Internet of Things: Wie Sie von der Technologie der Zukunft profitieren | LYNX Online Broker

Internet of Things: Wie Sie von der Technologie der Zukunft profitieren

Das „Internet of Things“, zu Deutsch also das „Internet der Dinge“, ist nicht wenigen Anlegern noch gar kein Begriff. Aber es ist Zeit, sich damit zu beschäftigen. Denn da entwickelt sich ein Trend, der in den kommenden Jahren beeindruckende Dimensionen annehmen wird. Davon frühzeitig zu profitieren, sollte sich also lohnen. Sehen wir uns das mal genauer an.

Das „Internet der Dinge“ – faszinierende Perspektiven, faszinierende Aktien

Als das Internet begann, die Welt zu erobern, löste das einen gewaltigen Hype an den Börsen aus. Der zwar zeitweise zu einer dann auch platzenden Blase führte, aber der Trend war unumkehrbar. Und Aktien wie Alphabet oder amazon.com machen deutlich, dass der Trend weitergeht. Es folgte die faszinierende Entwicklung der Mobiltelefonie bis hin zu immer leistungsfähigeren Smartphones. Hatten die Investoren diese Trends von Anfang an erkannt? Viele nicht, im Gegenteil:

Als das Internet seine ersten Schritte in den Bereich der privaten Haushalte tat, waren sehr viele Investoren skeptisch, ließen die Finger von Aktien, die damit zu tun hatten. Und als Apple vor zehn Jahren das erste Smartphone auf den Markt brachte, schüttelten viele den Kopf: So etwas braucht doch kein Mensch, hieß es da. Und heute? Heute stellt man in der Retrospektive fest, dass man wohl doch gut beraten gewesen wäre, sich mit diesen Innovationen frühzeitig zu beschäftigen und ihnen offener gegenüberzustehen. Für das IoT, das „Internet der Dinge“, wäre es jetzt noch zeitig genug. Also, um was geht es dabei?

Internet of Things: Eine Definition

Als Internet of Things (IoT) bezeichnet man die intelligente Einbindung von „Dingen“, seien es Elemente der Umwelt, Gegenstände oder Geräte, in einen internetbasierten Verbund zur unmittelbaren Interaktion mit Menschen oder aber zur Interaktion verschiedener Dinge untereinander zur Erfüllung von vorab durch Menschen vorgegebenen Anforderungen.

Der Versuch, das IoT zu definieren, wirkt holprig, wie Sie sehen, aber es reicht nicht aus, das IoT einfach als System, in dem Menschen und Dinge miteinander interagieren, zu bezeichnen. Das wäre ja bereits bei jedem technischen Gerät der Fall, das tut, was man ihm aufträgt. Salopp: Stellt man einen Wecker auf sieben Uhr und er gibt genau dann das erforderliche Wecksignal, wäre das bereits eine Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Nein, IoT bedeutet eine Ebene, in der ins Netzwerk eingebundene Dinge den Menschen unaufgefordert unterstützen, quasi als „unsichtbare Helferlein“. Am besten erklärt sich das mit einigen Beispielen:

Wie das IoT unser Leben verändern kann

Ein Drucker, der permanent überprüft, ob die Druckerpatronen noch ausreichend befüllt sind, sich beim Nutzer meldet und dazu auffordert, die nötigen Patronen nachzubestellen, ist heutzutage normal. Das ist eine einfache Verknüpfung zwischen Mensch und einem „Ding“. Aber sobald der Drucker imstande ist, die Schieflage selbst zu korrigieren, indem er ohne menschliches Eingreifen die nötigen Patronen bestellt und, weil mit einem ganzen Netzwerk aus „Dingen“ vernetzt, auch noch die nötige Bezahlung veranlasst, ist das schon etwas ganz anderes. Und das ist der Weg, den das Internet der Dinge gehen will. Ein anderes Beispiel:

Es gibt in Kleidungsstücke eingebaute Sensoren, die messen, wo und wie oft man sich bewegt, wie sich Körpertemperatur, Blutdruck und Herzschlag verändern etc. Diese Daten werden z.B. an eine Smartphone-App weitergeleitet, die dem Benutzer dann die Möglichkeit gibt, die Informationen auszuwerten. Auch das ist bereits eine Form des Internet of Things. Die nächsten Schritte wären beispielsweise Sensoren, die dem Benutzer beim Joggen für ihn günstigere Laufstecken vorschlagen. Oder Sensoren, die bei Allwetterjacken imstande sind, deren Außenhaut auf sich verändernde Wetterbedingungen einzustellen. Das klingt völlig utopisch. Aber man ist bereits auf dem Weg dorthin.

Und die Möglichkeiten und Ziele des IoT beschränken sich nicht alleine auf Bequemlichkeit. Sensoren in Babybetten messen die Atmung des Kindes und warnen die Eltern, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten. Sensoren in Teppichen können im Fall eines Sturzes ein Notsignal generieren, das in Verbindung mit einem Mobiltelefon unmittelbar den Notdienst informiert – was älteren Menschen das Leben retten kann.

Die besten Internet of Things Aktien

Wie ließe sich von dieser Entwicklung profitieren? Ein probater Weg: Man stellt sich ein kleines Portfolio aus Aktien zusammen, die auf unterschiedliche Weise an diesem Trend teilhaben. So bietet sich eine taugliche Streuung möglicher Risiken und eine sinnvolle Abdeckung der insgesamt breiten Palette von Entwicklungen, die alle zusammen das IoT ausmachen.

Natürlich versuchen auch die großen Technologieunternehmen, hier den Zug nicht zu verpassen. Große Konzerne wie IBM, Alphabet oder Siemens sind da durchaus aktiv. Aber dort macht das IoT verständlicherweise nur einen Bruchteil der Aktivitäten aus. Wer sich zielgerichtet in das IoT „einkaufen“ will, sucht eher nach kleineren Unternehmen, die sich gezielt dieser Thematik verschrieben haben. Bei einigen wie dem chinesischen IoT-Unternehmen SenseTime warten die Anleger noch hoffnungsvoll darauf, dass sie an die Börse gehen (ein für 2020 geplanter Börsengang in Hongkong wurde aufgrund der Corona-Krise erst einmal auf Eis gelegt). Aber nicht wenige sind bereits am Markt notiert und bieten so die Möglichkeit, sich im Bereich IoT „einzukaufen“. Fünf interessante Aktien, die da mitmischen, stellen wir Ihnen hier vor:

Skyworks Solutions: Die Chip-Spezialisten

Das in Massachusetts beheimatete Unternehmen Skyworks Solutions (ISIN: US83088M1027 – Symbol: SWKS – Währung: USD) ist ein Spezialist für „besondere Anforderungen“ im Halbleiterbereich, die Formulierung „Solutions“, „Lösungen“ steht hier durchaus zu Recht. Skyworks bringt regelmäßig neue Lösungen auf den Markt, die speziell auf das IoT ausgerichtet sind. Dabei liegt ein Fokus auf Elementen, die die Interaktion zwischen drahtlosen Verbindungen und Netzwerken optimieren. Unternehmen, die sich im IoT tummeln, dürften regelmäßig auf die Skyworks-Lösungen stoßen, zumal man dort nach eigenen Angaben effektiv an der Optimierung der Signalreichweite einzelner Sensoren bei zeitgleich minimalem Energiebedarf arbeitet, ein wichtiger Parameter, um das IoT effektiv und rentabel zu gestalten.

Wie alle Aktien von Unternehmen, die sich mit Zukunftstechnologien beschäftigen, ist auch die an der Nasdaq gelistete Skyworks Solutions eine Aktie, die recht volatil daherkommt. Chiphersteller, ob nun im Bereich IoT aktiv oder nicht, sind sehr konjunkturabhängig und ihre Aktien daher immer schwankungsfreudig. Nachdem die Aktie im Februar/März 2020 zunächst Hand in Hand mit dem Gesamtmarkt scharf einbrach, holt sie, Stand Ende April 2020, rasant wieder auf und hat bereits die wichtige, in diesem über fünf Jahre reichenden Chart blau markierte 200-Tage-Linie zurückerobert. Positiv ist zudem, dass die Aufwärtswende oberhalb der vorherigen Tiefs lag, die jeweils alle für sich über dem vorherigen liegen. Dennoch bleibt der Hinweis auf die hohe Schwankungsintensität dieser wie aller Aktien aus dem Bereich der Hochtechnologie.

Splunk: Die Daten-Drehscheibe

Das kalifornische Unternehmen SPLUNK (ISIN: US8486371045 – Symbol: SPLK – Währung: USD) betreibt ein Tool, mit dem sich die verschiedensten Daten technischer Geräte sammeln und strukturieren lassen. So werden sie für verschiedenste Benutzer zugänglich und auswertbar. Ursprünglich war das Haupteinsatzgebiet die Störungssuche und -analyse im IT-Bereich. Aber die Fähigkeiten des SPLUNK-Tools sind für die Entwicklung von IoT-Strukturen ideal, da es die Möglichkeit bietet, dass diese Daten auch außerhalb des reinen IT-Bereichs entsprechend strukturiert von Menschen oder anderen Maschinen und Geräten aufgenommen und umgesetzt werden können, so dass Interaktionen unterschiedlicher Systeme auf Basis gegenseitiger Datenauswertung möglich sind.

Während der Umsatz seit dem Börsengang 2012 kontinuierlich und rapide zugelegt hat (von 121 Millionen US-Dollar 2011/2012 auf zuletzt 2,35 Milliarden US-Dollar 2019/2020), hat SPLUNK die operative Gewinnschwelle erst vor kurzem erreicht. Dafür erscheint SPLUNK vom Kurs her teuer. Aber da setzen die Investoren eben auf die großen Chancen, die das Unternehmen im Rahmen dieses Trends zum „Internet der Dinge“ hat. Hochspekulativ, aber ebenso hochinteressant!

PTC: Die Software-Schmiede

Die US-Firma PTC (ISIN: US69370C1009 – Symbol: PTC – Währung: USD) ist ein Softwareunternehmen, das sich sehr konsequent auf den Bereich des IoT ausgerichtet hat und vom IT-Spezialisten Gartner neben der Software AG zu den führenden Visionären im Bereich des „IIoT“, des „Industrial Internet of Things“, gerechnet wird. PTCs Plattform „ThingWorx“ ist eine speziell auf Lösungen in diesem Bereich ausgerichtete Plattform.

PTC hat das am 30.9. beendete Geschäftsjahr 2018/2019 mit einem Gewinn von knapp 1,60 US-Dollar pro Aktie beendet und in den ersten beiden Geschäftsquartalen des Geschäftsjahres 2019/2020 die Analystenprognosen solide übertroffen (das Ergebnis des 2. Quartals wurde gerade am 29. April vorgelegt). Seitens der Bewertung finden sich an der Wall Street deutlich teurere Aktien, so dass PTC grundsätzlich ein lukrativer Kandidat für ein IoT-Portfolio wäre: Aber die hohe Volatilität im Bereich der Hightech-Aktien gebietet auch hier eine gewisse Vorsicht, solange sich der Kurs aus übergeordneter Sicht noch in einem Abwärtstrend befindet.

Software AG: Die Plattform-Lieferanten

Die Darmstädter Software AG (ISIN: DE000A2GS401 – Symbol: SOW – Währung: EUR) gehört zu den großen europäischen Software-Häusern. Mit der Übernahme des Startup-Unternehmens Cumulocity im Jahr 2017 hat die Software AG eine wichtige Tür zu den Unternehmen und Endnutzern geöffnet, die das IoT nutzen wollen. Mit Cumulocity IoT bietet die Software AG eine cloudbasierte Plattform an, mit der sich auf übersichtliche Weise Geräte miteinander verbinden lassen.

Die Software AG ist in Bezug auf Business-Plattformen ein Allrounder, der viele Anwendungsbereiche abdeckt. Mit diesem Schritt ins „Internet der Dinge“ hat man sich einen weiteren, immens zukunftsträchtigen Bereich geschaffen.

Mit den Ende April vorgelegten Bilanzdaten des ersten Quartals wird deutlich, dass auch die Software AG die Folgen der Einschränkungen der letzten Monate zu spüren bekommen hat, dennoch erwartet man dort ein, wenngleich vom Umfang her nach unten korrigiertes, Wachstum. Die Bewertung der Aktie über das Kurs/Gewinn-Verhältnis ist im Vergleich zu vielen US-Aktien aus diesem Bereich günstig, allerdings bewegen sich hier Umsatz und Gewinn auch weniger dynamisch als bei so manchem US-Startup. Der Chart zeigt, dass das nicht gegen starke Schwankungen in der Aktie feit, auch hier sollte man daher bei der Frage, ob man einsteigen sollte, charttechnisch fundierte, positive Signale abpassen.

Sierra Wireless: Die Drahtlos-Spezialisten

Die kanadische Sierra Wireless (ISIN: CA8265161064 – Symbol SWIR – Währung: USD) ist ein Anbieter von intelligenten, drahtlosen Übertragungslösungen, die gezielt in Richtung des Internet of Things ausgerichtet sind. Sierra Wireless-Module und Chips kommen vor allem in der Automobilindustrie, in der Logistik und dem Gesundheitswesen zum Einsatz.

Das Unternehmen zeigt über Jahre hinweg Umsatzwachstum, derzeit ist die Gewinnsituation allerdings nicht günstig. Dementsprechend stand die Aktie in den letzten Jahren unter Druck. Derzeit hat sie aber, wie der Chart über fünf Jahre zeigt, einen interessanten, charttechnischen Knotenpunkt erreicht, der, würde er überwunden, ein positives Signal generieren würde.

IoT-Aktien in Zeiten der Corona-Krise: Trotzdem einsteigen?

Wie massiv und wie lange die Weltwirtschaft durch die Folgen der im Frühjahr 2020 umgehenden Virus-Pandemie unter Druck geraten wird, ließe sich heute noch von niemandem sicher absehen. Und klar ist, dass Innovationen wie das Internet of Things dadurch gebremst werden. Aber dass dieser Weg, Mensch und Maschine bzw. Maschinen mit Maschinen intelligent und interaktiv miteinander zu vernetzen, deswegen in der Versenkung verschwinden könnte, ist auszuschließen.

IoT-Aktien bleiben spannend und behalten ihr großes Potenzial. Wichtig wäre für Sie als Investor aber, mit genau der Vorsicht zu Werke zu gehen, die man derzeit auch am Aktienmarkt insgesamt walten lassen muss. Es bietet sich an, nicht blind in ein fallendes Messer zu greifen, weil die eine oder andere Aktie auf einmal „billig“ aussieht, sondern zu warten, bis sich Böden gebildet und im Idealfall Trendwenden nach oben durchgesetzt haben.

Denn auch, wenn IoT-Aktien mittel- und langfristige Investments werden sollen, macht es einen großen Unterschied, ob man durch verfrühte Käufe Monate oder sogar ein paar Jahre darauf warten müsste, seinen Einstandspreis wieder zu sehen oder aber schnell und im Idealfall natürlich auch weit in der Gewinnzone liegt.

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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