Siemens Aktie aktuell Siemens: Das war einfach nicht gut genug

News: Aktuelle Analyse der Siemens Aktie

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Siemens
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Zur Siemens Aktie

Auf den ersten Blick las sich das, was der Siemens-Konzern in seiner Jahresbilanz 2019/2020 vorlegte, erfreulich: Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) fiel zwar um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aber zum einen wirkt das nach einem derart schwierigen Jahr mit einem konjunkturellen Blitz-Crash im Frühjahr respektabel, zum anderen war dieses Ergebnis deutlich besser als die durchschnittliche Prognose der Analysten.

Der Umsatz fiel um zwei Prozent, auch das wirkte erträglich, nur ein Rückgang von sieben Prozent beim Auftragseingang und die avisierte Kürzung der Dividende von 3,90 auf 3,50 Euro war eine hochgezogene Augenbraue wert. Licht und Schatten also, dennoch, die Aktie fiel. Und der Grund wird deutlich, wenn man sich das hier abgebildete, längerfristige Bild des Aktienverlaufs ansieht:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Siemens Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Siemens-Aktie war im Verlauf der „Impfstoff-Rallye“ mit in der Spitze 119,30 Euro sehr nahe an das bisherige, im Frühjahr 2017 markierte Rekordhoch herangelaufen. Um diesen Level zu halten, um das alte Hoch womöglich zu überwinden, dafür war diese Bilanz des am 30. September beendeten Geschäftsjahres 2019/2020 eben nicht gut genug, übertroffene Analystenprognosen hin oder her. Zumal der Gewinn bereits im vorherigen Geschäftsjahr unter Druck geraten war. Auch für ein „besser als befürchtet“ war so manchem die Aktie jetzt zu teuer, um einzusteigen … und teuer genug, um die Gelegenheit zu nutzen, den Gewinn mitzunehmen. War es das jetzt also mit den Aufwärts-Chancen?

Um das einschätzen zu können, ist der Tag der Bilanz mit seinen ganz unmittelbaren Reaktionen noch nicht genug, zumal am Donnerstag auch der Gesamtmarkt schwächer daherkam. Die Wochenkerze sieht mit dem Rückgang des Donnerstags natürlich aus Sicht der Bullen ganz und gar nicht gut aus. Aber noch bliebe der heutige Handelstag für die Käuferseite, um Boden gutzumachen. Erst, wenn die Siemens-Aktie die Supportzone um 108 Euro, den Bereich der Hochs zur Jahreswende 2019/2020, durchbrechen würde, wäre die Aktie auf kurzfristiger Ebene bärisch. Dann hätte sie aus charttechnischer Sicht Spielraum für eine Fortsetzung der Abgaben bis in den Auffangbereich um 97,60 zu 99,00 Euro.

Chart vom 12.11.2020, Kurs 113,72 Euro, Kürzel SIE | Online Broker LYNX
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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Siemens Aktie

Es war nicht mager genug, um die Aktie gegen einen am Mittwoch zulegenden Gesamtmarkt deutlich ins Minus zu drücken, aber auch nicht gut genug, um die Siemens-Aktie an die Spitze der DAX-Gewinner zu hieven, was da am Mittwochmorgen als Ergebnis des ersten Geschäftsjahresquartals 2019/2020 auf den Tisch kam. Der Umsatz lag im Vorjahresvergleich zwar ca. ein Prozent höher, die Analysten hatten im Vorfeld aber mehr erwartet. Der Auftragseingang blieb leicht unter dem des Vorjahresquartals, überraschte aber im Vergleich zu den Prognosen positiv. Und der Gewinn? Der lag vor Steuern und Abschreibungen deutlich unter dem Vorjahr (1,4 Milliarden nach 2,0 Milliarden, Analystenerwartung im Schnitt 1,9 Milliarden Euro), netto hingegen mit 1,08 Milliarden Euro über dem Vergleichszeitraum und über den Prognosen. Gut oder schlecht? Die Marktteilnehmer waren sich uneins. Die Aktie notierte zunächst im Minus, drehte dann ins Plus, zeigte aber in beide Richtungen keine entscheidende Dynamik. Das mag auch am Ausblick gelegen haben. Denn mit der Beibehaltung der bisherigen Zielzone in Form eines Gewinns pro Aktie zwischen 6,30 und 7,00 Euro pro Aktie bleibt der Konzern ebenso vage wie zurückhaltend. Nachdem 2018/2019 ein Gewinn von 6,41 Euro pro Aktie erzielt wurde, was schwächer war als in den vier Geschäftsjahren zuvor, fällt es schwer, aus dieser Perspektive eine Motivation zu ziehen, die Aktie unmittelbar zu kaufen. Expertenmeinung: Damit bleibt die Entscheidung offen, wie es mit der Aktie kurzfristig weitergeht. Sie sehen im Chart, dass Siemens im November Hand in Hand mit dem Gesamtmarkt in eine Seitwärtsbewegung überging, dann aber, als der DAX im Januar anzog, nicht mit von der Partie war. Daraus entstand ein „rounding top“, das auch deswegen auffällig war, weil es sich unmittelbar unterhalb einer mittelfristigen Widerstandszone in Form der Hochs vom Sommer 2018 um 122 Euro bildete (die beiden roten Linien am oberen Rand des Chartbilds). Es hätte positiver Nachrichten bedurft, um diese Hürde zu nehmen. Dafür hat diese Quartalsbilanz nicht gereicht, wobei das auch daran lag, dass diese Widerstände durch den aufgrund der Sorgen in Sachen Corona-Virus unter Druck geratenen Gesamtmarkt kurzzeitig außer Reichweite geraten waren. Die kräftigen Abgaben der vergangenen Woche führten dazu, dass die Siemens-Aktie die Nackenlinie dieses „rounding top“ bei 113,80 Euro durchbrach und die Bullen dadurch sofort um den mittelfristigen, im August begonnenen Aufwärtstrend (112,50 Euro) zu kämpfen hatten, Diese Schlüsselzone wurde am Mittwoch weder klar unterboten noch überzeugend verteidigt. Noch haben beide Seiten also ihre Chance. Wo könnten Bullen und Bären hier einen kurzfristigen Sieg verkünden? Auf der Unterseite würde ein Schlusskurs unter dem jüngsten Verlaufstief von 110,10 Euro aus charttechnischer Sicht zunächst den Weg an die bei aktuell 104,75 Euro verlaufende 200-Tage-Linie freigeben. Die Bullen könnten aufatmen, wenn Siemens mit Schlusskursen über 116 Euro die Nackenlinie des „rounding top“ ebenso wie die 20-Tage-Linie zurückerobern könnte. Wer setzt sich durch? Die Entscheidung könnte allemal noch im Verlauf dieser Woche fallen. Siemens Aktie Chart vom 05.02.2020, Kurs 113,72 Euro, Kürzel SIE | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Es waren stärker als erwartete Unternehmensergebnisse, welche zuletzt die Siemens-Aktie in die Höhe schnellen ließen. Gepaart mit dem Breakout über die psychologisch wichtige Marke von 100 EUR, konnten die Bullen den Druck über Monate hinweg aufrechterhalten. Erst mit Erreichen des letzten Zwischenhochs bei rund 120 EUR wurde es etwas leiser um das Kurseschehen. Gewinnmitnahmen und eine verdiente Verschnaufpause führten zu einer kurzfristigen Seitwärtsphase, welche nach wie vor andauert. Hier wird sich nunmehr der weitere Weg der Aktie entscheiden, denn die Kurse stehen unmittelbar vor einem wichtigen Breakout. Expertenmeinung: Seit Wochen baut sich hier ein leicht abfallendes Dreieck auf. Unterstützt werden die Kurse derzeit vor allem auch vom steigenden 50-Tage-Durchschnitt, welcher sich derzeit bei rund 115 EUR eingefunden hat. Solange sich die Kurse darüber halten können, ist eher mit einem Ausbruch nach oben zu rechnen. Gefährlicher werden könnte die Gesamtsituation jedoch, wenn die Aktie den Boden bei ca. 113.80 EUR brechen würde. Dies wäre das erste Anzeichen dafür, dass die mehrmonatige Aufwärtsbewegung beendet werden würde. Vorläufig sieht es jedoch nicht danach aus und wir heben unsere Aussichten auf die bullische Seite an. Aussicht: BULLISCH Chart vom 24.01.2020 Kurs: 117.92 Kürzel: SIE | LYNX Online-Broker

Wer im Vorfeld auf die Fortsetzung der im August begonnenen Rallye der Siemens-Aktie gesetzt hatte, hatte zwar recht hoch gepokert, aber mit der Reaktion auf die am Donnerstagmorgen vorgelegte Bilanz des letzten Quartals des bei Siemens am 30.9. endenden Geschäftsjahres doch alles richtig gemacht. Denn nachdem Siemens noch im Sommer warnte, dass die eigene Zielsetzung womöglich nicht erreicht werden könnte, legte der Mischkonzern gestern mit dieser Bilanz ein Zahlenwerk vor, das stark genug war, um doch noch erfolgreich über diese Ziellinie zu gehen. Der Umsatz stieg in diesem dritten Kalender- bzw. vierten Geschäftsquartal 2018/2019 um starke 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn lag mit 1,3 Milliarden Euro nicht nur weit über den 0,6 Milliarden des Vorjahres, sondern auch meilenweit über der durchschnittlichen Schätzung der Analysten, die mit 1,0 Milliarden gerechnet hatten. Als Sahnehäubchen diente der Dividendenvorschlag von 3,90 Euro, der einen Anstieg der Ausschüttung um zehn Cent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Man war beeindruckt – und griff zu. Expertenmeinung: Dass Siemens für das angelaufene, neue Geschäftsjahr 2019/2020 keine nennenswerte Steigerung der Margen erwartet und deswegen dahingehend auch keine Zielsetzung vorlegen mochte, hätte zwar grundsätzlich ein wenig Wasser in den Wein gießen können. Aber die Erleichterung, dass die Lage offenbar deutlich weniger kritisch ist als befürchtet, übertünchte diese Aussagen komplett. Und selbst wenn diese überraschend starke Entwicklung damit erkauft sein könnte, dass das Geschäft Richtung Jahresende abflaut: Wenn es so wäre, was man nicht wissen kann, wären das Dinge, die man erst im neuen Jahr auf den Tisch bekäme. Für den Moment dominiert das gute Ergebnis des vergangenen Quartals … und ein daraus entstandenes, markant bullisches Signal der Charttechnik. Die Dimension dieses bullischen Signals erschließt sich erst richtig, wenn man sich wie hier abgebildet das längerfristige Bild auf Wochenbasis ansieht. Die Aktie hat nicht nur ein neues Jahreshoch erreicht, nachdem das bisherige Hoch aus dem Mai mit Schwung überboten wurde, an welches der Kurs im Vorfeld der Bilanz herangelaufen war. Es gelang auch, den zweieinhalb Jahre andauernden Abwärtstrendkanal signifikant nach oben zu verlassen, nachdem der Kurs bei seiner Aufwärtswende im Sommer dessen untere Begrenzung touchiert hatte. Natürlich werden die Bäume nach einer derartigen Rallye nicht einfach weiter gen Himmel wachsen, aber aus charttechnischer Sicht wäre der Weg jetzt zumindest bis zur nächsten, markanteren Widerstandszone bei 121/122 Euro frei. Siemens Chart vom 07.11.2019, Kurs 113,66 Euro, Kürzel SIE | LYNX Online-Broker

Steigender Umsatz, steigender Auftragseingang, aber ein von den Analysten nicht vorhergesehener, deutlich gefallener Gewinn, das war das Fazit des dritten Quartals des bei Siemens am 30.9. endenden Geschäftsjahres. Diagnose: Margendruck. Seitens des Konzerns wurde das mit „wir wollen uns nicht an Margen unter zehn Prozent gewöhnen“ kommentiert. Aber wollen kann man viel, erst einmal müsste es eben auch gelingen, wieder bessere Preise zu erzielen. Die Analysten senkten ob dieser Bilanz scharenweise den Daumen, die Aktie eröffnete als Reaktion auf diese Enttäuschung am 11. August mit einem massiven Abwärts-Gap und fiel bis Mitte August weiter. Am 15. August wurde ein Tief von 84,42 Euro erreicht. Und gestern wurde das Abwärts-Gap vom 1. August fast geschlossen. Auf Basis von …? Auf Basis von gar nichts. Wie das in Kürze endende, letzte Quartal von Siemens‘ Geschäftsjahr gelaufen ist, weiß man noch nicht. Die Konjunkturlage hat sich weltweit nicht aufgehellt. Einzig die Hoffnung treibt die Kurse. Am Gesamtmarkt … und auch bei Siemens. Die Hoffnung und, das darf man vermuten, die großen Trader am Terminmarkt. Denn die dürften sich jetzt die Hände reiben. Grund: Expertenmeinung: Bis zur Options-Abrechnung Mitte August war die Aktie ja gefallen wie ein Stein. Dementsprechend dürften nicht wenige Marktteilnehmer auf der Short-Seite agiert haben. Eine miese Bilanz, ein verfahrener Handelskrieg, eine steigende Wahrscheinlichkeit für einen harten BrExit und ernüchternde europäische Konjunkturdaten: Vom Umstand abgesehen, dass die Aktie nach diesem zwei Wochen währenden Selloff kurzfristig überverkauft war, sprach nichts für eine Aufwärtswende. Und schon gar nicht für eine, die die Reaktion auf eine schwache Bilanz komplett egalisieren würde. Dementsprechend wurden jetzt diejenigen, die damals mit Laufzeit September in Optionen Short gingen, komplett auf dem falschen Fuß erwischt. Solche Short-Optionen dürften mehrheitlich Basispreise unter dem Ausgangspunkt des Abverkaufs bei 99 Euro gehabt haben und damit jetzt wertlos verfallen. Das bedeutet für die Verkäufer diese Optionen, die sogenannten „Stillhalter“, einen idealen Profit. Und da es sich bei Stillhaltern oft um die ganz großen Akteure an der Terminbörse handelt, sind die durchaus imstande, eine solche, für sie ideale Rallye mit anzuschieben. Aber das Ziel ist heute erreicht, die September-Optionen laufen aus. Wie weiter? Mit dem gestrigen Schlusskurs von 97,47 Euro ist das bis 99 Euro reichende Gap vom 1. August fast geschlossen. Siemens ist dadurch an die Juni-Abwärtstrendlinie herangelaufen. Und die wichtige 200-Tage-Linie wartet mit 98,77 Euro in etwa auf Höhe der oberen Begrenzung dieses Gaps, während kurzfristigere markttechnische technische Indikatoren wie der hier eingeblendete Stochastik-Oszillator überkauft sind. Ein signifikanter Ausbruch nach oben durch Schlusskurse über 100 Euro ist nicht unmöglich. Aber solange das nicht gelungen ist, sollte man einkalkulieren, dass die Siemens-Aktie für die kommenden Wochen ebenso eine Überraschung für die dem kurzfristigen Trend folgenden Anleger bereithielte, wie das durch die Rallye der vergangenen Wochen der Fall war. Chart vom 19.09.2019, Kurs 97,47 Euro, Kürzel SIE | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Mit einem Minus von gut vier Prozent landete die Siemens Aktie am Donnerstag auf dem Spitzenplatz der DAX-Verlierer. Der Grund war die am Morgen präsentierte Bilanz des dritten Quartals des bei Siemens Ende September endenden Geschäftsjahres. Was man da zu sehen bekam, mochte man absolut nicht. Und so reihte sich Siemens in die mittlerweile ungewöhnlich lange Liste derjenigen Aktien ein, die auf Basis enttäuschender Geschäftszahlen unter Druck geraten. Das Problem war auch hier, wie bei den meisten Unternehmen im Industriesektor, die Gewinnmarge. Der Umsatz legte gegenüber dem Vergleichszeitraum April bis Juni 2018 zu, stieg auf 21,3 nach 20,5 Milliarden. Der Auftragseingang war mit 24,5 Milliarden Euro sogar als tadellos zu bezeichnen. Aber wenn der Gewinn zugleich nachgibt, ist das ein tauglicher Grund, die Stirn zu runzeln und auszusteigen. Als EBITDA, d.h. vor Steuern und Zinsen, fiel der Gewinn auf 1,9 Milliarden Euro nach 2,2 Milliarden im Vorjahresquartal. Die Analysten hatten mit einem unveränderten Gewinn gerechnet, diesen Abstieg nicht vorhergesehen. Auch netto gerechnet war der Gewinn mit 1,0 nach 1,1 Milliarden spürbar niedriger ausgefallen. Mehr Umsatz, weniger Gewinn, das heißt, dass Druck auf den Preisen liegt. Und wenn die Marge erst einmal schrumpft, wird es sehr schwer, die wieder zu vergrößern, solange die Nachfrage nicht deutlich anzieht. Und den Investoren ist klar: Das zeichnet sich derzeit nicht ab. Expertenmeinung: Dass Siemens im Zuge der Quartalsbilanz die bisherige Prognose für das Gesamt-Geschäftsjahr bestätigte, konnte die Verkäufe nicht verhindern, denn im selben Atemzug erklärte der Konzern, dass man jetzt eher am unteren Ende der Prognosespanne landen wird, was die Marge angeht. Da hat Siemens eine Range von 11 bis 12 Prozent angesetzt. Im berichteten Quartal lag die Marge nur noch bei 9,6 Prozent, im Vorjahresquartal waren es 11,3 Prozent gewesen. Da schwante es wohl so manchem, dass es Richtung Geschäftsjahresende zu einer Korrektur der Prognosen nach unten kommen könnte. Und die Nachricht über eine wackelnde Prognose traf die Aktie aus Sicht der Bullen zur Unzeit, denn der Kurs hing bereits am seidenen Faden. Und mit dieser Bilanz riss der auch noch, wie der Chart auf Wochenbasis zeigt: Im ersten Quartal war die Aktie bereits unter die bis ins Jahr 2015 zurückreichende, mehrfach von beiden Seiten als Wendemarke dienende Zone 99/100,50 Euro gefallen, konnte sich dann aber erst einmal wieder darüber retten. Dynamisch wurde der Anstieg aber nie. Weit unter der übergeordneten Abwärtstrendlinie drehte Siemens erneut ab und landete schon wieder in der Zone 99/100,50 Euro, die durch die ebenfalls dort verlaufende 200-Tage-Linie aktuell noch an Bedeutung gewinnt. In der zweiten Julihälfte konnte dieser Bereich verteidigt werden, aber es gelang nicht, sich nach oben abzusetzen. Der Kurs hing also ohnehin mit einem Bein über dem Abgrund, es brauchte nicht viel, um ihn darüber zu stoßen. Diese Bilanz reichte dafür problemlos aus. Damit hat die Aktie aus charttechnischer Sicht Abwärtspotenzial zunächst an das April-Tief bei 90,80 Euro. Aber es würde nicht überraschen, wenn die jetzt natürlich motivierten Leerverkäufer versuchen würden, mit der unteren Begrenzung des Abwärtstrendkanals bei derzeit 87 Euro ein mittelfristig relevantes Kursziel anzusteuern! Chart vom 01.08.2019, Kurs 95,00 Euro, Kürzel SIE | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen