woche wurde der Indikator nach unten gebrochen. Sollte den Bullen die Rückeroberung des Durchschnitts nicht gelingen, würde der Aktie sogar ein Rückfall auf bis zu 44 EUR drohen. Diese Woche wird jedenfalls überaus spannend. Wir gehen davon aus, dass ein Wechsel des Momentums nach oben im Laufe der neuen Handelswoche gelingen könnte.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 25.05.2018 mit Kurs 52.70 Kürzel: S92

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit unserer letzten neutralen Analyse, von Anfang April, hat sich der Kurs der Aktie des Solarunternehmens SMA Solar kaum bewegt. Der neutrale Trendverlauf zeigt sich derzeit auch in den gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50, welche seit Wochen seitwärts tendieren. Die Kurse haben sich in einer Bandbriete zwischen 48 und 52 EUR eingependelt, ohne nennenswerte Signale. Ein Ausbruch aus dieser Range dürfte in den kommenden Tagen wieder für neue Impulse sorgen.

Expertenmeinung: Wieder einmal ist der Kampf zwischen Bullen und Bären eröffnet. Gelingt der Aktie der Ausbruch über das Niveau von 52 EUR, wären neue Kaufsignale vorhanden und eine Rückkehr zum bisherigen Jahreshoch wäre eine mögliche Folge. Nach unten hin würde wiederum der Bruch der Unterstützung bei 48 EUR zu Verkaufssignalen führen. Der nächste Support wäre dann bei 44 EUR zu finden, wo die Aktie zuletzt Anfang April ein Pivot-Tief bilden konnte. Derzeit heißt es also abwarten, bis der Chart neue Impulse liefert.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 27.04.2018 mit Kurs 51.15 Kürzel: SMA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mit dem Bruch des Pivot-Tiefs von März hat die Aktie des Solarunternehmens SMA Solar auch den bislang stabilen Aufwärtstrend verlassen. Die erste Verkaufswelle fiel überaus scharf aus und beförderte die Kurse auf das 50% Fibonacci Retracement, welches die Hälfte des Anstiegs von Dezember bis März dieses Jahres markiert. Wenn die Bullen den Spieß umdrehen wollen, dann hier. Sollte dies nicht gelingen, wäre die gesamte Aufwärtsbewegung der letzten Monate in Frage zu stellen.  Der Trend bleibt vorläufig auf der neutralen Seite und es bleibt abzuwarten, ob die Kurse von hier aus wieder nach oben drehen können.

Expertenmeinung: Unsere Aussichten auf die Aktie senken wir vorerst von bullisch auf neutral, wenngleich die Chancen derzeit recht gut stehen, dass es in den kommenden Tagen zu einer heftigen Gegenreaktion nach oben kommen könnte. Ein Anstieg auf bis zu 50 EUR wäre keine allzu große Überraschung. Danach wird es umso spannender, denn die Frage bleibt, ob die gleitenden Durchschnitte zurückerobert werden können. Solange sich die Kurse darunter befinden, ist höchste Vorsicht geboten.

Aussicht: NEUTRAL

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