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Aktienanalyse:
TeamViewer: Halten die Fakten mit der Rallye mit?

Aktuelle Analyse der TeamViewer Aktie

Rein auf den Schlusskurs bezogen beendete die Aktie des Software-Unternehmens TeamViewer den Montag auf Rekordniveau. Am 3. März hatte die Aktie mit 37,70 Euro zwar im Verlauf einen etwas höheren Kurs gesehen, diesen aber nicht in das Handelsende gerettet. Schon damals, Anfang März, war die Aktie aus ihrer vorherigen Handelsspanne nach oben ausgebrochen, als Anleger unterstellten, dass TeamViewer mit seiner beliebten Fernwartungs-Software und den anderen Software-Lösungen zur Fernüberwachung und –steuerung von Prozessen von dem Umstand profitieren werde, dass immer mehr Menschen in der aktuellen Situation ins Home Office übersiedeln müssen.

Jetzt kam es erneut zu einem dadurch motivierten Kursschub. Auslöser war die Meldung am Montagmorgen, dass TeamViewer im März einen sprunghaften Anstieg seiner in Rechnung gestellten Leistungen verzeichnen konnte. Was indes manch ein Käufer übersehen haben könnte war, dass das Unternehmen bislang von einer vorübergehenden Entwicklung ausgeht und die bisherige Prognose für 2020 bis dato unverändert lässt. Das kann sich natürlich noch ändern, aber trotzdem stellt sich die Frage, ob dieses neue Rekordhoch sich nachhaltig wird halten lassen, womöglich noch höhere Kurslevel angesteuert und behauptet werden können.

Expertenmeinung: Ginge man davon aus, dass die derzeitige Gewinnprognose des Unternehmens in etwa eintrifft, könnte man für 2020 mit einem Gewinn pro Aktie von grob 80 Cent rechnen. Auf aktuellem Kursniveau ergibt sich dadurch ein Kurs/Gewinn-Verhältnis um die 46 … in Relation zu den Wachstumsraten ist das nicht zu teuer. Und richtig ist allemal, dass TeamViewer zu den Unternehmen gehört, die unter den Folgen der Pandemie nicht leiden, tendenziell sogar davon profitieren, weil hier Lösungen angeboten werden, die jetzt vermehrt benötigt werden. Was zur Vorsicht mahnt, sind zwei Dinge:

Zum einen war auffällig, dass der Großaktionär Permira ausgerechnet am Abend des 3. März, als die Aktie ihren bisherigen Verlaufsrekord markierte, kurzfristig ca. 11 Prozent des Gesamtkapitals in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren an institutionelle Investoren verkaufte. Zwar bleiben Permira jetzt nur noch 51,5 Prozent des Unternehmens, so dass weitere Verkäufe überraschen würden, aber man sollte es nie ausschließen.

Zum anderen zeigt der Chart, dass die Aktie trotz der anfänglichen Kaufwelle auf Basis des vermuteten (und jetzt bestätigten) Nachfrageschubs schnell wegbrach. Die derzeitige Rallye begann auf einem Niveau, das nur knapp über dem bisherigen, im Oktober markierten Tief der erst im September an die Börse gegangenen Aktie startete. Sollte es zu einer erneuten, größeren Verkaufswelle am Gesamtmarkt kommen, wäre es gut möglich, dass die Aktie, die zu den wenigen gehört, die im Vergleich zum Jahresbeginn in der Gewinnzone rangieren, mit verkauft wird, einfach, weil man hier Gewinne mitnehmen kann, statt Verluste realisieren zu müssen. Das dürfte ein entscheidender Grund gewesen sein, warum TeamViewer zwischenzeitig so stark fiel. Dass sich dieses Szenario wiederholt, ist nicht zwingend, man sollte es aber einkalkulieren, sofern man hier den Einstieg erwägt.

TeamViewer Aktie Chart vom 30.03.2020, Kurs 36,80 Euro, Kürzel TMV | Online Broker LYNX

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