BMW: Luft bis ans alte Rekordhoch bei knapp 124 Euro?

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Zur BMW Aktie

Aus charttechnischer Sicht könnte für die BMW-Aktie noch 15 Prozent Luft nach oben sein. Aber sich einfach blind darauf zu verlassen wäre gewagt, denn diese Rallye folgt bereits einem äußerst optimistischen Szenario, das eintreten kann, aber eben keineswegs muss.

Anfang 2021 waren die Aktien der Automobilhersteller schon einmal dynamisch davongezogen. Man setzte nach der monatelangen „Zwangsflaute“ des Vorjahres auf einen massiven Boom bei den Neuzulassungen. Der nicht kam, im Gegenteil. Aber das lag weniger an den Kunden als an der Chipkrise als Folgeerscheinung der Lockdown-Phasen. Und es gelang bei BMW, die Gewinnspanne so zu erhöhen, dass der Gewinn im Jahr 2021 trotz der unerwartet hinter den Prognosen zurückgebliebenen Produktion trotzdem höher ausfallen wird als die 13,12 Euro pro Aktie, die im bisherigen Rekordjahr 2017 eingefahren wurden.

Und blickt man auf den Gewinn des Jahres 2015 zurück, als die Aktie ihr Rekordhoch von 123,75 Euro erreichte, lag der damals bei 9,70 Euro pro Aktie, das Kurs/Gewinn-Verhältnis lag damals bei 10. Das ist für Automobilaktien in etwa normal. Angenommen, der derzeit im Schnitt prognostizierte 2021er-Gewinn von 16,75 Euro pro Aktie würde erreicht und angenommen, 2022 würden immerhin noch 14,50 Euro erreicht (womit die Experten derzeit rechnen), wäre die Aktie auch dann noch nicht zu teuer, wenn sie dieses alte Hoch des Jahres 2015 bei 123,75 Euro erreicht. Dass die BMW-Aktie und mit ihr die anderen Automobiltitel mit Beginn des Jahres bei vielen großen Adressen erneut auf der Kaufliste stehen, ist aus dieser Warte heraus also nachvollziehbar.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur BMW Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Voraussetzung dafür, dass sich der Gewinn in den nächsten zwei Jahren in etwa auf dem Rekordniveau 2021 behaupten kann, wäre allerdings, dass sich die hohen, aus der Angebotsknappheit resultierenden Gewinnmargen einigermaßen halten lassen, dass die Materialengpässe verschwinden und dass der Absatz wie erhofft deutlich anzieht. Was allein mit Blick auf die um über 20 Prozent zum Vorjahr gestiegenen Erzeugerpreise nicht unbedingt gelingen muss, denn der Spielraum, um diese höheren Kosten an die Kunden weiterzugeben, ist überschaubar. Und ob diese Preissteigerungen sich abbauen, muss sich eben erst noch herausstellen. Schiefgehen sollte also nichts, wenn die BMW-Aktie ihren Weg an das alte Allzeithoch machen soll.

Daher könnte man zwar allemal mit dabei sein, insbesondere, nachdem es jetzt gelungen ist, die Aktie über das 2021er-Hoch bei 96,39 Euro ebenso wie über das Hoch des Jahres 2018 bei 97,50 Euro hinauszuziehen.

Aber es wäre auf jeden Fall sinnvoll, sich für den Fall, dass es auch 2022 nicht so läuft wie gedacht, konsequent nach unten abzusichern. Ein enger Stoppkurs in der Region um 93 Euro, der greifen würde, wenn die jetzt zur Unterstützung gewordenen Hochs vom Juni (96,39 Euro) und November (95,44 Euro) fallen sollten, wäre auf jeden Fall eine Überlegung wert.

BMW-Aktie: Chart vom 11.01.2022, Kurs 98,02 Euro, Kürzel BMW | Online Broker LYNX
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Das nahe Jahresende bringt viele Trader dazu, sich über die Chancen und Risiken des kommenden Jahres Gedanken zu machen. Das könnte den Bullen in der BMW-Aktie auf die Füße fallen, wenn sich die Risiken im Automobilsektor offen zeigen. Aber werden sie das?

Die Absatzzahlen der Automobilbranche waren in den letzten Monaten fatal. Und die scharf gesunkenen Verkaufszahlen treffen nicht nur Europa. Auch in China, dem für die deutschen Autobauer wie BMW mittlerweile wichtigsten Wachstumsmarkt, sieht es trübe aus. Trotzdem gelang es BMW, den Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr zu steigern, von 26,3 auf 27,47 Milliarden Euro. Das Geheimnis: höhere Margen. Vor allem bei den hochpreisigen Modellen ließen sich besonders gute Preise erzielen. Noch beeindruckender fiel der Gewinn vor Steuern aus: Mit 3,24 Milliarden erzielte BMW ein Ergebnis, das nicht nur weit über den 2,46 Milliarden Euro des Vorjahresquartals lag, sondern auch weit über der durchschnittlichen Analystenprognose von 2,87 Milliarden Euro.

Ein Phänomen, das auf die Angebotsverknappung zurückzuführen ist. Aber damit stellt sich die Frage: Werden die Margen auch so hoch bleiben, wenn das Angebot wieder der Nachfrage angeglichen wurde, weil der Chipmangel vom Tisch ist? Und lassen sich die starken Preise wenigstens halten, solange das Angebot gering ist oder ist die Bereitschaft der Kunden, lieber mehr zu bezahlen als Monate zu warten, nicht bald erschöpft?

Expertenmeinung: Wenn man sich bei den Analysten umschaut, sind die meisten zwar noch sehr optimistisch, die Kursziele für die BMW-Aktie bewegen sich aktuell zwischen 85 und 135 Euro, der Schnitt liegt bei 108 Euro. Aber schon fast die Hälfte der Experten stuft die Aktie nur noch mit „Halten“ ein. Das Problem, das Analysten und Anleger gleichermaßen haben: Man weiß eben weder, wie lange die Chips noch knapp sein werden, noch wie lange und wie stark die anderen Kosten, vor allem für Energie, noch steigen. Und ebenso wenig lässt sich klar vorhersagen, wie sich die Verbraucher im kommenden Jahr verhalten werden.

Das Ergebnis ist eine volatile Schaukelbewegung, die den BMW-Kurs aktuell fast genau in die Mitte zwischen zwei mittelfristig entscheidenden Ankerpunkten getragen hat. Auf der Unterseite geht es dabei um die Unterstützungszone 75/77 Euro, deren Ursprung bis zur Jahreswende 2019/2020 zurückreicht. Die entscheidende Hürde stellt das bisherige Jahres-Verlaufshoch bei 96,39 Euro dar, an dem die Bullen im November gescheitert waren.

Dass da einiges an Dampf im Kessel ist, zeigt die Dreiecksformation, die sich zuletzt gebildet hat. Inmitten dieses Dreiecks verläuft auch noch die 200-Tage-Linie, deren Bruch am 30. November gerade noch verhindert werden konnte, auf die die BMW-Aktie aber am Freitag erneut zurückgesetzt hat. Da muss und wird eine Entscheidung fallen … wobei man bislang nicht sagen könnte, dass eines der beiden Lager einen echten Vorteil hätte. Zumal man die Perspektive für BMW im Jahr 2022 nicht klar festmachen kann, so dass die Akteure da letztlich eine emotionale Einstellung einnehmen dürften. So etwas ist wankelmütig, schwankt meist schnell entlang starker Impulse. So gesehen darf man vermuten, dass der Ausbruch aus diesem Dreieck, der mit Schlusskursen über 91 oder unter 83 Euro vollzogen wäre, in einen schnellen Run an die jeweils dann in Reichweite liegenden, mittelfristig relevanten Bereiche 75/77 oder 96 Euro führen wird. Das sollte man im Auge behalten!

Chart vom 17.12.2021, Kurs 86,92 Euro, Kürzel BMW | Online Broker LYNX

Seit Anfang 2021 liefern sich VW und Daimler ein Wettrennen um die bestperformende deutsche Autoaktie. Die BMW-Aktie war dabei im Hintergrund geblieben, aber mittlerweile hat sie die VW-Aktie überholt und peilt den Ausbruch über das bisherige Jahreshoch an.

BMW hatte es Daimler im dritten Quartal nachgemacht: Obwohl die Zahl der Fahrzeug-Auslieferungen rückläufig war, gelang es, den Umsatz zu steigern, weil man für die Fahrzeuge bessere Preise erzielen konnte. Die Marge soll auch auf das Gesamtjahr gesehen um die zehn Prozent erreichen, was impliziert, dass die „Preisdurchsetzung“ auch im laufenden, vierten Quartal gut bleiben soll. Man habe mehr Aufträge, als man derzeit bedienen könne. Das liegt vor allem an dem altbekannten Chipmangel. Zwar räumte der BMW-Konzern ein, dass diese „Chip-Problematik“ sogar bis in zweite Halbjahr 2022 anhalten könnte. Aber das war, da man das zuvor schon von Volkswagen und Daimler gehört hatte, für die Anleger keine Überraschung mehr.

Mit Vorlage dieser Quartalsbilanz am 3. November begann die BMW-Aktie zu steigen – und hält ihren kurzfristigen, Mitte September etablierten Aufwärtstrend bislang eisern aufrecht. Jetzt geht es um die Frage, ob es gelingt, das bisherige, im Juni bei 96,39 Euro markierte Jahreshoch zu bezwingen. Wie stehen die Chancen?

Expertenmeinung: Die Bullen haben den Vorteil, dass viele Investoren derzeit der Ansicht sind, dass die Inflation Käufer von Fahrzeugen der Mittel- und Oberklasse nicht abschrecken wird. Darüber hinaus nimmt man den „Flaschenhals“, der über den Chipmangel hinaus auch in anderen Elementen der Produktion für Probleme sorgen kann, nicht besonders ernst. Die Reaktion auf BMWs Quartalsergebnis zeigt, dass man die starke Gewinnmarge als bedeutsamer einstuft als die Aussage, dass dieser Chipmangel weit länger anhalten könnte, als man das vor kurzem noch dachte. Aber:

Trotzdem sollte man dem Ausbruch über das Juni-Hoch besser nicht vorgreifen; es ist bislang noch nicht absehbar, ob da eine Mauer aus Verkaufsorders wartet oder der Kurs einfach durch diesen Widerstand hindurchgeht, als wäre er gar nicht da.

Ersteres wäre deswegen denkbar, weil die Analysten zumindest im Augenblick nicht davon ausgehen, dass BMW die grandiosen Gewinne des Jahres 2021 im kommenden Jahr wird halten können. Und würde die derzeitige durchschnittliche Erwartung der Experten eintreten, dass der Autobauer nach 16,40 – 17,00 Euro pro Aktie in diesem Jahr im Jahr 2022 „nur“ einen Gewinn zwischen 14,20 und 14,50 Euro einfährt, wäre die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau seitens des KGV, des Kurs/Gewinn-Verhältnisses, im Vergleich zu früheren Jahren angemessen bewertet. Kurz: Man hätte seitens der Bewertung erst einmal auf Sicht der nächsten ein, zwei Jahre weniger Luft nach oben, zumal man – momentan – seitens der Analysten auch davon ausgeht, dass der Gewinn 2023 ebenso wenig über den des Jahres 2021 steigen wird. Weshalb die Hälfte der Analysten die BMW-Aktie zwar derzeit als Kauf einstuft, die andere Hälfte aber „nur“ als Halteposition. Würde es im Bereich um das bisherige Jahreshoch bei 96,39 Euro also zu Abgabedruck kommen, wäre das nicht unbedingt eine Überraschung.

Ob man, sofern man bereits Long investiert ist, jetzt ebenfalls über Gewinnmitnahmen nachdenken sollte, ist eine Frage des Zeithorizonts der Position. Aber es wäre in jedem Fall ratsam, Zukäufe oder gar den Neueinstieg davon abhängig zu machen, ob diese jetzt entscheidende Charthürde bei 96,39 Euro hinreichend deutlich (mehr als ein Prozent auf Schlusskursbasis) überboten wird und die BMW-Aktie in den auf einen Ausbruch folgenden Tagen auch nicht gleich wieder darunter fällt. 

BMW-Aktie: Chart vom 15.11.2021, Kurs 93,48 Euro, Kürzel BMW | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bis Anfang September sah die Lage beim deutschen Automobilhersteller alles andere als gut aus. Die BMW-Aktie befand sich in einem klaren Abwärtstrend, welcher durch eine Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs gekennzeichnet wurde. Darum haben wir zu diesem Zeitpunkt einen bärischen Standpunkt eingenommen.

Doch der Chart hat uns zu Wochenbeginn vom Gegenteil überzeugt und der bärische Tenor konnte gestoppt werden. Mit dem Breakout über die Widerstandslinie wurde ein frisches Kaufsignal ausgelöst und die Bullen nahmen das Geschenk sofort an.

Durch die Bildung eines höheren Hochs konnte auch der Abwärtstrend endlich beendet werden und der Trend geht nunmehr wieder in eine neutrale Kaufphase über.

Expertenmeinung: Mögliche Kursziele nach oben sind schwer auszumachen, denn eigentlich ist jedes Zwischenhoch der letzten Monate nun ein möglicher Widerstand im Chart. Ob sich eine neuerliche Rallye bis zum Jahreshoch von Juni ausgehen wird, bleibt abzuwarten. Hierzu müsste auch der DAX mitspielen und seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzen.

Die letzten starken Aufwärtsbewegungen in der Aktie lieferten nach starken Impulsen gen Norden immer wieder gesunde Pullbacks in Richtung des steigenden 20-Tage-Durchschnitts. Anleger, welche den Startschuss nach oben verpasst haben, könnten sich hier auf mögliche Einstiege in BMW vorbereiten.

Aussicht: BULLISCH

BMW-Aktie: Chart vom 15.09.2021 Kurs: 83.12 Kürzel: BMW | Online Broker LYNX



Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bis zum Juni dieses Jahres standen die klassischen Schwergewichte der Automobilindustrie noch hoch im Kurs. Titel wie Volkwagen, Daimler, Ford und General Motors lieferten sich ein Rennen um immer höhere Hochs.

Auch die BMW-Aktie konnte in dieser Phase von der Stärke des Sektors profitieren. Doch bekanntlich ist die Börse keine Einbahnstraße und Korrekturen gehören nun mal zum Prozedere dazu. Sämtliche genannten Papiere begannen kurz danach nahezu im Gleichklang einen Gang zurückzuschalten und Anleger nahmen im großen Stil ihre Gewinne vom Tisch. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir unsere Aussichten von bullisch auf neutral gesenkt. Doch aus einem Pullback wurde eine größere Korrektur und aus dieser bei manchen Titeln bereits klare Abwärtstrends. So auch hier. Der Übergang in eine bärische Trendphase wurde im Juni durch ein weiteres tieferes Tief eingeleitet. Bislang haben die Bären das Zepter noch nicht aus der Hand gegeben.

Expertenmeinung: Ein weiterer Tiefschlag für BMW war der Verlust der Support-Zone bei rund 80 EUR. Die Unterstützung wurde im Mai erstmals aufgebaut und im August durchbrochen. Im Laufe der vorigen Woche versuchten die Bullen erneut diese Ebene zurückzuerobern, doch sofort drehten die Kurse wieder nach unten weg. Nun droht der Bruch der bärischen Konsolidierung, welcher neue Verkaufssignale mit sich bringen würde. Sollte dies der Fall sein, droht der Aktie als nächstes der Absturz bis in den Bereich von rund 73 EUR. Erst die Bildung eines höheren Hochs könnte die Vormachtstellung der Bären brechen. Vorerst sieht es aber nicht danach aus.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 03.09.2021 Kurs: 79.31 Kürzel: BMW | Online Broker LYNX


Manche sahen die BMW-Aktie schon bei 100 Euro. Und knapp darüber läge auch das durchschnittliche Kursziel der Analysten. Aber die Anleger spielen nicht mehr mit. Erste, wichtige Unterstützungen hat die Aktie bereits durchbrochen – die Bullen sind gefordert!

Die Reaktion auf die am 3. August vorgelegte Quartalsbilanz sprach Bände: die Aktie fiel um gut fünf Prozent. Dabei waren die Ergebnisse an sich durchaus respektabel. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag mit 5,0 Milliarden Euro weit über den 4,3 Milliarden, mit denen die Analysten im Schnitt gerechnet hatten.

Und dass man die Margen-Prognose mit 7,0 bis 9,0 Prozent „nur“ bestätigte, während man seitens der Experten mit mehr, im Schnitt mit 9,6 Prozent gerechnet hatte, ist der Halbleiter-Knappheit und den hohen Rohstoffpreisen geschuldet. Wäre hier von der Grundstimmung her alles in bester Ordnung, hätten die Marktteilnehmer das als vorübergehendes Problem auf dem Weg zurück zu alter Stärke (und darüber hinaus) gewertet und eher trotzig zugekauft, statt auszusteigen. Aber ganz offenbar beginnt man doch, den eigenen, großen Erwartungen … vor allem mit Blick auf die kommenden Jahre … zu misstrauen.

Expertenmeinung: Dieser Blick voraus ist auch seitens der Analysten ein wenig zwiespältig. Aktuell trauen sie der Aktie zwar, und das nur im Durchschnitt, 102 Euro zu. Aber zugleich sieht die Hälfte der Experten die Aktie nur als Halteposition. Und während man für das laufende Jahr Rekordgewinne vorhersagt, liegen die Gewinnerwartungen für 2022 und 2023 niedriger. Wenn dann auch noch erste Hinweise auf ein abkühlendes Wachstum hinzukommen, in den USA, in Europa und zuletzt mit den aktuellen Daten des Julis auch aus China, ist es nachvollziehbar, dass so mancher lieber einen Gewinn mitnimmt, solange er noch da ist. Vor allem, nachdem der Kurs im Juni an der oberen Begrenzung des breiten, mittelfristigen Aufwärtstrendkanals abgedreht hatte. Aber:

Jetzt hat die BMW-Aktie einen Level erreicht, an dem Gewinnmitnahmen normalerweise auf Käufe treffen würden. Der Kurs hat in der Spitze fast 17 Prozent vom Jahreshoch korrigiert und notiert in einer charttechnischen Schlüsselzone. Der Trendkanal ist schon leicht gebrochen, aber noch ist dieser Bruch nicht als signifikant anzusehen. Und die Aktie sitzt unmittelbar auf der Kreuzunterstützung aus dem Mai-Tief und der 200-Tage-Linie im Bereich 79/80 Euro auf, knapp darunter wäre, quasi als „Sprungtuch“, noch die seit Anfang 2020 relevante Zone 75,35/77,06 Euro vorhanden.

BMW-Aktie: Chart vom 16.08.2021, Kurs 81,47 Euro, Kürzel BMW | Online Broker LYNX

Damit ist jetzt der Punkt erreicht, an dem es zum Schwur kommt. Denn die entscheidenden Unterstützungen liegen nahe genug und vor allem nahe genug beieinander, um den Short Sellern, den „Bären“, die Möglichkeit zu geben, die Aktie mit gezielten Attacken über die Klippe zu stoßen. Wenn, dann müssten die Käufer also jetzt antreten. Gelingt es, den seit Juni laufenden Abwärtstrend mit einem signifikant über der aktuell bei 83,13 Euro verlaufenden 20-Tage-Linie liegenden Schlusskurs zu bezwingen, wäre die Kuh vom Eis. Aber würden sich die Bullen noch ein paar Tage länger nicht blicken lassen, könnten sich die Bären den Weg nach unten „freischießen“.