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2025 hatte sich die BMW-Aktie im Kreis der deutschen Automobil-Aktien zeitweise noch am besten geschlagen, aber betrachtet man die Performance von Mercedes, Porsche, VW und BMW seit Anfang 2026, stellen die Bayern das Schlusslicht dar. Heißt das, dass sie „billig“ ist?
Gerechnet vom letzten Kurs des Jahres 2025 (93,14 Euro) schloss die BMW-Aktie zum Wochenstart satte 37,36 Prozent niedriger. Von den großen Erwartungen, die deutschen Autobauer und allen voran BMW könnten den widrigen Rahmenbedingungen trotzen, ist nichts geblieben. Und genau das ist ein Problem, weswegen man sich hüten sollte, einen stark gefallenen Kurs mit einem „billigen Einstiegskurs“ gleichzusetzen. Wobei das nicht allein mit Blick auf die Gesamtsituation gilt, sondern auch in Bezug auf die charttechnische Lage der Aktie.
Solange ein Trend klar abwärts weist, zieht der Spruch „Was billig wirkt, kann leicht noch viel billiger werden“. Erst wenn eine charttechnische Aufwärtswende gelungen wäre und sich das mit einer günstigen Bewertung und einer tauglichen Wachstumsperspektive vereint, wäre die Bezeichnung „billig“ denkbar. Doch nichts davon ist derzeit in Bezug auf die BMW-Aktie der Fall. Gehen wir die Faktoren durch:
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Expertenmeinung: Die Mitte Juni veröffentlichte massive Senkung der Margenprognose auf EBIT-Basis von vier bis sechs auf ein bis drei Prozent hat dazu geführt, dass die Analysten ihre Gewinnschätzungen deutlich nach unten korrigierten. Im Schnitt sieht man da für 2026 noch einen Gewinn pro Aktie in der Range von 6,20 bis 6,60 Euro. Dadurch liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis derzeit trotz des so deutlich gedrückten Aktienkurses im Bereich von 8,8 bis 9,4. Für eine Aktie aus dem Automobilsektor ist das eher teuer. Zwar liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten für die BMW-Aktie mit fast 74 Euro noch ein gutes Stück über dem letzten Kurs. Aber dass momentan von 22 hier aktiv bewertenden Experten nur 10 eine „Kaufen“-Einstufung haben, spricht für sich.
Die Gründe, die zu dieser Prognosesenkung im Juni führten, sind allesamt noch da. Im Gegenteil: Der Gegenwind wird eher stärker. Die Kunden mögen keine „Abo-Modelle“ für bereits eingebaute, aber nicht freigeschaltete Optionen an den Fahrzeugen. Sie scheuen die hohen, in den letzten Jahren massiv gestiegenen Preise. Und die asiatische Konkurrenz ist stark und wird stärker. Dass China jetzt die Schwelle, ab der man bei Automobilen eine zusätzliche Luxussteuer zu zahlen hat, von bislang 1,3 Millionen auf 0,9 Millionen Yuan gesenkt hat (umgerechnet ca. 116.400 Euro), macht es BMW im wichtigen chinesischen Markt nicht leichter. Und leicht hatte es der Konzern in China zuletzt ohnehin nicht: Der Absatz sank im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent.
Und zu der keineswegs „billigen“ Bewertung und dem Gegenwind seitens der Rahmenbedingungen kommt noch das charttechnische Bild: Als Reaktion auf die Prognosesenkung war es im Juni zu einem bärischen Doppelschlag gekommen. Die Aktie war unter das „Zoll-Schock-Tief“ vom April 2025 gerutscht und zugleich aus dem zu Jahresbeginn etablierten Abwärtstrendkanal nach unten herausgerutscht. Sie sehen im Chart: Bislang macht der Kurs keine Anstalten, eine der beiden oder gar beide Charthürden zurückzuerobern.

Fazit: Die Aktie wirkt zwar auf den ersten Blick „billig“, aber bislang finden sich keine Argumente dafür, dass dieser Anschein ausreichen könnte, um die BMW-Aktie in eine glaubwürdige Aufwärtswende zu führen. Und solange die ausbleibt, bleibt der Weg nach oben zu steinig, um den Gedanken, die Aktie jetzt „abzufischen“, in die Tat umzusetzen.
Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/BMW.DE/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.07.2026 um 21:44 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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