Jenoptik Aktie aktuell Jenoptik: Das sieht interessant aus!

News: Aktuelle Analyse der Jenoptik Aktie

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Jenoptik
ISIN: DE000A2NB601
Ticker: JEN
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Zur Jenoptik Aktie

Bevor nicht deutlich wird, wie das wichtige zweite Quartal gelaufen ist, bleiben Aktien deutscher Unternehmen hinsichtlich ihrer Perspektive Richtung Herbst zu einem gewissem Grad eine Wundertüte. In diesem zweiten Quartal spielte sich der Übergang vom „Lockdown“ zur Wiederaufnahme der Produktion und der meisten Aktivitäten im Konsumsektor ab. Da braucht es Signale in den Bilanzen, dass der Motor wieder anläuft. Auch beim Optoelektronik-Spezialisten Jenoptik ist derzeit noch offen, wie diese Monate April bis Juni gelaufen sind, wie sich aus Sicht des Unternehmens die Perspektive des zweiten Halbjahres darstellt. Sofern keine Vorab-Zahlen veröffentlicht würden, müssten wir hier bis zum 6. August warten, das ist der reguläre Termin für die Quartalsbilanz. Aber:

Die Trader werden nicht einfach solange stillhalten, die Aktie wird in Bewegung bleiben. Und das, was die Jenoptik-Aktie in den vergangenen Monaten gezeigt hat, sieht positiv aus: Wir sehen hier einen solide wirkenden Analysten recht optimistisch sind. Alle Einschätzungen stehen aktuell entweder bei „Halten“ oder „Kaufen“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 26 Euro und damit über dem derzeitigen Kursniveau. Ist die Aktie also ein Kauf?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Jenoptik Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Aus rein charttechnischer Sicht könnte man das bejahen, fundamental betrachtet sollte man es zumindest vorsichtig angehen. Denn Jenoptik ist zwar einerseits ein Zulieferer der Medizintechnik-Branche. Aber zu den Kunden gehören auch die Autobauer, die Chipindustrie oder die Luft- und Raumfahrttechnik, Branchen, die es auch weiterhin schwer haben werden. Die wirtschaftliche Erholung nicht nur hierzulande, sondern weltweit sollte nahe an den Hoffnungen der Optimisten bleiben, ansonsten wäre ein Zulieferer wie Jenoptik schnell mit schwindendem Auftragsvolumen und Druck auf die Margen konfrontiert. Was sich bei der Mitte Mai vorgelegten Bilanz des ersten Quartals auch angedeutet hat. Da fiel der Umsatz zum Vorjahresquartal um 10,6 Prozent, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) aber um 27,3 Prozent. Der Margendruck war da also bereits spürbar. Positiv war, dass der Auftragseingang über dem des Vorjahresquartals lag. Ebenso, dass die Unternehmensführung im Mai zuversichtlich war, die eigene 2020er-Prognose zu erreichen. Allerdings umfasste diese Anfang Mai vorgelegte Prognose einen Umsatz von 800 Millionen Euro nach 855 Millionen 2019 und eine Marge von 14,3 Prozent nah 15,7 Prozent im Vorjahr. Was hieße, dass man mit einem in etwa 14 bis 15 Prozent niedrigeren Gewinn kalkuliert.

Auf Basis des derzeitigen Kursniveaus würde das Erreichen der 2020er-Prognose ein Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 23,3 bedeuten. Das ist nicht äußerst viel höher als zum Jahresende 2017 oder 2019, aber doch ein wenig teurer. Und 2018 sowie in den Jahren vor 2017 lag das KGV klar unter 20. Kurz: Wer mit großen Kursgewinnen rechnet, müsste davon ausgehen, dass Jenoptik die Prognosen klar übertrifft, weil sich die Weltwirtschaft noch schneller erholt als erhofft oder aber erwarten, dass man der Aktie in diesem Umfeld ein deutlich höheres KGV zubilligt. Vorsicht bliebe also angebracht. Der Vorteil der Bullen ist indes die aktuelle, charttechnische Konstellation:

Die Aktie notiert nahe an gleich drei wichtigen Unterstützungen. So findet sich bei aktuell 21,80 Euro die März-Aufwärtstrendlinie, darüber bilden um 22,50 Euro die 20-Tage- und die 200-Tage-Linie eine Kreuzunterstützung, wobei die 20-Tage-Linie kurz vor einem bullischen Crossover über die 200-Tage-Linie steht. Damit wäre ein relativ enger Stop Loss knapp unterhalb der Aufwärtstrendlinie machbar. Wichtig wäre dabei im Hinterkopf zu haben, dass die Aktie diesen Stop Loss in einem so sehr von offenen Fragen dominierten Börsenumfeld jederzeit reißen könnte!

Jenoptik Aktie Chart vom 20.07.2020, Kurs 23,76 Euro, Kürzel JEN | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Jenoptik Aktie

Die am Mittwochmorgen vorgelegten, vorläufigen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2019 wurden von den Anlegern mit einem satten Plus von 6,11 Prozent honoriert. Hat der Optoelektronik-Konzern Jenoptik die Marktteilnehmer so positiv überrascht? Eigentlich nicht. Man könnte mutmaßen, dass manch einer mit weniger gerechnet hätte. Aber im Großen und Ganzen entsprach das Ergebnis den Expertenerwartungen: Umsatz +2,45 Prozent, Gewinn als EBITDA gerechnet +5,1 Prozent, die Gewinnmarge auf EBITDA-Basis stieg leicht von 15,3 Prozent im Jahr 2018 auf 15,7 Prozent. Da haben andere Unternehmen derzeit mehr Dynamik zu bieten. Aber andere Unternehmen sind, und das dürfte ein entscheidender Punkt hinsichtlich des kräftigen Anstiegs sein, auch deutlich teurer bewertet.

Jenoptik bewegt sich auf Basis dieser vorläufigen 2019er-Gewinne bei einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von unter 20. Das ist zwar angesichts des relativ langsamen Gewinnanstiegs auch angemessen. Aber wenn man sich überlegt, dass manch anderes Unternehmen in der Relation doppelt so hoch bewertet ist, kann es durchaus sein, dass manche Akteure die Aktie allein aufgrund der untypisch teuren Bewertungen am Gesamtmarkt als „billig“ einstufen. Allerdings war auch die Charttechnik ein wichtiger Aspekt, der dazu beigetragen haben dürfte, dass die Reaktion auf das Zahlenwerk so kräftig ausfiel.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Jenoptik Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Sie sehen im Chart, dass Jenoptik im Vorfeld an die dick schwarz hervorgehobene 200-Tage-Linie herangelaufen war, an welcher die Aktie im Dezember und zuletzt auch in der Vorwoche abgewiesen wurde. Das spielte sich innerhalb eines im August etablierten Aufwärtstrends und oberhalb der blau markierten 20-Tage-Linie ab, die zu Wochenbeginn als effektive Unterstützung fungierte. Damit war die ideale Grundlage für einen Ausbruch nach oben geschaffen. Und in dem Moment, in dem diese 200-Tage-Linie als Reaktion auf die Bilanz klar überboten war, dürften zahlreiche Eindeckungen auf der Short-Seite eingesetzt haben, die den Anstieg der Aktie noch intensivierten.

Dadurch wurde jetzt ein signifikant positives Signal generiert, das nicht zuletzt aufgrund der relativ günstigen Bewertung der Aktie Anschlusskäufe nach sich ziehen könnte. Das nächste Kursziel wäre das markante Zwischenhoch vom November bei 29,36 Euro, ein Bereich, an dem die Aktie bereits im Juni und Juli nach unten abgewiesen wurde.

Jenoptik Aktie Chart vom 12.02.2020, Kurs 27,44 Euro, Kürzel JEN | Online Broker LYNX