Jenoptik Aktie Prognose Jenoptik: Diese Aktie sollte man im Auge behalten

News: Aktuelle Analyse der Jenoptik Aktie

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Jenoptik
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Zur Jenoptik Aktie
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Dass der Gewinn bei Jenoptik in diesem Jahr den Vorjahreslevel nicht wird halten können, offenbarte die gestern präsentierte Bilanz des 2. Quartals. Aber davon waren die Anleger auch ausgegangen. Insgesamt reagierte man auf die Zahlen positiv … und das durchaus zu Recht.

Kräftig gestiegener Umsatz, leicht gedrückter Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) und ein deutlicherer Rückgang im Nettogewinn: Die Ergebnisse, die der Optoelektronik-Konzern Jenoptik da vorlegte, sind für Maschinen- und Anlagenbauer derzeit Normalität. Die Auftragsbücher sind zwar voll und werden immer voller, aber bei reißenden Lieferketten und steigenden Kosten hilft das eben erst einmal nichts. Erst einmal.

Bei Jenoptik stieg der Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um knapp 34 Prozent, trotzdem ging der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um drei Prozent zurück. Netto kam sogar ein Minus von gut 31 Prozent zusammen. Nicht gut, aber:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Jenoptik Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Frage ist immer, wie lange das so weitergeht. Um da Hoffnung zu hegen, wirken ermutigende Statements und Perspektiven des jeweiligen Unternehmens oft Wunder in Bezug auf die Gemütslage der Marktteilnehmer. Die holte man sich im Fall Jenoptik aus dem aktualisierten Ausblick auf das Gesamtjahr. Denn da hob das Unternehmen die 2022er-Umsatzprognose von einem Umsatzplus von mindestens 20 Prozent auf eine Spanne von +24 bis +28 Prozent an, zugleich sieht man die EBITDA-Gewinnmarge jetzt zwischen 18,0 bis 18,5 Prozent, zuvor hatte man 18,0 Prozent avisiert. Da diese EBITDA-Marge 2021 bei 21,5 Prozent gelegen hatte, bedeutet das zwar trotzdem, dass die Lage schwierig bleibt, aber:

Wenn man sich ansieht, wie markant der Jenoptik-Kurs seit Jahresbeginn gefallen ist, kann man leicht den Eindruck gewinnen, dass man dabei mehr „Krise“ in die Aktie eingepreist hat, als sich bislang de facto manifestiert hat. Dadurch ist diese Aktie, die 2020 und 2021 deutlich zu viel „Boom“ eingepreist hatte, der dann doch nicht kam, nicht mehr zu hoch, sondern eher fair bis günstig bewertet … und hätte damit Chancen, sich wieder nach oben zu orientieren. Voraussetzung:

Über die positive Reaktion auf die Bilanz bzw. die leichte Anhebung der 2022er-Prognose hinaus müsste die Jenoptik-Aktie die jetzt als unmittelbare Hürde über dem Kurs liegende mittelfristige Abwärtstrendlinie und den knapp darüber wartenden Widerstand in Form des Mai-Tiefs bei 24,16 Euro überbieten. Angegangen hat man diese Zone mit den gestrigen Käufen bereits, aber da muss schon ein signifikanter Ausbruch her.

Die nächsten markanteren Widerstände würden dann zwar schon bei 26,70 bis 27,22 Euro warten. Aber schafft die Aktie den Sprung über die jetzt erneut attackierten Charthürden, wäre schon mal ein kurzfristig bullisches Signal im Kasten und mit ihm die potenzielle Basis für eine umfassendere Erholung vorhanden.

Jenoptik-Aktie: Chart vom 10.08.2022, Kurs 23,46 Euro, Kürzel JEN | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Jenoptik Aktie

Der Optoelektronik-Spezialist Jenoptik legte am Mittwochmorgen solide, positive Ergebnisse für das Gesamtjahr 2021 vor. Die Anleger honorierten das mit einem Plus von 3,3 Prozent. Dadurch steht ein neuer Aufwärtsimpuls in den Startlöchern … aber eines fehlt noch:

Anschlusskäufe. Charttechnisch ist die Ausgangslage zwar ideal. Aber was gestern nicht auf den Tisch kam, war ein Ausblick auf 2022, der wird wohl erst zum regulären Bilanztermin am 24. März folgen. Hätte man auch dahingehend mehr erfahren, wäre die Sache womöglich bereits entschieden, indem die Aktie ob eines zu verhaltenen Ausblicks gar keinen Satz nach oben gemacht hätte oder aber die Perspektive so stark gewesen wäre, dass es unmittelbar zu einem klar bullischen Signal gekommen wäre. So aber müssen die Käufer direkt nachlegen.

Das Ergebnis an sich war durchaus ansehnlich. Der Auftragseingang lag beeindruckende 58 Prozent über dem des Vorjahres. Der Umsatz stieg um knapp 17 Prozent, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen um gut 58 Prozent. Ein starker Auftragseingang und eine deutlich höhere Gewinnmarge als 2020, das spricht für die Aktie und auch für ein gutes Jahr 2022. Aber solange Jenoptik da nichts Konkretes mitteilt, bleibt die Sache vage.

Expertenmeinung: Die Basis für einen Anlauf an das 2021er-Hoch bei 37,76 Euro, an dem die Aktie im Januar scheiterte, womöglich sogar für einen Test des bisherigen, im Juni 2018 markierten Rekordhochs von 39,54 Euro, war schon vor den 2021er-Zahlen vorhanden:

Die Jenoptik-Aktie hatte Ende Januar die entscheidende Auffangzone in Form der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie verteidigt und danach die zum Widerstand gewordene Zone 31,38/31,82 Euro zurück erobert. Dann wurde sie zwar vergangene Woche am nächstgelegenen Widerstand in Form der 20-Tage-Linie gestoppt. Aber der darauf folgende Rücksetzer blieb kurz, hielt diese Zone 31,38/31,82 Euro und mündete gestern in einen Kursanstieg, der diese 20-Tage-Linie im zweiten Anlauf doch noch überwand.

Dies in Kombination mit einem frischen Kaufsignal des Trendfolge-Indikators MACD, unten im Chart eingeblendet, bildet ein perfektes, bullisches Setup. Aber die Aktie schloss gestern nicht nahe ihres Tageshochs, sondern mehr oder weniger genau auf dem Eröffnungskurs. Dadurch entstand am Mittwoch ein Doji … und das ist keine gute Basis für einen bullischen Befreiungsschlag.

Das könnte leicht geheilt werden, indem die Käuferseite heute und/oder morgen nachlegt und das gestrige Tageshoch (33,78 Euro) auf Schlusskursbasis überwindet. Sollte das indes ausbleiben, die Aktie womöglich sogar das gestrige Plus wieder verlieren, sollte man sich den Einstieg besser zweimal überlegen.

Chart vom 09.02.2022, Kurs 33,14 Euro, Kürzel JEN | Online Broker LYNX