BMW Aktie aktuell BMW: In zwei Schritten zurück in den Keller?

News: Aktuelle Analyse der BMW Aktie

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BMW
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Zur BMW Aktie

Für die Bullen geht es bei den Automobil-Aktien ans Eingemachte. Jetzt müssten sie aktiv dagegenhalten, damit aus einem Rücksetzer kein Trendbruch wird. Die BMW-Aktie hat auf mittelfristig entscheidende Unterstützungen zurückgesetzt, testete zum Wochenschluss die Kreuzunterstützung aus Mai-Aufwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie. Grundsätzlich eine perfekte Basis, um einen neuen Rallye-Schub zu starten. Aber zumindest am Freitag blieb die Bereitschaft, diese Gelegenheit zu nutzen, aus. Und wirklich überraschen kann das nicht.

Wenngleich noch offen ist, wie das dritte Quartal bei BMW gelaufen ist, die Hoffnung, dass sich die Nachfrage nach Premium-Fahrzeugen rasant auf alte Levels erholen werde, hatten die Anleger bereits aufgegeben. Es kam zu einem Paradigmenwechsel unter den Käufern, man setzte im Zuge des Anfang August gestarteten, bislang letzten Aufwärtsimpulses nicht auf die Erholung der Nachfrage, sondern darauf, dass diese gezielt durch eine Ausweitung des Konjunkturpakets des Bundes zu Gunsten der Autobauer aktiv angekurbelt würde. Doch in der ersten Augusthälfte begann auch dieser Motor zu stottern. Kein Wunder, denn:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur BMW Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Zum einen hatte die BMW-Aktie dadurch wieder den „Prä Corona“-Kurslevel von Mitte Februar erreicht und damit die Krise wieder ausgepreist, während die Absatzzahlen weiterhin am Boden lagen. Selbst eine Ausweitung des Konjunkturpakets hätte die Verkäufe aber nicht so stark angekurbelt, dass ein Vorkrisen-Niveau fundamental gerechtfertigt gewesen wäre. Zum anderen wurde immer deutlicher, dass man mit der Erwartung, die Bundesregierung werde umgehend den Forderungen der Automobilindustrie nachkommen, auf Sand gebaut hatte. Was also wäre ein taugliches Argument, um die Aktie am Bruch der jetzt angelaufenen Unterstützung zu hindern … außer dem reinen Willen, eine im Fall eines Ausbruchs nach unten wahrscheinliche, deutliche Korrektur zu verhindern?

Chart vom 25.09.2020, Kurs 59,06 Euro, Kürzel BMW | Online Broker LYNX

Diese Frage stellen sich die Bullen natürlich. Und solange niemand entschlossen den Anfang macht, müssen sie fürchten, bei einer solchen Defensiv-Aktion überrannt zu werden, weil das bärische Lager natürlich hier eine hoch spannende Chance ausmacht. Wenn es gelingen würde, BMW mit Schlusskursen unter 58 Euro eindeutig durch diese Kreuzunterstützung zu drücken, wäre das unmittelbare Kursziel die untere Begrenzung der zwischen Juni und August geltenden Seitwärtsspanne der Aktie im Bereich 53,24/54,23 Euro. Alleine das wäre schon ein lukratives Potenzial für die Leerverkäufer. Aber die Aktie müsste dort nicht ihr Tief finden.

Sollte die ursprünglich die Wende im Frühjahr einläutende Erwartung, dass sich die Lage im Herbst zumindest spürbar aufhellen wird, im Zuge der Anfang November erwarteten Bilanz des dritten Quartals ebenfalls enttäuscht werden, könnte einem ersten Schritt in Richtung 53,24/54,23 Euro leicht ein zweiter folgen. Ein zweiter Schritt, der den Kurs an das Mai-Tief bei 45,30 Euro drückt, als die Zuversicht der Akteure zum ersten Mal ins Wanken geraten war. Kommt es so? Die Vorentscheidung fällt jetzt, bei diesem Ringen zwischen Bullen und Bären an der 200-Tage-Linie!

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der BMW Aktie

BMW ist einer der weltgrößten Automobil- und Motorradhersteller im Premium-Segment. Zum Unternehmen gehören auch die Marken Rolls-Royce und MINI.

Eine Warnung

Langjährigen Lesern wissen es nur zu gut: Seit Jahren warne ich vor dem Automobilsektor, vor allem vor Zulieferern. Der Sektor steht vor gewaltigen Herausforderungen, die großen Zeiten sind womöglich vorbei. Die Elektromobilität erfordert in dieser ohnehin schon kapitalintensiven Branche zusätzliche gigantische Investitionen. Der Sieger in diesem Wettkampf ist vollkommen unklar und die Zulieferer wird das ohnehin schwer treffen. Besteht ein Verbrenner aus 1.500 Komponenten, sind es beim E-Auto nur noch 200. Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass sich das negativ auf die Margen auswirken wird. Hinzu kommt der Wandel in Richtung autonomer Fahrzeuge. Durch Sharing werden dann schlichtweg weniger Autos benötigt. Statt immer auf der Branche rumzuhacken, möchte ich heute die positiven Aspekte besprechen.

Der perfekte Sturm

Autowerte vereinen so ungefähr alles, was bei Anlegern in den letzten Jahren unbeliebt war. Industriewerte, Autos, hohe Verschuldung und Europa im ganz allgemeinen. Hinzu kam ein Absatzeinbruch in China, der Zollstreit, zusätzliche Investitionen im Elektro-Segment und der Dieselskandal. Gekrönt wurde das ganze dann mit einer Pandemie und einem Shutdown der Produktion. Viel schlimmer kann es nicht werden und dementsprechend niedrig ist derzeit die Bewertung. Vielleicht hilft die Pandemie und die Angst vor Krankheiten mittelfristig sogar ein wenig. Es wird sicher Menschen geben, die Abstand von öffentlichen Verkehrsmitteln halten werden.

Licht am Ende des Tunnels?

BMW und Volkswagen notieren derzeit weit unter dem Buchwert und haben mehr als die Hälfte des Börsenwerts an Barreserven. Das Tief könnte durchschritten sein, die Absatzzahlen sollten in den kommenden Quartalen wieder deutlich steigen. Das könnte die Aktien befeuern, da ein Großteil der Anleger sehr kurzfristig agiert und denkt. Darüber hinaus haben VW und BMW umfassende Einsparungen beschlossen, die Kosten im Elektro-Segment sollte ohnehin sinken. Die Einstellung von Modellen wird die Effizienz verbessern und sich positiv auf die Margen auswirken. Darüber hinaus haben sowohl BMW und VW noch Potenzial zur Verbesserung des Produktmix. Bei hochmargigen SUVs sind beide Hersteller noch unterrepräsentiert, das betrifft vor allem Nordamerika.

Bewertung

BMW und VW haben in den letzten Jahren konsequent ihren Buchwert und Barreserven gesteigert. Am wichtigsten ist jedoch, dass reale Vermögenswerte außerhalb des Autogeschäfts aufgebaut wurden. In nur zehn Jahren konnte BMW den Wert dieser Assets von 20 auf 50 Euro je Aktie steigern. Die Vermögenswerte außerhalb des Autogeschäfts übersteigen derzeit also den Kurs der Vorzugsaktie. Man könnte also durchaus argumentieren, dass das Autogeschäft derzeit mit null bewertet wird, obwohl es Jahr für Jahr überschüssiges Kapital erwirtschaftet. VW hat in den letzten zehn Jahren mehr als 35 Euro an Dividenden ausgeschüttet, bei BMW waren es über 29 Euro je Aktie. Im direkten Performance-Vergleich der Aktie inklusive Dividende macht das BMW zum knappen Sieger. Ausgezeichnete Preise. Ausgezeichneter Service. Mein Broker ist LYNX.

Chart

Der folgende Chart bezieht sich auf die Vorzugsaktie von BMW mit dem Tickersymbol BMW3. Für Kleinanleger ist das Stimmrecht weitgehend nutzlos und durch den deutlich niedrigeren Kurs der Vorzugsaktie (44,50 Euro) gegenüber der Stammaktie (58,80 Euro), ist die Dividendenrendite wesentlich höher. BMW Vz. ist in die langfristig bedeutende Supportzone bei 35-40 Euro eingetaucht. Für antizyklische Anleger ist das ein interessanter Bereich. Gelingt hingegen ein Ausbruch über 47,50 Euro, könnte es zu Anschlusskäufen in Richtungen 52 und 57 Euro kommen. Über 60 Euro hellt. Mehr als 10.300 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Chart vom 16.07.2020 Kurs: 44,50 Kürzel: BMW3 - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die deutsche Automobilbranche befindet sich langsam wieder im Aufwind. Die Charts von Volkswagen, Daimler oder auch BMW sehen durchaus zufriedenstellend aus und der bullische Tenor konnte sich auch in den letzten Wochen weiter fortsetzen. Die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen schon seit geraumer Zeit in Richtung Norden und unterstreichen das vorhandene, positive Momentum. Aktuell testet die Aktie des bayerischen Motorwagenherstellers gerade den Widerstand bei 60 EUR. Ein Breakout über dieses Niveau würde neue Kaufsignale auslösen. Die beiden nächsten Unterstützungsebenen sind schnell gefunden. Zum einen findet sich hier das Tief der vorigen Woche bei 55.34 EUR, gefolgt vom Pivot-Tief des Monats Juni bei 53.24 EUR. Expertenmeinung: Solange die Unterstützungen nicht nach unten durchbrochen werden, bleibt das positive Gesamtbild der Aktie erhalten. Der Ausbruch über die Marke von 60 EUR dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu neuen Hochs führen. Der nächste markante Widerstand befände sich dann bei 67.28 EUR, dem kleinen Zwischenhoch von Mitte Februar. Dies würde auch unser aktuelles Kursziel darstellen. Der Chart sieht vielversprechend aus und wir erhöhen unsere Erwartungen von neutral auf bullisch. Aussicht: BULLISCH Chart vom 07.07.2020 Kurs: 58.65 Kürzel: BMW | Online Broker LYNX

Im ersten Quartal ist der Absatz neuer Fahrzeuge im BMW-Konzern um 20,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gefallen. Aber das ist nicht das Endergebnis der Krise, sondern eher der Anfang. Das zweite Quartal dürfte weitaus schlimmer laufen. Die Werke stehen derzeit großenteils still. Und die Verbraucher haben in einer Situation, in der völlig ungewiss ist, wann die Normalität zurückkehrt und wie sie dann wirtschaftlich dastehen, keinen Bedarf an hochpreisigen Neuanschaffungen wie Autos. Noch liegen weder die Bilanz des ersten Quartals noch aktuelle Lageeinschätzungen des BMW-Konzerns vor, aber in Erinnerung bleibt den Investoren eine Aussage des BMW-Chefs von Anfang des Monats: „Eine so ernste Situation kann selbst große Unternehmen in existenzielle Gefahr bringen.“ „More to come“, was schlechte Nachrichten angeht, das ist für die nächsten Wochen wahrscheinlich. Und doch kämpft sich der Aktienkurs Schritt für Schritt von seinem am 19. März bei 36,58 Euro markierten Tief nach oben. Kaufen da Anleger, die glauben, dass die Weltwirtschaft sich binnen Monaten, womöglich Wochen erholen und zur Normalität zurückkehren wird? Kann es so viele geben, die die Überzeugung hegen, dass es gelingt, die Aufwärtsbewegung zu verstetigen und den Kurs im bullischen Terrain zu etablieren? Expertenmeinung: Richtig ist zwar, dass es nicht selten zu einer „Allianz“ aus Hoffnungen und steigenden Kursen kommt, in der das eine das andere jeweils höher pusht und sich die Kurse dadurch eine beträchtliche Zeit von der Realität abkoppeln können. Aber ob das bei BMW wirklich der Fall ist und darüber hinaus ausreicht, um wieder bullisches Terrain zu erreichen, ist zumindest fragwürdig. Das wird sich daran zeigen, ob die Aktie wieder kräftiger unter Druck gerät, wenn das Momentum, d.h. die Schwungkraft der Aufwärtsbewegung, erlahmt. Was aktuell der Fall ist. Ende März/Anfang April war die Rallye schon einmal ins Stocken geraten, konnte da aber durch einen entschlossenen Sprung über den nächstgelegenen Widerstand in Form der 20-Tage-Linie wiederbelebt werden. Momentan ist die Schwungkraft erneut erlahmt. Aber genau auf Höhe eben dieser 20-Tage-Linie, die jetzt als Unterstützung fungiert, wurde der Kurs zunächst aufgefangen. Würde daraus ein erneuter Rallye-Impuls, ginge es um die im Chart rot markierte Widerstandslinie um 58 Euro, die nicht nur das Tief vom August 2019 repräsentiert, sondern eine Art „Mittellinie“ der Handelsspanne der letzten drei Quartale darstellt. Würde es gelingen, die BMW-Aktie über diese Hürde zu ziehen, wäre der Ball wieder in der Spielhälfte der Bullen, aber: In einem Umfeld wie diesem ist ein solches, dauerhaftes Abkoppeln von den Rahmenbedingungen die deutlich weniger wahrscheinliche Variante für die Zukunft. Die größere Chance bleibt beim Bären-Lager, das sofort wieder „Dampf“ nach unten aufbauen könnte, wenn die Aktie mit Schlusskursen unter 48,25 Euro aus der aktuellen, kurzfristigen Seitwärtsrange nach unten herausfällt und dann nur noch der leichte Support bei 43,61 Euro vor dem bisherigen Tief stünde. BMW Aktie Chart vom 23.04.2020, Kurs 50,27 Euro, Kürzel BMW | Online Broker LYNX  

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während viele Technologieaktien in den USA schon fast wieder ihre alten Höchststände erreicht haben, konnten sich deutsche Aktien noch immer nicht so richtig von dem Corona-Crash erholen. So vor allem auch die deutsche Automobilindustrie. Die Charts von Daimler, Volkswagen und BMW ähneln sich fast auf den Punkt. In der ersten Phase der technischen Gegenbewegung nach oben wurde der 20-Tage-Durchschnitt und im zweiten Anlauf der 50-Tage-Durchschnitt erreicht, welcher sich als hartnäckiger Widerstand in den Kursverlauf miteinbrachte. Die Trends sind zwar von bärisch in eine neutrale Phase übergegangen, doch noch sind keine wirklichen langfristigen Erholungssignale erkennbar – ganz im Gegenteil. Es drohen breit angelegte bärische Formationen nach unten gebrochen zu werden. Expertenmeinung: Die technische Gesamtsituation bei BMW ist recht einfach zusammengefasst: Sollte die Aktie die eingezeichnete bärische Formation nach unten brechen, wären neue Verkaufssignale vorhanden und die Bären hätten leichtes Spiel, um die Tiefs von März erneut zu testen. Gelingt den Bullen hingegen der unerwartete Breakout nach oben, könnte sich das Blatt erstmals wieder zum Positiven wenden. Aktuell wollen wir nicht versuchen, klüger zu sein als der Markt und nehmen eine neutrale Haltung ein. Das nächste Signal wird eine wichtige Rolle in der weiteren Entwicklung der Aktie spielen. Aussicht: NEUTRAL Chart vom 16.04.2020 Kurs 49.33 Kürzel: BMW | LYNX Online-Broker

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktien der deutschen Automobilindustrie präsentieren sich seit dem Start der Rallye des DAX Anfang Oktober in beeindruckender Manier. Titel wie Daimler, Volkswagen oder BMW konnten den Turbo zünden und wichtige Widerstandsmarken nach oben durchbrechen. Der bayrische Motorenwagenhersteller haderte nicht lange mit der Hürde bei 70.56 EUR. Nach dem ersten Anlauf Ende Oktober gab es zwar den obligatorischen Pullback, doch die Bullen nutzten diese Verschnaufpause, um mit frischer Energie durchzustarten. Das Kaufsignal trug die Aktie schnell über die Marke von 75 EUR, wo aktuell ein bullischer Wimpel zu bilden scheint. Diese Zwischenkonsolidierung könnte eine weitere Zwischenstation auf dem Weg nach oben darstellen: Der Trend bleibt vorerst bullisch. Expertenmeinung: Zwar können wir nicht taggenau titulieren, wann der Ausbruch aus der Formation geschehen wird, doch es riecht förmlich danach. Es ist wohl eher eine Frage der Zeit, bis sich das Wertpapier auf zu neuen Höchstständen macht. Lediglich die Zwischentiefs könnten sich neu ausbilden, denn der Zwischenboden bei 72.50 EUR scheint nicht besonders stabil zu sein. Gut möglich, dass es vor dem zu erwartenden Breakout noch zu einem tiefgreifenderen Pullback kommt. Kurzfristig wäre sogar ein Rücklauf auf bis zu 70 EUR möglich, bevor das entscheidende Kaufsignal tatsächlich geliefert wird. Somit empfiehlt es sich, noch ein wenig abzuwarten, bevor man sich hier positioniert. Aussicht: BULLISCH Chart vom 29.11.2019 Kurs: 73.30 Kürzel: BMW | LYNX Online-Broker