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General Electric Company: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: General Electric
Datum

Titel

Analysis

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Meldung über einen Wechsel in der Führungsetage des Mischkonzerns General Electric sorgte im gestrigen Handel für Begeisterungsstürme unter den Anlegern – zumindest vorbörslich. Die Aktie eröffnete zu Börsenbeginn mit einem stolzen Plus von fast 14 Prozent, doch wieder einmal kam die charttechnische Seite dazwischen und beendete die Kursexplosion. Der Widerstand bei 13 USD sorgte bereits in den letzten Wochen immer wieder für ordentlich Gegenwind und die Bullen waren wohl noch nicht bereit, diese Hürde sogleich nach oben zu durchbrechen. Es fehlte klar an Folgekäufern und somit konnten die Kurse während des Handelstages kaum überzeugen. Die Aktie fiel stetig und schloss letzten Endes mit einem geschmolzenen Gewinn von nur noch sieben Prozent. War die Meldung also nur Schall und Rauch? Der Abwärtstrend bleibt jedenfalls vorerst bestehen.

Expertenmeinung: Wenn das Papier tatsächlich eine längerfristige Trendwende starten möchte, muss der Bereich bei 13 USD gebrochen werden, das ist Fakt. Solange es also keine Schlusskurse über dieser Marke gibt, sollten Anleger noch etwas vorsichtiger agieren und geduldig auf ihre Chance warten. Daher bleiben wir vorläufig neutral auf die Aktie. Die Gefahr, dass sich der bisherige Abwärtstrend weiter fortsetzt ist nach wie vor gegeben und die Ampeln stehen noch nicht auf Grün. Es bleibt azuwarten, ob der Monat Oktober eine Änderung mit sich bringt.

Aussicht: NEUTRAL

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Die General Electric Co. (GE) ist einer der weltweit größten Mischkonzerne, der in vielen Geschäftsbereichen eine führende Rolle einnimmt. Das 1892 gegründete Unternehmen mit Sitz in Boston, USA ist in zahlreichen Branchen tätig, darunter Transport, Bau, Infrastruktur, Maschinenbau, Konsum, Medizintechnik, Beleuchtung, Erneuerbare Energien und Finanzdienstleistungen.

Zur breit gefächerten Produktpalette des Unternehmens zählen u.a. Lokomotiven, Generatoren, Motoren, Fahrzeugkomponenten, Automatisierungssysteme für die Industrie, medizinische Diagnosegeräte, verschiedenste Elektroartikel, sowie Düsentriebwerke für Flugzeuge. Über das Tochterunternehmen GE Capital werden zudem Geschäfts- und Privatkunden Finanzdienstleistungen wie beispielsweise Kreditkarten, Darlehen, Leasing und Anlagemöglichkeiten angeboten.

Es geht seit Jahren Bergab

Scheinbar hat man bei General Electric inzwischen den Überblick verloren. Das ehemals größte Unternehmen der Welt ist seit geraumer Zeit auf dem absteigenden Ast und hat ernstzunehmende strukturelle Probleme. Die Zahlen lassen das leicht erkennen, in meinen Webinaren habe ich mehrfach vor der Aktie gewarnt.

In den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 181,6 auf 120,5 Mrd. USD eingebrochen. Im Gleichklang sank darüber hinaus die operative Marge von ehemals über 25% auf zuletzt 6,8%.
Dass sich der Gewinn dementsprechend nicht gerade sonderlich positiv entwickelt hat, ist nicht überraschend. Er brach von 1,72 auf zuletzt Minus 0,72 USD je Aktie ein. Die ganze Tragödie wird mit Blick auf den Cashflow klar. Es gab Zeiten, in denen beim Weltkonzern mehr als 30 Mrd. USD pro Jahr in die Kasse flossen, im letzten Jahr waren es 2,5 Mrd. USD.

100 Milliarden US-Dollar Schulden

Man könnte argumentieren, dass sei noch immer eine erhebliche Summe, doch sie rechtfertigt eben keinen Marktwert von knapp 215 Mrd. USD. Alleine an langfristigen Schulden muss General Electric über 105 Mrd. USD bedienen. Gleichzeitig schüttet man Milliarden US-Dollar an Dividenden aus. Diese Mittel sollten besser für den Schuldenabbau genutzt werden und daher war die Kürzung der Dividende richtig, wenn auch schmerzhaft.

Nach dem Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr will man 2018 wieder einen Gewinn erwirtschaften. Immerhin 0,94 USD je Aktie. General Electric käme somit auf eine forward P/E von 13,5. Man kann den Schuldenberg von über 100 Mrd. USD aber kaum ignorieren, diesen inkludiert liegt die forward P/E bei rund 26.
Aus fundamentaler Sicht deutlich zu viel für einen strauchelnden Konzern mit erheblichen strukturellen Problemen. Auch in den Folgejahren wird es kaum besser, denn auch 2019 und 2020 erwartet man nur einen Gewinn von 1,05 und 1,15 USD je Aktie.

Es ist daher nur richtig, dass General Electric den Dow Jones Industrial Average verlässt und durch Walgreens ersetzt wird. Ein Dividenden-Aristokrat, der Umsatz und Gewinn in den letzten 10 Jahren verdoppelt hat.

Charttechnischer Ausblick

General Electric befindet sich in einem intakten langfristigen Abwärtstrend. Es ist geradezu erstaunlich, mit welcher Konsequenz die Aktie seit Monaten abverkauft wird. Fällt das Papier nachhaltig unter 12,90 USD, kommt es zum nächsten Verkaufssignal. Die möglichen Kursziele lägen in diesem Fall bei 12,00 und 10,50 USD.
Auf der anderen Seite ist der Wert kurzfristig aber auch überverkauft. Mögliche Erholungsziele liegen bei 13,60 sowie 14,00 und 15,00 USD. Diese Gegenbewegung würde den Abwärtstrend aber nicht in Frage stellen.

 

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im Laufe der Woche standen die Vorzeichen für eine Trendwende nach oben in der General Electric Aktie aus technischer Sicht gar nicht mal schlecht. Es konnten die ersten höheren Hochs generiert werden und auch die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 wurden deutlich gebrochen. Es waren jedoch Aussagen des CEO von General Electric, John L. Flannery, welche die Kurse erneut ins Strudeln brachten. Die Trendwende im Energiesektor werde frühestens 2020 erfolgen und es sei weiter unklar, ob der Konzern in Zukunft überhaupt eine Dividende bezahlen könne. Somit verlor die Aktie mehr als sieben Prozent an Wert und der Trendwechsel liegt wieder einmal auf Messers Schneide.

Expertenmeinung: Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wir jetzt sein, ob die gestrige Ausverkaufskerze auf neuen Nährboden stoßen wird, oder ob bereits viel Negatives in der bisherigen Kursentwicklung eingepreist wurde. Die nächste Unterstützung befindet sich bei 13.75 US-Dollar und darf keinesfalls gebrochen werden. Wenn doch, ist auch die Hoffnung auf eine charttechnische Erholung vorerst wohl wieder vom Tisch. Wenn die Bullen am Turnaround festhalten wollen, dann müssen Sie die gestrige Kerze rasch negieren und für Schlusskurse über der Marke von 15 US-Dollar sorgen. Alles darunter bleibt derzeit recht gefährlich.

Aussicht: NEUTRAL

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Waren die am Freitag vor US-Handelsbeginn veröffentlichten Daten zum ersten Quartal 2018 für den riesigen US-Mischkonzern General Electric die Basis zu einer auch mittelfristig tragfähigen Wende nach oben? Noch scheinen die Marktteilnehmer da nicht einer Meinung zu sein. Das Plus von 3,93 Prozent, das am Ende des Freitags-Handels zu Buche stand, war zwar recht ordentlich und bedeutete kurzfristig positive Signale im Bereich der Charttechnik. Aber dass die Aktie unmittelbar nach dem Handelsstart schon bis zu 7,5 Prozent höher notierte und Marktteilnehmer diesen Kursanstieg für Gewinnmitnahmen nutzten, stimmt vorsichtig. Denn wer überzeugt ist, dass das Zahlenwerk den großen Wurf bedeutet, nimmt bei einer Aktie, für die ein Plus von 7,5 Prozent in Relation zu dem vorangegangenen, endlos wirkenden Abstieg wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkt, noch keine Gewinne mit. Diese Zahlen mögen diejenigen zuversichtlich stimmen, die grundsätzlich daran glauben, dass GE kurz vor dem erfolgreichen Abschluss der jahrelangen, zuvor zu lange verschleppten Restrukturierung steht. Skeptische Naturen dürfte das Zahlenwerk aber nicht überzeugt haben, denn:

Expertenmeinung: GE übertraf zwar die Analystenprognose von 0,12 US-Dollar Gewinn pro Aktie mit 0,16 US-Dollar einigermaßen deutlich. Aber im Vorjahresquartal hatte der Gewinn noch 0,21 US-Dollar betragen. Und hier geht es um einen um „Sonderfaktoren“ bereinigten Gewinn. De facto hat GE rote Zahlen geschrieben … und die waren mit 1,15 Milliarden oder   -0,14 US-Dollar pro Aktie nicht gerade klein. Und noch ist der Restrukturierungsprozess nicht abgeschlossen. GE hat sich selbst verordnet, im Jahr 2018 zwei Milliarden US-Dollar an Kosten einzusparen. Aber solange diese Prozesse laufen, bleibt offen, wie profitabel der Konzern am Ende dieses jahrelangen Weges wirklich sein kann. Rein charttechnisch betrachtet ist durch das Plus des Freitags ein kurzfristig bullisches Signal entstanden. Die Aktie überwand durch den Kurssprung den Kreuzwiderstand aus der Oktober-Abwärtstrendlinie und der zunächst als Unterstützung, ab Ende März dann als Widerstand dienenden Linie bei 13,95 US-Dollar. Doch dass die Aktie im Hoch schon recht nahe an die nächste Widerstandszone bei 15,20/15,80 US-Dollar heranlief, am Ende aber doch wieder näher am gerade überbotenen Widerstand als an der nächsten Hürde schloss, wäre ein Argument, diesem Kurssprung nicht unmittelbar hinterherzulaufen, sondern erst einmal abzuwarten, ob sich diese grundsätzlich mögliche Wende tatsächlich wird durchsetzen können. Nach einem Anstieg über die vorgenannte nächste Widerstandszone 15,20/15,80 US-Dollar wäre man dahingehend auf festerem Boden unterwegs und könnte dann, wenn sich dadurch charttechnischer Spielraum in den Bereich 17,35/17,45 US-Dollar eröffnet, auch mit einem engeren Stoppkurs knapp unterhalb dieses Bereichs 15,20/15,80 US-Dollar agieren.

Chart vom 20.04.2018, Kurs 14,54 US-Dollar, Kürzel GE

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Anfang des Jahres hatten wir bereits vor einem Einstieg bei General Electric gewarnt. Das Wertpapier befand sich im Bereich von 18 USD und nach einem Kursabschlag von mehr als 40 Prozent im letzten Jahr erschien die Aktie überaus günstig. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass Trends generell länger halten, als dass sie gebrochen werden. Genau dieser Abwärtstrend hat auch weiterhin Bestand und so sind die Kurse wenig überraschend auch in den letzten Monaten weiter gefallen. Mittlerweile versucht sich das Papier im Bereich zwischen 13 und 14 USD zu stabilisieren. Ob dies gelingt, bleibt vorerst noch abzuwarten.  Weiterhin haben nämlich die Bären das Zepter in der Hand.

Expertenmeinung: Solange sich der 50-Tage-Durchschnitt in einer Fallphase befindet und sich die Kurse weiterhin darunter bewegen, sollten Anleger definitiv keine Einstiege planen. Die Aktie wird uns die nötigen Signale für einen Trendwechsel liefern, wenn sie dazu bereit ist. Derzeit sind solche Kaufsignale noch nicht erkennbar und dementsprechend heißt es weiterhin geduldig abzuwarten. Eventuell könnten die heute vor Börsenbeginn zu erwartenden Quartalsergebnisse ein solches Signal mit sich bringen. Erwartet wird ein Gewinn je Aktie in der Höhe von 0.11 USD bei einem Umsatz von 27.87 Milliarden USD.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 19.04.2018 mit Kurs:13.99 Kürzel: GE

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